Indiana Tribüne, Volume 28, Number 248, Indianapolis, Marion County, 10 June 1905 — Page 6
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Europäische Nachrichtens Tfcoxnb Brandenburg. Berlin. Durch einen Sturz vom Gerüst verunglückte der Klempnergeselle Paaschen aus der Schlegelftraße 4 beim Ausbau des Hauses Gipsstraße 12a. Er verlor bei der Arbeit das Gleichgewicht, stürzte rücklings hinab und blieb besinnungslos liegen. Die Arbeitsgenossen brachten ihn mit einer Droschke nach der Cha-ritt-, wo schwere innere Verletzungen festgestellt wurden. Der Feldpropst der Armee, Wirkl. Geh. Rath D. Adolf Maximilian Richter, tritt aus Gesundheitsrücksichten demnächst in den Ruhestand. Der Selbstmord eines Greises wird aus der Hussttenftraße gemeldet. In dem Hause No. 42 wohnte für sich allein der 82 Jahre alte frühere Droschkenkutscher Adolf Kranz, ein Wittwer. der seit zehn Iahren invalide war und von seiner Rente kümmerlich lebte. Noth. Sorgen und Krankheit veranlaßten ihn, sich in seiner Stube an einem Nagel zu erhängen. Kürzlich drang der stellungslose Kaufmann Noack in den im Hause Tilsiterstraße 8 befindlichen Cigarrenladen seiner seit einem Jahre von ihm geschiedenen Frau, bedrohte sie mit einem Taschenmesser, schoß, als sie auf die Straße sloh, mit einem Revolver nach seiner Frau und tödtete sich dann selbst durch einen Schuß in die Brust. Die Frau ist nur durch einen Schnitt in die rechte Hand leicht verletzt worden. Fünfzig Jahre lang ist Adolf Keil als Geschäftsführer der Firma H. Windler, Friedrichstraße, thätig. Er hat die Kriege 1864, 1866 und 187071 mitgemacht und befindet sich noch in voller Frische und Rüstigkeit. Auch noch ein anderer Angestellter des Hauses Gädt beging an demselben Tage sein 25jähriges Jubiläum. Am Kottbuser Ufer wurde die Leiche des Bootsmannes Paul Senger aus dem Landwehrkanal gezogen und nach dem Schauhause gebracht. Senger ist vermuthlich bei dem Versuche, den Kahn zu besteigen, in's Wasser gefallen und ertrunken. Eine fünfzigjährige Lehrthätigkeit im öffentlichen Schuldienst vollenden mit Schluß des Winterhalbjahres zwei Berliner Schulmänner, die Gemeindeschullehrer Franz Baacke und August Kreide von der 9. und 42. Knaben - Gemeindeschule. Die Lehrerveteranen stehen in den Siebzigern. Beide sind wegen zunehmender Kränklichkeit seit einiger Zeit beurlaubt und werden jetzt in den wohlverdienten Ruhestand treten. B a r n e w i tz. Der Lehrer a. D..
Standesbeamte und Postagent August Liepe feierte im Jahre 1874 seine silberne Hochzeit. Drei Jahre später wurde ihm die Gattin durch den Tod entrissen. Nach weiteren drei Jahren verheirathete er sich wieder und konnte jetzt zum zweitenmal das silberne Ehejubiläum begehen. Charlotte. Todtgefahren wurde der 60 Jahre alte Portier Franz Müller aus der Goethestraße 8. Müller, ein Veteran aus den letzten drei Feldzügen, wollte einen Handwagen vom Fahrdamm nach dem Hause schaffen. Hierbei glitt er auS, fiel vom Bürgersteig herab und gerieth unter die Hufe eines vor einem Möbelwagen gespannten Pferdes, das dann scheu wurde und anzog. Im nächsten Augenblick schon gingen die Räder des schweren Wagens über Kopf und Beine hinweg. Der Tod trat auf der Stelle ein. K ö p e n i ck. Erschossen hat sich der Großdestillateur Winkelmann, ein verheiratheter Mann in jungen Iahren, der in der Glienickerstraße sein Geschäft betrieb und wohnte. Was ihn dazu veranlaßte, ist nicht bekannt. L a n d s b e r g a. W. Der königl. Landvermesser Orgel hat infolge zerrütteter Vermögenslage sich durch einen Revolverschuß getödtet. Die Leiche fand man im Bett. Er hinterläßt nur einen Bruder, der Gerichtsreferendar in Danzig ist. P a n k o w. Ein bedauerlicher Unglücksfall trug sich in der Realschule zu. Dort war eine Klasse mit dem Barlaufspiel beschäftigt, als zwei Knaben mit solcher Vehemenz gegen einander liefen, daß der 13jährige Sohn des Kaufmanns Feilsch, Breitestrahe 2a, todt auf dem Platze liegen blieb. T r e b i t s ch (N e u m a r k). Beim Holzfahren tödtlich verunglückt ist der 48jährige Flößer Hermann Krüger. Der Bauernhofsbesitzer Fritz Vierus fuhr für ihn Stubben aus der königlichen Forst ab und hatte 2 Wagen aneinander gekettet. Krüger hatte sich auf der 5)eimfahrt auf die Deichisel des angehängten Wagens gesetzt. Unterwegs fiel er herab und gerieth mit dem Kopfe unter die Räder. Der Tod trat auf der Stelle ein. V i e tz. Dem Arbeiter Iahn in dem Blauert'schen Dampfsägewerk wurde vom Vollgatter die rechte Hand au der Handwurzel vollständig abgerinen, so daß sie neben der Säge zu Boden fiel. In Landsberg, wohin er gebracht wurde, mußte ihm ein Stück des Unterarmes abgenommen werden, da die Armknochen zersplittert waren. "gfvorrntj Hstprcußen. Königsberg. Durch einen Schuß in den Unterleib erlitt der Diener Korinth, Oberhaberberg 44. eine schwere Verletzung. Er hatte einen Revolver lose in der Tasche getragen und dieser war wohl durch eine unvor1 sichtige Bewegung zur Entladung ge-
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kommen. Der Verwundete wurde nach dem städtischen Krankenhause geschafft. An der Stätte seiner Wirksamkeit in der 10. Knabenvolksschule auf dem Unterhaberberg wurden dem Lehrer David Kehler, der sein 50jähriges Berufsjubiläum feierte, die ihm von den Behörden und engeren Collegen zugedachten wohlverdienten Ehrungen und Auszeichnungen dargebracht. Dem Jubilar wurde der Kronenorden 4. Klasse verliehen. D r e n g f u r t. Die hiesige Stadt feiert am 4. Juli d. I. ihr 500jähriges Bestehen, wozu die Stadtverwaltung einen Festbeitrag von 1000 Mark bewilligt hat. Es ist u. A. die Herausgäbe einer Geschichte der Stadt beschloffen worden. Das Festprogramm sieht außer anderen Veranstaltungen, wie Redeakt, Festmarsch etc., eine Bespeisung der Armen vor. E y d t k u h n e n. In Willkowischken wurde die beim Sledewatel (Untersuchungsrichter) Tscheschowitsch dienende 55jährige deutsche Köchin Molly Jewaschewsky vom Gehilfen des Kutschers, einem jungen Menschen von 16 Jahren, Namens Tschukes, durch Axtschläge auf den Kopf und in den Hals getödtet. Der Grund zu dieser unseligen That bestand darin, daß der Mörder mit dem ihm von der Köchin gereichten Essen nicht zufrieden war und diese, nach seiner Angabe, ihn geschlagen haben soll, welcher Aussage bei dem braven Charakter der Getödteten kein Glauben beigemessen wird. Der Mörder ist verhaftet worden. K l o k e n (K a u k e h m e n). In dem hiesigen Dorfe brach Feuer aus, das sich in um-laublich kurzer Zeit über 5 Gehöfte verbreitete. Zwölf Familien sind durch das Feuer obdachlos geworden. M e m e l. Das erste Opfer der Elektrischen" ist das ZjährigeSöhnchen der Schuhmacher Fischer'schen Eheleute geworden. Es spielte in der Grabenstraße, als es von einem Wagen der elektrischen Straßenbahn angefahren und umgeworfen wurde. Trotzdem der Fuhrer des Wagens, den keinen Schuld treffen soll, sofort bremste, hatte der Kleine doch erhebliche innere Verletzungen erlitten und ist gestorben. Soldahnen lAngerburg). Der sechzehnjährige Knecht Franz Janetzko, welcher bei dem hiesigen Besitzer Jaquet im Dienst stand, wurde beim Holzfällen so unglücklich getroffen, daß er sofort todt war. Warrischken (Tilsit). Ertrunken ist der 7jährige Herrmann Krause, Sohn des Besitzers Krause; er wagte sich auf eine ziemlich große Eisschölle, um nach dem gegenüberliegenden Hause zu gehen, brach aber ein und ertrank. 'Arovinz Westpeußen. Danzig. Die Klawitter'sche Schiffswerft ist fast völlig niedergebrannt. Das Feuer kam in der Nähe der Tischlerei aus und wurde, da der Wächter schlief, erst durch einenSchutzmann gemeldet. Als die Feuerwehr anrückte, standen sämmtliche Betriebsgebäude in Flammen. Der bei den hiesigen neueren industriellen Anlagen an der Weichsel betheiligte bekannte rheinische Großindustrielle Geheimer Commerzienrath van der Zypen hat mit einem Kapital .on 10,000 Mark eine Stiftung zu Gunsten von Studirenden der Technischen Hochschule, insbesondere von solchen Studirenden, welche Söhne von Angestellten der hieslgen Waggonfabrik sind, unter dem Namen HenriettenStistung" errichtet. H o ch st ü b l a u. Die Genickstarre hat auch bereits in unserer Gegend ein Opfer gefordert. Letztens erkrankte und starb ein 12iähriger Sohn des Lehrers Dietrich in Bluhmfelde an den charakteristischen Erscheinungen der Krankheit. Die umfassendsten Vorsichtsmaßregeln sind getroffen. Marienburg. Einen schwere Unfall erlitten bei einer Spazierfahrt die Kaufleute Nossoll und Döhring. der Bankbeamte der Danziger PrivatAktienbank Solven und der Kutscher
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des Gefährts, indem die Pferde durchgingen, der Wagen in der Nähe der Post umkippte und sämmtliche Jnsassen auf den Straßendamm geschleudert wurden. Während Döhring und Solven mit einigen Beulen und Hautabschürfungen am Kopf, Gesicht und Händen davonkamen, erlitten Rossoll und der Kutscher arge Verletzungen am Kopf. Mocker. Im einem Gasthause hat sich der frühere MatenalienverWalter Rohrbeck mit einem Revolver erschossen. Die Ursache ist in mißlichen Vermögensverhältnissen zu suchen. Preußisch-Stargard. Hier fand die Feier des 25jährigen Jubiläums des Königl. Friedrichs - Gymnasiums" statt. T h o r n. Das Fest der goldenen .ockzeit beaina der Rendant der Gerichtsklasse Rechnungsrath Selle. Saniiäbsrath Dr. Winselmann überbrachte Namens der Loge Zum Bienenkorb" die goldene Jubiläumsmedaille der Loge, eine Abordnung des Kirchenraths, dessen Mitglied Selke ist, die vom Kaiser verliehene Ehejubiläums - Medaille. Die Beamten des Land- und Amtsgerichts übersandten einen prächtigen Blumenkorb. Frorinz Fsrnnrern. Stettin. Ertrunken im hiesigen Freihafen ist der auf dem Dampfer Neworleans" bedienstete Matrose Gellin. Der Wächter bemerkte, daß der Matrose, alSieser sich an Bord seines Schiffes begeben wollte, von der Landungsbrücke in das Wasser stürzte, er eilte hinzu, war jedoch nicht im Stande, etwas zur Rettung des Verunglückten zu thun, da dieser sogleich in die Tiefe versunken war und nicht wieder zum Vorschein kam. B a r t h. Der Kaufmann Waack jun. in Lüdershagen säte künstlichen Dünger. Wahrscheinlich hat er eine kleine Verletzung an der Hand gehabt, wodurch er sich eine Blutvergiftung zuzog, der der 30jährige Mann erlegen ist. D a m g a r t e n. Bei einer Ausfahrt, die der Kaufmann Riedel mit dem Gastwirth Zilm unternahm, wurden beide infolge heftigen Anpralls des Zweispännerwagens an einen Prellstei? zu Boden geschleudert. Hierdurch erlitt Zilm eine schwere Kopfverletzung und eine Gehirnerschütterung, die den Tod des Verunglückten zur Folge hatte. Grabow (Rummelsburg). Die Diamant - Hochzeit" begingen die Altsitzer Thur'schen Eheleute im Alter von 85 bezw. 81 Jahren. Dem Jubelpaare wurde die EhejubiläumsMedaille mit der Zahl 60 verliehen. Pinow (Neustettin). Hier starb der Altsitzer Krüger. Als man ihn bestattet hatte und vom Friedhof heimkehrte, verschied auch seine Gattin, die ihm im Leben treu zur Seite gestanden hat und nun auch in die Ewigkeit folgte. Stralsund. Das Boot des hiesigen Fischers Burmeister ist arg beschädigt bei Zingst auf den Strand getrieben. In dem Boot waren der junge Burmeister und der Fischer Schneidemühl zum Fischfang in den See gefahren. Sie dürften im Sturnl verunglückt und ertrunken sein. Uecker münde. Lehrlinge des Musikdirektors Sprenger hatten geheizt und sich dann in's Bett gelegt. Andern Tages fand man zwei derselben durch Kohlenoxydgas betäubt vor und, trotzdem sofort ärztliche Hülfe zur Stelle war, gelang es nur, den einen Musiker zu retten, während der andere verstarb, ohne wieder zum Bewußtsein gekommen zu sein. Der Todte ist der Sohn des früheren GastWirth Kage in Luckow. , Stimmt! Scherzfrage: Was hat ein Rekrut zu .yun, wenn er mit der Cigarre im Munde, einem Packete unter dem Arme und einem Hunde an der Leine, spazieren geht? Antwort: Nichts hat er zu thun, denn sonst könnte er ia nicht spazieren gehen!
Apotheken
Allerlei silr's Haus. ein Das Brechen der Wäsche bei scharfem Frost verhindert man, wenn man dem letzten Schwenkwasser eine Handvoll Kochsalz beimengt; dadurch wird die Wäsche überhaupt weniger strotzend steif. Damit von der gestärkten Wäsche die Stärke nicht ausfriert, mengt man ebenfalls unter die gekochte Stärke Salz. Fleckig gewordene färb ige Stiefel reibt man mit einer Mischung von Terpentin und roher Milch so lange ab, bis alle Flecke weg sind, dann läßt man sie vollkommen trocknen, reibt sie mit Schuhcreme ein und polirt sie mit einem seidenen Lappen. Gegen Schimmelgeruch und ähnliche Fehler des Weines gilt als eines der sichersten Mittel KohlenPulver, welches aber nicht fein, fondern nur gröblich gestoßen sein darf. Man wirft es durch das Spundloch in's Faß, rüttelt dies dann tüchtig hin und her und spundet es sorgfältig zu. Dieses Verfahren wird acht Tage hinter einander wiederholt, worauf dann der Wein geschönt werden muß. Auch kann der Wein mit Eiweißpulver geklärt werden; ein solches besteht aus drei Theilen getrocknetem und dann gepulvertem Eiweiß und zwei Theilen Knochengallerte. Haben Weine, die reich an Farbstoff und Schleimzucker sind, aber nicht genug Alkohol enthalten, den Essigstich, so setzt man ihnen mehr Alkohol zu, zieht sie periodisch ab und verwendet auf das Abziehen große Sorgfalt. Gegen Kellerasseln. Um Kellerasseln zu vertreiben, stellt man frische Birkenzweige aufrecht im Keller auf. In dem Birkenreisig. das für das Ungeziefer ein willkommener Schlupfwinkel ist. sammelt sich dieses an und kann dann mit Leichtigkeit herausgeschüttelt und vernichtet werden. Oder man legt gekochte Kartoffeln hin und bedeckt sie leicht mit Moos; in diesem sammeln sich die Thiere. Ein durchgreifenderes Mittel ist folgende: Man gießt in eine große Flasche einen Theelöffel voll Alkohol, dreht die Flasche, indem man sie wagerecht in der Hand hält, mehrmals herum, so daß die ganze Innenfläche mit dem Spiritus bespült wird, und legt sie dann derart auf den Boden desKellers, daß die Mündung mit dem Boden gleich ist. Die Thiere kriechen massenhaft hinein, werden von dem Spiritus betäubt und können nicht mehr heraus. Den Inhalt der Flasche verbrennt man und setzt das Verfahren so lange fort, bis alle Asseln weggefangen sind. Vernickelung. Die zu vernickelnden Gegenstände müssen vor allem vollständig entfettet werden, indem man dieselben in eine heiße Lösung von etwas Pottasche auf ein Quart Wasser legt, dieselben 1 bis 2 Minuten darin beläßt und dann in frischem Wasser abspült. Wenn dies geschehen, wird der Gegenstand in ein zweites Bad, am besten in ein solches von Kalkmilch gelegt und in demselben einige Male herumgedreht, dann mit Waffer abgewaschen und schließlich in ein ganz schwaches Säurebad geta.icht. Hierauf wird tüchtig mit Wasser abgespült und dann, ohne die polirten Stellen mit den Händen zu berühren, in das Nickelbad mittelst eines Hakens eingehängt. Auf diese Weise werden gute Vernickelungen sicher erzielt. Vernicklungsflüssigkeit für kleine Gegenstände: Ein Theil Nickel in Würfel, 3 Theile Salzsäur, 2 Theile Salpetersäure; um dunkle Färbungen zu erzielen, fetzt man Arsenik zu. Diese Gegenstände werden mit der Flüssigkeit einfach abgerieben. Schmutzige Korke reinigt man am einfachsten mittelst übermanqansauren Kaliums. Man verfährt in der Weise, daß man, nachdem die gar zu sehr eingeschmutzten oder mit Lack überzogenen Korke ausgelesen sind, die der Reinigung zu unterwersenden in einen Topf thut, sie mit einer
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Lösung von einer Unze Kalium - Prmanganat übergießt, hierauf mit einem mit Steinen beschwerten Deckel bedeut. So läßt man dieselben einen bis zwei Tage stehen, gießt darnach das Wasser ab, spült die Korke ab und thut sie wiederum in den Topf. Jetzt werden sie mit etwa einem Pund Salzsäure und nochmals Wasser bis zum Ueberstehen begossen und ebenfalls einige Tage bei Seite gesetzt. Hiernach werden sie gründlich abgespült, mit reinem Wasser noch etwa einen Tag hingestellt und schließlich getrocknet. Als wirksame Frostsalbe empfiehlt sich überall leicht zu beschaffende Bierwürze. Ungegohrenes Bier wird zur Syrupdicke eingekocht und das erfrorene Glied damit bestrichen, lockere Baumwolle darüber gelegt und mit Leinwand verbunden. Es bleibt sich gleich, ob die Frostbeulen oren sind oder nicht, oder ob sie schon Jahre lang wieder aufgebrochen oder neueren Ursprungs sind. Obiges Mittel muß allabendlich frisch aufgelegt werden, und so wird die Heilung in längstens 8 Tagen erfolgt sein. Auf der Wunde hart gewordene Salbe muß durch warmes Wasser erweicht und abgelöst werden. Je älter die Salbe ist, desto leichter erfolgt die Heilung, weshalb man sie Jahre lang aufbewahren kann, und bei Erhärtung braucht man nur von frischem, ungegohrenem Biere etwas Verdünnung beizufügen rmfi " ' ' Polisander Möbel sind beim Reinigen besonders vorsichtig zu behandeln. Alle Mittel, die Terpentinöl, Salmiakgeist und andere scharfe, die feine Politur angreifende Jngredienzien enthalten, dürfen beim Polisanderholz nicht angewendet werden. Die mit diesem Holz furnirten Möbel erhalten sonst, wenn sie aufpolirt werden, niemals wieder den Ursprüngechen Glanz. Sind die Möbel ausgeschlagen oder blind geworden, so bereite man sich aus schwach lauwarmem, weichem Wasser und venetianischer Seife eine Lösung und wasche damit das Holz leicht ab. Man nehme aber jedesmal nur eine Fläche von höchstens einem Quadratfuß vor, trockne sofort mit weicher, alter Leinwand nach und reibe hinterher mit weichem Leder, ei nem alten Seidentuch ode? Möbelpolirtuch, wie sie im Handel befindlich sind, tüchtig nach. Auf diese Weise wird nach und nach ein: Fläche nach der anderen vorgenommen. In gleicher Weise werden auch neue Maha-goni-und Nußbaummöbel behandelt. Durch das beim Schleifen der Höle, benutzte Oel schlagen diese bekanntlich, nachdem sie eine Zeitlang im Gebrauch sind, aus. vichmann 8 Grabhorn. Kadrikanten von semk....... Schau-Käftcn. lal Ladentische und Cigarren-Tische n oft stztngto ttRfte. Wlttr Vdo ' TOatn ltft. Wrn.Stoeffler ..Snkosn.. No. 202 Nord Noble Sv NeneS Teievdo 1 . John F. Gartlcin THE MERIT BAR & CHOP HOUSB Feine Liquöre, Cigarren und Tabak. Mahlieiten und Lunch zu jeder Tageszeit auf Veftellung. No. 522 WeN Michiga trotze, Havghvillt.
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