Indiana Tribüne, Volume 28, Number 258, Indianapolis, Marion County, 22 June 1905 — Page 9
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Hinaus zum Spiel.
Bon Heinz WotaZ. Hinaus zum Spiel! Golden durch fluthet die Sonne jetzt Wäldn und : Felder, allüberall ertönt in Allnuitter Natur ein freudiges Aufjauchzen, ein fröhliches Begehren zieht da auch in die Kinderbrust, hinaus zum Spiel im Freien ist ihr Wunsch. Aber, aber und nochmals aber, wie viele kurzstchtige Eltern vergessen, die Forderungen der Gesundheit bei ihren Kindern zu beachten, wie vielen erscheint nicht das Spielen als ein müßiges Toben, unnutzes Zeitverschwenden. Ihnen gilt nur eins, die Arbeit. Sofern die Jugend nicht alle Freizeit über den Büehern zubringen kann, mutz sie nach dieser verkehrten Ansicht den Berufen sich zuwenden. Ihnen reiht sich eine zweite Gruppe an, welche ihren Kindern wohl die goldige Jugendzeit ungetrübt überließen, allein die schmalen Erwerbsverhältnisse bedingen eine thätige Antheilnahme der Kinder, so dah ihnen zum Spiel keine Freizeit bleibt. Frühzeitig zieht in den Kindesgeist die Verbitterung und ein falsches Begehren ein. Glücklicherweise setzt unsere Zeit nachdrücklich ein mit der Forderung, dem Körper ebenso wie dem Geiste sein Recht zu geben, denn nur wenn der erstere gesund ist, kann auch ein gesunder, reger Geist sich entwickeln und sich bethätigen. Lebhaft erinnert man sich an Pädagogen aus Aerztekreisen, der Worte E. M. Arndt's: Eine in freien Spielen und Uebungen verlebte Jugend erfrischt die Leiber und klärt die dumpfen Geister ab. Diese Uebungen sind die Winde, welche die Nebelwolken am Himmel hinwegrollen und die faulen Wasser der Seen aufschütteln, welche sonst Seuchen und Tod gebrütet hatten; sie machen freudige und rüstige Menschen!Alle Mahnungen aus den früheren wie aus den jetzigen Tagen finden lebhaften Widerhall und erregen allerorten freudige Thatenlust. Die mahnenden Stimmen der Aerzte und Lehrer. der Jugend neben der geistigen Bildung eine gute Körperausbildung zutheil werden zu laen, beginnt man zu beachten, jeder erkennt, wie nothwendig es ist, im Daseinskämpfe einen gesunden Körper zu besitzen. Unsere Aufgabe muß sein, die Elternkreise aufzuklären und anzuregen, mitzuthun im Spiel und in den Leibesübungen. Gerade das Spiel im Freien gilt als eins der nachhaltigsten FörderungsMittel der Gesundheit für Jung und Alt. Seine Bortheile fallen jedem in die Augen, welcher vorurtheilsfrei prüft. Leben und frohe Laune, Freude und kecker Wagemuth herrschen bei einer im Freien sich frisch tummelnden Spielerschaar. Es kann gar nicht anders sein. Die Freude der Natur stimmt das Menschenherz froh und wird ihm dazu ein unentbehrliches Bedürfniß; die moderige, dumpfe Kneipenluft verliert ihren Reiz; was sie bietet, ist nichts gegen die Kurzweil des Spiels. Immer soll getummelt werden, immer die Losung: Hinaus zum Sviel! ihr Recht behalten. Frühlingsstürme und Winterschnee, beide lassen die günstigen Begleiterscheinungen des Spiels: frohe Laune, Behendizkeit, Muskelstärke, Ausdauer, kecken Wagemuth, rege Thätigkeit der AthmungSorgane u. s. w. aufkommen und ihre wohlthuenden Wirkungen üben. Wie in allem, so auch hier darf nicht vergessen werden die Mahnung: Maß halten. Spieler, welche gesund, dazu regelmäßig spielen, sind Schädigungen weniger ausgesetzt, tm Laufe der Zeit steigert sich die Leistungöfäyigkeit von Lunge und Herz. Wie vortheilhafte Vorbeugungsmittel gegen die Gefahren der Tuberkulose bilden die Spiele, wie herrlich sind die Einwirkungen auf die Nerven. Ganz mit Recht wird betont: für schnelles, sicheres Erkennen, Ergreifen, Treffen, für schnellen Entschluß zum Vorlaufen. Umwenden, Ausweichen, Durchschlüpfen, ja für die Entwickelung von Entschlossenheit und Muth dürfte es kaum ein besseres Uebungsmittel geben als Spiele im Freien, wo der Kampf der Parteien das belebende und entscheidende Element bildet. Aber noch viel weiter reicht der Werth der Spiele. SelbstDisziplin und Charakterbildung sind Begleiterscheinungen, welche in ihrem Werthe hinter den gesundheitlichen Vortheilen nicht zurückstehen. Im Spiel offenbart sich am besten derCharakter. Kleine Hänseleien lernt man ertragen, Gefälligkeit und Geschicklichkeit der Spielkameraden schätzen, gute Spielkameradschaft wird gegenseitig werthgeschätzt. Kurzum, der ganze Mensch offenbart sich im Spiel. Darum müssen alle Junge wie Alte an diesen Jungbrunnen der Gesundheit, um zu schöpfen. Gerade die Alten müssen der Jugend mit Beispiel vorangehen und im fröhlichen Spiel sich ungezwungen tummeln. Gründe, welche dagegen sprechen, giebt es nicht, der Schein, sich lächerlich zu machen, besteht in der Einbildung, Mangel an Zeit, an Körperkräften und der nöthigen Stimmung sind durchaus nicht stichhaltig. Geistig und körperlich erfrischt man sich am leichtesten, am besten und am nachhaltigsten im Spiel, darum verzichten wir nicht, am wenigsten in der Sommerzeit, auf ein so bequemes, gefundheitförderndes Ättttel, geben der Jugend ihr Recht und lassen wir für uns selber gleichfalls die Pa, role gelten: Hinaus zum Spiel!" An Gelegenheiten dazu mangelt es nicht. Aus dem Briefe eines Dichters. ... und dann vergessen Sie nicht, wenn Sie mir Ihre Tochter zur Frau geben, daß Sie mich zum Glücklichsten aller Unsterblichen ma-chtll
Tiat bki Bleichsucht.
Von Dr P. Erhardt. Die Bleichsucht ist fast ausschließlich eine Krankheit des weiblichen Geschlechtes uro zwar seiner Entwickelungsjahre. Jenseits des dreißigsten Lebensjahres wird Bleichsucht nur ganz ausnahmsweise angetroffen, gewöhnlich zwischen dem vierzehnten und vierundzwanzigsten. Das physiologische Hauptmerkmal ist eine Verminderung des Bluteises. Dieses ist ein wichtiger Bestandtheil des in den rothen Blutkörperchen enthaltenen Hämoglobins. Trotz der geringen Menge von Eisen, die im Blute sich findet (sie beträgt im Ganzen etwa das Gewicht einer mittleren Stricknadel), ist ein kleines Minus für den Körperhaushalt schon recht störend. Unter den zahlreichen Heilfaktoren, die uns dem meist langwierigen Leiden gegenüber zu Gebote stehen, gebührt der Diät einer der ersten Plätze. Erfahrungsgemäh ist Milch für Bleichsüchtige das beste Nahrungsmittel, von dem man den ausgiebigsten Gebrauch machen sollte. Leider scheitert nur zu oft alle Behandlung und Pflege an dem Widerwillen gegen Milchgenuß. Mitunter gelingt es wohl durch Zusatz kleiner Quantitäten Cognac (zwanzig bis dreißig Tropfen auf jede' Tasse) den Widerstand der Kranken zu bestegen. zuweilen ist eZ auch nur die abgekochte Milch, welche verweigert wird, während rohe Milch nicht lastig fällt. Der Genuß roher Milch ist aber nur dann zu gestatten, wenn sie von nachweislich gesunden Kühen herstammt. Ein weiteres Auskunftsmittel besieht darin, daß wir die Milch in Form von Suppen oder anderen Zubereitungen verabreichen. Eier werden nicht gut vertragen, sollen aber mäßig genossen werden, gegen Fleisch besteht nicht selten eine gewisse Empfindlichkeit des Magens. Es ist daher angezeigt, nur die leichtesten Fleischsorten, wie Huhn, Taube, Kalb, und auch diese in kleinen Portionen zu genießen. Von frischen Gemüsen, die im Prinzip erlaubt sind, ist Spinat wegen feines Eisengehaltes geschätzt, von frischen Früchten der Apfel. Etwas Wein und Bier kann man gestatten, wenn sie gut vertragen werden, namentlich die alkoholarmen Malzbiere. Für saure Speisen zeigen Bleichsüchtige oft eine besondere Vorliebe, der man nur in ganz bescheidenem Umfange nachgeben darf. Vor künstlicher Steigerung d?s Appetits durch Gewürze ist zu warnen, denn die Verdauuchsfähigkeit ist stets beeinträchtigt und pflegt eben in dem Matze zu steigen, als die Genesung und damit auch das Nahrungsbedürfniß Fortschritte machen. Von Speisefetten, welche im Gangen und Großen zu verbieten sind, ist nur die leicht verdauliche Butter auszunehmen. Es werden übrigens genügende Fettmengen dem Organismus mit der Milch zugeführt. Bleichsüchtige sollen oft etwas zu sich nehmen, mindestens alle zwei bis drei Stunden und grundsätzlich Kaffee und Thee durch Milch ersetzen. Weitere Vorschriften, die zur Heilung der Krankheit erforderlich sind, muß der Arzt von Fall zu Fall erteilen; ihm bleibt es auch vorbehalten, besondere diätetische Maßnahmen zu treffen, welche ausnahmsweise sich nöthig erweisen. Tas Kerbholz. In verschiedenen Dörfern des Beskow - Storkow'schen Kreises in der Provinz Brandenburg, z. B. in Trebatsch Sabrod a. Spree, besteht noch heute die uralte Sitte, daß der Wirth den Betrag der Zeche bei besonderen festlichen Gelagen (Fastnachtsfeicr) auf dem Kerbholz vermerkt. Das Kerbholz, der Stock oder Kerbstock, besteht aus zwei genau aneinanderpassenden, 812 Zoll langen. 1 IV2 Zoll breiten und etwa y2 Zoll dicken Holzstäben, von welchen der Gast den einen, der Wirth aber den andern verwahrt. Hat der Wirth Speisen oder Getränke gebracht, so legt man die beiden Hölzer aufeinander und schneidet für je 50 Pfennig der Zeche einen Kerb ein, der über beide Hälften geht. Nach Beendigung des Festes die Fastnachtsfeier dauert dort mit geringen Unterbrechungen eine Woche findet zwischen Gast und Wirth die Abrechnung nach Maßstab des KerbHolzes statt, wobei die Kerbzahlen auf beiden Seiten natürlich dieselben sein müssen. Der Gebrauch des Kerbholzes ist uralt und war früher viel weiter verbreitet als heute; es ersetzte in einer Zeit, in welcher die Kunst des Schreibens noch nicht allgemein geübt wurde, die Geschäftsbücher und Rechnungen namentlich in solchen Geschäftsbetrieben, welche Waaren in bestimmten Mengen regelmäßig zu liefern hatten. In Berlin hat sich der Gebrauch des Kerbholzes am längsten im Verkehr zwischen Brauereien und Gastwirthen erhalten. Noch vor 30 Jahren befand sich an vielen Brauerwagen eine Ledertasche, in welcher die Kutscher die Stöcke" bewahrten. Bei Lieferung einer halben Tonnen wurde ein Kerb quer über beide Hölzer gemacht; eine viertel Tonne wurde nur an beiden Kanten angekerbt. Waren die Stöcke voll, so hielt man Abrechnung und schnitt dann entweder mit dem Taschenmesser die Kerben fort oder schwärzte, falls der Wirth den ganzen Betrag nicht zahlen konnte, die bezahlten mit Tinte. Noch am Ende des vorigen Jahrhunderts wurden die Kerbhölzer in Berlin von Weißbierbrauereien benutzt, und vor nicht all zulanger Zeit überwies ein Restaurateur in der Kööliner Straße sein let. tes Kerbholz dem Marklichen in-
Im perfischen Harem.
Der Englander scheut vor nichts zurück; er beste'gt die höchsten Berge, durchstreift die gefährlichsten und wilbesten Gegenden, dringt in die verichlossensten Bezirke uno macht selbjt vor dem Heiligsten nicht Halt. So ist es oenn nicyl oerwunoerlia), oan, eine Engländerin ein gewisses Vergnügen daran fand, in dem Harem eines persischcn Fürsten als seine Gemahlin zu leben, und nachdem sie den aus immer umschließenden Wänden eines orientalischen Frauengemachs doch noch glücklich entronnen war, sprach sie mit besonderer Vorliebe von ihren ErleoNissen. Miß Muriel Babington, die Tochter eines Offiziers der Colomalarmee, sah in Teheran den Prinzen Abdullah Hussein Khan, den Vetter des Schahs von Persien, und verliebte sich so in seine verführerische Erscheinuna, daß sie, um ihm anzugehören, die Gefangenschaft des persischen Haremslebens freudig auf sich nahm. Der Perser erwies sich als edler Fürst und zärtlicher Gatte, der ihr die nothgedrungenen Fesseln dieses von den Landessitten bedingten Ehedaseins nach Möglichkeit zu versüßen suchte. Sie erhielt den Namen Bebee-Kha-nung, d. h. Frau der Frauen, und damit zugleich die Stellung der ersten oder Lieblingsfrau und den Rang einer Fürstin Sie hatte ihre eigenen, nach englischem Geschmack eingerichteten Gemächer mit einem niedlichen Garten, der sie an die Gartenanlagen ihres Vaterlandes erinnern sollte. Ihr Gatte bezahlte die Roben, die ste sich aus Paris schicken ließ, und erfüllte olle ihre Wünsche. Dafür mußte sich die freie Engländerin der lästigen Be wachung durch die Eunuchen und der strengen Abgchlossenheis von der Welt unterio-ifen. sie mußte zur mo-hammedanisch-n Religion üöerliet.'a. Sie scheint n'chi oerade darunter g litten zu haben, denn sie spricht von dem allen m'?t so vergnüglichem Lächeln, wic es eine Märtyrerin nicht thun wükl,e. Sr; hat mit leichtem G?mülh die Langc.vle ertragen, und si dafür di.rch d.is Pikante lurer Situ.tion, die Bizarrerien ihrer Stellung und die Mysterien des Harems hinlänglich entschädigt gefühlt. Die Perserinnen, die der Europäer nur hinter dichten Schleiern verborgen sieht, haben nach dem Urtheil der Prinzessin Bebee grobe Züge und eckige Gesichter. Sie verbringen ihre Tage damit, sich zu schminken, sich Augenbraunen von tiefster Schwärze und schönster hochgeschwungener Rundung anzumalen, eine Schönheit, die den Perser besonders entzückt; sie unterwerfen ihr Haar jeden Tag sieben Waschungen, um ihm eine tiefe glänzende kohlschwarze Färbung zu geben. Jede andere Farbe als das temperamentvolle und heiße Schwarz gilt in diesem Lande für fade und langweilig. Außer diesen mühsamen Toilettekünsten tchut die Perserin den ganzen Tag nichts; sie träumt gedankenlos, oder gibt sich kindischen Spielereien hin. Völlig stumpf und unwissend wie sie ist, lassen nur der Wunsch, ihrem Herrn und Gemahl zu gefallen, und die Furcht vor dem Gebieter ihr Herz höher schlagen. Ihre Kinder sind ihnen völlig gleichgültig: sie überlassen sie den kräftigen arabischen Ammen. Nur selten unterbrechen Intriguen, Eifersucktsscenen, Klagen, die von den Eunuchen hervorgerufen oder geschürt werden, die Todesstille, die hinter den geschlossenen Pforten herrscht. Die Ankunft einer Engländerin brachte indessen selbst diese phlegmatische Welt in eine gelinde Aufregung und Revolution. Doch der Prinz Abdullah Hussein Khan wußte die anderen Favoritinnen schnell zu besänftigen, und es herrschte bald zwischen den Damen schönster Frieden und Eintracht. Die europäischen Toiletten der Engländerin, ihre Art, sich zu frisiren alles wurde zum Gegenstand der Fröhlichkeit, Neugierde und Bewunderung. Tausend naive Fragen schwirrten durch die Luft. Zum erstenmal preßten persische Damen ihre vollen Glieder in ein Corsett, umgaben sich mit dem feinen Parfüm der Pariserin, und so hielt dank der kulturellen Bemühungen Bebees die französischeMode ihren siegreichen Einzug auch in die persischen Harems. Der Prinz Abdullah Hussein Khan starb, und nun hielten die reichsten und angesehensten Perser um die Hand der Ena'änderin an, aber sie hatte genug und erklärte ihre Absicht, nach England zurückzukehren. Große Aufregung eriistand darob in Teheran, d?nn das Gesetz verbietet jeder Tochter, Fr.'.u oder Wittwe eines Muselmannes, frei über ihre Person zu verfügen. Noch schlimmer war :s, daß diePrinzessin die Geheimnisse des Harems verrathen würde, ein Frevel, der b?i den Perse-n mit dem Tode bestraft wird. Wirklich wurde sie auch das Opfer dreier Vergiftungsoersuche, und sie würde wohl das Lanv nicht lebend verlassen haben, wenn die englisehe Gesandtschaft sie nicht bis zu dem Tage ihre Abreise hätte bewachen lassen. Zu gefährlich. Junger Ehemann: Gieb das Kochbuch her, Emilie das ist keine Lektüre für Dich!" Ersatz. Sagen Sie 'mal, Frau, warum haben Sie denn gar so viel Schweinchen?" Ja, schau'n S', gnä' Frau, wir haben halt gar ferne Klnder! , Undank ist der Welt Lohn. Diener (dem sein Herr, ein Parvenu, soeben gekündigi): Natürlich! Jetzt wo man den Leuten kaum ein Bischen seineManieren beigebracht
Thcater-Toiletten in Paris.
Ueber den Luxus der Theatertoiletten in Paris berichtet der bekannte Ernest Blum. Er erwähnt, daß in Paris die Comdie Franaise und andere große Bühnen der sranzöüschen Hauptstadt ihren Künstlerinnen die Toiletten bezahlen oder doch zum minbesten einen namhaften Beitrag liefern, weil die Schauspielerinnen selbst bei sehr hohen Gagen nicht im Stande sind, die Kosten für die Kostüme allein aufzubringen. Bezeichnend ist denn auch die Thaisache, daß die Pariser SchauspielerinDcsclee, die Frousrov" creirte, ihre gesamm'.e Gage von 24,000 Frank jährlich für ibre Theatectoiletten ausgeöin mußte. Um die heitere Note bei seiner Plauderei nicht ganz außer Acht zu lassen, erzählt Blum aus seinem Leben, ie er einst einer kleinen Schauspieletin über ihre Toilettensorgen Hinwegshalfen hat. Blum hatte ein Vaudeville geschrieben, in dem eine Herzogin verkam. Die für diese Rolle in Aussicht genommene Schauspielerin hatte zwar Talent, aber kein entsprechendes Kostüm. Auf ihren Wunsch ma?e nun Blum aus der Herzogin eine Comtesse, weil die Schauspielerin der Ansicht war, daß sie als Comtesse doch nicht eine gar so kostbare Robe zu cigen brauche. Doch nicht lange, uno sie mußte sich überzeugen, daß sie auch kein Kostüm für eine Comtesse würde bezahlen können. So nahm wnn Blum nochmals eine Aenderung vor und verwandelte die Comtesse in eine einfache Bürgersfrau. Der Erfolg des Stückes aber, fügt er hinzu, hctte unter dieser Aenderung nicht zu leiien. Zum Schluß erwähnt Blum, daß eines Tages eine Schausvielerin in Laris große Sensation hervorrief, Deil sie in einem neuen Stücke in einerKobe aus Schlangenhaut auftrat! Di:seS Prunkstück verdankte die Tragcdin der Freigebigkeit eines ihrer Verehrer, der sich die Mittel dazu in der Weise verschafft hatte, daß er seinen Chef bestahl und dafür mehrere Jahre in daS Gefängniß wandern mußte. Treue um Treue Eine eigenartige Abonnementseinladung leistete stch ein deutsches Provinzialblatt in einem Artikel äber Zeitungspapier und seineVcrwend mg. Der Artikel beschäftigt stch mit den vielfachen Verwendungsmögkichk.iten für bedrucktes Zeitungspapier im Allgemeinen und mit der besonderen Verweandung als Stullenpapicr, die leider noch ihre Schattenseiten habe, da die Farbe (Druckerschwärze) nie ganz den Geruch verliert und von B t?r oder Schmalz, kurzum Fett, noch 1 ach Jahren wieder losgelöst wird. Auch nimmt besonders frisches Brot icicht den Beigeschmack davon an. Ja, was nun thun?" wird mancher Leser ausrufen, recht hat der R:dakteur, aber wir brauchen doch so nothig Papier!" Nun, verzage nicht, lieber Freund," heißt es weiter, da wir stets vorwärts schreitend auch gcraoe unsern Freundinnen, den besorgten Hausmüttern, eine neue Aufmerksamkeit erweisen wollen, so werden wir derenSorge dadurch abhelfen, daß wir ab und zu an einzelnen Tagen in der Woche nur eine Seite unserer Zciiung bedruckt und die andere unbedruck? liefern werden, damit man ein avpetitliches Frühstückspapier auf diese Äeise von uns mitgeliefert bekommt, und zwar als Extrazugabe erhalten Sie dasselbe, denn das Format wird an solchen Tagen doppelt so groß erscheinen, die Leser also inhaltlich nickt gekürzt werden. Bitte, weisen Sie gütigst alle Bekannten und Freund', besonders Ihre Nachbarinnen, sogleich hierauf hin, damit diese unser , Blatt sofort bestellen können, wenn sie1 noch nicht zu unseren Lesern gehören So sorgt eine fürsorgliche Expedition, wie die uiisrige, für ihre Abonnenten. Immer voran! Werben Sie auch recht eindringlich zum Quartalswechsel für uns! Treue um Treue!" Eine Ehebruchstragöd i e sensationeller Art hat sich an dem Paris durchziehenden Canal SamtMartin abgespielt. Der Führer des Lastschiffes Marie-Louise' Marius Portot saß ruhig auf dem Verdeck seines verankerten Fahrzeuges und rauchte nach dem Abendessen ge;.iächl-ch seine Pfeife. Seine Frau war kurz vorher weggegangen unter dem Vorwande, einige Einkäufe in dem Viertel! zu besorgen. Plötzlich hörte der Schi 'ser einen durchdringenden Schrei un gleich darauf ein Geräusch, als ob zw i Körper ins Wasser fielen. Er eilte ;u dem Orte, wo der Unfall stch ereigne : hatte, und sah einen Mann und ein A eid mit den Wellen ringen, dem V rsinken nahe. Portot, ein sehr geriandtec Schwimmer, rettete zuerst den Mann und dann die Frau. Erst al er sie aufs Trockene gebracht hatte, sah er ihnen ins Gesicht und erkannt in der Frau seine eigene und in dem Manne einen seiner ehemaligen Gehilfen, den er hinausgeworfen hatte, weil er seiner Frau Liebeserklärungen machte. Die beiden Schuldigen gestanden dem vor Wuth bebenden Retter, sie hätten sich am Kai ein Stelldichein gegeben, und seien Arm in Arm dahingegangen, als Frau Portot ausalitt und in den Ca nal fiel, wobei sie ihren Liebhaber mitriß. Wuthschäumend hörte der Schiffer diese Auseinandersekungen an und rief dann: Ich habe eucy das Leben gerettet, wie 8 meine Pflicht war. Jetzt habe ich das Recht, mich zu rächen Mit diesen Worten stieß er seiner Frau einen Dolch in die Irust. Sie wurde schwer verletzt ins Spital nchcht. der
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