Indiana Tribüne, Volume 28, Number 255, Indianapolis, Marion County, 19 June 1905 — Page 3
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Verhandlungen in Paris Bezüglich der Marotto-Fragc scheinen günstig zu verlausen. Tcr Zar erklärt sich mit Washington als Ort der FriedcnsverKandlungen einverstanden. Kaiser zur Wettfahrt der pachten. Amerikaner beim Papste. Gelbes Fieber in Panama.
Frankreich. Die internationale Conf e r e n z. Paris, 13. Juni. Die Befferung iix den Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich nahm eine bestimmtere Gestalt an, als die halboffizielle Mittheilung über die Conft' renz zwischen dem Premierminister Rou vier und dem Fürsten Radolin, dem deutschen Botschafter, bekannt wurde. Nach dieser Mittheilung ersuchte der Botschafter Frankreich, im Prinzip den Plan einer internationalen Conferenz anzunehmen und in späteren VerHandlungen die Einzelheiten zu arrangiren. Premierminister Rouvier erwiderte, er wünsche zuvor über den Zweck Deutschlands mit der Conferenz, und Über die Fragen, welche in derselben be rathen werden sollen, unterrichtet zu werden. Fürst Radoline war in der Lage be ruhige Versicherungen über die Abfich' ten der deutschen Regierung zu geben, und Rouvier zu überzeugen, daß mit der Konferenz kein Plan gegen Frankreich verbunden sei. Rouvier hatte auch eine längere Konferenz mit dem Botschafter Cambon für Großbritannien, der vorher den englischen Minister des Aeußerm ge sehen hatte. ES ergibt sich, daß Groß dritannien Frankreich diplomatisch un terftützen will, um die Bestimmungen der früher getroffenen Vereinbarung durchzuführen. Bedenkliche Lage. Paris, 19. Juni. ES wird ge meldet, die Regierung fei unterrichtet, daß Deutschland Unterthanen, die in Frankreich in Stellung find, benachrich tigt habe, fle sollten sich bereit halten, auf Benachrichtigung sofort Frankreich zu verlassen. ES wird jetzt bekannt, daß der frü here Minister des AuSwärtgen, Delcaffe, von seinem Posten zurücktrat, weil seine College eS ablehnten, ihn in einer Politik zu unterstützen, die direct zum Kriege führen mußte. - , nm n 9actf eriqien trn Acmlnerralye mit dem Entwürfe eines Offensiv und Defenfiv-VertrageS zwischen Frankreich und England und verlangte, daß derselbe sofort angenommen werde. Er war überzeugt, daß England denselben ebenfalls annehmen werde. Delcaffe behauptete, er habe positive Nachricht, daß Deutschland beabsichtige, Frankreich zu zertrümmern, und der Bestand der Nation hänge davon ab, daß sie sofort die einschneidendsten Maßregeln er greife. Der Premierminister und die anderen College lehnten eS ab, die Verantwortung zu übernehmen, Frankreich in einen Krieg zu stürzen, der verhängnißvoll werden könne. Darauf lehnte Delcaffe sein Amt nieder. Später lief von dem französischen Botschafter zu Rom eine Depesche ein. in welcher er meldete, wenn der betref sende Vertrag vom Kabinette angenommen worden wäre, Hütten noch in der selben Nacht deutsche Truppen die fran zöfische Grenze überschritten. Trennung von Staat und Kirche. Paris, 18. Juni. Die Frage der Trennung von Staat und Kirche nimmt noch immer die volle Aufmerk famkeit der Deputirtenkammer in An spruch. Die Debatte dauert bereits feit dem 20. März aber in Anbetracht der Thatsache, daß die Aenderung eine vollständige Umwälzung der langjäh rigen Politik bedeutet, die die Kirche als einen hauptbeftandtheil der Nation betrachtet, kann es nicht in Erstaunen setzen, daß die Diskussion zeitweil sehr animirt war. Seit Annahme der ersten 4 Sektio nen scheint die Hitze verflogen zu fern, aber die Gegner versuchen noch immer der Annahme des Gesetzes so viel Schwierigkeiten wie möglich zu bereiten Von den 37 Sektionen sind bereits 16 angenommen. Zu regeln ist Haupt sachlich noch die Errichtung kirchlicher Gebäude durch die Regierung und die IVUllllwUC UC9 CfV(fVllllt vwy V a rr. v . sa ..ii.jav:. w
Staat.
Man glaubt, daß das ganze Gesetz noch vor den großen Parlamentsferien, die in einem Monat beginnen, angenommen sein wird. Rußland. Washington endgiltig gewählt. St. Petersburg, 18. Juni. 9:35 Uhr Abends. Rußland hat end giltig Washington als VersammlungS ort der Friedensunterhändler angenommen. Das auswärtige Amt hat sein Gesuch die Frage deS OrteS in Wiedererwägung zu ziehen auf Befehl des Zaren zurückgezogen, der damit den Wunsch ausdrücken will, dem Präsidenten vollste Gelegenheit zur Vermittlung deS Friedens zu geben. Der Minister deS Aeußeren v. LamSdorff hatte eine Konferenz mit dem Zaren zu Peierhoff, deren Ergebniß obiger Befehl war, da der Zar befürchtete das Bestehen auf dem Haag als Versammlungsort könne die ganzen Verhandlungen gefährden. ES war nach Mitternacht, als der Minister von Peterhof zurückkehrte, aber Botschafter Meyer wurde sofort von dem Resultate der Konferenz be nachrichtigt. Zu früher Morgenstunde schickte Botschafter Meyer eine ChiffreDepesche an das StaatS-Departement in Washington. 500 Todte durch Gruben E r p l o s i o n. JekaterinoSlaw, 13. Juni. Bei einer Erplosion in der JvanKoh lengrube zu KhartfiSk, die der russischen Donez Co. geHort, wurden 500 Perso nen getödtet. Operationen in der Mandschurei. St. Petersburg, 18. Juni. Die Operationen in der Mandschurei scheinen zu einer großen Schlacht zu führen. Die Japaner sind bis Liaoyangchungkeng(Liaoyangwoping?) vor gedrungen. Sie haben hier sowohl, wie im Rücken Gen. Linevitch'S Vorhut nahe Changtufu. wo Gen. Linevitch eine Schlacht annehmen wollte, starke Truppenmaffen und bedrohen auch die Flanke der befestigten Stellungen zu Lipingai. WaS Gen. Linevitch thun wird läßt sich noch nicht sagen, aber er soll angedeutet haben, daß er den Flan kenbewegungen durch eine Offensivbewegung begegnen werde. Revolte im Gefängnisse. R e v a l , 18. Juni. Im hiesigen Vefängniffe brach heute, angeblich we gen schlechter Behandlung, ein Krawall
ans, der erst mit Hilfe von Truppen unterdrückt werden konnte. Oefterreich'Ungarn. Zwanzig Mill. Kronen für wohlthätige Zwecke. Wien, 13. Juni. Der hier ver ftorbene Freiherr Nathaniel n. Roth schild, Bruder deS Chefs deS Bankhau seS S. M. v. Rothschild dah er, hat in seiner letztwilligen Verfügung zwanzig Millionen Kronen für wohlthätige Zwecke vermacht. Japan. Scharmützel in der Mand s ch u r e i. Tokio, 13. Juni. Von der Ar mee in der Mandschurei wird berichtetIm Weiyuanpaomen'Diftrikt rück ten am 16. Juni 300 Mann Kavalle rie aus Kuyuohu vor, wurden aber zurückgeschlagen. Im Chamotu-Diftrikt trieben unsere Truppen den Feind aus Sumincheng und besetzten das Dorf. In dem Kongpui.Diftrikt besetzten wir Liayangwopeng. Nach Angabe von Gefangenen halten 5000 Mann Kavallerie von Gen. Miftchenko'S Ar mee mit 20 Kanonen Liaoyangwopeng besetzt. Sie zogen sich in großer Unordnung in nördlicher Richtung zu rück. Sie ließen Vonüthe zurück. Wir hatten 30 Todte und 135 Ver letzte. Die Ruffen ließen vor ihrer Front 35 Todte zurück. Ihr Ge sammtverluft muß also beträchtlich ge wesen sein.
Deutschland. Sommerreise deöKaiserö. Berlin, 13. Juni. Den man nigfachen Spekulationen über die demnächstige Sommerreife des Kaisers macht heute eine offizielle Ankündigung in der Kölnischen Zeitung" ein Ende. Darnach bat der deutsche Kaiser die üb liche norwegische Reise in der That, auf den Wunsch deS Kronprinzen Gustav von Schweden, welcher den jüngsten VermühlungSfeierlichkeiien in Berlin anwohnte, aufgegeben. Bekanntlich ereignete sich der Akt der LoSreißung Norwegens von der Union mit Schweden, als gerade der Zhebund des Kronprinzen Wilhelm mit der Herzogin Cecilie von Mecklenburg geschloffen war.
Nach der Bekanntmachung in der kölnischen Zeitung" wird der Kaiser diesmal nur einige schwedische Oftsee Häfen besuchen, aber sich strikt neutral und unparteiisch verhalten, da, wie er bereits dem deutschen Kronprinzen ge genüber aussprach, die skandinavischen Brudervölker sicherlich vollauf im Stande wären, ihre eigenen Angelegen heiten selbst zu regeln, ohne daß es einer Einmischung bedürfe. Kaiser zu Wettfahrt der Jachten. Hamburg, 13. Juni. Kaiser Wilhelm segelte auf der Yacht Hohenzollern" nach Helgoland ab, um die Ankunft der Pachten zu erwarten, wel che von Dover nach Helgoland um deS Kaisers Pokal um die Wette fuhren. Um 10 Uhr heute Morgen hielt der Kaiser einen Gottesdienst an Bord der Hohenzollern" ab, dem auch Mannschaften vom Kreuzer Berlin" und dem Torpedozerftörer Sleipner" beiwohnten. Der Kaiser machte Herrn Ballin, dem Direktor dex Hamburg.Amerika Linie, einen Besuch und nahm spärer diesen und Kapitän v. Grumme zu den Pferderennen. Fonds für verdiente deut f ch e Offiziere. Berlin, 18. Juni. In der neuesten Nummer von Maximilian Harden's Zukunft" wird behauptet, Fürst Guido Henckel von DonnerSmarck und der ReichSdank-Präfident Koch hälten zahlreiche hervorragende Finan cierS aufgefordert, zu einem Fonds beizutragen, welcher dem Kaiser zum Besten verdienter, aber armer Offiziere zur Verfügung gestellt werden soll. ES handelt sich um die Aufbringung einer Summe von zehn Millionen Mark, deren Zinsen dem Kaiser überwiesen werden sollen, damit er solchen Ossi zieren Zulagen gewayri. Die oyne eigenes Vermögen find und deren Tüchtigkeit eS wünschenSwerth erschei nen läßt, daß sie bleibend an die Armee gefeffelt werden. Angeblich haben die genannten Her ren von mehreren Seiten große Ermuthigung erfahren, und eS wird er wartet, daß der fragliche Betrag in verhältnißmäßig kurzer Zeit zusam mengebracht sein wird. Dampfer mit 33 Mann an Bord untergegangen. Hamburg, 18. Juni. DaS Seeamt verkündet, daß der Dampfer Caftel". mit 33 Mann an Bord, auf der Fahrt von Amerika nach deutschen Gewässern untergegangen ist. Holstein'S Aufwiegler. Kicl, 13. Juni. Die Lohnbewe gungen in SchleSwig-Holftein fangen an bedenkliche Dimensionen anzunehmen. Die Schneider, die Maurer, dle Bäcker und die Tapazierer find zur Zeit an dem Ausstand betheiligt und nun befürchtet man, daß die Bauge werke ihrem Beispiel folgen werden. Deutsche Diplomatie. Berlin, 18. Juni. Die Erklä rung eines halbosfiziellen Pariser Blat teS, daß Großbritannien Frankreich in der Marokkv'Frage nicht energisch ge nug unterstütze, freut die deutschen Beobachter, da gerade auf diesen Punkt hin daS auswärtige Amt Frank reich zur Theilnahme an einer Konferenz drängt. Deutschland behauptet, daß Großbri tannien keinen ernstlichen Einwand er hebt und daß eS an einer Konferenz theilnehmen wird, wenn Frankreich dies thut. Man behauptet hier, daß eS der deutschen Diplomatie gelang einen Keil in die englisch.franzöfische Freund schaft zu treiben, indem sie Frankreich dahin brachte, Forderungen an die Freundschaft Großbritanniens zu fiel len, die Großbritannien nicht erfüllen wollte. Verpachtung des Botani schen Gartens. Berlin, 13. Juni. Allerseits er heben sich proteftirende Stimmen ge
gen die von der Regierung geplante Verpachtung des alten botanischen GartenS, denn der Pachtvertrag besagt, daß die Konzessionäre daS Recht erhal ten sollen, die schönen Anlagen wo dieS unumgänglich nothwendig ist zur Ausführung ihrer Pläne," abzuholzen. Mehrere Deputationen von Bauschutzund anderen Gesellschaften werden sich demnächst in entschiedener Weise an die zuständigen Behörden wenden um die Verpachtung zu verhindern. Furcht vorderGenickstarre. Berlin, 13. Juni. DaS Zunehmen der Genickftarre-Epidemie in
Schlesien hat zur Folge gehabt, daß das Kronprinzenpaar den Plan fallen ieß, seinem Aufenthalt im Jagdschloß Hubertusftock mehrere Festtage auf Schloß Oels folgen zu laffen. That ächlich wäre eine Reise in's verseuchte Schlesien ein waghalsiges Beginnen. Laut den letzten Zahlen sind in Oberchlefien allein vom 15. April bis zum 15. Mai, also innerhalb dreißig Tage, 743 Personen an Genickstarre erkrankt und davon 355 gestorben. Die Groß zahl dar übrigen schwek t noch in Le bensgesahr und nur in sehr wenigen Fällen wurde die Aerzte zufriedenstellende Heilung erzielt. Die RegierungSkommisfion, die sich mit der Un. ersuchung der Seuche befaßt, ist bisher nur zu dem einen definitiven Schluß gelangt, daß Geheilte nicht nur nicht gefeit sind gegen einen zweiten Anfall ondern im Gegentheil sehr empfängich für AnsteckungDer Freiherr von Horn'sche Fall. Berlin, 18. Juni. Der Schleier, der bisher den Fall des Freiherrn von Horn, des Edelmanns, der wegen Wechselfälschung zu sechs Jahren Zucht haus verurtheilt wurde, umhüllte, ist endl'ch gehoben worden. Durch die Verhaftung und Befrafung von vier Mänern, darunter zwei Kellner, ein Kaufmann und ein Tapezierer, unter der Anklage, daß sie dem Freiherrn viele Tausend Mark im Laufe der Jahre erpreßten, ist der ganze bedauer-ich-hülßiche Fall bekannt geworden. Von Horn war Opfer einer perversen Belastung um welche die Vier wußten. Nachdem er, um seine Schande vor den Seinen und der Außenwelt zu verbergen, den Erpreffern sein und seiner Frau Vermögen geopfert hatte, blieb hm nichts mehr übrig als durch unredich erworbenes Geld lhr Schweigen zu erkaufen und da er unbewandert war n Verbrechermethoden erfolgte feine Entdeckung ehe es ihm gelungen war, der vollen Forderung der Gauner gerecht zu werden. Keine Gäste. L ü b e ck 13. Juni. Der Plan, auswärtige Kegler zu dem siebenten norddeutschen Gaukegeln in Lübeck, vom 2. bis zum 6. Juli, einzuladen, ist glän zend durchgefallen. Nicht einmal für die Amerikaner" klagt ein Lübecker Blatt, daS sehr für die Neuerung war. konnte daS Privilegium der Theilneh merfchaft erzielt werden und nicht einmal für die, die zur Zeit innerhalb der Grenzen unserer sonst so gastlichen Stadt weilen." Die zur Vertheilung bestimmte Preise belaufen sich auf voll 20,000 Mark, dreimal so viel als im Vorjahre. Karolavon Sachsen wieder krank. Berlin, 13. Juni. In dem Be sinken der Königin Wittwe Karola von Sachsen ist neuerdings eine Verfchlimmerung eingetreten, die, wie von den Aerzten erklärt wird, zu den schlimmsten Befürchtungen Anlaß giebt. Man hat es diesmal mit einem tückischen Rücksall zu thun, der sich besonders in Schwücheerscheinungen bemerk bar macht und das Alter der Patientin dürfte ihrer Genesung sehr im Wege stehen. t Professor Wern icke. Halle, 13. Juni. Geheimrath C. Wernicke, Profeffor an der Universität Halle und Direktor der dortigen Nervenklinik, welcher in Ilmenau, dem Kurort am Fuße deö Thüringer Wal. des, auf einer Radfahrt das Unglück hatte, unter die Räder eines Lastfuhrwerkes zu gerathm, ist seinen Ver letzungen erlegen. Wernicke stand im 58. Lebensjahre und war erst vor Jahresfrist von BreSlau nach Halle berufen worden. Panama. GelbeS Fieber. P a n a m a , 18. Juni. ES herrscht hier die größte Aufregung über die Zunahme von Fällen gelben Fiebers. Be
wohner der Stadt sowie die Arbeiter
am Kanalbau find über die Ausbreitung der Seuche in Schrecken gesetzt. Samuel DaviS, ein früherer De-tektiv-Sergeant von New York, der vom Präsidenten Amador verschrieben wurde. um das Polizeiwesen zu resormiren, starb Samstag Nacht. Chef-Jngenieur John F. Wallace von der Kanalbaukommisfion, der vor einiger Zeit nach den Ver. Staaten reifte, wird vielleicht nicht hierher zurückkehren. Von einer Eisenbahn in den Ver. Staaten soll ihm eine Stellung mit einem Jahresgehalt von $60,000 angeboten worden sein. Italien. Amerikaner beim Papste. R o m, 18. Juni. Der Papst em pfing heute in Privataudienz 16 junge Amerikaner, die während des Jahreö zu Priestern geweiht worden waren. Sie wurden von Msgr. Kennedy, dem Rektor des amerikanischen Seminars vorgestellt. Es wurde auch Prof. EdwardS von der Notre Dame Univerfitüt, Jndiana, vorgestellt. Später fand im amerikanischen College ein Diner von 150 Gedecken statt. Unter den Gästen befand sich Erzbischof Ryan von Phila delphia, Erzbischof Keane von Dubuque, Ja., und Bischof Garvey von Altoona, Pa. Dampfer-Kollision. Etruria gesunken. S a u l t St. Marie, Mich., 18. Juni. Während eines dichten Nebels, der letzte Tage über dem oberen Theile deö Michigan See'S lag. kollidirten die Frachtdampfer Etruria und Amasa 10 Meilen vom Feuerschiff von Pruque JSle. Die Etruria sank nach wenigen Minuten. Die Bemannung rettete daS nackte Leben. Schiffsnachrichten. New York: La Bretagne" von Havre. Liverpool: Umbria" uon New Jork via Queenstown. Southampton: New tyoxV von New York. Maville: Parisian" nach Glasgow. Dover: Graf Walderfee" nach New York. Queenstown: Campania" von New York.' Cherbourg: Bremen" nach New York. ase-vall. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: American Association. ColumbuS, 18. Juni. ColumbuS. ...00001003 04 Milwauk.. . .10000000 01 Batterien Dorner und Ryzn; Hickey und Beville. Toledo, 17. Juni. Toledo 10000 2 00 25 St. Paul. ...21000002 38 Batterien-O'Brien und Clarke; Ferguson und Sullivan. National. Liga. Eincinnati, 13. Juni. Eincinnati ...25000040 11 Boston 0 00 0 1 00 1 02 Batterien Overall und PhelpZ; Voung und Needham. St. LouiS, 18. Juni. St. LouiS.... 000001 70 8 New York. . ..20000000 02 Batterien Taylor und Warner; Elliott. McGinnity und BowenS. I n Kanada und in den Ver. Staaten gibt es einige Bahnlinien, deren Schienen aus Holz bestehen. Eine solche von 29 Meilen Länge befindet sich in der Provinz Quebec. Deren Schienen bestehen aus Ahornholz, und mit der Geschwindigkeit von Meilen in der Stunde fahrende Züge sollen sehr sanft darüber hinrollen. Lawine und Wasserd a rn in. Durch eine Lawine wurde der Eckartaubach im inneren Zillerthal, Tirol, gestaut. Die Wassermassen durchbrachen den schmalen Damm und richteten bedeutenden Schaden an; 20 bei der Rcqulirung des Baches beschäftigte Italiener konnten steh mit knapper Noth retten. Vielen Bauern wurden ganjf. Tagwerke Aecker weggeschwemmt. Ein merkwürdiges Verfahren befolgt man in Japan bei der Abhaltung von Versteigerunge... Der Auktionator hält den zu verka -senden Gegenstand in die Höhe und fordert zu Geboten darauf auf. Jeder Lieb schreibt darauf den Preis, den cr anlegen will, auf ein Stück Papier und steckt das in einen Kasten. Zuletzt wird diese? geöffnet und der betreffende Gegenstand dem ausgehändigt, der dafür am meisten geboten hatte.
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via igFoiirRoute In Anbetracht des Turnfestes des Rord-Ameri-lanischen Tmnerbnndes. Das größte Ereigniß seit Jahren. 3,000 deutsche Turnvereine in .bilderreichen Exerzitien und Formationen. Tag-Parade mit herrlichen Schauwagen. Fackel-Parade mit 3,000 Turnern. Kapellen-Konzerte, Sängerfest, athletische Ereignisse, Männer, Frauen und Kinder all Mitwirkende. TicketS werden am 2., 21., 22. und 23. Juni 1905 verkauft. Retonrfahrt beschrankt auf den 27. Ji l !05. Für völliae Information und Pirnelnlrn. ten hinsichtlich Raten etc. wende man sich' an die Big Four Route Ticket.Agenten oder cm Die unierzeicyneten. Warren j. Lynch, Gen. Pass. & Ticket AgL lincinnatt, C. oder H. TO. ronson, .. P... Jndianapol. 11.50 Rundfahrt Cweinnati Sonntag, 25. Juni. Der Spezialzug fahrt um 7 Uhr Morgens ab. Retourfahrt von Ein cinnati 6.20 Uhr Abends. Nach Hamil ton $1.25. Rushville und Connersville $1.00. Jährliche Niagara Falls Excursion am 15. August 1905. BigFoiirRoute New Z)ork Central Linien. ..Exeursionen.. Sonntag, 25. Juni. Lawrenccbnrg, Aurora UNS Zwischefiatioe. Rundfahrt $ 00 oder weniger Spezialzug verläßt Indianapolis um 7.30 Uhr Morgens; Retourfahrt von Aurora um 7.20 Uhr Abends. Zuge ersten Ranges Schnelle Zeit!,' Zu bequemen Stunden ! 14 12 6 6 4 Züge zwischen Indianapolis und Eincinnati. Züge zwischen Indianapolis und Dayton. Züge zwischen Indianapolis und Toledo und Detroit. Züge zwischen Indianapolis und Decatur, Jlllnois. Züge zwischen Indianapolis und prmgsleld, Jllmois. Parlor Waggons an aen Tagek und Echlas maggons an allen acyt-ügen . Indianapolis Office : Union Bahnhof und 3 Nord Illinois Et. R. P. lgeo. D. P. A. Der eitle Dieb. ysllzu arone Eitelkeit hat dieser Taae in Pani einen Dieb schnell in die Hände . . w 1 fr ! ICjC der Polizei aeoracyi. in romiici Großindustrieller erstattete bei der Poluti Anzeige, da man ihm aus einem Abtheil des Erprekzuges nach Lyon, während cr sich für einen Augenblick entfernt hatte, einen Koffer mit Goldfachen und Kostbarkeiten gestohlen babe. Um der Poluei die Ergreifung des Thäters zu erleichtern, erzählte der Bestohlene. dofe sich in dem Koffer auch ein Orden vom weißen Elefanten befunden habe. Ein Polizeikommiffar machte sich sofort auf die Suche und viailirte in erster Linie die Bahnhöfe. Da fiel ihm ein verdächtiges Jndividuum auf. mit sehr derangirtemZylin. der und fadenfcheinigem schwarzen Rock betleidet. Der Beamte trat naher heran und bemerkte im Knopfloche des Menschen einen Orden. Schnell ent schlössen saate er ihm auf den Kopf zu: Das ist der OBden vom weihen Elefanten." Der also Jnterpellirte war dermaßen bestürzt, daß er den Diebstahl unumwunden einräumte. Bei seiner Verhaftunq meinte er resignirt: Meine Eitelkeit hat mich zwar in'K Verderben aeftünt. aber ich habe eiiu aute Figur mit dem Orden a macht."
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