Indiana Tribüne, Volume 28, Number 271, Indianapolis, Marion County, 8 July 1905 — Page 5
(;
Jnbiana Tribüne, 8. Juli IS 3 5
i i1 i i f V i f i ;I 7 K) r ' Mi j X ' I ). t i l'U h s v ?i a - i ;1 j.
oeoHOoo
Äro Drills ir t. : ,)tijjc von ä H. B e a n l i e u c ÖOO4OOO4004O04C0C4c5 Ojfn einer Gesellschaft sprach man i I darüber, daß es mehr sonderbare Verhältnisse im Leben gibt, als man gemeinhin denkt, und daß ia anscheinend Ungewöhnliche vielleicht gar nicht so ungewöhnlich ist, weil eigentlich Jeder etwas (Seit sames" erlebt oder beobachtet. Man gab dies und jenes zum Besten, bis mein Freund, der Hauptmann, das Wort ergriff. Das Seltsamsie, dessen ich mich ent sinnen kann." sagte er, habe ich vor etwa zwölf Jahren erlebt, da ich als junger Leutnant im Westfälischen in Quartier lag. Die Haupteinquartirung lag dem Pächter des großen Gutes ob, nur einen nahm das Schloß auf, und dieses Loos fiel mir zu eins, das .mir niemand neidete, denn meine Muß-Gastfreunde galten für einsiedlerische Sonderlinge, denen der aufgedrungene Gast natürlich eine verdrießliche Gene war. Ich hatte durchaus das unbehagliche Gefühl eines Eindringlings, als ich, schweiß- und staubbedeckt, in mein feudales Quartier einzog. Das WapPen über dem Portal sah stolz abweisend auf mich herab; eine Kirchenkühle wehte mich an in der gothischen Halle und machte mich frösteln, steinerne Ritter dräuten mich schweigend an In den langen Gängen weckte der noch so vorsichtige Schritt meiner Reitstiefel ein unwilliges Echo. In meine Zimmer führte mich ein grauhaariger Diener, einer jener un heimlich korrekten Kammerdiener, wie man sie nur in sehr vornehmen alten Häusern findet, schweigsam, würdevoll, feierlich, geradezu überwältigend für Jemand, der an die kunstlosen Dienste eines Burschen gewöhnt ist. Ebenso überwältigend waren für den durch eine kleine Kommißleutnantswohnung ästhetisch Ausgehungerten die Zimmer mit ihrer schweren altethümlichen Pracht, denen doch nichts fehlte, was der moderne Mensch zu seiner Bequem lichkeit braucht, vom warmen Bad bis zur elektrischen Klingel. Mit etwas Herzklopfen folgte ich dem Korrekten, als er meldete: ,Herr Graf und Frau Gräfin lassen bitten zum Abendessen.' Ich war schon auf ein einsames Mahl gefaßt gewesen, und, offen gestanden, sehnte ich mich nicht nach der Tafel der Sonderlinge. Wie angenehm war ich aber überrascht, als der Graf, das Urbild eineS Feudalherrn, meine Entschuldigungsrede abschneidend, mich mit ritterlicher Gastfreundschaft willkommen hieß. Die Gräfin war eine feine, etwas leidend aussehende Erscheinung, gewissermaßen in eine Wolke von Exklusivität gehüllt, durch die doch die Sonne großer Herzensgüte strahlte. Sie reichte mir die feinste ringbedeckte Marquisenhand und fragte mich, ob Anton auch auch für alles gesorgt hätte, und ob ich mit meinem Zimmer zufrieden sei. .Sonst las en Sie sich eine anderes geben sagte ie liebenswürdig. .Es Ist. viel Platz m Haus viel mehr, als wir drei Menschen benutzen können.' Ehe ich zum Nachsinnen kam, wer der dritte Mensch sei, gingen wir in den Eßsaal. einen dunkelgetäfelten Raum mit Spitzenbogendecke in reichem Schnitzwerk, von dessen Wänden die Gesichter verstorbener Generationen auf uns herabsahen: der Reitngeneral aus der Schwedenzeit, Staatsmänner in Allongeperücken, der Gesandte aus der Revolutionszeit mit dem feinen Lächeln um die genußfrohen Lippen, der englische Legionär. Neben den Männern hingen die entsprechenden weiblichen Porträte. Eins zog meinen Blick immer wieder an eine Dame deZ englischen Rokoko, vor einer ideakn Parklandschaft siehend; eine anmuthige Mädchengestalt mit zarten, gleitenden Schultern, ein bezauberndes Gesichtchen, das zugleich schwärmerisch und schalkhaft unter einem mächtigen Federhut hervorblickte. Ein winziges Hündchen schmiegte sich an ihre Füße. Dem Grafen fiel die oft wiederholte Richtung meiner bewundernden Hlicke auf, denn er sagte lächelnd: ,Gefällt sie Ihnen auch so gut. die Lady Maria Westmoreland? Sie ist meine Urgroßmutter. Gainsborough malte sie so.' ,Sie können sich nach ihr ein Bild von unserem Mariechen macheu,' sagte die Gräfin. ,Die Ähnlichkeit ist sprechend.' ,Nur daß Mariechen auch sehr viel von ihrer Mutter hat zu ihrem Vortheil.' sagte der Graf. Mit einer sie sehr anmuthig kleidenden Befangenheit schüttelte die Gr'afin den Kopf. Unser Mariechen! DaZ also war daö dritte Familienglied, den Worten deö Grafen nach anscheinend die Tochter. Aber wenn sie dem jugendlichen Bild dort glich, hätte sie eher die Enkelin des alten Paares sein können. Wo aber war dieses Mariechen, das doch nach der früheren Aeußerung eine Bewohnerin des Schlosses war? ,Die Komteß ist verreist?' fragte ich vage. Eine nur Sekunden währende, aber uurkwürdiz inhaltschwere Stille er-
folgte.- ? Dann sagte die Gräfin hastig, und es kam mir vor," mit leiser Verlegenheit sie senkte ihre Blicke auf den Teller: ,Ja, sie ist nicht hier.' ; - War 'die Tochter am Ende krank, geistig gestört unglücklich verheirathet oder gar todt? Eines Fremden unbefangene Frage ist zu oft wie ein Stein, der schwarze Vögel aufscheucht aus dunklen Winkein. Ich wagte keine weitere Bemerkung. Am Schluß des auserlesenen kleinen Diners wurde köstliches Obst gereicht, auf einer sonnigen Terrasse des Schloßgartens gereift. Die Gräfin schälte Pfirsiche für ihren Gemahl; es war ein Genuß, zuzusehen, wie die feinen, spitzen Finger die rothsammtne Frucht und das ziselirte Messerchen handhabten. Mit einem zärtlichen Dankesblick nahm er sie in Empfang. Schon vom ersten Augenblick an, da ich die beiden Leute zusammengesehen, hatte ich das Gefühl gehabt, ein in vollkommener Harmonie lebendes Paar vor mir zu haben. Es war, als ob unsichtbare Fäden von einem zum anderen gingen. Und obgleich der Graf lebhafter und intellektueller war als die Gräfin, hatten beide etwas Aehnlichkeit miteinander, jene Aehnlichkeit, die ein lang:s harmonisches Zusammenleben erzeugt und Ehepaare kinderlose zumal fast wie alte Geschwister erscheinen läßt. Aber dieses war ja nicht kinderlos, überlegte ich. als ich zu Bett ging, mit den Eindrücken des Abends beschäftigt. .Unser Mariechen' war noch zwei oder -dreimal im Gespräch angeführt worden, und zwar wie eine lebende und sehr wichtige Persönlichkeit. Sie mußte doch ein Abkömmling des alten Paares sein, sei es Tochter oder Enkelin. Doch wo war sie? Warum wurde die Gräfin verlegen, als sie sagte: ,Sie ist nicht hier.' Um mich allzutief mit der Frage zu beschäftigen, war ich zu müde. Aber die Gestalt des geheimnißvollen Mariechen, geformt nach dem Bild der liebreizenden Lady, schwebte sehr angenehm vor meiner Phantasie, als ich in dem safrangelben, mit Silbersransen gezierten Himmelbett den gesunden Schlaf der Jugend nahen fühlte. .Der andere Tag brachte' anstrenaenden Dienst, und alle Gedanken an oas feine, alte Paar und das Mariecken entschwanden in Staub und Hitze eines scharfen Patrouillenrittes. - Gegen sechs kehrte ich in mein Quartier zurück. Wieder führte mich der würdevolle Kammerdiener. Ein Bad war mir bereitet, eine zierliche Theemahlzeit stand als vorläufiger Imbiß in meinem Zimmer. Da ich etwaS vor der Essenszeit fertig war, trat ich auf' den steinernen Balkon hinaus und sah auf die dunklen Baummassen des Parks, zwischen denen hellere Rasenflächen sich freundlich öffneten. Unten unter hohen Linden wandelten meine Wirthe; er schon im schwarzen Abendanzug, sie im grauen Seidenkleid, das sie zierlich gerafft hielt, während die ander Hand leicht auf dem Arm des Gemahls ruhte. Er pflückte ihr eine La France-Rose, die sie sich ansteckte, dann entschwanden sie, langsam wandelnd in einer All hoher Linden, die auf das Mausoleum zuführte. Ich weiß nicht, warum manche ganz ruhigen Momente uns einen so tiefen Eindruck machen, uns bedeutungsvoller scheinen als andere. Es hatte für mich etwas wundersam Ergreifendes, wie diese beiden im Herbstabendlicht dahlnschritten, Hand in Hand, ibrem künftigen Ruheplatz zu. Der steinerne Balkon führte an mehreren Zimmern hin. Ich ging ihn entlang. Hell schien die Abendsonne in geöffnete Fenster; ich konnte dem wohl nicht ganz würdigen Trieb nicht widerstehen, hineinzulugen. Da sah ich und meine Augen müssen groß geworden sein vor Erstaunen eine wundervoll geschnitzte und vergoldete Kinderwiege mit vergilbten Spitzenvorhängen, offenbar ein altes Familienstück. Daneben Verhältnißmäßig moderne Möbel einen weißen Kinderwagen mit hellblauem Ausputz, einen großen Tisch, aus dem Stöße von kleinen Wäschegegenständen lagen, bequeme, niedrige Stühle, und waö sonst in den ersten Wohnraum eines jungen Menschenkindes gehört. Konfuse Ideen schössen durch meinen Kopf. Lebten noch mehr Menschen im Schloß, deren Existenz man verheimlichte? Hing die Verlegenheit der Gräfin bei meiner Frage nach der Komteß mit diesem Kinderzimmer irgendwie zusammen? Aber schnell, wie sie gekommen, verwarf ich die Idee.
Obwohl es wie zumaugenbllckltchen Bewohnen eingerichtet war, lag über dem Zimmer ein melancholischer Hauch von Verödung und Vergilbtheit. Wenn es je benutzt war. mußte es lange her fein. Und wenn irgend etwas Kompromittirendes sich an die Gestalt Mariechens knüpfte, würden die Eltern sie doch nicht freiwmlg so oft erwähnen. Zudem dieses Haus durchwehte eine solche Atmosphäre von Vornehmheit und Remheit, daß irgend ein sch:mpsliches Geheimniß hier zu argwöhnen, mir selbst wie ein Verbrechen erschien. Ich ging leise weiter bis zu dem nächsten Fenster. Hier, war ein Zimmer, mit allem ausgestattet, was emem jungen Mädchen gefallen konnte. Zartgeblümte Tapete, helle, leichte Möbel, ein Schrnbtisch mit zierlichem Silbergeräth, dicht
am Fenster ein Nähtisch mit allerhand Utensilien. darauf und einer Malmaisonrose in feinem Kelchglas. Ich stand mit angehaltenem Athem. Wieder dunkelte das Räthsel mich an. Wo war sie, für die man dieses Zimmer eingerichtet? Sie mußte doch irgendwo in der Nähe sein, sie wurde täglich, stündlich erwartet, das zeigte die frische Rose an. Warum denn hielten die Eltern mit der Auskunft zurück. da sie doch so viel sprachen von dem Mariechen wie von einer Gegenwärtigen? Leise ging ich in mein Zimmer zurück. Beinah hätte ich Anton gefragt, der eben kam, mich zu Tisch zu rufen, aber eine Scheu hielt mich zurück. Und Anton war gar zu exklusiv. Ich wurde wieder freundlich, sogar gütig bewillkommnet, und wieder wurde ich von der Ancien-regime"-Atmosphäre des alten Paares ganz bezaubert. Es kam die Rede auf allerlei Sport. Die Gräfin schwärmte vom Reifspiel aber ,die Reifen müßten mit grünem oder rothem Sammt und Silberborten umwunden sein,' der Graf ließ auch Krocket gelten als ein wohlgesetztes Spiel, bei dem man sowohl Kraft wie Geschicklichkeit entfalten konnte, und das sich für junge als auch für ältere Leute eignete. Tennis fanden sie beide schrecklich, .ein unschöner, gewaltsamer Sport, der ungraziöse Gliederverrenkungen erfordere.' Ein Dämon trieb mich, zu sagen: ,Aber die Komteß spielt doch auch gewiß Tennis und radelt ' ,Nein, und ich würde es ihr auch nie erlauben,' sagte der Graf beinah heftig. ,Aber die Komteß ist wohl Reiterin?' fragte ich. .Eine vorzügliche. Haben Sie sich nicht .Lady' angesehen, ihre kleine, schöne Fuchsstute?' Ja. Ich hatte die Fuchsstute mit Bewunderung gesehen. Sie kam mir reichlich wild vor für ein Damenpferd. Mariechen kann jedes Pferd reiten. Das liegt im Blut,' sagte der Graf. ,Das heißt in Deinem Blut." verbesserte die Gräfin. .Ich würde vergehen vor Angst, und ich habe auch nicht die Hände : dazu.' " Sie sah aus ihre zarten, etwas languissanten Hände nieder. ,Aber Deine Ahnen haben geritten, meine Liebe.' ,Ja, natürlich,' sagte die, Gräfin etwas zerstreut. ,Was sollten sie anders machen? Auf einen . Augenblick, ich gehe die Fenster schließen.' . Am Abend vorher war sie mit der gleichen Bemerkung auf zehn Minuten fortgegangen. Ich hatte lächelnd gedacht: also doch eine kleine Wunderlichkeit. Denn warum beauftragte die
verwohnte Frau, deren Hände sonst nichts anfaßten, nicht einen ihrer Diener damit? Heute wußte ich, welche Fenster sie schloß, und fühtte mich schuldig wegen meiner Indiskretion. Ich hatte das Gefühl, in ein sehr zartes Geheimniß hineingeblickt zu haben. In dem Gobelinzimmer, wo wir Kaffee tranken, erregte ein offenbar neuer Steinwayflügel mein Interesse. .Wir haben ihn für Mariechen angeschafft,' sagte der Graf. Und die Gräfin rief; .Sie spielen!' Sie klatschte wie ein Kind in die Hände. ,Der Graf und ich lieben die Musik so sehr.' n .Ja die vor-wagn'ersche,' sagte der Graf. Ich setzte mich ohne Widerstreben und spielte Weber und Mendelssohn, was ich wußte. Zuletzt aber ,Am stillen Herd., .O. das ist schön! Das ist Musik.' sagte der Graf. .Oft ist das moderne Klavierspiel nur Handgelenkgymnastik. Mariechens Spiel ist auch kein Tastenklopfen ,Jst die Komteß in Pension?' fragte ich. gewaltsam den mystischen Kreis durchbrechend. - .Nein sagte die Gräfin gedehnt. 'Sie ist ja schon zweiundzwanzig Jahre alt. Immerhin eine junge Tochter für uns alte Leute. Wir haben spät geheirathet. Vielleicht zu spät' .Nein, gerade zur rechten Zeit,' sagte er warm. Als ich am nächsten Tag gegen einen Kameraden die abwesende Komteß erwähnte, sagte er: ,Nein. da müssen Sie sich irren. Der Graf hat keine Kinder. Ich weiß es genau, weil ich den Agnaten sehr gut kenne.' .Aber sie sprachen doch von einer Tochter,' beharrte ich. ,Dann haben sie vielleicht ein Kind gehabt, das jung gestorben ist. Ich habe aber davon nie gehört.' Die holde Gestalt des Mariechen, die meine Phantasie schon ganz plastisch herausgearbeitet hatte ja. um die ich schon jugendlich verliebte Träume gespönnen sie sank wieder in geheimnißvolles Dunkel zurück. War sie todt? Sollten die Eltern nur aus zärtlicher Pietät, aus Scheu, den Verlust zu nennen, von ihr immer noch sprechen wie von einer Lebenden, ja sich gar selbst in die Illusion hineingesponnen haben, daß sie nur abwesend sei und jeden Augenblick wiederkommen könne? , ., ES war ' kaum faßlich, hier im Freien, im nüchternen Gelände. Aber m den hohen Sälen und hallenden Gängen deö Schlosses mochte wohl manches möglich sein. Den letzten Abend konnte ich nicht anders, ich mußte den würdevollen An-
ton fragen: ,Bitte, sagen Sie die Komteß ist wohl jung gestorben?' Der Alte schwieg einen Augenblick. Durch seine beherrschten Dienerzllge sah man doch den inneren Kampf. Endlich sagte er leise, wie nach schwerem Kampf: .Herr Leutnant werden es ja doch erfahren es hat niemals eine Komteß gegeben.' Ich glaubte, der Schlag sollte mich rühren bor Ueberraschung. Der Alte sah mich nicht an. Offenbar war ihm die Sache tief peinlich. Frau Gräfin hatte einmal Hoffnung auf ein Kind, aber- es kam todt zur Welt. Anfangs war es, als hätte ihr Geist gelitten. Da ist der Herr Graf wohl, um sie zu trösten, auf ihre Wahnidee eingegangen, daß das Kind lebte-. Und dann ist es nach und nach so geworden, wie es jetzt ist. Wir alle wissen es und sagen nie ein Wort. Und manchmal glauben wir es selbst. Zu Weihnachten verschreibt die Gräfin viele schöne Sachen, früher war es Spielzeug, jetzt sind es Bücher und so was, und das kommt alles in's Komtessenzimmer. Der Herr Leutnant werden es vielleicht selsam finden' zum erstenmal sah der Alte mich mit einem scheuen Blick an. .Nein. Es ist vielleicht ganz begreiflich, und es ist gut so.' ' ; .Ja. Es ist gut so.' sagte der Alte. Sehen Sie das ist das seltsamste Erlebniß meines Lebens." schloß der Hauptmann, obwohl es vielleicht gar kein Erlebniß ist. Und doch, wenn Sie daö Schloß sehen könnten hinter seinem dunklen Graben, das feine alte Paar mit dem Duft von Exklusivität um sich und von alter Zeit ja, wenn ich's Ihnen nur malen könnte! dann würden Sie's vielleicht nicht so verrückt gefunden haben, wie Ihre Mienen, mir jetzt sagen. Und. wer weiß, vielleicht gibt es noch viel seltsamere Dinge wir wissen's nur nicht immer." Nein wir Wissen's nicht immer. Tcr entrüstete Schiller.. Nach der Feier von Schillers hundertstem Geburtstage im Gymnasium zu Zwickau, Sachsen, im Jahre 1859 war die Büste Schillers spurlos verschwunden; dafür fand man aber auf dem leeren Postamente einen Zettel mit den Worten: Ueber die in allerhand Sprachen gehaltenen Reden bin ich ganz weg. Friedrich v. Schiller." Anfang der 70er Jahre wurde dann die Büste hoch oben auf einem .Dachbalken gefunden; ein unbekannt gebliebener Gymnasiast hatte sich einen Spaß erlaubt und sie dorthin versteckt. yrn Standesamt. Taxameter: Icke will mein Neigeborenet anmelden!" S t a n -
desbeamter (den Fall reglstr:rend): Also beute haben wir den Ä-2 a j a m e t e r : Nu nee. Herr Standesbeamter, erlooben Se mal, et is man erst der Elfte, und zwee davon sind ooch schon dod!" ; Der Gpernentnnstast. ! Meyer benutzt die billigen Opernvorstellungen und geht zu Siegfried." Er schläft dabei ein und nickt auch noch im Zwischenakt, bis das Klingelzeichen ertönt. Da fährt er auf und ruft laut in's. Parkett hinein: Hier Gebrüder Meyer & Co., Strumpffabrik wer dort?" Segreifttrh. Frau (den Jungen in die Lehre aebend, zum Meister): Wissen S', Herr, er begreift a bißle langsam, aber was er begreift, das begreift er arg." Vorbeugung. Görgl, wegen seiner Grobheit bekannt, will einen ihm verhaßten Viehhändler anielephoniren. Wastl," sagt er zu seinem Knecht, mach' 's Thürl zu. sonst mußt D' an' Zeug'n mach'n!" Fideles Gefängniß. In dem . Prozesse gegen einen gewissen Henry McCormack, welcher sich auf die Anklage, aus dem Gefängniß von Middlesbury, Vt., ausgebrochen . zu sein, -zu verantworten hatte, wurde durch Zeugenaussagen die 'Thatsache enthüllt, daß ein I. W. Ketcham, ein Gefangener, welcher wegen seiner Antheilnahme an den den Ruin der Farmers Nationalbank vonVergennes herbeiführenden Schwindeleien zu sieben Jahren Gefängniß verurtheilt worden war, in der gmannten Anstalt die Vergünstigung gewährt worden war, als Unterschließer zu fungiren. daß er als solcber die Gefängnißschlüssel benützen ourfte, und daß ihm sogar der sonst in derartigen Anstalten ungebräuchliche Luxus eines Kammerdieners eingeräumt worden war. McCormack verantwortete sich einfach dahin, daß er nicht auö dem Gefängnisse ausgebrochen sei, fondern daß er die Thüre offen gefunden und einfach hinausgegangen sei.
Mö)
WsSNbMW
vandalia Abgang St. LouiS Spcl., tägl .'. 1 50Brn St LouiS Lirs täglich s d & b 6 59 Capital Expreß tägl d.... 7 003m St LouiS Ac tägl 7 2653m Ch St L Erpreß täglich äs. 12 S0Nm St Loui, Expreß tägl 3 15N THK Sjsingham Aee tägl 4 00 Nm St L Fast Mail taglich.. .. 8 SöN VincenneS Kairo & Bitte Sxpr täglich 7 20Vm VincenneS Expreß tägl... 5 60m Spencer k Sedford Ae. tägl. 4 45Nm tfV - . h Ct 1 w nincennes Accom,nur srgs...ö 36Nm
Lleoeland, Cincinnatt, Chicago & Si. Sems RattVa?. Sleveland Didifies.
Abgang American Expreß täglich.... 4 20Vm N S & 8 Lim täglich sä... 7 80Vm Cledland Accom ...10 4533m Anderfon Exp 11 3oBrn NSKB Lim, tägl ä s... 2 4531m Winona Flyer, p ..... 3 10Nm gt Wayne & Clkh Exp tägl 5 59Nm nickerdocktt Sp tägl & fc . . 8 559irn Toledo k Detroit Exp tägl. 8 30Nm ÖL Louis Ein, Sndps & Bt L Exp tgl s 12 0533m New Sork Ltd tägl s. ...... 12 20Vm St LouiS Accom.. 7 16Vrn SouHweftern Lim tgl ä . . .11 05Vrn St LouiS Expreß tägl ä s..11 45Vm St. LouiS Ltd tägl äs 3 15Nrn Tene Haute & Mat'n Aee 5 OSNrn American Expreß tägl. ..... 7 05Nrn Cineinnati Ein & LouS Nachtexpreß tgl , 8 46vrn St LonS & Sin Rachtexp tg 4 30Brn Eweinnati Exp täg 7 30vm Cincinnati Flyer tägl p...". 1 OONm Cincinnati Lim tägl p . 2 6531m SouiSville Sxpreß . . . . . .... 2 65Nm Cin.innati Accom ..... 4 OONm Tine & Wash F L tg ä ä: p 6 20Nm Chicago Chicago Rachtexpreß t2gl..12 l5Brn ankakee Accom ...... 7 OOVm Chicago Fast Expreß tgl d p 11 50Vm White City Special tägl dp 3 20N Lagahette Accom 5 26Rm Michigan Benton Harbor Szvreß ..... 7 Michigan Mail Expreß p.11 Winona Flyer p 3 Slkhart Aee täglich .... 6 y e ria yeoria Expreß täglich 12 Peoria Expreß öe Mail.. 7 Wefier Expreß tiglich p äll Charnpaign Accom . ..... 4 Peoria ColurnbuS Erpreß tägl.. 6 OOSrn Ohio Special tägl ..... 2 5vNm Lynn Aceorn. . . 6 löNm
ptttsdnrgy, Cincinnati, Chicago & St. lonis R'f. Indianapolis Division. Abgang 'Anknnfi PittSburg Special, tägl s .. 3 40Vm St LouiS Spezial tägl...... löV ColurnbuS Aeeom tägl... 7 30Vrn St LouiS Lim täglich g ä d.. 6 55? New Sork Expreß tög s ä... 8 10Vm Capital Expreß täglich sä.. . 7 03V Kehftone Expreß tägl ä k b. 3 0551m Chic k et L Expreß tgl d 8.12 lOSfca AtlantieExpreß täglich ... 5 OONm Indianapolis Accom . . . . 32 4)R S Lim täglich d 7 105tm St LouiS Exp? tägl ä k . . 3 05? PittSbura Expreß, tägl sä.. 7 20N Nimmt keine Passagiere tgl- 8 3055 Indianapolis Acc, täg 11 löNm Chicago Divificn. Chicago Special, tglpd .. 113533m Southern Sxpr täglich 3 15V öon k Ehi g Sxpr täglich 1 11 50Nrn Chic k Lou Txpr täglich p b 8 405Z SouiSville Division.
Southern Expreß tägl s.. .. 8 35Vm PMS k 2on F 8 tägl s.... 7 OOVrn Mad Aee nur Sonnt 7 3055m Loniöv & Madison Aeeo.. 8 0693m Chicago ckLougö täglich p d 8 55Nm Madison Aceom tagl.. S 55Nm SouiSville Aeeom tägl 7 OOfltn Madison Accom, nur StgS...7 00Vm
Cmcinnatt, Hamilton & Danton R. R. Cincinnati Division.
Abgang Cineinnstt Veft täglich . 4 VOVm gafi Mail täglich 8 05V Eine, Toledo, Det Exp p. . .10 40Vrn Eineinnati k Det Sxpr 3 O)Vm Sin k Dayton Lim tägl dp 5 OORm Cin k Detroit Expreß täglich 7 (Otfrn Springsiel Mgang , 7 OvVA . 8 OOVm 11 5193m , 8 3) 7 0)??m 11 10 Xm Deeatur Aceom, nur'.Sonnt. Decatur Mail Expreß..., Chic & Spring s Exp täz p . Tuscola Accornrn Decatur Accom, nur Sonnt. Cine Springf s tagt. .
kake Lrie & UOtfexn R. R. Abgang Ankunft Mail und Expreß . . ......7 1 5Vrn Indianapolis Expreß . . ...10 15V X Det k M d 8s täglich 1Z 3031m Mail k Expreß 3 20N Chicago Expreß 6 5?N Toledo Expreß 9 4031 Chicago, Indianapolis & kouisville Ry. (Monon Ronte.) Abgang Anknnft Chie Mght Expreß tägl ...1Z 55V Cincinnati Veft tägl s...... 3 55V gaft Mail täglich 7 OOVm gaS Mail täglich . .. 7 50V Chi Expreß, nur Ssnapä..ll 50Vrn L?onon Ace,tägl auögGsnu,10 00V Chi k Mich Citv Veft dp.. 3 85A Cincinnati Veft täglich ä p, 4 52N Monon Aee,..... 4 00N !7Via C.H. S: D. 8., (Weft) nnh Noachdalc Chieago Expreß p .11 503 Cincinnati . Expreß ? . . . Z 453
8 MtsXt deit. F.Pul C&r.
5 ÄtzMlWN.
kine. . Ankunft PittSburg Spcl, täglich s..Z 3)Bm Nev Sork Expreß täglich 8 ä 6 50 Im Schneller Mail täglich."... 8 00LA Terre Haute Efttng Ace täg 10 Z5L Kehstoae Expreß täglich äs. 2 60 Atlantic Expreß täglich.. 4 The NS Limited tägl idb 6 46m PittSb Exp, tSgl s ä".... 6 56a Division. Spencers Bedferd Ae, tägl. 9 46Vu VincenneS Expreß täglich 10 302 Kairo Expreb täglichS 15! m . W w Bmcennes Accom, nur StgS..9 35Nm Ankuujt New sork Ltd tägl ä 12 10V Detroit & Toledo Exp tägl s 7 5bNrn gort Wayne & Elk Exp tägl 10 3ZVa Southweftern Ltd tgl äs.. ..11 26V Anderfon Expreß p 2 45Nrn St Louis Ltd tgl ä s 3 OOSira Winona Flh r, p 6 lONm American Expreß täglich.... 6 45Nu. B H & Union City Aceorn. . . 3 l5?Zm Division. American Expreß tgl 4 St L, Ein K Col N Exp tgl äs 4 St. Louis Expreß tägl s.... 7 Mat'n d T Haute Aee 10 R S d Boston Lim täglä. 2 St LouiS 2lccom.. ........ 5 Washington Eip, tägl pä8. 6 Knickerbocker Sp tägl id.... 6 0093m 2053m 15V 36L 49N 35 05Nm 455tm Division. CineinnatiAee ...10 30V Cinc u St L Ltd tag. 10 5553m Chic & St Expreß tgäkrzg 11 85V LouS St Chicago Expreßll 35& White City Spezial tägl p.. 3 055? Indianapolis Acc, ausg.Stgs 6 40N Eine & LouiSd Najtekp tgl 11 50Ä Eine Sndö St L Ex tg s ..lx OOMt Division. Eine Nachtexpreß, tägl 3 8Svu Kankakee Aeeom .....10 ZOv Cine FaS Expreß tägl pd S 405k La Fsyette Aceom 5 OORn Cine & Wafh F L., tägl p 6 05Ku Division.
30Bm Elkhart Expreß tägl. ..... 8SVm Benton Harbor Expreß p .. . lONm Winona Flyer p 50Nrn Michigan Expieß . . Division westlich l5Vrn ColurnbuS & ine Exp tgl 2övrn Charnpaign Accom 5SB N S & Ohis Speeial lONm Peoria Expreß täglich p & Division öftlich.
10 3)23 2 458? ..6 lONrn 8 155? 8 80v .10 35VU . 2 25m ä S08NU Lynn Accom -......10 OOVra CslubuS Expreß tägl 11 3023 ColumbuS Expreß tägl ..-.12 OOMß LouiSv k Madlson Aee tägl 10 103? Chic 8 L tägl pb 11 302 SouiSville u. Madison Aee.. 5 405fo LouiSv & PittSb F 3 täglich , 6 352? Madison Äeeornrn Sonntags 9 1553 Lou & EhiF Expr. täglich 11.35 Hj Vukns Cincinnati Vestibüle täglich , 12 45 Fäft Mail täglich 6 35V Eine & Chic Exp täglich p.11 4533 Eiueinnati Beü täglich ä p 3 25Rm Eine k Inds ls Aceorn p.. 7 24m Cine Spgsild k Dec Sxtg 8 10 455a d Division. Ankunft Cin & Springf Expr tgl s. . 3 45vs Tuscola Accomrn ...... ... 10 3523m Decatur Accom, nur Sonnt. 11 5 33m Cinc ä: Springsield Expp.. 2 5(.Nm Decatur Matt & Expreß . . . 4 SöNm Decatur Accom, nur Sonnt. 11 30Nrn 0.-Ch!r Cit . B Baftt u. DDiaiaf Cm
r -lt.-
O
