Indiana Tribüne, Volume 28, Number 276, Indianapolis, Marion County, 14 July 1905 — Page 3

Jndiana Tribüne, w. Juli 1905

Ein Bi'mdmß Zlvischcll Deutschland und Schweden an Bord der Hohcnzollcrn" dislutirt. Kulikowöki, der Mörder Schuwalow's. 24 Aufrührer in Odessa gehängt. Interessanter Militärprozeß in Tortmund. Englische Flottenossizicre in Paris gefeiert. Großer Brand zu Bacharach a. Nh.

Schueden und Norwegen. Deutsche Flottendemo n st r a t i o n. Stockholm. 13. Juli. Die Äff. Presse ist in der Lage auL guter Quelle zu melden, daß ein deutsch schwedisches Bündniß ernstlich in Er vügung ist. Die Frage, so wird behauptet, wurde heute zu ' Gefle an Bord der Jacht Hohenzollern" zwischen Kaiser Wilhelm und König .iar diökutut. Die Konferenz dauerte 23 Stunden. Angeblich will Deutschland in nächster Zeit eine gewaltige Jlottendemonstra tion in schwedischen Gewässern machen. Am 20. Juli werden 6 Schlachtschisse zu Gothenburg und 8 Kreuzer zu Udevalla, am 3. August 7 Schlacht schiffe, 10 Kreuzer und eine Torpedo bootfloiille zu Stockholm' und Non koeping und 5 Schlachtschiffs zu Karls krona ankommen. Die Regierung hat diesen Geschwa dern gestattet in KriegZhäfen einzu. laufen. Kaiser Wilhelm und König O 8 k a r. Gefle, 13. Juli. König OSkar und Kronprinz Gustav kamen heute Nachmittag hier an und besuchten Kai ser Wilhelm und Reichskanzler v. Bü low an Bord der ZZacht Hohenzollern. Die Kriegsschiffe und Yachten im Ha sen hißten die. Flaggen beider Natio. nen und die Kapellen spielten die Na tionalhymnen. Kaiser Wilhelm gab an Bord der Jacht Hohenzollern dem König und dem Kronprinzen ein Diner; letztere ' werden morgen nach Stockholm zurück kehren. Deutlich. Stockholm, 13. Juli. Das halbofnzielle Tageblatt sagt in Bezug auf das Gerücht, daß Prinz Karl von Dänemark den Thron Norwegens be steigens werde : ES würde Erstaunen, um nicht Schlimmeres zu sagen, hervorruftn, wenn Dänemark sich mit einem Lande verbinden würde, welches durch eine Re Volution den gesetzlich berechtigten Kö nig eines seiner Throne beraubte." Rußland. Der Mörder Schuwalow'S. Moskau, 13. Juli. Die Be hörden weigern sich Aufschluß über die Persönlichkeit deS Mörders des Polizei präfekten Schuwalow zu geben. Als derselbe vor einiger Zeit als verdächtig verhaftet wurde und feine Flucht aus der Polkz-istation bewerkstelligte, fetzie Schuwalow die ganze hiesige Polizei in Bewegung, um desselben wieder hab haft zu werden. Der Flüchtling ließ seinen Bart abrasiren und, während die Polizei nach ihm suchte, begab er sich nach der Polizeiprüsektur und tödtete Schuwalow. Die Kugeln, welche er benützte, waren mit Gist ge füllt. Die Leute im Vorzimmer der Präfektur zogen den Attentäter auf die Straße und prügelten ihn furchtbar. St. Petersburg, 13. Juli. Offizielle Nachrichten, die der Minister des Innern erhielt, sagen, daß der Mörder des Polizeifräfelten Schuwalow von Moskau ein früherer Schullehrer von Petersburg. Namens Kulikovski ist, der angeblich zur terroristischen Partei gehörte. Er wurde zum ersten Male unter dem Regiment? deS Mini sterS deS Innern Sepiaguine im Jahre 1901 verhastet und 3 Jahre später wurde er unter Plehwe auf 6 Jahre nach Sibirien geschickt, entkam aber im selben Jahre. Man glaubte er sei im Auslande. Im letzten Juni wurde Kulikovski zu Moskau gesehen, wie er sich in Regierungsgebäuden herumtrieb, muthmaßlich um ein politisches Ber brechen zu begehen. Er wurde nach der Polizeiftation gebracht, entkam aber. 24 Aufrührer gehängt. Odessa, 13. Juli. In verschie denen Gefängnissen wurden heute 24 Auführer der Tumnltuanten bei den jüngsten Ruhestörungen gehängt, an dere 17 werden hingerichtet werden, so

bald Gen. Jgnatleff, Präsident der

Spezialkonferenz für Revision der AuZ nahmegesetze, hier ankommt. Das Schlachtschiff Georg! Pobedonostseff" ist mit einer frischen Bemannung hier angekommen, um 67 Meuterer nach Sebastopol zu bringen, wo sie kriegsgerichtlich abgeurtheilt werden sollen.

Die Stadt ist ruhig, doch ziehen noch immer Patrouillen durch die Straßen. Witte'S Ernennung. St. Petersburg, 13. Juli. Der Zar hat die Ernennung Witte'S zum Chef der FriedenSkommisfion nach Mitternacht unterzeichnet. Die Benachrichtigung hiervon ging heute an die Regierung zu Washing ton ab. Witte wird am 26. Juli mit dem Dampfer Kaiser Wilhelm der Große von Cherbourg abreisen. Wird die Ernennung Witte'S von den ffriedenS freunden mit Befriedigung aufgenom men, so find einige Großfürsten und eine Anzahl Hofbeamter gerade ent gegengesetzter Gesinnung. Trepoff verurtheilt. St. Petersburg, 13. Juli. Der Rücktritt Bouligan'S als Minister deS Innern wird täglich erwartet. Sein Gehilse Trepoff wird wahrschein lich sein Nachfolger werden. Letzterer erhält fortwährend Briefe, die vom Exe cutiv-Comite der Terroristen unterzeich net sind und ihm verkünden, er sei zum Tode verurtheilt worden. Er brauche sich nicht zu scheuen auf die Straße zu gehen, er werde im Bette getödtet wer den. Gen. Trepoff beftreit nicht, daß die Terroristen im Stande sind ihre Drohung auszuführen, aber er bleibt fest und erklärt: Ich werde wenigstens auf dem Posten der Pflicht sterben." Gerüchte. St. Petersburg, 13. Juli. In der Stadt sind Gerüchte im Um lauf, daß zu Moskau 4 Grenadierregi menter meuterten und daß zu Warschau Offiziere sich weigerten den Befehl zu geben auf Demonstranten zu feuern. ES ist nicht möglich die geringste Be ftätigung dieser Gerüchte zu erlangen. China. Schlimme Zustände um Mulden. S i p i n g h a i, Mandschurei, 13. Juli. Vor der Front herrscht Ruhe, aber die Japaner operiren in Korea. Russische Bahnzüqe gehen bis Chang tofu. Chinesen sagen, daß die verwesenden Leichen, die um Mulden in dem gefro renen Boden oberflächlich begraben wurden, einen schrecklichen Geruch ver breiten. Unter den Japanern soll Pest und Cholera aufgetreten sein. Frankreich. E n g l i s che Besucher. Paris. 13. Juli. Ueber 100 Offiziere von dem britischen Geschwa der zu Brest kamen heute hier an und wurden von Vertretern des Marine Ministers und zahlreichen französischen Offizieren am Bahnhose empfangen. Präsident Loubet wird morgen zu Ehren der englischen Besucher einen Empfang geben. Die leitenden Km sen haben zwar Deutschland gegenüber eigelenkt, halten aber um so fester an der englischen Freundschaft. Vertagung deS Parla ments. . Paris. 13. Juli. Das Parla ment hat sich heute für den Sommer vertagt. Deutschland. Die Leidensgeschichte eines Regiments Komm an deut. Dortmund, 13. Juli. Hier hat die Verhandlung des Prozesses gegen den früheren RegimentSKommandeur, späteren Badedirektor.in KönigSborn, Unna i. W., Oberst a. D. Hüger, we gen Beleidigung der Militärverwal tung begonnen. Eine riesige Menschen menge drängt sich zu dem gerichtlichen Schauspiel. Der Strafantrag war vom preußischen und vom württem bergischen KriegSministerium auf Ver anlassung hoher Offiziere gestellt wor

den, und als Zeugen find zahlreiche

Generale und sonstige hohe Osfiziere

geladen. Die Affaire, um die sich der Prozeß dreht, hat schon vor geraumer Zeit Aufsehen erregt, namentlich in Würtemberg. Obust Hüger war früher Kommandeur deS 1. Württembergischen Feldartillerie -Regiments König Karl No. 13 in Ulm. Nach seiner Veab. chiedung ciab er eine Schrist heraus unter dem Titel : Meine Erlebnisse in der Militär.RechtS und Ehrengerichts pflege. In dieser Schrift schilderte Hüger einen mehrjährigen Kamps, den er gegen hochstehende militärische Per önlichkeiten zu führen hatte und der chließlich mit seiner Veredschieduug endete. ES hat7TewaltigeS Befremden erregt, daß die Anklagen Jahre lang unbean standet verbreitet werden konnten, ohne daß Strafantrag gestellt wurde. Dem Ergebniß der jetzigen späten VerHand hingen wird mit großer Spannung entgegen gesehen. NaheöEnde des gib er n i a-K o n f l i k t S. Berlin, 13. Juli. In dem vielerwähnten Hibernia-.Streit ist trotz des nachträglichen Dementis das Ende nahe, und der Ausgang wird dem preußischen Handelsminister Moeller günstig sein. Die Regierung tritt dann in das Kohlensyndikat ein und wird ihren Entschluß, die Ausbeutung deS Publikums zu verhindern, in die That umsetzen können, da sie zugleich die Kcntrolle über die ,,Sibernia"Grube erhält, also als Mitglied des Syndikats fest im Sattel sitzen wird. Selbstmord einer jungen Künstlerin. U l m, 13. Juni. Hier hat die junge Schauspielerin Lilly Jäger wegen un glücklicher Liebe zu einem jungen Offi Zier Selbstmord begangen. Sie war an einer dortigen Sommerbühne enga girt. FürNew Jork gewonnen. Köln, 13. Juli. Der hiesige Ge neralmusikdirektor Fritz Steinbach hat sich bereit finden lassen, ein Konzert der New Vorker Philharmonie am 24. März zu dirigiren. Uebergriffe kosakischer G r e n z w ü ch t e r. Bre Slau, 13. Juli. In Ober schlesien herrscht infolge der Nebergriffe kosakischer Grenzwächter gewaltige Erbitterung unter der Bevölkerung, und eS find bei der Regierung, namentlich von MySlowitz aus, ernste Beschwerden eingelaufen. Wenn den Kosaken nicht ehestens Schranken gezogen werden, mag es zu blutigen Konflikten kommen. Der Zuzug russischer Flüchtlinge über die Grenze ist nach wie vor im Gange, und Meldungen über brutale Exzesse der russischen Wächter wollen nicht auf hören. Duellanten bestraft. Berlin, 13. Juli. Einer Mel dung aus Greifswald zu Folge, find der Referendar Böhmer und der Stu dent Villnow wegen einer jüngst ausge fochtenen Säbelmensur zu vier, bezw. sechs Monaten Gefängniß verurtheilt worden. '". f " . 's, , ''z r s - . 's -. 4 '-,- ' ," . - l; - ' - ' Js?'? ss v 'i - XV V i . K$'A - ' vs s.,'-s,sr k s

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, Vice-Admiral Birileff,

welcher vom Zaren zum Marineminifter aufzubauen und die Ausbildung

'? Erokdritannien. Dislokation der Flotte. London,. 13. Juli. Die Admi ralität hat einen Flottenplan vollendet, der von Carl von Selborne, dem frühe ren ersten Lord der Admiralität, in Umrissen entworfen wurde. Dem Ka nal, dem atlantischen, dem Reserve und Mittelländischen MeerGeschwader werden zahlreiche Schlachtschiffe beige geben. Die Flotte im Orient wird aus 3 Gruppen bestehen, mit Stationen zu Hongkong, Aden und Sydney. Eine Kreuzer'Divifion am Kap der guten Hoffnung soll als Bindeglied dienen. Die neue Konzentration wurde früher bewerkstelligt als man erwartete, da die Entwicklung der Verhältnisse in den östlichen Gewässern die Zurückberufung von Schlachtschiffen aus chinesischen Ge wässern gestattet. Zwei Finanzkönige. London. 13. Juli. König Leopold von Belgien kam heute von Ostende nach Dover, um I. Pierpont Morgan zu sehen. Beide frühstückten auf der Jacht deS Königs. Nach einer längeren Unterredung kehrte Morgan nach London zurück. ES heißt, daß eS sich bei der Zufam menkunft um die Finanzirung großer Pläne für die Entwickelung des belgi fchen Küstengebietes handelte. Italien. Rouvierin Aktion. Rom, 13. Juli. Die Patria-kün digt eine Zusammenkunft deS italienifchen Minister des Äußeren Tittoni und des französischen Premierministers Rouvier zu Aix, Frankreich an, bei der Ansichten über wichtige Fragen der veräußeren Politik und speziell über gemeinsames Vorgehen in der Mittel meerpolitik ausgetauscht werden sollen. Nach Angabe der Zeitung soll die Zurückziehung der internationalen GenSdarmie von der Insel Kreta und ihren Ersatz durch eine griechische Gar nison besprochen werden, um damit die Kretensern entgegenzukommen. Beide Mächte wollten aber vorläufig die Souveränität des türkischen Sultans über die Insel nicht antasten. v V't ' J "f-l i v ' I''V. t ' w 'S ' ' - Tyi - ' K-, , J-( .isT 49 t ' j -1 's " " . T" ' , ernannt wurde, um die Flotte wieder des Personals zu reformiren.

Rettung Sleute nicht ver u n g l ü ck t. Essen, 13. Juli. " Gerüchte, daß in der Zeche Bonisfia", wo gestern eine verhängnißvolle Explosion eintrat, auch die Rettungsmannschaft verun glückt sei, erwiesen sich als grundlos. Die Arbeiten zur Bergung der Leichen werden mit größter Eile betrieben. In der Zeche ereignete sich durch Unvorsich tkgkeit die Explosion einer Grubenlampe und von den an der fraglichen Stelle beschäftigten 39 Bergleuten konnte Seiner mehr gerettet werden; sie find alle erstickt. i G o t t l o b F i s ch e r. Stuttgart, 13. Juli. Der Porträt und Historienmaler Gottlob Fischer ist hier hochbetagt gestorben. A ch t'z eh n Häuser einge äschert. Koblenz, 13. Juli. In der Stadt Bacharach am Rhein hat eine Feueröbrunst 13 Häuser eingeäschert.

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Canada. Auf der Nordfahrt. St. I o h n S, N. F., 13. Juli. Der Robbenfünger Nephme ist ge stern nach Halifax abgefahren, um die Mitglieder der canadischen Expedition nach der Hudson Bay an Bord zu nehmen. Der genannte Dampfer wird drei' Monate lang im Norden weilen: Der Dampfer Erik" ist von hier nach Sydney mit Kohlenvorrath und der Bemannung für den Dampfer Roosevelt" der Peary'schen Norpol Expedition, mit welchem er in dem ge nannten Hafen zusammentreffen soll, abgegangen. Die rivalifirenden La brador.Expeditionen von Frau Hub bard und Herrn Dillon Wallace sind vom Nordwest River am 23. Juni in da? Innere von Labrador vorgedrun gen, wobei Frau Hubbard mit vier Stunden in der Führung war.

Base-Ball. Die gestrigen Spiele resultlrten wie folgt: American'Assoeiation. St. Paul, 13. Juli. St. Paul 0 1 1 123 0 0 8 Indianapolis. .01 0120200- 6 Batterien Slagle, Evans und Noonan; Nattern, Reidy und ZeluSky. MinneapoliS, 13. Juli. MinneapoliS..-.! 01 1 0 0 0 0 03 LouiZville 0210001004 Batterien Jaeger, Schmidt und Marshall; Dunkle und Shaw. National. Liga. Boston, 13. Juli. Bofton.......201 0 03 00 6 Cincinnati....0 01000 00 0- 1 Batterien Voug und Moran; Overall und PhelpZ. Brooklyn, 13. Juli. Brooklyn 02 000010 0 3 PittZburg 001030010 5 Batterien McJntyre und Ber gen; Hillebrand, Ease und Peitz. New York, 13. Juli. New York 002 0 02 0 0 4 Chicago 0100000001 Batterien AmeZ und Bowerman; Lundgren, Wicker und O'Nelll. St. Louis, 13. Juli. Erstes Spiel. St. Loulö... .000 1 00 02 0 3 Philadelphia. ..00000000 00 Batterien Sutthoff und Dooin; McFarlsnd und Leahy. Zweites Spiel. St. LouiS.... .1 0 0 0000 0 0 Philadelphia.. 10001000-2 Batterien Thielmann und Grady; Duggleby und Abbott. . Die That eines Jagd Hüters, Namens Braß, der in einem Vororte von Köln den Fabrikarbeiter Blömer niedergeschossen hat, stellt sich als ein Bubenstreich von fast unglaublichem Cynismus dar. Es handelt sich nicht, wie man anfangs annahm, um ein Renkontre mit einem Wilderer, sondern um die Mordlust eines Trunkenboldes. Schon Nachmittags hatte der betrunkene Jagdhüter in verschiedenen Wirthschaften unter Vorzeigung einer Anzahl Patronen geäußert, heute müsse einer dran glauben. Dann legte sich der Trunkenbold auf die Lauer, um den ersten besten des Weges komwenden Menschen zu erschießen. Mehrere Radfahrer sahen ihn schußfertig im Gebüsch liegen und entkamen nur durch schleunige Fluchr. Den Radfahrer Blömer jedoch, der mit seinem 15jährigen Sohne die Stelle passirte, ereilte das Geschick, durch eine Kugel ins Herz getrofftn stürzte er todt vom Rade. Wie ein Wunder blieb sein zu Tode erschrockener Sohn vor demsel den Schicksal bewahrt. Braß sitzt hinter Schloß und Riegel. Die Franzosen beabsichtigen, dem Chemiker Philippe Levon, für den sie die Ehre in Anspruch nehmen, daß er der Entdecker der Gasbeleuchtung sei, ein Denkmal zu setzen. Der A6w - Club" hat zu diesem Zwecke eine Subscription veranstaltet. Im Jahre 1801 hatte Lebon ein Patent genommen, für neue Mittel, das Brennmaterial nutzlicher . zu gebrauchen, sowohl für die Heizung, wie für das Licht, und die verschiedenen ErZeugnisse zu sammeln"; mit diesem hatte er die Gasbeleuchtung entdeckt. Der Erste, der das Leuchtgas wirklich im Großen darstellte und in einzelnen Fabriken einführte, war jedoch der englifche Ingenieur Murdoch. Das Denkmal ist ein Werk des Bildhauers Antid P6chin6 und wird mit demPiedefial sechs Meter messen. Philippe Lebon ist siehend, mit einer Retorte in der rechten Hand, dargestellt, wie er die Ergebnisse seiner Studien prüft. Am Fuß des Sockels hebt die Unsterblichseit" die Hai.d zu dem Erfinder auf. Ein Gaöarbeiter mit nacktem Oberkörper sitzt auf der untersten Stufe des Sockels. . Ein Ballon, ine Gasanstalt und der Genius des Lichte? schmücken die anderen drei Seiten des Denkmals, das in den Champs Elysöeö zur Aufftellung kommen soll. i..,

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