Indiana Tribüne, Volume 28, Number 276, Indianapolis, Marion County, 14 July 1905 — Page 6

Jndiana Tribüne. IS. Juli 1903.

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Qttti Erktnntnib. Von Mbert Koerth. bin nickt für daS (Blues neboren.

ir fthlt rr ftiHaiifrtfb'ne Sinn. Den Karten Kamvk hab' ick erkoren. Nach fernen Zielen treibt's mich hin. Darum mag die ich nicht beneiden, eür die des Glückes Sonne steint, ck, kenn' der Schnfdcht tiefe Leiden Und weiß, wie es sich einsam weint. Wenn ich auch nie zur Ruh' sollt kommen. Und nie zum heiteren Genuß, Wenn schöne Sterne auch verglommen. Ein Ziel mir dennoch winken muß! Dem will ich kübn entacgcnstrcben Mit nimmermüdem Wanderschritt; Glaubt nicht, fraß ich werd' zagend beben, Wenn mich der grimme Tod nimmt mit. Dann kann den Frieden ich -genießen, Un dem mein Leben war so arm. Mag keine Thrän' am Grabe fließen, kündend von eines Herzens Harm. Taö verschwundenegLiebchen. Gin Entführungsgeschichtchen der Prairie. Von Marie 1. Nur weniae Säufer waren in der dünnbesiedelten westlichen Landschaft zu seyen. Nach emem dieser strebte an einem nassen Frühttngsabend mit hastigen Schritten eine Frau, aber nicht, um Schutz vor dem Regen zu suchen. Vor der Thüre der Blockhütte angelaugt, klopfte sie. öffnete dann unaeduldig selber und trat ein. Hinten in der ftammede saß. ihre Welschkornkolben - Pfeife sckmaucbend. eine Greisin; sonst war Niemand zur Zeit da. Granny." rief ihr die Eingetretene zu. .weint Du nicht, wo meine Bessie ist? 5W6 Kabe sie seit Gestern Nachmittag nicht mehr gesehen!" .3 ei. nein, antwortete die Alte mit verschlafener Stimme. Marn Jane," frug sie ihre, soeben auftauchende Enkelm, hast Du' mcht Bessie Barcus gesehen?" Wie sollte ich?" versetzte die Gefragte in schnippisch - frechem Tone, ne wird wohl mit -dem Slnalcyrer davongelaufen sein." Wie kannst Du solche Reden tun ren " entaeanete ftrau Barcus. .wo Bessie seit zwei oder drei Jahren mit &ib Wells atW S i e bat nock nie etwas auf den Singmeister gehalten." Natürlich nicht." bemerkte GroKmutter Jones theilnehmend, so wenig, wie eines der anderen Mädel, nicht j wabr? Aber Ydo man baS ßind ftrfn? Wir wollen Sam Lärm schlagen lassen, dak die NachbarsSaft die Sache in die Hand nimmt." Sam. ein rieslaer stotternder Bursche, verbreitete die Kunde wie ein Lauffeuer. Denn überall, wo er nach Bessie erfolglos fragte, rannten die Infamen des Hauses wiederum zu den nächsten Nachbarn, und so bildete fick eine wahre Blitzkette zur Verbreitung der Neuigkeit. Bessie war das schönste Mädchen weit und breit, sehr beliebt und überdies eine Erbin! Kein Wunder, daft sehr schnell eine Suchpartie von jungen Männern beisammen war, unter der Führung von Gib Wells. Ehe sie ans Werk ging. wurde noch em hastiger Kriegsrath mit der Mutter gehalten. 0 Gid. hilf!" iammerte die Mutter. als sie des stattlichen Burschen ansichtig wurde, ich furchte, sie ist in den Ereek gefallen; ich kann mir nicht vorstellen, daß mein Kind, Alles, was ich noch in der Welt habe, absichtlich weg ist!" Aber wer sagt denn so 'was?" frug Gid erstaunt. Mary Jane hat gesagt, Bessie sei mit dem Singmeister davongelaufen." Gid schoß einen verachtungsvollen Blick nach der Lästerzunge. Da gesellte sich ein etwas geckenhaft aussehendes Herrchen dem Haufen bei. Na. da ist er ja, der Singmeister," schrie Frau Barcus. Ich hätte sowieso Lust, ihm das Fell zu versohlen," gröhlte Gid halblaut; hab' ihn nie leiden können. Kein Mensch weiß, wo er herkommt. Und er h at nach Bessie getrachtet." Bald flackerten Lichter an den Ufcrn des kleinen Stromes entlang. Die Sucher trennten sich in zwei Haufen, deren einer die Hügel absuchen, und der andere im Strome herumfischen sollte. Der Singmeister schloß sich letzterer Partei an. Ein altes Eanoe und Greifhaken waren schnell beschafft. Nach einer Weile fruchtlosen Sondirens blieb plötzlich der Haken an etwas hängen, und das Boot kam mit einem Ruck zum Stillstand. Gid zog die Kette an, fand aber nur einen verfaulten Baumstamm; sowie er jedoch diesen zurückfallen ließ, trieb etwas Anderes an die Oberfläche, eine Menschenhand und das woblbekannte braune Kleid von Bessie Barcus! Sie mußte über die schwanke Fußbrücke gestürzt sein, welche den. zur Zeit angeschwollenen Strom überspannte. Gid zog den Körper an's Ufer und blickte trauervoll in das aufgedunsene Gesicht. Ich glaub's noch nicht," sagte er dumpf, sie sieht sich gar nicht gleich." Ertrunkene sehen sich nie gleich." sagte einer der Anderen, und sieh' hier, Md." Er deutete auf .eines der kleinen Ohren, an welchem ein Ohrring von einem Paar hing, 'das Gid im vorigen Sommer seinem Liebchen gegeben; Niemand in der ganzen Nachbarschaft hatte ein ähnlichesHaar. O Himmel!" stöhnte der arme Bursche.

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Ansichten von

Vom japanischen Standpunkte aus ist der gegenwärtige Krieg mit Rußland ein Kampf um die nationale Existenz gewesen. Jetzt, also ziemlich beim wahrscheinlichen Schlüsse, haben noch andere Gefühle mitgesprochen, die sich in der

Besetzung Sachalin? gezeigt haben. Vor 40 Jahren begann Rußland, die Japaner von der Insel zu vertreiben. Jetzt haben dieselben es sich zurückgeholt und werden es schwerlich wieder ausgeben. Die Insel hat werthvolle Kohlenlager

und Petroleumquellen. Die Männer brechen einige Aeste ab und machten eine Sänfte, auf' die sie die Leiche legten, um sie -heimzutragen. Ein Pferd auf dem Landweg wurde vor der Prozession und ihren flackernden Lichtern scheu. .Holla, was habt Ihr da?" ließ sich die bekannte tiefe Stimme von Dr. Moritz vernehmen. Eine junge Dame ertrunken, Doktor," erwiderte der Singmeister, sich in feierliche Positur setzend. Wer?" Bessie Barcus; wir haben sie eben aus dem Ereek gezogen." Habt Ihr einen Belebungsversuch gemacht?" fragte der Doktor. Ei, nein, sie muß schon seit gestern Nacht todt sein: die Leiche ist entstellt," sagte einer der Anderen. Der Doktor sprang ab und prüfte den Leichnam. Hm", rief er aus, die ist ja schon acht oder zehn Tage todt! Und das ist nicht Bessie Barcus; die habe ich erst vorgestern gesehen." Die Männer starrten inander an. Aber das sind ihre Kleider ihr, Ohrringe," sagte Einer. Das stimmt, aber auch weiter nichts," sagte der Doktor; die Geschichte muß ich untersuchen; bringt die Leiche nach Jones' Blockhaus!" 2. Gid war schon dorthin vorausgeeilt, um die Mutter vorzubereiten, welche händeringend dasaß. Der Leichnam wurde hereingebracht. Dr. Moritz blieb hartnäckig bei seinem Urtheil. Aber Manche waren doch überzeugt, es mit Bessie's Leiche zu thun air haben, Aerzte wissen auch nicht Alles, und wo war Bessie? Der Doktor machte sich weiter mit der Leiche zu schaffen. Großmutter Jones aber raffte sich auS ihrer Verschlafenheit auf, legte ihre Pfeife weg und suchte geschäftig nach einem ihrer Hausmittel, mit welchem sie die Retterin in der Noth zu werden hoffte! Für DoktorSkünste hatte sie von jeher nur tiefe Verachtung, dagegen unbegrenztes Vertrsuen zu ihren Kräutlein gehabt. Einen Thee von Pennyroyal" (starkriechende wilde Minze) wollte sie der armen Bessie einflößen, dann wird das Mädel gewiß in's Leben zurückkehren, und Dr. Moritz kann sich heimgeigen lassen. Darum schnell her mit diesem Kraut. wo hatte sie eS nur hin geräumt? Richtig, da oben im Dachraum mußte eö hängen. Aus dem Weg da!" rief sie den Umstehenden zu, welche zwischen ihr und der Leiter waren, die zum Dachraum führte. AlleS blickte sie verwundert an. Sowie aber Mary Jane, welch bisher bei dem Doktor aestanden, ihre Großmutter sich der Leiter nähern sah, stieß sie einen Schrei auö, rannte herzu und zerrte die Alte zurück. Laß mich doch gehen!" schrie dies, wie kommst Du mir denn vor, Mädel!" ' ' Um GotteS Willen, geh' nicht da hinauf." kreischte die Enkelin, pe krampfhaft am Rock festhaltend. Ei, warum denn, dummes Ding?" Es könnte Dir ein Unglück geschehen." Mary Jane'S Gesicht war kreideweiß. .In höchster Neugierde umdrängten die Uebriaen die beiden Ningenden. .

Sachalin, das jetzt von den Japanern besetzt ist.

Was ist denn los, warum soll sie denn durchaus nicht da hinaufsteigen?" fragte Gid ziemlich barsch. O, sie ist so alt und hinfällig." flehte Mary Jane, und die größte Angst sah aus ihren Augen. Na, so kann i ch ja hinaufsteigen," versetzte Gid entschlossen; Großmama, was willst Du denn da obenz" Mein Pennyroyal will ich, aber schnell," erwiderte die Alte, das hilft gewiß! Ganz oben im Fensterkreuz muß es hängen." Gid sprang die Leiter hinauf, aber Mary Jane, weit entfernt, beruhigt zu sein, sank mit einem neuen Aufschrei unter der Leiter zusammen. Und gleichzeitig gab es noch eine Ueberraschung: Der Singmeister machte einen Ansatz, zur Thüre hinaus zu rennen. Viele Arme hielten ihn aber fest, und er stammelte dann etwas von nervösen Anfällen, denen er manchmal plötzlich ausgesetzt sei. Doch die allergrößte Ueberraschung kam, als Gid langsam wieder die Leiter herabstieg, in seinen Armen sorgfältig die bewußtlose Bessie Barcus haltend! Gleichzeitig durchströmte ein seltsamer, den meisten dieser Menschenkinder fremder Geruch den Raum; es war kein Pennyroyal - Geruch. Chloroform!" rief Dr. Moritz aus. während er sich über Bessie beugte, die in eine alte Bett - Steppdecke gewickelt war. Die Frauen kreischten durcheinander, und die Männer rissen die Augen weit auf. Des Mädchens bejammernswerthe Mutter aber, die kaum' einen Augenblick vorher wieder zu Bewußtsein gekommen war und noch keine Ahnung vom wahren Sachv.rhalt hatte, schrie in Einem fort: O Gott, hier liegt meine Bessie todt auf der Sänfte, und dort liegt sie todt auf dem Herde, o Gott, o Gott, was 'hab' ich denn gethan, daß Du mich so schwer strafst!" Doch schnell, wie auf Geheiß eines Zauberers, verwandelte sich die merkwürdige Scene in eine andere, nW minder aufregende. Die ganze Menschengruppe strömte zur Thüre hinaus in das nächtliche Dunkel, abermals Fackeln tragend, und mit Mary Jane .unv vem Stna.mels:er als Gefangenen! 8. An einem großen Walnußbaum machte der Zug Halt, und Gid noch immer der anerkannte Führer der P'artie befahl, einen Strick hrbeZzubringen. Um Go Go Gottes Willen, bangt sie nicht!" stotterte der arme SMj welcher sich auf dem Wege beständig dicht an seine Schwester gehalien und sie mit einem Gemisch von Jammer- und Vorwurfsworten über häuft hatte, obwohl ihm selber die Geschichte noch nicht recht klar war; Wei Wei Weibsleut' haben oft tolle Schrauben; ne nehmt m i ch lieber, Jungens!" Es wurde ihm versichert, daß es weder seiner Schwester, noch ihm an den Kragen gehen solle, sondern der Strick nur für den' Singmeister bestimmt sei. Gid hatt schon vom ersten Augenblick an. -all et die EntdeKmg aus dem

' , . .

Dächboden machte, die feste Ueberzeugung geschöpft, daß dieser geschniegelte Schurke jedenfalls das Mädchen nur zu feinem Werkzeug gemacht habe. Der Strick war in wenigen Augen blicken da und wurde dem Singmeister um den Sals aeschlunaen: das eine Ende wurde über einen Ast des Bau mes geworfen, und das andere hielt Gid in der Hand. Man versprach dem geknickten ar men Sünder, sein elendes Leben zu schonen, wenn er die volle Wahrheit gestehen würde. Mary Jane stand ne ben ihm, an allen Gliedern zitternd und in ihre Schürze hinein seufzend. DaS schien den Delinquenten verstockt zu machen. Na. wird's bald?" donnerte Gid auf ihn ein; was hast Du mit Bessie Barcus vorgehabt? Er zog seme ne siae Taschenuhr heraus. Fünf Minu ten Zeit gebe ich Dir zu einem Gestandmn oder Du wirst auf ewia das Maul halten! Einen solchen Kerl zu lynchen, vaö können wir wohl ver antworten." Noch einen Augenblick zögerte der Singmeister, aber nur, um mit sich selbst zum letzten Male Rath zu halten. Offenbar hatte er schon mehr, als einmal, in einer solchen heißen Suppe gesteckt; er schätzte sein-Publikum ab und gelangte zu dem Schluß, daß diesen Mannern gegenüber alle Winkel züge auLstchtslos seien. Ich hab' ihr kein Leid thun wollen brach er endlich das Schweigen, mit einem scheuen Blick auf Gid's Uhr; ich wollt sie heirathen ihres Geldes wegen; aber der achtbare Richter, vor dem ich stehe" er konnte selbst jetzt die schnoddrigen Reden nicht ganz lassen kam mir zuvor. Sie wollte mich nicht haben. Da plante ich eine romantische kleine Entführung; das ist Alles. Ein unbekanntes Mädchen. wahrscheinlich eine abenteuernde Bett lerin, aber mit einem hübschen Gesicht, war im Canal ertrunken gefunden worden. Ich gab in der Nachbarschaft Singstunde, und ich beanspruchte die Leiche und erhielt sie; dann brachte ich sie hierher und versteckte sie. Denn ich hatte gefunden, daß meine schöne Freundin hier ähnliche Schmerzen hat te, wie ich selbst; auch sie hatte ihre Neigungen an einer Stell: angebracht. wo sie nicht gewürdigt wurden. (Ma ry Jane brach in stürmische Seufzer aus, doch nicht laut genug, um das Bekenntniß der schönen .Seele zu ersticken.) Sie wollte nämlich Frau Gid Wells werden. Ich zeigte ihr. daß sich das leicht bewerkstelligen lasse, wenn ihre Nebenbuhlerin zeitweilig vom Schachbrett geschoben würde. Wir konnten ganz gut einander m die Han de spielen. Gestern begegnete ich Fräu lein Bessie im Freien und suchte sie in ein lebhaftes Gespräch zu verwickeln. ES war aus einem wenig betretenen Pfade, und unter solchen Umstanden gehört nicht viel dazu, einer arglosen lunaen Dame plötzlich ein chlorofor mirtes Taschentuch über das Gesicht zu werfen. Wir fanden es mdeß nicht so leicht, gerade so viel Chloroform anzu wenden, um sie bis auf den Dachboden ormgen zu können. Doch eß gelang. .(Iroßmutter war

bei ihrer Pfeife eingeschlafen und störte uns nicht, und der einfältige Sam war nicht da. Fräulein Mary Jane nahm der Bewußtlosen die Kleider und Schmuckfachen ab und reichte sie mir herunter, und ich brachte sie an der Leiche an und warf dieselbe in den '., . r it . m "

Creek, aeraoe cmßeryaw oe? iroc rwi. mung. 'ttine reunvln zouie aussprengen, daß ich mit Bessie durchgebrannt sei; ich sollte zur Widerlegung des Gerüchts auftauchen, und nachdem sich die Ueberzeugung von Bessie's Tod festgesetzt, gedachte ich, diese wegzubringen, sie so viel wie möglich in Verwirrung zu setzen, sie schließlich zu heirathen und dann mit ihr zurückzukehren, erzählend, sie sei halb wahnsinnig zu mir gekommen, und mein Mitleid habe in Liebe geendet. Auch wollte ich den Eindruck erwecken, daß sie selber die Kleider dem ertrunkenen Freuenzimmer angeleat habe, und ihre eigene Mutter sollte ihren Geisteszustand bezweifeln. So, meine Herren, letzt wissen Sie Alles." Elender Halunke, zischte Gid und zog den Strick enger an. Obo " schrie der Singmeister, der schon auf den Zehenspitzen stand, ich rufe Sie Alle zu Zeugen, daß mir . mein Leben versprochen wurde, wenn ich Alles beichtete!" .Das ist wahr, Gid!" riefen mehrere Stimmen. In diesem Augenblick scholl ein jämmerliches Geschrei vom Jones'schen Blockhaus her. Es kam von der armen alten Großmutter, welche glaubte, der Singmeister, Mary Jane und Sam würden aufgehängt.' Gid aber, befllrchtend, daß irgend eine Krise in Bessie'S Zustand eingetreten sei, gab das Strick-Ende einem Kameraden Namens Harris in di Hand und rannte nach dem Blockhaus. Andere, von der neuen Aufregung, dieser ereignißvollen Nacht angesteckt, rannten hinter ihm her. Sowie der Singmeister sah, daß er in den Händen eines weniger Starken war. warf er mit einem Satz Harris in Boden, entriß ihm den Strick, zoa den Kopf auö der Schlinge und sprang in einem Tempo davon, wie es der - Räuber Roller nicht besser fertig gebracht hätte! Man suchte die ganze Nacht bis zum Morgen die Gegend erfolglos nach ihm ab, und nie wieder hat man etwas von ihm gehört. Zeitunaen, Detectives oder Telegraphendrähte gab eS in diesem jungen Westlichen Lande noch keine. Die arme Mary Jane Jones mehr Närrin, als Verbrecherin wurde nicht weiter verfolgt. Aber sie konnte nie wieder den Kopf hoch tra gen, und schon im Sommer darauf ist sie an geknicktem Herzen gestorben. (m..iu.;:.k:...u..:r. :n n c 2.'UUlUUlUlipilUllZ ll ILjl VHUU UtlU de neben dasjenige der unbekannten Ertrunkenen gekommen; Familiengrabstäiten gab es hier auch noch nicht. Doch die Erzählung darf nicht enden, ohne daß der Faden von Gid's Liebesaeschichte verknotet wird. Unbeschreiblich war Gid's Glücksaefühl. als er die, zum Bewußtsein zurückgekehrte Bessie in seine Arme schließen konnte, aber zur Ruhe kam sein Herz nicht eher, als bis der Wandergeistliche sie in aller Form ihm anaetraut hatte. Die Schwiegermutter, die sich so schwer von ihrem einzigen Kinde trennen konnte, übernahm er gern auch mit. Manches Jahr ist darüber hingerauscht. Noch heute thront Bessie als Herrin eines modernen Hauses, und gern erzählt sie in ihrer herzigen altmodischen Sprache jene seltsame Entführungkgeschichte. Ein sonderbarer Fall wird aus der Gemeinde Egregy in Ungarn gemeldet. Vor Kurzem wurde der dortige Einwohner Simon Ruß, der sich noch unter dem Regime Bach's ein bedeutendes Vermögen zusammenscharren konnte, beerdigt. Er wir ein äußerst mürrischer Alter und duldete in den letzten Jahren fast Niemand um sich, und insbesondere seine nächsten Verwandten erfreuten sich seinerseits einer ganz ausgesuchten Unbeliebtheit. Bei Eröffnung des Testaments stellte es sich nun heraus, daß der Geizhals sein 70.000 Kroren betragendes Vermögen in seinem schwarzen Salonrock verwahrt hatte. In diesem Kleidungsstück war er eingesargt worden. Mit behördlicher Bewilligung wurde nun das Grab wieder geöffnet, und im Rock fanden sich richtig zur hellen Freude der lachenden Erben die ganzen 70.000 Kronen in einer Ecke fürsorglich eingenäht. ' Gut gezogen. Aber Elsa! Eine volle halbe Stunde hast Du mich hier in der Sonne auf Dich warten lassen. Wie unpünktlich!" Liebster Hans, sei doch nicht gleich wieder ärgerlich. Du weißt ja. daß ich mich immer um une halbe Stunde verspäte!" Die hab' ich ja dabei noch gar nicht mitgerechnet!" VerunglückteEntschuldigung. Besucher (auf eine Photographie zeigend): WaZ ist denn das für eine alte Schraube?" Fräulein (beleidigt): Die alte Schraube... das bin ich selbst!" Besucher (verlegen): Ach unmöglich!... Da muß es aber schon lange her sein, daß das Bild gemacht worden ist!" V e rd ä ch t i g. Agent (zu einem Bauern, dessen Anwesen er eben in die Feuerversicherung aufgenommen mNt cvf,. v:. r:: .! Ityuij. uuui 07 vit iJiumic ui tu fcs.-?" cu . m .!.. t ui fluijiuuf juuci; Jiu, ui u Vierteljahr dös thut's schon!"