Indiana Tribüne, Volume 28, Number 265, Indianapolis, Marion County, 30 June 1905 — Page 6

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Aug. Diener,

Europäische Nachrichten. ZssMekdeutsche Staaten. A l t e n b u r g. Letztens verunglückte der 17jährige Wilhelm Möhring dadurch, daß beide Beine bis an's Knie abgeschnitten wurden. Auf dem Transport nach dem KreiskrankenHause in Bernburg ist er seinen schweren Verletzungen erlegen. Dessau. Einer der ältesten GastHöfe unserer Stadt, der Schwarze Adler" in der Steinstraße, ist zum Theil niedergebrannt. Di? umfangreichen Hintergebäude sind völlig zerstört, vom Vordergebäude ist der Dachstuhl abgebrannt, und auch sonst ist das Haus so stark beschädigt, daß seine Wiederherstellung fraglich erscheint. Gandersheim. Mühlenbesitzer Fesmg von hier ist in dem Mühlengetriebe zermalmt worden. Zwei reisende Müllerqesellen, denen besing ein

Almosen verweigerte, sind verdächtig, chn in das Getriebe geworfen zu Yaben. Holzminden. Der hiesige Fabrikant Reuter ist infolge von Vergif tung gestorben. In der Apotheke hatte er ein Bandwurmmittel verlangt. Statt dessen hatte der Apothekerlehrling aus Versehen ein Gift gegeben. Jena. Schieferarbeiter Förtsch, der in den, herzoglichen Schieferbrüchen zu Lehest'm schwer verunglückte, ist in der hiesigen Universitätsklinik gestorben. K ö t h e n. Sein goldenes Dienstjubiläum feierte der Kttissekretär Kanzleirath Rust. Der Herzog zeichnete ihn durch Verleihung der Ritterinsignien 2. ctlaffe des anhaltischen Hausordens und der goldenen Medaille für oOjährige Diensttreue aus. Linse. In der Senne ertranken die beiden Kinder des Steinbrucharbeiters Warnecke von hier im Alter von 8 und 3 Jahren. S e e s e n. Ein beklagenswerther Unclücksfall ereignete sich in der Nähe der hiesigen Station. Der Weichensteller Lessmann von hier war mit dem Oelen einer Weiche beschäftigt, überhörte dabei ahr einen herankomwenden Zug der Staatsbahn, dessen Maschine ihn erfaßte und ihm den rechten Fuß vollständg abfuhr. Weimar. Der Direktor des ersten Bezirks von Sachsen-Weimar, Geheimer Rath Bock, ist plötzlich in Wilbelmshöhe, wo er zur Kur weilte, gestorben. Er hat etwa zwei Jahrzehnte an der Spitze der hiesigen Bezirksdirektion gestanden. Sachten. Dresden. Dieser Tage beging Oberlehrer Meisel. 8. Bezirksschule, sein 40jähriges Amtsjubiläum. Da schwere Krankheit den Jubilar schon längere Zeit von seiner Berufsstätte fernhält, wurde er von Seiten des Collegiums in seiner Wohnung begrüßt. Direktor Grützner brachte ihm die wärmsten Glückwünsche dar, auch wurde ihm dabei ein sinniges Geschenk überreicht. G r o'ß r ist) r s d o r f. Dieser Tage wurde der 47 Jahre alte KohlenHändler Friedrich August Seidel hierselbst in einem Zimmer seiner am Bahnhofe gelegenen Kohlenniederlage todt aufgefunden. Der Arzt stellte Vergiftung durch Kohlenoxyd fest. H a i n e w a l d e. Vermißt wird seit längerer Zeit der 49 Jahre alte Maurer und Hausbesitzer Ernst Prin ke. Er ist vermuthlich auf dem Hdm Wege von der Arbeit in der Dunkelheit vom Wege abgekommen, in die Mandau gefallen und ertrunken, denn letztens wurde seine Mütze am Man-dau-Ufer gefunden. L e ck w i tz. Hier starb ein Kind des Arbeiters Weber nach dem Genusse von Wasserschierling unter schweren Vergiftungserscheinungen. Leipzig. An Händen und Füßen gefesselt wurde der Leichnam des 23 Jahre alten Handarbeiters Bruno Kühn in der Pleiße aufgefunden. Es erscheint nicht ausgeschlossen, daß Kühn, der krank war und öfters Selbstmordgedanken äußerte, die Fesselung selbst vorgenommen hatte. Ferdinand Dunse, pensionirter BergWerkssteiger, und Frau, Hierselbst, Elrsenstraße 28 wohnhaft, feierten in voller Rüstigkeit die seltene Feier ihrer goldenen Hochzeit. Die Jubilare sind 76, bezw. 74 Jahre alt. N a u n h o f. Zwischen Großsteinberg und hier hat sich der Buchhändlergehilfe Willy Riedcich aus Leipzig von einem von Leipzig nach Grimma verkehrenden Personenzuge überfahren lassen. Der Tod trat sofort ein. Oberneukirch. Letztens ist hier das zweistöckige Wohnhaus des Fabrikanten Ernst Richter niedergebrannt. Pulsnitz. Vor einiger Zeit beging die hiesige Firma I. G. Haufe ihr hundertjährigesGeschäftsjubiläum, während gleichzeitig die beiden Jnhaber dieser Firma (zwei Brüder Haufe) ihr 25jähriges Jnhaberjubiläum feiern konnten. R o ß w e i n. Das vierjährige Söhnchen des Eisendrehers Hohlfeld von hier fiel beim Spielen in die Mulde und ertrank. Z w i ck a u. Aus der Mulde wurde die Leiche des vermißten Fuhrmanns Meidauer aus Marienthal geborgen. Andauernd Krankheit scheint den Mann in den Tod getrieben zu haben. Aeffen.Varmstadt. D o r h e i m. Der Großherzoa

hat dem Diener Hermann Röder hierr -f-f. n . y v nc i

uo oas Allgemeine orenzeicyen mir der Inschrift "Für langjährige Dienfte" verliehen. F l o n h e i m. Vom Großherzog erhielt der hiesige Bürgermeister, Ortsgerichtsvorsteher und Standesbeamte Phil. Werner das silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen. Heppenheim. Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich auf der Straße von hier nach Laudenbach. Der Maurer Franz Dambier von hier war nach Laudenbach gefahren, um Heu zu holen. Auf dem Nachhausewege wurden die Pferde scheu und gingen durch. Dambier, welcher auf dem Fuder saß. stürzte herunter und tarn unter die Räder des Wagens, welche ihm über die Brust gingen. Die Pferde fanden den Weg allein hierher, während ein später vorüberfahrender Bierfuhrmann den Schwerverletzten auf seinen Wagen nahm und nach Hause fuhr. Nach kurzer Zeit erlag der 20jährige junge Mann feinen schweren Verletzungen. Mainz. Der Privatier Lippmann. Vater des hiesigen Stadtverordneten, erlitt, als er am Rhein spazieren ging, einen Schlaganfall, fiel dabei in den Rhein und ertrank. Der 30 Jahre alte Kellner Weiß erschoß sich in der Gaugasse in einer Animierkneipe, wo seine Frau als Kellnerin thätig ist. Weiß sollte sich dieser Tage wegen Mißhandlung seiner Frau vor Gericht verantworten. W o r m s. Der städtische WasserWerksdirektor Kirsten wurde, als er sich zum Vortrag bei dem Oberbürgermeister befand, von einem Herzschlage getroffen und war sofort todt. Wayern. München. Kürzlich ist hier der frühere Ministerialdirektor im Ministerium des Aeußeren, von Oswald, gestorben. Der an der Winterstraße bei seinem Pflegevater wohnhafte 15 Jahre alte Bäckerlehrling Gallus Weinzierl ist nach dem Genusse von Schinken, der in einem großen Schar kutiergeschäft gekauft war, unter den Symptomen der Fleischvergiftung erkrankt und bald darauf im Krankenhause gestorben. Der o. Professor an der hiesigen Universität, Dr. theol. et phil. Johann Friedrich, wurde nach vollendeter 40jähriger Dienstzeit auf Ansuchen von der Verpflichtung zur Abhaltung von Vorlesungen entbunden und ihm bei diesem Anlaß der Verdienstorden vom Heiligen Michael 3. Klasse verliehen. Der Gelehrte steht im 68. Lebensjahre. Augsburg. Gemeinsam feierten die am 8. April 1830 in Reinhausen geborenen Zwillingsbrüder Johann und Xar?r Moser ihr 50jährigesAmtsjubiläum. Beide sind katholische Geistliche und empfingen auch am gleichen Tage die Weihen. Aschl'. ffenburg. Hier ist der Professor am Technikum und correspondirendes Mitglied der Pariser Akademie der Wissenschaften, Reinhold Richter, ein Deutschböhme, im Alter von 44 Jahren gestorben. C h a m. Der Rektor des hiesigen Redemptoristenklosters, Pater Schleinkofer, stürzte so unglücklich über die Klostertreppe hinab,daß er sich schwere Verletzungen zuzog. Dörre nbach. Erschoen hat sich der hiesige Gemeindesekretär Wander. Der Anlaß ist unregelmäßige Geschäftsführung. H i r s ch f e l d. Vor einiger Zeit fiel der 67jährige Holzhändler Kaspar Firnbach aus Knetzgau von einem Kahn, der umkippte, in den Main und ertrank. I n g o l st a d t. Hier erschoß sich die Schauspielerin Eugenie Koch in der Wohnung ihres in München abwesenden Geliebten, eines Leutnants. N e u - U l m. Der 25 Jahre alte Hausknecht des hiesigen Gasthofes zur Stadt Athen", Max Sonndini aus Friedberg, der einen Stich in den Unterleib erhielt, ist im Krankenhause gestorben. Der Thäter, ein Italiener, ist verhaftet, ebenso der Tagelöhner Jhle von Steinheim, der bei dem Verwunbeten bis zum Eintreffen des Arztes wachte und ihn inzwischen bestahl. Schwarzenbach. Der Vater unseres Reichstagsabgeordneten Dr. Erwin Goller, Privatier Christoph Goller, ist im Alter von 77 Jahren unerwartet am Herzschlage sanft verschieden. Würzburg. Der Tod hat unter der hiesigen Bürgerschaft reiche Ernte gehalten. Ein eigenartiges Zusammentreffen ist dabei zu constatiren. Zwei Brüder, hochgeachtete Männer der Stadt, starben kurz hintereinander. Der frühere Färbermeister und Privatier Martin Voll wurde tödtlich vom Schlage getroffen. Nach kurzer Z?it starb sein Bruder, der frühere Drechslermeister und jetzige Privatier Friedrich August Voll; dieser ist der Vater des Privatdozenten Dr. Voll in München. Auch der vielen Fremden bekannte Besitzer des Weinrestaurants zum Bocklägidi", Adam Wagenhäuser, starb nach kurzer Krankheit. Württemberg. Stuttgart. Nach einer 46jährigen Thätigkeit imEisenbahnbetriebsund Verwaltungsdienst ist Direktor v. Dopffel. Abtheilungsvorstand bei der Generaldirektion der württ. Staatseisenbahnen, vor kurzer Zeit in den Ruhestand getreten, iei welchem Anlaß er Titel und Rang eines Präsidenten erowit.

iS'e i s l i n g e n a. St. In 'jstum

gen, hiesigen Oberamts, stürzte der Taglöhner Häusler, der beim Aufrichten des Dachgebälks an einem Neubau mithalf, ab und trug so schwere innere Verletzungen davon, daß er bald darauf an den Folgen gestorben ist. G a l l d o r f. Dieser Tage ist in Eutendorf, hiesigenBezirks, das außerhalb des Ortes gelegene, vereinzelt stehende Wohn- und Oekonomiegebäude des Wagners Schäfer größtentheils durch Feuer zerstört worden. Der Abgebrannte ist versichert. H e i l b r o n n. Der Standesbeamte Haller hat sich in seiner Wohnung erhängt. Wie es scheint, hat der Unglückliche die That in einem Anfall von Trübsinn begangen, hervorgerufen durch den Tod seines Sohnes und Krankheit in der Familie. Kochendorf. In der Elsäßer'schen Brauerei hier fiel dem 17jährigen Emil Holl von Oedheim beim Abladen von Fässern ein volles Faß derart auf die Weichtheile, daß der junge Mann seinen dabei erlittenen schweren inneren Verletzungen erlag. Langenargen. Hier wurde der 61 Jahre alte Schuhmacher Anton Heilig auf dem Brandplatze der Parkettfabrik, wo er beim Abbruch der Mauerreste mithalf, von einer umstürzenden Mauer getroffen und so schwer verletzt, daß er in's Krankenhaus verbracht werden mußte, wo er seinen Verletzungen erlegen ist. Oberndorf. Das auf Markung Vctzweiler, hiesigen Bezirks, gelegene Wohn- und Ziegelei - Anwesen des Zieglers Hildbrand brannte bis auf den Grund nieder. Auf welche Weise das Feuer entstand, ist nicht aufgeklärt. N ü r t i n g e n. In den hiesigen Cementwerken wurde der Arbeiter Nill vom Fahrstuhl erfaßt und getödtet. Der Verunglückte hinterläßt eine Wittwe mit 11 Kindern. Rottenburg. Letztens feierten' Joseph Lanz zur Sonne und seine Gattin Katharina, geb. Hugher. in körperlicher und geistiger Rüstigkeit das Fest der goldenen Hochzeit. S e e k i r ch. Beim siebenten Knaben des Lehrers Kurfeß Hierselbst hat der König Pathenstelle übernommen und dem Kinde einen silbernen Becher zum Geschenk gemacht. DieBudape st erPolizei beschäftigt sich mit einem eigenthümlichen Vorfalle. Ein junger Aristokrat, Baron Ladislaus Miske, jun., ist in Budapest, knapp bevor er entmündigt werden sollte, unter mysteriösen Umständen verschwunden, und man vermuthet, daß er von seinen Gläubigern entführt worden sei. Der Verschwundene hatte innerhalb zweier Jahre circa 100,000 Kronen vergeudet und ebensoviel Schulden genftchi. Die Verwandten ließen den Geisteszustand des excentrischen jungen Mannes untersuchen, und die Aerzte konstatirten, daß der Baron schwachsinnig sei. Es wurde bei der Behörde das Entmündigungsverfahren eingeleitet, und Baron Miske sollte in Bälde unter Kuratel gestellt werden. Knapp bevor dieses Verfahren zum Abschlüsse gelangte, verschwand plötzlich der Baron aus Cepinje (Kroatien). Er floh zur Nachtzeit aus dem väterlichen Schlosse, und nachdem er den Weg bis Aqram zu Pferde zurückgelegt hatte, reiste er von dort mit der Eisenbahn nach Budapest. Die Eisenbahnfahrt legte er, als Arbeiter verkleidet, in einem Wagen dritter Klasse zurück. Die Flucht erfolgte am 19. v. M.. und seither gab der Baron kein Lebenszeichen von sich. Die Polizei hat Anhaltspunkte dafür, daß Baron Miske von seinen Gläubigern die befürchten, falls ihr Schuldner unter Kuratel gestellt wird, leer auszugehen entführt wurde und versteckt gehalten wird. Zu einer überraschend e n Entdeckung führten die Ermittelungen des WttnerSicherheitsbureaus, dem ein englischer Checkschwindler in die Hände gefallen war. Der Mann wohnte in einem v irnehmen Hotel und machte bedeutende Einkäufe, die er mit Checks der Londoner Firma Brown, Shipley & Co. bezahlte. Er nannte sich in Wien Charles Henry Leiter aus Chicago. Als die Werthlosigkeit der Checks erkannt wurde, verschwand der Gauner und wurde erst dieserTage in Luzern festgenommen, wo er untr dem Namen eines Lord Carl Gerald Falconer ähnliche Schwindeleien berübte. Es zeigte sich nun, daß die Londoner Firma das Checkbuch für Mrs. Violetta Mary Fräser, die Gattin Guy Vasil Fräsers, ausgestellt hatte. Einen Monat nc.ch der Ausstellung benachrichtigte Mrs. Fräser die Bank, daß ihr das Checkbuch abhanden gekommen sei. Die Bank sistirte sofort die Honorirung der Checks. Jnzwischen liefen aus den verschiedensten Städten des Continents Checks im Gesammtbetrage von 1030 Pfund Sterling ein. Nun trat eine überraschende Wendung ein. Als das Wiener Sicherheitsbureau die Photcgraphie Leiter - Falconers nach London überschickte, wurde sie als die des Gatten der Besitzerin des Checkbuches, Guy Basil Fräser, erkannt. Fräser hat den südafrikanischen Krieg als Offizier eines Linienreaiments mitgemacht und sich hieraus verheirathet. Nach kurzer Ehe verlieh er seine Gattin unter Mitnahme ihres Checkbuches. Mrs. Fräser hatte ihrem flüchtigen Gatten dies Schändlichkeit nicht zugetraut und nahm an, daß sie fe Checkbuch verloren hätte.

Meik Habersack's Ichreibedrief.

Vc. Ve'ohrter Mister Edithoel Perris im Tschuhn. Wann Se in mei heidige Schreiwebrief französische Eckspreschens sinne duhn wo Se nit unnerstehn könne, dann mache Se sich kein Trubel desWege ich kann se auch nit versteh. Awwer Se mache sich kein Begriff davon, wie iesig mer hier in Perris die Lengwitsch uffpicke duht. Das kommt awwer nur daher, weil ich doch zwei Lengwitsches beherrsche un ich denke, das französische is blos aus deitsche und englische Worte uffgemickft. Ich will Jhne emol e paar Eckzembels gewwe. Mer duht for instenz in Perris sage: oehn, doch". In Ihren beschränke Unnerihaneverstand denke Sie mehbie das deht meine: en Dag. Das is awwer en Mißtehk, bikahs es meint, eins zwei. Bis uff drei kann ich noch nit französisch kaunte, sonst deht ich Jhne noch ganz annere Sache sage. E ganz ordinehres Bilding ruhfe se hier Mehsen". Ich denke, das kommt daher, bikahs die Mehsens bilde doch die Haiser un se spelle es es auch ganz den nämliche Weg wie mir, blos duhn se's e wenig different pronaunze, das kommt awwer von den Ackzent Zirkumstanz her wo se owwe druff setze un wo guckt wie e Ruff an e Haus. Ich sin froh, daß mir in die Juneitet Stehts so kein Nonsens hen. mer hen mitaus das schon Nonsens genug dort. Well, ich sin also nach Perris geträwwelt un ich hen gar nit abwarte könne, bis ich hin sin komme. Wisse Se, mer hört doch so wiel von Geh Perris" un do sin ich ordentlich eckseitet gewese, wie die Trehn in daS Diepoh gepullt Hot. Ich hen in die Juneitet Stehts emol en Schoh gesehn, wo Görls von Perris" genannt is worde un off Kohrs hen ich eckspetet, daß all die junge Meedercher in Perris den Weg wäre wie in den Schoh. Die Trehn Hot noch nit gestappt do sin ich schc-n eraus getchumpt un hen die Auge uffgerisse, daß ich se purtinier nit mehr hen zumache könne. Awwer es is gar nicks gewese wo mich hätt eckseite könne. Es sin e ganze Latt Piebels dagewese un auch Lehdies. awwer die hen sich all so gut behehft wie die Piebels in Amerika un mehbie noch besser. Der einzige Differenz is gewese, daß se all frenfch getahkt hen. Do is gleich ebbes gehäppend, wo ich heut noch nit iwwer die Surpreis enaus sin. E feine Lehdie Hot e ganz kleines Hundelche bei sich gehabt. Das Hundelche Hot en Freund gesehn un Hot e Minnit odder zwei bei den gestappt. Das Hot die Lehdie nit gegliche un se Hot gerufe: Allong issie, issie;" un was wer'n Se denke, das Hundelche is gleich zu se gelaufe komme un hot geschmeilt! Is es nit großartig, daß so e kleine Krott schon so schön frenfch verstehn duht? Sellen Hund hen ich mich als Vorbild genomme. Ich hen gedenkt: Gege mich is das doch nor en wunzig kleiner Hund un was so en Hund kann, das kann auch so en alter Esel wie mich. Von jetzt an hen ich die Ohre un die Auge gespitzt un ich hen auch schnell angeketscht. Zuerscht hen ich nach en Restaurant gefragt; ich denke ich hen mich nit so arig 'cksäcktlie eckspreßd, bikahs der Feller hot gesagt: Kommang wuhPortugal? Das Hot gemeint: Plies sage Se's noch emol, ich hen Jhne nit verstanne." Do hen ich gesagt: Wui Moßjier, wullewuh manschet) in Restaurant." Das war genug; er is mit mich gange bis mer an e Restaurant komme sin, do is der Wehter zu mich komme un Hot gefragt: Bongschuhr Moßjier, Kehs kewuhwulleh? No. hen ich gesagt, um Kehs geb ich nicks; gewwe Se mich e Omelett Schardinier alla mohd mit Pomdidehr Potehtos;owwedruff könne Se mich e wenig Fromahsch della Schmiß gewwe, awwer Kehs gleich ich nit." Der Wehter Hot geschmeilt; ich sin schuhr er is surpreist gewese, daß ich schon so gut .frenfch tahke kann. Wie er widder reduhr is komme, do Hot er mich awwer e Miehl gebracht, das Hot einiges gebotte. Was es gewese is, sell weiß ich nit, awwer ich hen's doch gesse. Tann hen ich noch emol uff die Bill of Fehr geguckt, bikahs ich hen mich noch ebbes ordere wolle. Do hen ich gesehn, daß do noch en Disch gestanne Hot, wo Furschett geheiße Hot, was dabei gestanne Hot, das hen ich nit ausmache könne. O, well, hen ich zu mich gedenkt, mer muß alles emol brobicre un do hen gesagt: Bringe Se mich e Porzion Furschett, awwer e wenig hurriopp kwick." Der Wehter is gleich Widder komme un Hot mich e Fohrk hingelegt. Aha, hen ich zu mich gesagt, mit den Spuhn werd also der Disch nit gesse. O, mer duht immer noch lerne, un wann mer so alt werd wie e Kau. Es is e ganze Weil vergange mitaus daß mei Order komme iö UN do hen ich emol e Kick gerehst.

Well, hen ich gesagt, duhn Sie eckspeckte, daß ich iwwer Nacht hier steh? Sell Hot der Wehter nit verstanne un do hen ick mich dann in frensch ausgekwetscht so gut wie ich eonnt hen. Er Hot nicks gedahn wie geschmeilt un das Hot mich bei un bei so mähd gemacht, daß ich nach ihn gehallert hen, wie alles; off Kohrs hen ich nit lauter französische Worts gejubst un er Hot immer gesagt: Kommang? Kommang? Ich hen ihn awwer Kommang gewwe. Ich hen ihn eine mit die verkehrte Hand in's Gesicht geschmisse, daß ich rmrtinier mei Hand verstaucht hen. Do hot er awwer gestart, französisch mit mich zu redde; er hot wenigstens siwwe Hunnert Worte in eine Minnit gejuhst; awwer ich hen gedenkt, was soll ich mich mit den Maulaff erumfeite, un wie er nach den Büffet gelaufe is, for sich Esisstenz zu hole, do sin ich die Diehr enaus geschniekt UN befohr, daß se mich hen ketsche könne, sin ich schon in die Kraut an die Stritt so uffgemickft gewese, daß ich mich selbst hardlie eraas hen sinne könne. Ich denke for e Biginning war das gar nit so schlecht un das nächste mol werd's noch besser. Mit beste Riegahrds Juhrs trulie, Meik Habersack, Eskweier un Scheriff von Apple Jack, Holie Terrer Kauntie. Bosheit. Du. Arthur, hier in der Zeitung wird um Brennmatenal für die Armen gebeten; . . . hast Du Dein Drama noch nicht fertig?" Stoßseufzer. Ist es wahr, daß Ihre Frau Sie immer aus der Wirthschaft holt, wenn Sie ihr zu lange ausbleiben?" Pantoffelheld: Ja, leider; meine Frau ist eben nicht im ge ringsten wirthschaftlich gesinnt." Ein Held. Polizeicommissär: Sie hüben den Dieb in Ihrem Zimmer gesehen?" Herr: Ja." Polizeicommissär: Weshalb haben Sie ihn denn nicht wenigstens verscheucht?" Herr: Weil er mich verscheuchte."

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