Indiana Tribüne, Volume 28, Number 258, Indianapolis, Marion County, 22 June 1905 — Page 1
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Office: o Süd Delaware Straße. öerausgegeben von der Gutenberg Co. Telephon -Alt und Neu- No. 26 Jahrgang 28. (12 Seiten ) Indianapolis, Jndiana, Donnerstag, den 22. Juni 1905. (12 Seiten.) Nummer 258. . ; " 1
Wahnfinniger Verwundet neun Personen. Gouverneur Folk Droht mtt Miliz.
König Oscar Stimmt einer Trennung Norwegens von Schweden mit Bedauern zu.
Verhandlungen im schwedischen Riksdag. Englische Ränke gegen Teutschnd. Die Vereinbarungen über die Marokko - Frage schriftlich gemacht. Pros. Hirschberg nach Portland, Ore.
Schweben und Norwegen. Trennungsfrage. Stockholm, 21. Juni. Der RickSdag. welcher von König OZkar zu einer außerordentlichen Sitzung einbe rusen wurde, beschäftigte sich mit der Frage, was nach Aufkündigung der Union durch Norwegen nun geschehen soll. Die Regierung brachte ein Gesetz ein, welches sie ermächtigt in Verhandlung mit Norwegen zu treten und eine Bei legung der Fragen, welche durch Auf lösung der Union entstehen, vorzube reiten. Der König und die Minister waren füreine friedliche Lösung. Der Premierminister, welcher zuerst sprach, führte aus, es liege nicht im Jntereffe Schwedens zu ZwangSmaß' regeln zu greifen. ES solle eine Konvention gehalten werden, um Garantien zum Besten der beiden Länder zu schaffen. Jedenfalls müßten Ber. Handlungen angeknüpft werden. Nachdem noch mehrere Redner sich in gleichem Sinne ausgesprochen hatten, erhob sich der König und erklärte mit bewegter Stimme, er habe sich während seiner langm Regierung stets für die Wohlfahrt beider Völker bemüht. Nun sehe er sich genöthigt, um größere Uebel zu vermeiden in eine Trennung der Brudervölker zu willigen. Eröffnung des Parla. m e n t e S. Stockholm, 21. König Oskar eröffnete heute die fchedische Kammer mit großem Zeremoniell. Nach einem Gottesdienste in der !ö niglichen Kapelle versammelten sich die Mitglieder in dem großen Saale des Parlamentsgebäudes. Die Königin, die Prinzessinnen und Hofdamen wa ren in großer Toilette, sie nahmen die Gallerie zur Linken, Diplomaten in GalaUniform zur Rechten ein. König OSkar im Purpurmantel mit der Krone auf dem Haupte und das Szepter in der Hand schritt in den Saal, gefolgt von den Prinzen und höchsten Würdenträgern, während die Musik die Nationalhckmne spielte. Der König nahm auf dem solid silbernen Throne Platz. Auf ein Zeichen deS HofmarfchallS erhob sich die Berfamm lung und der König verlas die Thron rede. Der König sprach über die letzten Ereignisse, dte sich in Norwegen abgespielt haben und erklärte, sein Wider streben gegen eine Lösung der Union werde vom Jntereffe für daS Wohl bei der Länder diktirt. Der König führte dann aus. daß nach längerer Verhandlung im Staats rathe eine erzwungene Union mit Nor wegen keinen Zweck habe. ES fei deß halb vielleicht besser, wenn die Union gelöst werde. Zum Schlüsse drückte der König die Hoffnung aus, daS schwedische Volk werde die Kraft und Einigkeit haben, innerhalb seiner Grenzen zurückzugewinnen, waS es außerhalb derselben verloren habe. Griechenland. Neues Kabinet. A t h e n, 21. Juni. König Georg hat Ralli mit der Bildung eines neuen KabinetS beauftragt, das aus Mitglie dern der Partei des ermordeten Pre mierminifterS Delyanny bestehen soll.
Deutschland. England schmiedet Ränke. Berlin, 21. Juni. Nicht lldie Spur einer Erregung über die Ma rokko.Frage ist hier mehr z'l entdecke. Die Stimmung ist durchaus friedlich. Sowohl die Blätter wie die Börse und die geschäftlichen Kreise haben die neuerliche Entwicklung der Dinge wohl mit großer Aufmerksamkeit, aber zugleich mit vollkommener Ruhe verfolgt. Die New ?)orker Berichte, die das Gegentheil besagten und kriegerische Arti kel aus Paris und London auftischten, find hier mit stetig steigender Verwun derung aufgenommen worden. Die Erkenntniß bricht sich hier Bahn, daß England der eigentliche Ränke schmied gewesen ist. In Fachkreisen war von jeher das instinktive Gefühl geltend gewesen, England halte den Zeitpunkt für geeignet. Streit mit Deutschland anzufangen, um dessen Flotte zu vernichten, ehe sie zu stark werde. DaS Gleiche deutet auch der Pariser offiziöse TempS" in einem Artikel an, welcher eine deutliche Ab-
sage deS französischen Premiers Rou vier- an England enthält und welchen die hiesigen Blälter mit großer Genug thuung abdrucken. Zudem wurde ja in Artikeln eng lischer Admirale, wie Sir J?hn Fischer, der angeblich zum Oberführer im Falle eines Krieges mit Fitzgergald, unverhüllt Krieg verlangt. England benutzte die MarokkoFrage und Delcasse, um auf dem Lande Bundesgenossen zu gewin nen, ohne freilich in dieser Richtung sehr weit vorangekommen zu sein, wie die nunmehrige gelehrt. Des Kaiser angeblicher K o n f e r e n z p l a n betreffs Oftasiens. B e r l i n , 21. Juni. Die Pariser Meldung der Londoner Daily Mail". Kaiser Wilhelm habe betreffs Abhal tung einer allgemeinen FriedenSkonfe renz zur Regelung der oftafiatischen Frage die Mächte sondirt. wird von hiesiger verantwortlicher Seite für völ lig grundlos erklärt. In hiesigen maß gebenden Kreifen wird erwartet, daß ähnliche Hetzlagen in der nächsten Zu kunft, vor dem Beginn der Friedens Unterhandlungen, wiederholt auftau chen werden, ob schon sie wohl schwerlich noch viele Gläubige finden werden. Prof. Hirschberg nach P o r t l a n d. Berlin, 21. Juni. Der nam hafte hiesige Augenarzt, Professor Hirschberg, welcher der medizinischen Fakultät der Berliner Mliverfitüt ange hört, ist nach Portland, Ore., abge reift, wohin er sich al Ehrengast der American Medical Association begiebt. Major v. Sydow Pension irt. Braunschweig. 21. Juni Major v. Sydow vom dortigen In fanterie.Regiment No. 92 ist jetzt pen fionirt worden. Er wurde bekanntlich wegen Kindesmißhandlung zu mehr monatlichem Gefängniß verurtheilt. aber das Oberkriegsgericht hatte die Strafe in eine müßige Geldbuße um gewandelt.
San Francisco, 21. Juni. Ein Gast, der seinen Namen als Lobb angab und anscheinend ein Engländer war, erschien gestern in einem Hotel an Eddy Strahe und bezog ein Zimmer. Heute Morgen begann er Möbel aus den Fenstern zu werfen. Mehrere Personen wären beinahe getroffen worden. Dann begann Lobb zu feuern, zuerst mit einem Schrotgewehre. Er steckte 50 und 5100-BillS in die Mündung des Gewehres und schoß los. Frag, mente der Bills waren über die ganze Straße zerstreut. Hunderte von Menfchen sammelten sich in der Nachbar schast und der Straßendahndienft wurde eingestellt, nachdem der offenbar Wahnsinnige die Fenster eines Wagens zer schmettert hatte. Es wurde eine starke Polizeimacht ausgeboten um Lobb unter allen Umständen unschädlich zu machen. Von allen Seiten wurde durch Thüre und Wände gefeuert. Als Lobb sah, daß kein Ausweg war, erschoß er sich selbst. Vorher aber hatte er 9 Leute verwundet.
Rußland. Britische Hetzereien. St. Petersburg, 21. Juni. Die Londoner Meldung, daß Kaiser Wilhelm sich bemühe, die europäischen Mächte zu einer Einmischung zu der anlassen, um Japan um die Früchte seines glorreichen Sieges zu bringen, wird hier viel besprochen, findet jedoch wenig oder gar keinen Glauben. Allem Anschein nach handelt es sich wieder ein mal um eine jener Hetzereien, welche von einem Theile der britischen TageS presse systematisch in die Welt gesetzt werden. Ein hoher Beamter deS Staatsdepartements erklärte kürzlich: ES ist kaum glaublich, daß der Kaiser den ihm zugeschriebenen Schritt unter nommen hat, denn hauptsächlich auf seine Veranlassung hat der Präsident die Vermittelung unternommen. Wenn eS wirklich seine Absicht gewesen wäre, eine Konferenz der Mächte zur Fest setzung der Friedensbedingungen her beizuführen, so würde er jedenfalls an ders gehandelt haben und zudem hat er bereits wiederholt emphatisch versichert, daß er sich jeder Einmischung enthalten werde." Attentäter verurtheilt. H e l s i n g f o r S , 21. Juni. Matti H. Jalmar Remikke, der Revo lutionür, welcher Gouverneur Miafo redoff von Viborg am 20. März schwer verwundete, wurde heute zu 26 Mo naten schweren Kerkers verurtheilt. Sen. Barry beim Zaren. S t. P e t e r S d u r g , 21. Juni. Zar Nikolaus empfing heute Brigade general Thomas H. Barry und seine Begleiter. Die amerikanischen Offi ziere find auf dem Wege nach der Mand schurei. Eindruck der Rede deS Zaren. St. Petersburg, 21. Juni. Die Rede welche der Zar am Mo tag an die Delegation der ZemftwoS und Bürgermeister richtete, wird in der russischen Presse sehr günstig despro chen. Hundert Kommissionen, dte Ent würfe ausarbeiten", fagt die Novoe Vremya" könnten das Volk nicht mit soviel Begeisterung für die Zukunft erfüllen, wie die Worte deS Zaren an die Delegation, deren Mit glieder von den Reaktionären als Ver röther und Revolutionäre bezeichnet wurden. D:e Novoe Vremya" mewt, diese Versicherung direkt vom Throne legen allen Klassen der Bevölkerung sich zur Unterdrückung der Agitation zu ver hinden, welche die Fundamente deS Reiches erschüttern.
St. LouiS, Mo.. 21. Juni. Gouv. Folk erklärte sich heute bereit drastische Maßregeln gegen Rennwetten und den Verkauf von berauschenden Getränken an Sonntagen zu ergreifen. Wenn es nicht anders gehe, werde er eine Milizkompagnie nach St. Louis entsenden.
FriedenSunterhündler. St. Petersburg, 21. Juni. Zum Bevollmächtigten für die Frtedensunterhandlungen wurde Nelidoff, gegenwärtig Botschafter in Paris, er nannt. Japan. Gefechte in der M andschurei. Tokio. 21. Juni. Folgende offizielle Depesche lief aus dem Haupt quartier in der Mandschurei ein: Unsere Truppen nahmen am 13. Juni Lienhwachieh, ohne auf Wider stand zu stoßen; sie nahmen auch Wei yuanpaomen und trieben den Feind auf seine Stellungen an der Kenn Straße zurück. Weiter nördlich hat eine andere Ab theilung den Feind von Jangtzu-Paß vertrieben und aus zwei Stellungen nordwestlich von Shihuiwotzu und nördlich von Weiyuanpamen." Frankreich. Interpellation in der Deputirtenkammer. Paris. 21. Juni. ES wurde heute ein Versuch gemacht, die BerHandlungen zwischen Frankreich und Deutschland in der Marokko-Frage in der Deputirtenkammer zur Sprache zu bringen. Premierminister Rouvier erwiderte, es sei nicht Gewohnheit der Regierun gen Auskunft über Verhandlungen zu geben, während dieselben im Gange seien. Er werde aber so bald wie mög lich, alle Einzelheiten bekannt geben. Vorläufig wünsche er nicht das Fort schreiten der Verhandlungen durch vor zeitige Mittheilungen zu stören. Schriftliche Versiche r u n g e n. Paris, 2 l. Juni. In den Ver. Handlungen zwischen Frankreich und Deutschland über Marokko werden jetzt Noten gewechselt, durch welche die mündlichen Versicherungen zwischen Premierminister Rouvier und Fürst Radolin dem deutschen Botschafter fest' gelegt werden sollen: Dies ist natürlich eine schwierige Sache und das Publi kum erwartet mit einigir Besorgniß den Ausgang dieser kitzlichen Angele genheit. Oefterreich'Ungarn. Prälat Schleicher miß handelt. Wien, 21. Juni. Wie gemeldet wird, ist Prälat Schleicher, Führer der Ehriftlich.Sozialen Partei von socia liftischen Arbeitern, die ihn Überstelen, arg mißhandelt worden. Er hat schwere Verletzungen davongetragen. Selbstmord ein?S Obersten. Wien, 21. Juni. In einem hie figen Hotel hat Oberst Viktor v. Reitz, Kommandant des 7. Kärntnerischen JnfanterieregtmentS in Gral, aus unbekannten Gründen Selbstmord be gangen. Er hatte unmittelbar vor der Beförderung zum Generalmajor ge standen. Spanien. Minifterkrisis. Madrid, 21. Juni. König AlfonS beauftragte Gen. Montero RioS, den früheren Senatöprüfidenten ein neues Kabinet zu bilden, da das Kabinet Villaverde gestern zurückge treten ist.
Bowcn kickt". Er antwortet aus Rooscvclt's Brief mit einer gepfefferten Erklärung.
Der Präsident in Massachusetts. - Differenzen zwischen Japanern und Eingc-
vorcnen von Hawan zu erwarten. Nlestge Gisquellc bei Nkansficld, Ohio, erschlossen. Kafscnschrankspreuger in Chicago erwischt.
B o w e n 'S Antwort. New York, 21. Juni. Herbert W. Bowen, der frühere Gesandte nach Venezuela, antwortet auf Roosedelt's Bericht, die seine Entlassung anordnet, mit einer gepfefferten Erklärung. Er sagt, der venezolanische Skandal sei eine Schande für das Land. Die LoomiS.Affaire fei von Tag zu Tag schlechter geworden. Nachdem er die Aufmerksamkeit de? Staatsdepartements auf den Skandal gelenkt, sei ihm eine bessere Stellung angeboten worden, die ihn von Caracas entfernt habe. Er habe dieses Angebot als einen Beste chungSversuch betrachtet, der von Loo miS angestiftet worden sei und habe eS deßhalb abgelehnt. Die Untersuchung der Affaire sei höchst oberflächlich gewesen. Bowen geht dann näher auf die Affaire ein und sagt, der Staatssekretär habe ihm geschrieben, er fei durch die Dokumente aus der Gesandtschaft über LoomiS' Verhalten sehr erstaunt und schmerzlich berührt gewesen." Präsident zu Worcester. W o r c e st e r, Mass., 21. Juni. Die reich geschmückte Stadt Worcefter empfing heute den Präsidenten mit gro ßer Begeisterung. Derselbe kam um 9:30 Uhr hier an. Innerhalb der Stadt war der Präsident von einer starken Eskorte berittener Polizei um geben. Außerdem waren zahlreiche Ge heimpoliziften aufgeboten. Der Präsident fuhr trotz des Regens in einem offenen Wagen. Die Ova tion auf dem 2 Meilen langm Wege nach dem Clark College, wo er den Schlußfeierlichkeiten beiwohnte, war sehr herzlich. Der Präsident hielt eine kurze Ansprache. WilliamStown, Mass., 21. Juni. Der Präsident kam heute Abend hier an. Rassendifferenzen auf Hawaii: Washington, 21. Juni. AuS amtlichen Nachrichten, welche hier hergelangt find, ergiebt sich die Be fürchtung, daß früher oder später Differenzen ernstlicher Art zwischen den auf Hawai ansässig gewordenen Japa nern und den dortigen Eingeborenen ausbrechen mögen. Durch die Waffen siege ihrer Landsleute in Asien find die zahlreichen Japaner auf dem Archipel von Hawai so übermüthig geworden, daß der dringende Wunsch rege gewor den ist, den Kongreß zu ersuchen, eS möge ein Gesetz pasfirt werden, welches die Zufuhr japanischer Kulis nach Hawai untersagt. Da nun erwartet werben mag, daß Japan eine derartige Maßregel ruhig hinnehmen werde, be fürchten die Einwohner der Insel gruppe, eS könnten Feindseligkeiten mit Japan entstehen, und der Kongreß wird deshalb des weiteren ernstlich angegangen werdm, die Inseln zu be festigen. Bis jetzt ist nichts in dieser Richtung geschehen, obfchon verschie deutlich die Anficht im Kongreß auSgesprachen worden, Hawai solle zu einer starken militärischen und Flotten ftation gemacht werden, welche als Basis für etwaige Operationen der Mi litürmacht der Ber. Staaten im Stillen Ocean dimen könne.
Riesige Gasquelle. Mansfield, 'O., 21. Juni. Leute, welche Erfahrung im Bohren von Oel- und Gasquellen besitzen, glauben, dzß die Gasquelle, die kürz lich bei BMla, O., erbohrt wurde, das meiste Gas von allen Quellen in der Welt liefern wird. Alle 2$ Stunden entströmen der Quelle 5,000,000 Kubikfuß Gas und nach zeigt sich keine Verminderung des Druckes. Jede Zarm im Umkreise von 20 Meilen ist von Oel und GaSunter nehmern gepachtet worden. Kafsenfchrankfprenger erwischt. Chicago, 21. Juni. Als zu früher Morgenstunde im Fleischerladen von David Schontz im Viehhof.Diftrikt eine Erplonon erfolgte, eilten 6 Polizi ften berbe-i. Zwei Mann suchten zu entfliehen als die Polizisten nahten. Zwischen dem Polizisten McGeohegan und einem der Räuber, der später sei nen Nameii als John Malloney angab, entspann Kch ein Feuergefecht. Ersterer wurde tödtlich verwundet und letzterer schwer. Der andere Gauner, John
Ohern, wurde von den übrigen Polizi ften nach heftigem Widerstände ver haftet. Sheriff erschießt Ex Sheriff. E a m e r 0 n, Tex.. 21. Juni. Sheriff R. Todd erschoß heute Ex Sheriff GileS E. A. Averett. Ursache der Schießerei war eine politische Fehde. P i a n 0 . H ä.'n d l e r. P u t i n B a y . O., 21. Juni. Die 4. Jahresversammlung des Na tionalverbandeö der Piano Händler wurde unter großer Betheiligung hier eröffnet. Die wichtigste Frage ist, wie dem Un fug ein Ende zu machen ist, daß ge wisse Fabrikanten billiger Instrumente auf Wunsch der Händler denselben irgend eisen Namen geben. I Streik. Chicago, 21. Juni. Ueber. zeugt, daß auch daSiZneueStreikkomite des Verbandes der Fuhrleute eine be, friedigenie Beilegung des uSfichtSlo fen ArbeiiSkriegeS nicht erreichen kann, beriethen heute Arbeiterführer zum er ften Mal,, ob es rüthlichjsei den Streik für beendet zu erklären und den Leuten anzurathen aufjihre altenjPlätze zurück zukehren, wenn fie können. Prüfidmt Shea behauptet, viele der Leute würden lieber den Streik auf geben, als eine Vereinbarung zu treffm, nach der ne das Unionabzeichen ablegen. Reiches V e r m ä ch t n i ß. Hannover, 21. Juni. Der Kaufmann Stamme hat der Stadt feine Gemäldesammlung im Werthe von 150.000 Mark vermacht. Großbritannien. Bedenklich für die Russen. London. 21. Juni. Dem Daily Telegraph wird von seinem Korrespon denten von Tokio gemeldet: Die Japaner setzen ihren siegreichen Vormarsch in der Mandschurei fort. Die Russen sind auf beiden Flügeln umgangm und Berichte von japanischen Siegen mögen in Kürze erwartet wer den. Die Japaner verfügen über mehr als eine halbe Million Mann.
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