Indiana Tribüne, Volume 28, Number 264, Indianapolis, Marion County, 29 June 1905 — Page 3
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Zuversichtliche Stimmung Sowohl in Berlin wie in Paris bezüglich Lösnng der Marokko - Frage.
Prof. Schiemann über englische Ränke. Der Schwager des Kaisers i einem Skandalprozeß verwickelt. Meuterei auf russischen Kriegsschissen bei Odessa. Ein Banditcnstteich in der Mandschurei verhindett.
Deutschland. Beruhigung bezüglich M a r o k k o-F r a g e. Berlin, 23. Juni. Die MarokkoFrage ift nach Anficht deö aus wärtigen Amts in ruhigeres Fahrwaf. sergebracht. Die Preßdepeschen von der Zustimmung Frankreichs zu einer Konferenz find noch nicht offiziell be. ftütigt, aber man erwartet m Kürze eine diesbezügliche Ankündigung. Berlin, 28. Juni. Der ruhige Ton, welchen die französische Presse seit Empfang der Antwort Reichskanzlers v. Bülow anschlügt, hat in Deutschland einen ausgezeichneten Eindruck gemacht, da er mit der 'allgemeinen Meinung übereinstimmt, daß Marokko nicht wichtig genug ift. um Grund für kriegerische Pläne zweier Großmächte zu liefern, die im Uebrigen friedliche Gesinnungen haben. Professor Echiemapn über die Marokko. Frage. Berlin, 26. Juni. Ungemein interessante und werthvolle Aufschlüsse über die durch den Marokko'Zwischenfall geschaffene Lage gab einem Zei. tungS'Corresondenten Professor Th.
Schiemann von de: hiesigen Univerfi. Erklärungen seitens Deutschlands hatät, Direktor des Seminars für oft. ben alle Besorgnisse der hiesigen Kreise europäische Geschichte und Landeskunde bezüglich weitergehender Pläne Deutsch.
und Lehrer der Kriegöakademle. Professor Echiemann'S Urtheil darf wohl um so größeres Gewicht beigelegt wer den, als er einer der Begleiter deS Kai. serS auf der jüngsten Mittelmeerfahrt war und zu den Teilnehmern deS Be. suches in Tanger gehörte, dessen hiftorische Bedeutung schon jetzt feststeht, Zudem ift Professor Schlemann der be. - m i rf: v. m r m - V W n I rmene Veraiyer oes aers uno oes , if rm m m . l AeicySkanzlers yurrien v. ulom in sl At( TlJrtrrtffn Kfl fl rtl ffcött StfArtirn 1 s , m rtt1 alnta Ft .4 rtllf 5 S AiRa I Z lTZJm . TH uoeilllllyl, IU3 Illllll 114111 UIC IlCUCiC", aus Amerika gekabelten Berichte über die unmittelbare Gefahr eines Krieges pniqcn chihh. .. diuhiichv :rx Tv...irs w ..v .1..: ooriegle. r jagie: Diese amerikanischen Berichte, welche auf englische Quellen zurückzuführen find, betrachte ich als ein ernfteS Symp' tom. Dahinter stecken die Versuche einer Eliaue enaliscker. russischer und wnzösischer Politiker zur leinmaqung kuiiqiano. ' oamm m.m rv. . fr-i jf I rms otä zum ayre iyui zurua. er Herd der Hetzereien ift immer London. .Wenn eS wirklich zum Kriege zwischen Frankreich und Deutschland kom men sollte, dann geschieht es nicht we. gen der Marokko-Frage. Das ift ein fach unmöglich. Sie kann nur den Borwand liefern, um Deutschland zn brüSkiren und herauszufordern. Beider Länder Interessen in Marokko find an fich viel zu unbedeutend, um einen Krieg zu rechtfertigen. England würde am liebsten einen Krieg zwischen beiden Ländern sehen, ohne sich selbst zu be. theiligen, obwohl eS die Gelegenheit zum Unschädlichmachung der aufftre. strebenden deutschen Flotte wohl gern benutzte. Der Gedanke an eine Wie. derholung der Katastrophe von Kopen Hagen, der im Iahn 1807 erfolgten Zerstörung der dänischen Flotte durch die Engländer mitten im Frieden, lieg, nahe." - Max Hirsch f. Berlin, 23. Juni. Der be ? . m 1 m m . j kannte Parlamentär, und BolkSw.r.h, oer ivlligrulioer ci ilsu,-unuer schen Gewerkvereine, ift hier über Nacht nach schwerem Leiden gestorben. Er lag schon seit Wochen hoffnungslos dar nieder. Bis vor mehreren Wochen war Hirsch noch eifrig auf sozialpolitischem UMiiA rtfrt vtviit l""n nivv. ensationsprozeß. Berlin, 28. Juni. Zu einem Sensationsprozeß ersten Ranges dürfte ftch die Verhandlung der Klage geftal. ten, welche heute Herzog Eruft Günther iii SckleSwia.5olein. der Bruder der dentichen Kaiserin, gegen den ehemali. gen Redakteur der Berliner Zeitung", Richard Löwe, angestrengt hat. Die
Klage resultirt aus dem Pommern bank.Prozeß berüchtigten Andenkens, dessen Enthüllungen bekanntlich auch dem Oberhofmeifter der Kaiserin, Frei Herrn v. Mirbach, verhängnißvoll nrnr den. In dem fraglichen Prozesse spielte ein Posten von 326,000 Mark eine große Rolle: Mirbach hatte über den Betrag quittirt, denselben aber nicht empfangen. Gerüchte besagten, derselbe sei in die Taschen deS flotten lau serlichen Schwager geflossen, und die Berliner Zeitung" brachte diese Ge rüchte. Frankreich. Z übersichtliche Stirn m U n g. Paris, 28. Juni. Die franzö. fisch'deutfchen Entwicklungen find so weit gelöst, daß eine vollständige Er ledigung nur als eine Frage der Zeit betrachtet wird. Französische Renten stiegen in Folge dessen. Bon der Möglichkeit eines Bruches mit Deutschland ift nicht mehr die Rede. P a r i S, 28. Juni. Aus dem Ton der mit Deutschland ausgetauschten Depeschen entnimmt man, daß ein schließlicheS Einverftändniß durch eine
Konferenz erreicht werden wird. Die landS zerstreut. Die etwas scharfe MeinungSverschie denheit, in welche in letzten Tagen beide Mächte geriethen, hat sogar eine sehr günstige Wirkung gehabt, sie hat die Luft gereinigt und die allgemeine Stimmung ift besser als in den letzten beiden Jahren und besonders während des jüngsten Gewitterschwüle. Russischer Botschafter unterwegs P a r i S, 23. Juni. Baron Rosen, neue russische Botschafter für die Ver. Staaten ift nach Cherbourg abge mft, wo er sich mit dem Dampfer Kaiser Mttkelm 17. d? TOr.rhS flTnhh ' " . s) WOm Oefterreich'Ungarn. Zigeuner als ttanni b a l e n. Wien, 28. Juni. Unter der furchtbaren Anklage viele Kinder, die fie gestohlen hatten, verzehrt zu haben, ju 2 Zig.umr v.r. cflf, , mtbt ' ' Rußland. Meuterei auf Kriegs schiffen. W a s h i n g t o n, 23. Juni. ThoS. E. Heenan, der amerikanische Konsul zu Odessa meldet dem StaatS-Departe ment: .DaS russische Kriegsschiff Kniaz Potemkin" und ein Torpedoboot kamen gestern Abend an. Alle Offiziere wa ren zur See ermordet und die Leichen über Bord geworfen worden. Die Mannschaften drohen die Stadt zu bombardiren, wenn gegen sie vorge gangen wird. Die Lage ist bedenklich. Die Schwarze Meer-Flotte wird heute erwartet." Der Kniaz Potemktn" ift ein stark bewaffnetes Thurmschiff von 12,480 Tonnm und hat 636 Mann an Bord, St. Petersburg, 28. Juni. Spätere Nachrichten besagen, daß die Meuterei entstand als ein Matrose auf Befehl deS Kommandanten des Schlacht schiffes ohne Weiteres erschossen wurde. I 11 w -w 1 jr " tition der Mannschaft um bessere Nah. rung überreicht. Der Bericht daß die Bemannung die Offiziere ermordete, ift nicht bestätigt. Die Mannschaften brachten heute Mor. aen oie ellve lyres ameraoen an , ' and. sofort versammelten fich Tau Streikern und anderer Miß vergnügten am Quai und umringten entblößten Hauptes die Leiche. Als eine Abtheilung Soldaten versuchte fie auseinanderzutreiben schaarre die Menae fich um den Sara und bot den Kossacken Trotz. ES soll zu Blutver gießen gekommen sein, doch ift nichts Näheres zn erfahren.
S t. P e t e r S b u r g, 26. Juni. Die einzige Nachricht, welche von der Meuterei aus Odessa hier eingelaufen ift, sagt, daß die Besatzung deS Kniaz Potemkin wegen der schlechten Nah. rung. die geliefert wurde, gemeutert habe. Andere Depeschen melden, daß die Streiker allen Handel zum Stillstand gebracht haben. In Folge von Unruhen auf dem Lande kommen die Großgrundbesitzer nach der Stadt. Vom Mafte deS Kniaz Potemkrin weht eine rothe Flagge, die Geschütze find auf die Stadt gerichtet. Den Mannschaften wurden aus der Stadt von anderen Revolutionären Le benSmittel geliefert. Ein Torpedoboot, welches den Kniaz Potemkin begleitet, kam in den Hafen und beschlagnahmte 2000 Tonnen Kohlen an Bord deS Schiffes Esperanza. .St. Petersburg, 23. Juni. In der Admiralität herrscht fast eine Panik. ES heißt, daß 8 Offiziere der Kniaz Potemkin mit den Meuterern gemeinsame Sache gemacht haben und
entschlossen find daS Schiff gegen alle Angriffe zu halten. Kniaz Potemkin ift stärker wie irgendein Schiff der Schwarzen Meer-Flotte, die erwartet wird. Am Quai und in den Straßen soll eS zu ernsten Kämpfen gekommen sein. Mobilmachung. St. Petersburg. 28. Juni. Die cobilifirung in Petersburg und Moskau hat um Mitternacht begonnen. Viele Reservisten, die fich nicht stellten, wurden, in ihren Wohnungen ver haftet. Den ganzen Tag hindurch wurden Gestellungspflichtige unter Mi litärbedeckung nach den Kasernen ge. bracht. ES herrscht Unzufriedenheit unter der Arbeiterbevölkerung, aber soweit ift eS zu keinen Krawallen gekommen. ES find 60,000 Mann einberufen worden. K r i e g S g e s e tz. Lodz. 28. Juni. Gen. Obolescheff. der Militürgouverneur. versammelte heute die ZeitungSredakteure und er suchte fie, beruhigend auf di: Massen einzuwirken. Er erklärte, daS Kriegsgefetz werde für 3 Wochen bestehen bleiben. Eine Delegation von Bürgern ift nach St. Petersburg gereift, um die Aushebung des Kriegegesetzes zu betreiben. Die Kommission, welche ernannt wurde, um Untersuchungen über die Krawalle vom letzten Freitag anzuftellen, hat ermittelt, daß über 500 Per. sonen getidtet und über 1000 verwun det wurden. Die Kommission hat der Polizeichef charf getadelt, weil er die Krawalle nicht unterdrückte, ehe fie solchen geführ lichen Umfang annahmen. Einzelne Ruhestörungen kommen noch vor, doch ift die Ordnung im All gemeinen hergestellt. Novoe Vremya gegen England. St. P eteröburg, 26. Juni. Die Novoe Vremya gibt die Haupt, schuld an der deutsch'franzöfischen Kri fiö Großbritannien, das seine alte Po litik verfolgt, einen Konflikt zwischen leinen Konkurrenten u fördern, um dabei zu profitiren. Großbritannien", sagt die Zeitung, hat Frankreich in daS MarokkoAben teuer aetrlebm, indem eS Delcaffe m seinem Widerstände gegen die deutschen Forderungen unterstützte. Seit Jahr Rennenkampf. Die Generale Rennenkampf und
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zehnten richteten fich die Anfeindungen Englad'S gegen Rußland und jfchließ lich gelang eS ihm durch eine andere Macht die Aufgabe auszuführen, vor der eS selbst zurückschreckte. Da Ruß land vorläufig nicht gefährlich ift, rich teten sich alle britischen Intriguen gegen Deutschland, daS jetzt sein Haupt konkurrent in Europa ift". Die Novoe Vremya" glaubt übn. genS, daß Rouvier auf die Intriguen Großbritanniens nicht hereinfallen wird. Japanische KriegSfchiffe in Sicht. W l a d i w o ft o ck, 28. Juni. Gestern tauchten am Horizonte japa. Nische Kriegsschiffe, vermuthlich Torpedoboote, auf. Streik. Warschau, 23. Juni. In den Kohlen, und Eisenbergwerken, Gie ßereien und Fabriken der Distrikte von Dombrowo, StrzemieSzyce und SoS nowice ift heute ein allgemeiner Streik erklärt worden. Dagegen find zu Lodz die meisten Leute zur Arbeit zurückgekehrt; 7000 find noch am Ausstände. Japan. Japanische Einwanderung nach der Mandschurei. Tokio. 28. Juni. Von Moji ift folgende Depesche eingelaufen: Gen. Linevitch hat eine andere Taktik wie Gen. Kuropatkin. Er hat seine
Armee mit schmaler Front aufgestellt ohne ausgedehnte Flügel. Die Verstärkungen, welche von Eu ropüifch . Rußland angekommen find, haben kaum genügt, die Lücken zu füllen, welche durch die Niederlage bei Mulden gerissen wurden. DaS Auftreten der Ruhr zu Harbin hat es nothwendig gemacht, 1000 Patienten nach Tfitskar zu schicken, wo umfangreiche Hospitäler gebaut werden. Täglich verhaften die Japaner russische Spione; fie haben bereits 30-40. Ein chinesischer Offizier mit dem Hau.pt quartier zu Pamiendkeng soll ein Heer von 2000 Spionen im russischen Dienste dirigiren. Liao Yang und 7 andere Städte sollen japanischen Geschäftsleuten geöff net werden. China. Japanische Operationen. Gunshu.Paß, Pf. Juni. Große Beunruhigung hat die Nachricht hervorgerufen, daß japanische Kavalle rie und leichter Infanterie mit Maschinengewehren östlich von Kirin und westlich von der großen Handelsstraße gegen Bodune Vordringen. General Linevitch versucht keinen ernstlichen Widerstand, sondern zieht vor dem Drucke der Japaner seine Außenpoften zurück. Banditenplan. Harbin, 28. Juni. Ein ver. wegener Plan, die Brücke über den Sugari.Fluß zu zerstören, ift recht zeitig verhindert worden. Auf Anftif. ten der Japaner hatten sich in aller Stille über 400 chinesische Banditen in dem Dorfe Feidiaden gesammelt, um die Brücke zu zerstören. Die Russen erhielten Wind! von der Sache und nahmen die Banditen gefangen. Die Zerstörung der Brücke hätte für Line, vitch, falls er zum Rückzüge gezwungen wird, verhängnißvoll werden können. Italien. Der Papst reiseluftig? Rom, 28. Juni. Der Messagero" meldet, wenn der Papst während der
Miftchenko. Miftchenko find die Pfeiler, auf welchen Rußland' Hoffnung in der Wladiwoftock Campagne beruht.
heißen Jahreszeit den Vatican verlasse, werde er wahrscheinlich nach der berühm ten Benediktiner.Abtei Monte Casfino in der Provinz Caserta, gehen und der Gaft des Abteö Bonifacio Krug's fein, der früher der Erzabtei St. Vincents zu Beatty, Pa., angehörte. Als dsr Papst noch Patriarch von Venedig war, versprach er. Monte Cas fino bei der ersten Gelegenheit zu besu. chen, wenn er nach Rom komme, aber als er zum Papst gewählt wurde, konnte er seine Abficht nicht ausführen. Er hat aber seitdem zweimal sein Per sprechen wiederholt.
Kon föderirter Veteran von der G. A. R. geehrt. Chic a go, 28. Juni. Zum zwei, ten Male seit seinem Bestehen gab Co. lumbia Poft No. 706 G. A. R. ein Lagerfeuer zu Ehren General Stephen D. Lee'S von VickSburg, deS Comman der'S der konföderirten Veteranen des Südens. Alle konföderirten Organi. sationen der Stadt nahmen an der Feier Theil. Begrüßungsreden hielten General John Carson Smith. Depar. tement'Commander der G. A. R. von Illinois ; JuniorCommander Patton von der nationalen G. A. R. u. A. Gen. Lee ersuchte in seiner Rede um Rückgabe der zerfetzten Fahnen an die Leute, welchen fie im Bürgerkrieg ab. genommen wurden und die jetzt als Trophäen die Räume der G. A. R. schmücken. Bezüglich des Beschlusses des Kongresses jüber die Fahnen des Südens die im KriegSdepartement zu Washington find, sagte Gen. Lee : Bch bin froh, daß die Wunde ge heilt ist, so daß diese Fahnen zurückge geben werden können, devorDiejenigen, welche fie liebten und für fie bluteten, alle unter dem Rasen liegen." Base-Ball. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: American Association. Columbuö, 23. Juni. ColumbuS.... 00000000 00 Indianapolis ..20000000 0 2 Batterien Berger und Pierce; Reidy und ZaluSky. St. Paul, 28. Juni. St. Paul.... 00200210 5 ttanfas Eity .00012000 03 Batterien Ferguson und Sullivan; Frantz und Butter. MinneapoliS, 28. Juni. MnneapoliS 01431 10-10 Milwaukee 0000013 4 Batterien TbomaS und Groninger; Dougyerty und evllle. Toledo, 28. Juni. Toledo 1 000000 00 1 LouiSville 1 0 0 0 0 0 0 0 4 5 Batterien Martin und Clark; Dunkle und Shaw. National.Liga. Philadelphia, 28. Juni. Philadelphia ..10301002 7 Boston 00202000 0 4 Batterien Diggleby und Abbott; Wilhelm und Needham. St. L ouiö, 28. Juni. St. Louis. . ..00010000 01 PittSburg 1 01 00 0000 2 Batterien Taylor und Warner ; Peitz und Robertaille. Brooklyn, 28. Juni. Brooklyn 00020010 14 New York 032 1 2 000 0 8 Batterien Stricklett und Bergen; McGinnity und Bowerman.
K Fn Route. New York Central Lines. atcurftanen Sonntag, den 2. Juli.
Cincmnati. K1.5Y 55 Spezial-Zug verläßt Indianapolis um 7 Uhr Morgens und verlaßt Cincmnati um 7 Uhr Abends. Terre Haute-8l .00 ) Rund. Grecncasile 75 ts. fahrt. Svecial-Zug verläßt Indianapolis um 7.30 Uhr Morgen und verläßt Terre Haute um 7 Uhr bends. NordZNichiganRcsorts Schnell und bequem erreichbar, via Penn solvania Linien und Grand RapidS und Jndiana Eisenbahn. Kein Waggonwechsel. Der Northland Limited" Zug, täglich nach Grand RapidS, Ottawa Beach, MuSIegon, Cadillac, Traverse City, Northport, Petoskey, Bay View, Wequetonsing, Harbor Springs, Charlevoix, St. Jgnace, Mackinac und anderen Punkten. Durchlaufende Schlaf- und Speise-Waggo. Sonntag, 23. Juni, um 7.20 Uhr Abend, die Schlafwaggon Linie wird etablirt von Indianapolis via Richmond und der G. 9t & I. Eisenbahn, (The Fishing Line). Für Schlafwaggon Reservation wende man sich an die Ticket -Agenten oder W. W. Richardsov, . G. P. . Indianapolis. Züge erste Ranges Schnelle Zeit !j Zu bequemen Stunden ! 14 12 6 6 Züge zwischen Indianapolis und Cincinnati. Züge zwischen Indianapolis und Dayton. Züge zwischen Indianapolis und Toledo und Dettoit. Züge zwischen Indianapolis und Decatur, Jllmols. 4 Zuge zwiikyen Jndi Spnngsield, Illinois. Züge zwischen Indianapolis und s rv . Parlor Waggon an aSen Tage, und Schlas maggon an allen Nacht ugen. Indianapolis Office : Union Bahnhof und 8 Nord Illinois St. R. P. lgeo, D. P. . IAKE ERIE & WESTERN HR. .. ..Fahrzeit der Züge . . bsahrtNikuns l oltdo, hicago und Mchigan xr xti . ..t 7.1 tl0.tf kokdo. Detroit UN rhicago L,m lä.ao t tM ichigan ittp, Vhinctt u.Lasavettey!..s 7.20 fl0.U töglich f auienomev Sonntag. W rn. Stoeff ler .Aaloon... vTo.202 Nord Noble Sn. tttsc Telepdou seoni. Zu dcm Qficnbacher Raubmorde worüber wir kurz berichtet haben, wer den noch folgende Einzelheiten gemeldet: Die elfjährige Rosa Lücker zog mit ihrem Onkel, dem Kassirer des Neuen Vereins Ceres", Fleck, in der Biederer Straße in Ofsenbach Mit gliederbeiträge ein. Fleck, der sich immer in der Nähe seiner Nichte hielt, bemerkte genau Mittags, rah das Mädchen nicht mehr aus der Straße erschien, und als es auch nicht nch Hause kam. wurden Nachforschungen nach dem Verbleib des Kindes ange stellt. Es wurde ermittelt, daß das Mädchen zuletzt im Hause Biebere: Straße 69 bei dem Glaser Lotz kassirt hatte, der dort eine Mansarde bewohnt. Hier fand man um 10 Uhr Abends die Leiche der Kleinen auf dem Voden unter dem Dache; sie war er würgt und beraubt worden. Die Leiche lag in einer dunklen Ecke des Bodenraumes; um Mund und Gesicht waren zwei Handtücher geschlungen. Der Verdacht der Thäterschaft lenkte sich sofort auf die 30jährige Frau des (jlcrfers Lotz. die alsbald verhaftet nmrde und das grauenhafte Verbreäen eingestand. Etwa 87 Mark, die sie ihrem Opfer geraubt, fand man in ihrem Besitz. Sie will den Raubmord in Gemeinschaft mit ihrem Bruder, dem 26jährigen Schuhmacher August Brückner aus Ludwigshafen, verübt haben. Dieser ist flüchtig und wird steckbrieflich verfügt. Die Mörderin hat selbst drei Kinder, von denen da? jüngste erst elf Wochen alt ist.
