Indiana Tribüne, Volume 28, Number 250, Indianapolis, Marion County, 13 June 1905 — Page 3
Jndianck Tribüne, 13. Juni 1905.
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Findet mit Trcnnungs-Absichtcn keinen Anklang bei den Großmächten.
Die Grundzüge eines Handelsvertrages Maaten. Parlamentarilcher
Behauptungen eines italienischen Hauptmanncs über den Congo-Staat.
Deutschland. Trennung Schwedens und Norwegens. Berlin, 12. Juni. Unter den Großmächten ift eine Bewegung im Gange, welche darauf abzielt, die Trennung zwischen Schweden und Norwegen z t verhindern. Als Grund hierfür wird in diplomatischen Kreisen ganz unverhüllt angedeutet, daß daS Beispiel Norwegens einen schlechten Einfluß auf die Unterthanen der anderen Länder ausübe. Rußland und Oesterreich theilen bekanntlich diese Anficht. England, obwohl freiheitlich gesinnt, ift gegen die Trennung, weil eine Prinzesnn aus dem englischen Königshause mit dem Sohne des schwedischen ThronfolgerS verlobt ist und deren zukünftige Interessen durch ewe Trennung ge schädigt würden. Verschiedene Mächte opponiren dem Geschehenen deshalb, weil Norwegen als alleinstehender Staat bald unter fremde Einflüsse, vielleicht diejenigen Rußlands, gelangen könnte. Auch der Einfluß be deutschen Stau serS an den Fjorden sei schon groß. Andererseits giebt man sich keinem Zweifel darüber hin, daß Norwegen "entschloffen ift, seine Unabhängigkeit und nationale Enftenz mit Waffengewalt zu vertheidigen, wenn König OSkar in keine friedliche Lösung einwilligen wird. Handelsvertrag mit den V e r. Staaten. Berlin, 12. Juni. Die einlei. tenden Schritte zur Neugestaltung der handelspolitischen Beziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten find im Gange. Der Entwurf der deutschen Regierung über ihre Ansichten betreffs des projektirten HandelSver trage wird gegenwärtig vorbereitet und soll im Juli in Washington unterbreitet werden. Der Entwurf bafirt auf den Berichten der deutschen HandelSkammern und anderer Gutachten kommerzieller Körperschaften. Nach den allgemeinen Grundsätzen wird in folgenden Bestimmungen noch ausgeführt, daß Vorkehrungen für die kostenfreie Lieferung von Informativnen über Tarif-Angelegenheiten getroffen werden müffen, ferner für die Erledigung von Streitfällen und TarifDifferenzen durch ein schiedsgerichtliches Verfahren. Schließlich sollen Waarenproben in beiden Ländern frei cirkulirt werden und jedes der beiden Länder muß fich verpflichten, die Gutachten der wiffenschaftlichen Körperschaften des anderen Landes über die Zusammen setzung von Nahrungsprodukten als bindend anzuerkennen. Revision verworfen. Leipzig, 12. Juni. Das Reichsgericht hat die von Graf Baudisfin eingeleitete Revision in Sachen des Prozesses wegen des Romans Erst klasfige Menschen" verworfen. Baudissin, besser unter seinem Pseudonym Freiherr von Schlicht bekannt, hatte in seinem Roman, welcher in die Zeit der Bilse-Enthüllungen fiel, daS Gardefüfilirregiment beleidigt. Er wurde dafür zu 500 Mark Geldstrafe verurtheilt. Ekuador. Gelbes Fieber. G u y a q u i l , 12. Juni. Die GesunbheitSbehörde verweigerte dem britischen Dampfer Chile, der gestern von Squique ankam, die Erlaubniß zum Landen. Der Dampser ging nach Panama weiter. ES wird behauptet auf dem Wege hierher seien 3 Leute auf dem Chile an gelbem Fieber gestorbenRußland. Parlament. S t. P e t e r S b u r g , 12. Juni. DaS Experiment mit einem Parlamente wird im nächsten September beginnen. Nach dem Plane des StaatSratheS, der bereits von dem Zaren genehmigt ift, soll das Parlament aus 2 Häusern bestehen. Der ganze Plan hängt noch
Nottvcgcn
zwischen Deutschland uud den Ber. Berm m Rnyland. Semame stark mit dtm alten autokratischen System zusammen, mag aber noch manche Aenderungen erfahren. Mit dem Kriege respektive den Friedenöverhandlungen an Hand ift es allerdings eine gewaltige Ausgabe, das ganze innere System zu ändern. Unruhen in Minsk. St. Petersburg, 12. Juni. Aus Minsk, der Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernements, kommen Meldüngen über schwere Ausschreitungen, welche der dortige Mob an den israelitischem Bewohnern der Stadt verübt hat. Die Unruhen find viel ernster, als man nach den ersten Berichten angenommen hatte. Offenbar haben die Behörden wieder 'die gewohnte schimpfliche Rolle gespielt und den Greuelthaten gegenüber ein Auge zugedrückt. Höchst bezeichnender Weise waren eS beurlaubte Soldaten, welche das Massacre veranstalteten. Zwölf Männer, sieben Frauen und drei Kinder fielen der Wuth deö Mobs zum Opfer; sie wurden theilweise mit Anwendung rasfinirter Grausamkeit getödtet. Die Gesammtzahl der Verwundeten soll in die Hunderte gehen, darunter viele Frauen. Ferner wurden Hunderte von Läden und Wohnungen ausgeplündert. Dee meisten Opfer wurden durch die plötzlich ausbrechenden Unruhen so überrascht, daß sie nicht an Mittel und Wege zur Gegenwehr denken konnten. Noch immer die See s ch l a ch t. Wladiwoftock, 12. Juni. Als nachträgliche Berichte über' die Seeschlacht in der Meerenge von Korea werden Aeußerungen von russischen Offizieren berichtet, die höchst merkwürdig klingen. ES wird behauptet, daß kein Offizier der russischen Flotte über Rojeftvenky's Pläne unterrichtet war. daß s?lbft Admiral Nebogatoff nach seiner Vereinigung mit Rojeftvensky nur eine einzige Unterredung von ungefähr 15 Minuten mit demselben hatte. ES scheint, daß alle Erzählungen über große Schießübungen in den Ge wäffern von Madagasca? unbegründet waren. Die Schießübungen waren nicht nennenswerth. Während der Reise wurden von den Schlachtschiffen je 3 Schuß aus den großen Geschützen abgegeben. Die Japaner befolgten während der Schlacht die Taktik ihr Feuer auf ein russisches Schiff zu konzentriren und wenn dieses kampfunfähig war, das 2., 3. u. f. w. auf'S Korn zu nehmen. Geradezu unglaubliche Zustünde follen fich auf den russischen Schiffen herausgestellt haben. Das mächtige Schlachtschiff Olabya" sank ohne unter der Wasserlinie getroffen zu sein. Die Meereswellen schlugen durch verschiedene Schutzlöcher und die Zwischenwände, welche die wasserdichten Abtheilungen trennen hielten dem Druck nicht Stand. So ging daS stolze Schiff ohne schwere Verletzung auf den Grund. Schon nach dem ersten Schlachttage soll die Munition erschöpft gewesen sein. Aus allen Nachrichten geht hervor, daß Offiziere und Mannschaften der russischen Flotte ihr Bestes thaten und theilweise große Heldenthaten vollbrachten aber sie konnten die Mängel des ganzen Systems nicht ausgleichen. Trepoff'S Einfluß zeigt sich. St. Petersburg, 13. Juni. Die Minister haben angeordnet, daß die Zeitungen von Vorgängen in Verfammlungen, welche ohne polizeiliche Erlaubniß abgehalten worden find, nichts veröffentlichen dürfen. ES geschab dies auf Veranlaffung General Trepoff'S, der in der Miniftec-Kon-ferenz zugegen war, um etwaigen weiteren liberalen Anwandlungen derfel den einen Riegel vorzuschieben. Die Deputation deSZemftwo-KongreffeS AllRußlands wird Mittwoch vom Zaren empfangen werden, um ihm eine Adresse zu überreichen.
Italien. Hauptmann Baccari'S Behauptungen. Rom, 12. Juni. Die Deputirtenkammer beschäftigte fich heute ausschließlich mit einer Diskussion der BeZiehungen Italiens znm Congo-Staate. Viele Redner gaben der Entrechtung über Grausamkeiten Ausdruck, die von Beamten des Congo-StaateS begangen wurden. Der Minister des Auswärtigen, Tittoni, sagte, nach dem Berichte Hauptmann Baccari'S sei der Plan, italienische Auswanderer nach dem CongoFreiftaate zu schicken, aufgegeben wor den. In Bezug auf daS Gerücht, daß Be amte des Congo-FreiftaateS gedroht hätten, Hauptmann Baccari zu vergif ten, sagte Tittoni, ein hoher Gerichtsbeamter sei mitUntersuchung deS Falles beauftragt worden. Hauptmann Baccari, der nach dem Congo-Jreiftaate geschickt wurde, um im Auftrage deS Königs Victor Emanuel Erhebungen zu machen, ob eS rathsam sei, die italienische Auswanderung nach dem Congo-Freiftaate zu lenken, hat behauptet, daß Beamte deS Congo-FreiftaateS versuchten, ihn zu vergiften und daß später der Generalgouverneur des Freistaates ihn für wahnsinnig erklären lassen wollte. Westindien. Unbegründete Gerüchte. S t. T h o m a S, 12. Juni. Hauptmann Christian Gold, Generalgouverneur von St. Thomas erklärte dem Vertreter der Äff. Presse gegenüber: Die Berichte, daß eine ausländische Macht auf St. Thomas oder irgend einen anderen Theil von Dänisch-Weft indien Rechte erworben hat, entbehren der Begründung. Diese Kohlenwerften und Schiffs - Reparaturwerkstätten sind Privat - Unternehmungen; WateS Island, wo die Hamburg - AmerikaLinie errichtet haben soll, gehört einem Privatmanne. Die falschen Berichte wurden wahrscheinlich durch die Versuche veranlaßt, den Hafen von St. Thomas zu verbeffern, was die Eifersucht von benachbarten Inseln erregte." Oefterreich-Ungarn. Militärdiktatur? Wien, 13. Juni. Gen. Frhr. v. Fejervarey wurde heute von Kaiser Franz Josef in Audienz empfangen und endgiltig zum ungarischen Premierminifter als Nachfolger des Grafen TiSza ernannt. Er wird fein Amt am 15. Juni mit Eröffnung deS ParlamenteS übernehmen. Man ift auf einen großen Sturm im Parlamente gefaßt. Fejervary'S Kabinet wird wahrscheinlich nicht aus Mitgliedern der Majorität bestehen und deßhalb von allem Anfang an auf entschiedene OpPosition stoßen. Die Ernennung deS Frhrn. FejerVary zum Premierminister wird hier als Zeichen betrachtet, daß der Kaiser vorbereitet ift in Ungarn eine Militärdiktatur zu errichten.
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irobumi Jto, Der' leitende japanische Staatsmann, welcher in den Frieden S-Unterhandlun gen die Hauptrolle spielen wird.
Panama. Major Lagarde'S Rücktritt. P auama, 12. Juni. Major Lagarde, Superintendent der Hospitäler zu Ancon, hat seine Resignation eingereicht, die auch angenommen wurde. Schweiz. Selbstmord verübt. Bern, 12. Juni. Ingenieur Feldmann, der Erbauer der Elberfelder Schwebebahn und mehrerer Bahnaufzöge in den Bergen der Schweiz, hat hier Selbstmord verübt. Die Gründe seiner That sind nicht bekannt. Cuba. Für G o m e z. H a v an a , 12. Juni. Das RepräsentantenhauS bewilligte heute einstimmig eine Ehrengabe von $100,000 für den kranken General Gomez. Großbritannien. Vorbereitungen zur Hochzeit. London, 12. Juni. Prinz Guftav Adolf, der älteste Sohn des schwedischen Kronprinzen, ift hier angekommen. Er wird am 17. Juni mit Prinzessin Margaret Victoria von Connaught getraut werden. Er war von seinem Bruder, dem Prinzen WilHelm, begleitet. Morgen werden beide Prinzen vom Könige auf Schloß Windsor empfangen werden. Der Khedide von Aegypten kam heute Abend als HochzeitSgaft hier an. Gestrandet. H a l i f a x, N, S.. 12. Juni. Es lief heute Abend hier die Nachricht ein, daß der Dampfer Tempican" von der Leyland-Linie im St. Lawrence strandete. Sechs Schleppdampfer waren nicht im Stande das Schiff von der Sandbank abzuschleppen. M a r o k k o-F r a g e. London, 12. Juni. Eine Depesche von Fez, Marokko, sagt: Die deutsche Freundschaft mit Marokko beginnt bereits Früchte zu tragen und es find Deutschland kleinere Handelövortheile gewährt worden. Falls andere Konzessionen folgen sollten, möchte Frankreich die Geduld verlieren. Der Sultan von Marokko bewahrt seine volle Unabhängigkeit und seine Untergebenen betrachten den deutschen Gesandten v. Tattenbach wie ihren Schutzengel. Der Graf soll dem Sultan mitgetheilt haben, Deutschland sei vollftändig vorbereitet, ihn gegen Frankreich zu schützen."
B a z a r unter freiem Himmel. Wien hatte neulich einen großen festlichen Wohlthätiffkeits-Ba-zar unter freiem Himmel. Die parkartige Ringstraße war an beiden Seiten. auf einer mehr als eine Meile langen Strecke, mit farbenprächtig öekorirten Buden besetzt, in denen reizende junge Mädchen und Frauen alles Mögliche verkauften. Es fanden sich riesige Mengen von Käufern und Neugierigen ein; das finanzielle Ergebniß war daher sehr zufriedenstellend. Ter Ertrag floß dem Unierstützungsfonds für arme und kranke Kinder zu.
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Ausland ti M-HH44 : 1riHH In der Jauchengrube g e st o r b e n. In Unterlangkampfen, Tirol, verunglückten die Landwirthe Prantl und Maier beim Räumen einer Jauchegrube. Sie erstickten an den Kloakengasen. Blitzschlag beim Hochz e i t s m a h l e. In Malterhausen, Brandenburg, fuhr während eines Gewitters der Blitz in eine beim fröhlichen Hochzeitsschmause befindliche Gesell i'chaft und tödtete einen zur Hochzeitsfeier erschienenen Gast. Tie Ehefrau des Verunglückten, sowie ihre beiden Kinder wurden vom Blitze betäubt, erholten sich jedoch wieder. Dreifache Ehedekorat i o n. Dem Rentner Vußen'schen Ehepaare in Loquard, Hannover, wurde kürzlich auch zu ihrem 65jährigen (eisernen) Ehejubiläum eine Ehejubiläumsmedaille. diesmal mit der Zahl 65 versehen, zu Theil. Schon vor 15 Jahren, zu ihrer goldenen Hochzeit, und vor fünf Jahren, zu ihrer diamantenen, war den beiden alten. Leuten eine Medaille zu Theil geworden. Um seinen Lotteriegeminn geprellt. Ein LandWirth aus der Nähe von Köln, RheinProvinz, hatte in der Mecklenburg!sehen Geldlotterie einen Gewinn von 100,000 Mark gemacht. Berliner Bauernfänger lockten den Mann nach der Reichshauptstadt, wo ihm im berauschten Zustande das Loos abgeschwindelt und dafür 600 Mark baar und eine Anzahl werthloser Wechsel gegeben wurden. Von einem Tobsüchtigen erschlagen. Bei einem in einem Hospitale zu Salzburg, Oesterreich, aufgenommenen Patienten zeigten sich Spuren von Geistesgestörtheit. weshalb er in die Irrenanstalt überführt werden sollte. Da die Aufnahmsformalien in der Kanzlei des Spitals durchgeführt werden sollten, wurde der Irre einstweilen in einem Zimmer internirt, in dem sich noch ein Patient befand. In einem plötzlichen Tobsuchtsanfall stürzte sich der Irre auf diesen und schlug so lange auf ihn ein, bis der Mann todt war. Vatermord. Der wohlhabende Landwirth Stephan Mörincz aus Un-ter-Suhar. Ungarn, lebte seit geraumer Zeit in Unfrieden mit seinem Sohne, weil dieser ein armes Mädchen zur Frau nehmen wollte. Der alte Mörincz hatte schon seinen Sohn enterbt, haderte aber dennoch immer wieder rnü ihm wegen der Heirath. Als der Sohn in einer Nacht spät heimkehrte, empfing ihn der Vater wieder mit Vorwürfen wegen des Mädchens, so daß der junge Mörincz im Zorn eine Axt ergriff und damit mehrere Hiebe gegen den Kopf des Vaters führte. Der alte Mann stürzte nieder und verschied auf der Stelle. Rüstige Hundertjähr i g e. In Sasbach. Baden, vollendete in stiller Zurückgezogenheit die Wittwe des verstorbenen Privatmannes v. Harder ihr 100. Lebensjahr. Es dürfte Frau v. Harder die älteste Frau im Großherzogthum sein Dabei erfreut sich die Dame noch großer körperlicher und geijtiger Frische. Sie nimmt an allen Tagesereignissen lcbhaften Antheil und führt selbst noch einen Briefwechsel in vier Sprachen. Gelegentlich der Feier ihres 100. Geburtstages empfing Frau v. Harder über 4000 Mark an Baargeschenken für ihre Ortsarmen fo Sasbach, die an der ehrwürdigen Greisin eine große Wohlthäterin haben. Die Löwenplage in Deutfch-Ostafrika ist wieder im Zunehmen begriffen. Ein Löwe drang unlängst in eine Eingebornenhütte und tödtete 20 Ziegen. Er legte sich unvorsichtigerweise zu einem Verdauungsschläfchen in der Hütte nieder und wurde dort durch einen Schuß getödtet. Bald darauf brach ein zweiter Löwe in die Hütte eines Schwarzen ein, und zwei Wüstenkönige" statteten einem Eingebornenlager (Jägerlager) einen Besuch ab. In beiden Fällen wurde je einem Eingebornen der rechte Oberschenke! zerfleischt. Es gelang den übrigen, durch Schreien und Schießen die Raubthiere zu verscheuchen. In einer Hütte zerfleischte ein Löwe zehn Ziegen. Festung wegen Fahrlässiger Tödtung. Das KriegsGericht in Landau, Rheinpfalz, verurtheilte den Leutnant Hugo Moser- vom 22. bayerischen Infanterie-Regiment in Zweibrücken wegen fahrlässiger Tödtung des Soldaten Hager zu neun Monaten Festung. Die 6. Kompagnie des Regiments hielt unter der Leitung des Leutnants Moser Schießübungen ab. Hager brachte eine Ordre falsch zur Ausführung. Infolgedessen nahm der Offizier ihm das noch scharf geladene Gewehr aus der Hand und versuchte, dem Soldaten die Uebung wieherholt zu erklären, wobei er sich dicht vor Hager hingestellt hatte. Da der Offizier der Meinung war, Hager habe seine sämmtlichen Patronen verschosfen, legte er an und drückte auf den Mann zielend ab. Das Geschoß traf Hager in den Mund und kam zum Hinterkopfe wieder heraus. Der Tod trat auk der Stelle ein.
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