Indiana Tribüne, Volume 28, Number 260, Indianapolis, Marion County, 24 June 1905 — Page 2
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Noch wie in Grenzertagen ! Malerische Transportverhaltnisse in unse rem Südweften. Alte und modernste Zeit begegnen sich. Maulthierkarawanen und PalasttvaggonS! Des Bergbauer? bester Freund. Con" boys und Indianer in alter Glorie. Außer den Fragen des nationalen Lebens hat es in der zweiten Hälfte des verflossenen Jahrhunderts keine wichtigere Frage in den Ver. Staaten gegeben, als diejenige des Menschenund Gütertransports im weitesten Sinne. Kein Kundiger bezweifelte die Angaben über die gewaltigen noch schlummernden Reichthümer in unserem großen Lande; aber ob und wie sich die zulänglichen Einrichtungln schaffen ließen, um alle diese Reichthümer überallhin zu Markte zu bringen
und so einen erfolgreichen Mitbewerb mit den entsprechenden Erzeugnissen Europas aufzunehmen, das war eine schicksalsschwere Frage! Und ihre glänzende Lösung bildete einen der Hauptfaktoren für das Aufsteigen der Ver. Staaten zu einer geschäftlichen Großmacht, von der Viele sogar glauben oder fürchten, daß sie alle anderen cus dem Felde schlagen werde. Wie unbeträchtlich war noch am Schluß des Bürgerkrieges die gesammte Eisenbahn - Meilenzahl in unserem Lande, und in den vierzig Jahren seitdem hat sie sich um 1000 Prozent vergrößert, dermaßen, daß diese Geleise heute genügen konnten, die ganze Erde mit einem neunfachen Strang doppelter Stahlschienen zu umgürten! Ohne Zweifel hat das Dampfroß selbst nach den fernsten Winkeln dieses ungeheuren LandAreals Civilisation getragen, tiefgreisende Lebensumgestaltungen hervorgerufen und mehr, als alles andere, ausgleichend und vereinheitlichend in dem großen Völker- und Menschenteig gewirkt. Aber man möge sich von seinen Eroberungen keine zu weitgehende Vorstellung machen! Wundervoll, wie sie sind, haben sie noch viele Lücken, und nirgends so viele, wie im SüdWesten. ! In Arizona besonders reichen sich die Neuzeit und die Vergangenheit auf allen Stufen sogar vorgeschichtlichen die Hände, und der Strom des modernsten Lebens rauscht vielfach Nlcht blos an verwitterten Trümmern, sondern auch an recht lebendigenUeberbleibseln der ursprünglichen VerhältNisse vorbei. Aber in hohem Maße ist dies auch in New Mexiko der Fall. Damit soll diesen beiden Territorien, welche jetzt so lebhaft an den Pforten der Bundesgesetzgebung um Zulaß als neue Staaten pochen, durchaus kein Rückständigkeits - Zeugniß ausgestellt werden. Sie haben ihr redliches Theil m allgemeinen Fortschritt, und die lebendigen Reste der Vergangenheit geben ihnen kein armseliges, sondern nur ein bunteres und darum desto interessanteres Gewand! Noch manche der entlegenen oder schwer zugänglichen Gegenden, namentlich in den Gebirgen, zeigen die alten und malerischen Verkehrs- und Transport - Verhältnisse der Grenzerund Pionierzeit in voller Blüthe, und ne schieben sich da und dort so weit an das neuzeitlicheGetriebe heran, daß der Reisende auf der Santa fjc- oder der Southern Pacificbahn sie unmittelbar neben sich sehen kann. Es geWährt einen eigenthümlichen Anblick, vom Palastwaggon aus, zu dessen Vervollkommnung Dampf und Elektricität gemeinsam beigetragen haben, von Zeit zu Zeit lange Maulthierkarawanen mit ihrem Wagenpark sich langsam bergaufwärts bewegen oder ein ganzes Rudel Vurros, mit allen möglichen Dingen hoch beladen und unter der Obhu von Indianern oder Weißen, kommen und gehen zu sehen, wozu noch die vielerlei merkwürdigen alten Karren und andere, noch ursprünglichere Gefährte kommen. Das Alles ist zwar zum Aussterben besammt, im selben Verhältniß, in welchem die Besiedelung dichter wird; ober es wird jedenfalls damit noch geräume Zeit vergehen, ebenso wie die Postkutschen und die echten Rindslümmel" aus diesen Regionen nicht so schnell weichen werden. So ehrwürdig alt die Maulthierkarawanen neben dem Eisenbahnzug sich auch ausnehmen, so bilden sie doch keineswegs die älteste Form des Massentransports. In jenen fernsten Grenzertagen, als Arizona und New Mexiko noch gar nicht auf der Landkarte standen, und der wilde, blutdürfi'ge Apache noch so gut wie unbehinderi über den Wüstenreisenden herfiel, mit Blutlachen und den schwarzen Trümmern verbrannter PrairieSchooner" seine Pfade bezeichnend, da waren es gewöhnliche Stiergespanne, fcetöe für den Frachtverkehr über die Oedländereien herhalten und die Bedürfnißgegenstände des Pioniers transportiren mußten. Nur allmählich ist das Stiergespann aus diesem Verkehr verschwunden und hat dem Maulthiergespann Platz gemacht; denn letztere Thiere eignen sich für diese Regionen am besten und kommen dem Stier nicht nur an Ausdauer mindestens gleich, sondern übertreffen ihn auch an Schnelligkeit. - Auf dem berühmten alten Santa Fe- und dem Sonora-Pfad schwärmte es zu Zeiten von Frachtpartien, die sich durch den windbewegten Wüstensank nach den, sehr spärlich besiedelten J'ußthälern zu bewegten. ES waren geradezu Urgethume von Wagen, welche sie bei sich hatten, und nicht selten waren 24 Maulesel erforderlich, um zwei solche, an einander gebundene Wagen vorwärts zu zi-hen! Mit den Eisenbahnzügen konnten sie natürlich
jene Fracht kärawanen, wenn sie' von Punkten kamen, die keine SchienenVerbindung hatten, das anerkannte Wegerecht. Immer enger ist zwar ihr Thätigkeitsgebiet geworden; doch noch immer bildet in vielen Theilen des Westens, ganz besonders nach neuen Bergbauerlagern hin, der MaulthierFrachtdienst die vorherrschende Methode sowohl zur Beförderung vonErz nach Orten, wo es eingeschmolzen werden kann, wie auch zur Mitnahme aller erforderlichen Lagervorräthe auf dem Rückweg. Bis das Bauen von
; Bahnen in allen den betreffendenRlchj tungen lohnend genug wird, hat es 'zum Theil noch gute Wege. Vielleicht noch langer, als dieser altmodische Massentransport, wird sich der Einzeltransport behaupten; ja er wird wohl nie ganz schwinden. Der einzelne Bergbauer, der auf irgend einem bescheidenen Anspruchsstückchen seinen Goldstaub ausschwemmt wenn er welchen findet begnügt sich damit, sich ein Pack - Burro, höchstens zwei, zu halten, um Alles, was er zum Leben und Arbeiten auf ein paar Monate braucht, in's Gebirge hinauf zu befördern. Und er hat in der That keinen besseren Freund, als dieses gednldige und ausdauernde kleine Grauthier, das man in Goldgräberkreisen auch gerne den Kanarienvogel der Felsgebirge" nennt, so wenig auch seine Stimme an die des KanarienVogels erinnert. Diese, kaum dem Zustand der Halbwildheit entwachsenen Packesel des Südwestens trafen eine erstaunlich große Last, die natürlich kunstgerecht festgebunden sein muß, und sie müssen alles Erdenkliche transportiren, was in der Lebenssphäre ihres Herrn überhaupt vorkommt, von den Brettern zum Bauen eines Schwemmtroges bis zu Spitzäxten, Schaufeln, Dynamit, Whisky, Trinkwasser, Mehl, Bohnen, Speck, und nicht zu vergessen! auch Zeitungen und Magazine, ohne die d:r Erzwühler in seiner Gebirgseinsanikeit nicht ganz sein will. Und damit ist ihr Werth noch Nlcht erschöpft. Sind sie da oben auf dem Glücks Jagdgrund eingetroffen, so können sie auch sehr gut dazu verwendet werden, den Schienenwagen des Bergmannes auf der nothdürftig gebaute Trambahn aus dem Tunnel herauszuziehen oder die Eimer voll Erde emporzuwinden. Kurzum, so ein Burro ist ein vierbeiniger Tausendsassa. Dabei sind seine Ansprüche sehr gering; sein Futter sucht er sich arößtentheils selbst, und wenn der Bergbauer gerade keine Verwendung für seinen Dienst hat, läßt er es ruhig auf dem Bergrücken frei herum fouragiren; denn er weiß, verloren geht es ihm nicht, und er kann es jederzeit finden, wenn er es braucht. Da ist doch die Bedienung eines Dampfrosses eine weit umständlichere, und seine Leistungsfähigkeit im Einzelnen eine viel beschränktere! Uebrigens ist das Burro auch in den Thälern sehr gesucht für allerhand Zwecke. Ganz besonders wird ein großer Theil des Holzes da und dort das ganze welches die steilen Bergpfade herab transportirt und unten in den Städten oder Flecken zu Markte gebracht wird, auf dem BurroRücken befördert. Der Reisende, der z. B. das Vergnügen hat, nach Santa Fe zu kommen und in den geschäftigen Stunden die geschichtlich berühmte alte Plaza" zu besuchen, kann da oft ein Halbhundert oder mehr Burros. sämmtlich mit Brennholz beladen, in der Sonnengluth herumstehen seh; ihre Herren scheinen verschwunden zu sein; aber sie schlendern gemächlich im Städtchen herum und dieten ihr Brennholz zum Kauf an. zu 2c Cents die Ladung. Diese BrennHolzhändler sind beinahe ohne Ausnähme Tesuque - Indianer; sie machen sich das Leben nicht gar zu sauer, ebenso wenig wie die Marieopas oder die Pimas, oder auch die schläfrigen Mexikaner. Alle diese bedienen sich am liebsten des Burros, nicht nur als Last-, sondern auch als Fahr- und sogar Reitthieres, während der Weiße zu letzterem Zweck doch lieber einen regelrechten Renner haben will. Aber wozu sollen sich Menschenklnder, die für Alles sozusagen hundert Jahre Zeit haben, und deren ganze LebensPhilosophie sich in dem einen Worte raanana" (morgen) wiederspiegelt, besonders beeilen? Mag das Dampfroß ihnen an der Nase vorbeisausen, sie nehmen es nie in Anspruch, wenn sie es vermeiden können. Uebrigens sind sie der Eisenbahn nicht gerade ungünstig gesinnt: führt sie ihnen doch auch manche Touristen zu, welche sich mit indianischen Bogus - Alterthümern u. dergl. über den Löffel barbieren lassen! Noch in manchen anderen Beziehungen blüht in diesen Regionen die alte Zeit hart neben der neuen in ziemlich ungetrübter Herrlichkeit, wenn sie auch vielleicht weniger Geräusch macht. Gleich dem schwerfälligen langen Rumpelwagen für den Frachttranspsrt hat ja meistens auch die weit beweglichere Postkutsche oder StageCoach" aus dem Felde weichen müssen. Doch als Verbindungsmittel g nicht weniger Plätze, welche nicht durch die Eiseilbahn verbunden sind, hat sie noch genug zu bestellen! Und unter ihren Lenkern findet man noch immer Menschenorigmale, welche sich z. B. gelegentlich einen riesigen Spaß daraus machen, den furchtsamen OmnibusPassagier in tausend Aengsten zu jagen, indem sie um den Rand eines adschüssigen Hügel recht scharf herumsausen, derart, daß das sechsspännige Gefährd sich nur noch aus zwei Rädern bewegt, während die zwei an-
der geschüttelt werden, obwohl sie sich
an ihren Sitzen festzuklammern suchen! Dazwischen knallt die lange Peitsche, als wäre sie in des Teufels Händen, und es schmettert von Commandorufen und Schimpfworten für die Bronchos. Da giebt es auffrischende Sportsübungen genug, ohne daß man die Kutsche zu verlassen braucht. Indeß leistet sich der Kutschenlenker solche Späße nur, wenn er kein Damenpublikum hat; denn galant zu sein vergißt er nie. Oft auch, namentlich in kleinen Indianeransiedlungen, kann man noch andere ursprüngliche Transportmittel, von deren Existenz vielleicht Viele keine Ahnung mehr haben, in alltäglicher Anwendung finden. Darunter sind nicht nur alterthümliche Karren aller möglichen Art und Form viele derselben von ihren Besitzern mit der Hand zusammengezimmert , sondern auch bloße Schleif - Fuhrwerke; manche dieser bestehen nur aus ein paar Cottonwood" Stangen, deren eines Ende an ein Pferd gebunden wird, während das andere auf dem Boden über Stock und Stein nachschleift; oben sind sie noch durch irgend ein Querstück zusammengefügt. Dieses Transportmittel läßt sich höchstens noch mit dem Schleifen von Baumstämmen in Holzfällerlagern vergleichen; aber es leistet seine wichtigen Dienste. In diesen selben Ansiedlungen kann man auch den alten indianischen Ersatz für die Kinderwägelchen noch in voller Glorie sehen, nämlich die Tragwiege, die unterwegs auf dem Rücken der Mutter befördert und sonst an einer Zeltstange aufgehängt wird, in beiden Fällen oft lustig hin und her geschwungen. Sie ist meistens ein Säckchen aus dünner Thierhaut, und bei wärmerem Wetter erhält der Säugling nicht einmal eine Decke. Einen malerischen Anblick bietet die Squaw auch, wenn sie das Ki-ho" trägt, nämlich einen gewobenen Behälter zur Beförderung von Saatgetreibe nach dem Felde oder von demselben; ihr rothhäutiger Gemahl ist währenddem mit anderen Feldarbeiten beschäftigt. An Indianern, die sich maschinengefertigte Transportmittel angeschasst haben, ist natürlich auch im Südwesten kein Mangel; doch giebt es noch ganze Gemeinwesen, auch in nächster Nähe der Eisenbahn, welche noch gar nicht von solcher neuzeitlichen Cultur beleckt sind. Ein nicht viel anderes Bild zeigen übrigens auch manche mexikanische Dörfer, resp, von Mexikanern bewohnte. Und bei Allem, was man über den Niedergang des echten Cowboythums und der Freiweide gesogt hat: im großen Südwesten grasen noch Tausende und Abertausende von Stück Hornvieh auf Freiweiden, und hier, wenn irgendwo, ist der Cow - Puncher" früherer Jahrzehnte noch in seiner ganzen Herrlichkeit lebendig zu sehen. Häufig kann man, ohne den Bahnzug verlassen zu brauchen, einen solchen unverfälschten Vertreter der wilderen Vergangenheit im vollen klassischen Aufputz mit dem mächtigen Sombrero u. s. w. dahergaloppiren sehen, als ge--hörte ihm die ganze Welt, und Lieder trällern hören, von denen hier eine Strophe in deutscher Uebertragung als Prcbchen folgen möge: Der schwarze Jokel den Rain ritt entlang. Singend in lustigen Tönen; Er sang und sang, bis der Wald davon klang, Und er fing das Herz einer Schönen, Und er fing das Herz einer Schönen. Nicht alle Rindslllmmel - Lieder sind indeß fröhlichen Inhalts; manche, besonders diejenigen, welche zurNachtzeit beim einsamen Heerde - Umritt gesungen werden, sind ziemlich schwermüthigenCharakters und sprechen vom verlorenen Paradies der Kindeszeit daheim und von den Thränen und den Gebeten der guten Mutter um den wilden Knaben u. s. w. Auch religiöse Hymnen werden zu solchenZeiten nicht ungern gesungen. Das Uebrige ist meistens Volkspoesie der Cowboys selbst, irgend einer bekannten Melodie angepaßt, und wie jeder Volkspoesie, fehlt es ihr nicht an Herzenstönen. Daß sie im Allgemeinen einen derben Anstrich hat, kann nicht Wunder nehmen; doch ist kaum irgend etwas Unanständiges darunter, und im Singen fluchen die Freiweide - Helden nicht. Noch eine kleine Einschränkung ist aber auch bezüglich der Unverfälschtheit" dieses Rindslümmelthums zu machen. Diese südwestlichen Cowboys (von denen übrigens wiederum die mexikanischen, mit schlafferem Temperament, zu unterscheiden sind) reiten gewiß noch so lustig, stolz und vermögen, wie in vergangenen Zeiten, durch das Leben und üben noch schwunghaft ihre klassischen Kunststückchen, welche zum Theil auch den Besucher großer Circusse in derStadtwelt wenigstens in etwas gemilderter Nachahmung als Attraktion geboten werden, aber so toll sie es auch noch treiben, sie sind doch nicht mehr ganz so gesetzlos, wie ehedem, sei dies nun Zwang oder freiwillige Anbequemung. Sie leisten mit dem Lasso auf dem Rücken eines bockigen Bronchos noch immer schier Unglaubliches; und auf ihrer jährlichen Spree" die sie sich nicht nehmen lassen, obwohl mitunter auch bei ihnen Temperenzprediger ihre Stimm erschallen ließen schießen sie noch immer gelegentlich in Städtchen in bekannter Manier, obzwar seltener, als früher: aber die Tage des Mordstrolchenthums sind doch ein gründlich überwundener Standpunkt bei ihnen. Es schießt auch jetzt manchmal ein Cowbovz Revolver nicht blos , 4 . AM I M
theriche, welche aus Muthwillen oder
bei jeder geringfügigen Veranlassung Andere niederschießen, leben nur noch im Andenken ihrer Kameraden und in den Groschennovellen fort. Es sind allerdings roch nicht viele Jahre her, daß Sheriffs und Polizeisoldaten durch den Kampf auf Leben und Tod gegen den einen oder anderen dieser Strolche in Athem erhalten wurden. Einer der letzten (und allerschlimmsten) Charaktere dieser Art war Billy the Kid", der auf jedes Jahr seines Lebens mindestens einen Menschen in's Jenseits spedirt hat, bis endlich ihm, dem erst 21jährigen Burschen, der schneidige Sheriff Pat Garrett das Gleiche that. Solche Charaktere, oder ihre Bethätigungen, sind . wohl für immer unmöglich geworden; ' - - - CW- v? tX)-Z . ? vciin vcc cicwic um vc v2cCC9 reicht auch dahin, wohin die modernen Verkehrs - Einrichtungen noch nicht reichen! Sonst aber hat sich, wie gesagt, die alte Zeit noch immer an gar manchen Orten unverwüstlich bewahrt, und nicht Dichter und Romanschreiber allein würden es lebhaft bedauern, wenn sie auch aus diesen letzten Zufluchtsorten verschwinden sollte, was aber unvermeidlich sein wird, wenn sie keine praktischen Lebensaufgaben mehr zu erfüllen hat. Eine große Einwanderung nachSüdWesten hin könnte einer der mächtigsten Faktoren ihres Unterganges werden! Der Selbstmord des koreanischen Gesandtschafts - Attaches in London hat in den weitesten Kreisen Aufsehen und Theilnahme erweckt. da der etwa 40jährige Herr )i Han Enny sich großer Beliebtheit erfreute. Seit längerer Zeit schon hatte man an dem sonst so heiteren Manne Zeichen tiefer Schwermuth bemerkt. Er äußerte sich des Oefteren sehr bekümmert über das voraussichtliche Schicksal seines Vaterlandes, das einer endgültigen Auftheilung nicht werde entgehen können. Vor etwa anderthalb Jahren hatte der koreanische Gesandte London verlassen und seinen Attache Ai Han Enny mit der Miterführung der Legationsgeschäfte betraut. Bald darauf machten sich bei diesem die Zeichen schwerer nervöser Erkrankung bemerkbar. Er wurde zuletzt so sonderbar in seinem Vetagen. daß seine Umgebung ärztliche Hilfe heranziehen mußte. An einem der letzten Morgen nun, nach einer ziemlich ruhig verbrachten Nacht, schickte er seinen Krankenpfleger, der bisher nicht von seinem Bett gewichen war, aus, ihm etwas zu besorgen. Kaum war dieser fort, so muß der Kranke aus dem Bett gesprungen sein und sich an die Ausführung seiner schrecklichen That gemacht haben. Denn der nach kurzer Zeit wiederkehrende Wärter sah Ai Han Enny bereits als Leiche am Thürpfosten hängend vor. Er hatte sichinit seiner seidenen Gürtclschnur aufgeknüpft. Die sofort von den herbeigerufenen Aerzten angestelltenWiedervelebungsversuche blieben erfolglos. Daß er übrigens schon Tage vorher geplant hatte, seinem Leben gewaltsam ein Ende zu machen, bewies ein Schreiben, das der koreanische Generalkonsul Mr. Prichard - Morgan von ihm erhielt, worin er bewegt Ab scbied aenommen batte. m , 9 Reuig. Verbrecher (der zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurtheilt worden ist): Na, das werde ich mir aber zur Warnung dienen lassen!" Der rechte Vogel. Alte Jungfer (beim Vogelhändler): Könnte ich vielleicht einen sprechenden Papagei bekommen, der hauptsächlich auf die Männer schimpft? Gin ncitcS M tt?l (icijcn die Seekrankheit hat. wie ..Die Umschau" mittheilt, eine englische Gesellschaft erfunden. Sie will eine neue Art von Betten auf den Schiffen einführen, die in einer sogenannten Cardänischen Aufhängung schweben, wie ste im Allgemeinen für Schiffskompaffe und vielfach auch für Schiffslampen angewandt wird. Das Prinzip dieser Aufhängung, über das man sich in jedem Lehrbuch der Physik unterrichten kann, kommt darauf hinaus, daß ver aufgehängte Gegenstand an den Schwankungen seiner Umgebung nicht theilnimmt, sondern stets eine wagerechte Lage behält. In einem derart angebrachten Bett würde man also ganz ruhig liegen, wenn die Schiffswände auch die tollsten Schwankungen ausführen. Das Schwingen wird noch insbesondere durch selbstthätig wirkende elektrische Bremsen verhindert. Seit Kurzem sind solche Betten auf den Schiffen eingeführt worden, die den Verkehr über den Kanal zwischen Dover und Calais vermitteln, und sollen sich vorzüglich bewährt haben. Abnahme der Pilgerzahl. Der russisch-japanische Krieg hat einen merkbaren Einfluß auf die Osterpilgerzüge nach Jerusalem ausgeübt. Die Russen stellen so ziemlich daö größte Kontingent, und in der griechischen Osterwoche waren es in den letzten Jahren durchschnittlich gegen 8000 Russen, die nach Jerusalem zogen. In diesem Jahre war ihre Zahl auf 1400 gesunken. Nettes P f l ä n z ch e n. In einem oldenburgischen Städtchen lief heulend ein Mädchen von zwölf Iahren umher und suchte nach einem Schutzmann, wobei sie rief: Mein Vater, der Lumv! hat mich gehauen!" Es wurde festgestellt, daß das Mädchen böswillig einen neuen Korb ruinnt und deshalb vom Vater gestraft worden
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