Indiana Tribüne, Volume 28, Number 275, Indianapolis, Marion County, 13 July 1905 — Page 5

Jndiana Tribüne, 13 JuN 1005

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1) t x f ö Ij n t. Erzählung von Julius Msßmann. .ZZHZSH6H5SxS555 5r iÄ,tr? ,-jtt (Schluß.) Tag um Tag geht nun Steiner seinen Gang, am Eichhof vorbei, hinter dessen Fenster Steiner fühlt es. wenn er 's auch nicht sieht der Eichbauer ihm mit grimmigem, hämischem, Lachen nachschaut. Er zwingt's nicht, der Schnurrer!" knurrt der finstere Widersacher dem Schulzen nach, wenn er ihn im stürmischen, herbstlichen Schlackerwetter wieder aufwärtssteigen sieht. Steiner selbst hat's wochenlang ge"glaubt. Die Quelle des Lengelbaches liegt hoch oben nahe am Kamm; und gerade dort schießen aus Felsspalten und engen Querthälern überall Wasseradern in sein Bett. Der Schulze hat nach allen Seiten die Risse und Rillen verfolgt. An Ablenkung ist nicht zu denken; da hust Ihn Graben, kein Sprengen. Er müßte die Schroffen schieben können wie Vrettsteine, mit den Felszacken und Steinhängen die Thalmulden füllen können, dann ginge es. Von einer stundenlangen Tour ermüdet, sitzt er auf einem verwitterten Stein oben am Bach und läßt den Blick, fast an dem Gelingen verzweifelnd, über die wilde, von knorrigen Wettertannen bestandene Bergwelt schweifen. Bon rechts und links treten hier 'ein paar Granitgrate bogenförmig gegeneinander. Noch hundert Meter dazwischen eine Mauer, 'das gab einen Kessel, der den ganzen Zufluß eines Jahres hemmen könnte," fagt Steiner vor sich hin. Aber hundert Fuß hoch und am Grund eben so breit, wer kann's schaffen? Material wäre genug da; Felsen liegen überall herum." Er mißt die Entfernungen mit seinem Stock, durchsteigt noch einmal das ganze Rund. Der Plan ist ihm in den Einzelheiten zwar nicht ganz klar, aber zum ersten Mal schreitet er Zuversichtlicher heim. Er setzt sich vor seine Zeichnungen, und als der Morgen graut, weiß er, wie dem Lengelbach beizukommen ist. Eine lange Reihe von Wochen hindurch herrscht an der großen Mulde beim oberen Lengelbach eine geradezu fieberhafte Thätigkeit. Schulze Steiner ist die treibende Kraft, der die Hände aller! arbeitsfähigen Dörfler in Bewegung setzt; er kommandirt auch das Hundert fremder Werkleute, das auf sein Betreiben von fernher berufen . worden ist und auf der Arbeitsstätte in ein paar großen Holzbaracken haust. Mitten unter ihnen hat Steiner eine Blockhütte für sich aufrichten lassen und verläßt sie nur am Sonntag zu einem Gang abwärts in's Dorf, um einmal Frau und Kinder zu begrüßen. Er beschafft die Lebensmittel für die ganze Schaar, er schlichtet ihre Händel, weist Jedem seinen Posten an, und unter seinem unermüdlichen Ansporn wächst langsam, aber unaufhaltsam das cyklopische Werk. Man ist sogar bei den oberen - Behörden auf die gewaltige Thatkraft des Mannes aufmerksam geworden und hat ihm einen tüchtigen Techniker an die Seite gestellt. Steiner ordnet sich dem geschulten Mann willig unter, aber oft ist es nicht nöthig; der Bauernschulze hat einen scharfen Blick für die beste Art zur Bewältigung aller Hindernisse. In die Mitte der Absperrungsmauer wird ein sinnreiches System von Schleusen und Schossen gelegt, das ein Ablassen des angesammelten Bachwassers nach Bedarf ermöglicht. Steiner erfindet ein Riegelwerk, das mit einem Druck die ganze Wassermasse freigibt und sie wiederum ganz nach Willen stauen läßt. Er baut zur Vorsicht etwas unterhalb der Hauptsperre m paar kleine Bassins, die selbst U ungewöhnlich heftigern Zufluß Ueberfluthungen verhindern. Weiter abwärts wird das Bett durch Sprengungen erweitert, durch Vaggerungen vertieft. Zur Befruchtung bisher durrer Oedlandereien kurz vor dem Dorfe baut Steiner zahlreiche Querläufe mit geringem Gefälle und läßt auch noch hart an des Eichbauern Feld entlang em Nebenbett graben, das erst unterhalb des Dorfes sich wieder mit dem Lengelbach vereinigt. Bis auf diesen letzten Theil wird die Arbeit vor Eintritt der Lenzschneeschmelze, die immer die größten und reißendsten Wassermassen bringt und erst das kühn erdachte Werk erproben kann, glücklich beendet. Für den Sonntag der nächsien Woche ist die feierliche Einweihung angesetzt, zu der der Kreishauptmann und sonstige hohe Persönlichkeiten ihr Erscheinen zugesagt haben. Schulze Steiner ist überzeugt, daß nichts versäumt ist, um endlich in Zukunft die schweren Schäden an Hab und Gut abzuwenden, die bisher durch das Wildwasser verursacht worden sind. Aber dennoch packt ihn in den lchten Tagen die Unruhe. Auf und ab man dert er am frühen Morgen und in später Nachtstunde allein oder mit einigen seiner geschicktesten Helfer, läßt die Schosse spielen, mißt das Ansteigen der Fluthen hinter der Hauvtmauer, prüft die Fugen der thurmhoch aufsteigenden Felsblöcke. Alles arbeitet 'tadellos; das Nebenbett macht ihm wohl noch Beden ken, aber die hier zur Vollendung nöthi gen Arbeiten müssen für den nächsten verost ausbehalten oleiben.

Wenige Abende vor der Feier prüft er das ganze Werk zum letzten Mal; Es geschieht gewohnheitsmäßig, und darum steigt Steiner ganz allein aufwärts. Die über die Berge herniedersinkende Nacht schreckt ihn nicht, kennt er doch jeden Fußbreit Landes hier oben. Er hat es nicht bemerkt, daß. kurz nach dem Passiren des Eichhofs sich dort das Thor öffnet und eine breitschulterige, geduckte Gestalt ihm fortan nachschleicht. Es kommt ihm zwar einmal so vor, als ob er hinter und unter sich einen Tritt und das Loslösen eines Steines höre; bei dem Umwenden des Schulzen hat aber der Eichbauer denn er ist es sich hinter einen der Felsblocke gekauert. Mag ein Stück Wild gewesen sein," brummt Steiner vor sich hin und geht weiter. Gndln wendet er sich heimwärts. Sinter seinem Rücken springt der Eichbauer zu dem Stauwerk hinauf. Wie er da im Nachtounkel hantirt, sieht Niemand, auch der Eichbauer selbst nicht zum eigenen Verderben. Plötzlich stockt Steiner; das Blut will ihm in den Adern erstarren bei dem

tosenden . und klatschenden. Geräusch, das er von der Sperre her vernimmt. Eine breite graue Welle, von schäumendem Gischt gekrönt, schiegt polternd und geifernd, wild über die Ufer schlagend, den Lengelbach abwärts. Entsetzt erkennt Steiner mitten in dem wirren Strudel ein Knäuel Arme und Beine, das sich rollend überschlägt, dann kurz vor ihm an ner etwas flacheren Stelle des Laufes sich zu einer menschlichen Gestalt streckt, zu einem alten Manne mit wirrem, grauem Haar und einer gewaltigen blutigen Schramme quer über das todtenbleiche Gesicht. Es ist der Eichbauer!" schreit er entsetzt auf und wirft sich ohne Besinnen m die grausige Fluth. Er hat Hunenkräfte, aber die Wasser werfen ihn sammt der schweren leblosen Bürde wie einen Ball umher.. Kaum zwanzig Schritte weiter stürzt der Bach em paar Meter abwärts; es ist sicherer Tod, wenn es Steiner nicht vorher gelingt, an's Ufer zu kommen. Herrgott, hilf!" stöhnt der Schulze in der gräßlichsten Noth, und Gott hilft. Es gelingt Steiner, einen vorspringenden Steinblock zu fassen und mit einer letzten übermenschlichen Anstrengung sich "und den bewußtlosen Eichbauern auf's Trockene zu bringen. Vollständig ermattet liegt er hier wohl eine Viertelstunde neben dem unaufhaltsam weiterstürzenden Wasser und neben dem Schwager, der ihm im Leben so viel Leid angethan, der ihm nun sein muhevolles Werk vernichtet und vielleicht vielleicht das ganze Dorf in großes Unglück gestürzt hat. Er lauscht den Berg abwärts. Das Wasser muß das Dorf längst erreicht haben. Aber kein Licht dringt von dort herauf; selbst das tosende Geräusch des entfesselten Elements hat aufgehört,' ruhig gleiten die Wassermassen des Lenaelbachs an diesem vorbei. Steiner nimmt den noch immer betäubten Eichbauern auf den Rücken und trägt ihn auf den Hof. Er will nicht, daß man erfahre, gerade er habe den Schwager bei dessen lichtscheuem Treiben ertappt. Darum legt er ihn im Garten auf eine Bank, dann klopft er an das Fenster und weckt die Eichbäuerin mit dem Ruf: Holt den Eichbauern hinein; er ist zu Schaden gekommen!" Unerkannt schleicht er vom Hof, eilt zu Brammer und 'erzählt das Geschehene. Er klagt den Eichbauer nicht an, aber Brammer erräth leicht den Frevler und verlangt, daß er zur Rechenschaft gezogen werde. Nur mit Mühe erreicht Steiner, daß auch Brammer sich zum Stillschweigen verpflichtet. Eine von den Beiden noch in der gleichen Nacht borgenommene Untersuchung ergibt, daß die Reulirung des Lengelbachs sich glänzend bewährt hat; die Hauptfluth hat einen Ausweg in dem noch unfertigen Nebenbett bei den Wiesen des Eichbauern gefunden und hier allerdmgs oose Verwüstungen durch Ab lagerung des mitgeführten Sandes und Gerolles angerichtet. - . Das Hauptwerk ist unbeschädigt. Die Stauvorrichtungen werden wieder geschlossen, und am 5inweihungstag hat sich in dem oberen Becken wieder so viel Wasser gesammelt, daß keiner von den Anwesenden etwas von den Vorgangen der Schreckensnacht erfährt. Ter Eichbauer hat keine ernste Ver letzung erlitten; die Stirnschramme hindert ihn allerdings, an den Festlichleiten theilzunehmen, aber wenige Tage spater ist er wieder auf den Bemen. Er ist nicht gewohnt, gefragt , zu wer den, und so weiß Niemand, woher seine Verletzung rührt, und wie er in den Garten gekommen ist. Den ersten Weg in's Dorf macht er, als in der Gemeindeversammlung der Schulze Steiner die Rechnung über die Lengelbachregullrunq vorlegen will. Trotzig tritt der Eichbauer als letzter in das überfüllte Krugzimmer und Hort die Auseinandersetzung des Schul zen an. Als dieser dann fragt, ob noch Jemand etwas zur Sache zu sagen habe, springt er auf und schreit: Ich! Mit höhnischem Lächeln und fast sich T'f.ri" c v i r r i uoeriiurzenoen zmorien layr: er ton: Ein schönes. Werk, Euere Lengelbachkorrektion, so, heißt man 's ja wohl! Ein mächtiger Hausen Geld ist. daran vergeudet worden, und mit Euerem Einladender großen Herren ' vom Krelsamt wird's mcht weniger qewor den sein. Habt Euch einen Namen machen wollen und auch richtig erreicht. daß meine schönen Wiesen oben vor 'in

Dorfe unter Schlick und Steinen be-

graben sind. Wer zahlt den Schaden? Jcy verlang s vom Dorf, und den Schulzen verklag ich beim Amt, fo wahr ich der Eichbauer bin." Da sieht Brammer neoen ihm und donnert: Schweig, oder"- i Oder?" fragt der Elchbauer spottisch. - ! Auch Stemer ist aufgesprunaen, drängt sich zwischen Beide und legt Brammer beschwichtigend die Hand auf den Arm. Laß mich reden," wehrt dieser ab. Schonen hat Dich der Sckulze wollen. Eichbauer, aber Du hast's nicht verdient. Ein feiger Schleicher hat das Werk gestört; war es Bosheit oder Dummheit, das weiß nur Gott allem, der es verhindert hat,' daß neben Deiner Wiese nicht die ganzen Dorfländereien . verwüstet sind. Die Stauwerke cnn Sammelbecken sind gewaltsam geozfnet worden, und der Frevler warst Du, der Eichbauer." Der ausaestreckte Arm Brammers stößt den Beschuldigten fast vor die Brust, dessen Gesicht plötzlich weiß wie die Wand geworden ist; er ringt nach Athem und sinkt dann kraftlos in seinen Stuhl zurück. Wieder wehrt Steiner ab, aber Brammer fährt unerbittlich fort: Du warst auch das erste Opfer, und wenn nicht ein Anderer fein Leben für Dich gewagt hätte, fäßest Du heute nicht hier. Du wagst zu fordern, zu fordern vom Schulzen, der Dich aus dem Strom herausgerissen hat? Brennt Dir nicht die Stirn? Der rothe Streifen zeichnet Dich; Du am wenigsten " ' Er kommt nicht weiter. Mit fester Stimme fällt ihm Steiner in's Wort: Nun ist's genug. Vor großem Schaden sind wir bewahrt; das andere geht nur den Eichbauern und mich an. Die Versammlung ist geschlossen." Langsam leert sich das Zimmer. Die Dörfler werfen im Fortgehen noch einen scheuen Blick aus den ganzlich Georochenen. Der Schulze nähert sich ihm, legt ihm die Hand auf die Schulter und sagt in ruhigem Tone: Dein unüberlegtes Thun, Scywager, hat wenigstens das Gute gehabt, daß die Anlage erprobt ist. Deine Rettung hat - dem Dorf einen Mann erhalten, der die Zerstorungen an seinem Eigenthum wohl überwinden wird; sie hat aber , auch meiner Frau hoffentlich einen Bruder und mir den langentbehrten Schwager geschenkt. Laß den alten Groll fahren. Was geschehen ist. soll vergessen sein; zum Zeichen dafür, biete ich. Dir die Hand." Das ist mehr, als der Eichbauer, verträgt. Zweifelnd schaut er in das ehrliche Gesicht des Schulzen, dann fällt er ihm um den Hals; der starke, mächtige Mann weint wie ein Kind. Die Häuser werfen schon lange. Schatten über den Weg, als der Eichbauer und der Schulze, langsgm dem Brammer'schen Hause zugehen. In der Stube empfangt. sie Steiners Anna, die von Allem unterrichtet ist und den endlich versöhnten Bruder mit einem Kuß und warmem Hanoedruck begrüßt. Zum ersten Mal nach langen Jahren geht über das Gesicht der Eichbäuerin ein Freudenschimmer; sie hat'' des Schwagers Töchterlein auf dem Schooß und hätschelt an ihm herum. 's ist Dein Pathenkind, Eichbäuerin," sagt lachend der Schulze; sie heißt Annemarie wie Du." - Dem Buben aber währt's zu lange, daß der Eichbauer sich mit der Mutter etwas erzählt. Breitspurig stellt er sich vor den so lange scheu gemiedenen Mann und sagt wichtig: Ich kenne Dich schon lange." Wie heißt Du denn, Knirps?" fragt da der Eichbauer. Klaus," antwortete er stolz, gerade so wie Du, und Schulze werd ich einmal." - Da legt ihm der Onkel und Pathe beide Hände auf das Haupt: Gott segne' Dich, mein Junge, und schütze Dich vor Hochmuth und vor- bösen Feinden." Verheeren derWolkenb r u ch. Zwischen den griechischen Eisenbahnstationen Kutzopodi und Nemea ging ein Wolkenbruch nieder,, der solche Wassermassen in den Bergen, aus denen der gewöhnlich ausgetrocknete Wildbach Derwenaki kommt, niederbrachte, daß der Wildbach zum reißenden Strom wurde. Die Reisenden des gerade aus Kutzopodi abgefahrenen luges sahen eine schmutzig-braune. rie ge Woge sich zu Thal wälzen, daS im u rn einen See verwandelt wurde, in dem Leichen von Menschen und Thieren, ganze Baume und alles umher schwamm, was nicht niet- und nagelfest war. Das Geleise der Bahn stand bald eine Fard unter Wasser, und der Zug mußte langsam nach Kutzopodi zurückkehren, wo er Stunden warten mußte, bis sich das Wasser soweit verlaufen hatte. -daß er, immer noch im Wasser, langsam weiterdampfen konnte. Man hat fünf Leichen von Männern und zwei von Frauen aufgefischt und begraben.. Es waren Erntearbeiter, die vom Wasser bei der Arbeit Überrascht wurden und sich nicht retten konnten. Die Getreidefelder und Weingärten im Bereich des Wildbches no auf Jahre hinaus zerstört, denn ie sind . vollständig mit Geröll und elöblocken bedeckt. In England und Wales wurden im Jahre 1904 944.703 Geburten und 549.393 Sterbefälle registrirt.' Die Zunahme der Geburten bezifferte sich aus 395,511 gegen 380,554 im vorhergehenden Jahre. .

Allerlei silr'ö HauS.

pr Porzellan-Kitt. Zum Kitien von Porzellan eignet sich eine Lösung aus 3 Theilen besten arabischen Gummis in 12 Theilen destillirten Wassers, der man 1 Theil concentrirten Essigs zusetzt. Auch Hausenblase (Fischleim) in Wasser gelost und mit feingeschlemmter Kreide versetzt, eignet sich als Porzellankitt. Gekittetes Porellanaeschirr sollte nicht mehr in täg liche Benutzung genommen, wenigstens nur zur Ausbewahrung von trockenen Gegenständen verwendet werden. Glaskitt. 3ur Revaratur etwaiaer Schäden an Glasaeaenständen 1 gewinnt man durch gleichtheilige Mifcyung von Spiritus, ffig und Gela i. tue :n rn: mit erneu uucgugnujcn sim ic xiu5 schuna wird m einem dicken Brei aufgekocht, welcher bei der nächsten VerWendung nur wieder ausaewarmt m werden braucht. ' Weiße Flecke in gestrichenen Fußböden, sogenannte Wasserflecke, lassen sich leicht durch kräftiges Abreiben mit einer Mischung von Terpen-tin-und Leinöl entfernen, meist verschwinden sie schon beim Ueberbohnen mit käuflicher Bohnermasse. Lackanstrick voneinfacken Möbelnzuerneuern. Mit den ftrelchsertlg zu beziehenden Lackfarben läßt sich ein Lackanstrich, der rissig geworden, leicht selbst wieder herstellen. Es ist aber nöthig, daß der alte Anstrich entfernt wird, bevor man die neue Farbe aufträgt. Geschieht dies nicht, fo erscheint der neue Anstrich nach dem Trocknen ebenfalls rissig. Um den alten Lack zu entfernen, nimmt man am besten eine Mischung gleicher Theile von recht starkem Spiritus und Terpentinöl. Bei der Bereitung der Lösung ist Vorsicht gerathen, da sie feuergefährlich ist. Die Mischung ist in eine Medizinflasche zu füllen, die man in warmes Wasser stellt, dann streicht man die Flüssigkeit mit einem Borstenpinsel kräftig über die Lackfarbe. Der Lack wird durch diesen Aufstrich bald erweicht und läßt sich nach kurzer Zeit mit alten Lappen oder Baumwolle, die ebenfalls mit dem Lösungsmittel angefeuchtet worden, durch kräftiges Reiben vollständig entfernen. Der neue Lackanstrich muß sehr gleichmäßig aufgestrichen werden. Pfefferminzöl als Vertreibungs - Mittel .gegen Mäuse. ' Steckt man Lappen oder Wcitt'e,' die mit 'etwas Pfefferminzöl beträufelt sind, in die Mäuselöcher und legt gleiche Wattebausche in die von den kleinen Nagern aufgesuchten Schränke u. s. w., so verlassen die Thiere die Löcher und suchen die gewohnten Stellen nicht mehr-auf. . 'Reinigung von alten M ü n z e n. Zur " Reinigung von Kupfermünzen dürfen keine chemischen Mittel angewendet werden, da hierdurch das Aussehen der Münzoberfläche ungleichmäßig würde. Am besten ist es, solche Münzen mittelst des Grabstichels zu reinigen oder einfach mit etwas Parafin abzureiben. Zum Blankmachen von Münzen ausKupfer, welche der neueren Zeit angehören, glüht man dieselben vorsichtig und wirft sie heiß in ein mit etwas Weingeist gefülltes Gefäß, das man hierauf rasch bedeckt und so erkalten läßt. Verrostete Silbermünzen verlieren ihren Grünspan durch Behandlung mit verdünnter Schwefelsäure (1 TheilSäure auf 15 Theile Wasser), sofortigem Abspülen mit Wasser und Abreiben mit weichem Papier. Zur Reinigung von Münzen, welche nur ein Zehniel oder weniger Silber enthalten, ist die mechanische Reinigung unter Anwendung von etwas Parafin zu empfehlen. Schön glänzend werden Silbermünzen durch Einlegen in eine Lösung von unterschwefligsaurem Natron. Beschmutzte Goldmünzen lege man in Essig und reinige sie mit Seife und einer weichen Bürste. Weiße Hüte auS Wollfilz oderHaaffilz reinigt man durch Ueberstreichen mit Benzin - Magnesiadrei. Diese feuergefährliche Arbeit ist am besten im Freien und bei Tageslicht vorzunehmen. In einer Obertasse wird Magnesiapulver mit Benzin zu einem dünnen Brei angerührt; dieser Brei ist mit einem Borstenpinsel auf den Filz einzureiben. Nachdem das Benzin verflogen und der Hut trocken geworden ist, bürstet man ihn mit einer reinen Bürste ab. Hat die Kopfbedeckung stark schmutzige Ränder, so werden diese am besten zuerst vorgenommen. Da sich das Benzin sehr rasch verflüchtigt, wird stets nur so viel Magnesiabrei angerührt, wie zu dieser Arbeit nöthig ist. Nach der Reinigung der Ränder ist der ganze Hut noch einmal mit Benzinbrei zu überstreiken und abzubürsten. . WasserdichteGewebe. Gewebe werden auf folgende Weise wasserdicht gemacht: Baumwollene Gewebe werden 4 Stunden in einer Lösung essigsaurer Thonerde' durchgearbeitet und dann getrocknet. Wolkne .Gewebe siedet man mit Alaunlösun, dann mit wetßec Sodaseife an und trocknet sie in geheizten Räumen. Noch besser bürstet man das Gewebt auf der Rückseite mit einer heißen Lösung von Alaun, Hausenblaze und Sttfe, dann wird es ge trocknet, gegen den Strich gebürstet und zuletzt mit einer in reine Wasser getauazn un Uversayren. um ihm den mtmi in nehmen.

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