Indiana Tribüne, Volume 28, Number 274, Indianapolis, Marion County, 12 July 1905 — Page 5
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ilrrsöhn t. Erzählung von Julius Makzmann. zLHS Feuer im Dorf! Durch die Nachtstille gellen die Töne -des Nebelhorns. Die große Thür des Schulzenhauses wird aufgestoßen, und fast gleichzeitig rasselt vom Hose herunter der vom Vorknecht geführte Leiterwagen mit den klappenden Wasserkufen gegen den Dorfteich hin. Der alte Jürgen Brammer hat seine Leute im Zug. Er stellt sich mitten auf die Straße und schaut gegen den Arberg, in dessen Richtung der Himmel ein flackerndes, glühendes.Roth zeigt. Beim Eichbauern brennt's, Schulz." ruft ihm ein Nachbar zu. Seh's schon ist die kurze Antwort. Dann strebt die Schaar, die stch mittlerweile um das Dorfhaupt versammelt hat, dem oberen Theile des Ortes zu. Die' Spritze und hinter derselben die Wasserwagen überholen die Fußgänger, die jetzt schon die aus dem Giebel züngelnden Flammen sehen können. Um' das brennende Gebäude wogt die ganze Dorfschaft. Weiber und Kinder im Hintergrund; die Knechte und Jungbauern schleppen Hausgeräth, Betten und landwirthschaftliches Geräth durch die Thüren 'in's Freie, der Eichbauer selbst springt gerade noch mit einem Haufen Bücher unter dem .Arm aus einem Fenster, als ihm Brammer zuschreit: Ist alles Lebendige raus?" Vieh und Menschen sind gerettet." ' Wie Sturzwasser fließen die Funken und Flammen von dem First das lange Strohdach abwärts. In dem Balkenwerk knackt es; von dem in der Gluth schmelzenden Bindedraht sprühen Feuerkügelchen nadj allen Seiten. Alle Mann zurück!" kommandirt der Schulze. Im nächsten Augenblick liegt das brennende Stroh als feuriger Wall rund umdas Gebäude; die nackten eichenen Sparren ragen wie ein schwarzes, qualmendes Gitterwerk über dem mit einer gewaltigen glimmenden Futtermasse gefüllten Boden empor. Die vorhin so eifrigen Hände der Retter rasten, überwältigt von dem schaurigen Anblick. Herrgott, die Mutter liegt noch in der Krankenstube!" Der Eichbauer hat den Schreckensruf ausgestoßen. Er hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen; angstvoll, halb irre starren die Augen in seinem kreideweißen Gesicht auf den Flammenring. Dann wird er zur Seite gestoßen; fein Großknecht Steiner reißt mit einem mächtigen Hieb nach rechts und links mit dem Nothhaken das Stroh hinweg und springt durch die Lohe in's Haus. Der angstvolle Aufschrei der Frauen dahinten und die abwehrenden Rufe der Männer ringsum bedeuten ein Gebet für den Verwegenen; man macht ihm die Bahn für die Rückkehr vollends frei, wenn man auch kaum hofft, daß er sie wird benutzen können. Es dauert wohl nur Sekunden, aber den Leuten ist's ewig lang gewesen, bis Brammer die sich zur Starrheit steigernde Spannung löst durch den Ruf: Da ist er, er bringt die Frau!" Haar und Bart versengt, die Kleider glimmend, trägt Steiner die in ein Bett gehüllte Kranke heraus. Hinter ihm schießen prasselnd Balken und Boden zwischen die Mauern. Die aufstiebenden Funken und wild auflodernden Flammen werfen unsichere, grelle Lichter über die Menschenmenge, in deren Mitte der Elchbauer vor der geretteten Mutter kniet, während seitwärts seine einzige Schwester Anna unter krampfhaftem Schluchzen den Großlnecht umhalst und mit linder Hand über sein glühendes Gesicht fährt. Der Eichbauernhof ist niedergebrannt; sein Besitzer hat im Altentheil des Schulzen mit Mutter und Schwestcr ein vorläufiges Unterkommen gefunden. In dem Wohnzimmer des kleinen Häuschens geht es am Morgen nach dem Brande laut zu. Die EichhofAnna und der Großknech't sind Hand in Hand eingetreten und haben dem Bauern kund gethan, daß sie einander gern haben, wie rechte Liebesleute zueinander halten wollen und um seine Einwilligung bitten. Durch den Körper des Eichbauern, der gerade beim Frühstück sitzt, geht ein Ruck; er richtet sich auf, dreht sich um und starrt wortlos eine Weile durch' Fenster auf den Hof. Dann reicht er mit unsicherem Blick seinem Großknecht die Hand. 2)u bist ein ganzer Kerl, Steiner," sagt er rasch. Daß Du mir die Mutter aus dem Feuer gerettet hast, vergeß ich Dir nie, will's Dir reichlich lohnen, aber der Preis, den Du forderst, ist mir zu hoch." Bruder, wir fordern nicht, wir bitten," antwortet Anna. Schweig!" donnert ihr der Bauer entgegen. Das ist eine Sache zwischen uns Männern. Ich denk, draußen ist Arbeit genug für Dich." Und ich denk," sagt sie herb, wo's mein Lebensglück gilt, muß ich dabei sein." Fester drückt sie Steiners Hand. - Wir sind uns schon lange gut, Wchbauer, und ich werd schon " Er kann nicht ausreden. Mit einem höhnischen Was wirst Du?" schneidet ihm der Eichbauer das Wort ab. Fordere für Deine kühne That tausend Thaler, ich zahl'Z, das andere " m
Ich fordere nichts und will auch nichts," fährt's ha dem Knecht heraus. Hoho! Blos die da schreit nun der Andere entgegen Kämst als HäusllerSsohn aus der Weberkathe mit einem Streich in eine vornehme Verwandtschaft und in ein weiches Rest. Armleuteblut und Bauernblut passen nicht zusammen. Wärst Du der Bauer und sie die Dirne mit 'ner leeren Lade, möcht's noch gehen, aber so nimmer!" Er reißt einen. Linnenbeutel aus dem Schrank Und wirft ein paar Handvoll Thaler auf den Tisch. Ich will hinter meinem Rücken keine Liebelei zwischen. Euch Beiden. Ich zahl Dir Deinen Lohn; Aröeit findst Tu jetzt ja überall." ' Ist das Euer letztes Wort, Bauer?" fragt finster Steiner. Der Eichbauer nickt nur und zeigt mit dem ausgestreckten Arm auf die Thür. Die Anna schreitet auf den Bruder zu. Als er auch sie mit eine: heftigen Bewegung abwehrt, gleitet sie vor ihm in die Kniee. Besinn Dick,. Bruder!" schluchzt sie auf. Ich hab' ihn doch so lieb!" Da reißt Steiner sie hoch. Knie nicht vor dem; Tu hast die Wahl zwischen ihm und mir." -- Du bleibst, er geht; ich befehl's!" ruft nun der Eichbauer.' Doch fchon ist die' Dirne aufgesprungen und hängt dem Großknecht am Hals. Magst es wissen, mir hat Niemand zu befehlen. Bauer. Ich gehör zu ihm und geh mit ihm, wir finden unser Brod auch anderswo." Ohne den Geldhaufen zu beachten, wenden sich die Beiden zur Thür. Der Eichbauer sieht sie über den Hof schreiten, Hand in Hand. Er rüttelt am Fenster, der Rahmen ist verquollen, und was nützt es ihm auch; er weiß ja selbst, daß die Anna volljährig ist und dZs Recht hat zu gehen, wann und wo-
hm sie will. . Ein Dutzend Jahre sind in's Land gegangen. Ter Eichbauer wohnt im neuen Hause, das hofmäßig mit großen Scheunen gegen die Dorfstraße gebaut ist. Die Mutter hat er längst nach dem kleinen Friedhof bringen müssen. Er selbst ist ergraut, verschlossener und verbissener als je.. Die Eichhofbäuerin hat freudlose Tage; sie ist kinderlos geblieben, und darum hört' sie so wenig ein freundliches Wort wie die Dienstleute, die auf dem Eichhof fortwährend wechseln. Bon seinem ehemaligen Großknecht und der Schwester hat er nie ein Wort gehört, weil er keinen danach fragt. Als einmal der Schulze von ihnen angefangen hat. grollte es aus ihm heraus: ..Ich hab ihnen ein paar tausend Thaler nachgeworfen, das war mehr als der Schwester Erbtheil; nichts will ich mehr mit ibnen zu schaffen haben." ' ;. Tann lehnt er eines Abends am Pfosten der Dreschtenne und sieht dem Einsacken des Korns zu. Ein paar mit Hausgeräth hochbepackte Leiterwagen fahren langsam am Hofthor vorüber unten in's Dorf. Wer zieht denn zu?" fragt er die Leute. Der Bauer Steiner. Er soll einmal Euer Großknecht gewesen sein; er hat den, Schulzenhof gekauft," lautet die Antwort. Ein körnerpickendes' Huhn fliegt plötzlich mitten auf die Diele; der Eichbauer hat's mit einem Fußtritt dahin geschleudert. Hart stößt er den Stock auf den Boden und schreitet über den Hof in's Haus, dessen Thür er krachend hinter sich in's Schloß wirft. Ueber dem Eichhof und seinen Leuten liegt in den nächsten Tagen eine unheimliche Stille, unheimlicher noch als sonst. Der Bauer geht ohne ein Wort umher. Mitten auf dem Hofe liegt fchon den ganzen Tag ein von einem Pferde verlorenes Hufeisen, er hat nichts dazu gesagt. Er sieht auch nicht, daß an den Arbeitswagen noch der Schmutz von der vorigen Woche klebt. Er geht auf's Feld, auf die Wiesen und sinnt auf etwas, was Niemand erräth. Daß der Steiner, sein Schwager, w's Dorf gezogen ist, pah, das macht ihm nichts aus, aber daß Schulze Brammer ihm seinen Hof verkauft hat, das wurmt ihn. Und dann noch eins; das Schulzenamt ist frei. Nur ein Besitzer hat das Recht, den Gemeindeknüppel von Haus zu Haus zu schicken und die Dorfversammlung zu berufen. Wer wird Schulze? Die Frage will dem Eichbauern nicht aus dem Kopf; seine Hufe ist die größte im Dorf, und wenn er auch, wie er wohl weiß, auf keine Freundschaft zu rechnen hat, so wird ihn doch keiner zum Feinde haben wollen. Der Besitz gibt Macht; in dem Bewußtsein tritt er, als eine Woche später die Schulzenwahl stattfinden soll, mit kurzem Gruß in's Krugzimmer, lehnt sich in seinen Stuhl zurück und mustert die Anwesenden mit hochmüthigen Blicken. Die vorher ziemlich laute Unterhaltung sinkt zum Flüstern herab. Mit dem Eichbauern spricht Niemand; er ist unter den Anderen vollständig veremsamt. Brammer waltet zum letzten Mal seines Amtes, verliest ein paar Verfügungen des Kreishauptmanns und fordert dann mit einem kurzen Hinweis auf die Wichtigkeit, daß man den Richtigen treffe, zur Wahl eines neuen Schulzen auf. Er sammelt die beschriebenen Zettel in seine Mütze. Ganz gegen den sonIiigen Brauch fällt jede Vorbesprechung ort. Der Eichbauer ahnt, daß man !e schon gehalten hat, ehe er erschienen
ist. Da will er lieber gar nicht siimmm, steckt den Bleistift ein und wirft sein Papier unbeschrieben zu den andern. Schulze Brammer ist fertig. Langsam hebt er einen Zettel nach dem anderen heraus, entfaltet ihn und ruft mit monotonem Stimmfall: Steiner!" Eins,- antwortet der protokollführende Lehrer. . Steiner!" . Zwei." Steiner!" - Drei." - Während das so fortgeht, ziehen sich die Brauen des Eichbauern finster zusammen; seine Hand auf dem Tisch ballt sich krampfyaft. Einmal erhebt er sich halb vom Stuhl, dann setzt er sich wieder und lächelt spöttisch, bis Brammer die einstimmige Wahl des ehemaligen Großknechts Steiner zum Dorfschulzen verkündigt. Ich erhebe Einspruch!" Mit dem Wort ist der Eichbauer aufgesprungen. Sein Stuhl schlägt mit Gepolter auf die Diele; die geballte Faust fällt auf den Tisch. Warum?" fragte Brammer. Wir wollen keinen Fremden." Steiner hat meinen Hof gekauft; seiner Wahl steht nichts entgegen." So? Wir wissen alle, daß uns in nächster Zeit wichtige Arbeiten bevorstehen. Der Lengelbach soll regulirt werden, damit die Verwüstungen im Herbst und Frühjahr aufhören und wir unsere Wiesen und Felder schützen können." Umsonst ist Steiner nicht jahrelang Dein Großknecht gewesen. Dein Wiesenland und Dein Ackerfeld ist am meisten gefährdet, und da kennt er jeden Fußbreit Landes. Wenn ihm zwanzig Besitzer das Vertrauen entgegenbringen, daß er der rechte Mann für das Amt ist, so muß ein Widerstrebender sich fügen. Ich, der ehemalige Schulze Brammer, verpflichte Dich. Steiner, durch Handschlag zum Dorfschulzen." Der Eichbauer sieht die verschlungenen Hände vor sich; er möchte sie am liebsten durch einen Hieb mit seinem Stock trennen. Aber was würde es helfen! .Er weiß es jetzt plötzliche daß er keinen Anhang hat. und daß auch die Furcht vor seiner Rache nichts' nützt. Noch ein Fluch, und ohne Gruß geht er aus der Thür. Steiner hat das Schulz :namt nur widerwillig übernommen. Er ist nicht reich und muß den größten Theil des Kaufpreises für Brammers Hos verzinsen. Nur durch angestrengtes, eigenes Arbeiten mit seinem Gesinde' darf er hoffen, die ihn arg drückende Schuld in Jahren abzuwälzen, um wenigsten5 seinen beiden Kindern, einem stämmigen, dunkelhaarigen Buben und einem blonden Mädel, ein zinsfreies Erbe zu hinterlassen. Der Gedanke, einen großen Theil seiner Zeit den Interessen des Dorfes widmen zu müssen, hat ihn lange zaudern lassen; und Brammer hat ihn zur Annahme der Wahl nur bewegen können durch den . Hinweis auf die große, feiner wartende Aufgabe und durch das Wort: Ich bin zu alt, um das Werk zu Ende zu führen; jetzt bist Du der Einzige in der Gemeinde, dem ich die Kraft und das Geschick dafür zutraue." - Als Steiner sein Wort gegeben hat, läßt er sich die Sache lang durch den Kopf gehen. . Die letzten Erntewochen geben dem neuen Schulzen, schon manche freie Stunde, oft gar einen nicht durch die Feldarbeit in Anspruch genommenen halben oder ganzen Tag. Sein Weib Anna ist es sonst gewohnt, daß Steiner in den Erholungspausen sich ihr und den Kindern widmet, etzt greift er nach dem Stock im Uhrgehäuse und stapft nach einem ihr geltenden freundlichen Kopfnicken über den Hof durch's Dorf hinaus bergan. Kehrt er spät am Abend heim, so wird das Abendbrod schnell verzehrt. Vor einem aroßen Bogen sitzt der Bauer dann noch stundenlang, zeichnet, rechnet, drückt der Frau wohl einmal die Hand, mit der sie ihm über den Kopf streicht, hat es aber am liebsten, wenn sie bald zur Ruhe geht und ihn seiner Beschäftigung überläßt. Das Dorf liegt gegen den Berg, hat gute Weiden und fruchtbare Aecker, aber einen bösen, tückischen Feind, den Lengelbach. Er ist in der Sommerdürre nur ein Rinnsal mit steinigem Grund und steilen Ufern, aber der Mutterboden auf denselben ist ausgefranst wie ein vernachlässigter Kleidersaum; große, zackige Flächen rechts und links sind bedeckt mit schwarzgrauem Sand und scharfkantigem Bergschotter, der alles Wachsthum hemmt. Die Schneeschmelze im Lenz und die Herbstregen lassen das Fadenwässerchen alljährlich zum Strom anschwellen, der gurgelnd und reißend nicht nur immer neues Feld vernichtet, sondern in den letzten Jahren sogar schon die oberen Gehöfte bedroht hat. Auf Vrammers Betreiben hat die Gemeinde beschlossen, den Bach einzudämmen, die Gelder dazu bewilligt und das Wie dem neuen Schulzen überlassen. CVi." (Schluß seist) d L)unrorislise?res Anschrieben. Du sollst ja Deinen Mann unterm Pantoffel haben?" Unsinn, ich muß so pfeifen, wie er tanzt." Trost. Dienstmädchen (daS soeben einen werthvollen Bierkrug fallen ließ): Ein Glück, daß nichts drin, war'"
Allerlei för'S kauS.
" ' Billiger schwarzer Eisenlack. Man schmilzt ordinäres Erd vech (Asphalt) in einem Kessel und fügt . unter beständigem Rühren so lange rektifizirtes Petroleum hinzu, bis eine Probe beim Erkalten die cje hörige Eonsistenz zeigt, um mit dem Pinsel aufgetragen zu werden. Man kann das Trocknen dieses Firnisses durch Erhitzen sehr beschleunigen, er verträgt hohe Hitzegrade und hat nebst seiner schönen schwarzen Farbe auch noch die Eigenschaft, elastisch zu sein. Asphalt 20 Gewichtstheile, Kolophonium 5 Gewichtstheile, Kienruß 2 Gewichtstheile, Petroleum 50 Gewichts-theile.'-Die Staubflecke, welche seidene Kleider meist immer zeigen, wenn man aus der Sommerfrische zurückkommt, widerstehen dem einfa chen Bürsten, das, nebenbei bemerkt, seidene Kleider auch noch streifig macht, stets. Sie weichen aber völlig, wenn man zu dunklen Seidenkleidern folgende Flüssigkeit bereitet. Man übergießt 1 Pint gemahlenen Kaffee mit 1 Plnt siedendem Wasser und läßt ihn setzen, ebenso reibt man drei große rohe Kartoffeln, übergießt sie eben falls mit 1 Pint Wasser, läßt es eine Viertelstunde abkühlen und seiht Kaf. fee sowie Kartoffeln durch. Man fügt 1 Pint Weingeist hinzu und rührt al les durcheinander. Die fleckigen Stellen werden mit einem Schwamm mit der Flüssigkeit angefeuchtet, auf einem reinen Leinentuch fünf Minuten ge trocknet und dann auf der linken Seite über einem trockenen Leinwandtuch, unter das man eine wollene Decke gelegt hat, geplättet. Bei sehr fesihaftenden Staubflecken muß das Anfeuchten wiederholt werden. Für helle Seidenkleider gilt dasselbe Verfahren, nur läßt man bei der Flüssigkeit den Kaffee fehlen. . ' Eier z u conserviren. Ein noch wenig bekanntes, sich vorzüglich bewährendes Eonservirungsmittel für Eier ist gesiebte Kohlenasche. Die Asche wird vorsichtig durch ein mittels feines Sieb geschüttet und in eine Kiste gethan, so daß der Boden etwa 3 Zoll hoch bedeckt ist. Darauf steckt man die Eier mit der spitzen Seite nach unten und so, daß sie sich nicht gegenseitig berühren, in die Kohlenasche. Nun kommt wieder eine etwa 4 Zoll dicke Schicht Asche darauf und abermals eini Lage Eier. In dieser Weise fährt man fort, bis die Kiste angefüllt ist. Die Eier halten sich viele Monate tadellos frisch in dieser Kohlenasche und nehmen nicht den geringsten Beigeschmack an, wie es bei anderen Eonservirungsarten der Fall ist. Natürlich muß man nur garantirt frische Eier zum Einlegen benutzen und darauf sehen,"daß die Kohlenasche auch vollkommen trocken ist, wenn man das Einlegen vornimmt. Die Kohlenasche läßt sich immer wieder zu diesem Zwecke verwenden. Silbe r. Silberwaaren nehmen unter dem Einflüsse des Schweißes leicht einen grau - violetten Ueberzug an, der aber mittels Salmiakgeistes sebr leicht entfernt werden kann. Um Silber von Flecken zu reinigen, legt man es vier Stunden lang in Seifensiederlauge, schüttet dann feingepulverten Gips darauf, benetzt diesen mit Essig, damit er fest hafte, trocknet ihn am Feuer und reibt ihn ab. Endlich putzt man mit trockener Kreide nach. Bei diesem Verfahren erhalt das Silber einen außerordentlichen Glanz. Wallnußschalen alö -Haarfärbemittel. Zwei Unzen grüner Schalen werden mit Unze pulverisirtem Alaun zu einem Teige zerstoßen. auf dem Wasserbade mit zehn Unzen benfoinirtem Olivenöl (aus der Apotheke) ziehen gelassen, bis alle Feuchtigkeit verdunstet ist, dann wird der Saft durchgeseiht und parfümirt mit zwei Tropfen Rosenöl und zehn Tropfen Neroliöl. Um Mauern an der W etterseitezuschützen, empfielt es sich, dieselben in trockener Jahreszeit mit dünnem Seifenwasser von harter Seife zu bestreichen. Die feinen Poren der Steine füllen sich mit dem Seifenwasser an und werden, nachdem das Wasser verdunstet, durch die rückständige harte Seife verstopft, so daß sie keine Feuchtigkeit mehr aufziehen. Eonservirung von Holz durch Salzsoole. Das in Salzsoole gebeizte Holz verbindet mit dem sehr langsamen Angriff der äußeren Fäuluiß die vielen anderen ConservirungsMethoden mangelnde innere Conservirung desselben, und zwar so, daß der innere Kern in so lange fest bleibt, bis die äußere Fäulniß von der Oberfläche nach innen auch zu dieser dringt. Tintenflecke. Ein'neues Verfahren, Tintenflecke aus Stoffen aller Art zu beseitigen, ist folgendes: Man weicht die Stelle, auf der sich der Fleck befindet, mit warmem Wasser ein, drückt dann den Stoff aus und breitet ihn über ein Stück reiner Leinwand. Nun bringt man einige Tropfen Ammoniakflüffigkeit auf den Tintenfleck und betupft ihn hierauf mit einem Wattebäuschchen, daö man mit verdünnter PhoSvhorfäure getränkt hat. Nach mehrmaliger Wiederholung deS Verfahrens laßt man den Stoff, in der Sonne trocknen und hierbei berschwinbet dann der Tintenfleck. ' , ,
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