Indiana Tribüne, Volume 28, Number 255, Indianapolis, Marion County, 19 June 1905 — Page 4
Jndiana Tribüne, 19. Juni 1905
1
Jndiana Tribüne. Hnaugeebn von der Gutedrg TB. Indianapolis, Ind.
Hnry 0. Thndium Präsident. fchSftSlocal! o 31 Süd Delaware Straße. telbphone s. En ered t the Post Office ot Indianapolis as econd dass matter. Gut Heil! Die Turnfeftwoche hat nun begonnen. Der FeftauSfchuß hat Großes geleistet Dank der thatkräftigen Unter ftützung der Jndianapoliser Be. völkerung. Die Stadt erscheint im imposanten Festschmuck. Das Roth-Weiß des Turnerbundes und das Sternenbanner der Vereinigten Staaten erfreuen das Auge. Auch die öffentlichen Gebäude ver künden durch ihr Festkleid, daß die Be hörden an der Festfreude regen Antheil nehmen. Die Administration wird den bislang streng gehandhabten Gesetzen während der Festtage eine liberale Auslegung geben. Mit Recht hat unsere Stadt den Ruf durch ihre Lage die beste und günstigste Feftftadt zu sein und da Eingehen der städtischen Behörden auf die Wünsche der Festgeber hat diesen Ruf noch be festigt. Die Deutschen der Stadt wissen dieses Entgegenkommen zu schützen und find auch eines solchen be sonders würdig. Wenn das Fest vorüber und die Turnerschaaren die Stadt verlassen haben, werden viele, die sonst zu den Muckern gehalten haben einsehen, daß der Deutschamerikaner liberale Gesetze zu verlangen ein Recht hat, weil er Maß und Ziel zu halten weiß trotz des Fest taumels. Auch das Wetter scheint unser Fest begünstigen zu wollen. waS ganz besonder- angenehm ist. ES ist zwar eine mörderische Hitze und die preiSbegieri gen Tumer werden im Schweiße ihres Angesichts um die Ehrungen, die sie er streben, ringen müssen, aber Strapazen gehören ja zum Turnerloose. Auch für heute verspricht der Wetter mann schönes, klares Wetter, und wenn er so fortfahrt und Wort halt, dann wird auch die deutsche Riege ihm mit dem harmonischen Gut Heil" danken, womit sie unS überraschte. Die fremden Turner werden heute und morgen in Schaaren eintreffen, und ihnen rufen ir den von unserem Mitbürger Herrn Otto Stechhan ge dichteten schönen Willkomm-Gruß zu: Willkommen! Ihr Männer von Herz und Gemüth, 'Ihr Recken, von Nah und von Fern, Ihr Kämpfer der Freiheit, für Körper und Geist, Des Volkes kraftinnigster Kern. Willkommen, Ihr Jünglinge, Männer ergraut, Die begeistert der Fahne getreu. Die Blumen noch winden, dem Schönen geweiht, DaS Hehre ergründen sich neu. Willkommen. Ihr Jünger des Turnvater's Iahn, Die umschlinget der Einigkeit Band, ES grüßen Euch Brüder, Eurer Ziele bewußt, , Die hemmen nicht Meere, .'.och Land. Willkommen, Ihr Frauen, die Zierden des Fest's. Mitkämpfer im Streite für Recht; Mit emsigen Händen mitfchaffend am Bau, Wo Gerechtigkeit wird dem Geschlecht. Willkommen, im Tempel, den wir hier erbaut. Der freien Bestrebung geweiht. Die Thore sind offen, weilt, seid uns Gast, Es gebe ..Gut Heil Euch Geleit. Uebermorgen geht's los, das große BundeSturnfeft. Dichtung und Wahrheit; von der Stirne heiß rinnen muß der Schweiß." ttünsler Schwarz hat sich mit der fo trefflichen Vollendung der Kolossal' Figuren wieder als Schwarz.Künfiler entpuppt. Den eintreffenden Vertretern deut. scher Zeitungen unser herzliches Will komm und die Versicherung kollegischen Entgegenkommens. Recht ..großSädtisch" war das Ur. theil eines der deutschen Gäste, als er im Empfangszuge von der Washington Straße in die Meridian Straße einbog. Ja wenn'S nicht für die Mucker wäre.
Die Geschäftsleute, welche versäu men die Anzeigespalten in unserer Feftausgäbe zu benutzen, lagen eine gute Eonjektur vorbeigehen.
Profegor Heller, Profeffor der deutschen Sprache m.o Literatur an der Washington Universität, St. LouiS, hat soeben im Verlag von Ginn & So. in Boston ein hochintereffanleS Buch erscheinen lagen, welches die weit, gehendfte Beachtung verdient: StudieS in Modern German Literature." Der Versager ist unseren Lesern längst schon als einer der geistreichen und ge diegenen der deutsch amerikani schen Schriftstellern unserer Tage bekannt. Sein soeben erschienenes, in klassischem Englisch geschriebenes Werk, wird viel dazu beitragen, auch anglo amerikanischen Literaturfreunden einen guten Einblick in das literarische Getriebe des heutiaen Deutschlands zu geben und es ihnen ermöglichen, sich ein richtiges Urtheil zu bilden. Die beiden ersten Theile seines Buches find Hermann Sudermann und Gerhart Hauptmann gewidmet. Der Versager hat sich ein kritisches und gerechtes Urtheil gegenüber den Leistungen dieser beiden modernen deutschen Schriftsteller bewahrt. Er zählt keineswegs zu ihren eifrigsten Bewunderern; aber er erkennt die wichtige Rolle an, welche Naturalismus und Realismus im Entwickelungsgang der literarischen Bestrebungen irnseur Zeit spielen. Nicht minder interessant ist der dritte Theil von Profeffor Heller'S Buch, der von den Schriftftelle. rinnen des 19. Jahrhunderts handelt. Unter denselben hebt er hauptsächlich Isolde Kurz, Ricarda Huch, Helene Bkhlan und Clara Biebig hervor; weift an ihren Schritten nach, was für eine hohe Stellung die Schriftstellerin nen der deutschen Literatur einnehmen und wie gar! sie deren Entwicklung gang beeinfluffen. Profeffor Heller'S Buch verdient von allen Literaturfreun den gelesen zu werden. Feft. Spiel. Beide Borftellungen im Park Theater. Reservirte Sitze an der Theater Kaffe. Siehe Anzeige auf der 8. Seite in der letzte Spalte. 7-cue und Wassersnot!, an Bord. Tcr englische transatlantische Dampfer Highland Briaode" ge rioth kurz nach seiner Ausreise von Liverpool auf dein Meere in Brand; er wurde jNxir nocsi glücklich in den Hafen zurückgebracht, aber die Pas' sagicre hatten furchtbare Stunden durchlebt. Einer von ihnen berichtet über ihre Erfahrnngen: Ta die Pumpen den Herd der Feuersbrunst, die im Schiffsraum ausaebrochen war. nicht bemustern konnten, mußten die von der Hitze? gelähmten Pas sagiere ihre Kabinen verlassen und sich auf die Brücke flüchten. Sie flehten den Kapitän an, sie in dem nach sten Hafen Holyhead auszuschiffen, er aber hielt es für richtiger, sogleich auf Liverpool zuzuhalten. Die Pa nik, die nun ausbrach, legte sich erst ein wenig, als die Passagiere sahen, wie das Pumpenschiff Linet" sich dem brennenden Schiff an die Seite legte und Ströme von Wasser auf di? Brücke des Dampfers und durch crf nungen ergoß, die man im Schiffs, räum geschlagen hat. Tann bemäch' tigte sich der Passagiere aber neue Angst; denn infolge des in Strömen in den Schiffsraum geworfenen Wassers sank der Dampfer langsam tiefer, man schien dem Feuertode nur entgangen zu sein, um zu ertrinken. Nach 24 Stunden reichte das Wassci. des Meres fast bis zum Nn'o der Brücke, und nur der obere Tbeil des Schiffes ragte noch aus dem Wasser heraus. Als die Passagiere glücklich in Liverpool gelandet waren, könn ten sie die Besatzung des Highland Brigade" nicht genug loben, die drei Tage gekämpft hatte, um die Ausbreitung des Brandes zu bekämpfen. Gegen Schildläufe. Diefes Ungeziefer wird an Obftbäumen Topfpflanzen, Gesträuchern etc. gründlich vertilgt durch ein Gemisch von zwei Theilen gekochtem und einem Theil ungekochtem Leinöl, das man Mit einem Pinsel darüberftreicht. AIS Katzenfutter mtnz m Venedig, Italien, unter Anderem eine sinne Aalart. Sobald auf den StraJen von den Händlern der Ruf ertot: Aale für die Katzen!- erscheinen auch schon die Katzenbesitzerinnen an Senstern und Thüren, um für ihre ieblwae die leckere Kost zu erstehen. mjcx n e u r i a) e Kriegerb u n d, der die Landes-Kriegerver-bände der norddeutschen Bundesstaaten und Elsah-Lothringens umfaßt aählte am 1. April 1905 16,967 Verttne mit 1.459.220 Mitgliedern. Hiervon waren 271.826 oder 18.8 Prozent Krieasveteranen.
H Ilonas L'adjsinDuflrte.
Eine große Attraktion der Lewisund Clark- Ausstellung. Shemliger Handeleössten-Eiukomme de Salmenfischer-Boote, Netze und Fischrä der Ingeniöse Vorrichtung - Echutzmatz nahmcn-Lach,pröservirg. Eine besondere Attraktion der Lewis- und Clark-Ausstellung in Portland, Ore., bildet die zur Schau gebrachte Lachsindustrie von Astoria. Ore. Das Städtchen, das aus einem 1811 von John Jacob Astor gegründeten Handelsposten hervorgegangen ist. liegt am Columbia-Flusse. sechs Meilen vom Pacific-Ozeane entfernt. und zählt rund 8000 Einwohner. Der Lachs- oder Salmenfang wird dorten zumeist von Finnländern und deren Abkömmlingen betrieben. Die Dauer des Lachsfangs beträgt nur etwa drei Monate im Jahre, in welcher Zeit die Lachsfänger im Durchschnitt je $1500 verdienen, eine Summe, die ausreicht, den Leuten während des Restes des Jahres ein Leben in Ruhe und Behaglichkeit zu sichern. Die von den Fischern benutzten Boote sind schwere, plumpe Fahrzeuge von ungefähr 25 Fuß Länge. Die Segelstange hat eine Höhe von neun Fuh. Zuweilen sind die Boote Eigenthum der Fischer, in den meisten Fällen aber pachten sie die Fahrzeuge von den Geschäften für Lachskonservirung. Die Boote sind mit Sprietsegeln ausgestattet, die vermittelst einer ingeniösen Vorrichtung erforderlichen Falles auch als Zelte dienstbar gemacht werden können. Die Fischerflotte beginnt ihre Arbeit mit Sonnenuntergang bei Eintritt der Ebbe, indem sie dann langsam westwärts, nach dem Meere hin treibt. Am frühen Morgen wird dann das Meile lange ausgelegte Netz, das einem schwimmenden Zaune von 25 bis 30 Fuß Höhe vergleichbar ist, eingezogen. Das Netz wird in seiner Lage gehalten durch Flöße an der Oberfläche und durch Gewichte am Grunde deö Wassers. Natürlich gibt es auch noch andere Methoden des Lachsfaigs. In Baker Bay, nahe der Mündung des Columbia-Flusses. setzt man Fischfallen. 600 Fuß im Flusse sich erstreckende Netze, aus, die von Pfählen gehalten werden. Der langsam mit der Fluth flußaufwärts schwimmende Lachs verwickelt sich in b-;n Maschen dieser Falle. Weiter aufwärts benützt man Schleppnetze von Meile Länge, in denen die Thiere, sobald sie die Barre passirt haben, zu Tausenden gefangen werden. Selbst bei den KasZaden. 200 Meilen von der Flußmündung entfernt, sinnt man noch auf ihr Verderben. Riesige, vom Stromlauf betriebene Fischräder, schöpfen hier Tausende von Salmen aus. Es muß im Hinblick auf diesen Riesenfang fast wie ein Wunder erscheinen. daß noch immer zahllose Lachse den Oberlauf des Flusses erreichen, wo sie laichen. Man hat zudem festgestellt, daß von den Lachseiern 80 Prozent durch andere Fische verzehrt werden. Es sind deshalb Mahnahmen getroffen worden, um die Verminderung der Lachszahl zu verhüten So hat man unter Anderem seit 1895 im Columbia und dessen Nebenflüssen über 300.000,000 Chinook - Salmenrogen ausgesetzt. Des Ferneren ist die Tauer des Lachsfangs gesetzlich bestimmt. Die Hauptindustrie in Astoria ist die Lachspräservirung. Eine Firma produzirte im verwichenen Jahre allein 20.000.000, je ein Pfund wiegende Büchsen Lachs. Bei der Konservirung werden die Thiere zunächst gewaschen und zerschnitten. Kreissägen zerlegen hierauf die Stücken in kleinere Theile, so daß diese in die Büchsen passen. Die flinken Finger von Chinesen füllen die Büchsen und bringen diese auf die Waschmaschinen, wo eine neuerliche Reinigung erfolgt. Die Büchsen werden nachdem geschloffen, und der Lachs wird in diesen Behältern einer Dampfkochung unterzogen. Lachse, die über 25 Pfund wiegen, werden zur Behandlung für die Aufspeicherung im Kühlräume auögelesen. Dieser Theil der Lachsindustrie produzirte im Jahre 1904 in Astoria annähernd 5000 Tonnen. Die Salmen, welche man einpökeln will, werden aufgeschnitten, gereinigt und ihrer Gräten und Knochen entledigt. Man bringt sie dann in große Fässer, die versiegelt werden. Der meiste derart bereitete Lachs geht nach Deutschland und wird auf dem Wege um das Kap Horn verschickt. Im Reich der Träume. Nachdem sie neun volle Wochen in einem Zustand traumhafter Verzückung gelegen, erlangte dieser Tage ein Fräulein Elisa Kitzlinger in Orwigsburg. Pa., wieder die Besinnung. In dieser ganzen eit war ihr Körper steif, sie nahm keine Nahrung zu sich und die Thätigkeit ihrer Organe schien ganz eingestellt. Fräulein Kitzlinger wohnte letzten Winter einer Reihe von Erweckungsgottesdiensten bei und dies soll ihren Zustand verursacht haben, während die Aerzte denselben Veränderungen im Flut und in den Nerven zus chreiben D i e Klapperschlangen sind, nach dem Urtheil von Sachverständigen, im Monat Juli am gefährlichsten. Ihr Biß gilt in dieser Zeit 1? schädlicher als ie.
Durch UfftMibrt.
Sie britische ssorschgrcisr zwecks graphischer Ausnahmen. Eine Forschungsreise in West-Tibet schildert der britische Hauptmann E. G. Rawling im Geographical Journal": Von der Bergstadt Leh in Kaschmir aus brach die Expedition mit 43 Tragponies und 60 bis 70 Jaks zum Futtertransport auf. Nach Ueberschreiten des 19,800 Fuß hohen Lanak-Pas-ses drang sie in die Gebirgswildniß des nordwestlichen Tibets ein. Nach zeitweiliger Theilung, zur Aufnahme in verschiedenen Richtungen, vereinigte sie sich in einem verabredeten Hauptlager und wandte sich dann, etwa 248 Meilen östlich tont Lanak. in einem Bogen nach Südwesten. Das wichtigste Ergebniß war eine Aufnahme des Südhanges vom Kuenlun und die Feststellung eines Gipfels von vielleicht mehr als 23.200 Fuß Meereshöhe auf diesem uralten und sonst schon recht abgeschliffenen Scheiielgebirge Asiens. Von Menschen wurden nur vereinzelte nomadisirende Jagdgesellschaften angetroffen, von lebenden Wesen hauptsächlich Antilopen, Bergschafe, wilde Esel und Jaks. An den theilweise allerdings bittersalzigen Gebirgsseen fiel der Mangel an Flugwild auf. An einzelnen nistete nur die Brahminenente. Ungemein große Antilopenbestände wurden im Osten gesichtet, dort, wo die Gebirgsthäler sich schon zu Ebenen erweitern, um in die große tibetische Hochebene überzugehen. Auf dem weiteren Wege nach Südwesten begannen die wilden Jaks vorzuwiegen. Hier begegneten die Reisenden nun auch einer nomadisirenden Hirtenfamilie, mit Schafen, Ziegen und einigen ?)aks. Auch sie beobachtete wie die vorher angetroffenen Jägernomaden ein durchaus freundliches Verhalten, das sich besonders durch Aushilfe mit Tragthieren bewährte. Weiter südlich stießen sie auf ein Goldgräberlager, von dem aus nicht weniger als 500 Arbeiter auf einem nahen Goldfeld beschäftigt sein sollten. Hier begannen die Schwierigkeiten. Schon seit dem Aufbruch am folgenden Morgen wurden die Reisenden von einer lärmenden Schaar Bewaffneter verfolgt. Diese wuchs mehr und mehr an, umringte die Karawane und griff sie schließlich auf Befehl eines Lamas thätlich an. Die Engländer hatten die Vorsicht gebraucht, ihren Mannschaften keine Munition auszutheilen. So wurde Blutvergießen vermieden, als die Karawane von der Ueberzahl überwältigt wurde, und die Erregung der im Kern gutmüthigen Eingebornen schließlich beschwichtigt. Nach langen Verhandlungen konnten die Briten nach der indischen Grenze weiterziehen und sogar auf dieser Strecke die topographischen Aufnahmen fortsetzten, unter dem auch in Westchina bewährten Vorwande. mit den Instrumenten ihre Gebete zu verrichten. Durch eine äußerst beschwerliche Bergwildniß gelangten die Reisenden in das gesegnete Gebiet des dem Indus zufließenden Kheo Lungmas, wo sie die ersten Bäume auf ihrer Tibeter Reise, wenn auch in verkrüppelten Exemplaren, antrafen. An Wild gab es außerordentlich viele Hasen und, wie überhaupt schon an den Seen der südlichen Strecke, im Gegensatz zu der nördlichen, eine große Menge und Mannigfaltigkeit von Wasservögeln. Nach Ueberschreitung des 20.460 Fuß hohen Kienpasses erreichten die Reisenden wieder die Kaschmir-Landschaft Ladak. Sie hatten fast 8060 Meilen durch meist unbekanntes Gebiet zurückgelegt und mehr als 58.800 Meilen dieses Gebietes neu aufgenommen. Vegetarisches Kinderheim. Eine Gesellschaft von Kinderfreunden, die auch staatlich und von der Gemeinde Breslau subventionirt ist, hat in letzterer Stadt ein Kinderheim errichtet, in welchem die leibliche Pflege der Kinder ausschließlich nach vegetarischen Grundsätzen erfolgt. Die von verschiedenen Seiten erhobenen Bedenken gegen diese Art der Berköstiaung. die zumeist darin gipfelten, daß der menschliche Organismus der thierischen Kost nicht gänzlich entrathen könne, wurden durch das Gutachten des berühmten Klinikers Professors Flügge vollkommen zerstreut, da derselbe nachwies, daß Eier- und Milch, die ja bei vegetarischer Nahrung zulässig sind, in richtigem Maße vertheilt, die thierische Kost nicht nur vollkommen ersetzen, sondern sie an Nährgehalt sogar übertreffen. Die im vegetarischen Kinderheim untergebrachten Kinder haben auch thatsächlich durchwegs ein gesundes, kräftiges Aussehen und sind geistig sehr gut entwickelt. Der Aussatz in Deutschland. Nach amtlichen Feststellungen waren am Schlüsse des Jahres 1904 im deutschen Reiche 24 Aussätzige vorHanden (gegenüber 25 am Ende des vorhergehenden Jahres). Davon entfielen auf Preußen 19. auf Hamburg 8, auf Mecklenburg-Schwenn und auf Elsaß-Lothringen je 1. In Preußen sind im Laufe des Jahres 1904 3 Aussatzkranke verstorben. Dagegen sind 2 weibliche Kranke hinzugekommen. In Hamburg ist im Berichtsjähre 1 Aussätziger gestorben, 3 haben Deutschland verlassen. Ein Zugang erfolgte dadurch, daß 3 lepröse Brast lianer sich in eine Hamburger Privatklinik aufnehmen ließen.
Für Hochzeitsfeste ?
Für Tauffefte !
Für alle gesellschaftliche Feste, wo Freunde und Bekannte sich finden, giebt es nichts, das mehr zur Gemüthlichkcit beiträgt als unser
njseld orfer
Das die höchste Anerkennung gegen 117Mitbewerbcr auf der St. Louis Wettausstellung erhielt. Der große Preiö dieser Ausstellung stempelt dieses Bier zu Dem Welt Standard für Vollkommenheit. Für Pint und Quart, Tel. 578 und 69, Flaschen-Dkpartement. Indianapolis Brewing Co.
Einige Hühnerhaus Andeutungen
Um feine Hühner zu ziehen, müssen Sie bevueme Bedausung für dieselben haben. Profitabler öierertrag erheischt dies Erfolg im Hühner-Geschäft verlangt es. Paroid, die permanente Bedachung, ist speziell zubereitet, dem Hühnermann zu genügen. Es ift ein schwerer Filz 'kin Papier). Kein Theer befindet sich darin gesichert gegen klimatischen Wechsel. Kann leicht von irgend Jemand aufgetragen werden, mit Cement innen an jeder Rolle bedarf keinen Anstrich, wenn zuerst aufgetragen und liegt glatt. Sie sparen Geld und erhalten Hhre Hühner trocken und warm dnrch BenuUung von Paroid. Senden Sie heute noch für unser Buchlein, juilbirg Economy". EL ist frei für die Anfrage.
301 W. Maryland Str. 6übwefil. Ecke Senate Ave. u. Maryland Str.
Cincinnati Brewing Co., von Harnllton, Ohio Brauer des besten Vieres. Striktes Union-Erzeugniß. hC Gut abgelagert und fermentirt. George Seifert, Vnaros-Händler. Neues Vbone 1644
atm muh
Könige, die s i ch z u f ä llig begegnen, kann es wohl nur in dem großen Riesenhotel, genannt Paris, geben. Edward VII. und Leopold von Belgien haben beide dieselbe Schwäche für Paris, beide lieben es auch, inkognito unter den Bewohnern und Bewohnerinnen Seinebabels zu weilen. Weder Edward noch Leopold wollten von gewöhnlichen Sterblichen noch von gekrönten Eollegen erkannt werden, als sie bei ihrem jüngsten Aufenthalt in der französischen Hauptstadt in das kleine Thatre des Capucines gingen. Leopold saß auf einem Orchesterfauteuil, als sich eine Loge zur Seite öffnete und Edward eintrat. Man that zuerst, als wenn man sich nicht erkannte, dann folgte ein höflicher Gruß. Könige, die sich auf dem republikanischen Boden Lutetias begegnen, begrüßen sich eben nicht anders als Herr Müller und Herr Schulze. Edward verließ das Theater bald wieder. während Leopold bis zum Schluß aushielt. Auf dem Norddeutschen Lloyd" - Dampfer Kaiser Wilhelm der Große" traf dieser Tage der deutsche Oekonom Heinrich Blum, Gutsbesitzer im Kreise Gelnhaujen, Großherzogthum Hessen - Kassel, in New Fort ein. Herr Blum ist 65 Jahre alt und hat nie zuvor amerikanischen Boden betreten, obgleich er viele Verwandte hier hat. Sein Ziel ist es, Amerika und die amerikanischeBewirthschaftung von Grund und Boden, sowie die Verbesserungen im Ackerbauwesen kennen zu lernen. Zugleich will er aber auch seine Verwandten besuchen, welche sich in den Ver. Staaten niedergelassen haden. Vor Allem gedenkt er feine 82 Jahre alte Schwester, Frau Katharine Stumpf, in Carroll County, Md., wohnhaft, zu besuchen. Er hat die selbe nicht gesehen, seitdem sie vor 57 Jahren aus der alten Heimath auswanderte. Herr Blum hat sich in Deutschland einen Ruf als Landwirth verschafft, indem er es vom kleinen Bauern zum Gutsbesitzer brachte, und ein Sohn von ihm, Herr Peter Blum, ift in Baltimore gleichfalls in weiten Kreisen bekannt.
Für Geburtstaasfefie !
Sir sprechen ta tezeni einem StadttheU ß Wäsche vor. 124 kW. Maryl5, fei hon HlropaischeS DgAgl Wechsel, Creditdriefe, Postanweisungen, auf alle Städte Europas. Kchiffsscheine von und nach Europa. ttn- und erkauf auSlAndi sche Geldes.
tm
mm
No. 35 Süd Meridian Str. Merchants National Bank. Die Jndiana Trust Company ladet Sie ein, sich die Sicherheit und den Gewinn eines Contos mit ihr, sich zu Nutzen zu machen. Die Spar-Contos von Lenten in allen Lebensstellungen Clerks, Buchhalter, Mechaniker, Lohn, arbeite?, Gelehrte, Schullehrer, Schulkinder, ja Jedermann der an Geldersparung glaubt und sein Geld anzulegen wünscht, fto eS absolut sicher ift und gerechte Zinsen trägt ist freundlichst eingeladen Es ist nicht waS Sie verdienen, sondern was Sie sparen, das zum Reichthum führt. Indiana Trust Co., Capital $1,000,000 , Ueberschuß 276,000
