Indiana Tribüne, Volume 28, Number 250, Indianapolis, Marion County, 13 June 1905 — Page 6

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-gvovitxa Westfaken. A p ! e r b e ck. Hier ertrank daS vierjährige Söhnchen des Bergmanns Fr. Kleff in einer Düngergrube. B e ck u m. Bahnarbeiter Rüschendeck stürzte in dem Kobergfchen Wirthschaftsgebäude von einer Leiter und erlitt einen Beinbruch. D o r st f e l d. In einem Anfalle von Tchwermuth infolge chronischen Magenleidens goß sich hier die Ehefrau des Bergarbeiters Kalinowski den Inhalt einer Petroleumkanne über die Kleider und zündete diese an. Trotz sofortiger Rettungsversuche starb die Frau an den erlittenen schrecklichen Brandwunden. Hagen. Letztens stürzte an einem Neubau in der Flegerstraße der 17;ät) rige Anstreicherlehrling Brocksiger von der Leiter herab auf die Straße. Der Junge trug so schwere Verletzungen davon, daß er bald darauf im Krankenhause starb. I s e r l o h n. Im benachbarten Grüne verschied der frühere Fabrikbesitzer Heinrich Schlieper im Alter von 78 Jahren. Der Verstorbene vertrat in den Jahren 1873 1882 alsMitglied der nationalliberalen Partei den Wahlkreis Altena-Jserlohn im preußischen Abgeordnetenhäusern denJahren 1878 bis 1881 denselben Wahlkreis auch im Reichstage. N i e d e r - M a r s b e r g. Ein Jubiläum, wie es selten jemand erlebt, feierte der Grubensteiger I. Linnenkugel von hier. Fünfzig Jahre steht er in Diensten der Stadtberger Hütte hierselbst, als ein Mann, der stets unermüdlich und pflichttreu seines Amtes gewaltet hat. Er ist und war stets beliebt bei seinen Vorgesetzten und Untergebenen, die ihn zum frohen Tage zahlreich beglückwünschten. Mitten. Einen fürchterlichen To) fand die 23jährige blühende Tochter des Wirthes Pferdekämper Hierselbst. Dieselbe war am Herde beschäftigt, als die Flamme in die mit Oel gefüllte Bratpfanne schlug. Die Kleider der unglücklichen Jungfrau fingen Feuer, und die Aermste stand gleich darauf lichterloh in Flammen. Sie trug derart gräßliche Brandwunden davon,daß der Tod bald eintrat. Vheinprovinz. Köln. Professor Josef Schwartz feierte sein 2ojähriges Jubiläum als Lehrer am Eonferoatorium. Aus die fern Anlasse versammelten sich Vorstand und Lehrercollegium im kleinen 2 aale des Eonseroatoriums zu einer sinnigen Feier. Bonn. Prof. Dr. Adolf Freiherr v. la Palette St. George, Direktor des Anatomischen Instituts an der hiesigen Universität, beging letztens das goldene Toktorjubiläum. E l b e r f e l d. Letztens wurde in Hagen in einem Schnellzuge der Bautechniker Karl Freudenberg von hier erschossen aufgefunden. In einem Schreiben an die Hagener Polizeiverwaltung, in dem er bittet, in Hagen beerdigt zu werden, theilt er mit, daß ihn ein Nervenleiden in den Tod getrieben habe. Essen. Im benachbarten Dümpten erschoß in einem wegen einer geringfügigen Ursache entstandenem Streit der Bergmann Schleuter den Stuckateur Bergenthal, Vater von sechs Kindern. M a u b e s. Das goldene Ehejubiläum feierten die Eheleute Gustav Unshelm im Lokale von Robertsrautstein. Der Jubilar zählt 76, seine Gattin 70 Jahre; beide sind geistig wie körperlich noch recht frisch. N e u w i e d. Kürzlich hat sich der 19 Jahre alte Seminarist Glasmann, Sohn eines Lehrers in Dickenschied auf dem Hunsrück, aus dem hiesigen Seminar entfernt und ist seitdem verschollen. Der Vater hat eine Velohnung für eine sichere Nachricht über den Verbleib des Sohnes ausgesetzt. S u l z b a ch. Hier wurden die Arbeiter Weber, seine Frau und seinKind todt aufgefunden. Die Obduktion ergab Vergiftung durch verdorbenes Sauerkraut. Solingen. Eonsul Langer ist von hier abberufen worden und hat Deutschland bereits verlassen. Langer ist in weiteren Kreisen durch seinen Conflikt mit Gebrüder Alsberg bekannt geworden. Langer hatte einen zerbrochenen Stuhl in seinem Fenster öffentlich ausgestellt mit der Bemerkung: Solche Stühle kauft man bei Gebrüder Alsberg!" Die Firma antwortete hierauf, indem sie einige unbezahlte Wechsel Langer's im Schaufenster zur Ausstellung brachte. Die Abreise Langers ist einigen Geschäftsleuten recht unangenehm. Trier. De: Waffenmeister Voß vom hiesigen Artillerieregiment 44 hat sich erschossen. Provinz Kesscn ?lassAU. K a f s e l. Generalleutnant z. D. Siegfried Hierselbst feierte sein goldenes Militärjubiläum. Dreieichenhain. Der praZtlsche Arzt Dr. Welcker hat sich im nahen Walde erhängt. Dr. Welcker, der b;reits m höheren Jahren stand, war in der letzten Zeit schwermnthig und hat wohl im Zustande geistiger Umnachtung seinem Leben ein Ziel gesetzt. Frankfurt. In der Nähe der Katharlnenkirche auf der Zeil wurde der Weißgerber Franz Umlauf von ei ner Droschke überfahren. Die Räder gingen ihm über Kopf und Brust. Der

Nerunalückte. der einen sckwerenSckä-

delbruch erlitten hat, kam ins städtische Krankenhaus. In seiner Wohnung, Rückertstraße 5, starb der Eisenbahndirektor z. D. H. Velde im 78. Lebensjähr. Der 25 Jahre alte Küfergeselle Heinrich Siebert aus Marktbreit bei Würzburg hat sich auf dem Geleife der Verbindungsbahn von einem Güterzuge überfahren lassen. Der Kopf wurde ihm vollständig zerquetscht. In seinen Taschen fand man nur einige Pfennige. G e m ü n d e n.- In tiefe Trauer versetzt ist die Familie des hiesigen Ackermannes P, Niehl. Letztens verübte der älteste Sohn Selbstmoro durch Erhängen im elterlichen Hause. Was den braven, nüchternen Menschen, der nach Ableistung seiner Militärjahre in der Anstalt zu Sloster Haina als Pfleger eintrat und in dieser Stellung seit zwei Jahren ist, in den Tod getrieben hat, ist mit Sicherheit nicht zu sagen. S ch li erb a ch. In der Wächterbacher Steingutfabrik Hierselbst wurde der im Mühlengewölbe einem Arbeitscollegen mit der Sturmlaterne leuchtende 20jährige Arbeiter Friedrich Höhn aus Weilers vom Zahnrad erfaßt und ins Rädergetriebe gezogen. Trotz alsbaldiger ärztlicher Hilfe verschied der Verunglückte kurz nach dem Unfall. Wiesbaden. Dr. Ernst Schrömbgens aus Köln hat sich in einer hiesigen Nervenheilanstalt vergiftet. Z e l l h a u s e n. In der hiesigen Spar- und Darlehnskasse, Gesellschaft mit unbeschränkter Haftung, wurde ein Defizit von 11,000 Mark entdeckt. Der Rendant Koch, der auch Gemeinderechner ist, hat das Weite gesucht. Mtterdcutsche Staaten. Vraunschweig. Die 69jähi'Ige Wittwe Johanne Max, geb. Dörae, wurde in ihrer Wohnung Kaiserstraße 8, nur mit einem Hemde bekleidet, todt aufgefunden. Dessau. Ein betrübender Unglücksfall ereignete sich in den städtischen Anlagen des Askanischen Platzes. Dort vergnügten sich kleine Knaden mit dem Ausschaufeln kleiner Sandgruben. Auf nicht aufgeklärte Weise gerieth das etwa 6jährige Söhnchen des Bahnbeamten Hoffmann hierselbst in das ziemlich tiefe Sandloch und erstickte. Jena. Im Alter von 83 Jahren verschied die Oberlandesgerichts-Pra-sident a. D. Dr. Brueger, der am 4. Februar 1904 in den Ruhestand getreten war. Leopoldshall. Der 12jährige Knabe Barth wurde von seinem gleichaltrigen Spielgenossen Carls mit einem Stein geworfen, der das linke Auge traf und es so schwer verletzte, daß es auslief. Dem Wurf lag keine böfe Absicht zu Grunde. Schöningen. Bürgerschullehrer Tiemann beging sein 25jähriges Lehrcr-Jubiläum an den hiesigen Schulanstalten. Zahlreiche Ehrungen wurden ihm zu theil. Sonneborn. Letztens wurde hier ein 2jähriges Kind des Riedmüllers Eckard beerdigt, welches auf höchst betrübende Weise ums Leben gekommen ist. Dasselbe war von seiner Mutter ausgeschickt worden, um den draußen im Garten arbeitenden Vater zum Kaffeetrinken in's Haus zu rurufen. Als nach einer Weile das Kind sich nicht wieder hatte sehen lassen und die Eltern, ängstlich geworden, dasselbe suchten, fanden sie es bereits todt vor dem Rechen des Mühlgrabens im Wasser liegen. Wenn es nicht vom Rechen aufgehalten worden wäre, würde es i's Mühlrad gekommen und von demselben zermalmt worden sein. Weckersdorf. Als der FuhrWerkbesitzer und Gastwirth Rödiger von hier mit seinem Geschirr von Schleiz nach Hause fahren wollte, scheulen auf der Chaussee kurz vor Löstau die Pferde und gingen mit dem Wagen durch. Rödiger wurde herausgeschleudert und überfahren. Er trug schwere Verletzungen davon, an denen er bald starb. Weimar. Ein lojähriges Dienstmädchen versuchte hier die Frau ihres Dienstherrn, des Fleischermeisters Müller, durch Schwefelsäure zu vergiften. Sie schüttete zu diesem Zweck ein erhebliches Quantum Schwefelsäure in die Kaffeekanne, aus der Frau Müller sich eine Tasse eingoß und trank. Sie merkte jedoch sofort an einem brennenden Schmerze im Munde, daß mit dem Kaffee etwas geschehen sei, und schluckte ihn deshalb nicht hinunter. Das Mädchen leugneie erst hartnäckig, gestand aber schlichlich seine Schuld ein. Es will die That begangen haben, um dadurch die Entdeckung eines Diebstahles, den es bei seiner Herrschaft verübt habe, zu verhindern. Das Mädchen wurde verhaftet und dem Amtsgerichtsgefängniß zugeführt. SacHlen. Dresden. Sein 25jähriges Arbeitsjubiläum feierte kürzlich Hr. Hermann in der Glaserei und Spiegelfabrik von Julius Schmidt, LandhausStraße 8. Daß in diesem Geschäft noch das alte gute Verhältniß zwischen Inhaber und Personal besteht, beweist der Umstand, daß neben Herrn Hermann noch mehrere Jubilare thätig finb; der vor einigen Jahren gestorbene Geschäftsführer Hartnuann war sogar über 50 Jahre im Geschäft.

Von einem Schnellzuge überfahren wurde kürzlich in der Nähe von Mü-

geln der 17jährige Realschüler Kourad Georgi von hier. Königsbrück. Letztens wurde hier die 67jährige Almosenempfängerin Hanna Sophie verw. Rehor in ihrer Wohnung erhängt aufgefunden. Rossen. Das 60jährige Vereinsjubiläum beging kürzlich der hiesige Männergesangverein Liederkranz". Neugersdorf. Dem bei der hiesigen Firma Hermann Herzog & Co. seit 32 Jahren angestellten Portier Kunath wurde das Ehrenzeichen für Treue in der Arbeit verliehen. Olbersdorf. Hier hat sich der beim Gutsbesitzer Franze bedienstete Knecht Feller auf dem Futterboden erhängt. Oberwürschnitz. Dieser Tage brannte das aus vier Gebäuden bestehende Anwesen des Gutsbesitzers Ernst Tauscher vollständig nieder. Die Familie des Besitzers konnte, nur mit dem Notdürftigsten bekleidet, sich noch rechtzeitig retten. Das Vieh wurde in Sicherheit gebracht, hingegen ist das Mobiliar fast gänzlich verbrannt. Lengenfeld. Bernhard Roth ln München hat seiner Vaterstadt hier 40,000 Mark als Stiftungskapital mit der Bestimmung übersandt, daß die Zinsen von diesem Kapital alljährlich zu je einem Drittel alten und bedürftigen Einwohnern, unbemittelten Schulkindern und der Verschönerung der Stadt zugute kommen sollen. Leipzig. Das König AlbertGymnasium feierte dieser Tage das 25jährige Jubiläum. P l a u e n. Tödtlich verunglückt ist in einer dem Ziegeleibesitzer F. A. Roßbach gehörenden, in der Nähe des. Pietzschebachthales gelegenen Lehmgrübe der Ziegeleiarbeiter Stolba aus Böhmen. Der junge Mann war damit beschäftigt, aus eine Lowry Lehm zu schaufeln, und stand dabei neben der Lehmwand, als von dieser ein großerer Block abstürzte und ihn traf. W a l d h e i m. Die hiesige Schuhmacher - Innung beging kürzlich ihr 500jähriges Bestehen durch eine Festsitzung mit anschließendem Mahl im Restaurant Kronprinz". Z w i ck a u. Eine lebensgefährliche Verletzung, Gehirnerschütterung und Schädelbruch, erlitt der Bergzimmerling Max Wilm in einem hiesigen Schacht dadurch, daß er beim LangHolztransport von einem Stamme an den Kopf getroffen wurde. Kessen-Darrnstadt. D a r m st a d t. Letztens waren es 25 Jahre, daß Oktroi - ErHeber Köhler in städtischen Diensten steht. Der Großherzog hat dem Kammerdiener Lampert Pappert das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift Für treue Dienste" verliehen. B ü d i n g e n. In den Ruhestand verfetzt wurde der Gefangenwärter am Haftlokal in Büdingen Christ. Lehning auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste. Gießen. Der in Rudersportkreisen bekannte Kaufmann Ernst Valser, Mitglied der Handelskammer, ist bei einem Ausritt in der Nähe von Buseck gestürzt und auf der Stelle todt geblieben. Geh. Medizinalrath Dr. Eckhart, Professor der Physiologie an der Universität Gießen, ist im Alter von 83 Jahren gestorben. X m m . . MM Das älteste Straßenschild Berlins befindet sich im Krögel, und zwar an der Wasserseite. Es ist hier an dem Flügel des alten Stadtvoigteigefängnisses angebracht worden, in dem einst die schweren Verbrecher ihrer Ueberführung nach dem Zuchthause oder gar zum Schaffst harrten. Das Schild besteht aus dünnem Eisenblech und ist mit starken Nägeln in der Wand befestigt worden. Auf ihm liest man nichts als den Namen Krögel", und zwar einmal in deutschen und einmal in lateinischen Buchstaben. Da die Buchstaben sich im Laufe der Zeit verwischt hatten, so hat man, wie deutlich zu sehen ist, die Bezeichnung noch einmal in lateinischen Buchstaben weiß darübcrgemalt. Man hofft, daß dieses interessante Schild erhalten und dem Märkischen Museum überwiesen wird. Ferner hängt am Eingang zum Krögel am Schewrin'schen Palais die ohne Zweifel älteste Polizeitafel Berlins. Sie ist von Holz und vom Königlichen Polizei - Präsidium hiesiger Residenz" am 5. Mai 1830 angebracht worden, hat somit ein Alter von 75 Jahren. Auf der Tafel wird die Verübung eines gewissen Unfugs im Krögel bei 1 Thaler" Strafe derboten. RaffinirteAnpreisung. Käuferin: Können Sie mir diesen Liebesbriefsteller empfehlen?" BuchHändler: Wenn Fräulein den kaufen, erlaube ich mir gleich im Voraus zur Verlobung zu gratuliren." Prosessorensprache.. Professor (der in der Sommerfrische fast regelmäßig schlechte Milch zum Morgenkaffee erhält): Die Milch, Frau Wirthin, ist ein sehr dunkler Punkt in Ihrem Kaffee!" Neue Krankheit. A.: Warum führt man eigentlich an unserm Theater keine Wagnerischen Werke mehr auf?" B.: Za, weiht Du denn nicht, daß der Heldentenor nibelungenschwindsüchtig geworden ist i"

Der galante Chef.

Prinzipal: Dort sehen Sie meine Buchhalterin, Fräulein Schulze, mein rechtes Händchen." Höchster Beweis. WachtMeister, notiren Sie mir den Meyer zu drei Tagen gelinden Arrest!" Darf ich den Herrn Rittmeister, der Eintragung halber, um den Grund der Bestrafung bitten?" Gelacht hat der Kerl bei der letzten großen Revue, gelacht während der Paradestellung soeben auf Momentphotographie gesehen!" Auch noch. Kranker Onkel (der von seinem Neffen, einem jungen Aerzte, behandelt wird): Schrecklich, jetzt will er auch noch meinen Magen auspumpen !" Aufrichtig. Schwiegermutter (Wittwe): Bin ich nicht noch immer eine schöne Frau, um einen Mann glücklich zu machen?" Schwiegersohn: Freilich! Ach, thun Sie mir doch den einzigen Gefallen und heirathen Sie noch einmal, aber möglichst bald!" Mister Trubby (im Dschungl von einem wilden Elefanten ergriffen, der ihn zerschmettern will): Großartige Aussicht hier oben!" Unbewußte Kritik. Dichter: Da können Sie sich meinen Schreck vorstellen. Wie ich gestern nach Hause komme, ist gerade mein Junge dabei, meine Gedichte in kleine Stücke zu zerschneiden!" Kritiker: Nicht möglich, kann denn derKleine schon lesen?" In der Weinkneipe. Herr Wirth, ich will weiter nichts sagen aber ich wundere mich, daß dieser Weißwein hier nicht rotf; geworden ist, als man die Aufschrift Rüdesheimer" aus die Flasche klebte!" Angenehme Aufgabe. Professor: Ach bitte, liebe Frau, sieh doch 'mal nach, wie lange es noch regnet. Die Moneten. Den Grafen H. und die Commercienrathstochter knüpfen wohl zarte Bande aneinander?" Zarte Bande? Ich halte es für ein Drahtseil." DerApothekerzuHaus e. Junge Frau: Hier habe ich ein Packet Briefe mit guten Rathschlägen von meiner lieben Mama; aber wo bwahre ich fte wohl am besten auf? Mann: Liebes Frauchen, gsib sie mir nur, ich werde sie sofort in den Gift schrank legen.

Kaltblüttg. Q MM l v - I Xxr fe f

Vom Jnlandc. I n R e d W i n g, M i n n., ist der Niese Jver Davidson gestorben, welcher durch seine gewaltige Körpergröße viele Jahre lang eine Attraktion des Barnum - Circus war. Er wurde nur 46 Jahre alt und stand 7 Fuß 2 Zoll in seinen Strümpfen. Ein neues Gesetz des Staates New Jork, welches der Gouverneur Higgins kürzlich unterzeichnet hat, bestimmt Folgendes: Die Vorschriften des Gesetzes für die Regelung der Kinderveschäftigung beim Zeitungsverkauf follen auch auf die Städte zweiter Klasse ausgedehnt werden. Nach dem betreffenden Gesetze dürfen Knaben unter zehn und Mdchen unter sechszehn Jahren keine Zeitungen verkaufen, und alle Kinder, die als Zeitungsverkäufer dienen, müssen ein Licenzabzeichen tragen. Ihre allzugroße Länge brachte dieser Tage in New Jork die vierzehnjährige Lena Oben vor das Polizeigericht. Sie hatte dort zu erscheinen, um dem Polizeirichter zu erklären, warum sie 'die Schule nicht besuche. Das Mädchen ist sechs Fuß lang. Ich bin zu groß," sagte Lena zu dem Richter, die Kinder in der vierten Klasse, die ich besuchen soll, sind klein und die Schulbänke so niedrig, daß ich nicht weiß, wo ich meine langen Beine unterbringen soll. Meine Mitschüler machen faule Bemerkungen über meine Größe. Dies wurmte mich, deshalb blieb ich von der Schule fort, ich kann nichts dafür, daß ich so lang bin." Trotz dieser Klage beoeutete der Richter der jungen Riesin, daß sie die Schule besuchen solle, und entließ sie dann ungestraft. Die Polizeibehörde der Bundeshauptstadt hat den DistriktsCommissären Bericht erstattet über die offizielle Volkszählung. Nachfolgend ist das Resultat: Gesammtbevölkerung 323,346; davon sind 227,812 Weiße; 95,534 Schwarze; 153.927 männlichen und 169,419 weiblichen Geschlechts. Nach der offiziellen Volkszählung von 1897 hatte &e Distrikt Columbia damals !7,782 Einwohner; mithin beträgt die Zunahme seither 45,564, oder 16 Prozent. Die Zunahme unter den Weißen in acht Jahren ist 38.355. oder mehr, als 20 Prozent, während die Zunahme der Neger nur 72(O, oder etwa acht Prozent. beträgt. Unter den Weißen befinden sich 110.669 männliche und 117,143 weibliche; von den Negern sind 43.258 männlichen und 52,276 weiblichen Geschlechts. Ungewöhnliche Verhältnisse tragen dazu bei, die Nahrungsmittelausfuhr der Ver. Staaten ungewöhnlich großen Umfang erreichen zu lassen. Auf der einen Seite ist es Europa, welches noch unter der Wirkung der Regenlosigkeit während nahezu des ganzen letzten Sommers leidet und wegen Mangel an eigenen FutterMitteln auf große Einfuhr von amerikanischem Mais angewiesen ist, ungeachtet des hohen Preises des hiesigen Produktes sowie der Concurrenz für dasselbe durch die russische Gersie. Andererseits findet gegenwärtig eine außerordentlich starke Mehlausfuhr nach Japan statt, theils als Wirkung des Krieges in Ostasien, theils mit Rücksicht darauf, daß vom 1. Juli an in Japan wesentlich erhöhte Einfuhrzölle in Kraft treten und die dortigen Händler bemüht sind, noch vor jenem Termine große Lager einzulegen. Die starte Ausland-Nachfrage nach Baumwolle tragt dazu bei, daß der Totalbetrag für die Aprilausfuhr in den vier leitenden Landesprodukten: Brodftoffe, Provisionen, einschließlich von Schlachtvieh, Baumwolle und Mine-

ralöl, mit $59,649,367 großer ist, als folcher für den gleichen Monat einer Reihe von Jahren zu melden war. Der Earl of Crawford, der csitzer. der englischen Riesenyacht Valhalla", die an dem Kampfe um des deutschen Kais:rZ Pokal theilnimmt, ist nicht nur Sportsmann, fondern fast in noch größerem Matze auch Briefmarkensammler, wie viele Andere des englischen Adels. Seine Sammlung amerikanischer Briefmarken oilt als eine der besten und reichhaltigsten in der Welt. Er ist Mitglied des vornehmsten PhilatelistenClubs Londons, dem auch der englisc;e Thronfolger abgehört. Die Sammlung ist in 40 großen Bänden untergebracht und sie enthält nicht nur die größten Seltenheiten, sondern o.'lch, von der eigenen Hand des Besitzcrs bei jeder "Mrke hinzugefügt, eine vollständige Geschichte der Briefmarken. Der erste Band enthält die provisorischen Mar.'enausgaben der Postmeister in den Jahren 1845 1847, Mr den ersten Rezierungsmarken vorangingen. Als die werthvoll)itn Stücke aus der Sammlung im Werthe von je 1500 werden von den fachkundigen angesehen: 25 Cenrs St. Louis Marke mit den beiden Vären und die Annapolis, Md., 5 Cents Courert - Marke von 1846. Der Werth der gann Sammlung, deren jedes einzelne Stück von dem Earl selbst eingeklebt :urde, wird auf rund 5100.000 geschäht. Der Earl of Crawford trennt sich niemals von seinem Vri:fmarkenschatze, auf den er außerordentlich stolz ist. Er führt ihn immer bei sich, auch bei der Wettfahrt auf der Walhallas Sobald er auf seinen Reisen in einen fremden Hafen kommt, ist das erste, daß er sich nach neuen Raritäten für seineSammlung umsieht.

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