Indiana Tribüne, Volume 28, Number 258, Indianapolis, Marion County, 22 June 1905 — Page 11

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I Dir Jagd nach j dcmMann j ?Zo:nsn von Maximilian g'ottdiev i i VKt-J-(Schluß.) Bodo dechte NUN natürlich nicht mehr daran, über den Ozean zu gehen. Verhältnißmätzig rasch gelang es ihm, bei einem großen Berliner Zeitungsunternehmen eine gut bezahlte Stellung zu finden. Ein altadeliaer Name ist jo auch beute noch allenthalben eine gewichtige Empfehlung, und Bodos sympathische Erscheinung und die mannigfaltigen Erfahrungen, die er in jahrelanger Thätigkeit gesammelt hatte, thaten das ihre, ihn zu einem willkommenen Mitarbeiter zu machen. Im wunderschönen Monat Mai feierten Vodo v. Weistritz und Martha Fehlow in aller Stille frohe Hochzeit. Nur zwei Zeugen hatten sie sich geladen, die ihnen nach Erledigung der Trauhandlung natürlich auch zu einem gemüthlichen Mahl als gern gesehene Gäste folgten: einen Redaktionskollegen BodoS. mit dem dieser ln der verbältnißmäßig kurzen Zeit ihrer gemeinschaftlichen Tbätigkeit herzliche Freundschaft geschlossen, und den Justizrath Naumann. der sich selbst, und zwar schon gelegentlich seiner Gratulation zur Verlobung, zu diesem Minnedient" erboten hatte. Einmal muk auch der fleikiqste Mensch ein paar freie Tage haben." hatte er geschrieben, und mlr krrbbelt s ohnehin in allen Gliedern, das alte Sündenbabel Berlin, das ich seit meiner Studentenzeit nicht wiedergesehen habe, nochmals gründlich zu beäugenscheinigen." RacM'.ann drack'te außer seinem kostbaren .ochzeitsqeschenk die Trübe mit dem Weistritz'schen Familienschmuck mit. Ja ja, gnädige Frau," sagte er schmunzelnd zu Martha, die vor Verlegenheit nicht wußte, wo sie Hinblicken sollte, wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. Ein gewisses Fräulein. Fehlow hat seinerzeit auf den Schmuck zu Gunsten der zukünftigen Baronin Weistritz verzichtet; ich handle also nur meiner Ordre gemäß, wenn ich jetzt der Baronin Weistritz ihr Eigenthum zustelle. Hätte Fräulein Fehlow allerdings g:wuht. daß sie trotz aller Gegenanstrengungen selbst Baronin Weistritz werden würde, hätte sie sich den feierlichen Verzicht wohl ersparen können." Eine volle Woche blieb der Alte in der schönen Residenz an der Spree und verbrachte mit dem jungen Ehepaar manchen gemütblichen Abend. Als er aber abreisen mußte, sagte er mit beinahe väterlicher Herzlichkeit: Kinder, ich gäbe ohne Besinnen meinen täglichen Stammtisch hin. wenn ich alle Woche oder auch nur alle vierzehn Tage einmal mit Ihnen zusammen sein könnte. Wahrhaftig, es ist eine Lust, Sie Beide zu sehen, und man möchte es fast bedauern, daß man in seiner Jugend nicht auch geheirathet hat. Aber das eine müssen Sie mir altem Knaben versprechen, daß Sie zum ersten September, zur Eröffnung des Kodiills, nach Ebersthal kommen. oie sind's doch eigentlich schon Ihrer lieben Freunden, den Ebersthalern, die ganz aus dem Hauschen sind, schuldig, sich Arm in Arm vor ihnen zu zeigen; denn ein Ehepaar, das unter so schwie riqen Verhältnissen zusam. rnengekommen ist. ist ja geradezu eine historisch Sehenswürdigkeit Und er ließ nicht eher nach, als bis er die feste Zusage hatte. Im Fluge gingen die Wochen und Monate dahin, und nachdem der Justizrath das Wunderpaar" noch ein mal in humoristischer Form vorgeladen" hatte, machten Martha und Bodo sich am ersten September auf die Reise. Der Alte holte sie vom Bahnhof ab, und als man in offener Droschke durch das Stadtchen fuhr, streifte er mit einem ironisch lächelnden Blick dre Jen sterreihen und sagte schmunzelnd: Sie können sicher sein, daß hinter jeder Gardine ein heimlicher Beobachter steht. Ich habe dafür Sorge getragen, daß die Stunde Ihrer Ankunft keinem Interessenten verborgen geblieben ist. Tenn ich sage immer: man muß seinen lieben Mitmenschen tot nur er denkliche Freude gönnen!" Nach einer kleinen Pause hub er wieder an: Es sind übrigens in den acht Monaten, die Sie fort sind, hier verschiedentZPersonenstandsveränderunaen cinaetreten. Ter Landrath Scharn beer ift todt, und Bo:enschütz wacht nunmehr als sein offiziell bestellter Nachfolger über das Wohl und Wehe unseres Kreises. Aber seine Schulden soll er noch immer nicht alle bezahlt haben, trotz der Hundertfünfzigtausend Mark, die ihm Flora Brennert als Mitgift eingebracht hat. Brennerts selbst wohnen übrigens seit Juli in Berlin und ließen von da vor acht Tagen über unser stilles Städtchen einen Regen von hocheleganten Karten niedergehen, in denen Fräulein Finchens Verlobung mit einem Fabrikbesitzer und Rittmeister der Reserve Namens Fränkel angezeigt wurde. Herr Frankel soll zwar nicht mehr jung, dafür aber desto vermögender sein. Na, ich hab's mir ja immer gedacht, daß das Soubrettenköpfchen sich mit ihrem tödtlichen Augenaufschlag doch noch mal eine glänzende Partie erobern wurde. Und was sagt der ,arme Brömel dazu?" seln. Keine

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Zndiana Tribüne. Donnerstaa. den 22. Äuni 1903 !

seine Rache an der Treulosen genommen, spurlos aus Ebersthal verschwunden." Bodo lächelte. Aber die Frau Postmeisterin hat doch hoffentlich i7. zwischen ihren Widerstand gegen die Verbindung ihrer Tochter mit dem gottbegnadeten Dlchtersmann aufgegeben?" Ja. Elfriede hat ihren Hans, das heißt sie ist wenigstens mit ihm verlobt. Dem Dienst der Musen hat er indessen völlig entsagt und arbeite! jetzt, als wäre er ein ganz gewöhnlicher sterblicher, im Bureau der Akhengesellschaft Fleidner. Sicher wird er da noch einmal Direktor, alldieweil sich das Gros der Aktien in seinen und seiner Angehörigen Händen befindet. Mit feiner Stiefmutter lebt er rm besten Einvernehmen, seit Frau Ilse sich mangels geeigneter Bewerber entschlössen hat, sich fortan ausschließlich der Erziehung ihrer Kinder zu widmen. Ter Wacen hielt vor dem Hause des Justizraths; man stieg aus und- Hei terte die schmale Treppe empor. Im Korridor bat Raumann abzulegen und führte seine Gäste dann in's Eßzimmer, in dem ein festlich gefchmückter Tisch zu drei Gedecken gi richtet stand. Wollen Sie freundlichst Platz nehmen," nöthigte der Alte mit vergnügtem 5änderetben. Sie sind gewiß hungrig, und ich werde sofort klingeln, damit man die Suppe bringt." Aber " warf Bodo ein und zog seine Uhr, icff denke, Sie haben um drei Uhr Termin zur Eröffnung des Kodizills angesetzt, und es ist doch gleich so weit." O, das macht nichts." entgegnete Raumann. Ob ein Stündchen früher oder später ich denke, die Interessenten werden es nicht so genau nehmen. Bodo und Martha sahen sich und dann den Alten mft verwunderten Blicken an. Und wenn der auch keine Miene verzog, so empfand das junge Ehepaar doch deutlich, daß irgend etwas Seltsames, Geheimnißvolles sich hier vorbereitete, das geeignet war, das Gemüth unter den Druck erner starken Spannung zu stellen. Das Mahl verlief auf das fröhlickste. Als aber nach dem Braten der Sekt in den frischgefüllten Kelchen schäumte, sprach der Justizrath: Wir machen wohl jetzt eine kleine Pause mit dem Eis und dem Nachtisch werden wir immer noch fertig." holte aus seiner Brusttasche ein vielfach versiegeltes Kouvert hervor und öffnete es bedachtsam. Wenn ich einen Augenblick um Ihre Aufmerksamkeit bitten darf, meine Herrschaften," sagte er im ernstesten Amtston, der ihm in diesem Moment schlecht genug anstand, entfaltete den großen Stempelbogen, den er dem Kouvert entnommen, und begann langsam und bedächtig folgendes zu lesen: Kodizill zu meinem am ersten Januar 1899 errichteten Testament. Ist mein Neffe den Bestimmungen meines Testaments nachgekommen, so erhält er außer den Gütern Ebersthal und Herbartshöhe noch ein Viertel meines Baarvermögens im Betrage von etwa einer Million Mark, während dessen Haupttheil mit eiwa drei Millionen an Fräulein Martha Fehlow übergehen soll. Ist mein Neffe aber nicht gesonnen, sich den Bedingungen meines Testamentes zu fügen, so fallen die Herr schaften Ebersthal und Herbartshöhe nebst einem Viertel meines Baarvermögens an Fräulein Martha Feh'ow, die mir durch treue Liebe und Anhänglichkeit so theuer geworden ist, als wäre sie meine eigene Tochter, und mein Neffe erhält alsdann den Haupttheil des Baarvermögens mit etwa drei Millionen Mark. So hoffe ick, zwischen meinem-Nef-fen und Fräulein Fehlow. die mir Beide gleich lieb sind, ungefähr zu gleichen Tbeilen getheilt zu haben. Wesbalb ich aber diese scheinbar höchst klare und einfache Bestimmung nicht gleich von Anfang an bekannt gab, sondern zunächst ein Testament publiziren ließ, dessen Hauptbedingung manches klugen Mannes Verwunderung und Kopfschütteln erregt haben Mg? Es ist rasch gesagt: Zwischen meinem Neffen und Frä''lein Fehlow besteht seit Jahren ein Liebesverhältniß, und ich habe kein-n sehnlicheren Wunsch, als daß daraus ein Ehebündniß erwachsen möchte. Nun weiß ich genau, daß Fräulein Fehlows Liebe treu und fest und gegen alle Versuchungen gefeit ist; nicht so bedingungslos aber wage ich auf die Empfindungen meines Neffen zu bauen. Ich kenne ihn als einen impulsiven, leicht entzündlichen Menschen; ich weiß auch, daß er inbrünstig an Geld und Gut hängt, nicht aus Habgier, sondern weil ein möglichst großer Besitz zu einem sorgenlosen, flotten Leben, wie er's gern führen mag, nachgerade unentbehrlich ist. Ob er sich in der harten Schule, in die er sich selbst gab, geändert hat? Ich hoffe es. doch bin ich dessen nicht sicher. Wie nun, wenn er derselbe geblieben ist. der er war? Er darf dann nicht von Anfang an erfahren, daß ich Martha Fehlow den gleichen Antheil an meinem Erbe zuc?e dacht habe wie ihm. Bestände doch sonst Gefahr, daß er, ohne auf die Stimme feines Herzens zu hören, das liebe Mädchen zu seinem -Weibe machte, nur um mein ganzes Vcrmogen in seinen Händen zu vereinigen. Ja, es wäre weiter sogar zu befürchten, daß er nicht nur sein eigenes, sondern auch seiner Frau Erbtheil am grünen Tisch an den Mann brächte.

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: 127 : Fehlow selbst, zu dem anderen ihre Existenz zu theuer. So bin ich auf den Gedanken verfallen, vor Martha eine Schranke zu errichten, über die meinem Neffen nur echte, aufrichtige Liebe hinweghelfen kann. Liebt er Martha so, wie sie's verdient, und wie ich's ihm wohl zutrauen möchte, wenn ich sicher wäre, ob er sich wieder auf die alte Weistritz'sche Treue besonnen hat, so wird er sich sagen: ,Was hier was ba. Ich nehme mein Mädel und pfeife auf Ebersthal und Herbartshöhe.' Liebt er sie nicht so nun, dann ist's das beste, wenn die Beiden nie zusammenkommen. Denn ihn verlieren zu müssen, das wird Martha verwinden können nicht aber, ihm als Mittel zum Zweck gedient zu haben und ihm danach als fünftes Rad am Wagen zu gelten. Besteht er aber die Probe, der ich ihn unterwerfe, nicht, das heißt erfüllt er die Bedingung, die ich ihm stelle, um mein Erbe in seinen Besitz zu bringen nun, so hat er für seine an Martha Fehlow begangene Untreue gleich seine Strafe. Denn ohne Liebe eine Bürgerliche heirathen zu müssen, ist hart für einen Weistritz; und es kommt hinzu, daß ich unter den zur Wahl gestellten Ebersthalerinnen keine weiß, die sich an Anmuth. Herzensgüte und Vornehmheit des Charakters auch nur entfernt mit Martha Fehlow vergleichen könnte. Freiherr Arminius v. Weistritz. Schloß Ebersthal, den 1. Januar 1899." Raumann ließ das Blatt sinken und maß seine Gäste mit seinem alten schmunzelnden Lächeln. Dann leerte er sein Glas, in dem nur noch wenige Bläschen perlten, füllte es sich rasch auf'5 Neue so voll, daß der Schaum über den Rand floß, hob es in die Höhe und rief: Hoch lebe die neue Ebersihaler Schloßherrin! Hoch hoch hoch!" Bodo und Martha stießen mit ihm an. Dann klangen auch ihre Kelche zusammen, während ihre Blicke sich mit dem Ausdruck strahlender Freude ineinandersenkten. Aber keines von Beiden dachte in dieser Stunde an sich, keines von Bei den empfand ein Frohgefühl darüber, daß das Kodizill ihm selbst die Verfügung über großen Reichthum lschied. Jeder dachte nur voll inniger Liebe an den anderen. Bodo: Wie glücklich Un ich, daß Martha nun w'.e eine kleine Königin leben kann, daß sie sich keinen Wunsch mehr zu versagen braucht, und daß sie nie mit materiellen Sorgen wird zu kämpfen haben. Und Martha: Wie danke ich Gott, daß Bodo nu i nicht mehr sein Brot bei fremden Leuten verdienen muß, daß er fortan wieder auf der Scholle seiner Väter als Herr schalten und walten kann! Ende. Explodirtes FeuerWerkslaboratorium. In Tridenta, Italien, flog das dem Pyrotechniker Landi gehörige Laboratorium in die Luft. Landi sowie dessen beide Söhne wurden hierbei getödtet, zwei Arbeiter schwer verletzt. Reina Merce deö "umgeändert. Der Kreuzer Reina Mercedes," der im spanischen Krieg den Amerikanern bei Santiago in die Hände fiel, ist in Portsmouth, N. H.. in ein Vorrathsschiff umgewandelt worden. Die an ihm vorgenommenen Reparaturen haben ahezu fünf Jahre aedauert, und wiees heißt, ist der Kreuzer jetzt eines rxr am besten ausgerüsteten Vorrathsschiffe der amerikanlschen Marine.

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TELBP HONBS : Alt und Neu 1802.

Die Offizterschulc von Pankaldi. Konstantinopel. 13. Mai. Ueber die kaiserliche Militärschule in Pankaldi. einer Vorstadt Konstantinopels, ist eine ernste Krisis hereingebrochen. Vor wenigen Tagen wurden nämlich, wie bereits kurz erwähnt, alle aus der 2. Sektion als Unterleutnants ausgemusterten Zöglinge verhaftet und in die Kaserne von TaschKischla eingesperrt. Vier wurden in's Palais gebracht, wo sie der Tortur unterworfen worden sein sollen, um das zu erfahren, was man erfahren wollte. Die Ursache dieser Massenverhaitu-.ig war recht geringfügig. Die jungen Leutnants hatten sich geweigert, ihre Betübungcn gemeinsam mit ihren früheren Kameraden vorzunehmen, da für die Offiziere für diesen Zweck ein eigener Saal zur Verfügung steht. Daraufhin erstattete der Direktor der Anstalt, Divisions-General Risa Pascha, einen aufsehenerregenden Bcricht über den revolutionären Geist, der unter den Zöglingen angeblich herrsche. Der Bericht machte den Sultan so bestürzt, daß er die Verhaftung sämmtlicher ausgemusterter Unterleutnants anbefahl. Risa Pascha hatte sogar die Schließung der Anstalt befürwortet, doch drang er damit nicht durch. Wenn er heute über eine aufrührerische Gesinnung unter den Zöglingen berichtet, so ist dazu zu bemerken, daß er selbst es ist. der diese Zustände geschaffen hat. Risa Pascha ist der Sohn eines Palastgäriners und nur durch Spionagedienste in die Höhe gekommen: durch seine Amtsführung hat er Offiziere und Zöglinge gleichmäßig verbittert und aufrührerischen Gedanken zugänglich gemacht. Der Vorfall mit dem Gebete war der zündende Funke, der das Pulverfaß zur Explosion brachte. Mit d e r Geburt des jüngsten Wittelsbachers. eines Sohnes des PrinzenRupprecht.ist dem Prinzregenten von Bayern der 15. Urenkel geschenkt, dem Prinzen Ludwig der 7. Enkel. Die Familie des Prinzrezenten besteht jetzt aus 3 Söhnen, 1 Tochter und 3 Schwiegertöchtern, 20 Enkelkindern und 15 Urenkeln, somit im Ganzen aus 42 Mitgliedern. Ein norwegischer Erfinde? hat ein Mittel zu TiefseeMessungen ohne die Benützung eines Senkbleis entdeckt. Bei seinen Messungen bedient er sich elektrischer Wellen. und zwar in der Weise, daß er die Tiefe der betreffenden Stelle mit Hilfe der Zeit ermittelt, welche die Welle braucht, um auf den Boden des Meeres und wieder zurück zu gelangen. Arabische Pferde beweisen meist hervorragenden Muth und große Anhänglichkeit gegenüber ihrem Reiter. Fühlt ein solches Rassenpferd, daß es selbst verwundet ist und seinen Reiter nicht viel länger werde tragen können, so macht es schnell kehrt und bringt den Mann, solange es noch genügende Kräfte hat, nach einem sicheren Platze. Wird anderseits aber der Reiter verwundet und sinkt dieser zur Erde, so bleibt das Thier getreulich an seiner Seite und wiehert, bis Hilfe herbeigekommen tst. Alterthumsfunde. In Mexiko stießen neulich die mit Ausschachtungen für das Untergrundkabel beschäftigten Arbeiter auf Tempelfundemente, auf irdene mit Hieroglyphen bedeckte Töpfe und auf spanische Münzen, die aus der Zeit Cortez' zu stammen schienen. Auch hat man eine mit Hieroglyphen geschmückte Mauer bloßgelegt, die sich auf den Trümmern einer versunkenen Stadt zu erheben scheint.

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