Indiana Tribüne, Volume 28, Number 252, Indianapolis, Marion County, 15 June 1905 — Page 3

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Bedenken in Petersburg Werden durch den Minister des Acußcrcn einigermaßen gehoben. Teutsche Absichten in Marokko. Die wichtige Frage noch immer in Paris erörtert. Japan's Stellung zu den Ber. Staaten. Die Griechen ehren den ermordeten PremierVttnister Telqannis.

Rußland. Diplomatische Bedenken gehoben. St. PettrSburg, 19. Juni. Jeder auswärtige Gesandte und Botschafter wohnte einem Empfange bei, der gestern Nachmittag vom Minister deS Auswärtigen v. LamSdorff gege den wurde. Die Bedenken verschiedener Diplomaten bezüglich einer Mittheilung des auswärtigen Amtes an die Gazette" wurden zerstreut. In jener Mittheilung hieß es, die kaiserliche Negierung habe im Prinzip Nichts gegen die von Noosevelt vorgeschlagene Ber sammlung von Bevollmächtigten, wenn die japanische Regierung einen diesbezüzlichen Wunsch hege. LamSdorff versicherte die Mittheilung in der Preffe sei ungenau. DaS auswärtige Amt steht in ununterbrochener Beziehung zum Botschaf ter Cassini in Washington, aber GenauereS ist über die letzten Vorgänge nicht zu erfahren. Gegen Versammlung der Bevollmächtigten in der Mandschurei wird hier geltend gemacht, daß eS zu lange dauern würde, bis dieselben dorthin gelangen können. Man weiß, daß die erste Aufgabe der Bevollmächtigten der Abschluß eines beschränkten Waffenstillstands sein wird. DieS muß geschehen, da Feldmarschall Oyama in der Mandschurei wieder einen allgemeinen Angriff vorbereitet. Ende der Woche wird der Zar mit seiner Familie für den Sommer von ZarSkoje-Selo nach Peterhof überfiedeln. Friedensverhandlungen. Paris, 14. Juni. Der höchste russische Vertreter hier sagte heute, eS sei soweit Nichts bekannt, daß Nelidoff zum Bevollmächtigten bei den FriedensVerhandlungen ernannt worden sei oder ernannt werden solle. Die russischen Beamten glauben nicht, daß die Verhandlungen im fernen Osten stattfinden werden, da dort die Verdindung zu schwierig sei, fie nehmen an, daß man sich auf einen neutralen Punkt einigen werde, wie der Haag. Auch die Mözlichkeit, daß Peking gewählt wird, 'ü nicht ausgeschlossen. Japan. O r t der FriedenSver Handlungen. Tokio. 14. Juni. Hier liefen von Washington Berichte deS Gefandten Takahira ein über die Unterredun gen, welche er mit dem Präsidenten Roosevelt hatte, der vorschlägt, daß die Friedensverhandlungen in Paris statt finden sollten. Der Gesandte meldet weiter, daß der russische Botschafter für Frankreich, Nelidoff, zum Bevollmäch tigten für die Verhandlungen ernannt worden sei. Japan wird nicht auf den Vorschlag der Verhandlungen zu Paris zuführen, einmal, weil Frankreich Rußland'S Verbündeter ist und dann wegen der grotzen Entfernung aus der daraus entstehenden Verzögerung. Wahrscheinlich wird Japan vorschlagen, die VerHandlungen an einem Punkte zu führen, die nahe beim KriegStheater liegt. Der japanische Bevollmächtigte ist noch nicht ernannt worden. Cochinchina. S a i q o n, 14. Juni. Der russische Hilfskreuzer Kuban ging heute Morgen hier in der Nähe vor Anker. Der Gouverneur ordnete an, das russische Schiff solle sofort weiterfabren und entsandte ein Kriegsschiff zur Wahrung der Neutralität dieser Gewäffer. Von den Kohlenschiffen, welche daö russische Geschwader versorgten, haben 23 Saigon verlassen und 30 weitere treffen Vorbereitungen für die Adfahrt. Frankreich. M a r o k k o-F r a g e. Paris, 14. Juni. Premierminifter Rouvier und Fürst Radolin, der deutsche Botschafter, nahmen heute die Berathungen über die Marokko. Frage wieder auf. ES wird versucht, zu einer Verständigung beider Mächte ohne fremde Hilfe zu gelangen. Später

war auch der amerikanische Botschafter McCormick bei Rouvier und bei dem japanischen Gesandten. Nach offiziellen Nachrichten find die Hafenkonzessionen, welche Deutsche zu Tanger erlangt haben nicht so wichtig ; Bürger irgend eines anderen Landes könnten solche ebenfalls erhalten, wenn sie dafür bezahlten. Daß von deutschen Finanzleuten Marokko eine Anleihe versprochen war den sei, ist nicht bestätigt, aber offizielle Nachforschungen find noch im Gange. Die Regierung behauptet, daß die Konferenzen zwischen Premier Rouvier und Fürst Radolin ' dazu dienen werden die Aussichten in der MarokkoFrae zu beffern. Marokko. England hartnäckig. Fez, 14. Juni. Auf die Einladung Marokkos, an einer internationalen Conferenz zur Regelung marokkanischer Fragen theilzunehmen, hat Großbritannien schroff ablehnend geantwortet. Diese Antwort ist die erste, die im hiesigen auswärtigen Amte einlief, und sie ist nicht mißzuverstehen in ihren Ausdrücken. Großbritannien ist entschloffen, an der Vereinbarung mit Frankreich festzuhalten. Graf v. Tattenbach, der Ehef der deutschen Sondergesellschaft hatDeutsch-land-Antwort überreicht. Dieselbe lautet bejahend. Man glaubt, daß Frankreichs Antwort zuletzt einlaufen wird, da dasselbe erst sehen will, wie der Hase läuft. Zu Ehren der deutschen Offiziere fand heute Morgen eine Truppenparade statt. Großbritannien. Betrügereien in der Armee. London, 14. Juni. Ein Blaubuch enthält den Bericht des Comites, an deffen Spitze Gen. Sir William FranciS Butter stand. Der Bericht weift nach, daß bei Schlüsse des südafrikanischen Krieges große Betrügereien von Offizieren in Verbindung mit Lieferanten verübt wurden. ES wurden große Vorräthe an die Lieferanten verkauft und kurze Zeit später zu hohen Preisen zurückgekaust. Zu Ehren deS Braut p a a r e S. W i n d s o r, 14. Juni. Heute Nachmittag gaben König Edward und Königin Alexandra dem Brautpaare, daS morgen getraut werden wird, dem Prinzen Adolph von Schweden und der Prinzessin Margarit von Connaught

eine Gartenpartie. ES waren nicht weniger wie 6000 Einladungen ergangen. Jedermann aus offiziellen, literarischen, wiffenschaftlichen und musikalischen Kreisen hatte eine Einladung erhalten. Zehn überfüllte Extrazüge brachten die Eingeladenen. Unter den Gästen befanden sich auch Botschafter Reid und Gattin. Schweden und Norwegen. T r o m s o e, 14. Juni. Der arktische Dampfer Terra Nova ging h.'Ute nach Franz Josephsland ab um der Ziegler-Expedition Hilfe zu bringen, die auf der America" dort ist. Eine 2. Hilfs-Erpedition geht am 16. J.mi an Bord der Magdalena nach Grönland ab. König O s k a r'S Brief. Christian!, 14. Juni. König OSkar'S langer Brief an den Präsidenten deS norwegischen StorthingS, Berner, in welchem er feine Stellung befinirt, wurde heute im Storthing verlesen. Der Sitzungssaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. DaS Storthing verwies den Brief an ein Comite und betagte sich, ohne fich auf weitere Diskusfion einzulassen. ES fand keinerlei Demonstration statt. Sin Mitglied deS StorthingS gab dem Vertreter der Äff. Presse über die Gefühle Norwegens folgenden Auö druck: Das aristokratische Schweden ist stets geneigt, auf das demokratische Norwegen herabzusehen. Die Schwe

den weisen, was fie so nennen, die Frechheit der Norweger zurück, den Kö nig zu entthronen. Letzterer ist stets durch die Atmosphäre des schwedischen Adels beeinflußt worden und hat 9lox--wegen selten besucht." Griechenland. Der todte DelyanniS geehrt. Athen, 14. Juni. Die Deputirtenkammer beschloß fich bis nach dem Begrübniffe deS Premierministers De lyanniS, der gestern ermordet wurde, zu vertagen. Der Präsident und mehrere Mitglieder der Kammer zollten dem Gemordeten hohes Lob für seine Verdienste, die ganz Griechenland anerkenne. Ein königlicher Befehl meldet, daß die Beerdigung vom Staate veranstaltet und beftritten werden soll. ES sollen dem Gemordeten die höchsten Ehren ermiesen werden. Deutschland. Japan und die Vereinigten Staaten. Berlin, 14. Juni. Einen hoch intereffanten und besonders im Hinblick auf die vom Präsidenten Roosevelt angebahnten Friedensverhandlungen zwischen Japan und Rußland außerordentlich lehrreichen Einblick in die Ansichten derjenigen Kreise der japanischen Bevölkerung, welche auf dem höchsten Niveau der modernen Kultur stehen, gewährt ein von der hiesigen Post" in wörtlicher Uebersetzung veröffentlichter Artikel aus der Feder deS japanischen ProfefforS und National-Oekonomen Tomizu. Dieser Artikel, der fich in eingehender Weise mit den Beziehungen deS JnselreicheS zu dem Abendlands beschäftigt, dürfte wohl gerade in den Vereinigten Staaten nicht geringes Aufsehen hervorrufen; denn Professor Tomizu bezeichnet nicht Rußland, sondern Amerika als den am meisten zu fürchtenden Gegner seines Landes, wenn nicht in der Gegenwart, so doch in der nahen Zukunft. Unter Hinweis auf die gewaltige Entwickelung der Vereinigten Staaten auf allen Gebieten der Industrie, welche die amerikanischen Fabrikanten zwänge, neue Absatzgebiete zu suchen, besonders aber die Märkte im Orient zu gewinnen, richtet Profeffor Tomizu an die Japaner im Allgemeinen, besonders aber an die Geschäftsleute seines Heimathlandes, die dringende Mahnung, fich auf den wirthschaftlichen Entscheidungökampf um die Herrschaft im Stillen Ocean und in Oftafien mit dem mächtigsten und gefährlichsten Gegner Amerika vorzubereiten.

Große Waffenbeftellungen. Berlin, 14. Juni. Rußland will in Deutschland 200,000,00 Patronen aller Art und eine große Anzahl Gewehre kaufen. Die Fabriken find mit Aufträgen überhäuft. Man glaubt, daß allein in den kleineren Gewehr- und Geschützfabriken über 125,000 Personen beschäftigt find. Deutscher Geographentag. D a n z i g , 14. Juni. Unter äußerst günstigen Auspizien hat die Eröffnung deS 15. GeographentacteS statt. gefunden. Nicht nur aus allen Theilen Deutschlands haben fich die ersten Vertreter der geographischen Wissenschaften eingefunden, auch daS Ausland, in erster Reihe Oesterreich, Rußland und Frankreich und andere europäische Län der, hat namhafte Gelehrte als Delegirte nach Danziz entsandt. Den Vor fitz führt der berühmte Hydrograph und Geophysiker Professor Neumayer. Deutsche Absichten in Marokko. Berlin, 14. Juni. Die Ham-burg-Amerika-L inie steht, wie daS Tageblatt behauptet, hinter dem Projekt, Tanger, Marokko, zu einem modernen Hasen mit Werften für große Schifte zu bauen. Man glaubt auch, daß Deutschland eine Kohlenftation zu Tanger erhalten wird. Neue Torpedoboote. E l b in g, 14. Juni. Heute fand die Probefahrt mit dem Torpedoboote S 125" statt, das auf der Schichau Werfte gebaut und mit Turbinenma fchinen ausgerüstet wurde. Die Durch schnittS-Geschwindigkeit während einer 3-ftündigen Fahrt war 27.8 Knoten, die höchste Geschwindigkeit 29t Knoten. Vier gleichartige Boote, die mit Cylin dermaschinen ausgerüstet find, machten 2 Knoten die Stunde weniger wie ,,S 125". Geburtstagfeier. Berlin, 14. Juni. Der bekannte Parlamentarier und Dichter Al

bert Träger begeht heute bei vollster

geistiger und körperlicher Frische seinen 75. Geburtstag. (Um 12. Juni 1830 in Augsburg geboren, ftudirte er in Halle und Leipzig RechtSwiffenschaft. ist seit 1874 Re'chStagSabgeordneter (mit Ausnahme der Jahre 187390) und seit 1879 auch Mitglied deS preußischen Abgeordnetenhauses (mit Ausnahme der Jahre 1882 bis 1885). Träger, der auch ein talentvoller Lyriker ist, wohnt seit dem Jahre 1891 in Berlin. S ch n e e f a l l. H i r s ch b e r g , Schlesien, 14. Jnni. Gestern fiel Schnee in dieser Gegend. DaS Wetter ist durchaus nicht zeitgemäß. Die meisten Feldfrüchte find im Wachsthum zurück, viele auch beschädigt. Base-Ball. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: AmericanAssociation. Indianapolis, 14. Juni. Erstes Spiel. Indianapolis 5 St. Paul 4 Zweites Spiel. Indianapolis 6 St. Paul 4 Batterien McGill, Goodwin und Zalusky; Ferguson, Evans u.Sullivan. Toledo, 14. Juni. E rfteS Spiel. Toledo 00001110 03 Minneapolis.. 12010705 016 Batterien Tarmitz und Clark; Stovall und Schmidt. Zweites Spiel. Toledo 202002010 07 Mnneapoli?. 1012 110101-8 Batterien Martin, O'Brien und Clark; Sievers und Greminger. LouiSville, 14. Juni. Erstes Spiel. LouiSville 00000300 0 3 Milwaukee . ...00300030 2 8 Batterien Stecher und Shaw; Mc Kay und Beville. Zweites Spiel. LouiSville ....00000000 0-0 Milwaukee.... 040 40 000 08 Batterien Dunkle, Kenna und Wright; Wsodruff, Shaw, Riyey und Beville. ColumbuS, 14. Juni. ColumbuS.... 0120101 0 0 5 KansaS Eity.. 20010002 1-6 Batterien Dorner und Pierce; Fels und Butler. National.Liga. Chicago, 14. Juni. Chicago 00000010 1 Rew York 00000000 o 0 Batterien Wicker und Kling; Mc Ginnity und Bawerman. St. LouiS, 14. Juni. St. LouiS. ...00 020 1 00 3 Brooklyn 01000000 0 1 Batterien Egan und Grady; Eason und Bergen. PittSburg, 14. Juni. PittSburg 00000003 0- 3 Boston 2 0 1 002 00 0 5 Batterien Moore, Flaherty, Lynch, Hillebrand und Peitz; Willis und Need ham. Cincinnati, 14. Juni. Sincinnati....4 1 0 00 1 00 6 Philadelphia ..10010000 0 2 Batterien Hahn und PhelpS; Corriden und Dooin. Obwohl die Sati, der freiwillige Feuertod einer Wittw in Indien, verboten ist, hat sich kürzlich wieder ein Fall von Selbstopferung einer Frau in einem Dorfe bei Ajmere ereignet. Der Gatte der Frau war, wie eS allen schien, am 18. März gestorben; aber als die Frau, wie die Sitte es verlangt, ihm Nahrung anbot, setzte sich der vermeintliche Leichnam auf, aß einen Bißen und fiel dann zu rück, um sich nie wieder zu rühren. Die Wittwe folgte den irdischen Ueberresten ihres Mannes zum Verbrennungsplatz, und als der Scheiterhaufen fertig war, warf sie sich auf die Leiche. Inmitten großer Verwirrung wurde der Scheiterhaufen angezündet, man weih nicht wie oder von wem. Als das Feuer brannte, machte die Frau nicht den geringsten Versuch, dem Feuertod zu entrinnen. , m.. Mißverständnis. Barbele: Wos bedeut' dös: i hob von lauter Gold 'träumt? Lorle: Du wirft'n Schatz haben! Bärbele: O mei, den bob' i scho lana!

Kleine Originale.

Die neunzehnjährige Frida ist in etner großen Garnisonstadt bei Verwandten, einem höheren Offizier, zu Besuch, und dort erreicht sie ihr Geschick, sie verlobt sich, natürlich mit zweierlei Tuch. Kurz nach der Verlobung geht sie mit ihrem kleinen Cousinchen Inge und dem fünfjährigen Vetter Hans Karl, genannt Bimel" in die Stadt, um Besorgungen zu machen. Bimel sollen auch die Löckchen gekürzt werden. Vor der Hausthür trifft sie mit dem Herzallerliebsten zu sammen, und um Zeit zu gewinnen", trennt sich das Pärchen in der Stadr. Er" geht mit Bimel zum Friseur; sie" macht mit Inge inzwischen ihre Besorgungen. In einer bekannten Conditorei wollen sie sich treffen. Frida ist zuerst da und hat kaum Platz genommen, als ein Kamerad, ihres Bräutigams eintritt. Er grüßt, legt Mütze und Säbel ab und beginnt, seinen Paletot auszuziehen. Da fragt Inge mit lauter Stimme: Tante Frida, will der sich hier ganz ausziehen?" Inzwischen sind die beiden Herren" beim Friseur angelangt. Na, Vimel", fragt der neue Onkel, wie willst Du denn die Haare geschnitten haben?" Bimel voll Ueberzeugung: So wie Vati, ringsum lang, in der Mitte gar nichts." Muthig zurükgewichen. Ein drolliges Geschichtchen hat sich, wie ein englisches Blatt berichtet, in Hamburg ereignet. Ein junger Mann trat in einen Schuhwaarenladen und ließ sich einige Paar Stiefel zur Anprobe vorlegen. Nachdem er ein Paar angezogen hatte, ging er im Laden auf und ab, um zu sehen, ob die Stiefel passen. Plötzlich riß der Mann die Ladenthür auf und lief davon. Der Schuhhändler und sein Kommis verfolgten ihn. Der Dieb war noch nicht weit gekommen, als sich von einem der neuen Stiefel die Sohle vollständig ablöste. Kaum hatte das der Kaufmann bemerkt, als er seinem Kommiß rief und mit diesem vom Schauplatz der wilden Jagd schleunigst verschwand. Der Dieb hatte jedoch daS Unglück, einem Schutzmann in die lie bevoll geöffneten Arme zu laufen. Die Polizeibehörden mühten sich vergeblich ab, den Schuhhändler ausfindig zu machen. 4 Vv E i n großer Badeschwamm läßt sich in einen niedlichen Hängekorb verwandeln auf folgende Weise. Zuerst schneidet man eine Oeffnung in den Schwamm, die groß genug ist, um eine kleine Flasche mit weitem Hals hinein zu stecken. In die Flasche legt man eine kleine Süßkartoffel. Nun streut man in alle Locher desSchwammes kleine Samenkörner, z. B. Reis. Vogelsamen und dergleichen. Hierauf trankt man das Ganze mit Wasser und hängt den Schwamm an einer starken Schnur an einem dunklen Platz auf, bis der Samen zu keimen und die Tutzkartossel zu wamsen beginnt, dann bringt man ihn ins sonnige Zimmer. Die Ranken der Süßkartoffel werden um die Aufhängeschnür geleitet, die zarten und seinen Gräser, welche aus dem Schwamm hervorwachsen, umgeben denselben bald irrn emem dichten, grünen Schleier und das Ganze bildet einen wunderschönen Hängekorb. Geaen Sodbrennen empfiehlt sich der reaelmäßiae Genuß leichtverdaulicher Fette, so Butter oder Olivenöl. Man nehme Morgens und Abends einen Eßlöffel in Milch oder Kaffee oder auch allein. w Zil sammeng e t r o cknet-r Gefäße schnell wasserdicht zu machen. Wenn ein Gefäß sthr trocken geworden ist, so kann es das Wasser, das zum Aufquellen hineingegossen wurde, nicht halten, und man muß das Eingießen oft wiederholen, ehe man feinen Zweck erreicht. Man kommt aber damit bald zustande, wenn man dds Gefäß zuvor mit Stroh oder schlechtem Heu vollstopft, oben einenStein darauf legt und nun das Gefäß mit Wasser anfüllt; denn wenn nun auch das Wasser wieder abläuft, so bleibt doch das angefeuchtete Stroh zurück und befördert das Aufquellen des Holzes in kurzer Zeit. Gegen heftiges Nasenbluten hilft die Anwendung von Citronensaft in folgender Weise: Nachdem das Nasenloch miKelst einer Glasspritze mit kaltem Wasser gereinigt ist, wird sofort frisch ausgepreßter Citronensaft emgespritzt. Eine einmalige Einspritzung soll in den meisten Fällen genügen. Ohnmächtige legt man möglichst horizontal, den Kopf etwas tiefer, damit das Blut nach dem blutleeren Gehirn strömt; wenn das Gesicht aber geröthet ist, wird der Kopf etwas erhöht. Dann entferne man alle beengenden Kleidungsstücke, Corsetts, Halskragen. Rockbund etc., bespritze das Gesicht mit kaltem Wasser und wasche Schläfe. Nacken und Herzgrube. Wer Essig zur Hand hat, vermische das Wasser damit. Durch Riechenlassen an Kölnischem Wasser. Hoffmannstropfen, KampherspirituS oder Salmiakgeist bringt man den Ohnmächtigen meist wieder zum Bewußtfein. i . i

Fahrpreis

vlus 25 Cents) nach Indianapolis und zurück viq igFourRoiite In Anbetracht deS Turnfestes des Rord-Ameri-kanischcn Turnerbnndes. Das größte Ereigniß seit Jahren. 3.000 deutsche Turnvereine in .bilderreichen Exerzitien und Formationen. Tag.Parade mit herrlichen Schauwagen. Fackel-Parade mit 3.000 Turnern. Kapellen-Konzerte, Sängerfeft, athletische Ereignisse, Männer, Frauen und inder als Mitwirkende. TicketS werden am 20., 21., 22. und 23. Juni 1905 verkauft. Retonrfahrt beschränkt auf den 27. Jnnil. Für völlige Information und Emzelnhei ten hinsichtlich Raten etc. wende man sich an die Big Four Route Ticket.Agenten oder an die Unterzeichneten. Warren j. Lynch, Gen. Pass. & Ticket Agt. Cincinnati, 0. oder H. 8. ronson. Zl.S. P.N.. JnkianapolU. Pennsylvania Linien Kentucky River Excursion $9.00 die Rundfahrt $9,00 Schließt Eisenbahnfahrt von Jndianapolis nach Madison und zurück in sich, sowie Passage, Mahlzeiten und KajüteSchlafraum auf dem Dampfer Falls City für drei Tage und Nächte, von Madison nach Valley View oder Old Camp Nelson und zurück. Abfahrt von Indianapolis am Montag, 19. Juni, Morgens um 8.05 Uhr. Für Einzelnbeiten wende man sich an die hiesigen Ticket-Ägenten oder schreibe an W. W. Richardson, A. G. P. . K M Mi New York Central Lines. &xcnvftonen Sonntag, den 18. Juni. Ginctnnatt"$1.50 S Spezial-Zug verläßt Indianapolis um 7 Uhr Morgens und verläßt Cincinnati um 7 Uhr Abends. Terre Haute-9l 00 ) RundGrecncastle 77Cts. i fahrt. Special-Zug verläßt Indianapolis um 7.30 Uhr Morgens und verläßt Terre Haute um 7 Uhr Abends. Rundfahrt $1.00 Park - Vergnügungen, Conzert, Soldaten-Heim. Spezial Zug verläßt Indianapolis 7.25 Uhr Morgens ; Retourfahrt von Danville 7 Uhr AbendS. Züge ersten Ranges Schnelle Zeitig Zu bequemen Stunden ! 14 12 6 6 Züge zwischen Indianapolis und Cincinnati. Züge zwischen Indianapolis und Dayton. Züge zwischen Indianapolis und Toledo und Detroit. Züge zwischen Indianapolis und Decatur, Illinois. 4 Züge zwischen Indianapolis und Springfield, Illinois. Parlor Waggons an anen Tagt und Schlaf maggvnS an allen Nacht Zügen. Indianapolis Office : Union Bahnhyf und 8 Nord JllinoiS St. R. P. lgeo, D. P. A. IÄKE ERIE & WESTERN R. R. ....Fahrzeit der Züge.... b'abrt n! un ! loltdo. hicaUo und chigan kVreß.t 7.11 tlOJI koledo. Detroit und hicago Lim ll.tO t tM kichigan itv. Stattete u.Lafayetteplf IM sl. täglich ausgenommen Vonntagk. Dichmann SS rabhorn, Fabrikanten vo leine. Schau - Kaste. Glas Ladentische und Cigarren-Tifche 63S CH afhtngto traft. MtufdasesOtatsl 1.