Indiana Tribüne, Volume 28, Number 252, Indianapolis, Marion County, 15 June 1905 — Page 1

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Vvsckxetnt seven &a4imtttag ' Jahrgang 28. Indianapolis, Ind., Donnerstag, 15. Juni 1905 No. 252.

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Eine 850,000 Schadenersatzklage. Vor dem Carroll County KreiSge richt kam gestern die von dem'Tenoriften Edward W. Frank gegen die Big Four Bahn Anhängig gemachte 850,000 Schadeners. tzklage zur Verhandlung. Frank wurde in dem Purdue Eisenbahnunfall in Indianapolis am 31. Oktober 1903 verletzt und trotz der ihm von Indianapolis und Chicago'er Spe zialiften zu Theil gewordenen ärzt lichen Behandlungen wird er auf Le ber.Szeit verkrüppelt sein.

Eine Wagenladung Kinder. Eine Wagenladung kleiner Kinder, keines derselben über 5 Jahre, reiften h?ute Mittag auf der Reise von der New York Findelkinder Anstalt nach TeraS hier durch. G. W. Swayne, ein Agent der Anstalt und 6 Wärterinnen waren den 62 kleinen Findlingen als Begleiter beigegeben. Nahe Troy, JllS. war bereits eineS der Kinder, der kleine 3 Jahre alte Joseph Brown aus dem Fenster des ZugeS gestürzt und unter den Rädern desselben getöd' tet. Die Kinder werden in TeraS Heimstätten zur Adoptirung abgegeben. Alle waren in Weiß gekleidet. Siefige Jail ein sicherer Aufenthalt. Eheriff Hudson langte gestern aus Blackford County mit dem Neger Benjamin Jefferson, der in Hartford City den Angriff auf JameS BoSwell aus führte, an. Jefferson wurde in die hiesige Jail gebracht und man wird ihn hier halten, bis sich die Aufregung in Hartford City etwas gelegt hat. Jefferson soll, wie Meldungen vom Thatorte besagen, eine Elsenftange benutzt haben und BoSwell'S Schädel über dem linken Auge ist zerschmettert. Jefferson entwich und dreihundert Leu'e die sich auf die Suche nach ihm mach, ten, kehrten unverrichteter Sache zurück. Er weigert sich über die Affaire zu sprechen, behauptet aber die Schläge mit der Faust geführt zu haben. Hochzeit in deutsche Kreisen. Am Mittwoch Abend vermählte sich in seinem eignen Heim, 1057 High Straße, Herr Arthur Kofahl, Sohn von Carl Kofahl, mit Frl. Stella Jo hannes. Tie zahlreichen Freunde des Brautpaars waren in voller Zahl er schienen und bei dem reichen Festmahle wurde manches Glas auf das fernere Wohlwollen der jungen Eheleute ge leert. Wohl selten wurde ein Paar mit so vielen hübschen und nützlichen Ge schenken überhäuft. Die Tafel- und Tan-mufik wurde von dem Graphophon deS Herrn Karl Kofahl geliefert und verursachte die Reproduktionen der Meisterstücke durch das gediegene In ftrument, einen förmlichen Auflauf von Zuhörern in der Nachbarschaft die mit den Gästen aushielten, bis der letzte Ton verklungen war. Sicherte die Rückreise. JameS Martin, der auS New Albany als am Samstag von dort verschwun den gemeldet wurde, kam nach hier und wurde in der hiesigen Jail aufge funden. Ehe er sich jedoch hier ;n die Stadt begeben hatte, ließ er seine gol f ort oene uyr und 96 tn Baaraetv trn Bahnhofsrestaurant zurück, damit er, im Falle ihm etwas Passiren solle, Wenigstens die Uhr rette und ihn genü gend Reisegeld bleibe. Martin kehrte nicht zurück. Der Restaurateur wurde ängstlich und sandte die Sachen zur Polizeiftation. Martin wurde wegen Tragens verborgener Waffen eingesteckt. Abraham Patzwate r, 72 Jahre alt, ein Mitglied der G. A. R., No. 2401 YandeS Straße wohnhaft, wurde heute früh todt in seinem Bette aufgefunden. Man nimmt Alters schwäche als Todesursache an.

Ertrunken

Robert Adams in der Blüthe seiner Jahre. Des Baters Jammer. Im White River, etwas unterhalb der 30. Straße, ertrank gestern Abend kurz nach 8 Uhr der 19 Jahre alte Ro bert Adams, Sohn deS 49 Jefferson Ave. wohnhaften Eisenbahn - EngenieurS, George AdamS. Trotz der Warnungen seiner Eltern war der junge Mann mit seinem einige Jahre älteren Freunde, George Allee, zum Riverstde Park gegangen, wo fte sich aus dem Boothause ein ihnen gehörigeS Canoe holten und mit demselben eine Strebe stromaufwärts fuhren. Etwas unterhalb der Stelle, wo die rühere Parkbrücke stand, entkleidete sich AdamS und stieg in'S Waffer. Sein Freund ruderte eine Strecke weiter und hörte dann plötzlich ein gurgelndes Geräusch. Er rief AdamS zu, erhielt aber keine Antwort und machte sich dann zur Stelle, dem Freund zu helfen, konnte denselben aber im Dunkel deS überhün genden Gebüsches nicht sehen und tu derte so schnell er nur konnte zum Boot Hause zurück und bat um Hilfe. Sofort machten sich etwa 20 be mannte Boote zur Hilfeleistung auf und viele der jungen Burschen versuchten nun durch Untertauchen den Verschwun denen zur Oberfläche zu befördern. Leider vergeblich. Die Volieiftation wurde sofort benachrichtigt und tn zwischen langte auch der Capitän des Dampfers Helen Gould mit mehreren seiner Leute an. Nach etwa Stunden langem Bemühen gelang es Capt. Edgington, durch Greifhaken den Ertrunkenen zu finden und der gleichfalls auf dem Dampfer angestellte Geo. Poller brachte nach mehreren vergeblichen Tauchversuchen die Leiche an die Oberflüche. Der Leichnam wurde in ein Canoe gehoben und den Fluß hinabgebracht. Ein trauriges Cortege der Boote schloß sich an und die noch vor Kurzem so fröhlichen jungen Leute begaben sich traurig und still, nachdem die Leiche in den aus der Stadt herdeigeeilten Polizeiwagen gebettet war, von bannen. Kurz vor 11 Uhr langten die RadlerPolizisten mit der Leiche beim städtischen Leichenhause an und kaum hatte man den jungen Mann hineingetragen, so erschien der Vater deffelben. Durch den unerarteten Anblick der Leiche seines Sohnes Überwältigt, sank der starke Mann besinnungslos zur Erde und erst nach geraumer Zeit gelang es ihn zur Besinnung zu bringen und ihn zum Verlagen der Halle zu bewegen. Die Mutter des verunglückten jungen Mannes ist schon seit 7 Monaten krank und die größte Sorge des BaterS war es, wie er derselben später die TodeSNachricht übermitteln sollte. Schwer gebeugt machte er sich zuletzt auf den Heimweg, um die Trauerbot schaft mitzutheilen. Geo. Allee, in denen Begleitung der Ertrunkene vom Hause fortgegangen war, begleitete den Vater auf seinem schweren Gange. Alter Kiffer verursacht Nnanehmlichkeite. Mary Wilson. 4l6 Nord Senate Avenue, eine völlig erblindete Frau von 65 Jahren wurde auf einen Haft befehl, den Charles Boland, ein früherer Kostgänger erwirkt hatte, verhaftet. Die Frau erzählte der Polizei, daß Boland vor längerer Zeit ihr Haus verließ und seinen Koffer dort stehen ließ. Der Koffer verschwand, aber eine Anzahl Bilder, die noch dort geblieben waren, hatte sie im Zimmer aufge hängt. Der Mann erwirkte den VerhaftSbe fehl. Die alte Frau aber, die in ihrem Leben noch nie das Innere der Poli zeftation gesehen, wurde sofort gegen Bürgschaft durch ihre Verwandten befreit. aucht die BONANZA.

Zur Förderung von Knnfi und

Kuuftgewerbe. Die Kunst- und Gewerbe-Vereim-gung von Jnomnapous reihte genern ihr JncorporationS-Gesuch ein. Die folgenden Namen von Künstlern und Kunstfreunden warm dem Gesuche als Unterschriften beigefügt: Charles L. Kiefer, Rudolph Schwartz, Robert Daggett, Frau Henry H. Fay, Howard Taldot, William O. BateS Brandt Steele, T. C. Steele, Alfred B. Lyon, Roda E. Selleck und I. O. AdamS. In der ersten Sitzung der neuen Vereinigung wurden folgende Direktoren erwählt: Grant Cafsidy, Rudolph Schwartz, Robert Daggett, Charles L. Kiefer, Frau Henry H. Fay, Thomas E. Hibben, William O. Rates, Frau Morris Roß, Brandt Steele, Otto Stark. Howard M. Talbott, Frank H. Blackledge. Die Ver einigung gedenkt im Spätjahr einen Laden zu eröffnen, in welchem die Pro ductionen hiesiger Künstler zusammen mit den Werken der besten Künstler deS Landes zum Verkaufe ausgestellt werden sollen. Eine ähnliche Organisation befindet sich in Boston und die besten und hervorragendsten Bürger der Stadt gehören zu den Förderern derselben. Die Wafferfrage vor Gericht. Roderick H. Hervey, 32? E. South Straße und seine Nachbari. Frau Lide Gardner, 326 Oft South Straße, die beide in demselben Gebäul,. wohnen, find durch Umstände gezwM! n, ein und dieselbe Pumpe zu benutzen. Hervetz behauptet, daß Frau Gardner jedes Mal, wenn sie Waffer holt, die Thüre offen läßt, und den Hundeu in ihrem Hofe dadurch eS möglich macht, in seinen Hof zu laufen. Gestern nun ent stand zwischen den Nachbarn ein Argument bezüglich der Rechte der Frau, die Pumpe in Hervey'S Hof zu benutzen, und im Verlauf deffelben soll dann Hervey die Frau beim Arme ergriffen haben, um sie auS seinem Hofe zu weiscn. Radlerpoliziften Bernauer und Kitzmiller wurden zur St lle gerufen und Hervey wurde unter Anklage des thätlichen Angriffes verhaftet. lle Delegaten zum Verband Deutscher Vereine von Indianapolis, welche WiUens find, bei dem Volksfeft am 25. Juni an den derschiedenen Tommittees mitzuwirke, find hiermit freundlichst ersucht, sich am Sonntag, den 18. Juni, Rachmittags 3 Uhr. behufs näherer Berathung im Germania Park einzufinden. Im Malle Regenwetters, in ver Halle des Unabhängigen Turnvereins. Hochachtungsvoll Der Keft-AuSschuH für das Volksfest. Im Schlafe befiehlt. Frl. Pearl BurrowS, die Jndiana polis als ihren HeimathSort nannte, setzte sich gestern in St. Louis im Bahnhofe nieder und schlief ein. Beim Trwachen bemerkte fte zu ihrem Schre cken, daß ihre Börse nebst Inhalt ge stöhlen war. Zwei Checks für ihre Koffer, ein Diamantring und eine kleine Baarsumme befanden sich in der selben. Einbrecher a der Arbeit. Einbrecher waren einmal wieder während der Nacht an der Arbeit, jedoch wurde der Polizei nicht rechtzeitig Meldung gemacht und folglich gelang eö nicht dieselben abzufassen. Frau Harvey 1024 Nord Senate Ave. mel det den Verlust von $3 in Baargeld und einem Paar Schuhe. Zwei Burschen die in Dr. C. B. Pettijohnö Wohnung 416 Blake Str. einzubrechen suchten, wurden von Paffanten gesehen und diese telephonirten dem Arzte. Die Banditen wurden dann verscheucht.

Ei Unfall hat bedauerliche Folge. Paul M. Wolf, der elf Jahre alte Sohn des 1815 Nord Delaware Str. wohnhaften George M. Wolf, eines bekannten GrundeigenthumS-Agenten, wurde wie bekannt, vor zwei Wochen dadurch verletzt, daß er mit einem

Straßenbahnwagen kollidirte. Der Knabe fuhr auf seinem Bicycle die Massachusetts Ave. entlang, hinter einem Buggy her und als dieses plötzlich anhielt, gerieth er gegen den Straßenbahnwagen. Ein Bein wurde schwer gequetscht, während das andere Schnittwunden auswies. Am letzten Donnerstag stellten sich bei dem armen Jungen Symptome des KinbackenkrampfeS ein und seit der Zeit find drei Aerzte unablässig bemüht, die schwere Krankheit abzuwenden. Häufige Serumeinspritzungen wurden gemacht und der Fortschritt der Krankheit ist beträglich behindert worden, seit Sonntag aber ist man nur noch im Stande ihm Nahrung mittels Schlauch zuzuführen. Der Knabe ist bei voller Befinnung, kann sprechen und man hofft ihn zu retten. - Grocer - Picnic ans den FairGrunde. Die hiesigen Materialwaarenhändler hielten gestern auf dem Staats-AuS ftellungsplatze ihr JahreS.Picnic ab. Ein gut vorbereitetes Programm kam zur Ausführung. Fuß- und Pferde rennen, Tanz und Vergnügen aller Art wurden zur Unterhaltung der zahlrei chen Besucher veranstaltet. Ein Kinematograph, der in einer der Schaubuden aufgestellt war, übte auf die Zuschuer eine ungeheure Anzie hungökraft aus. Auch ein Baseballspiel, zwischen den TeamS" der Tag gart'schen und Brhce'schen Bäckereien ausgefochten, trug viel zur Unterhalt tung der Gäste bei. Das Picnic der Grocer war ein so großartiger Erfolg wie nur je eineS seine? Vorgänger. Ans der Coroners-Ofsice. Frau Victoria S. Cole von No. 2502 Nord New Jersey Straße, deren kleine Tochter Dorothy durch die verun glückte kleine Palette Plummer gerettet wurde, gab gestern vor dem Coroner ihr Zeugniß ab. Frau Cole sagte, daß Palette die kleine Dorothy zum Spielen abholte, und daß gleich darauf der kleine Bruder der letzteren in'S HauS geeilt kam und seiner Mutter zurief, die Kinder seien unter einen Wagen gerathen. Zeugin erzählte dann weiter, daß sie zur Hausthür eilte und sah, wie Bulette die kleine Dorothy unter dem Wagen hervorstieß und dnn selbst unter die Räder gerieth. Die kleinen Mädchen hatten ftch unter dem Wagen an die Koppelftange gehängt. Zum Schutze der Minenarbeiter. Ethelhub Stewart und Frank I. Sheriden, Spezial-Agenten deS ArbeiterbureauS deS Departements für Han del und Arbeit in Washington, D. C., befinden ftch in der Stadt, um hiefige Arbeiterverhältniffe einem Studium zu unterwerfen. Dieselben verbrachten mehrere Stunden im Hauptquartier der Minen arbeite:, um die die von Samuel Sexten dem Redaktor der Minerzeitung aufgestellte Theorie, daß Minen explofionen meistens nach Eintritt einer kalten Welle erfolgen, zu untersuchen. Die Agenten haben stch entschloffen, die Sache mit dem Wetterbureau zu be. sprechen, denn falls ftch diese Theorie als wahr erweisen sollte, wäre es an der Zeit, durch Zustellung von Wetterberichten sür Minenarbeiter, das Leben derselben gegen die Gefahren zu schützen, die ihnm durch derartige Explosionen drohen. Die Turedo Mfg. Co., No. 215 Nord Alabama-Straße, verkauft Ihnen einen vollständigen Heißluft.Furnace, um 3 Zimmer zu heizen. Besuchen Sie uns, ehe Sie anderswo kaufen.

Prächtiger Bauplatz ür einen reimaurer-Tempel. Dr. Pantzer steuert 81000 zum Baufond bei. Durch die Vermittelung der coulan ten GrundeigenthumS'Firma Richard fon & Kothe kaufte gestern die Jndianapolis Mafonic Temple Affociation einen Bauplatz schräg gegenüber vom Deutschen Hause, an New Jersey und Michigan'Straße. Das gekaufte Eigenthum besteht aus zwei Parzellen, und zwar Lots 6 und 7 von Wood'S Subdivision, 57i und 1125 Fuß meffend. Verkäuferin war Frau Emmy

Pantzer und der Kaufpreis $27,500. Dazu kommt der südöstliche Theil der Lot 8 der ebenfalls 112 Fuß mißt. Letztere Parzelle gehörte Herrn N. S. Martz, welcher $9,500 für das Eigenthum erzielte. Das Gefammt-Areal kostet der Mafönte Temple Aff'n. also $37,000. Eine Anzahlung von 81,500 wurde gemachk. Herr Dr. Pantzer machte übrigens eine freiwillige Beisteuer zum Baufond von $1000, welche natürlich von der Temple Aff'n. mit freudigem Dank angenommen wurde. Die Umgebung deS Deutschen HauseS wird durch die Entstehung deS Pracht baueS, denn ein solcher soll der Frei maurertempel werden, diel gewinnen. Cedar Lake das Mekka der Fischer. Die von der Monon-Eisenbahn-Ge sellschaft mit Unterstützung der Bundes Fischerei-Commisfion bei Cedar Lake angelegte Fisch-Brutanstalt ist innerhalb 100 Fuß vom Ufer des Sees, gerade nördlich vom Monon-Park Pier, erbaut worden. Dieselbe schließt ein Areal von 40 bei 100 Fuß ein und be steht aus fest in das Seebett eingetrie denen Pfosten, die etwa 8 Fuß von ein ander entfernt stehen und durch welche nebst eingefügten Drahtgittern ein völlig geschlossener Rehälter gebildet wird. In diesen Behälter wird der Fischrogen ausgesetzt und hier werden auch die kleinen Fische so lange belas sen, bis fte gegen die Angriffe von Raubfischen gefeit find, worauf der Wärter der Brutanstalt dieselben in den See aussetzt. Man hofft, auf diese Weise etwa 50,000 Fische, hauptsächlich Barsche, jährlich großzuziehen, und Cedar Lake so zu einem der beliebtesten Orte in Jndiana für Liebhaber des Angel sports zu machen. Heuschreckenplage gemeldet. AuS Logansport soll die Meldung eingetroffen sein, daß Nachrichten auS der Umgegend besagen, die Siedenzehnjährigen Locuft, Wanderheuschrecken, hätten einmal ihr Erscheinen wieder gemacht und richteten unter dem Getreide und den Früchten große Ber Wüstungen an. $)ü Insekten halten sich in den Ge hölzen auf, sollen aber millionenweise dasselbe verlassen und über die Ernte herfallen. In einem Gehölz nahe Cheftertown, Ind., sollen Millionen todter Heuschrecken auf d:m Boden lie gend vorgefunden sein. Man glaubt, daß dieselben einem WitterungSWechsel erlagen. UM ' E l m e r H. N e a l, Steuer Col lector deS 6. Jndiana Interne! Rede. nue DiftricteS, war gestern in der Stadt um Vorbereitungen zu treffen, seine Ofsice am 1. Juli nach hier zu verlegen. Bisher war die hiesige 0s nee nur eine Branche, jetzt jedoch wird dieselbe mit der nach hier zu verlegen den Hauptoffice verschmolzen werden. Personal-Notize. Her? H. S ch m e d e l , der früher so wohlbekannte Bürftenfabrikant, feiert heute seinen 77. Geburtstag. Herr Schmedel ist trotz seines hohen Alters noch immer einer der Jungen.

Stadtordinanz in'S Rumänische dersetzt. Die neue Stadtordinanz zur Reguli rung der billigen Konhäuser der West feite, soll in rumänischer Sprache ge druckt werden, da die Rumänen Haupt sächtlich durch dieselbe betroffen werden. Dr. Keene stieß aber bei der Uebersetz' ung der Ordinanz vom Englischen ins Numünische auf arge Schwierigkeiten, da er keinen Kundigen beider Sprachen entdecken konnte und er hatte schon die Hoffnung völlig aufgegeben, als Dr. Leo Herbert, 1214 Prospect Str.. ihm als Sprachkundiger genannt wurde. Eine Nachfrage ergab, daß Dr. Herbert der rumänischen Sprache mächtig war

und derselbe ließ sich bewegen, dem Gesundheitsbeamten den Gefallen zu er weisen, die Ordinanz zu übersetzen. Die Ordinanz wurde in Druck gegeben und sobald dieselbe fertiggestellt ist, soll eine allgemeine Säuberung der Logie Häuser, welche gegen die Ordinanz ver stoßen, vorgenommen werden. .- Unfälle. A n d e r S e n a t e Avenue und Maryland Str. wurde Nicholaö Chel ice. ein Grieche, durch den Einsturz einer Wand theilweise verschüttet und schwer verletzt. Er wurde inS Stadt Hospital gebracht. Robert BurnS, der Fuhrmann eines Eiswagens wurde gestern, als sein Wagen an der Arsenal Avenue und 10. Straße mit einem Wagen der Oft 10. Straßenbahnlinie kollidirte, vom Sitze geschleudert und er erlitt schmerzliche Quetschungen. Er wurde in seine Wohnung, 31 Brookville Ave. gebracht. Enttäuschter Eierkäfer. Einer unserer Gerichtsbeamten Name ifann nicht genannt werden wünschte eilig in den Besitz frischer Eier zu gelangen und rief einen Farmer, der früh Morgens bei seinerZWohnung vorbei fuhr, an, um mit demselben ein Geschäft zu machen. Der Farmer aber erklärte unserem Freund, dafc er alle Eier beim Grocer abliefere, der ihm 15 Cents das Dutzend bewillige. Der Eierliebhaber offerirte dem Farmer da raufhin 13 Cents pro Dutzend, doch lehnte der Farmer das Anerbieten mit dem Bemerken ab, daß er für seine Eier Waaren, wie Kaffee, Zucker etc. bekomme und wenn er dieselben vorher verkaufe, müsse er später ja Baargeld für die Waaren bezahlen. Das Argument, daß er ja per Dutzend 3 Cents mehr bekomme, verschlug nicht und enttäuscht, wenn nicht entrüstet, zog sich der unbefriedigte Käufer in seine Behausung zurück. Logansport, 14. Juni. Nachdem er bisher vergeblich versuchte, verschiedene Milchhändler der Pantscherei zu überführen, droht jetzt Dr. John Bradfield, der städtische Ehe miker, die Milch, welche den Anforde rungen des GefundheitSamteS nicht ent spricht, einfach in den Rinnstein zu gießen. F 0 r t W a y n e, 14. Juni. Die Evangelisch Lutherische Kinderfreund Gesellschaft von Jndiana und Ohio hielt ihre jährliche Versammlung in der Schulhalle der luth. St. PaulS-Se meinde ab. Die alten Beamten wur den wiedererwahlt mit Ausnahme des Vice . Präsidenten. Dieselben sind: Pastor Philip WambSganß. Prüft dent; Paftor Paul Stöppelwerth, Bice Präsident; Pastor Aug. Lange, Se. kretär; Fred Spiegel, Schatzmeister. Nach Schätzung der Firma Polk & Co., welche das neue städtische Adreß buch von Fort Wahne herausgiebt, be trägt die Bevölkerung unserer Stadt wenigstens 69,568. Das Adreßbuch enthält 30,234 Namen. Die obie Bevölkerungszahl erhält man, wenn man die Zahl der Namen mit zwei multiplicirt. Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho's Longfellow".

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