Indiana Tribüne, Volume 28, Number 262, Indianapolis, Marion County, 27 June 1905 — Page 5
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Eine Diplomatin.
Von C. Pamoonpert. Autorinerte Wthet setzung auS dem Französischen ron Tr. Josephsohn. Er, 28 Jahre alt, liebt seine Gattin aufrichtig. Sie, 20 Jahre alt, vergöttert ihren Herrn und Gebieter, dabei aber etwa leichtsinnig und verschwenderisch. Er (eine Rechnung prüfend, väter lich-wohlwollend: Sieh mal, mein Kind, ich möchte Dich nicht gern tadeln, indessen . . Sie (leicht erschreckt): Indessen wirst Du es doch thun." Er: Ich muß wohl, wahrhaftig!" Sie (schmeichlerisch): Ich höre." Er: Ach! Sieh mich nicht so an . . . Sonst habe ich nicht den Muth." Sie (sehr demüthig): Ich höre." Er (sie küssend): Kleiner Schelm, Du! .... Ich würde Dich lieber böse sehen! Sie: Wie? Ich soll also Deinen Tadel nicht ergeben hinnehmen?" Er: Ach Unsinn! Wenn Du böse wärst, könnte ich Dir eher die Wahrheit sagen; während ich angesichts ei ner so resignirten . . Sie: n. ... so nachgiebigen Haltung!" Er: WaS soll ich also mit Dir anfangen?" Sie: Mich küssen!" Er (sie küssend): Da! . . . (Pause) Darüber habe ich nun den Faden meiner Rede vollständig verloren!" Sie: Eine anständige Belohnung dem, der ihn wiederbringt!" Er: Oho! So leicht entwischst Du mir nicht! . . . (Ernst) Ich finde auf dieser Rechnung die Summe von 192 Francs 60 Centimes." Sie: Beunruhige Dich darum nicht! Ich bezahle die Centimes niemals." Er: Ei, sieh mal an! ... . Na. dann ist die Rechnung ja nicht mehr so groß . . . Sagen wir also 192 Francs für Hüte im Jahre 1993 . . . Das ist viel! . . . Das ist zu viel!" S: Wenn Du die einzelnen Po sten prüfen wolltest, würdest Tu sinden, dah ich mir nur das Allernothwendigste angeschafft habe." Er: Das wollen wir mal sehen! . (Lesend) Ein Barett aus braunem Sammet mit Stahlschnalle 25 Francs .... (Nachdem er einen Au genblick nachgedacht) Das ist nltyt zu theuer." Sie: Na siehst Du!" Er (lesend): Ein schwarzer FilzHut mit Federn 75 Francs .... (Kritisirend) Das ist doch aber etwas . . ." Sie: Wenn Du ein wenig nachdenken wolltest, würdest Tu finden, daß ich mit meinem 25 Francs - Barett nicht Visiten machen, nicht ins Theater jen kann." '(r (überzeugt): Allerdings!" Sie: Du wünschest mich jederzeit (flies zu sehen, nicht wahr? Aber wenn es sich darum handelt, die Rechnung zu reguliren. . . . Findest Tu nickt, daß dieser Hut mir ausgezeichnet steht?" Er: Ich gebe zu, daß er Dich prachtvoll kleidet." Sie: Ein Glück, daß Du das zugiebst! . . . Nun, meiner AnsiHt nach ist dieser Hut für 75 Francs rein geschenkt. Eine andere Putzmacherin hätte ihn sicherlich nicht unter 300 Francs verkauft." Er (resignirt): Na meinetwegen! (In der Lektüre fortfahrend): Ein englischer Matrosenhut, mit Band garnirt, 12.60 Francs." Sie: Ist das nicht auch wie geschenkt?" Er: Zugegeben!" Aber hier: ein Tüllhut, mit Rosen garnirt 80 Francs!" Sie (lebhaft): Der ist ebenfalls nicht zu theuer! Uebrigens habe ich ihn nur Deinetwegen gekauft. Zur Hochzeit Deines Vetters Andre. Ich konnte doch anständigerweise nicht mit emem Matrosenbut für 12.60 Francs zur Hochzeit gehen! Das mußt Tu doch selbst bestätigen?" Er: Ich bestätige! Ich bestätiae. daß es sehr hübsche Malrosenhüte zu sechs Francs und garnirte Tüllhüte zu 30 Francs giebt!" Sie (entrüstet): Oh!" Er: Ich bestätige vor allem, daß mein Gehalt von 3600 Francs solche Ausgaben nicht gestattet, daß . . . Sie: Nächstes Jahr sollst du ja Zulage bekommen!" Er: Das ist noch kein Grund, die Zulage im Voraus aufzuputzen! Sie: Schließlich wirst du nicht dein ganzes Leben lang Redakteur am Finanzblatt sein?" Er: Kann man das wissen? Bisher hat mir die Literatur wenig Geld und noch weniger Ruhm eingebracht. Mein Roman wird fast gar nicht gekauft." Sie: Du wirst ander? schreiben, die besser gehen werden." .. Er: Vielleicht!" Sie: Sicher! Ich habe Vertrauen zu dir." Er: Inzwischen .... inzwischen empfinde ich ein geheimesGrauen beim Gedanken an deine Schneiderrechnun?." Sie (verdrießlich): Ach!Er: Du bist zu eitel, meine Liebe! Wozu brauchst du so viel Toiletten!" Sie (empfindlich): Nur um dir zu gefallen, mein Herr und Gebieter! Bist du nicht stolz darauf, eine hübsche Frau zu haben?" Er: Nach welcher sich die Herren auf der Straße umdrehen!"
Sie: Na .... das muß dir doch schmeicheln ?" Er: Mir schmeicheln? Vielleicht! Aber es ist gar nicht nöthig, daß du anderen als mir gefällst! Und um mir zu gefallen, brauchst du durchaus nicht so viel." Sie: Ach sei doch still! Von diesen Sachen verstehst du ja nichts!" Er: Versprich mir, daß du in Zukunft. . . ." Sie: Ich verspreche es dir ... . (Pause). Warum runzelst du die Stirn?" Er: Ich denke an dieSchneiderrechnung." Sie: Ich versichere dir, sie ist nicht so bedeutend, wie du glaubst!" Madame bemüht sich, diese Versicherung in möglichst überzeugungsvollem Tone auszusprechen, innerlich aber ist sie etwas unruhig: die Schneiderrechnung beträgt 483 Francs! Madame wagt nicht, das verhängnißvolle Papier zu zeigen. Der Gatte wird wieder eine Scene machen, und Madame sagt sich, daß er im Recht ist. Sie bedauert etwas spät! diese übertriebenen Ausgaben und faßt energische Vorsätze für die Zukunft. Indessen die Vergangenheit ist da, sie muß bezahlt bezahlt werden. Wie aber die unangenehme Geschichte dem Herrn uno Gebieter beibringen, ohne daß es einen tragischen Auftritt aiebt? Madame zerbricht sich den Rest des TageS ihr hübsches Köpfchen. Das Resultat dieser ungewohnten Arbeit ist eine geniale Kriegslist. Am anderen Tage. Sie (um 7 Uhr Abends nach Hause kommend): Verzeih'! J6 habe mich verspätet." Er (unzufrieden): Das sehe ich... ich komme nach Hause Niemand da! Es ist mir sehr unangenehm, wenn ich das Nest leer finde. Ich weiß dann gar nicht, was ich anfangen soll." Sie: Ich habe mich bei Madame Brindy verspätet." Er: Schon wieder? Du weißt doch, daß ich deine Besuche bei dieser Dame nicht gern sehe! Sie ist eine zu kokette Frau!" Sie: Ich versichere dir!" Er (überrascht): Aber, was ist das? Du bist ja in großer Toilette! Weshalb?" Sie (mit gutgespielter Verwirrung): Mein Gott! Ich möchte nicht. daß Madame Brindy denken soll, ich hätte nichts anzuziehen!" Er: Und du bist parfümirt!?" Sie: Liebst du nicht Parfüm?" Er: Darum handelt es sich hier nicht!" Pause. Der Herr prüft Madame mit einem strengen, traurigen Blick. Madame wird unter diesem Blick wirklich verwirrt. Sie: Was hast du?" Er: Nichts! Ich versichere dir. nicht-, was verlohnte, gesagt zu werden! Em dummer, niedriger Gedanke .... Sprechen wir nicht mehr davon! .... (Den Ton ändernd): Aber wollen wir nicht essen?" 2t: Nur einen Augenblick, mich umzukleiden und den Tisch zu decken." Er: Das letztere werde ich besorgen." Madame geht ins Schlafzimmer und zieht ein Hauskleid an. Sie scheint in ernste Betrachtungen verfunken. Plötzlich macht sie eine Bewegung. welche bedeutet: Um so schlimmer! Wir werden ja sehen!" In diesem Moment hört sie den Schritt ihres Gatten. Schnell zieht sie einen Brief aus der Tasche und thut, als ob sie aufmerksam darin lese. Er (eintretend): Der Tisch ist gedeckt." Sie (das Papier im Mieder versteckend und eine heftige Verwirrung markirend): Ich komme ich komme sofort." Er (der alles gesehen hat. sehr blaß): Was hast du denn?" Sie: Nichts. Ich glaube der Magen. Ich habe großen Hunger." Sie beginnen schweigend zu essen, wobei sie einander verstohlen beobachten. Er (sehr sanft): Meine Liebe." Sie: Was denn, mein Theurer?" Er: Was ist das für ein Brief, den du eben in deinem Mieder verstecktest?" 2;e: Einen Brief?" Er: Oder ein Billet!" 2ie: Aber du täuschest dich!" Er (ungeduldig): Ach, laß doch! Keine Winkelzüge, bitte! Der Brief ist da! Ich brauche nur den Arm auszustrecken, um . . . ." Sie (nervös): Na schön! Ja! . . Und was weiter." Er (verwirrt): Was weiter?" Sie: Wirklich, du sprichst in einem Ton zu m'r . . .!" Er: Pardon! Du bist vielmehr diejenige, welche . . . ." Sie: Ich? Ich??" Er (sich beherrschend): Bitte, meine Liebe, ereifre dich nicht . . . und gieb mir den Brief!" Sie: Bitte, mein Lieber, nicht diese Miene!" Er: Miene? Was für eine Miene? Ich wüßte nicht . . .?" Sie: Doch! Du machst ein Gesicht wie ein Untersuchungsrichter!" Er: Würdest du wohl die außerordentliche Gewogenheit haben, meine Liebe, mir mitzutheilen . . . ." Sie: Ach ... . Diesen spöttischen Ton mag ich auch nicht." Er: So entgehst du mir nicht! . . . (sehr würdig) Beliebt es dir, mir diesen Brief zu geben?" Sie: Qb es mir beliebt? Nun, es beliebt mir nicht."
Er (sich zurückhaltend): Du mißbrauchst . . ." Sie: Es beliebt mir nicht, ihn dir jetzt gleich zu geben. Uebrigens hat dieser Brief auch kein Interesse für dich!" Er: Pardon! Ich glaube im Gegentheil . . . ." Sie: Wenn ich dir aber doch sage . . . ." Er: Ich fange an, dein Benehmen sonderbar zu finden!" Sie: Und ich fange an, dein Drängen verletzend zu finden!" Er: Äitte. wir wollen doch dieRollen nicht tauschen?" Sie: Fällt mir gar nicht ein! Ich meine nur, ein Gatte, der etwas auf sich hält, quält seine Frau nicht mit solchen Verhören!" Er: So ist's recht! Jetzt bin ich natürlich der Schuldige!" Sie: Aber sicher!" (Pause.) Er: Nun also .... gieb mir den Brief!" Sie: Nun also . . . nein! Du bekommst ihn nicht." Er: Hüte dich!" 6k: Ich schwöre, ich wollte ihn dir geben . . . ." Er: So, so . . Sie: Aber deine Art und Weise hat mich veranlaßt, meine Absicht zu ändern." Er: Das ist sehr bedauerlich! . . . Ich muß jetzt natürlich denken, daß du triftige Gründe hast, den Brief zu verstecken." Sie: So? Du zweifelst an mir? Lüge nicht! Du zweifelst an mir!" Er: Zum Teufel! Ich möchte den Mann sehen, der es an meiner Stelle nicht auch thäte! Du verspätest dich.. bist in großer Toilette ... in unanständiger Weise parfümirt . . ." Sie (wüthend): Unanständiger Weise?" Er: Du behauptest, bei Madame Brindy gewesen zu sein . . ." Sie: Ich behaupte?" Er: Du verbirgst Billets in Deinem Mieder und bist überrascht, daß . . . ." Sie: Oh! Das ist zu stark!" Er: Bitte, ich ... " Sie (sehr schnell): Das ist zu stark! Solch ein Verdacht! . . . Nach dreijähriger Ehe! Ach, mein Gott! Mein Gott! . . ." Er: Mach' keine Scene und gieb mir . . . ." Sie: Nein! Nein! Und hundertmal nein!" Er: Du vergißt, daß, wenn ich will . . ." Sie: Wie? Du würdest Gewalt anwenden?" Er: Sicher!" Sie: Oh! (Zieht das Papier aus der Tasche und macht Miene, es in's Feuer zu werfen). Nun wohl! So hole es Dir! Da!" Er (aufspringend): Ach. Elende!" Sie: O! Du thust mir weh!" Kurzer Kampf. Er bemächtigt sich des Briefes. Sie: Das wirst du mir bezahlen;" Sehr blaß, mit zitternden Händen öffnet der Gatte den Brief. Sie lacht verstohlen. Er (erstaunt): Es ist nur die Schneiderrechnung!" Sie: Dieses Nur" ist köstlich!" Er (beschämt): Meine Liebe . . . . (Dann sieht er wieder in's Papier, und sein Blick fällt auf die Schlußziffer; erschreckt): Oh! .... Oh! . . . . 483 Francs!" Sie: Was sagte ich Dir?" Er: Du sagtest mir gar nichts!" Sie: Pardon! Vor kaum einer Minute sagte ich dir: Das wirst du mir bezahlen!" (Pause.) Er: Kamm mal hierher! . . . Sieh mir mal gerade in's Gesicht!" Sie (treuherzig): Da bin ich!" Er: Was bin ich doch für ein Einfaltspinsel!" Sie: Warum?" Er: Und du für ein durchtriebener Kerl!" Sie: Aber . . ." Er: Du hast absichtlich den Brief so hastig versteckt, als ich eintrat." Sie: Absichtlich?" Er: . . . . um meine Eifersucht zu erwecken, um mich zu veranlassen, dir harte Worte, Grobheiten zu sagen, kurz, um mir das Recht zu rauben, hinterher über die Höhe der Rechnung in Harnisch zu gerathen!" Sie (treuherzig): Wie kannst du nur so etwas von mir denken? Welch ein arger Skeptiker du doch bist! Wie sollte dein kleines Frauchen wohl auf solche Gedanken kommen?! . . f
Das Höchste der Reklame. Einen Record in der Reklame stellt MarkHambourg auf, indem er in einer englischen Wochenschrift folgende Rechnung" mittheilt, die ihm eine junge Dame übersandt habe, als er in Sydney spielte. Sie lautet: Ein Paar Glacehandschuhe, geplatzt und vollständig gerissen beim Beifallsklatschen. 51.00 ... Ein Fächer bei derselben Gelegenheit zerbrochen, $2.00 . . Ein Paar französische Hacken umgeknickt, um ein Dacapo zu erzwingen. $1.00 . . . Ein Schirm der bei diesem Bemühen zerbrochen wurde. $3.00 . . . Preis eines Stuhles, der in der Erregung und Begeisterung über das Spiel zerbrochen wurde. $5.00 . . . Gesammtschaden, für den Mr. Ma?k Hambourg verantwortlich ist. $12.00. Bitte um einen Check über obige Summe. Küsse werden in Zahlung genommen.
Vom Auslande. -i- 2ln eine tragikomis ch Attentatsgeschichte wurde bei der kürzlich erfolgten Abberufung des sinniern dischen Gouverneurs Mjassojedow erinnert. Mjassojedow war vor einigen Wochen in seinem Arbeitszimmer von einem Finnländer überfallen worden und hatte bei dieser Gelegenheit vier Schutzwunden erhalten, die mehr schmerzhaft als lebensgefährlich waren. Sobald der Gouverneur die bö sen Absichten seines Besuchers bemerkt hatte, warf er sich mit großer Geistesgegenwart unter einen runden Tisch in der Mitte des Ziemers und kehrte dem Angreifer den fleischigsten Theil seines Körpers zu. Gegen dieses Ziel feuerte der Attentäter die beiden ersten Schüsse und lief dann zur anderen Seite des Tisches, wo er den Kopf des Gouver neurs zu sehen hoffte, aber vergeblich, denn der Gouverneur hatte sich auch gedreht. Noch zwei Treffer, und der Attentäter wurde von herbeieilenden Polizisten ergriffen. Zwölf Jahre auf der Suche nach einem Erben haben sich die Testamentsvollstrecker eines Schneiders in England befunden, der im Jahre 1893 als Greis von 94 Jahren verstarb und ein Vermögen von vollen 20 Millionen Mark hinterließ. Nach langen vergeblichen Bemühungen, Personen. die dem reichen Erblasser ver wandtschaftlich nahestanden, ausfin dig zu machen, erkundeten die Suchenden endlich, daß von seinem Bruder möglicherweise ein Nachkomme Namens Richard Roberts noch am Leben sei. Die Spur führte sie nach Durban, und hier lernten sie in der Person eines 72jährigen Dienstmanns einen Träger dieses Namens kennen, der sich in der That als nächster und einziger Verwandter deS zwanzigfachen Millionärs erwies. Der Alte, der von dem Tode und dem hinterlassenen Bermögen des Onkels nichts wußte, war über die Nachricht von der Erbschaft derart überrascht, daß er inin nächsten Tagen kaum zu schlafen oder zu essen vermochte. Es werden ihm nicht nur die zwanzig Millionen, sondern auch die Zinseszinsen zufallen, die jene in den zwölf Jahren aufgehäuft haben. Räuberische Ueberfälle im russischen Grenzgebiet gehören in Oberschlesien jetzt zu den alltäglichen Erscheinungen und halten die Bewohner in einer hochgradigen Aufregung. Es ist unglaublich, mit welcher Dreiftigk,it und Brutalität die Banditen ihre Pläne zur Ausführung bringen. Alle bisherigen Raubzüge werden aber durch einen grauenhaften Ueberfall in den Schatten gestellt, der sich in dem dicht an der preußischen Grenze gelegenen JnduftrieorteZawierce abgespielt hat. Nach den Mittheilungen eines Augenzeugen drangen am hellen Nach mittag gegen 3 Uhr über 50 verkleidete und bewaffnete Räuber in den Ort ein und übersielen den Pfarrer in seiner Behausung. Der Geistliche wurde in bestialischer Weise hingemordct. Er erhielt zahllose Dolchstiche; die Hände wurden ihm aus den Gelenken gerissen und das Genick umgedreht, so daß das Gesicht nach hinten stand. Die Wirthschafterin des Pfarrers wurde durch Dolchstiche tödtlich verletzt. Sodann erfolgte eine regelrechte Plünderung und Ausraubung des Hauses. Der alsbald telegraphisch benachrichtige Kreislandrath von Bendzin, Freiherr von Mirbach, entsandte sofort mittels Sonderzuges 100 Kosaken und 50 Gendarmen nach Zawierce. Doch blieben alle Streifzüge nach der Räuberbände, die die ganze ß?acht hindurch fortgesetzt wurden, ohne jeden Erfolg. Der aragonesische Riese Fermen Arudi ist in ganz Spanien berühmt und hat sich auf allen Jahrmärktendes Landes produzirt, bis er, obwohl erst 32 Jahre alt. als wohlhabender Mann in den Ruhestand getreten ist und sich nach seinem Geburtsort, dem aragonesischen Städtchen Sallent, zurückgezogen hat, wo er von seinen Renten lebt. Arudi ist 2 Meter 35 Centimeter (7 Fuß 8 Zoll) hoch und unter seinem horizontal ausgestreckten Arme können hochgewachsene Männer mit einem Cylinderhut auf dem Kopf hindurchpassiren. ohne daß die Hüte den Arm des Riesen berühren. Das Merkwürdigste an ihm ist aber seine ungeheure Muskelkraft, eine Eigenschaft, die bekanntlich fast nie bei abnorm entwickelten Menschen angetroffen wird. Diese Riesenkraft ist ihm vor einigen Tagen, als er sich in den Pyrenäen auf einer Bärenjagd befand, zustatten gekommen. Er Hck7:e mit seiner Flinte, die ihm voriges Jahr die Königin - Mutter geschenkt, zwei stattliche Bären erlegt und war auf dem Heimweg begriffen, als ihm ein dritter mächtiger Bär in den Weg trat. Das Raubthier kam aufrecht mit ausgestreckten Tatzen auf ihn zu. Die Flinte Arudis war nicht geladen, und da er sie nicht beschädigen wollte, sah er davon ab, sich mit Kolbenstößen zu vertheidigen, sondern legte das Gewehr auf den Boden nieder, ging entschlossen auf seinen Feind los, umfaßte ihn mit sehnigen Armen und ließ sich mit ihm in einen RingZampf ein. Bald hatte der Riese den Bären zu Boden geworfen und, indem er mit mächtiger Faust dem Thier die Gurgel schnürte, stieß er ihm sein Jagdmesser bis an's Heft in die Brust. In übermüthiger Laune lud er den Bären, der 280 Pfd. wog, auf seine Schultern und trug ihn nach dem entlernten Sallent.
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