Indiana Tribüne, Volume 28, Number 259, Indianapolis, Marion County, 23 June 1905 — Page 1
Znoimm
TntlKne.
Office: 51 Süd Delaware Straße. Herausgegeben von der Gutenberg 0. Telephon -Alt und Neu-No. 2ßa. Jahrgang 28. (12 Seiten ) Indianapolis, Jndiana, Freitag, den 23. Juni 1905. (12 Seiten.) ?tummer 259. , 1 " ' i ' i 1 1
Frankreich
wartet mit Spannung Deutschland's Antwort auf seine Vorschläge.
Bordringen der Japaner gegen Harbin und Wladiwostock. Machtbefugnisse der russischen Bolksvcrtretnug. Verjüngung in der deutschen Flotte.
Frankreich. Beforgniß. bezüglich der Antwort Deutschland. Paris. 22. Juni. Die hieftgen nfmiplln Qr,ifr nehm stA den An.ckein mmm umt nif . der franzöfisch-deutschen Verhandlungen , zu sein, jedoch herrscht in der Tiefe ei. nige Beforgniß bezüglich der Antwort Deutschland? auf die franzönfche Note. Einige Zeitungen behaupten.Deutfchland wolle darauf befteden. daß du Konferenz nicht durch Beschränkungen j in ihrer Aufgabe geknebelt werde. In , offiziellen Kreisen weiß man Nichts on einer solchen Abficht Deutschlands und die Kollegen Roavier'S sind der Anficht, daß Deutschland, da Rouvier'S Note in ruhigem, versöhnlichen Tone gehalten sei. in gleicher Art antworten. Be sonders in parlamentarischen Kreisen ist die Beforgniß nicht zu verhehlen. Ein Diplomat, der heute Fürst Ra dolin sah. sagte, jene Berichte seien ab surd. da bis jetzt auch nicht ein Wort darüber eingelaufen fei, welche Stell ung die deutsche Regierung einnehmen wolle. Nelidoff bezweifelt seine Ernennung. Paris, 22. Juni. Der russische Botschafter Nelidoff hat bis jetzt keine Nachricht erhalten, daß er zum Frie denSunterhändler ernannt worden sei und bezweifelt deßhalb auch die dieSbe zügliche Nachricht. Er glaubt nicht, daß die russische Regierung die Ernennung gemacht hat, ohne ihn von ihrer Abficht zu benachrichtigen. ES heißt, daß der Gesundheitszustand des Botschafters ihm nicht gestatte, eine längere Seereise zu unternehmen. Grokdritannien. Gegen Wladiwostock. L o n d o n , 22. Juni. Aus Mulden wird gemeldet, daß etwa 100.000 japanische Truppen unter General Ha segatva sich auf dem Marsche nach Wla dimoftock befinden. Schon am 15. d. M. meldete General Linewitsch, daß eine bedeutende feindliche Heeresmacht in der Richtung nach Kongchew und Munsan vorrücke. Diese beiden Orte : liegen am Tumenfluffe, westlich von Wladiwostock. Man glaubt, daß Ha segatva'S Armee, die im April bei Gen fan gelandet wurde und zumeist aus frischen Truppen besteht, an dem stark befestigten Nordufer deS Tumen auf hartnäckigen Widerstand stoßen wird. Japan. Borrücken der Japaner. Tokio, 22. Juni. Die japani fchen Truppen rücken rasch ans Harbin, Kinn und Wladiwostock vor. Die Russen ziehen sich vor ihnen zurück; sie wollen offenbar eine Schlacht ver meiden. Ein Theil der japanischen Armee im nördlichen Korea besetzte am Dienstag Morgen Kyongsong. Einige Tausend Russen mit Artillerie zogen sich in nörd licher Richtung zurück. Fortschritte machten die Japaner auch an der Kirin'Straße. Kleinere Ge fechte fanden an verschiedenen Orten statt.
RuKland. Aufruhr in TranSkauka s i e n. St. Petersburg. 22. Juni.
"ua,,ut" nYJ t m V von Aufrührern im Distrikte IK 15? i j. rtrirtiMtiiT nrtk v n t on Yfi p nrnti ti t ; "rT Zl ZT T t? ic iuiiuuiuiyuu Uttiisicn, wuiden sie von den Bewohnern zurückge schlagen und ließen 100 Todte zurück. Zu Kouloundian brachten Koffacken ' den Aufrührern schwere Verluste bei "nö a 'w n mm mmmm - schaffen. Die Truppen haben häufige Kon flikte mit den Tartaren und Kurden. 22 Tumultuanten getödtet. Lodz, 22. Juni. Bei einer Pa rade von 50,000 Arbeitern, die eine Demonstration gegen die Regierung bildete, kam eö gestern zwischen den Demonstranten und Truppen zum Konflikte. ES wurden 22 Personen getödtet und etwa 100 verwundet. In der folgenden Panik wurden 2 Frauen erdrückt. Wahrscheinlich aus Rache wurden heute 1 Koffack und 2 Polizi sten erschoffen. Soll das Vaterland retten. St. Petersburg, 22. Juni. Der Zar hat den Großfürsten Nikolai Nikolajewitch zum Präsidenten des LandeSvertheidigungSratheS ernannt. Oefterreich'Ungarn. FronleichnamPro Zession. Wien, 22. Juni. Mit großem Zeremoniell nahm der greise Kaiser von Oesterreich Franz Josef an der Fron leichnamSprozesfion theil. Er wurde mit Begeisterung begrüßt, als er durch die Straßen Blt'Wiens fuhr. Mit tiefem Bedauern beodach teten die getreuen Wiener, daß ihr ver ehrter Herrscher in letzter Zeit stark ge altert ist. Die Straßen waren mit Fahnen, Guirlanden und Flaggen reich ge schmückt und schon um 7 Uhr Morgens ton einer großen Menschenmenge er füllt. Die neue Volksvertretung. St. Petersburg, 22. Juni. Die Novoe Vremya meldet heute als sicher, daß die Machtbefugnisse der neuen Volksvertretung, die aus 500 Mitgliedern bestehen soll, denen des StaatsratheS gleich sein werden, daß alle Gesetze von beiden Körperschaften angenommen werden müssen, um Gil iigkeit zu erlangen. Vertreter der Presse werden zu den Versammlungen zugelassen, doch unterliegen ihre Berichte der Zensur. ES wird ein offizieller Bericht über die Verhandlungen veröffentlicht werden. Verunglückte Wettfahrt. Kiel, 22. Juni. Bei einer Wett, fahrt der Mannschaften der verschiede, nen Kriegsschiffe im Hafen, wurde durch einen Windstoß ein halbe Dutzend Boote umgeworfen. Alle Leute wurden gerettet, doch die Wett fahrt war sehr gestört.
aftlad
Bon England nicht gefördert. Washington, 22. Juni. Man erwartet hier von der Londoner Regierung keine Unterstützung, welche Schritte der Präsident auch zur Herbeiführung eines Waffenstillstandes thun möge. In London glaubt man, nach hier eingelaufenen Berichten, daß Japan mit dem Abschlüsse eines Waffen ftillftandeS viel aufgeben werde und daß Rußland nach einer neuen Nieder läge in der Mandschurei um so mehr zum Frieden geneigt sei. Hier dagegen nimmt man an, daß . , . r 4 . t eine neue Niederlage muiano reizen werde, den Krieg mit allen Kräften weiterzuführen. Deutschsand. Verjüngung d e r deutschen Flaggoffiziere. Berlin, 22. Juni. Wie eine dem Reichs-Marmeamt nahestehende Persönlichkeit erklärt, werden nach den Herbstmanövern der deutschen Marine umfangreiche Aenderungen in der Besetzung der höheren Stellen erfolgen. ES handelt sich um Verjüngung der Flaggoffiziere, welche beim Kaiser fest beschlossene Sache ist. Vermuthlich wird Admiral v. Kdfter, der Chef der aktiven Schlachtflotte und General Inspekteur der Marine, bei diesem An laß aus dem Dienst scheiden. Er ge hört der Marine seit dem Jahre 185V an. Die kommende Reichstags Ersatzwahl in Essen. Berlin, 22. Juni. Wie aus Essen, wo eine ReichStagSersatzwahl in Folge deS Ablebens des CentrumSabge ordneten Stötzel stattzufinden hat, ge meldet wird, ist der Streit zwischen dem Centrum und den Polen von Neuem ausgebrochen. Die Polen haben beschlössen, keine gemeinsame Sache mit dem Centrum zu machen und einen eigenen Eandidaten in'S Feld zu stellen. Die bevorstehende Wahl in Essen ruft das größte Interesse wach; denn sie ist die erste im Ruhr-Revier nach dem Streik und de gesetzgeberischen Aktiv nen. Bei der ReichSagöwahl in Essen im Juni 1003 waren im ersten Wahl gange abgegeben worden für das Cen trum 35.129, für die Sozialdemokra ten 22.773. für die Nationalliberalen 20.819, für den polnischen Eandidaten 1559 Stimmen. In der Stichwahl siegte Stötzel mit 39.016 Stimmen über den sozialdemokratischen Candida ten, auf den 32.632 Stimmen fielen. General v. L e o n r o d. München, 22. Juni. Zu Gar misch ist General der Cavallerie Frei Herr August v. Leonrod aus dem Leben geschieden. Er war Ende des Jahres 1896 zur Disposition gestellt worden. Leonrod war ein persönlicher Freund deS Prinzregenten Luitpold und wurde von diesem sehr hoch geschützt. Er wurde m 29. September 1819 in Bnöbach geboren. Empfang der englischen Studien - Commission in Berlin. Berlin, 22. Juni. Der engli schen StudienCommisfion wurde bei ihrer Ankunft von den hiesigen ftädti schen Behörden wie von hohen städtischen Beamten eine besonders warme Begrüßung zu Theil. Die englischen Gäste ergehen sich in fortwährenden Verficht rungcn, daß das englische Volk mit den Hetzern und Unruhestiftern nicht die ge. rwgfte Sympathie hege. Schadenfeuer. K a n f a S City, 22. Juni. Das Gebäude der Schwarzschild & Sulzderger Packing Co. zu Armour dale, in dem da Fett gereinigt wird, brannte ab. Schaden 8200,000.
Ausgewiesen Werde die Ausländer von Port Arthur.
T s ch j s u, 22. Juni. Nach zu verläsfigen Berichten find die Japaner in Port Arthur sehr schroff gegen die ausländischen Geschäftsleute vorgegan gen. Sie benachrichtigten dieselben sofort nach der Seeschlacht, daß sie ihre Waaren innerhalb 40 Tagen fortschaffen müßten. Besonders schwer wurde hiervon die deutsche Firma Kunst & Allers, das größte Haus Port Arthur'S betroffen. Der Leiter befiel den erklärte, er wolle nach Shanghai gehen um Schiffe zum Transport der Waaren zu chartern, es wurde ihm aber erklärt, daß Ausländer in Port Arthur nicht mehr zugelassen werden würden. Er mußte die Vorräthe in der Obhut eines Advokaten zurücklassen. Auch griechische und französische Häu fer find durch den Befehl schwer ge schädigt. DaS amerikanische HauS von Clark son & Co., das hauptsächlich die Mehleinfuhr von Portland, Ore., in Hän den hatte, hat schon vor einem Jahre sein hiesiges Geschäft geschlossen und ist nach Wladiwostock übergefiedelt. Oefterreich'Ungarn. SchlechterÄnfang. Budapest, 21. Juni. Beide Häuser des Parlamentes erklärten heute in der 1. Sitzung, in der das Mini fterium Fejervary erschien, durch Be schlösse, daß fie kein Vertrauen zu dem selben hätten. Rumänien. Gute Ernte. B u k a r e st, 22. Juni. Die Wei zenernte Rumäniens verspricht die größte zu werden, die je eingebracht wurde, der MaiS steht ausgezeichnet. Johann Hoch. Springfield. Jll., 22. Juni. Gouverneur Deneen gewährte einen Aufschub der Hinrichtung Johann Hoch'S bis zum 28. Juli, damit der selbe seinen Fall vor daS StaatSober gericht bringen kann. Floß über denPecific Ozean. San Francisco. 22. Juni. Ein Floß von 10.000.000 Fuß Holz wird gegenwärtig hier gebaut; es soll während deS Sommers über den Pa cificOzean nach Shanghai geschleppt werden. Nach den gegenwärtigen Plänen wird eS von einem oder zwei ftar ken Schleppdampfern bugfirt werden und ein Dampfer mit einer Ladung Kohlen oder Oel zur Feuerung der Dampfer wird auch dabei fein. Schisssnachrichten. Havre: La Savoie" von N,w York. New York: Deutschland" nach Hambürg; La Bretagne" nach Havre; Numidian" nach Glasgow. Liverpool: Majeftic" von New York; Nordland" von Philadelphia. Palermo: Calabria" nach New York. Hamburg: Pennsylvania" von New Bork. Glasgow: Carthenia" von yhiladel phia. Queenstown: Oceanic" nachNewBork. New York: Prinz Oskar" von Genua; Baltic" nach Liverpool; Rotter dam" nach Rotterdam. Havre: Pomerian" nach Montreal. Neapel: Calabria" nach New York. Southampton: Kaiser Wilhelm der Große" nach New York. Neapel: Citta di Torino" von New York. Palermo: Sicilian Prince" nach New York. Liverpool: Jvernia" nach Boston; Lake Manitoba" nach Montreal.
Mit Wallacc, Dem Chefingenieur des Kanalbaues, scheint ein neuer Skandal im Anzüge. Der Vorsitzer der Kanalkommission und der Kriegssesretär eilen nach 9!cw York. - Morton von Roosevelt geschützt. Kesselelgfion in Alabama. Carl Schurz redet.
Neues über den Kanal bau zu erwarten. Washington, 22. Juni. Vorsitzer ShontS 'von der Kanalkom Mission ist nach New York gereift, wo der Chef-Jngenieur deS KanalbaueS, Wallace, heute von Panama erwartet wird. Sekretär Taft wird am Sonn tag in New York eintreffen und hat Arrangements gemacht. Wallace zu treffen. Im JnfularBureau, welches unter Oberaufsicht deS KriegSfekretärs direkte Kontrolle über die Affairen auf dem JfthmuS hat, ift man von der ange kündigten plötzlichen Rückkehr deS Chef ingenieurs Wallace myftifizirt. ES wird tm Kriegsdepartement konftatirt, daß man keine Kenntniß von der Ur fache dieses unerwarteten Beschlusses habe. Man weiß nicht, ob er wieder nach dem JfthmuS gehen, oder etwa seine Resignation einreichen will. ES ift bekannt, daß Herr Wallace in verschiedener Weise stark enttäuscht wor den ift ob deS Fehlschlags von Arrange mentS, welche nach Reorganisation der Kanal-Kommisfion die Arbeiten hätten fördern sollen. Maschinerie, welche sehr benöthigt wird, ift noch nicht einge troffen, die sanitären Verhältnisse wie auch die Vorkehrungen für die Subfi ftenz der Kanalarbeiter sind durchaus unzulänglich, und überdies ift das Ar-beiter-Kontingent schlecht organifirt, so daß eö überaus schwierig ift, eine wirk same Thätigkeit zu entfalten. Man hört von Personen, mit denen Inge nieur Wallace gesprochen hat, daß er geäußert habe, er beabsichtige nicht sein Leben fortzuwerfen, wenn keine Mög lichkeit vorliege, etwas zu erreichen, und zwar infolge von Verhältnissen, über welche er keine Kontrolle habe. Im Bureau der Kanal-Kommifsion wird konftatirt, man habe von keinen Reibungen zwischen dem Chefingenieur und seinen Assistenten vernommen. Sekretär Taft ttj.ir völlig im Unklaren über die Gründe, welche Herrn Wallace bewogen haben, die Erlaubniß nachzu suchen, um diese Zeit nach Washington kommen zu dürfen. Morton geschützt. Washington, 22. Juni. Präsident Roosevelt hat die Gelegenheit ergriffen, sich in einem Briefe an den Generalanwalt und an den bisherigen Flottenfekretör Morton sehr ent schieden über die Unbescholtenheit und Fähigkeit des letzteren auSzusprechen. Bekanntlich hatten die Spezialan wälte Harmon und Judson. welche die Rabattgeschüfte der Atchison, Topeka & Santa Fe-Bahn untersuchten, die Absicht, Anklagen gegen die Beamten der Bahn zu erheben. Zu diesen Beamten hatte aber auch Morton ge hört, bevor er Flottensekretür wurde. Die Spezialanwälte legten ihre Auf gäbe nieder, da ihnen Schwierigkeiten bereitet wurden. Kesselerplosion. Atlanta, Ala., 22. Junt. Bei der Ezplosion eine Dampfkessels der Curtis Atlanta Sägemühle wurden James Watts, Will Rossen, GuS. Gafh und Marion Maddose getödtet, C. Smith und Barney Works ernstlich verletzt.
Carl Schulz redet. M a d i s o n , WiS.. 22. Juni. Bei den Schlußfeierljchkeiten der Universität von Wisconsin hielt Carl Schurz eine Rede, in der er Aufgaben des Frie denS pries unv mm übermäßige Kriegsrüftungen sprach. Wenn diese Republik'" erklärte er, Bestand haben und erfolgreich m ihrer höchsten Auf gäbe sein soll, wuß fie mehr auf ihre Schulen als auf Schlachtschschiffe ver trauen." Bankier flüchtig. K a n s a S i t y, Mo., 22.Juni. Dem Journal" wird von MuSkogee, I. T.. gemeldet, daß ein großer Theil von Chickasaw-Tchuldscheinen. die be zahlt waren, wieMe in Verkehr gebracht wurden. Ein Mtiger Bankier von Tishomingo soll! Sache verwickelt sein. Der BetrI noch nicht genau festgestellt, soll aJerTloO 200.000 be tragen. Eine tzt. Louiser Firma hat angeblich für 60.000 dieser Schuld
scheine. Der flüchtige Bankier heißt Kirby Purdom. Roosevelt u Williamöton. W i l l i a m g t o n, 22. Juni. Präsident Roosev.lt. der letzten Abend hier ankam. loqM bei Präsident Hy. HopkinS vom dgilliams College. ES waren heute viel. Besucher in derStadt. um den Präsidien zu sehen. Der Präsident nahn cht allein an den SchlußfeierlichkeitenTheil. sondern hielt auch vor seiner Rückreise nach Washing ton eine Ansprach, n die Bürger von Williamöton. New York. 22. Juni. Trotz deS heftigen Sturms heute Nachmittag wurden dem Presidenten Roosevelt auf seiner Rückreise durch Massachusetts viele Ovationen gebracht. T r u ft Compagnie in Schwulitäten. Philadelphia. 22. Juni. Receiver Alberj Taber von der City Truft Safe fe tzurety Co., die gestern ihre Thüren schloß, war heute den ganzen Tag beschäftigt einen Ueber blick über den tztand der Geschäfte zu erlangen. Er wollte sich über seine bisherigen Erwittlungen nicht aus sprechen, aber t5 herrscht die Ansicht, daß alle Depositoren voll ausbezahlt werden können. Untersuchung gegen den F l f i s ch t r u ft. C h l c a g i, 22. Juni. Die Heu tige Sitzung der BundeSgroßgeschworenen ergab, daß dieselben sich auch in der Untersuchung gegen den Fleischtruft als Geheimpolizisten versucht und Zeu gen gefunden haben, die Licht über die Methoden verbreiten können, wie die großen Schlüchterfirmen Vieh kaufen. ES erschienen Fred. Wood von Hamp shire, Jll., Christopher Barnhardt von Wilmington, Jll. und E. S. Shole von Burlington, Jll., und machten Aussagen über die Schwierigkeiten, die ein Viehhändler habe, Vieh auf den Markt von Chicago zu bringen. Auch mehrere Bahnbeamte erschienen vor dm Großgeschworenen. SholeS tsagte den Verkäufern von Bieh werde ein Preis geboten und wenn derselbe ihm zu nie drig sei und er daS Vieh behalte, werde ihm an jedem folgendm Tage immer derselbe PretS geooren. o Daß er schließlich daS Vieh loSfchlal weiteren Futtet
I
