Indiana Tribüne, Volume 28, Number 266, Indianapolis, Marion County, 1 July 1905 — Page 4

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Zndiana Tribüne. ttaulatatttntoo dtt 9ttttttt t a. Indianapolis, Ind. varry O.THudium Präsident. OeschäftSlocal: 5!o. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 209. Entered t .the Pott Office of Indianapolis as sccond dass matter. Die Friedens - Verhandlungen. Die Möglichkeit eines baldigen Frie. denöschlusses zwischen Rußland und Japan ist sast überall in Europa mit Genugthuunz aufgenommen worden. Die fürchterlichen Verheerungen, die durch die modernen Kampfmittel bin nen wenigen Tagen angerichtet worden find vor allem in der letzten großen Seeschlacht haben eine eindringlichere Sprache zu Gunsten friedlicher Ver ftündigung der Völker geredet, als das wohlgemeinte, aber in seinen praktischen Ergebnissen sogar nicht erfolgreiche FriedenLmanifest des russischen Kaisers von 1896. Das ganze civilifirte Eu ropa athmet auf, daß nunmehr das grausige Morden ein Ende finden soll. Die Genugthuung über die fried lichen Aussichten ist nicht nur allen Ländern gemeinsam, sondern auch innerhalb jedes Landes allen politischen Parteien. Selbst die deutsche und die französische Sozialdemokratie, die beide von leidenschaftlichem Hasse gegen Ruß land erfüllt find, find damit zufrieden, daß dieses Land den aussichtslosen Kampf aufgeben und sich weitere Opfer ersparen will. Die Sozialdemokraten beider Länder stimmen darin überein, daß diese Niederlage Rußlands dem Absolutismus des zarischen Regimentes zuzuschreiben sei. Nichts liegt uns ferner, als den Absolutismus zu vertheidigen, aber die Minderwerthigkeit eines Landes wird nie durch die RegierungS f o r m , fon dern durch die Art, wie diese Form in die Wirklichkeit übertrazen wird, her vorgerufen. Das im 17. Jahrhundert an. der Spitze Europas marfchirende Frankreich verkam im 18. Jahrhundert, obwohl die RegierungSform ganz die gleiche geblieben war. Und zur gleichen Zeit, wo das absolutistisch re gierte Frankreich darnieoerlag, kam das ebenfalls absolutistisch regierte Preußen unter Friedrich Wilhelm I. und Friebrich II. aus die Höhe, weil beide Herr scher daS Land nach ihrem Willen und nicht nach dem der bureaukratischen Clique . regierten. Dieser bureaukrati schen Cliquernhschaft und uicht dem --mus ist Rußland zum Opfer Men. Daß die Herrschaft der Bu. reaukratie aber nicht auf absolut re. gierte Staaten beschränkt ist, beweist Frankreich, wo unter demokratischem Regime bureaukratische? Schlendrian und.CorruptionIbewirkt haben, daß die Wehrmacht des Landes nicht annähernd im Verhältnisse zu den dafür gebrachten Opfern geht. Vielleicht ist eS diese in die Augen fallende Parallele zwischen dem demoratiscken Zrankreiö und dem absolu Mischen Rußland, die jetzt am AuL vjjrg des Krieges, wo man das Fazit zieht, die Franzosen etwas nachdenklich stimmt. Aber noch etwas anderes der stimmt in Frankreich. Man hätte dort gern an Stelle Nordamerikas die ersten Schritte zur Herstellung des Friedens gethan, schon um die Welt glauben zu machen, daß'Frankreich wieder dieselbe Rolle spiele, wie zur Zeit deS Pariser Kongresses von 1856. Abgesehen aber davon,' daß Frankreich als Verbündeter Rußlands kaum zur Vermittlerrolle ge eignet war, hat die auswärtige fran zösifche Politik in der letzten Zeit man cherlei Mißerfolge erlitten, aus denen cherlich nicht ein Anspruch zur führen en vtout oet emem die ganze Welt tn Athem haltenden Vorgange herzu leiten ist. Man sollte in Frankreich diese Em psindung gekränkter Eitelkeit fallen lassen und sich ebenso wie im übrigen Europa darüber freuen daß der Präfi dent der Vereinigten Staaten zur rech ten Zeit und in der rechten Weise die Verhandlungen angebahnt hat. Die Wertschätzung für Herrn Roosevelt ist dadurch zweifellos gestiegen. Bit eine Depesche aus Odessa meldet, hat sich die ttnkaz Potemkin" ohne einen Versuch zum Entkommen zumachen, stch auf Gnade oderUn gnade dem Krügelchen Geschwader krgeven. Wie vte Vepesqe zugiebt. 'beruht letzteres nur auf Muthmaßung.

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Der rätselhafte Theil der Depesche!

ist der, in welchem gemeldet wird, daß vom Geschwader aus mit der Potem kin Signals gewechselt wurden, die Niemand am Lande, wo sich viele. fahrene Seeleute befanden, die den Vorgängen zuschauten, zu deuten wuß ten. Uns erscheint eö sonderbar, daß die gewöhnlichen Mannschaften des Kniaz Potemkin" im Besitz eines Geheim-Sig. nal'Codex fein sollen, der fönst nur dem Signal'Ofsizier bekannt ist. Ferner ist eS unerklärlich, daß das Geschwader der Kniaz Potemkin- mit den Meuterern an Bord gestattet, auf drei Meilen Entfernung hinter dem Geschwader herzudampfen. Fast scheint eS, als ob eine andere Deutung derVor gänge wie die in der Depesche mehr als gerechtfertigt ist. Nämlich, daß dleBe. mannung der Kniaz Potcmkin" im Einverständniß mit den Führern des Geschwaders ist. Die letzte Depesche aus London bekräftigt diese Ansicht. Das Petersburger Blatt Slowo schreibt; Wir glaubten an Kuropatkin und wurden geschlagen; wir glaubten an Port Arthur und eS wurde dem Feinde übergeben; wir glaubten an das Baltische Geschwader und eS exiftirt nicht mehr .... Ist das der Zorn Gottes? Ist eS die Buße für die Sünden der Vergangenheit, für den verhängnißvollen Fehler des großen ReorganisatorS? DaS Gefühl der chrlft. lichen Demuth befiehlt uns, die neue Prüfung geduldig zu tragen, aber das menschliche und nationale Gefühl ist empört und sucht einen Aueg; muß ihn finden und wird eS auch. ES ist genug! Wir find geduldig gewe fen. solange wir an die rettmde Kraft der Geduld glaubten jetzt aber ern ten wir die Früchte dieser Politik der Geduld und erkennen klar, daß eine Rückkehr, zu ihr undenkbar ist. DaS Schicksal zieht das Fäzit unserer zwei hundertjährigen Politik, und dieses Fazit läßt das Herz deS Kolosses von 130 Millionen krampfhaft erzittern. . . ES ist genug! Man hat Rußland zu Niederlagen geführt. Mit Gesang und Musik führte man unS angeblich zum Siege, thatsächlich aber in eine Falle, in der wir selbst und unsere Ehre un tergehen. Zweihundert Jahre lang sind wir mit verbundenen Augen umhergeirrt und jetzt stehen wir am Rande des AbgrundeS. Unsere Führer haben sich hinter unserem Rücken versteckt und wollen die Binde nicht von unseren Augen nehmen. Wir aber haben eS schon selbst gethan, denn der Krieg ver anlaßte unS dazu; wir sehen, wohin man UNS geführt hat, und dürfen aus rufen: ES ist genug!" Möge daS ruf fische Volk selbst sagen, was weiter ge. schehen soll. Bis jetzt hat eS schweigend geduldet, nun aber ist die Zeit gekommen, wo eS reden muß. Die Bureaukratie hat alles gesagt, was fie konnte, und ihr Werk mit einer neuen nationalen Schmach gekrönt.- Möge fie jetzt hören, was ihre Ernährer fa gen, was jene mit dem Vertrauen aus gerüsteten Leute reden, deren sofortige Berufung seit dem heutigen Tage so nothwendig geworden ist, wie die Luft zum Athmen. . . ES ist genug, genug! . Die Pferde-Nknnen. Beim schönen Wetter und gutem Rennweg gingen die gestrigen Rennen vor sich, die nachstehende Resultate er gaben: Erstes Rennen: 6 FurloxgS Hattie Weihe 2 zu 1, gewonnen; Recenia May 6 zu 1, zweite; Hy. A. Schrader, 10 zu l, dritter; Zeit: 1:15. Zweites Rennen : 5 FurlongS Jillette, gleich, gewonnen; Sweet Elavia, 6 zu 1, zweiter; Sultry 5 zu 1, dritter. Zeit: 1:00s. Trittes Rennen : 6 FurlongS Covlna 8 zu 1, gewonnen; Lidwina, 3 zu 2, zweiter; Frank Hill, 3 zu 2, dritter. Zeit: 1:14k. Viertes Rennen : 7 FurlongS Green Gown, 5 zu 1, gewonnen; Ma tiuS, 8 zu 1, zweiter; Clover Hampton, 4 zu 5, dritter. Zeit: 1:27. Fünftes Rennen: 6j FurlongS BirdSlayer, 3 zu 1, gewonnen; Melo dkouS, 4 zu 5, zweiter; Bart Howe, 10 zu 1. dritter. Zeit: 1:21. Sechstes Rennen: 1 Meile Prince of Pilsen, 6 zu 1. gewonnen, Morendo, 3 zu 1, zweiter; Letton Girl, 4 zu 1, dritter. Zeit: 1:41. N o r tb S a l e m, S0. Juni. Frau Stanley Sullivan, vier Meilen süd westlich von hier wohnend, wurde VON einer Schlange gebissen, wahrend fie mit dem Pflücken vn Brombeeren ie schüftigt . . war. Mit knapper Noth

I rettete man sie vom Tode.

Affen als Dorfgotthciten

In zahlreichen Ortschaften Hinterindienö trifft man einfache Tempel an, in denen Äffen gehalten und gepflegt werden. Diese Affen sind heilig und werden als Dorfgottheiten rerehrt. Weshalb sie diese bevorzugte Stellung einnehmen, wird uns in dem zweiten großen Heldengedicht der Inder, das Ramayana heißt, erzählt. . Das Gedicht zerfällt in sieben Bücher mit 27,000 Versen und entstand im letzten Jahrhundert v. Chr. Ramayana bedeutet: die Schicksale des Rama. Rama war der Sohn des Königs Dasaratha von Ayodhya. In der Gestalt des Rama ließ sich der Gott Wischnu auf die Erde herab, um den bösen Dämon Nawana, der in Lanka euf der Insel Ceylon hauste, zu verNichten. Rama heirathete Sita, die schöne Tochter des Königs von Mithila. wurde aber nach dem Tode seines Vaters durch die Ränke seiner Stiefmutter an der Thronbesteigung behindert. Er zog sich daher mit seiner Gemahlin in die indischen Waldgebirge zurück, wo er einen bieljährigen Kampf gegen Ungeheuer aller Art führte. Der böse Dämon Nawana wurde nun von heißer Liebe zu Sita erfaßt und entführte sie durch die Luft nach seiner Hauptstadt Lanka auf Ceylon. Durch den Göttervogel erfuhr Rama zwar den Namen des Entführers, nicht aber dessen Wohnsitz. Jedoch empfahl der Göttervogel Rama noch, sich mit dem aus seinem Reich vertriebenen Affenkönia Sugriwa in Verbindung zu setzen, oamit er ihm bei der Aufsuchung der Sita behilflich sei. Rama setzte den Affenkönig wieder in seine Herrschaft ein, der nun aus Dankbarkeit für diesen Dienst mehrere Affenheere zur Russin dung der Sita aussandte. Eines oieser Heere, das nach Süden vordrang, befehligte der Minister Hanuman. Hanuman durchschwamm die Meerenge zwischen Vorderindien und Ceylon und entdeckte nach vielen Schwierigkeiten Sita in Lanka. Er kehrte, nun zu Rama zurück, sammelte ein Heer von Affen und Menschen und brach mit Rama zur Befreiung der Sita auf. Damit die menschlichen Krieger nach der Insel Ceylon' gelangen körnten, baute Hanuman mit seinen Affen aus Felsblöcken eine Brücke. . Nach langen Kämpfen, bei denen Rama mehrfach verwundet wurde, aber durch die heilkräftigen Kräuter, die die Affen vom Himalaya herbeiholten, immer wieder genas, wurde die Haupt ftadt des bösen Dämonen Rawana endlich erobert, dieser selbst aetödtet und Sita befreit. Rama und Sita kehrten jetzt auf dem Götterwagen nach Indien zurück, . wurden dort feierlich gekrönt und traten nun in ihrem Reich oie Herrschast an. Die in dem Krieg gegen den bösen Dämon gefallenen Affen wurden vom Gott Jndra wieder in'Z Leben zurückgerufen. Hanuman aber mit ewiger Jugend belohnt und unter die Götter versetzt. Die Bemühungen' Hanumans um Rama also sind der Grund, warum diejenige Affenart, welche die Inder gegenwartig Hanuman und Huneman nennen, noch heute göttliche Verehrung genießt. Diese Affen aehören zu den Schlankaffen. Die Behaarung ist an Rücken und Bauch gelblichweiß, im Gesicht, an fänden und Füßen schwarz, während Ins Barthaar fast gelb gefärbt ist. Die Thiere, die theils in den Tempeln selbst, theils auf den die Tempel umgebenden Palmen wohnen, sind in der Jugend ziemlich zutraulicb, werden aber im Alter mürrisch und mißtrauisch. Oftmals unternehmen sie Plünderungszüge in die Gärten der Dorfbewohner oder dringen sogar in die Hütten ein, ohne daß man sie zu vertreiben wagt. Gewohnlich aber werden sie von dem Brahmanen, dem Priesier des TempelZ, mit Zuckerrohr, Nüssen, Reis, Datteln und Bananen gefüttert, die die Hindus als Opfergaben varbringen. Gcsahrlichcs Abentmer. Einen Beweis, wie gefährlich für ihre Bändiger sogar dressirte Schlangen sein können, führt die Thierbandiaerin Anita Fougere a.i. Sie schildert ihr Erlebnis folgendermaßen: ES war während eines rauhen Winters; starke Fröste hinderten mich, mit meinen Schlangen irgend etwaö zu unternehmen. Sie lagen unbeweglich, wie lebloZ, da und gaben fast gar kein LebenSzeichen von sich. Endlich ließ ich sie in einen geheizten Raum bringen und sie begannen sich zu regen. Nun glaubte ich es mit einer öffentlichen Abendvorstellung wagen zu können und führte dem Publikum meine Riesenschlange Monarch" vor, obschon ich nicht ganz sicher war, daß der Versuch ohne Get't . jt ..! . . . a. . ii ' jagr.jur micg geringen weroe. ;$ca yaire nämlich schon während meiner letzten Produktion die Erfahrung gemacht, daß dieses Riesentbier meinen Körper nicht mehr wie sonst, sanft umschlang, sondern daß es meine Glieder ganz eigenthümlich zusammenschnürte, und daS beunruhigte und regte mich auf. Trotzdem aber beschloß ich, den Versuch u wagen und die Borstellung anzuenm. Iiaz aav oer cdlanae oas tor kannte Aeichen, ste verlien den Kafia und nähert sich mir. Früher pflegte sie dann meinen Körper langsam und vorsichtig ZU umschlingen, diesmal c? fühlte ich. daß sie ihn wie in einen Schraubstock zusammenpreßte. Obwohl ich dadurch sehr alterirt wurde, be

nühte ich mich dennoch, das Gefühl der Fürcht, das sich meiner bemächtigt hatte, vl unterdrücken, denn Unruhe und sichtbare Aufregung wären für mich verhängnißvoll geworden. Ich strenate

mich daher an. wenigstens äußerlich die ttuhe zu bewahren und hielt den Hals des Thieres fest m memer Hand, ohne mich um die versammelten Zuschauer zu kümmern. Meine Blicke heftete ich est auf die Augen der Schlange und lüsterte ihr beständig Worte zu. die sie ron mir zu hören gewöhnt war. Aber diesmal schien sie meine ErMahnungen gar nicht zu beachten, sie riß ihren Rachen immer weiter auf, als ob sie mich verschlingen wollte. Nun ahnte ich die mir drohende Gefahr und gab dem Publikum ein Zeichen, daß es sich entfernen möchte, denn eine in Wuth gerathene Schlange kann nur beruhigt werden, wenn sie mit ihrem Bändiger allein gelassen wird. Nun begann ich die heftigsten Schmerzen dieser eigenartigen Umschlingung immer intensiver zu suhlen; ich wurde schwindelig, siel aber nicht hin. denn der Riesenleib der Schlange, der mich wie ein eiserner Reif umgab, hielt mich aufrecht. Endlich war es mir, als ob meine Füße den Boden nicht mehr berührten, daß ich. mit dem Riesenkopf der Schlange in der Hand, in der Luft schwebe, als ob die runden Augen des Thieres wie glühende Kohlen leuchteten und mich anstarrten. Unwillkürlich kam mir der Gedanke, daß meine Rippen gleich zu krachen beginnen mußten. In dieser Todesangst schloß ich die Augen und ergab mich in mein unabwendbares Schicksal. Bon ferne hörte ich noch die Töne der Musik, mein Athem stockte und ich verlor die Besinnung. Plötzlich fühlte ich die Berührung einer kräftigen Männerhand, die mich gepackt hatte; noch halb besinnungslos öffnete ich die Augen und erblickte den zerschmetterten Kopf der Schlange vor mir. Als ich dann vollends zu mir kam, schnitt man den Riesenleib des Thieres, das mich fast zerdrückt hatte, entzwei und befreite mich aus dieser fürchterlichen Umschlingung. Wann Prinzen hcirathcn. Der deutsche Kronprinz, der am 6. Mai d. I. sein 22. Lebensjahr vollendete, ist genau in dem gleichen Alter in den Ehestand getreten, wie sein Vater, der Kaiser, denn dieser vermählte sich am 27. Februar 1881, einen Monat nach feinem 22. Geburtstage. Erscheint dieses Alter für einen Ehemann nach den bürgerlichen Gepflogenheiten wohl als ein verhältnißmäßig junges, so darf man nicht vergessen, daß die Fürsten allezeit nach dem Grundsatze gehandelt haben: Jung gefreit, hat Niemand gereut." ; Den Rekord in dieser Hinsicht darf unter, den jetzt lebenden europäischen Monarchen der König der Belgier. Leopold II., für sich in Anspruch nehmen, indem er erst knapp 13 Jahre alt war.' als er die Erzherzogin Maria Henriette am Tage vor ihrem 17. Geburtstag zur Frau nahm. Von den Vorfahren des deutschen Kronprinzen aber, bis zurück zum ersten hohenzollernschen Kurfürsten von Brandenbürg, waren nicht weniger als fünf noch jünger an Jahren als der Erbe der deutschen Kaiser- und preußischen Königskrone. Und von diesen fünf waren König Friedrich Wilhelm I. und Kurfürst Joachim I. mit 18 Jahren die jüngsten. Ein Jahr älter, also 19, war der Prinz August Wilhelm, jener Bruder Friedrichs des Großen, von dem das heutige preußische Königshaus abstammt. Friedrich der Große und sein Nachfolger Friedrich Wilhelm II.. zählten bei ihrer Vermählung 21 Jahre, während Friedrich' Wilhelm III. im 24., Friedrich Wilhelm IV. im 29.. Wilhelm I. im 32. und Kaiser Friedrich im 27. Lebensjahre stand. Wenn wir von den beiden einzigen morganatischen Hrathen preußischer Prinzen absechen, deren eine der damals 43jährige Prinz Albrecht Vater 1853 mit Rosalie v. Rauch und deren andere der 39jährige Prinz Adalbert 1850 mit Therese Elsler schloß, hat nur ein einziger Prinz der königlichen Linie des Geschlechts der Hohenzollern älter geheirathet als mit 32 Jahren, Prinz Albrecht Sohn, der Regent von Braunschweig, der bereits das 35. Jahr seines Lebens zurückgelegt hatte, als er die Prinzessin Maria von Sachsen-Alten-bürg 1873 heimführte. Das Alter der übrigen preußischen Prinzen bei ihrer Verheirathung schwankt zwischen den Zahlen 20 (Prinz Albrecht Vater bei seiner ersten Ehe mit der Prinzessin Marianne der Niederlande, und die Prinzen Louis und Wilhelm, die Vrüder Friedrich Wilhelms III.) 23 (Prinz Friedrich und Prinz Friedrich Leopold), 25 (Prinz Ferdinand, Bruder Friedrichs des Großen, Prinz Karl und Prinz Heinrich) und 26 (Prinz Heinrich. Bruder Friedrichs des Großen, und Prinz Friedrich Karl.) Gedankensplitter. Es gibt Menschen, die nur daS Gute in Rechnung stellen, das man ihnen nicht thut. Eine LieblinflSbeschaftiguna der Unthätigen tft die Thätigen zu stören. Ueber alle Menschen klagen, Heißt sich selbst, nicht sie anklagen. Gerade ausgezeichnete Menschen sind meist nicht .ausgezeichnet: Wo man sich den Grund nicht eingeftkhcn will, sucht man nach rttntxa. Auch den Unglücklichen schlägt keine Stunde denn er hat sein Uhr versetzt.

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