Indiana Tribüne, Volume 28, Number 260, Indianapolis, Marion County, 24 June 1905 — Page 9

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u 9et AS kr er der mertta Rlege der dentsche Turner, ma,. Die deutsche Musterrieqe. welche zur Betheiligung an dem Turnfest in Indianapolis den Ozean gekreuzt hat und bei dieser Gelegen! ert zahlreichen Turnvereinen des Landes freundschaftlichen Besuch abstattet, steht unter der Profeffor Friedrich Keßler. Führung von Profeffor Fr. Kehler. der in deutschen Turnerkreisen eine bedeutende Rolle spielt. Professor Fr. Keßler, dessen Aeuheres auf den ersten Blick den deutschen Turner verräth, wurde am 7. November 1854 in Untertürkheim bei Stuttgart geboren und wirkte von 1879 bis 1892 als Real- und Turnlehrer in Tüdingen. Seit 1L92 ist er Vorstand der königlichen Turnlehrerbildungsanstalt in Stuttgart. Vorstand des württembergifchen Turnlehrervereins und Mitglied des Vorstandes des deutschen Turnlehrervereins. Im Vereinsturnen ist er thäti7 seit 1875, anfänglich als Turnwart in Heslach-Stuttgart. in Tübingen als Turnwart der dortigen Männerabtheilung, dann als Gauturnwart des Achalmgaus; seit 1893 Kreisturnwart des 11. Turnkreises Schwaben, seit 1895 Mitglied des Ausschusses der deutscken Turnerfchaft und seit 1896 Vorsitzender des Turnausschusses der deutschen Turnerschaft. Japans Morganilator. Um die industrielle ( ieklung seines Ba terlandes verdien, . Handclssurst. Unter den Finanz- und Handelsgrößen seines Vaterlandes nimmt Baron Elichi Shibusawa eine Stellung ein, die ihm. nicht mit Unrecht, den Namen eines japanischen Pierpont Morgan eingetragen hat. Unablässig mit gewaltigen Plänen zur industriellen EntWicklung Japans beschäftigt, steht er mit 149 Gesellschaften in Verbindung und ist der erste Direktor von 30 bis 40 der größten japanischen Firmen. Ihm verdankt das Land der aufgehenBaron Elichi Sbibusawa. den Sonne die Einführung des Gesellschaftssystems. er organisirte die erste Gesellschaft und war ihr erster Direktor. Er begründete einen großen Schifffahrtstrust, lange bevor der atlantische entstand. Der unternehmende Mann hofft, mit dieser Flotte als Basis in naher Zukunft den Handel im Stillen Ozean zu beherrschen und glaubt, Japan werde einst eines der größten Länder der Welt sein, dem der Handel des Orients rechtmäßig gehöre. Er weiß sehr wohl, daß .Japan zur Ueberwindung der ersten Schwierigkeiten viel für militärische Zwecke ausgeben mußte, doch ist er überzeugt, daß, wenn Japan nach Beendigung des Krieges als Großmacht im fernen Osten anerkannt ist und sich den Friedenswerken hingeben wird, der Kaufmann in der weiteren Entwicklung an die erste Stelle treten muß. Baron Shibusawa ist vielfacher Millionär und steht jetzt im 65. Lebensjahr. Er ist ein richtiger Self-made-man," der Sohn eines Landmannes. Heute beherrscht er thatsächlich das industrielle Japan. Er ist auch der erste Geschäftsmann in Japan, der jemals geadelt worden ist; bisher war diese Ehrung ausschließlich Personen des Heeres und der Flotte vorbehalten. Syibusawa, der vor drei Jahren auf einer Reise um die Welt auch die Ver. Staaten besucht hat. ist mittelgroß, stämmig gebaut mit starkem Gesicht und Kinn, seine kleinen Augen blicken schnell und scharf. Er hat angenehme und gefällige Manieren, spricht ohne Zurückhaltung und behandelt alle Mensehen ohne Unterschied mit gleicher Liebenswurdigkeit. Stahlfedern sehr lange zu gebrauchen. Man steckt dieselben nach dem Gebrauche in ein Gläschen mit ungelöschtem Kalkpulver; dies zieht die ganze Feuchtigkeit an sich. Das Kalkpulver ift selbstredend öfters zu erneuern

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Eine wagehalsige That und eine Rede des Generals Putnam. Putnam als F-racknsukirmann-Ulkeude bei tische essiziere Vrsolgreichcr amerikanischer griff Vierte Julisir-eternde Soldaten und ihre Vekehrung. Von Israel Putnam, einem der wagehalsigsten Generäle Washingtons, wird eine hübsche Geschichte erzählt, wie er sich unter Verkleidung einmal in's feindliche Lager begab, um dasselbe zu erkunden. Es war im Frühjahre 1779. Die Briten hielten Horseneck. das heutige West Greenwich, Eonn., besetzt, und Putnam hing mit einer Abtheilung seines Mangel leidenden Heeres an ihren Fersen. Der General und seine Truppen brannten vor Begier, den Feind aus Horseneck zu vertreiben. Putnam wollte jedoch das Leben seiner Leute nicht auf's Spiel setzen, bevor er sich über die Zahl der Engländer in dem Orte vergewissert. An einem Morgen sagte der General zu seinen Offizieren: Ich werde mit einem Ochsengespann und einer Ladung Mais nach Bushs Taverne in Horseneck fahren. Wenn ich zurückkomme, theile ich Euch die Stärke des Feindes in dem Orte mit. Bleibe ich aus. so laßt die Dinge wie sie sind." Putnam beschaffte sich einen alten Farmeranzug und einen mit Ochsen bespannten Wagen, der mit Korn beladen wurde. Damit fuhr der General langsam nach Bushs Taverne, wo die britischen Offiziere einquartirt waren. Er schien dümmer zu sein als seine ge hörnten Zugthiere, und die englischen Offiziere begannen, ihn zu foppen. Um ihn einzuschüchtern und ihm Angst zu bereiten, drohten sie ihm, sie würden seine Ochsen, seinen Wagen und seinen Mais wegnehmen und ihn gefangen setzen. Putnam, der niemals Furcht vor einem Menschen oder einem Thiere empfunden hatte, stellte sich bei der Androhung höchlichst erschreckt und geberdete.sich, als ob ihn die Offiziere ohne Verzug in's Jenseits befördern woll ten. Lassen Sie mich gehen!" schrie er. Sie können die Ocksen, den Wagen und den Mais behalten, nur schenken Sie mir mein Leben. Ich verspreche Ihnen, daß ich morgen mich wieder einstellen und Ihnen Ihre Güte und Freundlichkeit entlohnen werde." Die englischen Offiziere lachten aus dem Grunde ihres Herzens, und des Ulkes mit dem einfältigen, unwissenden Bauer war gar kein Ende. Der Landonkel schlurfte breitspurig im Lager umher und gaffte die Dinge mit weitgeöffnetem Munde und dem Grinsen eines Blödsinnigen an. Dabei stellte Putnam mit scharfem militärischen Auge die Stärke des Feindes fest, die Stellung feiner Kanonen und die Punkte, wo er am leichtesten angreifbar war. Nachdem er seine Beobachtungen beendigt hatte, entfernte er sich langsam und in schwerfälliger, unbeholfener bäurischer Art aus dem Lager. Kaum aber war Putnam außer Sicht von Horseneck, als mit ihm eine Veränderung vorging. Er schöpfte tief Athem, und eilte in Geschwindschritt zu seinen Leuten, denen er den Angriff auf Horseneck befahl. Putnam kannte die verwundbaren Stellen der Engländer, und die Attacke wurde am nächsten Morgen mit Wucht ausgeführt. Es kam zu einem scharfen Gefecht, das aber mit der Uebergabe des Lagers und seiner Besatzung an die Amerikaner endigte. General Putnam sah die gefangenen britischen Offiziere an und sprach: Versprach ich Ihnen nicht, daß ich heute wiederkommen werde? Sie sehen, ich habe mein Wort gebalten." Nach dieser Waffenthat marschirte Putnam mit seinen Soldaten nach der Gegend von West Point. N. Y.. wo er General Israel Putnam. den Bau der West Pointe r Befestigun gen vollendete und mit seinen Leuten den 4. Juli 1779 feiere. Bezeichnend für das Wesen Putnams ist auch eine Rede, die er im Winter 1779 hielt. Er hatte damals sein Hauptquartier in dem Dorfe Reading bei Riögefield. Eonn., und hielt diese Positron besetzt mit General Poor New Hampshire-Brigade, zwei Eon-necticut-Brigaden, Hazens InfanterieKorps und einem Kavallerre-Korps unter Shelden. Unter den Eonnecti cut-Truppen herrschte in jenem Winte ein meuterischer Geist. Die Leute wa ren kärglich genährt und gekleidet und empfinden unzureraiende Bezahlung. Sie beschlossen deshalb, nach Hartford, der Hauptstadt Connecticuts, zu marschiren und dre Assembly um Aonel lung ihrer Leiden zu ersuchen. Die eine Brigade war zu dem Behufe berelts unter Gewehr getreten, als die Kunde hiervon Putnam erreichte. Ohne Beiweilen galoppirte der General nach dem Lager der Brigade, wo er in seiner ungelenken, aber ernsten und eindringlichen Weise an die Moldaten die folaende Ansprache richtete: Meine bra-

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ungenö! Wobi

Beabsichtiat Ihr. Eure Offiziere zu

verlassen und den Feind zu ermuthigc'.t, Euch m's Land zu folgen? Fur wessen Sache habt Ihr so lange schon gefochten und gelitten? Thatet Ihr es nicht für Euer eigenes Interesse? Habt Ihr nicht Eigenthum. Eltern. Frauen oder Kinder? Ihr habt Euch blsher als Männer gezeigt; die Welt ist voll von Euerem Lobe, und die Naa)welt wrrd mit Bewunderung auf Eure Tbaten blicken, nicht aber, wenn Ihr Euch jetzt als Unwürdige erweisen solltet. Ueberlegt Ihr Euch nicht, rn welcher Bedrängniß das Vaterland infolge des Putnam und sein Ochsengespann. Krieges sich befindet? Euere Offiziere sind just so schlecht entlohnt worden wie Ihr. Wir alle aber erwarten bessere Zeiten und hoffen, daß das Land uns Gerechtigkeit widerfahren lassen wird. Laßt uns alle zusammenstehen und als tapfere Soldaten kämpfen. Denkt daran, welche Schande Ihr über Connecticut bringen würdet, wenn Ihr jetzt Eueren Offizieren davonlauft." Ern donnerndes Hurrah brach aus den Reihen der unzufriedenen Regimenter los. als Putnam seine Rede beendigt. Voll guter Laune und entschlössen, auch fernerhin für die Sache der Freiheit zu fechten und zu leiden, kehrten die Mannschaften in ihre Quartiere zurück. wirrte 3uli-ntcr. Sigenarttge Einleitung des Nationai-Feier-tages tu saiem. u'.a,,. Wahrscheinlich in keiner anderen Stadt in Onkel Sams Land wird die Feier des 4. Juli in einer so eigenartiaen Weise einaeleitet. wie in Salem. Mass. Auf dem dortigen Lookout und dem Gallow Hill werden just in dem Augenblicke, in dem die Glocken die Mitternachtsstunde verkünden, zwei ungeheure Haufen Fässer angezündet. Da die beiden Hügel die höchsten Erhebungen in der Umgebung bilden, so erleuchten die zum Himmel züngelnden Flammen das Land auf Meilen in der Runde, gleich der Freiheit, deren Geburtstag sie symbolisiren sollen. Der Gebrauch ist dorten schon seit 90 Iahren im Schwange. Er wurde eingeführt gelegentlich der Friedenscrklärung zwischen England und den Ver. Staaten im Jahre 1815. Die Haufen sind in regelmäßigen, gefällige Umrisse zeigenden Formen aufgeführt, und die Fässer enthalten keineswegs Kehricht und Abfälle. Auf dem Lookout Hill bestand der Feuerhaufen in einem Jahre aus 17 aufeinander geschichteten Lagen. Er war etwa 50 Fuß hoch und umfaßte 2000 Fässer. Die Unterlage enthielt 25 Hogsheads, und den Kern des Haufens bildeten 400 Eisenbahnschwellen. Die Fässer waren mit Holz und anderen brennbaren Stoffen gefüllt. Das Feuer auf dem Gallow Hill ist neueren Datums. Es steht in Prominenz seit ungefähr 25 Jahren. Der Feuerhaufen wird dort gegenüber dem historischen Platze errichtet, wo zu der Zeit, als noch Hezenprozesse an der Tagesordnung waren, durch den Henker einmal 19 Unglückliche vom Leben zum Tode befördert wurden. In den letzten Jähren war der Feuerhaufen auf dem Galgerihügel in der Regel größer als derjenige af dem Lookout Hill. Er fetzte sich das eine Mal aus 26 Schichten zusammen und erreichte eine Höhe von 70 Fuß. Sein Inhalt bestand aus 4000 Fässern, und seine Form war die eines abgestumpften Kegels. x Dem Schauspiele auf den beiden Hügeln wohnen nicht selten wenigstens 30,000 Personen aus Salem. Boston, Lnnn und den angrenzenden Orten bei. Schon vor dem Zeitpunkte der Entzündung der Feuer beginnt das Spiel von Musikorchestern, das Blasen auf Zinnhörnern, das Abbrennen von Feuerwerk und Firecrackers, sowie das Schießen mit Gewehren. Und dieser Lärm hält an. bis die mächtigen FeuerHaufen schließlich in Asche und glimmende Kohlen zusammenfallen. Beförderung fetter Schweine. Wenn man fette Schweine an heißen Tagen auf einem Wagen befördert, so sorge man für hinreichenden Schatten durch Bedecken oder Ueberspannen von Tüchern. Sehr nachtheilig ist es, wenn die Schweine sehr fest gebunden sind, oder wenn sie eine sehr unbequeme Lage einnehmen müssen, wobei sie am Athmen gehindert werden. Bei Nichtbeachtung dieser Punkte können die Schweine ersticken oder an Hitzschlag sterben. Am gerathensten ist es, fette Schweine während der heißen Jahreszeit früh Morgens oder spät Abends zu befördern. Sollte ein Schwein während der Reise vom Hitzschlag befallen werden, so löse man sofort alle Stricke und Knebel, nehme das Schwein vom Wagen herab und bringe es an einen kühlen Platz. Es empfiehlt sich, die bereits betäubten Thiere mit viel kaltem Wasser zu begießen. Haben sie sich etwas erholt, so gebe man ihnen viel Flüssigkeit zu saufen, Brunnenwasser oder auch

PreuftenS Fachschule. In den 19 preußischen Maschinenbauschulen und ähnlichen Fachschulen für Metallindustrie wurden im Winterhalbjahr 18041905 im Ganzen 3055 Schüler unterrichtet. Die 22 Vaugewerkschulen waren im Sommersemester von 2203, im Wintersemester von 5039 Schülern besucht. Die 26 staatlichen (5) und staatlich unterstützten (21) Handwerker-, Kunstgewerbeund ähnlichen Fachschulen waren im Winterhalbjahr von 3061 Schülern besucht, von denen 2193 sogenannte Vollschüler waren. Dazu kamen in der Abend- und Sonntagsschule noch 12,252 Schüler, so daß die Gesammtzahl der Schüler 15,313 betrug. Die Textilfachschulen unterrichteten 722 Ta-ges-und 986 Abend- und Sonntagsschüler. Die Webereilehrwcrkstätten sind von 237 Schülern und Schülerinnen besucht worden. Fortbildungsschulen gibt es nach dem Srand vom L Dezember 1904 in Preußen 1580 und zwar 1290 gewerbliche und 290 kaufmännische. Bei 1183 gewerblichen und 221 kaufmännischen Schulen besteht Schulzwang; 1100 gewerbliche und 137 kaufmännische erhalten Staatszuschuß. Die Gesammtschülerzahl ist bei den gewerblichen Schulen 201.716, bei den kaufmännischen 31,670, wovon 174,494 und 22.603 dem Schulzwang folgen. Jnnungs- und Vereinsfachschulen waren am 1. Dezember 1904 428 mit 28.043 Schülern vorhanden. Lehrer und Gutsbesitzer. Welchen Kalamitäten der Lehrer noch auf dem Lande ausgesetzt ist, beweist folgender Fall, der sich in einem Torfe des Regierungsbezirks Köslin. Pommern, ereignet hat: Der Rittergutsbesitzer in dem betreffenden Dorfe

hatte eine Treibjagd veranstaltet, als Treiber sollten auch Schulkinder funatren, und diefe erschienen bei dem Lehrer, um Urlaub zu erbitten, der ihnen jedoch verweigert wurde, da von der Regierung die Urlaubsertheilung zwecks Theilnahme als Treiber bei Jagden verboten ist. Darauf kündigte der Rittergutsbesitzer dem Lehrer den Mittagstisch, den er bis dahin mit dem Inspektor zusammen erhalten hatte, bei den andern Beamten erhielt er auch nichts und selbst die Tagelöhner wür den ihm schwerlich etwas verabfolgt halen. Nachdem der Lehrer in drei Tagen lein Mittag erhalten hatte, wandte er sich an die Regierung mit dem Ersuchen, ihn zu versetzen, welchem Wunsche auch entsprochen wurde. Der Thierzüchter mur mit Eintritt der heißen Jahreszeit seinen Pfleglingen alle Aufmerksamkeit angedeihen lassen. So darf er es namentlich im Milchviehstalle beim Uebergang von einer Futterart zur anderen, oder wenn älteres Futter gegeben werden muß, nicht an der nöthige.'. Vorsicht mangeln lassen, da sonst leicht schlüge im Milchertrage eintreten, in welchem Falle mit Kraftfutter nachgehalfen werden muß. Das zum Verfüttern bestimmte Grünfutter sollte bei heißem Wetter stets in der Morgenkühle geschnitten und sofort eingefahren werden, da es sonst welk und schlecht wird. Bei Regenwetter hat man darauf zu achten, daß dasselbe sich nicht aui dem Haufen erhitzk. Hinreichende Salzgaben dürfen bei der Grünfütterung nicht fehlen. Wo das Vieh auf die Weide getrieben wird, thue man dies thunlichst blos am frühen Morgen und spät gegen Abend, damit es nicht zu sehr unter der Hitze zu leiden habe, und vergesse nicht, dasselbe regelmäßig auf das Vorkommen der Rinderbremse zu untersuchen, deren Maden sich in den knopfartigen Erhöhungen der Haut lefinden und die am besten durch Ausdrücken entfernt werden. Gleiche Aufmerksamke't muß man den Schafen auf der Weide zuwenden. Anhaltende Nässe ist für den Weidegang schädlich, wenn nicht die Vorsicht beobachtet wird, daß man den Schafen im Stalle Trockenfutler gibt und nur die trockeneren Weideplätze wählt, welche nur t.:rze Zeit betrieben werden, während die nassen, meist tiefliegenden Plätze ganzlich zu meiden sind. Das Weiden im Morgenthaue schadet bei hoher u- d trockener Lage nicht, dagegen ist es in tieflicher Lage schädlich. Das Tränken soll auch nicht vernachlässigt werden, es soll dieses morgens und Abends geschehen. Wenn die Schafe Abends heimkehren, so lasse man sie einige Zeit ruhen, bevor sie zur Tränke gelassen werden. G e m ü s e p f l a n z u n g bei trockenem Wetter. Muß das Pflanzen der Gemüse bei trockener Witterung vorgenommen werden, so ist es rathsam. mit einem Pflanzholze die Pflanzlöcher zu machen und dieselben mit an der Sonne erwärmtem Wasser auszufüllen. Ist die Erde alsdannnach einigen Stunden gehörig durchfeuchtet, so werden die Setzlingt, gepflanzt. Man wählt dazu die späten Nachmittagsstunden. Es ist darauf zu achten. da'Z die Pflanzlöcher die derliche Tiefe und Breite haben. sen die Wurzeln im Boden umgebo werden, so entstehen die nachtheiligst Folgen. Die Pfahlwurzel muß senkrecht im Boden stehen. Das erste Blatt (Herz) darf nie verdeckt werden. Mit dem Pflanzholz oder den Fingern drückt man die Erde derart fest, daß keine Lücken bleiben. Die Erde muß also überall fest an die Wurzel kommen. Mit einem Druck sorgt man dafür, daß rings um die Krone eine flache Vertiesung im Boden bleibt, die beim Ang ßen das Wasser besser behält. Unteroffizier: Sie Ein jähriger Dr. Grubler. schau'n Sie nicht so1 trübselig drein! In Reih und Glied

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