Indiana Tribüne, Volume 28, Number 259, Indianapolis, Marion County, 23 June 1905 — Page 6

ftttaulatqetxn vo der utraNft Indianapolis, Ind. 0Siiiii"'i'm,m uu"" Hrrtz O Zhubm ... Präsident. eschaftSlocal: 31 Süd Delaware Straße. TELBPHONE

ntered t the Pot Office of Indianapolis a sccond claas matter.

Herr Emil Höchster von Chicago, einer der Alten", deren Spuren wir voll Zuverficht folgen dürfm, hat in feiner ede beim Kommers, den der Vkufikverein den Turnersangern gab, Chorde angeschlagen, die üderwältigenben Wiederhall in den Herzen Aller, die im Bereiche seiner Stimme waren, finden mußten. Wir haben unserem Adoptiv'Va terlande," sagte unter Anderem Herr Höchster, das wir so innig lieben und dem wir die Treue ewig wahren werden, so viel gegeben, daß wir auf Anerkennung im weitesten Sinne das Recht ha den. Die Anerkennung aber, die wir verlangen, ist das durch Verschroden heiten unzuverkümmernde Recht unsere Lebensspanne in anftändigerWeise unse ren Idealen gemäß voll und ganz zu gmießen."

Bom Turnscflplatz.

Der Feftumzug, der gestern ungezählte Tausende begeisterte, war ein durchschlagender Erfolg, der Hauptfach, lich durch die geniale Leitung Richard Lieber's möglich wurde.

Das Turnfest in Indianapolis wird in Zukunft ein Zeitmesser sein. Man wird Begebenheiten in solche, vor oder nach dem Turnfest eintheilen.

Die Turner-Veteranen machten in dem Umzug einen besonderen Ein druck, sie boten die beste Illustration zu einem Stück in der Geschichte der Union, auf welches der Teutsche mit Stolz blicken kann.

Der Oberturnwart, Herr Kofsag,

von Berlinhat heut' das Wort.

Unsere Eindrucke. (Für die ttttöne".)

Die Stadt Indianapolis macht auf

die deutschen Turner einen sehr ange

nehmen Eindruck. Sie find von dem

herzlichen Empfang und dem liebenS würdigen Entgegenkommen ihrer ame

nkanischen Landsleute entzückt, deSgl.

von der gebotenen außergewöhnlichen

Gastfreundschaft. In dem Hotel Clay

Pool ist ihnen ein Quartier geboten,

wie sie es sich nicht beffer wünschen

können; nur die Speisekarte macht vie

len einige Schwierigkeiten, da dieselb

in mglischeriSprache wenig verstanden

wird, und die Kellner nicht deutsch

sprechen, trotzdem ist die Verpflegung

eine vortreffliche. Der Fackelzug war

eine prächtige Veranstaltung zur Eröff

nung desj TurnfeSeS, welche ihren Höhepunkt am Kriegerdenkmal erreichte

und auf alle einen nachhaltigen Ein

druck machte. Der gestrige Feftzug bot

ein prächtiges Bild. Die Feftwagen, die gleichmäßige, schöne Tracht der amerik. Turner und deren straffes, ge wandtes Marschieren erweckten freudiges Erstaunen. Die Fülle der Blumen, mit denen die Turner übcrfchüttet und daS herzl. Gut Heil", mit welchem fie vielfach begiüßi wurden, ließ die Her zen höher schlagen und vermehrte die schon vorhandene Festesfreude. Der schöne Feftplatz ist vortrefflich hergerich. tet und mit guten Turngerüthen auSge ftattet. Besonders befriedigt find die Turner durch die Aufstellung der Schutzzelte. Schon jetzt haben die deutschen Turner die Ueberzeugung, daß ihre Theilnahme an dem 29. Bundesfeft des Nordamerikanischen Turner dundes sür fie äußerst lehrreich sein wird. Ein festes Freundschaftsband beginnt sich zwischen hüben und drüben ,u schlingen, daß beide große Tnrner. verbände unzertrennlich mit einander verknüpfen soll. Die unvergleichlichen Tae in Amerika werden allen Tur nern aus Deutschland unauslöschliche und die schönsten Erinnerungen ihres Lebens sein. Bon hoher Freude und aufrichtigem Danke ist eines jeden Brust erfüllt. G. Kos sag, Hauptturnwart der Berliner Turnerschaft.

Die herrlichen Drei." nfföhrung des Feftspiels im Park. Theater. Heute Abmd findet im Park Theater die Aufführung des herrlichen Feftspiels von Conrad NieS für die Gäste zum Turnfest statt. Die Abzeichen gewahren freien Ein. tritt.

Vom Turnfeftplatz. Wie durch Zauberhand hat sich das

gestern noch unentwirrbar scheinende ChaoS auf dem Festplatze in ein Bild schönster Ordnung verwandelt und die Menschenmenge, welche, nachdem fie am Vormittage dem Festzuge beigewohnt hatte, nach dem Turnfelde hinauskam, gab ihr Erstaunen über die über raschende Veränderung lebhaften AuS

druck.

Die TurngerSthe waren aufgestellt

die Restaurationen waren im vollen Schwung und die deutsche Zeitung wurde überall vergriffen, wo fie feilge boten war.

Ohne Zögern gingen nun auch die

Turner an'S Werk. Die Turnlehrer

ührten ihre Riegen vor. die Kampf.

richter fanden sich bei den ihnen unter gestellten Gruppen ein und das Ge

rütheturnen der Vereinsgruppen 1 und

3 und Ausländer sowie daS Einzeltur.

neu begann.

Die große Zuschauertribüne war von

e'wa 600 Menschen besetzt, welche mit

großem Jntereffe dem Geratheturnen

u'chaute, daß sich unmittelbar vor ihren

Augen abspielte. Dicht vor der Tribüne

am Reck zeigten die deutschen Turner

besonders aber Turnlehrer Gutsch von Berlin ganz wunderbare Leistungen, die riefigen Applaus erhielten.

Dann legte Turnlehrer Ruther vom

Unabhängigen Turnverein mit der

Vorführung der ZöglingSklaffe im

Bockspringen große Ehre ein.

Besonderen Anklang fanden die

Hantelübungen der Davonport Turn gemeinde, die Uebungen gingen so

adrett, daß eS eine wahre Freude war.

Die Thätigkeit im Feldlazareth be

gann als Fritz Herd von der Davon Port Turngemeinde sich beim Auf

chwung am Reck den Ringfinger an

dem erst vor wenigen Monaten erlang

ten Ehering böS zerschnitt. Er wurde sofort von den Aerzten in Behandlung

genommen. Die Moral Anwendung

dazu, sagte ein Augenzeuge, ist, daß wenn man auf Reifen geht, man seinen

Trauring gleich in die Westentasche

steckt.

Leichte Verletzungen, die aber doch

ärztliche Dienste benöthigten. erlitten

George Maftranch von LoS Angeles

und F. W. Chapman von Cincinnati.

Neck'Kobold im Nacht l a g e r.

Auf dem Lagerplatze entwickelt sich am Abende, wenn die Turner unter sich

find, stets ein regeS und bewegtes Le ben, wie man dies ja unter so vielen jungen Leuten, die hier zwar fremd zu sammen gekommen, dennoch aber durch die Bande des Turnerbundes gegensei tig verknüpft und verbunden find, wohl lawx anders erwarten kann. Frohe Sicher wurden angestimmt, gegensei tigi Erlebnisse wurden ausgetauscht, und als dann endlich zur festgesetzten Stunde der Sandmann in Gestalt der unbittlichen Ouartiermeifter nahte, da pachten sich Alle auf, die Lagerftätten aufzusuchen. Bald jedoch merkte man, daß der Neck'Kobold hier sein

Unwesen inzwischen getrieben. In einzelnen Zelten konnte man die Kopfkiffen, die noch vor Kurzem alle schön in Reih und Glied gelegen, durch aus nicht wiederfinden, in anderen Zelten fehlten die Matratzen, auf einer andern wieder! fand man ein oder zwei Kopskiffen unter daS Fußende der Mat ratze geschoben, so daß natürlich die Beine höher lagen wie der Kopf. Um alle diese mitgrößter'Heimlichkeit auS geführten kleineren Neckereien zu voller Zufriedenheit aller wieder gut zu ma chen, mußte man zuletzt die Hilfe der Aufseher in Anspruch nehmen, und dalkdaraufdeutete dann daS aus den ZeUta tönende tiefe Schnarchen an, daßKlleS zur größten Zufriedenheit er

ledigt wurde und daß das gute Einver

nehuen durchaus nicht gelitten hatte.

Allerlei.

Des den Turnern von allen Seiten

bewsene Entgegenkommen sah man auch gestern gelegentlich der Parade. Supt. Kruger, sowie beide Polizei CapRäne HylandZ und Boylen waren zur ßtelle. Eapt. Hyland fuhr mit dem fhef im Buggy voraus, und ihnen folgten etwa 20 berittene Polizisten unter Kommando bor. Capt. Boylen und Srgt. Sandmen. Die Straßen, durch welche sich derlZug bewegte, wa rm auf vielen Stellen mit Seilen abge

sperrt und allenthalben sah man Wächter der Ordnungen Uniform und Ci--vil. welche die k Marschlinie stets frei hielten. Den von der Polizei getrof. fenen Anordnungen ist es hauptsächlich zu verdanken, daß die Turner Gelegen heit erhielten, ihre Marschübungen so schön auszuführen, und daß man auch von jeder Straßenseite aus die lange Reihe der grau uniformirten Männer so schön Überblicken konnte. Bahn frei! war Aftern das Motto der Polizei.

:

Keine einzige Störung kam während der Parade vor. Preissingen im Deutschen Hause. An dem Preisfingen im Deutschen Haufe gestern Nachmittag betheiligten sich drei Vereine, der Turner Ge sangverein Südseite Pittsburg, von der zweiten Gruppe, mit 16 Sän gern, die das Lied ..Der Sonne entgegen" von Angerau vortrugen und der Turner Gesangverein Männerchor von Chicago, von der 3. Gruppe, mit 30 Sängern, die das Li5d Wald weben" von G. Weder sangen und Turner Gesangverein Vorwärts von

Brooklyn.

Turnlehrerdiplome

erhielten :

Geo. Glaffow Den Fond du Lac,

Wisc.

Karl Hofer von Hartford, Sonn. Karl Joerschke von Hammond, Ind. August Plag von Grand Rapidö,

Mich.

Emil Rothe von Chicago, Jll. Karl Burkhardt von Wilmerding,

Pa.

Adolf Schmidt von St. Louis, Mo. Frl. Lulie Douglas von Aurora,

Jll.

Frl. Elsa Seiffert von Detroit, Mich. Frl. Bertha Seitz von Dayton, Ohio. Frl. Christine Kanters von Grand

RapidS, Mich.

Preis Deklamircn im Deutschen Hause. Zur PretSdeklamation hatten sich 8

Herren gemeldet, von denen fich einer zurückzog. Die folgenden Herren waren anwesend: Wm. AhrenS vom Soc.

Turnverein von St. Louis, welcher

Die drei Männerthrünen" deklamirte;

Rud. Bier von der Chicago' Turn gemeinde, der Goethe'S Epilog zu

Schiller'S Glocke" sprach; F, E. Lenz von der LouiSviller Turngemeinde, den

Graf von HabSburg" sprechend; Christ

Ruebsahme von den Bloomingtou (Jll.) Turnern, welcher An mein Vaterland"

von Conr. Graetz deklamirte; Rich. Stamm vom Turnverein Vorwärts in

Brooklyn, Resignation" von Schiller;

H. C. F. Stahl von der Eintracht in San Francisco, bt Kein Heimath

land erkenn' ich, kein Grenze an" sprach und Alfred Troschel vom Socialen

Turnverein von Chicago, der Der Geist der Mitternacht" zum Vortrag

brachte.

Ueber das Ergebniß läßt fich noch

nichts sagen, da erst am nächsten Sonn

taa die Bekanntmacouna daruver er

folgt feiten? der Preisrichter.

Das Konzert im Deutschen

Hause. Dirigent Erneftinoff hatte ein prächti geS Konzertprogramm für die Turner

sänger vorbereitet und die Ausführung

desselben durch die Sänger und Sänge

rinnen, sowie durch das starke Orchester,

war künstlerisch vollendet. ES war ein

Konzert, zu deffen voller kritischer

Würdigung viel mehr Raum zu Ge böte stehen müßte als wir heute zur Ver

fügung haben. So müffen wir uns

darauf beschränken, zu sagen, daß ein genußreicheres Konzert selten geboten wurde und daS Schlußlied Columbia

the gern of the ocean", in welches

die Anwesenden fich von ihren Sitzen

erhebend, einstimmten, einen unvergeß lichen Eindruck machte. Der Kommers.

Nach dem Konzert begaben fich die Turnersünger mit ihren Damen sowie die Aktiven des MufikvereinS in den

Turnsaal um dem vom deutschen

Klub und Mufik-Verein veranstalteten

Kommers beizuwohnen. Ein ein

facher aber schmackhafter Imbiß war servirt worden und bald eröffnete

Präsident ChaS. Krauß die Festlich

keit mit einer herzlichen Ansprache,

welche alle Anwesenden sogleich heimisch

machte. Dann brachte der Mufikverein aus Aufforderung des Präsidenten ein musikalisches Hoch auf die Gäste aus.

Herr August M. Kühn übernahm so dann den Vorfitz.

Die Chlcagoer Sänger trugen so-

dann in köstlichster Weife das Lied Italienischer Salat" vor. Besondere Bewunderung erregte dabei die von

Fritz Huttmann gesungene Solopartie.

Mit herzlichenWorten ersuchte Hr. Kühn

Prof. Keßler einige Worte zu sprechen. Herr Keßler sprach aus übervollem

Herzen und seine Worte begeisterten die

Zuhörer.

Nach einem Liede des MufikVereinS behandelte Herr Adolf Falbifaner dann das deutsche Lied" in einer

prächtige Rede, in welcher er u. a sagte : ES ist eine erfreuliche That fache, daß der nordamerikanische Tur nerbund in seinen idealen Beftrebun

gen die Pflege deS deutschen LiedeS fich mit zur Kulturaufgabe gemacht hat, eS

ist dies eine nicht hoch genug zu

schätzende Thatsache. Nichts BeffereS kann man von den Turnern sagen, als

daß fie die heimathlichen Lieder in die

entferntesten Winkel der BundeSftaaten

haben eindringen lassen.

Ueberall in den Vereinigten Staaten,

wo der Deutsche Fuß gefaßt hat, hört man die vollen, mächtigen Accorde, die

fich zu einem wunderbar gewaltigen Liede zusammenschließen, wiederklingen und durch ihrenIZauder die Welt ge

wmnen. Der Deut cve bänat mit Pie-

ät an die Lieder der frühesten Jugend

zeit; wo immer deutsche Worte gespro chen werden, lhat das deutsche Lied fich

nS Herz des Volkes eingesungen; mit

fich im Herzen trägt seine Lieder

ammlung jedes deutsche Weib, jeder

deutsche Mann. Sowie die Deut

chen Stellung nahmen im Bürgerkriege, o wird das deutsche Element stets gegen

nativiftische Angriffe Stellung nehmen.

bemerkte der Redner; das sei die hohe und selige Aufgabe des DeutschthumS hier, die civilisatorische Bedeutung deS TurnerbundeS zu bethätigen, daß auf

allen Lebenswegen, wo immer daS Ge.

chick ihn auch hintreibe, das deutsche

Lied als ein Mittel der zu erfüllenden

Kulturaufgabe deS Deutschen fich be

weise und fich vcll und ganz das Wort des

deutschamerikanischen Dichters Casp Butz bewahrheite: wir fingen nicht bloß deutsche Lieder, wir brechen deutschem

Geiste Bahn.

Die Erkenntniß der Allgewalt deS

deutschen LiedeS, der Glaube an die

Macht deS deutschen Idealismus und

deffen Einfluß auf die Entwicklung

unseres Volkes müffen wir uns, ob nun

der Lenz der Jugend uns blüht, oder der Silberkranz des Alters unser Haupt bedeckt, stets eingedenk sein.

Mit den Worten eines deutsch-amerika

Nischen Dichters, wie folgt :

Singt der jungen, sel gen Liebe, Ersten Kusses Wonnelied; Singt als Brüder bei dem Becher; Singt dem Freund, der von uns schied; Singt den Stolz der Rännermürde, Singt der Freiheit hohes Lied, Singt der Frauen treue Minne, Allem singt, was liebt und blüht.

schloß der Redner seine mit lebhaftem Beifall aufgenommene Rede.

Herr Emil Höchster ergriff sodann

das Wort und riß in enthusiastischer

Rede die Zuhörer zu donnerndem

Applaus hin. Noch ein prächtigerBari

tonVortrag des Herrn Herm. Dietz

aus Chicago und die schöne Festlichkeit

hatte ihr Ende erreicht.

Sonderbare Prophezeiungen an unpassendem Platz.

Das Oberundesgerichts

Mitglied Dvid Josiah

B r e w e r wnd jeat zum Liebling d?r

Weiberrcchtlerinnen. In einer Anspräche an die höheren Backfische des

Vassar-Jnstituts im Staate

New Aork ermähnte er seine Hörerin-

nen, sch tüchtig in. die Politik einzu

arbeiten, da schon in einem Jahrzehnt die politische Gleichberechtigung in die-

sem ganzen Lande eingeführt sein werde und lange ehe ein einziges Haar

Inner JUyorerinnen ergraut sei. eine

Frau Präsident dieser Republik sein

werde, um lhr Ehre und Ruhm zu bringen, wie die Königin Victoria den

Englandern.

Als der reiche Bierbrauer Matt h e w V a s s a r von Poughkeepsie

im Staate New Aork vor vierundvierzig Jahren bei der soeben genannten

Sladt unter dem ".amen Vassar Col-'

lege" die seither berühmt geworden? höhere Lehranstalt für Mädchen stiftete und ausstattete, ahnte er nicht, daß in ihr einst, dazu noch von einem der höchsten Nichter des Landes, Propagana für die radikalsten Weiberrechtlerinnen gemacht würde, die ja zugleich durch die Bank, nach dem Muster ihrer langjährigen jungfräulichen Führerin Susan Anthony, eifrige Temperenzlerinnen und besonders heftige Verfolßtittnen der verschiedenen Biere sind. Allerdinas hat Matthew Vassar kein deutsches Lagerl'ier gebraut, sondern nach englischem Muster Ale, das ab'r alkoholhaltiger und stärker ist als deutsches Bier. AuZ den Erträgnissen dieses von ihm gebrauten starken Bieres hat Maithew Vassar, der kinderlos war, sein schnell emporgeblühtes Vassar College errichtet. Er starb vor siebenunddreißig Jahren als Sechsundsiebzigjähriger, kann also gegen so sonderbare Auftritte in deiner Anstalt keinen Einspruch erheben. Dem achtundsechzigjährigen Richter Bremer aber hätte sein Taktgefühl sagen sollen, daß Aeußerungen wie seine obigen nicht in eine solche Anstalt passen, wenn sie überhaupt für einen hohen Rick'er passend sind. Er ist ein persönlich achtungswerther Rechtsgelehrter, hat aber seine von Kansas mit. gebrachte Excentricität. auch seit ihn der Präsident Benjamin Harrison im Dezember 1889 mit Genehmigung des Senats in seine jetzige Stellung berief, namentlich in öffentlichen Reden nicht verleugnen können. Seine Prophezeiungen aber sind um so sonderbarer, als die radikale Frauenbewegung eher rückwärts als vorwärts geht und das Frauenstimme recht in den wenigen Staaten der Union, in denen es eingeführt ist, sich nicht bewährt. Unteroffizier: Womit muß der Soldat sein Gewehr putzen?" Soldat: Mit Putzlappen'.Unteroffizier: Ach was!

Reden Sie nicht! Mit dem Bewußt-

iß das Gewehr Staat: eigen-

mtom nicht! wi sein, daß das Gee thum

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