Indiana Tribüne, Volume 28, Number 258, Indianapolis, Marion County, 22 June 1905 — Page 6
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Hktz v. ZhuBin .... Yräfident. VeschiftSloealt o. 31 Süd Delaware Straße. TELBPHONE 69. Hntrd at the Pott Office oi Indianapolis a sccond dass matter. Gut Heil! Bahn frei! Das 29. BundeSturnfeft in Jndiana voll wird als geschichtliches Ereignitz spüteren Generationen üderliefzrt wer. den. Nie war der Siegeszug eineS Trium phatorS fo gewaltig wie gestern der Zug der Turner zum Kriegerdenkmal zur Eröffnung des BundeS-TurnfefteS. Nicht etwa allein weil der erstere Zug den Sieg roher Kraft und letzterer den Sieg des Geistes bekundet, sondern weil Ur Triumph des Tumtoesens den Triumph deutscher Ideale, deutscher Sittenbeftrebungen und deutschen müthledenS in unserem lieben neuen Heimathlande bedeutet. Wer gestern Abend die jubelnde Theilnahme unserer amerikanischen Mitbürger mit ansah und mit cm Pfand, der war überzeugt, datz daS 29 Bundes . Turnsek zum geschichtlichen Markstein im Culturleben der Ver. Staaten geworden ist und der innige Wunsch jedes guten fortschrittlich ge finnten Bürgers dieses großen Landes, muß der sein! Turner haltet Eure Leihen rein." Führer deS nordamerikanischen Tur mrbundes wie Herman Lieber und Hmry Braun, der ihm im Bundes sprecheramte voranging, und Robert Nix, der zweite Bundessprecher, mögen sie nie dem Turnerbunde fehlen. Sie find sich der hohen Verantwortlichkeit ihres Amtes voll und- ganz bewußt und haben verstanden, Sondereinflüffe aus den Berathungen des Bundesvororts fernzuhalten. Wie bei allen großen Bestrebungen, werden auch im Turner Kunde Dunkelmänner, in der eitlen Hoffnung, sich Einfluß zu erringen versuchen, der verderblich für daS herrliche Kulturwerk, welches der nordameri kanische Turnerbund anstrebt, sein muß, wie Bohrwürmer im stolzen Eich bäum. Möge die deutsche Presse allerorten auf der Wacht sein gegen solches Unheil und unbarmherzig die Vergangenheit dieser Schädlinge der Vergessenheit ent rücken und an das Licht des Tages ziehen. Wer den heutigen Tag in In dlanavolis mit erlebt hat. wem der herrliche Wiederschein der Begeisterung, der die ungezählten Tausende beseelte, die Brust erweiterte, wird mit unS einKimmen in begeiftertm Zuruf an die markigen Männer, die den Turner bund und das Fest leiten und an die Turnerschaft! Gut Heil ! Bahn frei ! Die markigen Worte, mit welchen der Ehren FeftprSfident und erster Bundessprecher Lieber daS Turnfest eröffnete, find nicht nur in JndianapoliS gehört worden. Sie werden hier nicht verklingen sondern von Küste zu Küste das Land durchreisen um Wie derhall in der Brust jedes braven Menschen zu finden. Den viele lieben St. Louiser Freunden ein herzliches Willkommen zum BundeSturnfeft. Da 29. Bundes-Turnfeft wird ein glorreiches Geschichtsblatt füllen. Gut Heil '. der Feftbehörde. Leute mit dunkeler Vergangenheit sollten nicht üppig werden und mit dem Feuer der Oeffentlichkeit spielen man verbrennt sich leicht. Der werthe College von der ,.Sen tiuel" hat gestern der FeftauSgabe der .Tribüne- ein hohes Lob gezollt. waS Seitens englischen, deutschen Zei tungen gegenüber höchst selten ift. Wir danken dem Sentinel" für das Lob und überlassen unserm Leserkreis da rüder zu urtheilen, ob wir dasselbe ver dienen. Zur Feier des BundeSturnfefteS hat daö Deutsche HauS ein besonderes Fest gewand angelegt, von innen sowohl wie von außen. Die Floristen Gebr. Ber termann haben einen förmlichen Blummpalaft aus dem Gebäude geschaffen, Topfblnmen schmücken die Fenfter, Guirlanden auS prächtigem Grün um ringen das Mauerwerk, unterbrochen mit Landes und deutschen Fahnen. Gegenüber dem Deutschen Hause ift Turnvater Jahn'S Bildniß aufgeftell orden und in jederWeise für Schmück ung des Hauses in seiner nächsten Um gebung Sorge getragen.
Großer Enthusiasmus
Begleitet den Lröffnungs . Aktus zum Bundes - Turnfest. Die ganze Bevölkerung wohnt dem herrlichen Schauspiel bei.
Schönes Wetter begünstigt den Fackelzug.
Gestern Abend um 8 Uhr fand die offizielle Eröffnung deS BundeS-Turn festes statt. Schon mehrere Stunden vorher war auf den Straßen ein Wo gen und Drängen von Volksmassen zu bemerken, wie es die Stadt feit undenk licher Zeit nicht gesehen hatte. Die Bürgerfteige waren bis zum Straßenrande mit Menschen gepackt; auf den Straßen drängten sich die Magen nach allen Richtungen; meilenweit im Um kreise waren die Leute herbeigeströmt und hielten mit Frau und Kind auf ihren Wagen die Zugänge zu den Straßen besetzt: Alle wollten den großen Fackelzug sehen, welchen die Turner schaar vom Deutschei Hause aus zum Kriegerdenkmale brachte, wo die offizielle Eröffnung durch den Rede Actus vor sich gehen sollte. Großmarschall Vieler hatte mit kundiger Hand die Aufstellung der Divisionen beendet und pünkt lich setzte sich unter Borantritt der Polizei und Führung deS Großmarschalls I. L. Vieler und seineS Stabes die erste Division in Bewe gung. Die Musikkapelle spielte einen flotten Marsch und der Zug bewegte sich die Michigan'Straße entlang zur New Jersey Straße. Drei Platz. Ballons hatten das Zeichen zum Ab marsche gegeben und gleichzeitig war dies das Signal zur Anzündung der Fackeln. fciwct hinter der Musikkapelle folgte d Fahnenwald sämmtlicher Fahnen dt an dem Feste theilnehmendm Turnvereine, einen wahrhaft groß artigen Eindruck machend. Unter Füh. NlNg von liOl. Fred. Erdelmeier folgten den Fahnen die Reihen der Turner Pioniere und Turner-Beteranen, die to, 5 m,r munden lun fc kk. !X JL. : gen euten im mat rntren aumaomen UNO von allen Seiten mit Iubelrusen und Gut Heil " Zurufen begrüßt wurden. Diesen schloß sich die Deutsche Riege und die Vertreter der Presse an und k,t. x.s folgten dann d Turnvereine deS Pa cific, des Rockey Mountam. deS Eon necticut und des New Bork Turnbe UrkS. Der Zug bewegte sich weiter in die Washington Straße hinein der niniL S!.. 1 in n?nrM Sir, e1nbin7.lich 17 einbiegend östlich zum Monumentplatz. DaS ganze glich einem Triumphzuae. nie endenwollendes begeistertes Zu rufen ertönte und wer den Feftzug nicht linken ka4. kann nck schwerlich einen B a iff lpon demselben machen, denn selbst alte Veteranen erinnerten sich nicht, je derartiges gesehen zu haben, I Wäbrend nun die erste DiviNon nörd. lich UM M0NUMM. marschir.. und . .... , ,, ,, an der Südseite Stellung nahm, be . l . n x . . 11. rjiv ü. . weg na) o:e zweite lvlnon ,uviiq um dasselbe und nahm Aufstellung. Die Fahnenkolonnen nahmen aus den Trep x. üDnniim.nts TOsnb ki.
yi. il tu ui uts vvuuuHii -ww. i m r . ttn xl ci r i w . , W mZiT fc 'uAollt selbst besteht, denn der Nord
erem.g.en Uiigtt ouu umuuuponvoftirten ficb im Centrum des Treppen ' ' ' ' .. . I ausgangs uno oie urner-Pioniere uno ..r x. . ? ... .kW!. W. 1 .Uitlr ' oriciuncii iiummii uu u(i NW. Stellung. Die zweite (i:w:c o.-w ...... x- t....Ä v.. r:. s " r . razr Klanaen der Muftikapellen, denen die jiuuujuu um iuiici. uiuu i Fahnen-Kolonne deS Verbandes deut ' eher Verein? von Indianapolis folgte. Nun sckloffen ck die Nereine de Et. LauiS.deS Sentral Illinois, d. Lake x.arMrt k.s (T(.i,A i k ha v kyiv, vvw vtftvwv ui.v vfca cvwx ck..c..:. II m.xv.. OH" mhiiiw ii. uiywiiii alles Aufstellung genommen und völ lige Ruhe eingetreten war. intonirte die Musik ..Die Wacht am Rhein". Dirigent Erneftinoff gab nun dem Massenchor, bestehend aus den Mitglie dern des Männerchors. deS MufikvereinS und ls Liederkranz, das Zeichen zum Beginne deS Turnerliedes. Mäch tig schallten die Acxorde über den wei. ten Platz und begeistert lauschte die Menge den Harmonien. n trat d .fthrrtfih,Ti N,s.s. w - , w r 1-1 for Nix, vor. Mit sonorer, wettschal V"fV I" f ""IM lender Stimme begrüßte er die Anwe senden. Er wieS auf die historische Bedeutung des Denkmals, vor welchem die Eröffnung deS Turnfestes statt. fünde, hin. Er erwähnte, daß deutsche Kunfi fetigkeit und deutsche Meisterhand das herrliche Denkmal geschaffen. Dann erwähnte er die hohen Charaktereigen schaftm deS ersten Bundessprechers und Ehrenfeftpräftdenten Hermann Lieber und als der, bei der bloßen Nennung des Namen erschollene Zuruf verhallt war, kündigte Herr Nix den Herrn Lieber als elften Redner an.
Markige Worte. Turner, Feftgenossen ! Und Alle, die hergekommen find von Rah und Fern, um mit unS das 29. BundeSturnfeft zu feiern, im Namen des Nord'Amerikanifchen Turnerbun des heiße ich Euch herzlich willkommen. Ich spreche den Wunsch aus, mögen die Vorbereitungen, die unser ehrenwerther Festausschuß getroffen hat. sich
so erweisen, daß eS für Euch nicht nur Tage der Arbeit, sondern auch Tage der Freude sein mögen. Tage, in denen ftch die echte Lebenslust so recht entfal ten kann. Freilich haben unsere Turn feste auch heute den Zweck, den Nutzen deS Turnens größeren Kreisen der stündlich zu machen. Leider ist dies noch immer nicht in dem Grade erkannt, wie es wohl zu wünschen wäre, sonst wäre daS Turnen lchon längst in allen Schulen des Landes eingeführt. Und dock ist es die Nrlickt der Schule. die Gesundheit der Schüler zu fördern. damtt der heranwachsende Bürger auch die geistige Speise verdauen kann. Ganz besonders in einem Lande wie das Unsrige hängt die Wohlfahrt viel leicht mehr, alS in andern, von der In telligenz seiner Bürger ab. Es muß die Aufgabe der Schule sein, den ganzen Menschen heranzubilden, den gesunden, starken Menschen, den Menschen, der nicht nur im Stande ist. das Gute vom Schlechten, das Rechte vom unrechten zu unterscheiden, son dern der auch die sittliche und physische r i n . . k r f .. . , . I nrail oeuvt. vag er sur das Gute und Rechte eintreten kann. Aus den stufen eines SoldatenMonumentes stehend, dürfen wir daran erinnern, daß der Nord Amerikanische Turnerbund bei seiner Gründung daS srt l nt . v . - ... wute uno ecyte gewollt hat und jelt dem mit Wort und That für dasselbe eingetreten ttt. Laut dürfen wir sem Lob verkünden, laut dürfen wir eö auS - HMF" I rc -:ti t.: ri. wi . I UlUl ICUIC sjiuuui uuun. QIC UIl r . . r .. . . . anoemden MM Wmm Ulvk"c. ,VVur diente ucici i ai Wals der Nordamerikanische Turner, i.. r :r.: v:..c l s yiui ici.ic lluuillUllUil. UIC uu I nvuci: wvc vu nuin uiiv ucjjcic iAii.M w.Hi.f.rtfAMo ..x (..er... I Amerikaner in sich schließt, als der lax ii-irx- o- w oamerllaniiaze urnerouno. ES gibt keine Organisation, die an unabhängigkeitSEr. lärung fester hält, als der Nordame rikanische Turnerbund und mit einem gewissen Stolze setzen wir hinzu, eö gibt keine Organisation, die trotz einer 55'jahrigenExiftenz mehr Deutsch ge blieben ift. als die Unsrige. Deutsch in Km ;:- c, q;.k. .... deutschen Lande, wie mm deutschen Volke tief i unseren Herzen tragen. nür unS gewährt die Änwesenhett deutschen R.ege eme besondere
Ä ÄN darum nicht minder Bei
mebr al ein Akt der 5ttfiichkeit. der ver vrut urit jluuiki iiuaii i i ciwus eine Anerkennung unseres Streben?. o n r, m , c t u I in für uns ein Zeichen oer eli. lx, 22J5 Ä'Ä U13 VtllU(U(lliVUtUl((l7 UlllUJtll CUtlAmerikaner ck nickt nur in 1' 1 T den höheren Schichten geltend macht, nicht nur zwischen unserem Präsiden ten und dem deutschen Kaiser und den Gelehrten beider vanoer. onbern lM js Turnerbund wie die zur,r-n r,, '""I , oer orenen lliie oes Bvliev. k, vttbpv hr rn.rffcr imr tttsiti-1 k .. .t... 1H k .m 1 - v uv - i je mehr mm ftch knnen lernt, um UÜ ""W ö wiauuiin i i , , , r II .1 " k I I. W A k k 4 v kkk w allerbesten aus dem friedlichen W.ae ,,,n,n wie oeitttslen Jrnhnft hrti am . ' . ' . gestalten kann. Mit dielen Worten fei das 29. Sun ersnnet; möge es zur Eyre - n.- Mtornameririint men ilrnerounoe? s.inen Verlauf nehmen. Dem fei ein L.;c raft.;t 1 HUIHI üui Vtli UtUiUUJi. - WJ7L ..,.. i jcuiiiuiiiu luuiur uciu jiuii yuit geleistet und ein dreifach Gut Heil durchdröhute die Lüfte AthemloS lauschte die tausendköpnge Menge seiner Rede, wieder und wieder .... - von Beifallsrufen unterbrochen; als er geendet, brach ein Beifallssturm los. der weithin in die Lüfte schallte und kein Ende nehmen zu wollen schien. Nachdem sich schließlich daS Beifalls tosen ein wenig gelegt, stimmten die Massenchöre daS herrliche Lied Beim Rheingold" an. Wieder trat Herr m r r n . n at k Pf. N.x vor um den nächsten Red n mmuum. ve.i V'u, Warrum vorzustellen, der die Stelle ds Plötzlkch erkrankten Bürgermeisters V .ollmon üfcwojrn. Die Rede, welche mit lauter weithin schallender Stimme vorgetragen wurde. lautete folgendermaßen: Herr Präsident, mein amen uno Herren vom Turnerbund! Nordamerikanischen In Gegenwart dieser großen Ber ( s.. ; . MCU 7verfichem daß kommen find. ootter GaSsreundsckaft ift forfiäV wörtlich geworden und wenn wir sie in
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1lnfrr UrtM mtrfnmrn.n ftfvi fr wiuivmuuii ftipiii, v ist dies Nicht ein leerer Wortschall; sondern eine von Herzen kommende Be grüßung. Sie haben uns außergewöhnlich ge ehrt durch die Auswahl unserer Stadt zur Abhaltung Ihres nationalen Turn festes, und eö bereitet uns daS größte Vergnügen. Jbnen außer herzlichem Willkommen.Gruß die Gastfreundschaft unserer schönen Stadt darzubieten. ES ist dies in vollem Sinne des Wortes gemeint; denn wir wissen wohl, wem wir dieses Anerbieten machen. Wir wissen, daß wir eS mit Gästen zu thun haben, die ein solches Privilegium richtig zu schätzen wissen und dasselbe nie mißbrauchen werden. Ich bewillkommne sie in einer Stadt mit ftar' vertretenem Deutschthum, welches soviel für die Hebung unserer schönen Binnenftadt gethan hat, welches das größte Interesse genommen hat an allem, was die Wohlfahrt unserer Stadt angeht, welche stets für Ehrlich leit in städtischen Affairen eingetreten ist, welches aus Personen besteht, denen die Familie und die Heiligkeit der Ehe über alles geht, aus Mitbürgern, die in Gottesfurcht und Gottesdienst leben, fleißig, einfach, ehrlich und treu find im Geschassleben, die großmüthig, edel, liberal und freiheitsliebend denken. Wenngleich dies ein Rationales Turnfest ist, ist die Versammlung doch von mternationalem Interesse und darum von mehr denn gewöhnlicher Bedeutung Amerika hat längst gelernt, den Fleiß, die Einfachheit Und AvSdauer der deutschen Mitbürger zu schützen und eS freut mich; sagen ZU können. daß Deutsche und Amerikaner stets Hand in Hand unsere Nationalen Feiertage gefeiert haben. Von den libe ralen Ansichten, die in unserer Stadt vorherrschen, werden sie überzeugt sem. wenn ich ihnen mittheile, daß in allen unseren Schulen Deutsch gelehrt wird. Nirgends wird mehr Patriotismus gefunden, wie unter unseren deutschen 5 J 1 ' Mitbürgern. Als unser Land fi gebrauchte und nach ihnen rief, wa ren fie sofort bereit und auf iedem Schlachtfelde konnten Deutsche gefunden werden, kämpfend für die Union und zur Ehre der TurnVereine muß V es aesaat werken, dak viele aus ibren Reihen sich für die Sache der Freiheit und den Bettand der Union opferten. m:,,, hftn ßrth tas-nd- n VV.t fW IHUVIIVV VV1 Weisen n?nrnmn um nn hifm NN. ... ... -k...IVVMU V V lAHIVUIIIWI, IttW MStitvnttt tnm hnnphmuit ntml itm M zu erwerben, die aus Juwelen v,. rtRbrtron TO-tn WftosTt Bnh n, nur, um im edlen Wettstreite als Sger den Lorbeerkranz davonzu imnen Ich gratulire Ihnen zu dieser That fache, die beweift, daß nicht Sucht nach Schätzen sie hierher bringt. Hoffend, daß nichts ihre unschuldi gen Vergnügungen noren möge, vatz sie sich aus vollem Herzen amüfiren und sie heimkehren mit dem Gefühl unserer größten Hochachtung und Liebe, biete ich ihnen nochmals ein herzlichiches Willkommen : Allerdings wurde dieselbe in eng lischer Sprache gehalten, da Herr Warrum, wie er bedauernd bemerkte, des Deutschen nicht mächtig ift, doch T. ncunr snmmre nun das Star Spangled Banner" an, und die im . . a!. , 1 1 . 1 cenge uimmle mn ein. Der herrliche Schluß. Noch waren die letzten Klänge des Liedes nicht verklungen, da erloschen plötzlich die elektrischen Lichtspender. ein Kanonenschlag ertönte und zum nächtlichen Himmel sprühten zauberhaft scköne Fontänen ibr farbiaes tunken "fn V saroiges UNlkN liHlt. VHWIIHUIUI WMWIWUIWt II UaAitur,on iirnff. Ht m . , . Lüste und Racketen pranelten lN die Höhe. ES war em wunder amer An - , oua. eine eoerru,ung wie ne nur I M . . II . V. . i ...... . . . k . ...... hm. wocn e, . ''?"N'r''.rn.rung e g I I. . rJ. M.. . k k ..M uwv ui u mm Ff elsierflucr; oer cyluveneli rron rouroig oaioe. 111 l ZL Z LZ der Menschenknüuel. denn em solcher cv- xt.. c.v. w , .r . k ar war es that schlich, von dem Monu I - menrpia aozuio en DaS BundeSturnfeft war offiziell eingeweiht! Gut Heil. Besuch der Zeltstadt. Reges Treiben überall. Aus dem Turnplatze entwickelte sich natürlich ein reges Leben. Die Stra ßenbahn Companie hatte für einen 5 iMinnt KnbrNlan nrc.t getrauen I k f v "'D' D n of mVtn Empfange be . k, mhtiahi der auSwar. Turnplätze, m M fstt terkunft zu sorgen, zrch den Dienstag Regen erfrischt, prangten Gras und Bäume im schön ften saftigen Grün, auS welchem sich die weißen Zelte und die vielen Dekora Nonen reat vorlyellya , yervoryooen. i . , , r ir w rf- r Die vom Feftcomite für die Unterkunft und für die BeauemliSkeit der Turner .., Ntt?vis.tna,n w,,n n. --- " skitig gelobt. Frisches Waffer für Trink, Wasch- und Badezwecke ift durch ein spezielles Röhrchsyftem nach allen Theilen des Feftplatzes geleitet. Douche
büder gehören zu den Bequemlichkeiten des Lagerplatzes. Von der Straßenbahn Haltestelle nördlich gehend, pafsirt man zunächst
die Barbierftube, nach sanitären Regeln geleitet, gleich neben dieser ift daS Feld lazareth. diesem schräg gegenüber be findet sich das Commissariat, in wel chem die nöthigen Lebensmittel usw. auf Lager gehalten werden. Ein gro ßer EiSschrank zur Aufnahme der kühl zu haltenden Nahrungsmittel, wie Butter, Fleisch. Milch usm. Dann auf der westlichen Seite der Straße folget die kleine Feuerwehrftation. in welcher Capt. Monaghan mit 4 Feuerwehr leuten zur Bedienung der chemischen Spritze untergebracht find. Gleich ne den diesem Gebäude hat der New York Store eine kleine Branch eingerichtet, in welcher Lagerausrüftungen. Feld ftühle, wollene Decken, Blechschüffeln, Trinkgefüße und Männer Wäsche zu kaufen sind. Gleich nördlich von diesem, am Eingange zum Feldlager, ift das Zelt des LagerkomiteS, wo allen Gä ften, sobald fie eintreffen, ihre Quar tiere angewiesen werden. Ein großer Lagerplan, auf welchem alle Zelte ver zeichnet find, liegt hier auf und die Nummern des Planes stimmen mit de nen der nummerirten Zelte überein. In den vom BundeSauSschuß be sorgten Zelten waren viele der Turner, denen eben besondere Umstünde das Mitbringen ihrer eigenen Zelte nicht gestattete, recht sorglich untergebracht; jedes dieser Zelte ift mit vier regulü ren Feldbetten ausgerüstet, Kopfkissen und Bezüge strahlen im blendenden Weiß. Viele der zahlreich vertrete nen Turnerriegen aber haben ihre ei genen Ausrüstungen mitgebracht und ihre eigenen Zelte aufgefchlagen. Gleich neoen dem Jette des EinquartirungSkomiteS finden wir das Zelt der deutschen Turner, ein Schlaf zimmer und ein Empfangszimmer, einfach aber zweckmüßig arrangirt. Schon von hier sieht man den großen Eingang, welchen der Süd St. Louis Turnverein vor seinem Lager errichtete. Durch diesen großen Eingang tritt man dann ein in die Zeltwohnung der St. Louiser. Schon gleich beim Eintritte bemerkt man, daß hier der Quartiermeifter A. R. Schroeder seine Lager regeln genau durchführt. Die Eßtische mit den blankgeputzten Tellern, Gläsern und dem Tafelge schirr erregten unter allen Besuchern Aufsehen. Die Schlafzelte waren alle geöffnet, so daß man einen Ueberblick derselben leicht erhielt. Alle Betten waren in schönster Ordnung; die Stühle standen zu Fußenden derselben und daneben die Handkoffer der Turner. Eine Karte am Eingange eines jeden Zeltes gieb' den Namen des zeitweilig Wache haltenden Turners an. Die St. Louiser führen übrigen auch ihr eigenes Trinkwasser kistenweise in großen Quartflaschen mit sich, welcheS neben den sonstigen NahrungSmit teln in EiSschränken aufbewahrt wird. Sogar ein elegantes Schreibepult zählt mit zu den Bequemlichkeiten des Lagers. Am Freitag Abend werden die deut schen Delegaten die Gäste der St. Loui ser sein, und bei dieser Gelegenheit wird dann daS Banner Kaiser Wilhelm'S, (von der St.Louiser Ausstellung her in Händen der Turner), über dem Lager platze der St. Louiser wehen. Soweit befinden sich 50 Mann :n dem Lager. Die St. LouiserTurner. Der Nord St. Louis Turnverein traf gestern Nachmittag spät auf dem Festplatze ein, um seine Quartiere zu beziehen. Der Süd West Turnverein von St. LouiS, Turnlehrer H. G. Lehrman, ift mit 16 Bären, 22 Aktiven und 8 Da men aktiv vertreten. Dieser Verein be theiligte sich seinerzeit so hervorragend an den während der Weltausstellung veranstalteten Olympischen Spielen, bei welchen derselbe 16 Medaillen er rang. Die Aerzte des Vereins, DrS. H. A. Upshow und O. F. Upshow, beglei teten denselben. Eine 75 Fuß hohe abnennanae wird in der Mitt deS k, -r " Feldlagers errichtet. Ein Originalzeltlager hat der Stern Turnverein aus Cleveland, O., der um etwa 4 Uhr gestern Nachmittag auf dem Lagerplatze anlangte, für feine Aktiven aufgeschlagen. DaS Schlafzelt desselben hat die Form eine kleinen HauseS, die Betten find zu zweit, eins oben und eins unten errichtet. Die Fenster und Thüröffnungen haben Fliegenschutz und Jalousien. Bor dem Schlafzimmer be findet sich das Empfangszimmer, hinter demselben daS Speisezimmer und in einem separaten Zelte dann die Küche. Auch der Sociale Turnverein aus Eleveland hat sich ein schönes großes Zelt errichtet. Der San Francisco Turnverein hat neben seinen Zelten noch ein großes Sonderzelt errichtet, in (Schluß auf der 7. Seite.)
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