Indiana Tribüne, Volume 28, Number 249, Indianapolis, Marion County, 12 June 1905 — Page 6

Jndiana Tribüne, 12. Juni 1905.

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Europäische Nachrichten. Provinz Schrcvig-Korstein. Schleswig. Auf dem Felde der öhre gefallen ist der Angehörige der Schutztruppe in Südafrika, Crifioph Koch von hier, Sohn des bei Sahr & Kühler beschäftigten Müllers Koch. A l t o n a. Vor einiger Zeit konnte Bürgermeister Geh. Regierungsrath Rosenhagen den Tag feiern, an dem er vor 50 Jahren in den Staatsdienst getreten ist. D ö r p st e d t. Hier brannte das zur Jöns'schen Landstelle gehörige Wohnhaus nieder. Jöns hatte erst vor kurzem seinen Besitz an die Herren Thöming & Dethmann verkauft, die bereits Besitzer stnd. F l e n s b u r g. Durch seinen noch schulpflichtigen Sohn vom Tode des Ertrinkens gerettet wurde der Schiffer Christensen aus EZensund, der bei Kragesand in der Außenföhrde beim Halsen über Bord fiel. Der beherzte 5inabe spang sofort in ein Beiboot und zog seinen Vater, den die Kräfte schon zu verlassen drohten, hinein. Der Segler war inzwischen schon abgetrieben, wurde aber von beiden durch Rudern erreicht. Heide. Dieser Tage verstarb hier der hochangesehene Kreisdeputirte und früherer stellvertretender Landtagsmarschall, Landespfennigmeister Johann Heim Niemand, im hohen Alter von reichlich 88 Jahren. Kiel. Ein Festessen und Kommers, die von der hiesigen Bürgerschaft zu Ehren der letztens aus SüdWestafrika heimgekehrten Offiziere und Mannschaften des Marine - Expeditionscorps in Wriedts Etablissement" veranstaltet waren, nahmen unter zahlreicher Betheiligung auch hiesiger Bürger einen würdigen Verlauf. L o ck st e d t e r Lager. Der Weichensteller Passick hier beging sein LÖjähriges Dienstjubiläum. Er befindet sich bereits 30 Jahre im Eisenbahndienst, davon hat er annähernd 15 Jahre hier verbracht. Neumünster. Schlachtermeister P. H. Baumgarten von hier hat sich in einem Logirhause an der Reeperbahn in St. Pauli durch einen Revolverschuß in die Schläfe lebensgefährlich verletzt. Schlechte pekuniäre Verhältnisse sollen ihn zu der That

veranlaßt haben. Sonderburg. Die Leiche des jüngsten Sohnes des Fischers Reldorf in Meels, der mit seinem Vater und einem älteren Bruder im Alsensund ertrank, ist kürzlich hier am Strande oefundtn worden. Wohld. Der hinter Eilsdorf belegene Hof brannte vollständig nieder. Die Bewohner konnten nur das nackte Leben retetn, ihre ganze Habe verbrannte, 36 Stück Vieh, 8 Pferde und 2 Fohlen kamen in den Flammen um. Provinz Schlclien. B r e s l a u. In der verlängerten Hedwigstraße wurde ein junges Mädchen aufgefunden, welches eine Schußwunde in der rechten Schläfe dicht neben dem Auge aufwies. Das Mädchen, die 20 Jahre alte Schneiderin Bertha Falten, Tochter eines Fürstenstraße 10 wohnenden Putzers, ist das Opfer eines Verbrechers geworden. Mit dem 20 ?iahtt alten Maurer Bruno Hahn, Mtchalisstraße 4 unterhielt die Falten ein Liebesverhältnitz, von welchem jedoch deren Eltern nichts wissen wollten. Es kam deshalb oft zu Zwistigkeiten. Bei einer solchen Gelegenheit feuerte Hahn in der Wohnung des Mädchens auf dessen Eltern zwei Schüsse ab, die zum Glück fehl gingen. Am Mordtage trafen sich die beiden jungen Leute und nach kurzer Aussprache schoß Hahn dem Mädchen eine Kugel in den Kopf und floh, als das Mädchen mit einem Schmerzensschrei zusammenbrach. Er wurde aber von Unruhe gepeinigt und fand sich an dem Thatort wieder ein, woselbst er von dem Vater des Mädchens erblickt wurde. Er wurde sofort festgenommen. Antonienhiitte. Einen herben Verlust hat die hiesige Einwohnerschaft durch den Tod der Oberin Leokadia erlitten, die dem Gemeindelazarett in Neudorf vorstand. Die würdige Frau kränkelte schon seit Weihnachten, bis sie vor wenigen Tagen im Alter von 70 Jahren sanft entschlief. G l e i w i tz. Eine in den Schießständen der neuen Welt aufgefundene Frauenleiche ist als diejenige der Arbeiterin Franziska Saworki von hier recognoszirt worden; die Verstorbene litt an Epilepsie und hat, wie die gerichtliche Leichenschau ergeben, den Tod bei einem solchen Anfalle gefunden. H 0 h e n l 0 h e h ü t t e. Der Arzt Dr. Geisler wurde auf dem Wege zum Lazarett von einem Hausbesitzer Grzibek, der vor kurzem aus einem Irrenhause entlassen wurde, mit einem Revolver erschossen. Kainzen. Vogt Eischy aus Schlausdorf, welcher hier mit seinem Wagen verunglückte, ist im hiesigen Kreiskrankenhause an den erlittenen Verletzungen gestorben. Nieder - Halbendorf. Bei dem Wirthschaftsbesitzer Anders brach Feuer aus. Die Scheune stand in Flammen und das Feuer griff auf das anstoßende Gedingehaus über. Beide Gebäude brannten nieder. Es wird böswillige Brandstiftung vermuthet. S t r i e g a u. Der Steinauflader Heinrich Jakob von hier kam beim

Ändrehen"der Hemme an den Vorderrädern eines in Bewegung befindlichen,

schwer beladenen Stemfuhrwerkes zu Fall und gerieth hierbei unter das Hinterrad. Dieses ging über ihn weg und verletzte ihn so schwer an den Beinen, daß er bald nach seiner Unterbrinauna im Krankenhause starb. Ja lenze. Erstickt aufgefunden wurde auf dem brennenden Ziegelofen der Dzialoczinskiscben Ziegelei der Ziegels-.rbeiter Josef Depta. Der Mann hatte vorher in dem Grella'schen Lotale g?sessen und sich von da später entfernt. Er war offenbar nach der Ziegelei gegangen, und hatte sich auf dem Ofen schlafen gelegt, wo er als Leiche gefunden wurde. Frovtriz "gfosen. Posen. Ein schwerer Fuhrunfall, der den Verlust eines Menschenlebens herbeiführte, ereignete sich in der Nähe des Petriplatzes. An der cke der Ritter- und St. Martinstraße stand ein mit einem Pferde bespannter Wagen der Fabrik G. Sinner in Luban. Das Pferd brannte durch und in der Nähe des Petriplatzes versuchte der Tischler K. Niewicki, Grabenstraße 20 wohnhaft, das Gespann aufzuhalten, er wurde aber hierbei überrannt, eine kurze Strecke mitgeschleift, und erlitt so schwere Verletzungen, daß er starb. Zwei weitere Personen wurden ebenfalls bei dem Versuch, das Pferd zum Stehen zu bringen, zu Falle gebracht, erlitten aber glücklicherweise keine schweren Verletzungen. Bromberg. Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich auf dem Gute Blumwiese. Beim Hantiren mit der Dreschmaschine gerieth Gutsbesitzer Bruno Pofahl so unglücklich mit der einen Hand in das Getriebe der Maschine, daß der Arm buchstäblich abgerissen wurde. Nach kurzer Zeit erlag Pofahl der schrecklichen Verletzung. G l 0 w n 0. Der Maler Nowaczyk hat in seiner Wohnung Selbstmord verübt. Nachdem der erste Revolverschuß sein Ziel verfehlt hatte, war der zweite wohlgezielte in die linke Halsseite und Schlagader gedrungen. Die Wunde war tödtlich. K r 0 t 0 s ch i n. Der GeflügelHändler Paul John, welcher wegen Hehlerei verhaftet wurde, hat im Gefängniß des hiesigen Amtsgerichts seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. M e s e r w i tz. Der Pflegesohn des hiesigen Kaufmanns Enders, der 24jährige Kaufmann Theodor Franke, befand sich zu Döbern i. L. in Stellung. Von einer Radfahrt mit andern zurückkehrend, fuhr Franke in der Dunkelheit gegen eine nicht erleuchtete Schranke mit voller Wucht, stürzte und war infolge Genickbruchs sogleich todt. O st r 0 w 0. Ein verheerendes Schadenfeuer wüthete im Nachbardorfe Granowiec. Auf nicht ermittelte Weise entstand Luf dem Gehöft des Wirthes August Kolata ein Brand, der in kurzer Zeit nicht nur dessen Wirthschaft, sondern noch die d Nachbarwirhe Wilhelm Waldeck und V. Trocha einäscherte. S ch ö n l a n k e. Im October v. I. verschwand plötzlich die Tochter des Eigenthümers Krafft aus Sopyienberg. Jetzt hat man nun die Leiche des 18 Jahre alten Mädchens in der Netze aufgefischt. Es soll Selbstmord aus Liebesgram vorliegen. -Krovwz Sachsen. Magdeburg. Stadtrath Max Jaensch beging das Jubiläum seiner bOjährigen Thätigkeit als Kaufmann. Sein Zimmer in seinem Bankgeschäft Breiteweg 166 war aus diesem Anlaß festlich bekränzt. Blumengaben und sonstige Geschenke, sowie telegraphische und briefliche Glückwünsche gingen in großer Zahl ein. Geh. Regierungsrath Wernich ist auf einer Dienstreise von Liebenwerda aus spurlos verschwunden. Im Dienst ist alles geordnet. A tz e n d 0 r f (Kalbe). Vor einiger Zeit gerieth der 16jährige Knecht Franz Naumann mit dem 19jährigen Fritz Sauerzweig in Wortwechsel, wobei schließlich Naumann seinen Arbeitscollegen mit dem Handgriff des verkehrt genommenen Stiels einer Ochsenpeitsche so heftig über den Kopf schlug, daß der Geschlagene seine Arbeit verlassen und sich nach Haufe begeben mußte. Dort ist er infolge der erlittenen Verletzung (Bluterguß in das Gehirn) unter großen Schmerzen gestorben. D r e b l i g a r. Hier wurde dieser Tage der Invalide Tauer zu Grabe getragen, der im 70er Feldzuge die Belagerung von Belfort mitgemacht hatte. Eine Granate war dicht vor ihm geplatzt, trotzdem hatte ihn kein Splitter getroffen. Das umherspritzende Feuer hatte ihm jedoch die Augen so schwer verletzt, daß er völlig erblindete. Erfurt. Kommerzienrath Hermann Wineshe'm, Inhaber des hiesigen Getreide - Engrosgeschäftes, ist in Nizza, wo er Erholung suchte, plötzlich gestorben. 6r stand hier in hohem Ansehen und war seit 22 Jahren als Stadtverordneter thätig. G e n t h i n. Der 18jährige Bootsmann Paul Sänger aus dem benachbarten Altenplathow, dessen Fahrzeug in Berlin am Kottbuser Ufer lag, ist übe? Bord gefallen und ertrunken. Aus Furcht vor einer Disciplinaruntersuchung ließ sich der Bahnwärter Steinberg vom Zuge überfahren. Der Kopf wurde ihm vom Rumpf getrennt. Inspektor Robert Gentsch, Borsteker der Knaben - Mittel - Schule der

berühmten Francke'schen Stiftungen, feierte sein 50jähriges Lehrerjubiläum.

O s m u n d e. Das ftltene Fest m goldenen Hochzeit feierte das Schafmeiste? Salomonische Ehepaar in dem nahen Schwoisch. S t e n d a l.' Das fünfjährige Söhnchen des Zimmermanns Herman von hier gerieth am Uenglinger Thor unter die Räder eines Rollwagens, wurde überfahren und war auf der Stelle todt. W i t t e n b e r g. Arbeiter Schmidt aus Koswig gerieth auf dem hiesigen Güterbahnhof zwischen die Deichseln von Rollwagen, die sich in Bewegung befanden, und erlitt schwere innere Verletzungen, denen er bald darauf im Paul Gerhardtstift erlegen ist. 'Mrcviz gbanxxovex. Hannover. Kürzlich entschlief hier der emeritirte Propst und Pastor prim. Beer im hohen Alter von nahe zu 82 Jahren. Ncch dem Tode des Probstes Oberdieck Hierselbst wurde er vom hiesigen Magistrat zum Nachfolger gewählt und am 6. Juli 1873 in sein Amt eingeführt, das er 25 Jahre lang bekleidete. Ein Veteran des Königs-Ulanen-Regiments, Wachtmeister Schopp, ist hi verstorben. Er wurde 1868 Wachtmeister der 4. Eskadron, die Rittmeister v. Rosenberg führte, und ist in dieser Stellung über ein Vierteljahrhundert bei der Eskadron gewesen. Ah l den. Der Arbeiter Lösche von hier in der hiesigen Holzsägerei kam dadurch zu Unfall, daß er sich mit der Kreissäge von zwei Fingern der rechten Hand die beiden ersten Glieder abschnitt. B e t h e l n. Durch einen Unglücksfall ist der Dienstknecht Fritz Korthäuser, der bei dem Hotelbestjer Kemna in Diensten stand, ums Leben gekommen. Man fand denselben auf der Landstraße Marienhagen-Geyersum leblos vor. Der junge Mensch war mit Düngerfahren beschäftigt und ist jedenfalls vom Wagen gefallen. Eine Untersuchung des Todten ergab, daß der Schädel eingedrückt war. E i n b e ck. Ein trauriger Unglücksfall ereignete sich hier. Beim Abbruch einer alten Scheune stürzte der Maurer Grimm aus Salzderhelden so unglücklich von einem hohen Gerüst, daß er tödtlich verletzt in das Krankenhaus getragen werden mußte. G ö t t i n g e n. Dieser Tage starb der Physiologe, Professor an der hiesigen Universität, Dr. Gg. Meißner im Alter von 73 Jahren. Der Gelehrte hätte in diesem Jahre das 50jährige Jubiläum als Ordinarius begehen können. K l a u s t h a l. Der Direktor der hiesigen Bergakademie, Gcheimner Bergrath Professor G. Köhler, feierte sein 25jährige Jubiläum als Dozent für Bergbaukunde und Aufbereitungskünde dieser Hochschule. Osnabrück. Der älteste Anwalt des preußischen Staates, Syndikus Dyckhoff, ist hier im 90. Lebensjahre gestorben. S a r st e d t. Ein seltenes Familienfest konnten die Busche'schen Eheleute, in der Weberstraße Hierselbst wohnhaft, begehen. Dieselben feierten das Fest der Silberhochzeit und die Confirmakion ihres ältesten Sohnes. Außerdem waren an dem Tage 23 Jahre verflossein, seit sie in dem Hause des Rentiers Bellers wohnen. V i e n e n b u r g. Ein Zug von hier nach Harzburg überfuhr unweit des Bahnhofs den Bahnwärter Ehrhardt von hier und verletzte denselben tödtlich. Vermuthlich ist das Unglück beim Schließen der Schranken des BahnÜberganges passirt. fmO, diese Kinder! Mutter: Aber Hans, was ist denn mit Deinem Laubfrosch geschehen, der ist ja oben an der Leiter festgebunden!" Hans: Das hab' ich gethan, Mama, damit es schönes Wetter wird!" Seine Meinung. Dame: Na, was denken Sie, Herr Leutnant, von der FrauenEmanzipation? Glauben Sie nicht auch, daß wir Frauen danach streben sollen, den Männern gleich zu sein?" Leutnant: Aeh! Jedenfalls sehr schmeichelhaft für uns. dies Bestreben!" unverfroren. Patient: Herr Doktor, ich habe gestern den Professor Schnebel consultirt; der meinte, daß ich dank Ihrer total falschen BeHandlungsweise wahrscheinlich binnen Kurzem das Zeitliche segne." Junger Arzt: So. . . dann muß ich Ihnen aber gleich Ihre Rechnung auö-schreiben!"

Die gewaltige Ausdehnung des Ledensversicherungs Geschäftes in den Ver. Staaten wird durch nachstehende Zusammenstellung illustrirt: Im Jahre 1904 hatten 42 Lebensversicherungs - Gesellschaften zusammen Aktiven in der Höhe von 2,454,668, 487 Dollars, Reserven in der 5öhe von 2,057,516,703 Dollars, Ueberfchüsse für Policen-Jnhaber von 337,346,531 Dollars bei einer Kapitalistrung von nicht ganz 12 Millionen Dollars. An Prämien gingen in 1904 nahezu 47 u Millionen Dollars ein. andere Einnahmen beliefen sich auf 111 Millionen, so daß sich das Einkommen der Gesellschaften letztes Jahr auf über 580 Millionen bezifferte. Die Auszahlungen und Kosten bezifferten sich auf mehr als 380 MilKonen. Es waren in 1904 insgesammt 4,949,722 Versicherungs-Policen mit 10,028.090.981 Dollars in Kraft. Ein farbiges Ehepaar, Francis Davis und Frau, von dem ein Jedes über 100 Jahre alt ist, wohnt in der Ortschaft Footville, einige Meilen westlich von Janesville, Wis. Die beiden Alten sind im Vollbesitz ihrer Kräfte und erinnern sich noch aller Ereignisse vom Anfange des vorigen Jahrhunderts. Francis Davis ist der ältere, und behauptet 108 Jahre alt zu sein, während seine Frau 103 ist. Francis Davis war 1797 zu Ehesterfield. S. C., geboren. Er hatte drei verschiedene Herren, von denen einer ihn in den Baumwollfeldern in Mississippi arbeiten ließ, wo er grausam geschlagen wurde. Kurz nach Ausbruch des Bürgerkrieges erkaufte er seine Freiheit, und als Sherman seinen Marsch zur Seeküste begann, wurde Davis Koch in einem Regiment von Wisconsin, Sobald der Krieg vorüber war, wanderte er nach Norden und ließ sich nahe Vroadhead nieder. Für mehrere Jahre war er im Dienst der Familie des Capt. Guy Wheeler, Vater des Bundes - Distriktsanwalts W. G. Wheeler. Die riesige Entwickelung des Landes kündigen seine Bank - Interessen. Vor weniger als einem Menschenalü'r war das Geld - Centrum der Welt Lombard Str. in London, und die in der englischenHauptstadt lagernden Bank - Depositen übertrafen diejenigen New Aorks mehrere Male. Noch vor 15 Jahren waren sie größer und vor etwa 10 Jahren, im Jahre 1869, betrugen die Englands etwa 4000 Millionen, die der Ver. Staaten aber schon 5000 Millionen Dollars. Heute belaufen sich infolge der enormen Ausdehnung des Handels und der Industrie der Ver. Staaten die BankDepositen dieses Landes auf fast 10,300 Millionen Dollars, während England nur etwa 4500 Millionen aufzuweisen hat. Dieser Wechsel enthüllt eine solche ungeheure Anhäufung von Capitalien, wie sie die Welt nie zuvor gesehen hat. In den letzten acht Iahrcn hat der Geld- ld Noten - Umsatz Englands nur um ein Achtel zugenommen, derjenige der Ver. Staaten aber um mehr als das Doppelte. Amerika wird in absehbarer Zeit das GeldCentrum der Welt sein, wenn es dasselbe nicht thatsächlich heute schon ist. AuchimOsten wollen sie einen Theil der Einwanderung. Um dem Mangel an Farmarbeitern abzuhelfen, worunter die Farmer imStaat New Aork schwer zu leiden haben, trifft der dortige Ackerbau - Commissär Wieting Anstalten zur Ausführung eines Planes, zu welchem ein von der dortigen Legislatur angenommenes, und vom Gouverneur unterzeichnetes Gesetz die Ermächtigung ertheilt. Seit vielen Jahren hat man die Beobachtung gemacht, daß einwandern Landarbeiter und kleine Farmer sich selten im Osten niederlassen, sondern Heimstätten im Westen suchen. In früheren Jahren übten die von der Bundesregierung zu vergebenden Heimstätten eine bedeutende Anziehungskraft, aber jetzt sind viele dieser Heimstätten besetzt, und man hofft, die ersehnte Einwanderung für den Staat New Jork gewinnen zu können. Das landwirthschaftliche Departement desselben glaubt, dies bewerkstelligen zu können, indem es dafür sorgt, daß die Vortheile, welche der Betrieb von Farm- und Milchwirthschaft im Staat New Z)ork bietet, allgemeiner bekannt werden. Die gefährlichste Ladung, die je ein Schiff führte, das aus dem New Yorker Hafen auslief, ist Wohl diejenige, welche der dreimastigeSchooner Goodwin Stoddard", der dieser Tage nach San Juan, P: R., in See ging, an Bord führte. Das Schiff war thatsächlich ein schwimmendes Magazin; auf seinem Deck waren 50 Fässer, mit Gasolin gefüllt, nebst 100 Gebinden mit Naphtha aufgestapelt, und im Raum fünf Tonnen Dynamit nebst einer enormen Quantität von Schießvulver verstaut. Die Besatzung dieses gefährlichen Fahrzeuges besteht aus zehn Seeleuten; Capitän Miller ließ dieselben vor dem Auslaufen aus dem Hafen an Deck antreten und hielt folgende verständliche Ansprache: Wenn ich irgend einen von Euch dabei erwische, daß er raucht oder em Streichholz anzündet, schmeiße ich ihn über Bord. Das ist nicht etwa ein Scherz, sondern ganz klares Geschäft. Ueber Bord geht jeder, der nicht parirt. Der Schooner führte am Heck Und am Bug mächtige rothe Gefahrflaggen, ebenso auf seinen Masten, zur Warnung für jedes andere Fahrzeug, ck in reivektvcller Entfernung au bal-

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Vom Auslande.

Praktische Prüfungen oon Vahnmaterial sind an und für sich nichts Neues, aber etwas noch nicht Dagewesenes wurde kürzlich in Pittsbürg den dreihundert Gästen gezeigt, die zum Elsenbahn - Congreß herübergekommen waren. Ein Zug von fünfzig Wagen wurde über einen Schienenstrang gefahren und in drei Theile getheilt. Zwei der Abtheilungen wurden etwa 150 Fuß von einander entfernt. Die dritte Abtheilung mit einer Lokomotive an der spitze wurde etwa zwei Meilen entfernt aufgefahren. Als alles fertig war, ließ der Lokomotivführer vollen Dampf an, sprang vcn der Maschine und ließ den Zug allein losfahren. Er krachte mit einer Geschwindigkeit von 40 Meilen per Stunde in den ihm zunächst stehenden Zug und schleuderte diesen in den zwciten hinein und nach einem Poltern von wenigen Sekunden standen alle drei Züge unversehrt auf dem Geleise still. Das Ganze war nur eine praktische Probe einer neuen Bremsvorrichlung. Das große Madonnenbild aus Aluminium, das man im vorigen Sommer auf der Aiguille du Gant in einer Höhe von 12.000 Fuß im ewigen Schnee aufgestellt und priesterlich eingeweiht hat, hat jetzt unter der gläubigen Bevölkerung jener Alpenthäler bereits sein zweites Opfer gefordert. In der Ueberzeugung, daß ein Gebet, das zu Füßen des Standbildes dargebracht werde, erhört werden würde, machte sich eine italienische Bäuerin aus demOrteConrineyeur auf den Weg, um dte Jungfrau Maria auf dem Gipfel des Berges um Heilung ihres tranken Kindes anzuflehen. Von ihrem Vorhaben machte sie keinem ihrer Bekannten Mittheilung, so daß zunächst Niemand über ihren Verbleib unterrichtet war. Erst nach einigen Tagen fand man sie auf dem Wege zur Aiguille du G'ant. Sie war in den Schnee gesunken und erfroren, ohne über das erste Viertel des Aufstiegs hinaus gekommen zu sein. Das erste Opfer war ebenfalls eine Frau aus dem genannten Orte, die mitten im Winter den Aufstieg unternahm, um von einem chronischen Leiden geheilt zu werden, statt dessen aber auf dem Wege den Tod durch Erfrieren fand. EinNückgangderDrehorgel - Fabrikation in Berlin wird in dem Jahrbuch für Handel und Jndustrie constatirt. Der früher sehr bedeutende Absatz an Drehorgeln in Schaustellerkreisen wird durch Vesteuerungen aller Art mehr und mehr erschwert, während die sich ausbreitende Concurrenz des Auslandes, durch hohe Zölle vielfach geschützt, dem Export der deutschen Fabrikate Abbruch thut. Während in früheren Jahren der Leierkastenmann als nothwendiges Uebel" betrachtet wurde, ist er'jetzt aus dem Westen und dem Centrum der Stadt fast ganz verschwunden, um sich in die von reichen Kinderschaaren bevölkerten nördlichen und östlichen Stadttheile zurückzuziehen. Die meist verschlossenen Häuser des Westens und die immer mehr zunehmenden Geschäftspaläste des Centrums sind dem Orgeldreher kaum noch zugänglich, und seit dieser Zeit datirt die unau--löschliche Feindschaft zwischen ihm und dem Portier. Bemerkenswerth ist, daß die Herstellung von Orchestrions alter Bauart sast ganz aufgegeben worden ist, weil ste die Gunst des Publikums nicbt mehr in dem früheren Maße besitzen. Neuere Erfindungen bieten viel weitergehende Vortheile, so z. B. die vorzugsweise in Berlin fabrizirten Orchester - Pianos. Jnstrumente, die mechanisch auf Einwurf mit auswechselbaren Notenblättern spielen, ferner die elektrischen Klaviere, für die als Fabrikationscentrum Berlin dominirt. Ueber einen gelungenen Reinfall" mit sogenannten kernlosen Aepseln wird aus London berichtet: Vor einiger Zeit machte die Firma Shearn in Tottenham Court Road bekannt, daß es ihr gelungen sei, zwei von den einzigen vier nach England gelangten neuen Aepfeln ohne Kerngehäuse und Kerne" für den Preis von 3 Lftrl. zu erwerben. Sie stellte die wunderbaren Früchte in einem Glaskästen zur Schau. Von den beiden anderen Aepfeln wurde einer dem König und der andere dem Herausgeber des Nineteenth Century" zugeschickt. Die merkwürdige Frucht rief große Erregung hervor. Von allen Seiten liefen Bestellungen auf Apfelbäume ein und Dichter und Dichterinnen bestiegen zu Ehren des Apfels den Schiminel. nachdem sie sich an den rothen Backen der seltenen Frucht begeistert hatten. Mit der Zeit genügte den Zuschauern die Besichtigung der seltenen Aevfel nicht mehr. Es fanden sich, wie immer, so auch hier, Zweifler, die die unbescheidene Frage stellten, woran man eigentlich erkenne, daß die Aepfel wirklich kein Kerngehäuse hätten. Um diesem Zweifel ein Ende zu machen. faßte der Besitzer der beiden Aepfel den Entschluß, öffentlich die Früchte auseinanderzuschneiden. Dieser feierliche Akt wurde vor zahlreichen Zuschauern vollzogen, und die Aepfel enthielten, wie alle anderen vernünftigen Aepfel. ein stattliches Kerngehäuse und zahlreiche Kerne! Shearn, der für den Spott nicht zu sorgen hat. erklärte, daß er das Geschäft in Coventgarden, das ihm die Aepfel verkauft habe, gerichtlich belangen werde.