Indiana Tribüne, Volume 28, Number 266, Indianapolis, Marion County, 1 July 1905 — Page 6
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Europäische Nachrichten.
'Maden. Karlsruhe. Dem Architekten Karl Wohlwend in Firma Stolz & Wohlwend wurde der preußische Kronenorden 4. Klasse verliehen. AllenLbach. Letztens erschoß sich hier in seiner Wohnung der in der Allweilerschen Fabrik in Radolfzell beschäftigte Arbeiter Friedrich Zweigle, der sich vor wenigen Jahren hierher verheirathet hatte. Nachdem er sich in Konstanz einen Revolver gekauft, schickte er bei seiner Rückkehr seine Frau, mit der im Unfrieden lebte, sowie das Kind fort und beging während deren Abwesenheit Selbstmord. Zwistigkeiten in de? Ehe sollen das Motiv des Selbstmordes sein. Baden. Der frühere langjährige Legationskanzler bei ' der deutschen Botschaft in Paris, Friedrich Stöver, ist hoch betagt hier, wo er seinen Ruhesitz hatte, gestorben. reivurg. Geh. Hotraty ar. Friedrich Hildebrand, der Vertreter der wissenschaftlichen Söotarnl an ver hiesigen Universität, feierte seinen 70. Geburtstag. H e i d 1 1 b t x q. Eine an der neuen Ncckar-Eisenbahnbrllcke geländete Leiche ist als die des 34 Jahre alten Met gers Schütz aus Pirmasens festgestellt worden. Mannheim. Hofkapellmeister Ferdinand Langer feierte das Jubiläum seiner dOiahrigen musikalischen Wirksamkeit in unserer Stadt. Der 7Y2 Jahre alte Volksschüler Peter Karl Schwobel von Neckarau siel, wahrend er im Rhein treibendes Holz herausholen wollte, auf Gemarkung Neckarau m den Strom und ertrank. Die Leiche des Knaben konnte nicht gelandet werden. Ruith. Ein äußerst bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich hier. Ein ca. 15 16 Jahre alter Bursche Namens Ernst machte sich mü noch einigen gleichaltrigen Burschen mit einem Revolver zu thun. Ganz rn der Nahe stand der hier stationirte Bahnwart Serval. Plötzlich ama ein Schuß los und drang demselben in den Unterleib. Im Spital zu Breiten lst der Schwer verletzte bald darauf gestorben. W a l d h o f. Eine schwere Messer affäre ereignete sich in der hiesigen Wirthschaft von Bartel. Während ei nes Streites unter Musierungspfllch tigen wurde dem 19 Jahre alten Taglöhner Eölestin Schwanger von hier der Leib förmlich aufgeschlitzt, so daß die Gedärme zu Tage traten. Mittelst Sanitätswagens ins Krankenhaus verbracht, mußte er sich dort einer Operation unterziehen. Der Zusiaxd des Schwerverletzten ist lebensgefah? lich. Der Hauptthater, ein 20iahnacr Bursche aus Käferthal, wurde verhaftet. heinpfalz. S p e Z e r. Missionar Bohner, der langjährige Leiter der Basler' Mission in Hanuiun, ist hier im Alter von 76 Jahren gestorben. Bergzabern. Der Direktor der Volksbank., Friedrich Wilhelm Keßler, Ehrenbürger unserer Stadt, ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Keßler stammte aus Speyer, er gründete hier anfangs der fünfziger Jahre das bekannte Kaufmannsgeschäft Keßler, das er aus bescheidenen Anfängen in d Hohe brachte. Im Jahre 1872 rief er mit anderen gleichgestnnten Mannern der Stadt die Volksbank in's Leben, der er bis jetzt als Direktor vorstand. Dorrenbach. Vor einiger Zeit hat sich der 30 Jahre alte unverheirathete Gemeindeschreiber Georg Wander durch einen Schuß m den Kopf selbst entleibt. In einem hinterlassenen Schreiben gibt er ein unheilbares Magenleiden als Grund zu der unseligen That an. G r e t h e n. Im Steinbruche der Gebrüder Günther verunglückte der 27jährige verheirathete Steinhauer Earl Dietrich von hier dadurch, daß er beim Verladen vom Wagen herab und mit Rucken und Kopf auf untenliegende Steine fiel. Er wurde in s städtische Krankenhaus nach Bad Dürkheim verbracht. Der Mann trug schwere innere Verletzungen davon. Ludwlgshafen. Infolge eines epileptischen Anfalles ist der geistesgestörte 40jährige Peter Schmitt. als er am Rhelnufer spazieren ging, in den Fluß gestürzt und ertrunken. M l e s a u. Beim Mistfahren sprang das achtjährige Söhnchen des Ackerers Johann Lindner von Niedermiesau neden dem von seinem Vater qelelteten Wagen her, stolperte und fiel unter den Wagen, so daß ihm die Räder über den Leib gingen. Das Kind wurde bald darauf von seinen Schmerzen erlöst. Offenbach. Kürzlich wurde der im Herzheimer St. Paulus - Stift untergebrachte, geistig nicht ganz normale Ludwig Sandermeier erhängt aufgefunden. Rheinzabern. In seltener Rüstigkeit feierten die Eheleute Philipp Hoffmann, Blechschmied, das Fest der goldenen Hochzeit. ßrfnß'Lothringen. Straß bürg. Postrath Puche, Vorsteher der deutschen Postdirektion in Schanghai, ist an die hiesige Oberpostdirektion versetzt worden. Er war von 1891 bis 1896 Vorsteher des Postamts in Dares -Salaam, als dann Chef des Centralbureaus des
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ie Webiziny jw meine Mutter gebrauchte.
Der TCIne et Cardui hat seine Probe bestanden. Er hat die Großmütter, Mütter, Schwestern und Töckiter zweier (Zzemrationen kunrt. Er kurirt fünfundsiebzigjährige Frauen. Er kurirt heutö noch Frauen von solchen Leiden, wie unregelmäßige Perioden, unerträgliche Schmerzen, Entzündungen der verschiedenen Theile, Nervosität und Schwächen aller Arten, besonders des weiblichen Geschlechtes. Der TVIne ot Cardui ebnet den Pfad zur Jungfernschaft, verhütet schwere Leiden beim Eintritt in die Mutterschaft, indem er die Funktwnen etablirt, welche zur weiblichen Gesundheit nöthig sind. Als ein Mittel zur Beförderung der Menstruation dient er als Unterstützung einer Frau lebenslänalick. bereitet sie auf die Vrüfunasiwnde der Geburt vor. und versichert ihr eme schnelle Rückkehr
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Staatssekretärs des Reichspostamts und kam 1901 an die Spitze der deutschen Postdirektion in Schanghai, die damals als besondere Verwaltungsbehörde in's Leben gerufen wurde. Der älteste Mann der hiesigen Stadt Straßburg, der seit Jahrsn im Diakonissenhause lebende Pensionär Karl Vater des französischen Generals a. D. Fahrny, ist, nahezu 100 Jahre alt, gestorben. H agenau. Dem Kreisbauinspektor Knapp in Hagenau wurde der Fharakter als Kaiserlicher Baurath mit dem Range als Rath vierter Klasse verliehen. Metz. Der Musketier Leonhard, der bei dem Korpsbekleidungsamt des 14. Armeekorps seit Oktober v. I. diente, hatte sich Urlaub zu seinen Eltern nach Coin. etwa 25 Meilen von hier, erbeten. Dort erschoß er sich. Die Untersuchung wird wohl ergeben, ob der Selbstmord mit angeblich vorgekommenen Unregelmäßigkeiten zusammenhängt. Meckrenburg. Schwerin. Dem Schlachtermeister Russow'schen Ehepaar Hierselbst, das kürzlich seine goldene Hochzeit 'feiern konnte, sind nachträglich von dem Großherzog huldvolle Glückwünsche und das Bild des Landesherrn zugegangen. Grevesmühlen. Anläßlich seines 50jährigen Bürgerjubiläums hat der Geheime Kommerzienrath Pelzer der Stadt den Betrag von 1000 Mark überwiesen mit der Bestimmung, daß diese Summe zur Einrichtung des Rathhaussaales verwandt werden möge. L e u s s o w. Der bieuae Ooerforster Rosenwanger beging kürzlich den Tag, an dem er vor 50 Jahren in den Großherzoglichen Forstdienst trat. Außer seiner Militärzeit er diente zwei Jahre alsFreiwilliger beim Mecklenburgischen Jager - Bataillon zu Schwerin ist er ununterbrochen im Großherzoglichen Forstdienst deschästigt gewesen. Neubrandenbura. Vor emiczer Aeit feierte der Gymnasiallehrer G. Mundt das Jubiläum seiner 25lährigen Wirksamkeit am hiesigen Gymnasium. Außer dem Magistrat und der Geistlichkeit gratuiute das Lehrerkollegium und überwies ein ehrendes Andenken. Sckonbera. Der Realschuldlrektor Rath Ringeling Hierselbst beging letztens den Tag, an dem er vor 23 Jahren als Leiter der Realschule berusen wurde. Später fand eine Schulfeier in der Aula der Realschule statt. Das Lehrerkollegium und die Schüler überreichten Geschenke. Mendnck - V r i bo r n. Eme Anzahl Maurer und Arbeiter von hier war im Steuer - Vorwerk mit dem Abbruch einer alten Scheune beschäftiat. Hierbei stürzte eine Mauer em: von sieben Arbeitern konnten nur zwei noch rechtzeitig zurückspringen, die übrigen geriethen unter die Herabstürzende Mauer. Von dn Verunglückten erlitt der hiesige Maurerpolier Schultz so schwere Verletzunqen am Kopfe, daß er bald darauf starb, zwei andere wurden gleichfalls erheblich verletzt unter den Trümmern hervorgezogen, während die beiden übrigen mit leichleren Verwundungen davonkamen. Hrdenvurg. Oldenburg. Einen schweren Nadunfall erlitt die Heroine deö hie sigen Theaters, Frl. Gürtler. Sie fuhr oeaen einen Baum, stürzte und zog sich dabei einen doppelten Armbruch zu. Die am Artillerieweg belegene Wirthschaft des Landmannes und Wirthes HenZes hat Herr Schröder aus Mausie bei Wesierstede käuflich erworben. Der Kaufpreis betrug 22.000 Mark. Brake. Stadtdiener Bruning konnte den Taq feiern, wo er 23 Jahre im Amte war. Freunde hatten für Veranstaltung eines Morgenstand chens geforgt. Der Bürgermeister und der Vorsitzende des Stadtraths statte ten dem Jubilar ihre Glückwünsche ab und überreichten em Geschenk.
ihrer Graste, welche zur Mutterschaft nöthig sind. Wenn der Wine ot Cardui hie und .Schwäche Anfälle, und zur Zeit des Lebenswcchsels wird er ein gesundes, hohes Alter
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E l s f l e t h. Hier feierte der Amtsbote Herr Klöver in seltener Rüstigkeit sein fünfzigjähriges Amtsjubiläum. H e p p e n s. Die in weitesten Kreisen bekannte Hebamme FrauHoppenrath beging kürzlich das Jubiläum ihrer 23jähcigen Thätigkeit als Hebamme. M i n s e n. Es sind 23 Jahre verflössen, seitdem Herr U. Ohmstede hier als Inspektor unseres Armenhauses fungirt. Zwischenbahn. Der GroßHerzog hat dem Fabrikarbeiter Friebrich Bruns in Zwischenbahn und der Arbeiterin Margarethe Konen in Larel die Medaille für Treue in der Arbeit verliehen. Z?reio Stcidte. Hamburg. Durch einen aus der Schlinge fallenden Holzblock wurde an Bord des Dampfers Bielefeld" der Schauermann P. Thomaston schwer am Kops verletzt. An Bord des Dampfers Rancagua" gerieth der Schauermlinn W. Ludemann in das Getriebe der Dampfwinde. Er erlitt an der Brust, am Rücken und am linken Arm Verletzungen. Fräulein Therese Meier konnte ihr fünfzigjähriges Jubiläum bei Frau F. Hiestrich, Wittwe, Buchtstraße, feiern. Es ist wohl eine große Seltenheit, in geistlger Frische fünfzig Jahre treu und geehrt von der alten, rüstigen Dame, allen Familien Angehörigen im Hause als Hausdame gewirkt zu haden; es fehlte der Jubilarin an ihrem Ehrentage nicht an großen Ehrungen. Bremen. O. Brockenhaupt von der Abtheilung Passage des Norddeutschen Llohd feierte sein 25iahr:ges Dlenstjubllaum. Außerdem wlrd demnächst der Beamte der Gepäckabfertigungsstelle des Norddeutschen Lloyd, F. Meibaum, auf eine 25jährige Thätigkeit bei dieser Gesellschaft zurückblicken. Der fast erblindete Maurerhandlanger Schomaker, welcher im hiesigen Armenhause untergebracht war, hat versucht, sich mit einem Beile dle crnc Hand abzuhauen, dann den Kehlkopf durchschnitten und schließlich den Bauch aufgeschlitzt. Als andere Insassen des Armenhauses ihn fanden und den Arzt holten, hatte der Unglückliche volle Besinnung. Er wurde jofort in's Krankenhaus gebracht. Lübeck. Im Alter von 43 Jayren wurde der in weiten Kreisen der Stadt bekannte Hypothekenmakler Paul Steen plötzlich durch einen Herz schlag aus diesem Leben abberufen. Steen hatte sich im Laufe langjähriger Wirksamkeit besonders große Verdienste um die hiesige Turnerei erworben, er war langjähriger Vorsitzer des Travegaues" des 7. Deutschen TurnkreiseZ Norden und vieljähriger Vorsitzender des Männerturnvereins. Schweiz. Vellinzona. Dieser Tage ist hier Giuseppe Molo gestorben, der seit 30 Jahren Stadtpräsident war. Veatenberg. KAzlich brannte infolge Lampenezplosion die hiesig;, von Frl. Krähenbühl geführte. Weltbekannte Pension Beatrice nieder. Vom Mobiliar konnte nichts gerettet werden. Ölten. In der Reparaturwerkstätte der Bundesbahnen verunglückte der 20jährige Frei von Wangen, indem ihm beim Verstemmen zweier schwerer Eisentheile sein Mitarbeiter Wyß von Harkmgen mit emem Schla ae seines Draufschlaghammers das Sinterbauvt zertrümmerte. Der Meißel, den Frei führte, sprang näm lich ab und Frei that ungewollt emen Ruck nach vorwärts, wodurch er Wyg in den mäcktia ausqeholten Streich fiel, der nicht mehr abgelenkt werden konnte. Der Schlag hatte Frei mit voller Wucht hinter dem rechten Ohr getroffen und ließ nach außen eine kaum sichtbare Wunde zurück. E? konnte noch selbst auk dem ureau Anzeige machen, verlor aber bald nachher seine Sehkraft und auch theilweise Gehör und Sprache. Der Tod hat ihn dann erlost. . .
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Geschwindigkeit gegen Sicherheit. In unserem raschlebigen Zeitalter drängt die Technik mit Riesenschritten unaufhaltsam vorwärts. Das alte Schlagwcrt Zeit ist Geld"' stand niemals höher im Werthe, als gegenwärtig. Die Ingenieure sind bestrebt, die Schnelligkeit der Verkehrsmittel in's Ungeahnte zu steigern. Die deutsche Studiengesellschaft für elektrische Schnellbahnen widmet sich mit Eifer der praktischen Ergründung der hochsten Geschwindigkeit, welche mit den neuesten Betriebsmitteln erreichbar ist. Sie hofft auf ihrer Versuchsstrecke zwischen Berlin und Zossen. die rasende Geschwindigkeit von 200 Kilometer (125 Meilen) m der St mde zu erzielen. Dem Ehrqeize enalischer und belgischer Ingenieure genügt diese Schnelligkeit nicht mehr, sie arbeiten an der Konstruktion von Bahnen, auf denen die Züge mit der geradezu fabelhaften Geschwindigkeit von 250 Kilometer in der Stunde dahinsausen können. Wie weit sich derartige Erperimente dem praktischen Verkehr dienstbar machen lassen, muß die Zukunft lehren, jedenfalls darf der Gewinn an Zeit die Sicherheit des Betriebes aber niazt zu sehr gefährden. Schnellzuge legen die Strecke von Chicago bis nach New Aork in 18 Stunden zurück, und man hofft, diese Zeit noch bis auf 14 oder 15 Stunden zu verkürzen. Das furchtbare Unglück auf der Lake Shore-Bahn scheint zu einer derartigen Erhöhung der Geschwindigkeit nicht gerade zu ermuthigen. Es steht fest, daß die verhängnißvolle Entgleisung durch falsche Welchenstellung verschuldet wurde, es konnte aber noch Nicht ermittelt wer den, ob die Katastrophe auf ein Verbrechen cder sträfliche Nachlässigkeit zurückzuführen ist. oder ob die Weiche dem ungeheuren Drucke des Zuges nicht Stand zu halten vermochte. Die Erhöhung der Geschwindigkeit bedingt nicht nur eine verhältnißmäßige und zwar bedeutende Verstärkung des Bahnbettes, der Schienen und Weichen, sondern auch erhöhte Vorsicht und Aufsicht. Das Alles aber hat seine Grenzen, die zum Theil durch den Kostenpunkt mitbestimmt werden. Der neuzeitliche Erfinder ist leider nur zu leicht geneigt, den Werth der Menschcnleben gering in Anschlag zu bringen, die Leiter der großen Eisenbahnunternehmen sind sich aber ihrer hohen Verantwortlichkeit wohl bewußt, und dürfen deshalb dem Drängen des Publikums nach erhöhter Eile nur bis zu einem gewissen Grade entgegenkommen. Es ist ihnen nur zu wohl bekannt, wie sehr mit der Steigerung der Schnelligkeit die Schwere des Unglücks bei Entgleisungen undZusammenstößen wächst. TiXi der auten alten Zeit hatte es in der Regel nicht viel zu sagen, wenn einmal eine Postkutsche umgeworfen wurde, und auch eine Zugentgleisung richtete gewöhnlich nur geringes Unheil an. Wenn aber heute einem in voller Fahrt befindlichem Automobil nur ein Gummireisen platzt, so überstürzt es sich und erdrückt womöglich seine Infassen, und wenn gar zwei Züge mit der gewaltigen Geschwindigkeit von 60 oder mehr Meilen auf einander stoßen, so begraben sie ihre Passagiere unter den Trummern. Die neuzeitlicheTechnik hat aewaltiae Fortschritte undErfolge aufzuweisen; sie erfüllt aber ihre Aufgabe nur zur Hälfte, wenn sie die Gefahren nicht bemeistert, welche die Ausnutzung und Beherrschung der gewaltigen Natur kräfte mit sich bringt. Nachklänge vom Motor-Bootren neu Lllgier-Toulon. Madame Du Gast, die heldenmü thige Sportsdame, die an Bord des Bootes .Camille" an der Fahrt theil genommen und fast den Tod in den Wellen gefunden hätte, gab einen Panier Journalisten interessante De tails ihrer Rettung: Kaum hatte ich die letzte Sprosse der Strickleiter ergnssen, dle Mlr vom Kreuzer Kleber" gereicht wurde, als mein Boot unter meinen' Füßen entfloh, aber meine Handschuhe waren voll von Oel. wir hatten während einer , halben. Stunde
da gebraucht wird, verhütet sichern.
Oel gegossen, um die Wogen zu beruhigen. Ich konnte mich nicht mehr halten und fiel ins Wasser. Ich war aber so durchfroren, daß mir das Meer wärmer schien als mein Körper. Mit den Armen ruderte ich kräftig. Meine Beine versagten den Dienst. Da. es greift mich Jemand am linken Fuß. Der Matrose Foulon von der Kleber" hatte sich ins Meer gestürzt, um mich zu retten. Er stößt mich zu meinem Boot hin, wo der Leutnant Menier mir einen Arm entgegenstreckt. Ich schrei: Ziehen Sie mir die Handschuhe aus!" Er denkt, ich sei verrückt geworden. Mit den Zähnen reiße ich die Handschuhe herunter, die so getränkt mit Oel sind, daß ich nichts anfassen kann. Man wirft mir vom Kleber" em Seil herunter. Aber ich habe das Steuerruder meines Bootes in der Hand. Soll ich . . . r i . " ren einzigen luZpunlk verlieren? as Sichere mit dem Ungewissen vertäuschen l Ich soll die Arme emporheben. damit die Schlinge mich umfassen kann! Aber schlienlich gehorche ich. Leutnant Menier legt die Schlinge um meinen Körper und knüpft einen Knoten. Man zieht mich empor, und ich komme in ernem lammerllchen Zustand an Bord des Kleber", aber ich lebe!" Der Präsident So bet wird Anfana. Oktober in Madrid d?:i Vcsiich dos öcmgs Alfons XIII. in VariZ crwid?rn. Durch flammen umaek o m m. e n. Die 83jährige Lumpensammlertn Kutsch m Aachen, Rhcmvrovinz. hatte auf einer Ablaaerunasstätte außerhalb der Stadt nach Abfallen gesucht. Dabei gerlethen auf nicht festgestellte Weise ihre Kleiner in Brand. Da sich die alte Frau nicht zu helfen vermochte, fand sie ihren Tod in öen Flammen. Die Leiche war völlig gerostet. Schreckensthat eines Tobsüchtigen. Der 52jährige Maurergehilfe Sahner in Wien wurde plötzlich von Tobsucht befallen. Er stieß seinem Quartiergeber, dem 39jährigen Alois Werner, ein Messer in den Unterleib und sprang dann aus einem Fenster des zweiten StockWerkes in den Hofraum; er erlitt schwere innere Verletzungen, denen er erlag. Auch Werner ist an den Folgen der Wunde gestorben. Schauerlicher Fund. Auf dem Finkenwärder Vorland bei Hamburg warf ein dort thätiger Schuttenbagger mit seinem Inhalt auch den Kopf eines Mannes aus. Man vermuthet, daß der ausgeworfene Kopf zum Leichnam eines der seinerzeit bei der Primus"-Katastrophe verunglückten Fahrgäste, und zwar des einzigen bisher nicht aufgefundenen Opfers gehörte. Ter Leichnam war tief im Triebsande vergraben und so erhalten geblieben. Verheerender Taifun. Ein Taifun hat in dem östlichen Theile der Karolinen, und zwar auf den Inseln Ponape. Mokil, Pingelap und Kusai. große Verwüstungen angerichtet. . Auf der Jnfel Ponape sind 18 Farbige umgekommen; vier Weiße und 300 Farbige wurden verletzt. Die Häuser wurden sämmtlich und die Fruchtbäume meistentheils zerstört. Die Motorschooner Ponape" -und Diana" sind gestrandet. Eine Barlasse der Landesverwaltung ist gesunken. Wollte den Amtsanwalt bestechen. Eine Frau Trelet aus Weiher. Elsaß, hatte auf dem Wochenmarkt in Alberschweiler einer Frau das Portemonnaie, das dieser zu Boden gefallen war. weggenommen und es eingesteckt. Auf der Polizei gestand sie den Diebstahl ein. Bei ihrer späteren Vernehmung durch den Amtsanwalt bot sie diesem ein 20-Markstück an, wenn er die Sache selbst gleich mit ihr abmache. Die Wackere erhielt infolgedessen nicht nur sieben Tage Gefängniß für den Diebstahl, sondern auch 30 Mark Geldstrafe für den Bestechungsversuch.
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