Indiana Tribüne, Volume 28, Number 270, Indianapolis, Marion County, 7 July 1905 — Page 4
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Indiana Tribüne. Haulgtgebn von bet tbg ff. . Indianapolis, Ind.
ganz O. Thudium Präsident. VeschäftSloeal: Slo, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE S6S. fa-nUred t tbe Pott Office ot Indianapolis a iccond das matter. Die Marokko-ffrage und der Krieg im Osten. Alle Wett hat dem .Präsidenten Noo. sevelt Komplimente darüber gemacht, daß er durch seine geschickte Aktion die Herstellung des Friedens zwischen Ruß. land und Japan angebahnt habe. Die New Yorker Sun" versucht, den Präsi denten dieses Ruhmes zu entkleiden, indem sie einen ganz anderen Grund für die Geneigtheit Rußlands zum Friedenschluffe anführt. Danach habe die Marokkofrage den Anlaß zu den Friedens - Verhandlungen gegeben. Deutschland habe nümlich seine Trup. pen an der französischen Grenze der mehrt, und als Frankreich dasselbe ge than habe, sei von deutscher Seite ein Ultimatumlan Frankreich gerichtet wor den. Angsterfüllt habe nun der Präst. dent der französischen Republik einen Brief an den russischen Kaiser gesandt und ihn darin um die schleunige Her ftellung des Friedens in Ostasien gebe ten, damit dieRussen Frankreich bei stehen könnten, wenn eZ von Deutsch land überfallen würde. Alle diese Behauptungen find von Anfang bis zu Ende erlogen. Weder hat Deutschland ein Ultimatum nach Frankreich gerichtet, noch hat Rouvier einen flehenden Brief an den russischen Kaiser geschrieben, noch sind die deut schen Truppen an der französischen Grenze auch nur um einen Mann ver. stärkt worden. Zu dieser letzten Behauptung hat vielleicht die Mittheilung von dem TruppenauZtausche zwischen reichZlän. dischen Garnisonen und solchen im In neren deZ Landes Anlaß gegeben. Erstens aber (hat dieser Austausch noch nicht stattgefunden und zweiten? wird dadurch die Truppenstärke in Elsaß. Lothringen auch nicht im Geringsten verändertwerden. So hat also die marokkanische Angelegenheit mit der Frag: deS Friedens fchlusseS in Oftafien nichts zu thun. Selbstverständlich stand hinter dem Vorgehen Deutschlands in Marokko die deutsche Macht und stlbftverftändsich waren der Kaiser und sein Kanzler ent schloffen, von dieser Macht Gebrauch zu ' machen, wenn- eZder französischen Dk PlomMellisliebt hätte, Deutschland Witerhin als eine Macht zweiten oder VI Ä l u .a Dritten angeZ veyanoem und brüsttren zu wollen. Die Sun" hat aber keine richtige Vorstellung von der Ge waltigkeit der deutschen Wehrmacht, wenn sie glaubt, etwaige kriegerische Absichten Deutschlands müßten durch Truppenanhäufungen an der französi schen Grenzelallmählich vorbereitet wer. den. Deutschland kann binnen weni gen Tagen 'an der französischen Grenze zwei Millionen geübter Soldaten auf. stellen und dabei noch genügend Trup. pen sowohl zur Deckung gegen andere Feinde, wie zum Nachschub im Lande behalten. In Frankreich kennt man mit Ausnahme des Herrn Delcasse der diese Thatsache ignorirte die Schlag sertigkeit Deutschlands viel zu genau, als daß Deutschland einer so tzandgreif lichen Drohung wie der Anhäufung von Truppen an der Grenze erst be dürste. Und da der überwiegende Theil der Franzosen auch die Gefähr lichkeit eines Krieges mit Deutschland wohl einzuschätzen weiß, so ist auf eine Verständigung in der MarokkoFrage zu rechnen, ja eZ ist wohl möglich, daß Frankreich und'.Deutschland nach dieser Verständigung in besserem Verhältnisse zu einander leben werden, als vor dem Zwischenfall. Die MarokkoAngelegen. heit Hütte also Rußland in seinen ost asiatischen Angelegenheiten in keiner Weise zu genlren brauchen, und wenn eS jetzt den Krieg beendigen will, so wird es wohl ganz andere Gründe da für haben. Dieselbe Legislatur, die schon seit Jahren Gesetze macht, um anständige Leute zu drangsaliren, hat sich erst in der letzten Sitzung dazu ermannt, ein einigermaßen vemünftigeö Bankgesetz zurecht zu stoppeln. Diesmal ist's ' nicht faul im Staate Dänemark, sondern in Schwe den.
Das nächste was Hanly im Sinne hat, wird wohl 'die Schließung der Handelsbörsen sein. Der flnistj yotemkin" wird so eine Art Fliegender Holländer" in der russischen VolkLsage werden. Nun die bösen Buchmacher ver jagt sind, haben die Privatbankiers das Monopol zum Ausplündern. FZ ist ein wahres Gluck, daß Indianapolis sich das Recht vorbehal. ten hat, seine Polizei'Eommissäre selbst zu ernennen. Die russische Krone wackelt zur Zeit so bedenklich, daß sie jeden Augen blick fallen kann. Sie ist sich jeden falls nur noch nicht klar, nach welcher Seite sie fallen soll. Die Depositoren der verkrachten Commercial Bank in Hagerstown, Ind., hätten vernünftiger gehandelt, wenn sie ihre Ersparnisse den Buch machern anvertraut hätten. Jedenfalls scheinen letztere auf höherem moralischem Plan zu stehen als die Privat. bankierS von Jndiana.
Unser Gouverneur wird nun jeden falls die Freundschaft der Pferdezüchter und das ist wohl jeder größere Farmer im Staate, durch die Verbohrtheit, mit welcher er die Pferderennen unmöglich gemacht hat, eingebüßt haben. Die kurzsichtige Drangfalirung der Ge schäftöleitungen dn Rennplätze konnte auch nur von einem Manne, der nicht weiter wie bis zu seiner Nasenspitze sehen kann, kurz einem Fanatiker aus gehen. Oder fürchtete der gute Mann vielleicht, daß nicht genug Geld zum deponiren in den Privatbanken übrig bleibe, wenn man auf Pferderennen wetten darf? Allmählich gewinnt die Ansicht Boden, daß Herr Wallace feine Stel lung als Chef.Jngenieur des Panama CanalS nicht nur deshalb niederlegte, weil er einen besser dotirten Posten in Aussicht hatte, sondern daß er den Canalbau durch Panama als verfehlt erachtete und er seinen Ruf alS Fachmann nicht zu hazardiren wünschte. Ein früheres Mitglied der Zwischenstaatlichen Handels Commif sion erklärt, daß wenn alles glatt ginge, der Canal den bisherigen Fort schritten nach zu urtheilen,- vielleicht in 110 Jahren fertig sein würde. Er be hauptet, besonders emphatisch, daß der Culebra.Durchftich gänzlich verfehlt sei. Er meint, daß, wenn man an einem Theile derselben arbeite, der andere schon wieder mit Unkraut bewachsen sei. Wie dem auch immer sei, so kann nicht geleugnet werden, daß der Durchstich bei Nikaragua bedeutend sicheres End. ergebniß versprach. Spinne mit Taucherglocke. Die Wasserspinne könnte man mit Fug und Recht auch die Spinne mit der Taucherglocke nennen, die sie ebenso sachversiä'.idig wie den von den Men schen konstruirten Taucherapparat herstsllt. Tie Spinne taucht hierbei tn das Waffer des Weihers oder Teiches und sucht längs des Schilfrohres eine geeignete Stelle für ihr Heim. Sobald sie einen passenden Platz gefunden hat, sorgt sie zuerst für die Verankerung, indem sie starke Fäden nach allen Seiten spinnt und am Schilfrohr befestigt. Im Centrum dieser Fäden spinnt sie ein dichtes Gewebe in der Form eines Fingerhutes von nicht ganz natürlicher Größe. Das Wasser in dieser Glocke wird durch die Luft verdrängt, welche die Spinne in ihrem Körper aufbewahrt hat. Wenn sie im Hause sitzt, hat sie jederzeit den Kopf nach abwärts gerichtet. In diesem ruhigen behag lichen Gemache verbringt sie auch den Winter, und erst wenn die warmen Tage des Frühlings kommen, begibt sie sich an die Oberfläche des Wassers und lauert dort Fliegen und anderen kleinen Insekten auf. Die Küche des österreichischen Kaisers kostet etwa $250 per Tag, in welche Summe indeß die Eztra-Aus-gaben für Hofbankette und dergleichen nicht miteingeschlossen sind. Einen Witz auf Kosten sei ner Gattin machte unlängst Vicepräsident Fairbanks in Peoria, Jll. Als ihm und seinem Gattin dort ein Ehrenmahl gegeben wurde, erhoben sich auch freundliche Rufe nach Frau Fairbanks, die als eine schlagfertige Rednerin bekannt ist. Sie leistete jedoch der Aufforderung keine Folge, und ihr Gatte, welcher sich darauf erhob, um einige Worte zu sprechen, bemerkte scherzend: Zu Hause und außerhalb desselben spricht sie immer, und ich kann wirklich ihre heutige Schweigsamkeit nicht begreifen e3 sei denn, daß sie Angst hat, wir könnten den Zug versäumen und sie deshalb nicht zu sprechen anfangen will."
GrundeigenthumS Übertragungen.-
Johanna F. Berner an William C. Davis, Lot 7, Elliott'S Sud., Outlot 156, 30 bei 120 Fuß, südwestliche Ecke Blake und Michigan Str., 83,300. College HeightS Realty Company an Charles D. Marley, Lots 27, 23, 29, Block 1 und LotS 8, 9, 10, Block 2, Schosield u. A. Addition, 41.11 bei 140 Fuß, östliche Seite Columbia Ave., nördlich von 25. Str. und West liche Seite von Martindale Avenue, nördlich von 27. Str., $3,850. John P. Martindrle an Mortha Martindale, Theil Section 21, Tp. 16, Range 2, 40 Acres, Wayne Township, S2,000. Mary E. JoneS an Fred L. Gem mer, Theil Lot 67, Bruce Place Add.. 60 bei 177 Fuß, westliche Seite Broad way, südlich von 22. Str.. $4,800. John D. Albertson an W. Y. Mc Nutt, LotS 9 und 10, Spann'S :c. Shelby Str. . Addition, 70 bei 143 Fuß, verbessert, Oftseite von Shelby Straße, südlich von Deane Straße, $2400. W. Y. McNutt an John D. Albert, son, dasselbe, $2400. ' Catherine Garnett an Joseph Haas, Lot 27, Wiley'S Subdiviston, Theil von Outlot 153, 31 bei 131 Fuß, der bessert. Nordfeite von Cotton Str., westlich von Locke Str., $1000. Joseph E. Lybrand an die Marion Trust Co., Bevollmächtigte, Lot 184, Allen & Root'Z Noth Addition, 40 bei 156 Fuß, verbessert, Ostseite von New Jersey Str., nördlich von 17. Straße, und Lot 36, Parker'ö Subdiviston, Theil von Oak HM, 40 bei 135.5 Fuß, vacant, Oftseite von Carollne Str., südlich von 2ö. Straße, S6000. Catherine L. Miller an Horace Mc Kay. Lot 2, Davidson'S 2. Add., 85 bei 113 Fuß, vacant, westliche Seite der Dorman Str., nördlich' von Mich! gan Str. $600. Anna C. McKee an William H. Kremer, Theil von LotS 1 und 2, Brown & Morrison'S Subdiviston, Außenlot 35, 43 bei 83 Fuß, verbes. sert, nördliche Seite der Walnut Str., westlich von Meridian Str. 85.250. Willoughby G. Walling an William Lawrence, Lot 20, Allen u. A. Nord Woodlawn Add.. 30 bei 120 Fuß. der bessert, nördliche Seite der English Ave., östlich von Spruce Str. $1,500. Margaret R. Snow an Maria H. AyreZ, Theil von Lot 2, Sq. 63, süd. liche Seite von Washington Str.. West, lich von Meridian. S37.500. Margaret B. Snow u. A. an den selben, dieselbe. $87,500. Frank C. JZke und A. an Henry Arnholter, Sr., Lot 14, Picken & CooperS Subd.. Theil der südöstlichen Add., westliche Seite von Evison Str. nördlich von Orange. $3500. JameZ 23. Christian an Jacob Ar. nold, Tdeil von Lot 4, Block 1, DrakeS Add. und Theil von Lot 7, MayS Subd. östliche Seite von Illinois, nörd. lich von 10. Str. $3100. Gustav Rosberg an Edward F. Warham u. A., Lot 110 in Johnson'S E. Ohio Str. Add., 35 bei 120 Fuß, verbessert, Oftseite der Keyftöne Ave., südlich der Michigan Ave. $1,650. JameZ S. Cruse, Executor, an Lilly M. Johnson, Theil von LotS 11 bis 14 in Culley'S Subd. von Outlot 179, 34 bei 165 Fuß, verbessert, Ostscite der East!Stlaße, südlich der Pratt Str. 53,200. Alvin T. Clark an Jofie C. Shea, Lot 18 in Meadland Grandview Add., 40 bei 132.93 Fuß, verbessert, Ostseite der Bellefontaine Str., südlich der 30. Str. 84,250. Julius Adler an Henry I. Harris, Theil von Lot 64 in Bruce Place Add. 40 bei 65 Fuß, verbessert. Südseite der 22. Straße, westlich von Broad way. 84,200. Charles F. RobbinS an Fred Goep, per, LotS 5 und 6, Pott'S Subdiviston, Block 6, West End Addition, 60 bei 153.1 Fuß, vacant, Westseite der King Ave., nördlich von Vermont Str. 8600 William M. Belt an Charles Ryse Lot 35, BoZwell & Fleming'S Grand. View Addition. 84000. William E. Danner an Mary M. EcholS, Theil von Section 26, Town ship , Range 3, den vierten Antheil von 3i Acker. $900. 3 n Ä! a l e ö, Uknglano. t eine Bewegung im Gange, welche die Anerkennung des St. Davids-Tages als gesetzlichen Feiertag bezweckt. Eine Firma in Northampton. England, fertigte für den russischen Niesen Machow ein Paar Schuhe an, toen Grömnnummer 25 ist.
Vrrtrctrr des Kicscntnpns. kenschcn von riesigem Körperbau in alter Zeit Ter Liicse vkachnow. Menschen mit Riesenwuchs, die man heutzutage, von den langen Kerls" der Potsdamer Garde abgesehen, als Sehenswürdigkeiten fast nur noch in Museen findet, kannte man schon in ältester Zeit. Der älteste der Riesen, von dem man eine Art von historisckcr Kenntniß hat, ist Goliath, der Phili.ster, und ein arabischer Landsmann von ihm. Gabbar, wird schon bei Plinius erwähnt. Auch der römische Kaifer Maziminus ist anscheinend ein so!cher Niese eiresen. Seine Länge wird mit 242 Centimeter angegeben. Ganz unzuverlässig sind offenbar die alten Angaben über zwei Riesen Pusio und Secundilla, die beide 10i Schuh, also über drei Meter lang, ge Wesen sein sollen. Ueberhaupt sieht man vom Alterthum bis heute stets die gleiche Sucht, das Längenmaß der diesen, so ungewöhnlich es schon an sich ist, noch weiter zu übertreiben. Auch von dem vielgenannten zeitgenössischen Riesen Machnow, der mit seinen 238 Centimeter von keinem Lebenden und, soviel bekannt ist, nur von drei oder vier Todten übertroffen wird, haben etliche seiner Bewunderer mit einer kleinen Verstellung schon 283 Centimeter angegeben und und ihn so mit dem 1749 gestorbenen Finnen Cajanus an die Spitze aller Riesen gesetzt, ein Irrthum, der um so überflüssiger ist, als jener Cajanus in Wirklichkeit nicht 255, sondern, wenn es viel war, nur 230 Centimeter gemessen haben kann. Auch ein schwedischer Riese" in der Garde Friedrichs des Zweiten, der 252 Centimeter gemessen haben soll, ist sicher kein ernsthafter Konkurrent auch sein Maß ist nicht als richtig befunden worden! Die längsten Gardisten messen 216 bis 220 Centimeter. Ihre Skelette sind im Berliner anatomischen Museum. Von diesen war der längere ein schwerkranker Mann, der künstlich gestützt werden mußte, wenn er gerade stehen sollte; der zweite freilich soll völlig gesund gewesen sein und ein Alter von 86 Jahren erreicht haben. Merkwürdige Fischscuche. Massensterben von Slgoni im Lnganer Zte un) muthmahliche Ursachen. Ueber Massensterben der Agoni, einer Weißfischspezialität des Luganer Sees im Schweizer Kanton Tessin im vorigen Jahre, hat Professor Heuscher in Zürich einen Bericht veröffentlicht. Das Verenden der Fische vollzieht sich wie folgt: : Die Fische verlieren die Fähigkeit, sich im Gleichgewicht zu erhalten; sie iaumeln seitwärts, vermögen sich ansanglich wieder aufzurichten, aber nur für einen Moment. Durch schnellende Beweaungcn, die immer heftiger und anstrengender werden, wehrt sich der Fisch gegen die Seitenlage, dabei überschlägt er sich ein-, zwei-, dreimal, ruht einen Augenblick aus, nimmt seine letzte Kraft' zusammen und zwirbelt, 'sich dabei gleichzeitig überschlagend in einer Spirale umher, streckt sich und verendet. Vom ersten Taumeln bi-i zum Verenden vergingen in den beobachteten Fällen nicht einmal zwei Minuten. Heuscher schließt den Bericht folgendermaßen: Zwei Thatfachen dürfen als festgestellt gelten: 1. daß die Zuleitung des Schmutzwassörs von Lugano sich einmal in der Bucht von Lugano felbst auf größeren Strecken bemerkbar macht, und 2 daß das Absterben der Agoni nicht die Folge einer durch Kolibazillen verursachten Darmentzündung ist. Die Zahl der verendeten und sterbenden, auf der Oberfläche des Wassers schwimmenden Agoni. war im Mai 1904 so groß, daß das Dampfboot zwischen Osteno und Cima jeweilen eine förmliche Straße durch die massenhaft an der Oberfläche treibenden Agonileichen bahnte. Tie Seuche war nach dem Mai 1904 erloschen. Andere Fische als Agoni wurden von ihr nicht ergriffen. Tie Seuche wurde schon in den Jahren 1889, 1892, 1894 und 1902 beobachtet, die von 1904 war die größte. ' Kommunismus der E 3 -k i m o s. Das Leben der Eskimos spielt sich auf ganz kommunistischer Grundlage ab. Vermehrt sich eine Familie durch Verheirathung des Kindes, so verbleibt sie dennoch im ursprünglichen Raum zusammen. Nur bei allzu großem Raummangel bezieht ein Theil der Familie ein neues Heim, dem sich bald Freunde zugesellen. Hier hat jede Person ihr eigenes Plätzchen auf einer großen Bank, das es mit ihrer eigenen Lampe beleuchten muß. Eine solche kleine Gesellschaft kennt kein OberHaupt. Jeder erhält feinen Antheil von Jagdbeute und Thran; leidet die Gemeinschaft keine Noth, so ist demnach auch für den Einzelnen gesorgt. Moderner Blitzzug. Die Lake Shore-Vahngesellschaft, welche einen Expreßzug eingestellt hat, der die Strecke Chicago-NewFork in 18 Stunden zurücklegt, hat Arrangements getroffen, daß die Passagiere im Zuge selbst ein Seewasserbad nehmen, daß sie rasirt, und daß ihre Kleider während der Reise gepreßt und gereinigt werden können. Für eine Stenographin und eine Typenschreiberin ist ebenfalls gesorgt.
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Eine seltene Geistesgegenwart bewies dieser Tage der Fleischer Leopold Block in New Fork in einer schrecklichen Lage. Er hatte versucht, auf eine rasch fahrende Ear zu springen, rutschte aber ab und fiel gerade unter eine in entgegengesetzte? Richtung fahrende Car. Zum Glücke konnte diese Car, die sich eben in Bewegung gesetzt hatte, gleich angehalten werden, und es zeigte sich nun, daß Block zwischen den Motor und das vordere Nadgestell der Car eingeklemmt war und zwar so fest, daß alle Versuche, ihn herauszuziehen, sich als erfolglos erwiesen. .Man sah sich deshalb gezwungen, den Reparaturwagen oer Straßenbahngesellschaft herbei zu rufen. Man hatte aber auch nach einer Ambulanz telephonirt; als diese aber eingetroffen war, weigerte Block sich, irgend ein Betäubungsmittel zu nehmen, erklärte aber, er sei bereit, ein Stimulanzmittel zu nehmen, was der Arzt ihm denn auch reichte. Trotz seiner qualvollen Lage sprach Block ganz ruhig mit dem Ambulanzarzte und als nach etwa einer halben Stunde der Reparaturwagen eintraf, wies er die Bedienungsmannschaft desselben an, wo sie die Hebel anzusetzen habe und leitete, offenbar der ruhigste von allen anwefenden Leuten, die Rettungsarbeiten, welche übrigens nicht lange dauerten. Er wurde dann nach dem Hospital gebracht, wo festgestellt wurde, oaß er beide Beine gebrochen, aber keine innerlichen Verletzungen erlitten hatte. Hohes Alter. Im Alter von 104 Jahren ist in Petersdorf auf Feh marn, Schleswig-Holstein. der frühere Meisterknecht Franz Grünwaldt gestorben. Er war bis zum Dezember 1904 geistig und körperlich recht rüstig, seit dieser Zeit aber bettlägerig. Seit Jahren lebte er bei seinem Sohne. Seine Lieblingsbeschäftigung war das Rauchen; zu seinem 100. Geburtstage bekam er unter Anderem vom deutschen Kaiser eine Pfeife und Tabak geschenkt. Verborgener Schatz geu n d e n. Auf einer Farm grub dieer Tage der Anwalt Harry Kincaid n Corry, Pa.. über 51000 in $20 Goldstücken, die lose im Boden lagen, und später eine Gasröhre, in der $1100 in $20-Goldcertiftkaten lagen, auö. Nach den Entbüllunaen über die Cleveländer Hochstaplertn Cassie Chadwick hatte ein alter Farmer sich nicht mehr getraut, sein Geld auf der Corry-Bank zu lassen, er hatte eö herausgenommen und eö vergraben, ohne Jemand zu sagen, wo er eS verborgen.
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Behausung für dieselben haben. Prositabler im Hüh ner-Geschäft verlangt ci.
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öurop aisch es ZI ep ari emesj r MMMMMAMAMwr Wechsel. Kreditbriefe, Postanweisungen, auf alle Städte Europas. KchiffsscheinZ von und nach Europa. An- und Verkauf auSländZ schen Geldes. Fl irtte, No. 35 Süd Meridian Str. Mercliants National Bank. Ein auffeyenerregender Prozeß wird in nächster Zeit in Florenz zur Verhandlung gelangen. Als vor mehreren Wochen die soeben erst verheirathete. blutjunge und schöne Signora Fuscati in ihrem Bett mit einer Serviette strangulirt aufaesunden wurde, vermochten die Behörden zunächst den Thatbestand nicht auszuklären, zumal der Gatte hehauptete, es könne nur eine Selbstentleibung infolge hysterischer Anfälle vorliegen. Seither jedoch hat die Untersuchung dies Märchen gründlich zerstört, indem sie nachwies, daß die unglückliche junge Frau von der langjährigenMaitreffe ihres Gatten Jsolina Gross: erwürgt und daß er Mitthäter sei. Dementsprechend wurden beide festgenommen. Fuscati soll die Mörderin selbst an das Bett seiner schlafenden Frau geführt- haben und, als diese zu schreien anfing, mit eigener Hand die lckIinae zuaezoaen Kaben. Die Brauereien von West. Virginia sollen um Z700.000 gestraft werden, weil sie dem neuen Steuerge setze, das eine. Abgabe je nach dem Umfange der Produktion vorschrieb, nacht Folge leisteten. Die Brauer des Nachbarstaates werden wahrschein-, lich die ihnen aufgebrannte Summe dazu benützen, das sie bedäuende Gesetz auf seine Verfassungsmäßigkeit zu prüfe. . c"
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