Indiana Tribüne, Volume 28, Number 272, Indianapolis, Marion County, 10 July 1905 — Page 3
Jnbian. Tribüne, 10. Juli 1905.
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Menterer-Ausliefemng Wird Rußland iu den nächsten Tagen von der rumäNischen Regierung verlangen.
Admiral Krnger nimmt von dem Kniaz Potemkin" Besitz. Internationaler Sozialisten-Congreö zu Konstanz. Die Finanzen des deutschen Kaisers. Radikaler Bürgermeister in Essen.
Auslieferung der Meu terer wird verlangt werden. S t. P e t e r S b u r g, 9. Juli. Die Regierung wird einen Bericht von Admiral Kruger abwarten, bevor sie von der rumänischen Regierung die Auslieferung der Meuterer verlangt. Im auswärtigen Amte wurde gestern erklärt, daß keine offizielle Mittheilung eingelaufen fei, wie die rumänische Re gierung sich den Meuterern gegenüber zu verhalten gedenke. Rumänien. Uebergade der ttniazPo temkin-. Kustenji, 9. Juli. Admiral Kruger begab sich heute an Bord deS russischen Schlachtschiffes Kniaz Po. temkin" und ergriff Besitz von demsel ben. König Karl von Rumänien hatte an den Kommandanten des rumüni schen Geschwaders Instruktionen ge fandt, daß das Schiff ohne Weitläufig leiten an die russischen Behörden aus geliefert werden solle. Das Torpedoboot, welches den Kniaz Potemkin" begleitete, ging nach Odessa ab, ohne sich zu ergeben. ES erklärte, daß es nicht gemeutert habe, sondern nur gezwungen dem Schlachtschisse gefolgt sei. Admiral Krüger kam mit seinem Ge schwader heute Morgen hier an und er klärte nach dem üblichen Salut, daß er gekommen sei, den Kniaz Potemkin" abzuholen. Admiral Kolin-ki, Kom Mandant des rumänischen Geschwaders, begab sich an Äord deZ russischen Flagg schisseS TcheSme" und theilte Adnliral Kruger mit, daß König Karl befohlen habe, das Schiff auszuliefern. Nach Zurückziehung der rumänischen Wache begab sich der Korrespondent der Ass. Presse an Bord des Kniaz Po. temkin". Trotz der Bemühungen der Rumänen, das Schiff In angemessene Verfassung zu bringen, herrschte noch die größte Unordnung, -aus demselben. Au3 den OffizierZkabinen war Alles von einigem Werthe gestohlen und überall waren Blutspuren fichtbar. ES war noch genügende Munition an Bord, um einen verzweiselten Kampf zu führen. ES wird behauptet, daß das Schiff in den letzten Tagen von zwei Maschinisten und einem Offizier geleitet wurde, die stets von Meuterern mit dem Revolver in der Hand be wacht wurden. Alle Matrosen wünsch ten sich zu übergeben, mit Ausnahme von Matuschenko, dem Führer der Meuterer, der sich widersetzte und das Schiff sprengen wollte. Sieben Offiziere wurden auf dem Kniaz Potemkin- gefangen gehalten. Sie befanden sich in Folge der erlitte nen Mißhandlungen in bedauernSwer them Zustande und erzählen, daß Ma tuschenko selbst zehn Offizier: tödtete. Alle Bücher und Papiere deö Schiffes waren vernichtet. ES scheint, daß der Beschluß den Kniaz Potemkin- auSzu liefern, gefaßt wurde, als sich heraus stellte, daß die übrigen Schiffe sich wei gerten, an der Meuterei Theil zu neh men. Die Leute wußten nicht, daß der Georgi Pobiedonosetz sich ergeben hat und hofften, daß derselbe auch nach Kuftenji kommen und sich den rumäni schen Behörden ergeben werde. Rußland. Unzufriedenheit inder Armee. St. Petersburg, 9. Juli. Gen. Linevitch berichtet, daß die Nach richten von Verhandlungen mit den Japanern auf die Armee einen Unheil vollen Einfluß haben. Die Leute der langen, .daß sie bei den FriedenSver Handlungen gehört werden. Offiziere sammeln Unterschriften für eine Pe titlon, in welcher um Berufung einer National Versammlung ersucht wird. ES herrscht ellgemein Unzufrledenhei in der Armee und in Folge dessen auch wenig Luft mit den Japanern zu kämpfen. Bombenattentate. TifliS, 9. Juli. Täglich finden hier Bombenattentate statt. Jwe
Hausmeister wurden durch eine Bombe getödtet und 13 Personen wurden ver wundet. Ein Polizist wurde letzte Nach! er. schössen. Die Landung der Japa ner auf Sachalin.
St. Petersburg, 10. Juli. Die Landung japanischer Truppen auf Sachalin wird hier allgemein als ein Erfolg von großer divlomatiföer Be' deutung betrachtet. Die Novoe Vremya" sagt, eZ sei dies der erste Fall nach einem Kriege von 18 Monaten, daß die japanische Fahne auf russischem Boden wehe. Japan habe nun russisches Eigenthum in Händen, das es bei den bevorstehen den FriedenSverhandlungen verwerthen önne. Die Unversöhnlichen erklären, daß ein Friedensschluß durch diese That ache erschwert werde, da wahrscheinlich Japan auf der Abtretung der Insel bestehen werde. Andere Nachrichten übe? die Thätig. eitZ der Japaner auf Sachalin sind nicht eingetroffen. Schlechte S Zeugniß. St. Petersburg. 9. Juli. Der russische Botschafter für Italien, Murawieff, und einer der Friedens. Unterhändler, ist hier angekommen und hatte gestern mit dem Minister des Auswärtigen, von LamSdorff, eine Konfe renz. Wahrscheinlich wird er am DienS tag vom Zaren empfangen werden. Die Novoe Vremya stimmt mit der allgemeinen Ansicht übereln, daß die Wahl Murawieff'S keine glückliche ist; feine diplomatische Thätigkeit im Haag rechtfertige die Wahl nicht. Dagegen sei Baron Rosen ein gewandier Diplo mat, der auch schon Erfolge gehabt habe. 35 Terroristenverhaftet. Riga, 9. Juli. Die Polizei hat 35 Terroristen verhaftet, die beschuldigt sind, Bomben fabrizirt und Attentate auf Polizisten gemacht zu haben. FranZteich. ' I a u r e e' Rede. P a r i S, 9. Juli. Die Rede, wel. che der Sozialistenführer JaureS in Berlin halten wollte, aber in Folge des Einschreitens Kanzlers v. Bülow imterdleiben muß, ist nun in JaureS' Zeitung L'Humanite- erschienen. Die Rede, welche 10 Spalten füllt, ist in ihrer Art ein Meisterstück. Sie wendet sich an die Sozialiften aller Länder, speziell die Frankreichs, Deutschlands und Englands. Sie legt dar, daß ein Krieg zwischen Frankreich und Deutschland oder England ein Unglück für die Welt sein werde, da jedes Land für die Zivilisation noth wendig sei und CdleS erstrebe. Die Welt leide unter vect Drucke eines be waffneten Friedens. Die Sozialiften aller Länder sollten sich vereinigen und für die allgemeine Friedenssache käm pfen, für die Frankreich und Deutsch land absolut nothwendig seien. Deutschland. Die Finanzen des Kais erö. Berlin, 9. Juli. Das Unge wöhnltche ist geschehen. Ein offizielles Blatt, das gar so gern osfiziell sein möchte, und sich Tag und Nacht ehrlich abmüht, dem Hof zu Gefallen zu sein, hat einen scharfen Rüffel bekommen. ES ist die Norddeutsche Allgemeine Zeitung", die in ihrer Angst, man könnte dem Kaiser zu nahe treten, nun blamlrt dasteht. Amerika hat unzweifelhaft auch das hübsche Geschichtchen auö der Mache der London Daily Expreß" aufgetischt be kommen, der Kaiser sei zur Deckung der aus ihm lastenden Ausgaben genöthigt gewesen, von einigen seiner reichen Un terthanen Geld zu leihen. Darauf schrieb die Norddeutsche" in Heller Ent rüstung, daß der Monarch niemals an die Thüren adeliger oder bürger licher Geldschränke klopfte und wir find aber auch zu der , ausdrücklichen Feststellung ermächtigt, daß der Kaiser niemals auch nur einen Pfennig geborg hat". Wer diese Ermächtigung gab", ist
nicht bekannt. Eine Zeitlang blieb die Berichtigung wie sie gedruckt war. Da, auf einmal, muß Jemand ganz oben zu dem Schluß gekommen
ein, daß das Dementi in einer Weife abgefaßt war, die zweierlei Auslegung zuließ und vor einigen Tagen verössentlichten fast sämmtliche offiziösen Zeitungen des Landes scharf kritlfirende Artikel, in welchen sie die Schimpfe eien" der Allgemeinen als täppisch und ungeschlacht charakterifirten. Derartige Behauptungen, besonders wenn sie aus englischer Quelle entspringen, ignorirt man, hieß eS in den wirklich autorisir. en Berichtigungen. Jeder vernünf ige Mensch wüßte doch, daß bet dem staatsrechtlichen Einfluß des deutschen Kaisers auf die Richtung der Politik und der durch sie bedingten materiellen Wirkungen, eS schlechterdings auSge chlossen sei, weil unvereinbar mit sei ner Stellung, daß der Kaiser irgend welche finanzielle Beziehungen mit Geldleuten, ob nun blau oder roth blütig, eingehe, und unter diesen Um. ständen sei ein Dementi, besonders eines von so roher Sprache, ganz überflüssig. Des Kaisers Sommerfahrt. Berlin, 9. Juli. Kaiser Wil Helm wird am 11. Juli mit der Zlacht Hohenzollern" in WiSby, der einzigen Stadt auf der schwedischen Insel Gott. and. eintreffen. Seitens der Bewoh. ner find großartige Vorbereitungen zu einem Empfang getroffen worden. Der Kaiser hat bekanntlich die ihm zur alten und lieben Gewohnheit gewordene Er rischungZreise nach Norwegen , mit Rückficht auf die herrschende Krise, auf. gegeben und wird nur einige ihm bisher noch unbekannte Küsten und Häfen Schwedens besuchen, womit indeß kei nerleiParteinahme ausgedrückt sein soll. Oberbürgermeister nimmt derBauarbeiterPartei. Essen, 9. Juli. Oberbürgermel. fier Zweigert in Essen hatte bei der kürzlichen Aufstellung eines Lohn tarifs für das Baugewerbe mitgewirkt. Trotzdem haben jetzt die Arbeitgeber be. schlössen, im ganzen Rheinisch West. fülischen Distrikt eine Aussperrung durchzuführen, worauf Zweigert er klärte, er werde die städtischen Arbeiten auf Kosten der Unternehmer vollenden lassen. Er hat ferner von dem Stadt rath 20,000 Mark zur Unterstützung der brotlos gewordenen Ardeiter im Kampfe gegen die kontranktbrüchigen Arbeitgeber verlangt. Abschaffung des Religion S. unterricht 5 in Bremen. Bremen, 9. Juli. Wie gemel. det wird, hat die Bürgerschaft den Se nat ersucht, zu ermitteln, wie in den Volksschulen der Religionsunterricht durch rein relkgionSgeschichtlichen und SitteN'Unterricht ersetzt werden kann. Die Meuterer des Kniaz Potemkin." Berlin, 9. Juli. ES verlautet. daß die rumänische Regierung die Mächte nm Rath gefragt habe, waS mit den Meuterern von dem russischen Kriegsschiffe Kniaz Potemkin geschehen solle. Rußland, so heißt eS, hat die AuSlieserung der Meuterer verlangt und Deutschland und Oesterreich haben Rumänien gerathen, dem Verlangen zu entsprechen, dagegen haben England, Frankreich und Italien angeblich ge rathen, die Leute freizugeben. Internationaler Sozia liftenkongreß. Konstanz, 9. Juli. Der inter nationale Sozialistenkongreß wurde heute hier eröffnet. Die badische Regierung hat verboten, daß ausländische Vertreter Reden hal ten, weil dieselben sich nicht dazu ver stehen wollten, sich der Besprechung der deutschen Politik zu enthalten. Der Sozialistensührer Bebel griff heftig den Reichskanzler v. Bülow an weil derselbe den französischen Soziali ften JaureS verhindert hatte in Berlin eine Rede zu halten. Die Mitglieder der Konferenz bega ben sich dann nach dem nahen Kreuz lingen in der Schweiz, um den auSlän difchen Mitgliedern zu ermöglichen Re den zu halten. . Kronprinz Wilhelm Eh renmitglied der D r e ch S l er.J n n u n g. Berlin, 9. Juli. Kronprin Wilhelm hat die ihm feierlichst angetra gene Ehremitgliedschaft der Berliner DrechSler.Jnnung angenommen. Wie alle Hohenzollem.Prinzen, hat er ein bestimmtes Handwerk gelernt, und der einstmalige Erbe der deutschen Kaiser würde ist ein geschulter Drechsler.
M e t a l l a r b e i t e rS t r e i k vorüber. München. 9. Juli. DieauSstän
digen Metallarbeiter in Nürnberg und Augsburg haben für Annahme der von der Regierung vermittelten Bedingu gen gestimmt. Der ganze Streik ist nunmehr endgültig beigelegt. DieKlagen über die letzte Weltausstellung. B e r l i n, 9. Juli. Der Verein der Berliner Kaufleute und Industriellen" untersucht gegenwärtig die Vielsachen Klagen über die Leitung und die Miß. griffe bei der Veranstaltung und Be chlckung der St. Louiser Weltausstel ung und die geringen Resultate. Man st auf daS Ergebniß der Untersuchung n weitesten Kreisen gespannt. Oefterreich'Ungarn. Opfer drückenderHitze. Wien, 9. Juli. Aus Pola in Jstrien wird gemeldet, daß auf einem UebungSmarsch deS fünften Landwehr Jnfanterie.RegimenkS, der bei drücken, der Hitze stattfand, von 800 Mann nicht weniger als 250 marode und dienstuntüchtig wurden. Einer erlag den Strapazen und starb auf der Stelle. De utch. öste r re ich ischer Handelsvertrag sank, t i o n i r t. Wien, 9. Juli. Der deutsch. österreichische Handelsvertrag ist im Ab geordnetenhause des ReichSrathS nun doch zur Annahme gelangt. Die tschechischen Abgeordneten brach, en ihren ObstruktionS'Beschluß nicht zur Ausführung, und der Vertrag wurde fanktonirt. Aber die Annahme des Vertrags ist in Wien allgemein kühl aufgenommen worden, da niemand weiß, was Un garn thun wird. Schweden und Norwegen. Prinz Gustav Adolf und Gattin empfangen. Stockholm, 9. Juli. Bei Herr. llchem Wetter wurde heute Prinz Gu ftav Adolf, der älteste Sohn des Krön Prinzen und künftige König, mit feiner jungen Gattin, ehemaligen Prinzessin von Connaught, hier von einer großen Volksmenge herzlich begrüßt. Die kö nigliche Jacht, mit welcher das junge Paar anlangte, hatte auf dem Vormast die norwegische, auf dem Hauptmast die schwedische Flagge gehißt. - König Oskar und die Mitglieder der königlichen Familie sahen die AuSschif fung deS jungen PaareS vom Dache des königlichen Palastes mit an. Das junge Paar und die ganze königliche Familie wohnten darauf einem Gottes dienfte in der Schloßkapelle bei. Großbritannien. Amerikanische Künstlerin bankerott. London, 8. Juii. Die bekannte amerikanische Schauspielerin Frau JameS Brown Potter hat ihren Ban kerott angemeldet. Die Künstlerin pach tete tm August v. I. das Savoy Thea ter in der britischen Hauptstadt und brachte mit ungeheurem Kostenauf wände mehrere großartig ausgestattete neue Stücke zur Aufführung. Der er wartete Erfolg blieb jedoch aus. Sie verlor nicht nur ihr ganzes Vermögen, sondern gerieth überdies tief in Schul den. Ihre Juwelen. Möbel u. s. w.. sowie ihre Villa in Maidenhead wur den letzte Woche zur Befriedigung ihrer Gläubiger im Zwangswege verkauft. und nun steht sie vollständig Mittel los da. m tm-m ZuGunftenderBergleute. Springfield, Jll., 9. Juli. Die langwierige Streitfrage in Bezug auf die Löhne von Sprengschießern, welche die BergwerkZinduftrie in Jlli nolö zum Stillstand und 45,000 Mann außer Arbeit gebracht hatten, wurde durch das von den Bergleuten Und Grubenbesitzern ernannte Subcomite zu Gunsten der Ersteren erledigt. Die Löhne werden auf $4 per Tag feftge fetzt und die Gebühren der Expert Sprengschießer, welche nach dem neuen Gesetze als Inspektoren fungiren sollen. müssen zur Hälfte von den Grubende sitzer und den Bergleuten getragen wer den. Zur Beobachtung der Sonnenfinfterniß. Washington, 9. Juli. DaS Flottendepartement hat die Nachrlch erhalten, daß der Transportdampfer Cüfar" mit den astronomischen In ftrumenten für die Expedition, welche die nächste Sonnenfinfterniß in Spa nien und Afrika beobachten soll zu
Gibraltar angekommen ist.
Eine gute Antwort. Ein Mann nach dem Herzen jener
Weltverbesserer, die im Wasserkruge das einzige vJiüm gegen alle Schwachen und Verirrungen der Menseit erblicken und mit denen Hilfe das lenrnum herbeiführen wollen, is ?r Gouverneur Hanly von Jndiana. ie seine Gesinnungsgenossen nicht davor zuruclscheuen, m der Verfolgung Andersdenkender allerlei verächtlich: Spitzeldienste in Anwendung zu bringen, deren ein anständiger Mensch sich schämt, so scheint auch der Herr Couverneur von seinen Unteroeamten zu verlangen, daß sie zur Förderung der guten Sache Spionendienste verrichten. Mit der Art und Weise, wie die Polizeikommissare unserer Nachbarstadt Mlchigan City die Gotter Gambrinus und Alkohol bekämpften, war dc? Beherrscher Jndiana's im hohen Grade unzufrieden .weshalb er von ihnen einen genauen Bericht darübe? verlangte, ob dieWirthschasten am verflossenen Sonntage geöffnet waren. Diese Botschaft hat der Kaufmann Rudolph C. Krüger, einer der drei Polizeikommissäre, dahingehend beantwortet, daß er ein Kaufmann, aber kein Geheimpolizist sei: eine Antwort. welche die sofortige Aufforderung des Gouverneurs, feine Resignation einzureichen, zur Folge hatte. Herr ftriiger hat diesen Wunsch erfüllt und emen schönen Brief dazu geschrieben, der etwa folgendermaßen lautet: Dem Achtb. I. Frank Hanly, Indianapolis. Ihre Depesche, welche meine sofort! ge Resignation verlangt, habe ich erhalten und es gereicht mir zum großen Vergnügen, Ihrer Aufforderung sofort folge zu geben. Zugleich gebe ich der Hoffnung Raum, daß Sie als meinen Nachfolger einen Mann finden mögen, der Ihrem Regierungsplan besser zusagt. Meine Ansicht, daß ich zu einem Amte ernannt wurde, in welchem es mir gestattet war, mein eigenes Denken zu verrichten, war wohl eine irrthümliche. soweit Sie in Betracht kommen, wenn auch Ihre Vorgänge? Matthews und Durbin mir dieses Privilegium gewährten. Indem, ich mem Amt niederlege, wünsche ich Ihnen zu erklären, daß Ihre puritanischen Ideen in Michigan Citv keinen Anklang finden, datz die hiesigen Bürger mit den Leistungen der Volii durchaus zufrieden sind und daß es jedenfalls besser wäre, wenn Sie sich in die Verwaltung ver taor, mz bisher zu keinen Klagen Veranlassung gab, nicht einmischten. Eine strenge und rücksichtslose Durchführung des Spirituosengesetzes wäre für die Stadt ein großer Schaden. Sie haben einigen Unzufriedenen Ihr Ohr geliehen und werden sehen, wohin es führt. Unter solchen Umständen komme ich Ihrem Wunsch mit Freuden und sofort nacy. R. I. Krüger." Wenn dem Gouverneur diese bittere Mehrheit nicht angenehm ist, dann kann r i c .it-lf 1. CQ I TTY V. er litt) Mil VM ungcujtiucn wciuu Seuckleraesellschaft trösten, die im verschwiegenen Kämmerlein das Tränklein V i uo r?. ZZmIIIX. MAmml genieyr, oas jic unuum vnvumm. Gin Nationaldenkmal" für Viktor v. Scheffel. Dem Dichter des Trompeter . von Säckingen" undEtteyard" iji veianiw lick auf der Scklokterra e m elveiberg im Sommer 1891 ein prächtiges monumentales Standbild errichtet worden. Außerdem befinden sich Scheffel-Denkmäler und -Gedenksteine auf der Mettnau bei Radolfzell, im weit der Villa Seehalde, die Scheffel einst bewohnte, ferner in Karlsruhe ' . rw w (errichtet 1892). m 'curzzujcyiag (1895). im Eichenhain Serpentara bei Qlevano Romano (1897) und in Säckingen (errichtet 1901). Wir denken, das konnte genügen, aucy sur oen kolkstkümlichen Sänaer der kernigen Gaudeamus"-Lieder! Aber dieDenkmalssucht unserer Tage verlangt noch . 1 . -WW t I AA mehr. So wird, ver Magv. Ztg. zufolge, die Errichtung eines veuticycn Nationaldenkmals" für Scheffel aeplant. In Karlsruhe und Heidelberg sollen sich zu diesem Zwecke vereiis Komites aebildet baben. Die Kosten des Denkmals, das am Bodensee errichtet werden soll, sind angeblich auf eine Million Mark (!) veranscklaat. Dieser Vlan. schreibt der Hannoversche Courier", fordert einen entschiedenen Proieu yeraus. urgesunde, lebensfreudige Poet lebt mit seinen geist- und humorvollenDichtungen im Herzen der Besten fort. Da bedarf es neben den schon früher ihm gewidmeten eines neuen prunkenden Millionen-Denkmals wahrhaftig nicht. Wenn die Urheber der Idee durchaus eine Million aufbringen wollen, um zum .ehrenden Gedachtmn' Sches. feig zu verwenden, so lien'e sich leicht eine bessere und fruchtbar Verwen dung dafür . finden, als die nutzlose Festlegung w Stein. Wie vie geeyr. ten" Dickter selber über derartiae Hub digungen denken, zeigt das bekannte Gedicht Friedrich Rückerts. der aller dingS trotzdem daö Verbetene gedul dkg hinnehmen mußte. als er Todes halber nicht mehr dagegen Protestiren konnte. In Neckargarra'ch (Würt- . v m't M r.f. V. rn ' temverg) yai em aaergeue oen acker Bullinger.' dessen Frau und ihr . , . W V. 1 zweyayriges nmo ermoiv. Der Dominikaner. -Pater Denifle, Subarchivar am vatikanischen Archiv in viom, t tti München ge storben. 1 ' . .
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