Indiana Tribüne, Volume 28, Number 264, Indianapolis, Marion County, 29 June 1905 — Page 6
29. Juni 1903.
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Aug. Diener,
Europäische Nachrichten.
Provinz Kannover. Hannover. Ludwig Konecke, der Vorsteher des Lohncontors der hiesigen Baumwollspinnerei und Weberei, beging kürzlich den Tag, an welchem er vor 50 Jahren in dieselbe Tienststellung, die er jetzt in seinem 81. Lebensjähr noch inne hält, eingetreten ist. Auf ein 25jähriges Bestehen konnte die Firma C. Tilly, Seifen-, Parfüme-rien-und Bürstenwaarenhandlung, Schmiedestraße 37, zurückblicken. Ihr 25jahria.es Jubiläum als Miether feierten letztens die Wittwe Florentine Meisner im Hause des BürgervorsteHers Senger, Caplanstrahe 17, und der Schuhmachermeister Füllgrabe im Hause des Restaurateurs Kornhoff, Dreierstraße 84. Brinkum. Die Tochter deS Landwirths Mohrschladt hierselbft trieb die Pferde vor derDreschmaschine und erlaubte der vierjährigen Tochter ihres Nachbarn Kammann, sich auf einen der Zugbäume zu setzen, was Kinder vorliebend gern als Karousselfahrt ausnutzen. T)as Kind schlug aber während der Fahrt über und klemmte sein Köpfchen zwischen Zugbäum und Göpelkasten. Der Kopf wurde skalpirt, so daß eine Stelle von 25 Centimetern Länge am Kopfscheitel vom Arzt wieder angenäht werden mußte. E i m e. Vor einiger Zeit verstarb hier der Kriegsveteran Amzust Reinholz. Er wurde durch den hiesigen Kriegerverein mit militärischen Ehren zu Grabe geleitet. Der Verstorbene hat in der hannoverschen Armee im Gardejägerbataillon bei Langensalza mitgekämpft. Den Feldzug 187071 machte er beim Gardeschützen - Bataillon mit. H a m e l n. Im 80. Lebensjahre verschied hier am Herzschlaae der städtische Förster a. D. Georg Redlich auf Heisenküche. L i n g e n. Zu Haus Heidhof verschied im Alter von 72 Jahren der frühere langjährige Bürgermeister un serer Stadt, Werner v. Beesten. Er gehörte als Vertreter des Wahlbezirks Lingen zu den ersten Landtagsabgeordneten, die die Provinz Hannover 1867 nach Berlin sandte. O o r u m. Als der Schachtarbeiter Batge von hier vom Kalischacht heimkehrte, gewahrte er am Mühlenwehr der Fährmühle die Leiche eineS Kindes und gleich darauf die einer Frau. Zu seinem nicht geringen Erstaunen mußte er bemerken, daß die Leichen diejenigen seiner Schwester, der Witttve des kürzlich infolge eines Unfalles verstorbenen Militärmusikers Bunge zu Hagenau nud die ihres 14 Jahr alten Kindes waren. Die Frau war nach dem Tode ihres Mannes. der während ihrer Behandlung nach der Entbindung in einem Krankrnhause erfolgte, schwermüthig und nervös geworden und hat unter den obwaltenden Umständen den Tod in der Oker gesucht; sie hatte vorher Selbstmordgedanken geäußert. U e l z e n. Dieser Tage verunglückte der auf hiesigem Güterbahnhofe beschäftigteRangirer Wilhelm Schmidt aus Westerweyhe in Ausübung seines Berufs. rcr?irrz Wostfren. Bestwig. Letztens wurde hier das 25jährige Dienstjubiläum des Amtsmanns Dransfeld im Sauerländer Hof gefeiert. Dortmund. Einen schrecklichen Tod erlitt auf Zeche Gottessegen" der Bergmann Friedrich Rau; er gerieth unter herabfallende GesteinsMassen, die ihm den Leib vollständig aufrissen. Ein zweiter Bergmann, welcher an derselben Stelle arbeitete, erlitt eine schwere Verletzung. G e l s e n k i r ch e n. Die große mechanische Schreinerei von Meyerhofer mit einem kolossalen Holzlager wurde durch eine Feuersbrunst vollständig zerstört. H a t t i n g e n. Der Bremser Harhus hatte seine Schwiegermutter in Barmen besucht. Als er mit dem Zuge heimgekehrt war, nahm er seinen Weg über die Eisenbahn - Ruhrbrücke, wurde von einer Maschine angefahren und auf eine Schiene geworfen, sodaß er einen Schädelbruch erlitt und auf der Stelle todt war. Tags zuvor hatte seine Frau einem Kinde das Leben gegeben. Langendreer. Eine schreckliche That ist von dem Bergmann Hanke Hierselbst verübt worden. Hier hatten sich in einen Chausseegraben zwei Handwerksburschen gesetzt und verzehrten ein Stück Wurst. Hanke verlangte von den Leuten, daß sie ihm ein Stück Wurst abgeben sollten, welchem Ansinnen nicht entsprochen wurde. Daraufhin stürzte sich Hanke wüthend auf die Leute, zog ein Messer und stieß es einem der Leute in den Leib. Die Verletzung war eine furchtbare, als man den unglücklichen Menschen in'S Krankenhaus schaffte, waren die Eingeweide durch die große Schnittwunde herausgetreten. Der Thäter wurde alsbald durch einen Polizeibeamten in Haft genommen. Schmeicheln. Der von Löhne kommende Personenzug überfuhr bei der hiesigen Station den verheiratheten Streckenwärter Gehring, Vater mehrerer Kinder. Der Tod trat auf der Stelle ein. Die Leiche war bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Hlheinproving. Köln. Dieser Tage beging der
apellmeister der Vereinigten Stadttheater, Wilhelm Mühldorfer, sein fünfzigjähriges Jubiläum als Dirigent. Barmen. Rud. Jbach Sohn ist vom Kaiser Franz Joseph I. von Oesterreich mit dem Titel eines Hofpianofortesabrikanten ausgezeichnet worden. Bonn. Dem hiesigen Anatomen Geh. Rath Prof. Dr. von la Valette St. George hat die Berliner philosophische Fakultät das vor 50 Jahren erworbene Doktordiplom in ehrenvollster Weise erneuert. Düsseldorf. Verhaftet wurde der hier ansässige Kaufmann Karl Oberh'ösel, Theilhaber der in Concurs gerathenen Firma Stiel und Oberhösei, wegen betrügerischer Manipulationen und Unterschlagung von Mündelgeldern in Höhe von 15,000 Mark. Sein früherer Theilhaber, Kaufmann Josef Stiel, ist bereits längere Zeit verschwunden. E l b e r f e l d. Nach einem WortWechsel erschlug derStukkateur Schulte seinen neunzehnjährigen Arbeitskameraden Berger mit einem Stuhlbein. Der Thäter wurde von der Polizei festgenommen. Herzogenrath. Auf Grube Nordstern verunglückte bei der Ausfahrt der Arbeiter v. Hagen; demselben Wurde der Kopf vollständig zerquetscht. Kalk. Hier kam es nach voraufgegangenem Wirthshausbesuch wegen einer unbedeutenden Sache in der Gegend der Friedensstraße zwischen mehreren jungen Burschen zu einemStreit, in dessen Verlauf der 23jährige Schlosser Max Römer erstochen wurde. Als ter That verdächtig wurden drei der Streitenden verhaftet. M ü l h e i m a. d. R. Vor einiger Zeit sprang der Schlosser Heinrich Menzen, der sich in Gesellschaft von vier Bekannten befand, plötzlich in die Ruhr und verschwand alsbald in den Wellen. Eheliche Zwistigkeiten sollen die Motive der That sein. 0 p l a d e n. Vor einiger Zeit wurde der Kanzlist des hiesigen Amtsgerichts, Namens Gronenborn, auf dem Wege nach Quettingen als Leiche aufgefunden. Man vermuthet ein Verbrechen. R e i s h o l z. Auf dem hiesigen Preß- und Walzwerk Äkt.-Ges. verunglückte ein Maschinist Breuer dadurch, daß er in eine Maschine gerieth und ihm der Kopf derart zerquetscht wurde, daß der Tod sofort eintrat. W i ck r a t h. Hier wurde der Zimmermeister Kremers beim Holzfällen von einem Baumast erschlagen. Provinz Schleswig -Kolffem. A l t o n a. Verbrüht wurde das zwei Jahre alte Töchterchen der in der Sommerhuderstraße 30 wohnenden Eheleute Pieroth. Das Kind riß einen auf dem Tisch stehenden Kessel mit kochendem Wasser um. Die heiße Flüssigkeit verbrühte das Kind derartig, daß es bald darauf unter schrecklichen Qualen verstorben ist. Vor einiger Zeit stürzte der große Prinzenstraße 9 wohnende 96jährige Büchsenmacher Suchardt von der Treppe seiner Wohnung herab und erlitt so schwere Verletzungen, daß er bald darauf im Krankenhause gestorben ist. E l m s h o r n. Die hiesige Sägemühle und Holzhandlung von Ed. Juvge konnte dieser Tage ein recht seltenes Fest feiern. Der jetzige Besitzer ist 50 Jahre im Geschäft und das Geschäft hat seit 1755, also 150 Jahre, als Holzhandlung mit SägeMühlenbetrieb bestanden. Eckernförde. Am Knick des Kopperbyer Weges wurde ein etwa 50jähriger Mann todt aufgefunden. Es war die Leiche des Tischlergesellen Carstens aus Waabs. Etwa 50 Mark, die er bei sich gehabt haben soll, und seine Uhr fehlten. Groß-Nordsee. Während die Frau des Arbeiters Wosolski mit häuslichen Arbeiten beschäftigt war, kam die 5i..jährige Tochter dem heißen Ofen so nahe, daß ihre Kleider Feuer fingen. Das Kind lief in der Angst hinaus, am ganzen Körper brennend. Bei den Bemühungen, die Flammen zu ersticken, verbrannte sich die Mutter die ganzen Arme. Die Kleine starb nach wenigen Augenblicken eines qualvollen Todes. 1 tz e h o e. Der seit längerer Zeit vermißte Maurer Johannes Nagel ist in der Stör gegenüber von AmönenHöhe als Leiche gefunden worden. Die Leiche wurde in der Leichenhalle des hiesigen Armenhauses untergebracht. Kiel. Sein 25jähriges Dienstjubiläum beging der Stationsassistent Weber Hierselbst. Ihm wurden vielfache Beweise der Anerkennung und Ehrung von seinen Vorgesetzten und College zutheil. O t t e n s e n. In der Holzsägerei am Hohenesch 13 stürzte dem Arbeiter Quandt beim Abladen von Zedernholz ein großer Holzblock auf den Leib. Der Arbeiter erlitt schwere Quetschungen und mußte nach dem Krankenhause gefahren werden. Q u i ck b o r n. Letztens stürzte die 3V2lährige Tochter des SchlachterMeisters Pahl aus einem Fenster deS 2. Stockwerks und erlitt so schwere Verletzungen, daß sie bald daraus starb. Wandsbek. In der hiesigen Roßlederfabrik von A. Kassai brach eni Brand aus, der die gesammte, aus drei Gebäuden bestehende Fabrik einäscherte. Der Schaden an Waaren-
Verlust wird auf 150,000 Mark geschätzt; der Verlust ist durch Versiche
rungen gedeckt, an denen die AachenLeipziger Gesellschaft und die Westdeutsche Versicherungsbank betheiligt sind. Provinz Kesfcn-?!ctssau. Kassel. Der Erbauer deS Simplontunnels, Ingenieur Karl Brandau von hier, wurde vom hiesigen Architekten- und Ingenieur - Verein zum Ehrenmitglied ernannt. Eschwege. Eine muthige Rettungsthat wurde von dem 18jährigen Lehrling Karl Kirchner de3 Metzgermeisters Friedrich Bintzer dahier vollbracht. Die beiden 2- bezw. 3jährigen Mädchen des Werkmeisters Lauvert waren in die Schabe gestürzt. Auf das Geschrei der Kinder eilte deren in unmittelbarer Nähe wohnende Mutter herbei, der es noch glückte, das jüngere Mädchen zu packen und auf'sTrockene zu ziehen. Das andere Kind war inzwischen von der dort vorhandenen starken Strömung ergriffen und wäre sicher ertrunken, wenn sich Kirchner nicht irt's Wasser gestürzt und das Kind auf's Trockene gebracht hätte. Frankenberg. Kürzlich irrnren es 25 Jahre, daß der in allen Kreisen unserer Bevölkerung hochgeachtete Metropolitan Wessel der hiesigen reformirten Klasse angehört. F r a n k f u r t a. M. Der in den fünfziger Jahren stehende Kurzwaarenhändler Hugo Canis aus Leipzig, der Predigerstraße 9 wohnte, lieh sich in der Nähe des Hellerhofes von der Eisenbahn überfahren und ward auf der Stelle getödtet. In seiner Wohnung Rechneigrabenstraße 17 wurde Salomon Thein todt aufgefunden. Der Achtundsiebzigjährige war einem Schlaganfall erlegen. O b e r a u l a. Dieser Tage fand hier im Kreise der Forstbeamten die freier des 50jährigen Dienstjubiläums des Hegemeister Döring statt, der sich in voller Rüstigkeit seines Ehrentages erfreuen konnte. Spangenberg. Kürzlich waren es 25 Jahre, seit der hiesige StadtWachtmeister Johannes Mausehund in städtischen Diensten thätig ist. Schlierbach bei Mächt e r L b a ch. In der Wächtersbacher Steingutfabrik Hierselbst wurde der im MUHlengewölbe einem Arbeitscollegen mit der Sturmlaterne leuchtende 26jährige Arbeiter Friedrich Höhn aus Weilers vom Zahnrad erfaßt und in'i Rädergetriebe gezogen. Trotz alsbaldiger ärztlicher Hilfe verschied der Verunglückte kurz nach dem Unfall. Wiesbaden. Der Besitzer des Hotels Blochs, L. Gärtner, machte in einem Anfall von Schwermuth einen Selbstmordversuch, indem er mehrere Schüsse auf sich abgab. Gärtner Bastian glitt beim Aufspringen auf einen fahrenden Straßenbahnwagen aus, kam zu Fall und wurde eine Strecke weit geschleift. Er litt mehrcre Rippenbrüche. Folgende etwas verdächtige Schlangengeschichte wird aus Glaßport, Pa., berichtet: Eugene Carpenter, der in seinem Hühnerstall an die 150 Küchlein hatte, fand kürzlich zu seinem Schrecken die Hälfte derselben todt am Boden liegen, während sich die übrigen ängstlich in einer Ecke zusammengehuddelt hatten. Bei genauerer Besichtigung des Stalles fand Carpenter in einer Ecke zwei Schlangen, die sich zusammengeringelt hatten und sich bei seiner Annäherung nicht rührten. Er schlug die beiden sieben Fuß langen Ungethüme todt und fand in ihren Leibern eine ganze Anzahl der fehlenden Hühnchen. Miliz - Kavallerie ohne Pferde gibt es in Peoria, Jll. Warum die dortige stolze Reiterschaar am Gräberschmückungstage und bei anderen Gelegenheiten nicht ausrückt, dafür werden folgende ziemlich bündige Gründe angegeben: Die Reiter haben keine Pferde. Sie können keine Pferde bekommen. Wenn sie Pferde haben wollen, müssen sie dafür $100 Miethe bezahlen. Sie würden auch gerne diese Miethe bezahlen, haben aber keine 8100. Sie konnten keinen patriotisehen Bürger finden, der die $100 beisteuerte. Deshalb konnten sie nicht reiten, und als pferdelose Kavalleristen wollten sie sich nicht blamiren, darum blieben sie von den Umzügen weg. Ein Held. Bäuerin (die in der Nebenka mer ein Geräusch hört': Seppl, steh' auf i' glaub', es san Spitzbuab'n draußen!... Was suchst D' denn?" S e v v l: .A' Versteck!" Rarität. Professor: Mne Herren, ich kann wohl sagen, meine Schädel - Sammlung ist mit die vollkommenste. Zum Beispiel ist mein Affenschädel sch allein sehenswerth.
Weik Kabersack's Ichreibebrief.
Vc. 8PT . Seöbrter Mister Edith! Wisse Se, was ich am Liebste gleiche deht zu duhn? Gar nit mer zu Jhne zu schreiwe, bikahs wann mer so en Brief kriege duht, wie Sie mich ein geschriwwe hen, dann duht das einiges biete. Sie sage in Ihren Brief: In die erschte Lein, hen Sie gar kein Bißneb gehabt, nach die alte Kontrie zu gehn, solang Se noch mit den deitsche Emperer ebbes abzumache hen. Wenn Se hier gebliwwe wäre, dann hätte Se kein Trubel un Se könnte zu Ihr Bißneß tende un die Täckspehjers dehte ihr Geld nit for nattings bezahle. Jetzt sin Se emol in die Suhp un do könne mir Jhne nit helfe. Wann Se teiert sin, langsame Schritt zu mache, dann könne Se for e Tschehnsch emol schnelle Schritt mache. Unsere Kauntie Offischels dene sollt der Hawwer e wenig höher gehängt wer'n. Dann dehte se auch so keine sonnige Nohschens kriege. Wann mer Jhne sonst von Esißtenz sein könne, dann schreiwe Se an uns." Js das en Brief? Ei geß nit! Sie duhn doch sonst -mmer blohe, was Jhne Ihr Pehper for en Influenz hätt; ich hen noch nicks von gespürt. Es is nur e gutes Ding, daß ich meiselbst mehr Influenz hen, wie e ganzes Dotzend solche Pehpersch wie Ihres. Well, ich will's Jhne sage. Am Dag nach selle schreckliche Macht am Pauderhaus i dem Major sein Bursch zu mich komme un Hot gesagt, der Alte wollt mich emol sehn. Well, hen ich gedenkt, ei sieh mei Finnisch. Ich sin Hingange UN do Hot er mich angeguckt, als wann er mich ufffresse wollt. Ich hen gedenkt, o well, hen ich gedenkt, eme böse Hund gibt mer e Stück Brot mehr, un hen so freundlich, wie ich gekonnt hen geschmeilt. Do Hot er mich emol von owwe bis bis unne angeguckt, daß mich die Schills den Buckel erunner gelaufe sin un mein Schmeil is verschwunde wie Butter, wann mer se ins Feuer lege duht. Ich sin Widder ganz Svhlscher gewese. Awwer mei Fier war gar nit nöthig, bikahs wie der Mister Major gesehn Hot, daß ich mei Disziplin noch nit vergesse gehabt hen, do Hot er gesagt: Ich hen en Brief von den Ministerium kriegt un ich sin gefragt morde, Jhne Ihren Kehs zu inwestigehte. For warum sin Sie aus Schermennie fort, wenn Sie gewußt hen, daß Sie Soldat wer'n müsse? Do hen ich Widder Korretsch kriegt. Ich hen gesagt: In die erschte Lein hen ich gewüßt, daß ich kein Soldat wer'n könnt, bikahs ich sin so engbrüstig gewese un dann war'n ich auch so arig mit Korns gebattert. Noch e anneres Ding, ich hen auch an Plattfüß gelitte, awwer das Hot sich im Laus der Zeit e wenig gebessert. Wie meine Zeit war, for Soldat zu wer'n do hen ich grad die Miesels kriegt un do sin ich effrehd gewese, die annere Sohlschers könnte am End mehbie die Desies von mich ketsche un das sin all die Riesens for warum ich sellemals nit eingerückt sin. Wie ich fertig war, do Hot der Major gesagt: Denke Sie mehbie auch nur für e Minnit, daß ich Jhne die Ecksjuhses glauwe deht? Awwer ich geb nicks drum; ich hen en Bruder in die Juneitet Stehts, dem's e wenig kratzig geht un wann Sie mich prammisse, daß Sie ebbes for den duhn wolle, dann kann ich Jhne Hoffnung mache, daß Se bald hier fort komme. Wisse Se, mein Bruder is ja en ganz guter Kerl, er Hot blos den Fehler, daß er nit gleicht zu schaffe un dann gleicht er auch e wenig gern viel zu trinke; also wie gesagt, wann Sie e Auge uff den junge Mann hen wolle, dann " Schuhr Ding, Herr Major, ich denke Jhne Jhrn Bruder Hot den Stoff for en Boliesmann in Appel Jack in sich un es is e schmale Mätter, ihn den Schapp zu gewwe, hen ich gesagt un do Hot der Major gesagt, well dann ahlrecht; also ich kann Jhne sage, daß Sie reiteweg fort gehn könne, awwer ich gewwe Jhne doch den Ettweis. daß Se so schnell wie möglich aus Deutschland dissepiere, sonst könnte Se doch noch Trubel kriege. Do sin ich awwer froh gewese. Ich hen gesagt, ob ich mehbie den Herrn Major zu en Drink einlade derft, awwer er Hot gesagt, das wär ahlrecht, er deht nicks drinke. Ich sollt keinem Mensche ebbes von sage, daß ich fort deht gehn, sonst deht er keine Gärrentie iwwernemme. Mit freudigem Herze sin ich fort un dann hen ich den Unneroffezier un die Gefreite un die Mannschaft, wo ich währerd meines Millitehrstands so lieb gewönne hen, inweitet, heut Nacht eins an mich zu nemme, bikahs ich hätt Geburtstag un wollt e wenig Geld spende. Off Kohrs sin se auch all in den Saluhn komme un do hen ich se emol uffgefüllt. Grad wie mer im schönst: Duhn un Treiwe wäre, do is der
Bursch von den Mazor 7omme un tjot mich gesagt, ich sollt reiteweg zu den Major komme. Das hen ich auch gedalm un der Major sagt zu mich in e halwe Stund deht en Trehn fortfahre un mit den müßt ich fort, sonst deht alles Widder rückgängig gemacht wer'n. Er bot mich noch die Aedrek von sein Bruder gewwe un ich hen ihn meine gewwe müsse un dann sin ich so schnell wie ich gekonnt hen nach den Diepoh. Off Kohrs hen ich erseht noch e annere Suht angezoge. Wie ich in den Trehn gesosse hen, do hen ich Widder wie en Mensch gefühlt. Ich will Jhne heut noch sage, daß ich an den thiereckte Weg nach Perris war un mein nächste Brief den kriege Se aus Perris. Ich weiß noch nit, wie ich mich mit die Lengwitsch dorchfinne duhn, awwer, ich denke, en deutscher kimmt dorch die ganze Welt un mir Deitsche hen uns noch nie nit for die Frenschmänner gefercht. Also jetzt lewe Se so wohl wie Se wolle; ich gehn so bald nit mehr nach die alte Kontrie. Wisse Se, ich hen so en Eidie, als wann mich der Major an sein eigene Huck fortgeschafft hätt. O ei tell juh, er is en feiner Mann. Mit beste Riegahrds Juhrs trulie, Mert Habersack, Eskweier un Scheriff von Apple Jack,
Schlafe wie ein Murmelthier. Für den sprichwörtlich gewordenen festen Schlaf des Murmelthieres bringt Dr. M. Auerbach einen drastiscben Beweis. Er wollte eines seiner im Winterschlafe liegenden Murmelthiere tödten, um dessen Organe mi-' kroskopisch zu untersuchen. Zu diesem Zwecke brachte er das Thier in ein dtcht verschlossenes Glasgefätz, in dem sich reichlich mit Chloroform getränkte Watte befand. Allein noch nach zwei Stunden zeigte der Herzschlag, daß der Tod rncht eingetreten war. Durch diese Gefühllosigkeit des Schläfers angeregt, setzte Auerbach die Versuch fort, wobei er sich fest vornahm, das Thier beim geringsten Zeichen von Schmerz zu tödten. wie er zur Beruhigung der Leser selbst versichert. Er ließ das Thier längere Zeit an der Luft liegen, um ganz sicher zu sein, daß das Chloroform nicht mehr wirksam sein könnte, und brachte es dann gewaltsam aus seiner eingerollten in eine gestreckte Lage. So wurde das Murmelthier mit vier, durch die Füße getriebenen Nägeln auf dem Sezierbrett befestigt, es erwachte nicht, zuckte nicht einmal. Hierauf spaltete A. die Bauchhaut vom Kinn bis zur Schwanzwurzel, präparirte sie zurück und eröffnete dann die Brust- und Bauchhöhle. Selbst diese schweren Eingriffe verursachten nicht die geringste Aeußerung desSchmerzes oder das Erwachen, und dennoch war das Thier nicht todt' man konnte sein Herz schlagen sehen und die Zahl seiner Schläge genau bestimmen. Erst die Durchschneidung der großen, vom Herzen entspringenden Blutgefäße führte den Tod herbei. Daß nicht alle Winterschläfer sich gegen äußere Reize so empfindungslos verhalten, mag uns der Gartenschläfer beweisen; er zuckt schon beim leisesten Berühren seiner Haare heftig zusammen. 'atdcvcrt'lltten. Ich schließe diese Buttmannsstunde wieder mit sehr schwachen Kenntnissen. Ich werde nächsten Sonnabend wiederum eine RePetition anstellen, und zwar in der Art, wie ich mich überzeugt habe, daß es gar nicht geht. Ihre Arbeit ist ohne Aufmerksamkeit und Löschblatt gemacht. Ihre Arbeit fängt gleich damit an, daß Sie am Ende den Punkt weglassen. Wenn ich auf dem Gange gehe und den Lärm höre, sollte ich gar nicht denken, daß ich in Sekunda bin. (Gelächter.) Worüber lachen Sie denn, etwa über mich, ich wüßte nicht, was sonst hier lächerlich wäre. Wenn sie das Klassenzimmer verlassen haben, gehen sie alle entweder auf den Hof oder bleiben auf ihren Plätze sitzen. Sie sprechen ja wie ein dreijähriges Kind, das noch nicht sprechen kann! Holzapfel, wenn sie mit mir reden, so schweigen sie! Nun stehen sie wieder am Fenster, wenn nachher einer herausfällt, so ist es wieder keiner gewesen. Sie sind nicht werth, neben den anderen Schülern zu sitzen; setzen Sie sich zu mir. Die Todten konnten nicht beerdigt werden, da sie sich auf die SchiffsPlanken gerettet hatten. Käse ist geronnene Ochsenmilch. "Die alten Schauspieler trugen deshalb Masken, damit man ihr Mienenspiel besser sehen könne. Aus der Monarchie Alexanders des Großen entstanden drei Reiche, die sich im östlichen Theile des Mittelländischen Meeres bildeten. Da ich meine Schüler noch nicht recht kenne, wird jeder, den ich bezeichne, mir seinen Namen nennen, also: Decker wie heißen Sie? Schlaue' Entschuld!g u n g. Baron: Wieder die Zeit verschlafen! Johann, warum haben Sie mich nicht aufgeweckt? Johann: Ich glaubte, der gnädige Herr seien auch ohne mich aufgeweckt genug!
