Indiana Tribüne, Volume 28, Number 272, Indianapolis, Marion County, 10 July 1905 — Page 5
Indiens Tribüne, 10 Juli 1905
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1 Das scidrnc Klcid. z v 3k o X1 Erzählung von B. NittVkgcr. x OU'44'4'l4a'4'4'4'44"4''4"4'kO Hans Werder konnte heute kaum die Heimkehr seiner jungen Frau erwarten. Er freute sich so mnig auf die strahlende Miene, mit der sie die Karte betrachten würde, die zierlich gestochenen Zeilen: Herr und Frau Martin Stark geben sich die Ehre, Herrn Buchhalte: Werder und Frau Gemahlin für den 20. d. M. Abends acht Uhr zu Thee und Tanz ergebenst einzuladen." Ja, so stand es auf dem starken goldgerär.derten Karton, und ganz unten in der Ecke links: U. A. w. g." Hans Werder lachte leise vor sich hin. O, die Antwort stand schon fest, natürlich eine Zusage. Selten hat sich der zweite Buchhalter der alten angesehenen Firma Martin Stark übe? etwas so gefreut, wie über diese Einladung. Sagte doch sein Chef ganz deutlich, daß Lissy ihm und seiner Gattin würdig erschien für ihre großartige Geselligkeit. Denn noch niemals war eine von den Frauen der Angestellten zu diesen Festen zugezogen worden. Die Herren wurden alljährlich am Neujahrstag züm Essen gebeten. Der erste Buchhalter,' ein alter Junggeselle, kam nicht in Frage. Seiner, Hans Werders Lissy war es vorbehalten, sich den Eintritt in diesen so strenggeschlossenen Kreis zu erringen. Ach, wie begreiflich das Hans Werder fand! Lissy hätte seiner Meinung nach an einem Fürstenhof glänzen können, stolz und schön, wie sie war, eine Perle,-- freilich leider einer . Perle, der die rechte Füllung fehlte. Und das war das einzige, was des jungen Mannes Glück bisweilen trübte. Nicht, daß er es auch nur in Gedanken seiner angebeteten Frau je zum Vorwurf gemacht hätte, daß sie ganz arm zu ihm 8?M?n lzar. Im Geaentheil, er hätte ihr täglich auf den Knieen danken mögen, daß sie ihn gewählt hatte, den schlichten Buchhalter, der ihr nur ein bescheidenes Loos bieten konnte. Aber das eben drückte ihn. Wie hatte er es nur eigentlich wagen können, dem entzückenden Geschöpf zuzumuthen, sich mit einem so bescheidenen Dasein zu begnügen, mit einem Dasein, das auf Jahre hinaus strengste Sparsamkeit und vorsichtigste Eintheilung der vorhandenen Mittel erfordern würde? Doch, wenn man liebt und geliebt wird, rechnet und wägt man nicht ängstlich. Hans Werder wenigstens hatte es nicht gekonnt. Er liebte Lissy, die. eine arme Waise in abhängiger Stellung, aber von sehr guter Herkunft, entzückt von der Werbung des hübschen liebenswürdigen Kaufmanns, freudig eingewilligt hatte, die Seine zu werden. Und so. ohne weiter lange zu überlegen und zu rechnen, hatte das junge Paar die Ehe geschlossen.eineEhe aus reinerNeigung. Das kleine Vermögen des Buchhalters hatte eben ausgereicht zu einer eleganten Einrichtung. Hans hätte wohl recht gern einen Theil desselben für Nothfälle zurückbehalten, aber Lissy hatte ihm in ihrer bestimmten, lebhaften Weise klar gemacht, daß es viel vortheilhafter sei, sich alles gleich recht vollständig anzuschaffen. Hans gab nach wie immer u.nd ließ sich mit einer ziemlich hohen Summe in die Lebensversicherung aufnehmen. Es konnte ihm ja doch etwas zustoßen, und dann sollte sein Weib nicht hilflos dastehen. Freilich, - die Prämie verschlang jährlich einen namhaften Theil des Einkommens, und man mußte sich recht einschränken, um auszukommen, besonders seit vor ein paar Monaten ein kleiner Hans erschienen war und seine Ansprüche stellte. Indeß, in zwei Jahren gab es eine or-dentliche-Gehaltsaufbesserung. Dann konnte man sich manches erlauben, was man sich jetzt versagen mußte. Hans verzichtete gern auf das nicht unbedingt Nothwendige, nicht so seine Frau. In Lissy, die immer, erst bei der verwittweten Mutter, dann in spärlich bezahlten Stellungen in Enge und Unsicherheit gelebt hatte, erwachte nun, da zum ersten Mal gesicherte Verhältnisse sie umgaben, bald der Wunsch nach mehr. Die anbetende Liebe ihres Mannes, das Dasein des Kindes genügten ihr nicht völlig zurAusfulluna , h r e s Daseins. Sie hätte, schön und lebhast, wie sie war, gern auch Gelegenheit gehabt, in der Welt zu glänzen, ihre Persönlichkeit in höheren Kreisen als etwa auf einem Tanzkränzchen des Kaufmännischen Vereins zur Geltuna zu bringen. Dort fühlte sie sich nicht in ihrem Element. Es steckte in ihr noch der ganze Stolz der höheren Beamten tochter, und st: war der Ansicht, besser keine (seselllakeit als eine in ihren Au gen minderwerthige. So verzichtete Hans auf den Berkehr mit Snnesqle, chen und, führte nur ab und zu seine Lissy. in's Theater oder in ein Konzert. Die junge itrau war. scheinbar damit zufrieden, aber Hans fühlte doch, .daß sie sich nach mehr sehnte, daß sie ein heißes Verlangen nach Zerstreuungen und Vergnügungen hegte, wie er sie ihr eben mcht oieten konnte. Im Stillen hatte er gehofft, mit da Geburt des Kindes wurde Lissy aufru dener. werden, aber diese Hoffnung hatte sich nicht erfüllt. Lissy liebte wohl ihren Kleinen, aber sie ging doch nicht völlig m Mann und Kind aus. Ganz glücklich machte, darum heute c . ' Z. cm . i rci-rv.... k.:s oen jungen ucann vie uiniuuuuy tiut? Cbefs. und er. lief in seiner freudigen Erregung von einem Fensterum ande.ren, um zu sehen, ob Lissy nicht endlich
käme. Es war Sonntag, und sie wär
zur Kirche aegangen. .Daß man doch einmal ' unter Menschen kommt," hatte tc halb scherzend, halb bitter berm AbMied gesaat. .Er hatte sie, nothwcndiger Privatbriefe halber, heute nicht begleiten können. Die letzten Worte seiner Frau hatten in ihm nachgehallt und ihn ernstlich beunruhigt. Ob Lissy wirklich glücklich war an seiner Seite? Ob sie es nicht am Ende bereute, ihn gewählt u haben? Es ist so still um ihn her.- Der kleine Hans schläft im Nebenzimmer, das Mädchen schafft in der Küche. O, wenn Lissy nur endlich käme, damit er einen rohen Ausdruck auf ihr süßes Antlitz zaubern könnte. War er doch nun im Besitz eines mächtigen Zauberstabs, der Eii..adungs!arte. Jetzt endlich hört er hren leichten Schritt :m Flur, und chnell reißt er die Thur aus, und umaßt mit einem heißen Blick die geiebte Gestalt. Wie schön sie ist, seine Lissy. Die Wangen sind leicht geröthet von der kalten Luft; unter dem weißen Schleier erscheinen sie wie von einem Flaum überhaucht. Die dunkeln Augen euchten. die schlanke Gestalt im knap pen Kostüm ist von vollendetem Ebenmaß. Wahrlich, die Natur hatte m verschwenderischer Laune eineFülle von Schönheit über dieses Weib ausgegosen. Nur hatte das Auge etwas frohicher blicken, die Stimme etwas Heller und freudiqe? klingen sollen, mit der Frau Lissy jetzt ihren Mann begrüßt. Er m seiner Herzensfreude vermißt eute nichts.- Herzel, liebes da hab' ch aber eine Ueberraschung für Dich. Sieh her!" Gespannt beobachtet Hans sein Weib. Einen Augenblick leuchtm ihre Augen n frohem Erstaunen auf, und mit einem tiefen Athemzug kommt's aus hrem Munde: Ach, das ist doch endich einmal etwas!" Aber sofort überschattet "eine Wolke von Unmuth das reizende Antlitz. Es kann mir nichts nützen, Hans, ich habe ja nichts anzuziehen." Aber, Lissy, Du hast, doch Dem Brautkleid, es ist noch kaum getragen. Und es steht Dir so ntzückend." Mein Brautkleid!- Sehr berächtich klingen die Worte. Mein Brautleid! Ein weißes Wollkleid, unmoglich zu dieser Gelegenheit. Und es ist auch so entsetzlich kleinbürgerlich, wenn eine junge Frau Nichts anzuziehen hat als das immer wieder chemisch gereinigte, aufgearbeitete Brautkleid. Nein, Schatz, davon verstehst Du nichts. Wenn ch nicht ein neues elegantes, seidenes Gesellschaftskleid haben kann, müssen wir die Einladung ablehnen." Ablehnen das geht auf kemen Fall, Herzel. Hm, ich verstehe nicht viel davon, aber ich meine, in einem weißen einen Wollkleid konnte sich eme junge Frau recht gut sehen lassen, eine so hübsche Frau besonders." Du irrst,, Hans. Eben eme Hübsche Frau braucht auch eine passende Toileite, denn sie fallt mehr auf als eme unscheinbare Persönlichkeit. Manner verstehen das nicht, natürlich nicht, aber ich weiß es. Frau Stark wurde sich wundern, wenn ich zu ihrem Fest erschiene wie ein Backsischchen zum Tanzstundenball. Nein, entweder passend oder gar nicht. Und da wird wohl das letztere eintreffen, denn bei unseren beschränkten Einnahmen " Was kostet denn solch em seidenes Kleid eigentlich?" Da muß ich erst rechnen. Wart' mal! Es hat ja zwar keinen Zweck, aber es kann auch nicht schaden. . Also: sechzehn Meter Stoff ich wül mal sagen zu fünf Mark das Meter sind achtzig Mark; Fasson m einem guten. wenn auch mcht in emem ersten Geschaft, dreißig Mark; Zuthaten und (Zarnitur ebenso viel; das sind zusammen hundertundvierzig Mark. Dafür konnte ich eme, zwar immerhin noch bescheidene, aber doch genügende Toileite haben. Indeß, es hat ja keinen Zweck, davon zu sprechen. Wo sollten wir wohl hundertundvierzig Mark herbekommen? Und das reicht noch nicht. Ich müßte auch lcknge Glaceehandschuhe haben, frische Blumen,neueTanzschuhe, eigentlich auch noch em zweites Armband, einen Fächer unter vierzig bis fünfzig Mark ist das alles nicht zu beschaffen. Wir werden also absagen müssen. Ach, es ist zu schade!" Nein, ich sage nicht ab, Lissy. Es muß ermöglicht werden wie, weiß ich selbst noch nicht. Absagen nein, das hieße doch meinen Chef geradezu beleidigen." O. das finde ich nicht. Sag' ihm doch einfach, Deine Mittel erlaubten Dir nicht, solche Geselligkeit mitzuma'chen Das kann ich mcht. Ich beziehe für meine Jahre ein sehr anständiges Gehalt, und steigende Erhöhung ist mir zugesichert. Es käme unbescheiden heraus. wenn ich sagen wollte, ich hätte nicht genug. Das Fest ist, erst in vierzehn Tagen. Ich werde vorläufia. m sagen, vielleicht findet sich ein Ausweg. .Absagen kann man immer noch. Sag', Herzel, kannst Du'ö wirklich nicht em lichten mit Deinem Brautkleid?" Auf keinen Fall, Hans. Haiti es, wie Du willst, sage zu oder lehne gleich ab ich kann nur erklären, daß ick ohne eine durchaus passende Toilette nicht an einem solchen Fest theilnehme, so gern. ch so aern ich 's thäte! Mein glühend sin Wunsch wäre ja damit erfüllt. Ach. Hans, es thut so weh, immer zuruckste hen zu müssen, wenn, man das Gefühl chat, in dem höchsten Kreise glänzen zu können! Es ist mir ja auch nicht nur um mich, es ist mir auch um Dich zu thun. Man steht doch ganz anders in
der Welt da, wenn man beachtet und gezählt wird. Ach, das elende Geld! Jede Freude nimmt es einem, jede!" Hans seufzte. Er hätte gern erwidert, daß das wahre Glück von solchen Außendingen gänzlich unabhängig sei. aber er fand nicht den Muth dazu. Lissy konnte dann so verletzend lachen, und das war ihm furchtbar. Es kamen ihm in solchen AugenblickenZweifel an ihrer Liebe, und ihre Liebe war sein Leben, das Höchste, Beste in seinem ganzen
Dasein. '-si-u Es ist am Montaa Abend. Tief verstimmt, ermüdet und überreizt - packt Hans Werder als letzter der Beamten des Hauses Stark seine Bücher und Schriften zusammen. Er hatte sein heutiges Pensum nicht eher erledigen können und ist deshalb länger als sonst geblieben. Es eilt ihm auch nicht, nach Hause zu kommen. Er hat Mittags eine sehr heftige Szene mit seiner Lissy gehabt, den ersten wirklichen Streit in seiner nun fast zweijährigen Ehe. - Noch einmal hatte er verlangt, Lissy solle sich mit dem vorhandenen Anzug begnügen, die nothwendigen Kleinigkeiten wolle er zu erschwingen suchen. Da war sie .so heftig geworden wie noch nie und hatte sich sogar zu der Aeußerung hinreißen lassen, es thäte jedes Mädchen gut, sich erst zu überlegen, ob die Verhältnisse, in die ein Mann sie bringe, auch ihren berechtigten Ansprüchen genügten. Hans hatte bitter und scharf entgegnet und zum ersten Mal das Haus ohne Abschied verlassen. Und dann batte er sich selbst Vorwürfe gemächt und in unermeßlicher Liebe sein Weib mit tausend Gründen entschuldigt. Den halben Nachmittag hatte er auf dem Komptoir gerechnet und gerechnet, doch ohne jedes befriedigende Ergebniß. Selbst wenn man sich in der nächsten Zeit auf's Aeußerste einschränken würde, so war es nicht möglich, zweihundert Mark zu ersparen. Lissy konnte das auch nicht; sie verstand es einmal nicht, kleinlich hauszuhalten, so wie seine Mutter es gekonnt hatte, seine gute Mutter, von der er dazu erzogen worden war, niemals Schulden zu machen, sondern stets strengstes Gleichgewicht in. Einnahmen und Ausgaben zu halten. Er dachte auch gar nickt im Ernst daran, sich um eines Vergnügens willen in Schulden zu stürzen. Aber Lissy! Wenn sie un? glücklich war, wenn sie es -verlernte ihn zu lieben o Gott, nur das nicht! Das wäre schlimmer als der Tod. Immer sieht er die unglückliche Miene der geliebten Frau vor sich, ihre verweinten Augen, und er erscheint sich fast wie ein Verbrecher. Warum ist er kein Genie, warum wagt er es' nicht, zu spekuliren, wie so mancher Kollege, warum versteh! er es nicht, zu Geld zu kommen? Wenn man den Muth hat, ein so herrliches Geschöpf zu seinem Weib zu machen, dann muß man auch die Kraft besitzen, diesem Weib.em würdiges Dasem zu bieten. Und ist Lissy nicht berechtigt. mehr vom Leben zu verlangen, als nur seine Gatnn und die Mutter des Kleinen zu sein? Hat sie nicht ein Anrecht auf Triumphe, wie sie einer so schönen tixau gebühren? Ist sie mcht mit anderem Maß zu messen, als die Meisten ihrer Mitschwest"-n? Folgen ihr nicht aller Blicke auf. der Straße, wo sie steht und geht? O, dieses Denken, dieses Sinnen, es macht ihn ganz wirr im Kopfe! Er muß sich zur Arbeit zwingen und am Abend nachholen, was er versäumt hat. Doch endlich ist. alles erledigt, nun kann er gehen. Er schließt sein Pult ab, greift nach Ueberzieher ' und .Hut, dreht das elektrische Lichr aus und verläßt das Komptoir. Aus der Nebenthür tritt eben sein Chef. Nun, mein lieber Herr Werder, so spät heute? Gab's besonders viel?" Ich konnte nicht eher fertig werden. Herr Stark, ich hatte Mittags Kopfschmerzen und war unfähig zum Arbeiten." Das war ja keine Lüqe. O, dann hätten Sie besser, nicht so lange bleiben sollen; aber ich weiß schon, Sie lieben keine Reste, und das ist ja nur lobenswerth. Was ich noch sagen wollte, ich freue mich, daß Sie unsere Einladung angenommen haben. Meine Frau ist ganz entzückt von Ihrem jungen Frauchen, und im Vorjahr waren wir durch unsere Familientrauei verhindert, Sie Beide bei uns zu sehen. Na, nun bin ich auch bald fertig hier unten. Muß nur noch eine Sendung für meinen Jungen erledigen. Meine Frau will dem Extrazuschuß,, den ich iym zum Geburtstag ' zugedacht habe. ihre mütterlichen Wünsche beilegen, und da muß ich eben noch mal hinauf. So'n Garde-Einjähriger kostet ein schönes lÄeld, und Berlin ist ein theures Psla ster. Lassen Sie die Korridorthüre nur gleich offen, Herr Werder, ich komme sofort zurück. Guten Abend!" Pr (Schluß folgt.) Ver Bankier Alexander Schwarzschild, welcher vor einiger Zeit mit Hinterlassung bedeutender VerKindlichkeiten aus Frankfurt a. M. verschwunden war. ist im Stadtwalde ber Geroldsau (Gemeinde Lichten thal) tt Baden-Baden erschossen auf gefunden worden. Schach . dem Proseis o r. Die neue nationale Tanzmei-ster-Organisation, die United Proses sional Teachers of .Dancing in Ame rica," hat in der kürzlich in Columbus, O., stattgehabten Jahresversammluna den lobllcken BesckluK ae faßt, das Wort Professor als durch starken Mißbrauch entwürdigt vor den
Namen der Mitstheoer zu streichen. 1
Allerlei sür'ö Haus.
'Kellerdünste. Gegen schad liche Dünste in Kellern, besonders da, wo Jährender Most lagert, stelle man Kalkhydrat in weiten offenen Gefäßen auf. Die kohlensauren Gase werden dadurch aufgesaugt. Nur muß man die Masse öfters umrühren, wenn sich eine Haut auf derselben bildet. Reinigen vonWildleder. Im Gegensatz zu Glaceleder, das mit Benzin behandelt wird, wäscht man Wildleder mit Seife und Wasser. Viel Seife hält das Leder geschmeidig. Man wird einen feuchten Lappen recht tüchtig einseifen und damit die Handschuhe bearbeiten. Später reibt man letztere mit etwas Elwelßruckstand aus Eierschalen ab. Rostflecke aus Wäsche entfernt man nach folgender, ganz unschädlicher Methode: Man lege die rr.:.. cm"r..- c , r. 4cuiy Äüajcge in oie sonne, irausie Citronensaft auf die fleckigen Stellen und streue Salz darüber. Die Sonnenstrahlen ziehen die Flecke vollständig aus. Badenvon Zimmer psla nz e n. Hat man einmal versäumt, den Zimmerpflanzen Wasser zu geben, so aß sie vertrocknet erscheinen, so hust nur ein Vollbad. Man stellt den ganzen Topf in's Wasser, so daß es bis über den Rand reicht. Man nimmt ihn nicht eher heraus, als bis die Luftblasen, die sofort anfangen aufzusteigen, nicht mehr erscheinen. lndsaden haltbar zu machen. Um Bindfaden dauerhaft und wetterfest zu machen, legt man ihn, eine halbe Stunde in eine starke Leimlösung und darauf, etwas getrocknet, ein bis zwei Stunden in eine starke, warme Abkochung von Eichenrinde, wozu auch etwas Katechu beigefügt werden kann. Danach trocknet man ihn und glättet ihn mit einem in Oel getränkten Lappen. Um Schmucksachen, Gold, Silber, Juwelen zu rein igen, lege man sie einige yjnnuttn in Salmiakgeist, spüle sie in lauwarmem Wasser nach und vergrabe sie dann in einer Schachtel mit Sägemehl, wo sie gut trocknen. Nach einiger Zeit nehme man sie heraus und bürste sie mit einer kleinen, weichen Bürste aus. Gelb gewordene Gegenstände aus Elfenbein bleicht man, indem man sie, im feuchten Zustande unter Glas der Einwirkung der Sonne aussetzt. Stark gefärbte Gegenstande bürstet man mit, feingepulvertem Bimstein und Wasser, und setzt sie, wenn sie noch feucht sind, unter Glas. Man muß sie dann ., täglich an die Sonne stellen und sie von Zeit zu Zeit wenden' damit sie gleichmäßig gebleicht werden. Auck muß das Bürsten mit Bimstein und Wasser wiederholt werIttii Kleinere und dünnere Gegen'stäilde aus Elfenbein werden wieder weiß, wenn man sie über einem Kohlenfeuer erwärmt, in das man gepulverten Schwefel geworfen hat. Oder man wickelt gelbgewordenes Elfenbein in alte, mit etwas Fett bestrichene Leinlvand, läßt es drei Stunden an einem nicht zu heißen Orte liegen, kocht es hierauf in Wasser, das zu gleichen Theilen mit Weinstein und Saleratus vermischt ist.Reinigen von seidenen K r a g e n a n T a i l l e n u n d S e idenfutter in Mänteln.. Sind die betreffenden Kragen vom Haar sehr fettig, so reibt man sie mit verdünntem Salmiakgeist tüchtig ab und läßt sie trocknen. Sind sie noch nicht ganz sauber geworden, dann taucht man einen Wattebausch in heißen Spiritus (ca. 90 Prozent) und reibt sie leicht damit ab. Bei weniger unsauberen Kraaen aenüat allein das Abreiben mit Spiritus. Beim Erwärmen des hoch prozentigen Spiritus ist große Vor sicht geboten. Man stelle den in eine Arzneiflasche gefüllten Spiritus in ein Gefäß mit warmem Wasser, dessen Temperatur durch Zugießen kochenden Wassers allmählich erhöht wird. Balkonpflanzen entwickeln sich besonders gut, wenn man folgendes beobachtet: Die Erde m den Blumen töpfen muß stets locker gehalten werden und die Töpfe selbst vor direkter Bestrahlung der Sonne geschützt sein; ihr Inhalt trocknet sonst zu bald aus. Mit einem zugespitzten Holze ist die Erde einige Zoll tief aufzulockern und die Pflanzen nur dann zu begießen. wenn man der Erde anfühlt, daß sie Wasser gebraucht, dann aber reichlich und stets mit angewärmtem Wasser, das mindestens Lufttemperatur hat. Wohlthätig wirkt das Düngen auf die Entwickelung der Pflanzen Gegen Leberflecke wirkt Meerrettig, den man kleingeschnitten in eine Flasche bringt und mit starkem Essig übergießt; gut verkorkt, vergräbt man die Flasche in der Erde, aus der man sie nach 14 Tagen hervorholt; mit der Flüssigkeit reibe man die Leberflecke wiederholt ein.' Ein anderes bewährtes Mittel ist folgendes: i2 Unze weiße Nieswurz wird kleingescbnitten und mit 1 Pint reinem Kornbranntwein übergössen, acht Tage lang, wohlverkorkt, an die Sonne' stellt und bisweilen umge chut telt. Mittlest eines SchwämmchenS befeuchtet man die braunen Stellen mit der Flüssigkeit, reibt dann mit der flachen Hand etwas fest so lange darauf, bis die Flecken trocken sind, worauf dieselben sich abreiben lassen; nach acht Tagen wiederholt man daö Verfahren, bis-die Flecken verschwurt-
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