Indiana Tribüne, Volume 28, Number 263, Indianapolis, Marion County, 28 June 1905 — Page 5
Jndiana Tribüne, 28 Juni 1905
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Bestien iiber's Meer!
Knch ein ..Einwanderungs" - Capitel. Gewaltige und unheimliche Oeeanpassagiere. Wie sie behandelt werden müssen. Verstimmte, hungrige und kranke Geschöpfe der Dschungeln. Moderne Roahs Archen von Hamburg und London. Die meisten großen Städte in den Vereinigten Staaten haben heutzutage Thiergärten oder Menagerien und müssen ihren Bestienbestand fortwährend ergänzen, namentlich was die Thiere aus dem Auslande anbelangt. Dies und die Bedürfnisse von Circussen, Instituten und reichen Privatliebhabern haben eine Nachfrage nach ausländischen Bestien erzeugt, welche stets weit über das Angebot hinausgeht! Man kann sich daher vorstellen, daß die geschäftliche Bestien - Jmportirung trotz allen damit verbundenen Risicos sich gut bezahlt. Ihr zahlenmäßiger Werth läßt sich nicht mit Bestimmtheit angeben; aber sie hat einen viel großeren Umfang erreicht, als das allgemeine Publikum weiß. Und diese wilde Einwanderung" hat ihreEigenthümlichleiten, welche keiner anderen eigen find. Zum größten Theil erfolgt die Beforderung dieser Bestien über den Atlantischen Ocean, obwohl Fahrten über andere Meere vorhergegangen sind, und die Hamburg - Amerikanische Linie hat sozusagen den Löwenantheil dieses Geschäftes, für welches sie mehrere ihrer langsameren, aber großen Dampfer, wie Christiania", benutzt. Wohl hauptsächlich der Umstand, daß die Weltsirma Hagenbeck von Haus aus eine Hamburger Firma ist, hat den Bestien - Export und -Im-Port in diese Richtung gelenkt. Doch ist auch eine Londoner Dampferlinie beträchtlich daran betheiligt. Die großen Firmen, durch deren Vermittlung meistens auch die Thiergärten u. s. w. bedient werden lassen auch das Einfangen der Thiere, wo immer auf dem Erdenrund dieselben zu suchen sein mögen, selber besorgen. Ein Gang durch die unteren Räume eines, dem Bestien - Transport dienenden obgleich auch zu anderen Zwecken benutzten Oceandampfers ist eine Erfahrung, die von Jedem, der sie jemals gemacht, zu den merkwürdigsten seines Lebens gerechnet werden wird, indeß für den Ungewohnten recht ungemüthlich, ja unheimlich ist! Man täuscht sich, wenn man etwa glaubt, dieselbe sei einfach mit dem Gang zwischen den Käfigreihen eines zoologischen Gartens zu vergleichen. In der Unterwelt des Oceandampfers kommt man vielleicht mit hundert oder mehr Bestien von allen Größen und allen Graden der Gefährlichkeit in engere Berührung, als irgendwo sonst. Die Thiere sind hier so eng, wie nur irgend möglich, zusammengepfercht, in Kästen, welche meistens nicht so groh sind, wie viele Schnittwaarenkästen, und auch keinen sehr beruhigenden Eindruck bezüglich ihrer Stärke machen! Zwei und manchmal drei solcher Kästen sind über einander geschiehtet; im untersten Käfig ist z. B. ein Tiger, unmittelbar darüber ein Leopard oder Luchs, und im obersten Stockwerk" Assen oder Papageien. Nur ein sehr schmaler Durchgang, von vielleicht drei Fuß, ist zwischen diesen Reihen gelassen, und 100 oder mehr Fuß ist die Strecke lang, auf welcher man zwischen den Bestien Spießruthen laufen muß, Thieren, welche direkt ihren Schlupfwinkeln in Afrika, Asien oder anderswo grausam entrissen worden sind und sich in abnormem Tempeament infolge der ungewohnten und unfreiwilligen Fahrten über die Meere befinden! Zu alledem kommt das Düstere des Raumes, das schon an sich ''er Scene ein unheimliches Gepräge verleiht, und das vielstimmige Geheul, Gekreische und sonstige Getöse, welches den Kommenden schon beim Hinuntersteigen empfängt. Ohne Begleitung durch einen Schiffsangestellten hat selbst der kühnste Zeitungsheld einen solchen Gang noch nicht gewagt. Wenn er übrigens nicht selbst Schiffsreisender ist, sondern unmittelbar vom Lande kommt, so hört das Geheul und Gewinsel größtentheils alsbald auf, dafür kommen aber andere Kundgebungen. Denn der Kommende bringt ja Landgeruch mit, und sowie die feinfühligen Bestien diesen wahrnehmen, beginnt ein Schnüffeln und Rüsselstrecken, bei welchem sich der Neuling höchst unbehaglich fühlen kann. Neugierde und lebhaftes Verlangen nach dem Lande sind in diesen Bewegungen der Thiele zu erkennen. und zum Theil auch Hunger. Unter solchen Umständen mag dem Muthigen das Haar zu Berge stehen, und trotzdem er nicht ganz allein ist, mag er es lebhaft bereuen, denGang angetreten zu haben, den er jetzt bis zum Ende bestehen muß. Es macht ihn noch nervöser, wenn ihm manchmal der Führer warnend zuruft: :Halten Sie sich ja in der Mitte des Weges, damit keiner dieser Gesellen Sie fassen kann!" Das läßt sich aber in dem düsteren Raum gar nicht so genau abmessen, und doch kommt es hier manchmal auf Haarbreite" Entfernungen an. Reihen glühender Augen, großer fletschender Zähne und vorgestreckter Zungen zwischen ihnen sind zu beiden Seiten zu bemerken, und man darf gegen unmittelbare Berührung mit einem Rüsfel oder einem Schweif nicht zu emEndlich sein. Gar nicht zu reden von dem Geruch, der freilich nicht viel
schlimmer ist, als in manchen Schiffsräumen, wo Menschen Hausen. Noch am beruhigendsten ist das Lächeln des Führers, aber im Uebrigen kommt das angenehmste Gefühl der ganzen Tour erst in dem Augenblick, da Alles überstanden ist, und man mit heiler Haut, selbst wenn es mit nicht ganz heilen Kleidern wäre, die Ncahs-Arche wieder verlassen kann. Wenn das Publikum wüßte, was Alles in dieser schwimmenden Welt vorgeht, so würde die Ankunft eines solchen Bestiendampfers in einem unserer Häfen weit mehr Beachtung crregen, als es gewöhnlich geschieht. Die Beförderung der Thiere auf die Schiffe urrt von denselben ist manchmal fast so mißlich, wie ihre Einfan gung. und ihre Fütterung unterwegs, unter Umständen auch die Behandlung in Erkrankungsfällen, ist zum Theil eine recht schwierige Sache und erfordert gewiegte Erfahrung. Ist es schon an den künftigen Aufenthaltsorten der Thiere schwer, sie mit ähnlichen VerHältnissen zu umgeben, wie sie in ihrer Heimath gehabt, so ist dies auf dem Schiff erst recht der Fall. Es kann sich dabei natürlich nur um die nothdürftigste Aehnlichkeit handeln. Hat das Thier der Wildnih nicht einmal diese, so geht es eben schon auf der Reise ein. und das bedeutet allemal einen hohen Verlust, der sich z. B. auf Z1500 beim Tod eines Löwen oder eines Tigers beläuft; und noch schlimmer ist manchmal die Störung in den Plänen, welche durch das Eingehen wichtigerer Thiere entstehen kann. Schon auf dem Transport von den Gegenden, wo sie gefangen worden sind, nach dem Schiff auf dem Rücken von Elephanten, auf Ochsenwägen u. s. w. kommen viele um, und eine unserer größten Bestien-Jm-portfirmen beziffert ihren jährlichen Verlust auf etwa 20 Prozent des Gesammtbetrages. Dennoch macht ste sehr gute Geschäfte, Und nur sehr wenige der Verluste kommen auf den Oceandampfer - Transport selbst, obwohl dieser eine heiklere Sache ist, als die Beförderung des Raubzeuges bis nach dem Abgangshafen. Aber auch nur wenige Schiffsangestellte sind Spezialisten in der Beförderung und Behandlung dieser Passagiere und haben jeweils, wenn nicht die ganze Arbeit, so doch die ganze Leitung. Die Hauotperson für die Hambürg - Amerika - Linie auf diesem Gebiete ist derzeit Georg Krissel. Auf ihm lastet eine schwere Verantwortlichkeit. Er muß sich jedes der Thiere annehmen, sobald es aus das Schiff gekommen, und bis die Tour nach dem Bestimmungshafen vollendet ist. Seine erste Aufgabe ist. daß womöglich alle während der Reise gesund bleiben. Fast alle diese Bestien aber neigen stark zur Seekrankheit, und man kann sich vorstellen, wie sehr ein längerer Aufenthalt in der dicken Atmosphäre der unteren Schiffsräume Geschöpfen zusetzen muß. welche stets an die frische Luft gewöhnt waren. Jede der Thiergattungen erfordert wiederum ihre liesondee Behandlung. Die. unter dem Namen Tython" bekannte Riesenschlange z. B. muß in einer tropischen Temperatur gehalten werden, welche der Dampfhitze nahe kommt. Das kranke Rothwild muß eine sehr sorgsam gewählte Diät erhalten; die ungeberdigen Tiger und andere Säugethiere müssen auf mannigfaltige Arten controllirt werden. Größtentheils wird das Futter für die Thiere in Gestalt von Lebenooieh Stiere, Lämmer, Ziegen u. s. w. an Bord des Schiffes gebracht, und Tag für Tag auf der Reise wird eine Anzahl Nahrungsthiere geschlachtet. Die Elephanten, welche bekanntlich Vegetarianer sind, brauchen eine ungebeure Menge Grünfutter. je 703 Pfund pro Tag für ein ausgewachsenes Thier. Affen sind besondere LiebHaber von Cocosnüssen und Bananen, haben übrigens einen ziemlich manigfaltigen Speisezettel und sind große Feinschmecker, wenn sie gesund sind, und erst recht, wenn sie krank sind. Die eigentlichen fleischfressenden Thiere bekommen zur Auffrischung ihres Systems meistens rohes Rindfleisch, gelegentlich aber auch Hühner und Kaninchen. Wird ein Thier ernstlich Irans, so versucht man es mit der Anwendung gewisser Heilmittel, die sich meifiens nicht viel von denjenigen unterscheiden, welche Menschen untr ähnliehen Umständen gegeben würden. aber in größeren, weit größeren Dosen beigebracht werden. Und nicht selten ist diese Beibringung mit großen Schwierigkeiten verbunden: noch mehr gilt dies von ihrer Behandlung im Fall eines äußeren Leidens, z. B. eines verdorbenen, schmerzenden Zahnes, eines Geschwüre' ober irgend einer Verletzung. Leute, wie Georg Krissel. müssen daher bis zu, einem gewissen Grade auch Doktoren und Operateure sein, von verläßlicher Kaltblütigkeit und Geschicklichkeit. ja auch mit ersmderischem Geist begabt, da es gar manchmal gilt, ein krankes Thier zu überlisten! Mitunter kommt es auch vor, daß ein wildes Thier auS seinem, irgendwie schadhaften Zwinger losbricht und sozusagen Besitz vom Verdeck ergreift. Dann gibt es Keinen, der es besser versteht, den Ausbrecher ohne Schaden wieder einzufangen, als der genannte Bestien - Vertrauensmann. Gewöhnlich hat. wen er die Controlle über die Thiere führt, das Schiff bei seiner Ankunft keinen einzigen Todesfall unter denselben zu melden!
'owen werven m unseren Tagen
nur verhältnißmäßig wenige unmittelbar aus der Wildniß geholt, da es meistens wohlfeiler kommt, dieselben in Gefangenschaft zu kaufen, und mit der Zeit, infolge der erzielten Fortschritte in ihrer zweckmäßigen BeHandlung, die Zahl der in diesem Zustand geborenen Löwen größer geworden ist. Auch Eisbären, Grizzlibären und russische Bären werden heute meistens in Gefangenschaft gekauft und verkauft. Alle anderen wilden Thiere jedoch müssen noch immer direkt in ihren Schlupfwinkeln oder auf ihren Tummelplätzen gefangen werden, zum Theil unter riesigen Schwierigkeiten und nach Methoden, welche das Entsetzen jedes Thierschutzvereinlers wachrufen würden! Ja manche Bestien haben noch niemals lebendig gefangen und übcr's Meer gebracht werden können. Für den Thierhändler, welcher im Stande wäre, z. B. drei oder vier Gorillas zu fangen und nach unserem Lande zu bringen, würde ein kleines Vermögen dabei herausspringen. Aber das ist noch Keinem gelungen! Die wenigen Gorilla - Affen, welche überhaupt gefangen werden können, sterben schon nach ein paar Wochen in der Gefangenschaft, und eine Oceanreise könnten sie wahrscheinlich, selbst unter der Fürsorge eincö Krissel, keinen Tag aushalten. Mit allen übrigen Affengattungen ist leichter umzugehen, obwohl Affen nur selten sehr lange in der Gefangenschaft leben und für Lungenentzündung und andere Krankheiten sehr empfänglich sind. So bietet auch die Bestien-Jndustrie noch manche ungelöste Probleme, und läßt auch für Erfindungen noch Raum. Sehr viel wird das Nilpferd oder Hippopotamus gesucht; aber auch diese Thiere sind außerordentlich schwer zu fangen, und in neun unter zehn Fällen überstehen sie d Oceanreise nicht. Dementsprechend ist auch ihr Preis ein sehr hoher. So ziemlich die einzige Aussicht für Menagerien in unserem Lande, solche Thiere zu bekommen, hing in den letzten Jahren von der Forschungsfähigkeit eines Hippopotamus - Paares im New Yorker Centralpark ab. Große Bestien Importfirmen (es gibt solche allein in Gotham nahezu ein Dutzend, ungerechnet die Filialen der Welthäuser) halten sich ThierfangSpezialisten in allen Theilen der Welt, um die Bestien frisch aus den Dsckungeln u. s. w. zu erlangen. Diese Fang - Agenten sind es, welche die Schiffe füllen. Sie gehen von Calcutta, von Aden und von anderen Stationen aus auf die Jagd und bringen oft Monate unausgesetzt in der Wildniß zu, bis ste die Bestellungen haben ausführen können. Die HimalayaRegionen, die Gefilde Sibiriens, die heißen Wüstengegenden Afrikas und andere interessante Erdenwinkel, auch südamerikanische Länder, sind die Schauplätze ihrer Häscherthätigkeit, und Elephanten, Tiger, Jaguare, Kameele, gewaltige Schlangen. Crocodile u. f. w. sind niemals vor ihren Nachstellungen sicher. In Südamerika allein sind derzeit 22 Thierfänger für eine unserer größten Firmen thätig, welche zugleich etwa ein Halbdutzend Leute in Ostindien und Sibirien an der Arbeit hat. In vielen Fällen bedienen sich diese Thierfänger der Hilfe ganzer Schaaren Eingeborener, namentlich wenn es sich um die Einfangung von Elephanten oder Rhinocerossen handelt. Mitunter erhält eine Firma z. B. eine Bestellung auf eine große Anzahl Elephanten zugleich. Eine solche Bestellung wird sofort an die betreffenden Thier - Einbringer im Elephantenlande telegraphirt, und diese organisiren die Eingeborenen zu einem JagdAufgebot. Diese Eingeborenen bauen mit Vorliebe einen riesigen Pferch auf einem der Haupt - Elephantenpfade und treiben bei Nacht durch Feuerschein und wildes Geschrei die Thiere in denselben hinein; Jäger, welche selder auf zahmen Elephanten reiten, kommen sodann in den Nferch und werfen den gefangenen Bestien Stricke über. Die Bändigung der Elephanten unter solchen Umständen dauert nicht sehr lange. und es wäre noch die Frage, ob die betreffenden Jäger so erfolgreiche Bronchound Stierbändiger wären, wie manche unserer westlichen Cowboys"! Bei der ungeheuren Stärke und Massigkeit der Elephanten wäre es aber geradezu unmöglich, sie lebendig zu fangen, wenn nicht ihr mildes Temperament wäre. Manche Eingeborene fangen übrigen noch heute Elephanten in Fallgruben, eine barbarisch grausame Methode, bei welcher mehr als 50 Prozent der Thiere schon infolge des Sturzes ihren Tod finden! Da die Elephanten immer seltener werden. so ist wohl zu erwarten, daß diese mörderische ffangmanier bald aus der Mode kommen wird. Tiger und Löwen werden ebenfalls mittels Fallgruben gefangen, gewöhnlich mit einer todten Ziege, die auf das schwanke Mattenwerk gelegt wird, als Köder; auch von diesen Bestien finden dabei etwa 6 unter 10 den Tod! Tagegen werden die Leoparden Jaguare und die kleineren Thiere, auch die Affen, meistens in gewöhnlichen Fallen gefangen. Sehr leicht ist das Fangen der Boas. Diese Riesenschlangen können, wenn sie sich vollgefressen haben und ganz starr daliegen, ohne Weiteres in einen Sack geladen werden. Oder auch: Es wird ein todtes Säugethier in tu
nen Kasten gelegt, der eine offene Seitenthür hat; eine Boa schießt hinein und umringelt das Thier, und dann braucht man nur die Thür zuzuschlagen und den Kasten, wohlverwahrt, fortzuschaffen. Mitunter besorgen unsere Thierfang - Agenten weder selber das Fan gen, noch auch organisiren sie Eingeborenenpartien dafür, sondern sie treten als Tauschhändler auf. Eingeborene Potentaten nämlich haben bereits gefangene Bestien im Besitz und geben sie für allerhand blinkenden, bunten Zierrath weg, verschenken sie manchmal sogar, als Zeichen besonderer Werthschätzung. Größere Thiere, wie Rhinocerosse, werden nicht selten auf solche Weise erlangt. Auch diese Agenten müssen möglichst guten Bescheid über die Gebrechen der wilden Thiere und über geeignete Heilmittel für dieselben wissen; oft genug ist schon auf dem Transport nach dem Hafenplatz drtngende Veranlassung, von solcher Kenntniß Gebrauch zu machen, und oft freilich rettet dieselbe das Leben des Thieres nicht. Mit Aufzugsmaschinen und schweren Ketten werden viele der gewichtigeren wilden Emigranten auf die Dampfer bugsirt, was eine jammervolle Erfahrung für Elephanten und andere schwere Ungethüme sein muß und sich beim Verlassen des Schiffes wiederholt. Verhältnitzmäßig leicht noch ist ihr Eisenbahntransport. Unfälle in Verbindung damit kommen gewöhnlich nur vor, wenn der Bahnzug selber einen Unfall hat. Es ist nicht zu bezweifeln, daß. wenn zwischen den Heimathsstätten der Bestien und den Hafenplätzen allenthalben Bahnverbindüngen beständen, ihre dortigeBeförderung sich weit weniger verlustreich bewerkstelligen ließe, während sie bis jegt, wie gesagt, schlimmer ist, als die Oceanreise. Die Bücher einer unserer ThierImportfirmen für das verflossene Jahr weisen 20 Elephanten, 35 Kameele. 20 Tiger. 5 Löwen. 43 Leoparden. 20 Pumas oder Berglöwen, 18 Panther und Hunderte von Affen, Vögeln und kleinerem Kroppzeug auf! Es wurde oben bemerkt, daß auch reiche Privatliebhaber solche wilde Thiere kaufen; einige haben ja ihre PrivatWildparks, m denen sie solche halten. in den meisten Fällen jedoch kaufen sie die Thiere als Junge und machen sie zu Lieblingsthierchen der Familie. Natürlich geht das nur für eine gewisse Zeit, und wenn die lieben Dingerchen zu groß geworden, sind die Besitzer froh, wenn die Händler sie ihnen wieder abnehmen! X er Urstoff und die rankheit. In unseren Tagen ist wieder einmal viel von dem Urstosf" die Rede, aus dem alles hervorgegangen. Er hat schon die alten Philosophen beschäftigt und nun auch die modernen Chemiker veranlaßt, die bisher als Grundstoffe angenommenen Elemente" zu ihm in Beziehungen zu setzen. Uns ist dieser Urstoff um so interessanter, als er vermuthlich identisch mit dem hypothetischen Aether" ist. jener bisher unwagsam und auch sonst geheimnihvoll gebliebenen Luftart". auf deren Schwingungen wir die Phänomene des Lichts und der Elektrizität zurückführen. Was für wunderliche und bei aller Wunderlichkeit doch tiefsinnige Anschauungen man von diesem Urstoff übrigens mitunter in Zeiten hatte, in denen er plötzlich zur Erklärung der Räthsel des Weltalls und insbesondere auch des Menschenlebens wieder hervorgesucht" wurde, dafür mag die solgende merkwürdige Theorie Zeugnih ablegen, die zu Anfang des vergangenen Jahrhunderts einige eifrige Vertreter hatten. Nach derselben trüge auch der Mensch den Urstosf mit sich, und zwar wäre er ein Bestartheil des Blutes. Bei zwanzigmillionenfacher Vergrößerung eines Tropfen Blutes durch ein Mikroskop, welches diese Vergrößerung ermögliche, würde man den Urstoff als ein Durcheinander aller Arten von Thieren, die jetzt noch lebten oder je gelebt hatten in entsprechender Verkleinerung erblicken. In dem Blute einer gesunden Person verhielten sich alle diese Miniatur-Thier-chen ruhig und friedlich wenn sie aber miteinander Krieg führten, dann würde der Mensch krank. Wenn man in ähnlicher Weise das Blut einer Katze untersuchen könnte, so würde man darin nur in solchen winzigen Verkleinerungen alle zum Katzengeschlecht gehörigen Thiere entdecken. Die verschiedenen Thiergattungen enthielten nur animaleulae", die tynen selber glichen, während der Mensch den Urstoff selbst und damit alle möglichen anirnaiViilae" enthalte. Damit erkläre es sich auch, dqß er in seinem Wesen bald mehr diesem und bald mehr jenem Thiere gleiche, bald eine gewisse Aehnlichkeit mit einem Fuchs habe und bald mit einer Katze, bald mit einem Tiger und bald mit einem Schaf und daß auch in einem einzigen Individuum zeitweilig mehr dieser oder jener Thiertypus hervortrete, je nachdem in seinem Blute gerade die entsprechenden aninialculae" die Oberhand haben! Erster Gedanke. Arzt: Liebe Frau, ich glaube nicht, daß Ihr Mann ben morgigen Tag noch erlebt. Frau: Ach Du lieber Gott und da ist gerade der Erste! Wer wird mir denn nun mein Monatsgeld geben?
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