Indiana Tribüne, Volume 28, Number 254, Indianapolis, Marion County, 17 June 1905 — Page 6
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Aax$. Diener,
Das FrttdschaftSbckn. Von A. E. Ich weiß ein Band von Perlen Eo klar, so schön, so rein; Und den, den preis ich gluanch, ici diescö nennet sein. Durch keine Rocht der Erde. Turch OUire nicht und 05clo Vcan dieses Band der Peelen lins Erden je aHalt. Nur wen'gen itt's beschicken Ties Band von sell'nem ilHanz, Und wer cö nennt sein cu?.en, Ter strahlt von Glückes Glcn:z. Tcn können Stürme jaqcn Hin an des Unalücks Rand, Und dennoch rnfl voll 3lüi er: Mir bleibt das Freundsä'asrc'0and!Und Perlen sind die rrieilc, Taraus dies Band beireln. Tureb die es feit geschmiedet, Schwer aufeinander geht. Tie Treue" alänt als hellste Perle in diesem Band. Sie ist der feste (tfnrnd'trin Im wahren reundschaftsvano.
ocli seilst nnr eine erle In diesem Perlenkrmu. Tann i,'t das Band aebroeben, Tann wird es nie mehr ganz. Panama's Kriegsflotte. Nickt groß, aber merkwürdig ist die Ma rine der jungen Republik. E,n emsige Krieg.?loot. Abenteuer feines amerikaniscl.cn Bcfclilehabers mit Indianrcn und Alligatoren oder Crocodi len. Panama, Ende April. Jetzt ist diese jugendliche Republik von Onkel Sams alücklich auch in den Besitz einer Kriegsflotte gekommen, uno Die . , I I I? . C , . jL. 1 Im. fc t Vanama - Patrioten sind nicht wenig stolz darauf. Sie müssen es auch wohl i . Y f .. 1 11 -9 mml sein, wenn sie uoeroaupi mu anet mi Männchen Einrichtung grosziyun wotlen, ist es doch ihre einzige, da das Landheer der Republik im Januar d. I. aufgelöst und der ganze Landschutz gegen den äußeren und inneren Feind" der wackeren Munieipalpolizei von Panama und Colon anvertraut wor- . m c f den ist. Darum Hurray tut vte nerrliche Flotte, sei sie auch noch so klein, und mag sie auch niemals an der (sestaltung der großen Weltschicksale An4 w r . n ijti fil. tyeii nernnen, leion mcni in ocr uui-nisch-amerikanischen Radauwelt '. Von dieser Flottenmacht und ihrem Oberbefehlshaber w ich heute ein wenig plaudern. Es ist übrigens keineswegs meine Absicht, mich über Panamas Marine lustig zu machen. Und vor den Pfeilen der Witzblätter braucht diese Flotte keine Angst zu haben, solange sie sich innerhalb der Grenzen ihrer einheimischen Aufgaben hält. Solche Aufgaden sind thatsächlich vorhanden, und den Leitern dieses hoffnungsvollen Gemeinwesens war es durchaus nicht darum zu thun, eine Luruseinrichtung zu schaffen oder dem flottenbesitzenden Mutterlande" Colombia, von dem es sich losgerissen, nachträglich noch Eins aufzutrumpfen! Panama braucht eine Marine zu ähnlichen Zwecken, wie die mexikanische Nachbarrepublik. Denn auch Panama wird von zwei Meeren bespült; es hat eine Küstenlinie von etwa 450 Meilen am AtlantiI IVKM UllV 1IUU lill UIU W 114lcn Ocean, und diese Küstengegenden, ZtA 1 1 - S y f r&. r yi aX- m I r s - die meistens von der Ortspolizei nicht gedeckt werden könnten, auch wenn selbige viel besser wäre, als sie ist, werden aroßentheils von wilden Indianerstämmen bewohnt, unter denen die wichtigsten die San Blas - Indianer sind. Mit diesen Stämmen war es nie so recht geheuer, obwohl sie ganz annehmbare Menschenkinder sind, solange man ihnen nach ihren Begriffen nicht zu nahe kommt und mit ihnen nur vom Schiff aus Geschäfte macht. Auch an diesen Geschäften selbst nimmt die Panama - Negierung ein bedeutendes Interesse, von wegen Zoll Einnahmen. Denn diese Eingeborenen haben bis jetzt einen blühenden Tauschhandel mit Schmugglern von Curassao, Jamaica und den St. Andres - Inseln getrieben, 'lt siige Nüsse, sowie Alligatonn - Elftnf -s .1 XX A I i f rC tf"C i t Ss Z . r . , . ... - , f. dein und Schildkro:en chale für allerHand Einfuhrartikel umtauschten. it , w ,v, w: rr ciso , cv v.: I 441lu ö"1- cun jius - viiuiuiici , . v c n . rf zieyen cie cencii ocosnue oer Jüjeit und haben die beste Schildkröienschale zu verkaufen. Wie groß dkser Handelsverkehr ist, läßt sich bis jetzt nicht in genauen Zahlen angeben. Aber man weih z. B.. daß im verflossenen Jahre 7 Millionen Cocosnüsse von der San Blas - Küste allein, zwischen der Mündung des Atratoflusses und der Stadt Colon, exportirt wurden! Für diefe und für alle die sonstigen einheimischen Producte, welche die angedeuteten Wege wandern, wurde in zollpflichtigen Schmuggelwaaren gezahlt, und kein Cent der ihm gesetzlich zukommenden Zolleinnahmen von diesen Geschäften ist in den Staatssäckel gewandert. Und doch braucht diese Staatsverwaltung das Geld so nothwendig, wie nur etwas! Darum her mit einer Patrouilleflotte, welche Geld in den Staatsbeutel bringen, die Controlle über das reichste Cocosnußgebiet der Welt zur That sache machen, die Indianer in Ordnung halten und das allgemeine Ansehen der großen panamensischen Nation erhöhen kann! Das ist wenigstens
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xr tx sstrf 1 r.'vl der officielle Standpunkt von Pr'äsidcnt Amador und feiner Regierung.. Natürlich durfte die Geschichte nickt zu theuer kommen. In einem Schiffsbauhof der großen Seestadt New 2)on and die Panama - Regierung bald. was sie suchte: einen secondhändigen" schwimmenden Kasten, aus welchem sich unter den Umstanden noch etwas ganz Jmponirendes machen ließ. Eins von Lewis Nixons Schiffen, Orienta", war schon lange verkäuflich und wurde für die Ehre auserkoren, Panamas gesammte Marine vorzustellen, nach entsprechender Ausrüstung und Aufputzung. Die Russen freilich hatten dieses Schiff schwerlich für ihre Zwecke im fernen Osten angekauft, obwohl sie, wie der Telegraph meldete, manche der sonstigen Nixon'schen Boote nicht verschmäht haben. Vor vier Jahren als VergnügungsYacht für einen Club - Sportsmann gebaut, wurde die Orienta" für diesen Zweck nicht angenommen, da sie bei der Probefahrt nicht die contractlich ausbedungene Schnelligkeit entwickelte. o lag sie bis vor Kurzem mußig da, ohne ihre künftige hohe Bestimmung zu ahnen. Aber der Stein, den die Baulcnte verworfen haben, ist zum Eckstcm geworden", kann man auch hier mit der Bibel sagen. Für eine fashionable Bergnügungsyacht in den Ver. Staaten mag dieses Boot nicht schnell genug sein, als ein südamerikanisches Flottenschiff aber kann es immer noch den Titel eines Ocean - Windhundes beanspruchen. Tenn mit einer Schnelligkeit von 20 Knoten in der Stunde kann es mit Leichtigkeit vor jedem Widerpart ausreißen, welcher derzeit im Dienste der Nachbarrepubliken steht! Doch hoffentlich bleibt ihm für alle Zeit die Nothwendigkeit erspart, gerade diese Fähigkeit zu erproben. Jedenfalls aber kann es ein ganz achtunggebietendes Gendarmerieschiff sein, das nicht nur rascher, als jedes andere süd- oder centralamerikanische Boot dem Patrouilledienst nachgehen, sondern auch mit seinen vier Geschützen (zwei automatischen Hotchkitz - Kanonen und grrji Maxim - Maschinengefchützen) sowie seinem schneidigen Oberbefehlshaber sich bei aufsässigen Elementen Respekt genug verschaffen kann. Die Geschütze sind bereits in den Kriegen Panamas im Dienst geWesen, vor der Auflösung feiner tapferen Armee. Und das ist noch nicht Alles. Das Boot erhält auch einen richtigen Militärmast, ein elektrisches Suchlicht von 2000 Kerzenstärken und endlich einen vollständigen De Forest'schen Funkentelegraphie - Apparat, der es ihm, wie man erwartet, jederzeit ermöglichen wird, sich mit Bocas de Toro oder mit Colon in Verbindung zu setzen, ohne Gefahr einer Auffangung seiner Depeschen. Wie man also sieht, bildet das Boot gar keine so schlechte Flovtenmacht für die Zwecke einer schwimmende Polizei, Wer ein modernes amerikanisches Torpedoboot gesehen hat, mag auf den ersten Blick dieses Patrouilleboot dafür halten, wenn es vollkommen dienstbe reit ist; denn es ist nach öiesem Modell gebaut worden. Es mißt volle 105 Fuß in der Länge, ist 12 Fuß mittelbreit, hat aber nur einen Tiefgang von 5 Fuß und konnte auch nicht gut einen größeren gebrauchen, da es unter Umständen auch Flüsse hinauffahren muß. Ein Sturmdeck hat es auch. Und seine Besatzung umfaßt 15 Mann, ohne denOberbefehlshaber, den erprobten Seebären und Krawalle- und Alligatoren - Bekämpfe? Capt. L o v el a c e. Dieser ist eine mindestens so bemerkenswerthe Erscheinung, wie die ganze Flotte selbst. Eigentlich ist es noch gar nicht recht ausgemacht, wie er titulirt werden soll; denn er ist sozusagen Alles in Allem! Er ist überhaupt der einzige reguläre Officier, welcher derzeit im Regierungsdienste der Republik Panama steht. Als Höchftcommandirender der
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mS i sl J arct01 petoastiöt werden. Der Wwe okOardul verfehlt nie, die schlimmsten Fälle von Sestorter MeMtruatmn, mederdrückendcn Schmerzen und Frauenschwäche zu lindern. Die wunderbaren Heilkräfte .dieser Medizin haben Tausende von verzweifelnden Leidenden in Erstaunen gesetzt, indem sie 252 !n2 5s TfirPti wiedergaben. Es ist überflüssig zu sagen, daß Wine ot Cardui Tausende von fransen grauen kurirt hat. die als unheilbar aufgegeben worden waren. TerWlne ot Cardu! ist ein mildes Tome, das zede rau gebrauchen sollte. Jeder Apotheker verkauft $1.00 - Flaschen. Macht heute einen Versuch mit dem WINE OF CARDUI !
Flotte kann er den Admiralstitel beanspruchen, der ihm in der That bereits von Vielen beigelegt wurde, als er von Colon abreiste, um die neue Flotte zu holen. Indeß könnte er sich gerade so gut Obergeneralissimus der Armee nennen, ohne fürchten zu müssen, daß Einer ihm diesen Rang streitig macht. Ist er doch die Verkörperung der ganzen Streitmacht Panamas zur See und zu Lande, und jeder der amerikanischen Admiräle oder Generäle dürfte ihn, wenn er ihm begegnet. als Collegen anerkennen. Indeß, dies ist noch das Wenigste; auch als einfacher Capitän Lovelace wäre er eine sehr interessante Persönlichkeit, deren Bekanntschaft mir großes Vergnügen gemacht hat. Capt. Lovelace ist ein Kansas Cityer Kind, und es sind erst neun Jahre her, daß er seine alte Heimath verließ, um ein füdamerikanisches Abenteurerleben zu beginnen. Er ist noch nicht sehr weit über die dreißiger Jahre hinaus, und seine Laufbahn in diesen neun Jahren war anscheinend so romantisch, wie nur die irgend eines Glückssoldatön. In den berüchtigtsten Regionen des Isthmus hat er Jahre hinter einander ununterbrochen gelebt nicht blos vegetirt und wenn man dn Ruf dieser Gegenden verbessern will, so könnte man kaum etwas Geeigneteres thun, als Capt Lovelace auf eine Rundreise herumzuschicken, denn er ist ein Bild der strammsten Gesundheit, uno letne Kameraden erzäylen Wunderdinge von seiner Kraft, Ausdauer und Bravour! Im Dienste Panamas selbst hat er natürlich noch keine Gelegenheit gehabt, sich auszuzeichnen, wöhl aber im Dienste Colombias. Jetzt wird er wohlbestallter Gouverneur desselben Küstengebietes sein, an welchem einst das Handels schiff kreuzte, auf dem Lovelace als Maschinist bedienstet war. Dies war seine erste Erfahrung in den tropischen Regionen. Dem Namen nach stand damals die San Blas - Küste unter colombiscer Herrschaft; in Wirklichkeit haben die dortigen Eingeborenen stets ihre Selbstregierung gehabt, und ihre Gesetze, Bräuche und Religion sind seit den Tagen vzr Columbus noch unverändert geblieben. Auch die PanamaRegierung wird gut daran thun, sich nicht weiter um sie zu kümmern, als für die fiskalen Staatsinteressen nothwendig erscheint. Sie bilden sich auf ihre Abgeschlossenheit viel ein und rühmen sich, daß noch nie ein Weißer eine Nacht an ihrem Gestade verbracht habe und am Leben geblieben sei. Thatsache ist Folgendes: Als "vor längerer Zeit sich ein Gerücht verbreitete, daß hinter den Gebirgen, welche die See besäumen, noch ungeheure Schätze gehoben werden könnten, machte sich eine Partie Colombianer auf und drang wirklich in das Innere. Aber dann verschwand sie spurlos. Nach mehreren Monaten verlautete, daß die ganze Partie von den Jndianern mit vergifteten Pfeilen getödtet worden sei. Die colombische Regierung sandte ein Kanonenboot, um Genugthuung zu erzwingen, aber der schlaue Indianerhäuptling hißte einfach die Flagge der Ver. Staaten über seinem Hauptdorfe auf, und das Kanonenboot kehrte unverrichteter Sache zurück, ohne auch nur Worte, ge.schweige denn Pulver verschwendet zu haben! Respektirt man aber ihre Ueberlieferungen, so können diese Eingeborenen ganz gutmüthige und lustige Gesellen sein. Mit den Zollzwickercien werden wohl weniger sie selbst behel ligt werden, als die Schmuggler, die mit ihnen verkehren. Allezeit ist Capt. Lovelace mit den Indianern gut ausgekommen, und dies war es auch, was die colombische Regierung veranlaßte, sich seine Dieilste zu sickern. Er wurde während der letzten Revolution mit der schwierigen Aufgabe betraut, amtliche Depeschen den Magdalenafluß hinauf und herab zu befördern; gerade dort hatte sich der Kamps concentrirt, und die Fahrten konnten
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Als vorzügliches Nerven Stärkungsmittel, das sehr geeignet ist. die Funktionen der Natur zu unterstützen, kann der Win oi Cardui nicht übertroffen werden. Frau H. E. Solomon, 119 Nord High Str., Nashville, Tenn. Der Win of Cwdui hat eine wunderbare Veränderung in meinem Leben hervorgebracht. Lillian i II, 10 Cypreß Ave., Campbell, Cal. Ich erfreue mich heute guter Gesundheit, und bin überzeugt, daß ich Alles dem Wine of Cardui verdanke. Susanna M e r k l e, 142 Wsst 69. Str., Chicago. Jll. Versucht ihn heute ! Haben Sie alle Arten von Behandlungen probiert, und doch keine Linderung empfunden ? Ist Ihnen Ihr Fall als hoffnungölos dargestellt worden ? Sind Sie enrmuthigt? Wenn drcWlne of Cardui anderen Frauen so viel Linderung gebracht hat. warum sollte er Sie nickit kuriren ? 9lbr Leiden, obaleick sckimerzkast. man It
nur unter Deckung der Nacht und mit besonders geschickter Strategie erfolgreich unternommen werden. Aber auch als unmittelbarer Kämpfer that sich Capt Lovelace hervor; er nahm an der Vertheidigung von Santa Marta theil, das von den Revolutionären mit starker Macht belagert wurde. Einen besonders merkwürdigen Auftrag aber erhielt er von der colombischen Regierung nach Beendigung des Revolutionskrieges, nämlich: die Alligatoren im MagdaZenafluß auszurotten. Bei den Eingeborenen wurde er durch nichts berühmter, als durch dieses Werk! Wer nur Alligatoren von Florida kennt, dem muß zum Verständniß gesagt werden, daß es sich hier um viel größere und schlimmere Gesellen handelt, welche den Krokodilen am Nilstrom so ähnlich sind, daß man sie ebenso gut mit demselben Namen bclegen könnte. Der Capitän ist ein guter Geschichtenerzähler; ob er gelegentlich auch einen Brocken Seemannslatein mit untermischt, wer will das entscheiden, wenn er nicht selber die Abenteuer mitgemacht? Auf alle Fälle möchte ich Ihnen Einiges davon zum Besten geben. was er mir bei einem guten Glas Schlangen - Elixir über die besagte Krokodils - 'Campagne erzählte, als er noch kein Admiral und Generalissimus war. Sie mögen mirs glauben oder nicht," sagte er, ich habe mit Hilfe der eingeborenen Jäger 125,000 Krokodils - Alligatoren im Magdalenaflutz abgemurkst, Biester von 5 bis zu 21 Fuß Länge! Wer je auf diesem Fluß gereist ist und gesehen hat, wie derselbe früher von solchen Bestien wimmelte, dem wird diese Zahl Nicht munchhausenmäßig vorkommen. Und jedes Jahr fielen ihnen 200 bis 300 Menschenleben zum Opfer! Ungeheuerlich klingend? Na, bedenken Sie, daß der ganze innere Verkehr Panamas sich bis jetzt über diesen Fluß bewegte, welcher zu allen Zeiten mit Canoes und Bongoes gefüllt ist, gar nicht zu reden von den großen Dampfern. Auch viele Kinder sind unter den Passagieren. Und wie oft kentert eins der schwanken Eingeborenen - Fahrzeuge oder legt sich auf die Seite, und einer oder mehr Insassen fallen in's Wasser, das bedeutete in früheren Zeiien meistens ein Verschwinden für immer! Ja die Eingeborenen waren vielfach so sehr an den Verlust von Familien - Angehörigen durch die Bestien gewöhnt, daß sie kaum an den Tod unter anderen Umständen dachten. Das Erlegen dieser Krokodile war nicht so leicht, wie man angesichts ihrer großen Masse denken sollte. Denn sie wittern leicht Gefahr, und es ist schwer, ihnen bei Tage beizukommen. Beinahe alle, welche wir tödteten, wurden bei Nacht erlegt. Die Jäger tragen eine Lampe, ähnlich den Zweiradlampen mit uarrem Licht, und sie werfen dteics Licht unmittelbar auf die Augen d,'s Thieres. Das scheint einen gewissen bezaubernden, lähmenden Einfluß aus das Thier zu üben, und wenn es in diesem Zustande ist, kann der Jäger unmittelbar auf es losgehen und es mit einer Axt erschlagen. Es gibt auch eine gute Jagdbeute. Im Durchschnitt erhält man von jedem Thier außer der werthvollen Haut 2 Pfund Elfenlxin, 15 Gallonen Speck, ein großes Trommelfell und 2 Unzen Moschus. Aber die Jagd ist gefährlich, und wehe Demjenigen, welcher dabei in's Wasser fällt! Einem meiner Gefährten ist das einmal passirt, und hätte er nicht fozusagen Nerven und Muskeln von Eisen gehabt und wäre mit den Gewohnheiten dieser Thiere wohlvertraut gewesen, so hätten wir ihn nicht wiedergeseben. Aber er wendete im reckten Augenblick den alten Kniff von bedrängten Alligatorenjägern an, der Bestie beide Fäuste in die Augen zu stoßen, und er kam mit dem Verlust des einen Beines davon. Das kann ich Jedem empfehlen, de? in ähnliche Lage kommt,
und es gibt noch immer Krokodils-Al-ligatoren im Magdalenafluß. Alle mögliche Dinge habe ich in den erlegten Bestien gefunden. Einmal habe ich aus dem Magen eines Krokodils, das 15 Fuß lang war, einen ganzen Kuhkopf mit Hörnern gezogen! Harpunen, Handbeile und Machetes sind ein ganz gewöhnlicher Fund, entlveder innerhalb der Thiere oder in ihrem Rücken steckend. Es ist keine Theerjacken Lüge, daß die Thiere 25 bis 40 Pfund Steine in ihrem Magen tragen, um ihre Nahrung verkrümeln zu helfen, und daß das Mänrnein oft seine Jungen auffrißt, sowie das Weibchen sie ausgebrütet hat. Eines Tages, während ich mit meinen Jägern und Booten am oberen Magdalenafluß war, kam eine weinenoe Bäuerin zu mir, und ich konnte aus ihrem Gewimmer erst gar nicht klug werden. Endlich begriff ich: Sie hatte ihr einziges Kind, Anita, vor vier Tagen verloren, und nur in einem Krokodilsleib konnte es fein. Es war
acht Jahre alt und trug emen goldenen Ring, den ihm die Mutter bei der ersten Communion gegeben. Um Gottes und aller Heiligen willen," schrie sie, sehen Sie recht sorgfältig in jedem Caiman nach, den Sie erlegen!" sCaiman" ist der spanische Name für diese Bestie.) Damals hatte unser Feldzug erst seit Kurzem begonnen, und ich hatte starken Verdacht, es nur mit derPhantasie einer vor Gram halb wahnsinnigen Mutter zu thun zu haben. Dennoch verständigte ich meine Jäger. Vier Tage darnach kam einer dieser, mit einem gruselig aussehenden Packet unter dem Arm, zu mir. Das--selbe enthielt eine halb verdaute Kno-chen-und Fleischmasse, die ehemals einen Arm und eine Hand vorgestellt haben konnte, und inmitten der Masse lag ein kleiner goldener Ring. Ich sandte nach dem Weibe, und sie überhäufte mich mit Danksagungen und Segnungen. In derselben Nacht hielt das ganze Dorf eine Todtenwache über das, was von der unglücklichen Anita übrig geblieben war, doch ich sehe, Sie lächeln, Sie glauben das wohl nicht recht? Ja, so seid Ihr alle, Ihr zweifelsüchtigen Bleistifthelden!" Spectator. Der Tabakbau der russische Schwarzmeerküste. Alle Versuche, den Tabakbau am Ufer des Schwarzen Meeres durch Vertheilung von ausländischen Tabaksorten und durch Einrichtung von Versuchsplantagen zu heben, haben zu keinem wesentlichen Erfolg geführt. Erst durch die Bemühungen kleinasiatischer Uebersiedler, welche in ihrer Heimath bereits mit dem Anbau von Tabak vertraut waren, hat sich der Tabakbau in Kachetien und an der Schwarzmeers Küste entwickelt. In der ersten Zeit bezogen die Uebersiedler den Tabaksamen aus Kleinasien. Jetzt ist der dort gewonnene Tabaksamen, namentlich der von Sotschi, so gut, daß er in keiner Beziehung dem türkischen nachsteht; er hat bereits die Märkte des südlichen und mittleren Rußlands erobert, und der im Kuban-Gebiet gebaute türkische Tabak beginnt auch schon ausländische Käufer zu gewinnen; so wurden im Jahre 1903 von dort nach Oesterreich - Ungarn 10.000 Pud und nach Italien 6000 Pud Tabak versandt. Das Küstengebiet des Schwarzen Meeres hat sich als äußerst geeignet für die Tabakkultur erwiesen. Gegenwärtig ist die ganze Küste schon mit Tabakplantagen bedeckt, und der Umfang der letzteren nimmt mit jedem Jahre zu. Unter den Tabakbauern sind nach der Zahl der Bauernhöfe am meisten vertreten die Armenier (3700 Bauernhöfe), die zweite Stelle haben die Griechen (1700 Bauernhöfe) inne, während die Türken verhaltnißmäßig geringer an Zahl sind (200 BauernHöfe). Mit der Tabakkultur gaben sich am wenigsten dieRussen ab (100 Bauernhöfe). Die Tabakernte ergibt im Ganzen etwa 1 Millionen Pud.
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