Indiana Tribüne, Volume 28, Number 261, Indianapolis, Marion County, 26 June 1905 — Page 7

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Jndiana Tribüne, 28 Juni 1905

Zröhlingsmelotten. Eine Phantasie vn Marim Gsrtt. Im Garten vor dem Fenster meines Zimmers hüpfen fröhliche Spatzen auf kahlen Akazienzweigen und zwitschern ausgelassen. Auf dem Giebel des Nachbarhauses sitzt eine achtunggebietende Krähe, lauscht auf dasSchwatzen der grauen Vögelchen und nickt ehrWürdig mit dem Kopsc. Die warme Luft, von Sonnenschein durchtränkt, trägt mir jeden Laut in's Zimmer, und ich vernehme das ferne eilige Plätschern der Frühlingswässer, das sanfte Rauschen grünender Zweige, das Gurren der Rauben auf dem Ge sims meines Fensters und Frühlingsmelodien fließen durch meine Seele. Tschik - tschirik!" schreit ein alter Spatz seinem Freunde zu, seht, wietr erleben wir einen Frühling ist es nicht so? Tschlk - tschirik!" Fa-aktum, Fa-aktum ' läßt sich eine Krähe vernehmen, indem sie grazi'ös den Hals streckt. Ich kenne gut diesen soliden Vogel. Seine Aeußerungen sind immer kurz und stets bejk,end. Dumm von Natur, ist er noch scheu dazu wie die meiften Krähen. Die Stellung dieser Vögel in der Gesellschaft ist eine ausgezeichnete; jeden Winter arrangiren sie irgend einen Wohlthätigkeitsbazar für alte Tauben. Ich kenne auch gut die Spatzen obgleich sie leichtsinnig, ja sogar liberal auf den ersten Blick zu sein scheinen, sind sie im Grunde genommen gar nicht auf den Kopf gefallen. Wohl hüpfen sie mit Ehrfurcht um die Krähen herum, doch in der Tiefe ihres Gemüthes wissen sie längst, dah diese Vöel nicht viel taugen, und sind sogar manchmal so weit zu verleiten, zwei bis drei bekannte Geschichtchen von ihnen zu erzählen. Auf dem Gesims des Fensters sucht ein stutzerhafter Täuberich glühend sein Täubchen zu überzeugen: ... Ich werde sterben, ich werde sterben vor Ver zweiflung. wenn du nicht deine Liebe mit mir theilen willst . . . Wissen Sie. Gnädige, die Zeisige sind da," meldet ein Spatz der Krähe. Fa-aktum!" Sie sind da und lärmen, hüpfen, zwitschern es sind furchtbar unruhige Vögel. Und die Meisen sind ihnen gefolgt wie immer, hä, ha, hä! Gestein fragte ich zum Scherz einen: Nun. Freundchen, auch ihr seid wieder da?" Er antwortete mit einer Grobheit. In diesen Vögeln herrscht nicht die mindeste Achtung vor dem Rang, dem Titel und der gesellschaftlichen Stellung des Sprechenden. Und ich bin dazu ein Hoffpatze." Doch hier erschien unerwartet ein junger Rabe auf dem Dache und rapportirte halblaut der Krähe: Indem ich mit Aufmerksamkeit und Pflichttreue die Gespräche aller Luft-, Was-ser-und Erdgeschöpfe belauschte und ihr Betragen beobachtete, habe ich die Ehre mitzutheilen, dah die soeben erwähnten Zeisige gar laut und über alles zu zwitschern sich erkühnen, ja sogar auf eine Neugeburt der Natur hoffen." Tschik-tschirik!" stieß der Spatz hervor, unruhig den Hintertragenden musternd. Jedoch die Krähe nickte gnädig mit dem Kopfe. Nicht einmal, schon vielemal war der Frühling da," sagte der Spatz. Was aber die Neugeburt der Na tur betrifft, so ist das gewiß angenehm jedoch nur, wenn es mit Erlaubnitz jener Instanzen geschieht, denen es zukommt, darüber zu entscheiden." a-aktum," sagte die Krähe, indem sie dem Sprechenden einen gnädigen Blick zuwarf. Zu dem Obengesagten muß ich noch hinzufügen," fuhr der Rabe fort, daß die angezeigten Zeisige ihre UnZufriedenheit in Bezug darauf äußerten, als ob die Quellen, aus denen sie ihren Durst stillen, trübe seien, ja.

einige unter ihnen hatten sogar die Frechheit, von Freiheit zu schwärmen." Ach. das lieben sie immer!" rief der alte Spatz. Das macht die Ju gend, und das ist gar nicht gefährlich! Ich war auch jung und schwärmte auch von ihr von ihr. Selbstverstündlich erlaubte ich mir das höchst bescheiden. Doch später verflog das. Ein anderer, viel reellerer Wahn erschien hä, hä, hä und wissen Sie, er war viel angenehmer und viel nothwendiger für einen Spatzen hä. hä, hä!" Hm!" ertönte plötzlich ein ehrfurchtgebietendes Krächzen; und siehe, auf der Linde erschien ein wirklicher, pattlicher Dompfaff. Er begrüßte huldvoll die Vögel und schnäbelte: En-ne, riechen Sie nicht, meine Herrschaften, was Außergewöhnliches in der Luft liegt, äh?" Das ist bloß die Frühlingsluft, Eure Excellenz!" ließ sich der Spatz vernehmen. Und die Krähe neigte nur ihren Kopf auf die Seite und krächzte, doch krächzte sie sanft, so sanft, a's wäre es das Blöken eines Schafes. Hm ja gestern als wir Wind spielten, da meinte auch ein erblicher Ehrenuhu er meinte, hm ja, daß auch in der Luft etwas liege. Und ich antwortete: Das wollen wir uns merken und dann wollen wir nicht ab lassen zu riechen wie finden Sie das?" Fein nicht wahr?" .Zu Befehl. Eure Excellenz!"

Höchst nachahmungswürdig li:

sich der alte Spatz hcren. Imme? soll man abwarten. Eure Excellenz. Ein solider Vogel wartet immer ab.Da ließ sich auf einer aufgethauten Stelle des Gartens eine Lerche aus dem Himmel nieder, und indem sie besorgt auf- und niederlief, trillerte su:

Und die schöne Morqenrothe leicht

mit ihrem zarten Lächeln alle Sterne in oem Himmel sieh die Nacht erbleicht, erzittert, und wie Eis im Glanz der Sonne thaut das Blei der

Finsterniß. Oh, wie jubelt dann die

Seele voller Sehnsucht, voller Liebe, oh, wie stürmt sie auf zur Freiheit, oh, wie türmt sie auf zum Lichte . . ."

as ist das tur em Vogel?"

frag.e der Dompfaff, die Stirn run-

zelnd.

Eine Lerche, Eure Excellenz," sagte

streng der Rabe.

Nur em Dichter, Eure Excellenz,

fügte nachsichtig der Spatz hinzu.

Der Dompfaff schielte auf den

Dichter und näselte: Hm hm! Was für ein roth angelaufener Kerl. Hat er nicht da über Sonne, Freiheit

gezwitschert?"

Zu Befehl, Eure Excellenz, be-

jahte der Rabe. Er beschäftigt sich

überhaupt mit der Verbreitung uner-

laubter Hoffnungen in denHerzen jun ger Vögel."

Höchst rechtswidrig und dumm . . Vollkommen einverstanden mit

Ihnen, Eure Excellenz," stieß der

Spatz hervor, es ist sehr dumm, denn die Freiheit ist etwas sozusagen

etwas Undefinirbares, Eure Excel-

lenz." Aber wenn ich nicht irre, so haben Sie selbst von ihr geschwärmt?" Fa-aktum," krächzte plötzlich die Krähe. Der Spatz wurde unruhig. Zu Befehl. Eure Excellenz, einst habe ich von der Freiheit geschwärmt, doch diese Schuld fordert mildernde Umstände." Ah! d. h. wie?" Ich schwärmte nach dem Mittagessen. Eure Excellenz, unter dem Einfluß, d. h. unter dem Druck geistiger Getränke, und dann habe ich von der Freiheit stets in gewissen Grenzen geschw'irmt." Das heißt wie?" Ich sagte ganz leise: Es lebe die Freiheit!" und fügte sofort ganz laut hinzu: Nur in den Grenzen der bestehenden Gesetze." Der Dompfaff spähte auf die Krähe. Zu Befehl! So ist es. Eure Excellenz." rapportirte die Krähe. Ich." fuhr der Spatz fort, ich. Eure Excellenz, darf mir nie als Hofspatz eine ernste Haltung zu den Fra gen der Freiheit erlauben, denn diese Fragen gehören nicht in jene Aemter, welche ich die Ehre habe zu bekleiden." Fa-aktum," krächzte die Krähe. Ihr war es einerlei, was sie bejahte. Unterdessen flössen auf der Straße die Frühlingswasser und murmelten ein Lied von jenem Strome, in den ne am Ende ihrer Wanderung sich ergießen würden. Sie sangen von besserer Zukunft... Breite, gewaltige, eilende Wogen nehmen uns auf, schwellen uns fort in's Meer, wo uns glühende Strahlen der Sonne wieder zum Himmel erheben. Doch vom Himmel rauschen wir wieder zur Erde nieder, als labender Thau der Nacht, als Schnee, als erquickender Regen... - Und die glänzende, milde Frühlingssonne lächelt vom klaren Himmcl herab mit dem Lächeln eines Gottes, der vor Liebe und Schaffenswonne glüht. Und in der Ecke des Gartens auf den Zweigen der alten Linde sitzt ein Schwärm Zeisige, und einer unter ihnen singt ein begeistertes Lied seinen Freunden, das Lied vom Sturmeskünder: Finstere Wolkenmassen brüten über grauen Meeresflächen. Auf und nieder zwischen ihnen jagt der stolze Sturmeskünder, einem schwarzenBlitze gleichend. Jetzt durchritzt er Wogenkämme, jetzt entpfeilt er in die Welken, schrei-

end, und die Wolken hören Jubel in dem kühnen Schrei. Durst nach Stürmen, Kampfessehnen, Zorneswüthen, Siegeshoffnung flammt aus ihm den Wolken zu. Möven kreischen vor dem Sturme, flattern ängstlich über'm Meer, sind bereit in seinen Tiefen zu vergraben ihre Furcht

Und es ächzen die Gagaren, beben

bei den Donnerschlagen.

Und die dummen Pinguins bergen

ihren fetten Leib in Feljen ....

Nur der stolze Sturmeskünder schwebt in freiem, kühnem Fluge

über m grauen Meeresschaume.

Immer finstrer, immer tiefer neigen sich zum Meer die Wolken, und es

jauchzen und es tanzen Wogen schäu

mend in die Höhe, und sie jauchzen

und sie tanzen wutherbleicht dem Don-

ner zu.

Donnerrollen Wogenwüthen

Winde heulen Da umkrallt der Wind die Wogen, schmettert sie mit Wucht und Heulen auf die scharfen Felsenklippen, und in Schaum und

Staub zersplittern die smaraodnen

Unqeheuer.

Schreiend kreist derSturmeskünder. Einem schwarzen Blitze gleichend.

schneidet er den Sturm der Wogen,

bohrt sich m die Wolken em.

Sieh! da zackt er wie ein Dämon

kühn und schwarz ein Sturmes dämon!

Und er lacht, er schluchzt, er jubelt.

und den Wolken gilt sein Lachen, und

er schluchzt vor Kampfeswonne.

Er, der kühne Sturmeskünder, fühlt des Sturmes Wucht erschlaffen, ihn durchflammt die Ueberzeugung: daß die Wolken ihm die Sonne niemals, niemals rauben können! Donner krachen, Winde heulen .... Wie ein blaues Feuer qlühen überm Gischt die Wolkenmassen.' Blitze zucken in die Wogen, und wie Feuerschlangen windet sich in dunkler Fluth und schwindet greller Blitz grelles Zerrbild! Sturm! Sturm! endlich naht ein Sturm! Und der kühne Sturmeskünder jagt, umtost von Blitz und Donner, und es ruft der Siegeskünder: Rast, ihr Stürme stärker stärker!" Prinzessin. Bon Freda Markland. In fünf langen Jahren hatte er nichts von ihr gehört, als daß sie Hab und Gut verloren. Wie hieß es doch in dem Bericht, der zufällig zu ihm gedrungen war? Ganz arm, und hat nicht eine Stätte, wo sie ausruhen kann!" So unvermittelt tönten ihm

die Worte im Ohr, daß er fast er

chrak. Ganz arm! Er konnte tl

nicht fassen. Er sah an sich nieder;

worauf sein Auge ftel. war vom Theuersten und Besten: das Pferd, das Sattelzeug, jedes Stück seiner Kleidung.

Langst verklungene Worte wurden

in ihm wach, alte Erinnerungen, kleine Begebenheiten er konnte sich der Bilder gar nicht mehr erwehren; es

war wie ein Zurückblicken an einem dunkelgewordenen Himmel, an dem

tern aus Stern aufleuchtet.

Er ntt den Wegen nach, die möa-

lichst an Plätzen vorüberführten, die die er einmal mit ihr besucht hatte. Ueber dem morgenfrischen Thiergarten lag die Frühlingssonne.

Die ersten Regenspuren riefen ihn

aus seinen Sinnen; am Himmel zeigte sich ein schweres, schwarzes Wolken-

gechieoe, das eilig Tropfen um Tropfen niedersandte. Er schlug den Weg nach dem Pilz ein. Das weitausladende Schutzdach, in Form eines Malaienhutes um eine mächtige, alte

Elche gefugt, beherbergte schon zwei Reiter. In dem einen erkannte man bald eine Stallbedienung, den andern verdeckte der Baum.

Der Ankommende sah, daß das

zweite Pferd eine Dame trug. Sie hielt unter dem äußersten Rande des Daches, jedem Fremden den Rücken zuwendend.

Nun das Rauschen in den Lüften

stärker wurde, fing ihr Pferd an. unruhig zu werden; trotzdem der Regen

heftiger fiel, schien es einen Augen-

blick, als beabsichtige die Reiterin, wei-

ter zu traben. Der Bediente sah aufmerksam zu ihr hinüber, aber ehe er noch verstand, sah sie schon wieder

starr, die Augen halb geschlossen, die Lippen vorgeschoben. Ihn. den Beobachter, interessirte

ibre vornehme Toilette, die kostbare Aufzäumung des Pferdes. Ein leich-

ter Wind machte sich auf, vielleicht um die Wolken auseinander zu treiben; er spielte in den Mähnen der Pferde, schüttelte die nassen Baumkronen und Sträucher, fuhr um den alten Eichenstamm und hob für einen Augenblick den Schleier der Dame. Der Reiter stutzte; er hatte das Haar seiner Prinzessin erkannt. Er riß sein Thier herum. Prinzessin," sagte er, dicht an ihrer Seite, sind Sie es wirklich?" Sie wandte den Kopf und sah ihn. Prinzessin," wiederholte sie, niemand nannte mich so, außer einem. Das ist lange her. Ich bin es nicht mehr." Sie zog den Handschuh ab und reichte ihm die Rechte, die den Frauenring trug. Er murmelte etwas, das wie eine stumme Frage klang. Seit zwei Jahren," flüsterte sie. Es trat rine Pause ein, da man nichts hörte als die unruhigen Bewegungen der Pferde. Die Regenwolken waren vorübergezogen, die schwellcnden Knospen tranken die feuchten Tropfen, bevor die Sonne sie aufsog.

Das helle Licht folgte ihnen auf

einem gemeinsamen kurzen Ritt; sie sprach viel und oft von den Pflichten, die ihrer daheim harrten, und bat ihn schließlich, sie auf dem Nachhauseweg zu begleiten. Es war derselbe Pfad, den sie vor Jahren so oft gemeinsam betreten, den sie beide lieb gehabt, in Früh-

lingspracht und in Winterstarrheit. Jeder Baum, jeder Strauch sprach zu ihnen; sie hörten es, sie verstanden es und wurden in tiefem Schrecken ge wahr, dah sie sich vor den Erinnerun-

gen in acht nehmen mußten.

Auf der Corneliusbrücke hielt sie an. Hier müssen wir uns trennen,

m den nächsten Hausern wohne ich."

In seinen Augen erlosch das Leben;

er wollte sprechen, allein sie hob ab-

wehrend die Hand und sagte:

Lassen Sie uns dem Schweigen ein Ende machen. Ich danke Ihnen innigst für diese Stunde. Morgen

mochte ich Sie noch einmal lehen

Kommen Sie um 12 Uhr an den klei-

nen Wasserfall gegenüber der Rauch

straße. Seien Sie vorsichtig," ein

Schatten gmg über ihr Gesicht ich - a 4 YY 1

luuiiirc uiuii uuciu. Sie hatte ihn nicht vergebens aebe

ten. Er fand sich zur festgesetzten Zeit ein. Und er war vorsichtig, denn daß

Bild, das sich ihm bot, überraschte ihn Ittfl höchste. Man hatte einen Rollstuhl in die Sonne geschoben, in dem 'in alter, kranker Mann saß. Er schlief. Ein Diener hielt einen Schirm über ihn. An einer der Bänke spielten ein Knabe und ein Mädchen; nicht w?it vavon saß seine Prinzessin, ein Buch

auf dem Schoß, aber ihre Äugen gin-

zen m s Weite.

Sie aina soalcich aus den Kommen ,

oen zu. Ein kurzer Händedruck und

:in leijes: Ich danke Ihnen!"

Er streckte ablehnend die Hand aus. ..Sr haben ein weit treueres Ge-

Dätfitnife als ich. Sie wissen darum,

daß nur ich Ihnen zu danken habe, aber lassen wir das

Er sah zu den Kindern hinüber. Es schien, als wolle er fragen, allein ihr müdes Gesicht hielt ihn davon

uruck.

Wie leben Sie?" Seine Stimme

war sanft.

..Wie hinter schützenden Dunen.

aate sie. und dennoch unter einem

Druck von Schuld und Vorwurf, der mir den Frieden raubt. Sehen Sie mich nicht so forschend an, mein

Freund, ich will Ihnen alles erklären. Als wir an jenem Sommerabend Abschied nahmen Sie erinnern sich der Stunde , habe ich Ihnen nicht ein autes Wort mU auf den Weg ae-

geben. Ich schwieg, denn jeder Athem-

zug war schwer und machte das Herz erzittern. Eines lassen Sie sich ge-

sagt fem: em leichtes brennen wäre wortreicher gewesen. Aber durch alle diese Tiahxt ist mir diese Stunde nach-

gegangen wie etwas, das ich hätte

besser machen muftcn, als es gecyeyen

lt. Beneiden Sie nur! 2)ock um

alles ganz zu bekennen: meine Kraft war erschöpft, denn ich wartete immer

auf das Wort, das uns von der dan-

gen Freundschaft erlosen sollte.

Sie leate für emen Augenvlia Die

Hand vor das Gesicht.

Ich Thor," murmelte er. -Und dann, mein freund, hab' ich

meinem Leben eine Wendung geben müssen, müssen! Verstehen Sie mich wohl!"

Ihre Hand zeigte zu der Gruppe hinüber, an der sein Blick wie gebannt hing. t J . . . m, v AI

Wer ist der Greis un tfavruumr Mein Mann!" Prinzessin!" Mein Mann," wiederholte sie stn-

ster. Seine Seele war so voll Bitterkeit.

daß er ihr einen Vorwurf nicht er-

sparen konnte.

Und alles um Gold und oioes

Lohn!" rief er aus.

Ein Leuchten ging uver ihre juge. ..ftan kaben Sie recht. Ich habe

im entscheidenden Augenblick alle schö-

nen Gefüble hmtenangejetzt uno vin eingetreten für eine alternde Frau, meine Mutter, und für diese beiden Kinder, meine Geschwister. Sollte ich v is ' mir Xrtä ITrrniiirf fuit

IC ÜUIIIUI, Ul Wii uus v.ö'v. 7" itn. Olles an 5ab und Gut zu verlie-

ren, was ein Mensch verlieren kann,

in ein Waisenhaus schicken und meine Mutter unter fremde Leute in Dienst?

Da bot mir jener Mann seine

Hand, die ich nahm, ohne zu xotn, daß ich eine Vaterhand ergriff. Ich schwöre es Ihnen, ich dachte weder an

mein Herz noch an lernen vteiajioum, ich folgte dem, was ich für meine Pflicht hielt." Sie haben recht gethan," sagte er, fest ibre Hand fassend. Ein feines Roth stieg in ihre War.gen. Intermezzo," erwiderte r't kaum hörbar, schon ahne ich den chluhakkord. Tag um Tag sitze ich an jenem Rollstnhl und beobachte, wie das Vernichtungswerk im Körper des alten Mannes vor sich geht. Es war der hippokratische Zug, der mich aus's tiefste erschreckte. Der Tod hat ihn gezeichnet. Schon zieht sich die leblose Blässe über die Stirn, ich sehe sie taglich sich mehr und mehr ausbreiten" Ihre Augen weiteten sich in Angst. Ich zittere um den alten Mann," flüsterte sie unter aufsteigender Trauer. Er trat aanz dicht an sie heran und legte leicht den Arm um ihre Schultern. , Ich weiß, daß ich von Ihnen gehen muß. Geben Sie mir heute ein Wort mit auf den Weg?" Sie hielt lange seine Hand und sah ihn an. Wir sehen uns wieder!" Wann?" Wenn die Lebensmusik wieder voll einsetzt!"

GisenbKiin Fhrpln.

Semmel-Eierkuchen. Man schneidet einige Milchbrode, die man dünn geschält hat, in Scheiben, läßt sie inMilch aufweichen, rührt sie mrt 6Eigelb, ein wenig Salz und 2 Löffeln Mehl klar, vermischt sie mit dem Schnee von 6 Eiweißen und bäckt davon Eierkuchen. Ein Zusatz von etwas Zucker und einigen gestoßenen bitteren Mandeln giebt dem Eierkuchen noch einen besseren Geschmack. Darum. Tourist (zum DorfWirth): Wie kommt das nur, in Ihrem Gastlokale ist ja das ganze Mobilar krumm gebogen?! Dorfwirth: Ja. wissen Sie, hin ui dem Lokale erzählt nämlich immer er alte Oberförster seine Erlebnisse.

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