Indiana Tribüne, Volume 28, Number 248, Indianapolis, Marion County, 10 June 1905 — Page 4

Ittd'ana Tribüne, 10 Juni 1903.

Indiana Tribüne. Hera lzeqeben von der utndrg US. Indianapolis, Ind.

vrry 0. Thudium Prifident. eschiiftSloealt Äo. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269 fa.i tered at the Post Office ot Indianapolis as scccnd dass matter. Frieden. Die vom Präsidenten Roofevelt ab. gesandte Friedenstaube hat ihren Oelzweig richtig in St. Petersburg abzeliefert und FriedenSttange werden jetzt von dort vernehmbar. Da ist eS denn recht interessant zu erfahren, wie die Japaner darüber denken. Billig sachlich und leidenschaftslos behandelt das in Tokio herausgegebene Blatt .Kokumin" einen etwaigen Frie denSschluh und da das Blatt als halbamtlich gilt, so dürste die Lektüre deS folgenden Leitartikels sehr lehrreich sein : Der Krieg mit Rußland tobt noch, aber eS mehrt sich die Zahl derer, die einen baldigen Friedensschluß für wahrscheinlich halten. Ja kluge Köpfe grübeln sogar schon über die Frage der Friedensbedingungen nach. Und doch ift das ein zweckloses Bemühen, denu Friedensbedingungen lassen sich erft dann aufstellen, wenn die kriegführenden Parteien des Kampfes über drüsfig geworden find und einander davon verftündigt hoben, daß sie ihn beenden wollen. AlSdann lagen sich, je nach dem Stande der Kriegsführung und der inneren Verhältnisse der Parteien, praktische Friedensvorschläge aufstellen, während man unmöglich im voraus anzugeben vermag, unter welchen Bedingungen der Friede geschloffen werden kann. Besonders aber wir haben uns darüber vorzeitig zu äußern. Denn eben das ift es, worauf der Feind war tet, was die russische Diplomatie ersahren möchte. Sie ift andauernd beschüftigt, uns bei den fremden Mächten in ein schlechtes Licht zu stellen und dadurch deren Sympathien für sich zu ge winnen. Besonders in China sucht sie mit allerlei erlogenen Angaben gegen uns zu arbeiten. Und wenn sie von unseren Absichten auch nur die geringfte Kenntniß erhält, so genügt ihr das, um in den Augen der Chinesen eine große Sache daraus zu machen und die Sympathie der Chinesen uns zu entfremden. Manche Leute, die sich für zuständig halten, über die auswärtige Politik zu schreiben, beschäftigen sich andauernd mit der Frage der zukünftigen Gestaltung der mandschurischen Verhältnisse und finden Vergnügen daran, überflüsfige Antworten auf Fragen zu geben, die sie selbst aufgeworfen haben, was doch ein müßiges Unterfangen ift. Bei der heutigen Lage der Verhältnisse können wir nur soviel feststellen, daß wir bisher siegreich geblieben find. Pagegen wäre eS schon eine Thorheit, zu meinen, der Krieg sei bereits seinem Ende nahe. Japan rechnet vielmehr mit der Wahrscheinlichkeit, daß eS noch lange zu kämpfen hat, und es ift unsere Aufgabe, darüber nachzudenken, wie wir den Krieg aus unbestimmte Zeit fortsetzen, ohne daß er schließlich zu unserem Schaden verläuft. Sie koreanische Frage war eine der vornehmsten Ursachen des gegenwär gen Krieges. In Korea aber haben unsere Unternehmungen den besten Erfolg gehabt, seitdem im vorigen Frühjahr das japanisch koreanische Uebereinkommen abgeschlossen ift; heute scheint dort für uns alles nach Wunsch zu gehen. Wenn später die Zeit a kommen ift, wo wir mit Rußland über die Friedensbedingungen verhandeln, so wird die koreanische Frage als be US gelöst und diese Lösung als eine vollendete Thatsache zu gelten haben, an der nicht mehr zu rütteln ift. Sie gehört nicht mehr in die FriedenSver Handlungen hinein. Bezüglich der Mandschurei ift zu unterscheiden zwischen dem gesammten chinesischen Hoheitsgebiet, worauf wir hier nicht eingehen wollen, und der Halbinsel Liaotung, dem russischen Pachtgebiet von Port Arthur und der Strecke, durch die die oftchinefische Bahn führt, also denjenigen Gebieten, in denen Rußland durch Vertrag langfriftige Befitzrechte erworben hat. In. dem wir den Russen diese Befitzrechte mit dem Schwerte abgenommen haben, find wir ihre Rechtsnachfolger geworden und werden die Rechte für unsere Zwecke ausnutzen.

Was für Friedensbedingungen wir aber später einmal stellen werden, wenn die Macht Rußlands gebrochen ift und es um Frieden bittet, und wieweit Ruß land auf diese Bedingungen eingehen wird, darüber sich schon heute auSzulassen, ift vergebliche Mühe. Die einen sagen, wir sollten ganz Sibirien östlich vom Baikalsee nehmen; andere, wir sollten eS bei dem Küstengebiet und der Insel Sachalin lassen. Wieder andere erklären eine solche Bescheidenheit für Dummheit. Gleichwohl ift eS möglich, daß derartige Vorschlüge zur Zeit, wo eS wirklich zu Friedensverhandlungen kommt, Bedeutung gewinnen. ES giebt aber ferner auch nervöse Leute, die befürchten, falls wir zuviel forderten, würden die Mächte uns in den Arm fallen. Wir hegen jedoch die Ueberzeugung, daß Oft-Sibirien und Sachalin nur Rußland etwas angehen, und daß keine andere Macht dort irgend welche Interessen hat. Außerdem irren wir uns wohl nicht, wenn wir fa gen, daß Alle, die bisher in der kommerziellen und industriellen AuSbeutung Chinas einen starken Concurrenzkämpf mit Japan erwartet haben, eine Ablenkung des japanischen UnternehmungSgeisteS nach nördlicher gelegenen Gebieten nur gern sehen. Viele der Mächte werden sogar die Einverleibung Oft-TibirienS und Sachalins durch Japan als in ihren eigenen Interessen liegend anerkennen. Sonach meinen mir, die Entfcheidung hängt nur davon ad, ob Ruß land uniere Forderungen annehmen will oder muß, während dritte Mächte darauf verzichten werden, sich die über flüssige Arbeit der Einmischung zu machen. Und deshalb halten wir die Erörterung obiger Fragen wenn auch nicht gerade für schädlich, so doch sicher für nutzlos. Und wenn sie uns nichts nützt, so sollen wir fte unterlassen!" m ni Die Devise utan svaf vel eh phosphor" scheint den Schwedenkönig bei der LoSreißung Norwegens zu beseelen. König Ottar sollte bedenken, daß sein königliches Blut nicht weiter reicht als bis zu dem Advokatensohne Bernadotte, den Karl XIII. als Thronfolger adoptirte. E? kann sich also kaum auf ein GotteSgnadenthum berufen.

Wie gerüchtweise verlautet, solle Ik. r rs ip. r me eiellrisqen 5)ray!ionner umere Schattcnbäume vernichten. Sollte sich herausstellen, daß . sie dies im Dienste der Corporation thun, so könnte letzterer die Geschichte theuer zu stehen kommen. Man kann's Morton nicht verden ken, daß er seine Stelle im Cabinet mit der jto der Equitable vertauscht; denn da erhält seine Sekretärin $8000 JahreSgehalt, also mehr als ein UnterftaatSsekretür, und fteben BureauAngestellte erhalten je 812,500 oder $10,000 Gehalt. Morton wird der Posten gegen $100,000 jährlich einbringen; da ift also sein Cabinetspoften eine Lumperei dagegen. Die Steuer - Revifionsbehörde. Die County SteuerRevifionSbehörde ift gestern in Sitzung getreten um die Einschätzung der Corporationen zu unternehmen. Fast in allen Füllen lassen sich GeschüftSvergrößerungen konsta tiren. Die gestern eingeschätzten Corporationen sind folgende : 1905 1904 Allison Coupon Company tz 34,730 5 28,340 Vromn Ketcham Jron WorkS 120,000 120,000 Brown Strato Binder Co 30D 300 Dr. D. M. Bye Co 6A 600 Cabinet Makers Union.. 39,000 36,880 Burnett Letois Lumber Co 18,170 16,780 Balomin-Miller Co 25,000 30,000 Brown River Sand Co.. 1,000 1,000 Aquos Diftilled Water Co 3,500 1,300 Acme Grocery Co 5,000 W. H. Armstrong Co.. 27.800 25,170 Artisicial Jce and Cold S. Co 25,000 20,150 Badger Furniture Co... 92,000 91,300 Bal?e-Krautz Company. 50,000 44,230 Barnes' Warner Co.. . 65,000 6,830 Barry Sa Company.. 12,200 12,200 Basse Gram Co 10,000 5,000 Bee Hive Paper Box Co. 20.000 1,800 Bessire Co 9,000 4,500 Bernd Bros Company. . 6,000 I. H. Billingsley Co.... 16,000 14,630 Blair.Baker Horse Co.. 12,500 18,700 Indianapolis Abattoir Co 137,950 120,220 E. Rauh & Son Fertilizer Co...., 46,780 45,550 E. Rauh d Son 21,990 21,500 Indianapolis Desicating 8,280 3,070 . Burdsal 5 Co 81,780 69,520 The Bobbs. Merrill Co. . 90.000 83,000 Breffette 3s Pugh 10,000 7,500

SSV'.y'y ' ' ' ' "' :''';;:V y'-Jf.'' A '' '' ' ' ' iaT m Träsfav Mi i im i i iV V' ,,, i .' f' VX4i TT:r ",, ';Tr'yj', v, - - -5-' w.r S.- , f"-, - J . " ' . -, .. ' y. " - '. V, . . ef tsSS ' .vPPwPh jSBMgjPBjyt'' -'j. ' jME 1''''

portland Stadt'alle, Berg

Portland, Ore., die Stadt der Lewis und Clark Ausstellung, hat 140,000

Einwohner und äußerst schöne öffentliche Gebäude. Von dem AusstellungS Platz kann man in der Ferne den Berg Hood sehen, der sich in obigem Bild in dem Lost Lake" spiegelt. Als Portland beschlossen hat die Ausstellung zu un. ternehmen. wurde von der Bevölkerung in zwei Tagen die Summe von 8430, 000 aufgebracht.

ileiicr den Sclvfimoro des Grfcn 5arlo Gkunitt, dev, wie wir bereits kurz meldeten, in Kizza fernern Leiben durch Ertränken ein Ende gemacht hat, werden jcut folgende nähere M itt Heilungen gc macht: Ter Berfchivuudeue ließ ein schreiben an feine vrau zurück, in dem er ihr seinen Entschlufz, sich das Leben zu nehmen, zu erkennen gab. 5r miethete gegen Abend ein Boot, indem er vorschütte, fischen zu wo! len, nahm einen langen und starten lrick und einen großen Stein mit, wobei er aus die Frage des Besir de.' Bootes nach dem weck diefer Ge gennände erklärte, er wolle sie zum Untern benutzen. Tie leere Barke wurde m der Nacht aufgefunden. 2er Graf muß sich gegeu Wmen, nachdem er Hut und Rock abgelegt hatte, mit dein Steine an den üßen oder um den Hals in das Meer gestürzt haben. Bis jetzt ist sein Leichnam noch nicht aufgefunden worden. Graf Bakunin hatte sich in Rom mit einer sehr vornehmen Italienerin verheirathet, und diesem Bunde sind drei Kinder eutsprossen. Er hielt sich seit zwei Jahren in Nizza auf, wo er sich Philosophischeil Studien hingab. Tie Veranlassung zu dem Selbstmer. de soll der Verlust seines ganzen Ber mögens in der Spielhölle von Monaco gegeben haben, obgleich er in dem sehr pathetischen, vier eng geschriebene Seiten umfassenden Abicknedöschrciben an seine Frau andere Gründe politischer und auch persönz licher Natur angegeben hat. Der Pariser Justizpalast als Zummclplatz d?r Ticvc. Nirgends wird in der französischen Hauptstadt in letzter Zeit so viel gestohlen wie im Justizpalaste. Unter den Besuchern und dem Personal ist infolge dessen eine wahre Panik auögebrocheu. Man stiehlt die aus den Fluren hängenden Ueberzieher, Regenschirme, Stöcke, Hüte und Ueberschuhe. Kürzlich hat man dem Generalprokureur die Taschen seines Ueberziehers visitirt und das Portefeuille entwendet, zwei Richtern wurden Cigarrentaschen gestohlen, und einem andrren Richter hatte man ein Gesetzbuch aus der Tasche des Sommerpaletots genommen. Auf Gesetzbücher scheint es der Dieb überhaupt ganz b 'sonders abgesehen zu haben. Man hat ausgerechnet, daß sich bereits über 30 Exemplare in seinem Besitze befinden müssen. Einem Untersuchungsrichter ist es vor wenigen Tagen ganz besonders schlimm ergangen. Als er den Justizpalast verlassen wollte, war sein funkelnagelneue? Zylinder vom Garderobehaken verschivunden. Da der Richter nicht ohne Kopfbedeckung das Bureau verlassen wollte, sah er sich gezwungen, in einem nahen Hutladen einen anderen Hut durch einen Gerichtsdiener erstehen zu lassen. Trotz der gröhten Mühen und Anstrengungen ist es bisher nicht gelunaen. des Thäters habhaft 'zu werden. Wien zählte am Ende des JahreS 1904 1,797,619 Einwohner. Die Fleischp reife sind in Deutschland seit Februar um 16 bis 35 Prozent gestiegen.

Lzood und der vorlorene See.

Versprechen macht Schnlden. An ein eigenartiges Vorkommniß erinnert der Selbstmord des Besitzers Klammer in Lissen (Kr. Angerburg): Er lebte in guten Verhältnissen. Klammer, Gutsbesitzer M. und andere Besitzcr kneipten vor acht Jahren im Gasthause Fuhrmann. Als sie schon ziemlich animirt waren, iam das da' malö 13jäk,rige Mariechen, Tochter des Klan:mer, in den Krug, um ihren Vater zu Mitt-ag zu holen. M. machte dem Märchen im Scherze den Vorschlag, ihm einen Knß zu geben, er werde ibr dafür am 20. Geburtstage 500 Thaler schenken. Tas Mädchen ging nach einigem Zögern darauf ein. Diesen Vorfall notirte sich der ebei'.' falls anwesende Besitzer Bunkus im Kalender. Als das Mädchen zwanzig Jahre alt war, land V. zufälligerweise den Kalender vor und machte Klam mer auf das Versprechen des M. ansmcrksam. K. forderte M. zur Zah lung der 500 Thaler auf, und als dieser nicht zahlte, klagte K. gegen M., der den Proesz durch alle Instanzen verloren hat und außer den 500 Thalern noch die beträchtlichen Gerichtskosten 5ahlen mußte. Das Geld, das jetzt erst ausgezak.lt wurde, hat den Vetheiligten kein Glück gebracht, denn K. erhängte sicb. und seine Tochter ist vollständig erblindet. Niedrige Fahrpreise nach dem Westen nd Nordwesten. ?pezial Heimsuchers Excurfion via Pennsylvania Linien. Irgend Jemand der eine Reise nach dem Westen plant, kann den Vortheil dieser Fahr-preiö-Erniedrigung benutzen. Heimsuchers Exkursionen über die Pennsylvania Linien nach allen Punkten in Colorado, Jdaho, Iowa, KansaS. Minnesota, Missouri. Montana, Nebraska, den Dakotaö, Oregon, Washington, Texas und anderen Sektionen im Westen und allen Staaten im Süden. Ausenthalts'Privileaien welche den Reisenden gestatten, Geschäfts-Unternehmungen zu un tersuchen, werden bewilligt. Diese Fahrkar. ten werden an gewissen Datums während des Sommers zu haben sein. Einzelnheiten hinsichtlich Raten, etc., werden bereitwilligst ertheilt von allen Ticket Agenten der Penn sylvania Linien. Amerika sehen! Wunderbare sceneriereiche Reise übel tas Fellengebirge nach der Oregon Expofition. In gemisser Hinsicht osserirt die Excursion zu der Lemis und Clark Centennial Ausstellung in Portland, Oregon, Vortheile die nie zuvor bei einem Ausstellungsbesuch gebotm wurden. Die Ausstellung ist nicht nur sehr attraktiv und reich, sondern die Reise über da Felfengebirae und der Cascade Range ist wunderbar herrlich und wer hat nicht in seinen Schultagen in der frohen Hoffnung gelebt, einst diesen sceneriereichen Theil von Amerika zu bewundern. Die Seit dazu ist jetzt günstig. Die Reise kann jetzt billiger als je gemacht werden. Für einen kleinen Unterschied im Fahr preis kann die Reise nach San Francisco und Los Angeles ausgedehnt werden. Die Retourfahrt über eine andere Route ermözlicht den Reisenden einen großen Theil des Westens zu sehen. Für nähere Einzelnheiten. Fahrpreis, Datum der Spezial Exkursionen nach Portland, wende man sich an die TicketAgenten der Pennsylvania-Ljmen.

Brtcs ftlM um ;a!i'.n. Saloniki. Anfang Mai.

r, cv türkische reißen, der schon oft 'eine Umchuia, durch scharfes, sachaMiäs'ö Urtheil in örftaunen ge tzt hat und speziell sur Teutschland .zrosc Sympathien hegt, hat sich von neuem iikr Schulung und Auebil dunq feiner 1lu:eril?anen in benierkenowertlier Weise ausgesprochen. Äelegeittüch eines Vorschlags, 'iziere und Beamte, insbesondere auch Mediziner zur Ausbildung nach irant'reich zu senden, äußerte der Zi'.llan: Wenu nizicrc und Aerzte nach Tentschkani gegangen sind, habeu sie den Crnsl zur Arbeit mitgebracht. Sie lehrten mit vermehrter Bildung zurück und waren imstande, ihreui Lande zu nutze, indein sie die erworbenen Kenntnisse verwertheten. Tie nach rautre'.ch gesandten Beaiw ten und Aerzte haben sich nebenbei mit vielen anderen Dingen bcschäf tigt, wurden ihrem Heimathlande ciuiremdet und sind ihm so gut wie verloren gegangen. Seit kurzer Zeit ist in Vekämvning der bulgarische Banden durch riir kische Truppen eine wesentliche Aeud dcrilng eingereten, die auf die ueue durch Nassir Pascha, den General.djutanten des Sultans eingeführte Taktik zurückzuführen ist. Die Trup pen begnügten sich früher, die Banden zu zerniren, und vermieden den Angriff mit der blanken Waffe. DaS Zeuergefeclit wurde unterhalten, und bei begonnener Tunkelheit vermochdie in fester Stellung auf den Bergen befindlichen tomitadfckis sich ohne bedeutende Verluste zurückzuzie hen, wobei ihnen ihre groüe Örtö kenntnifz wesentlich zustatten kam Nuninehr wird nicht abgewartet, in einer kurzen Einleitung durch da ,veuergefecht folgt der Sturm und Niedermetzelung aller Bandemnitglie der. So wurde im Kampfe bei Smoll am Vardar verfahren, wo der berüchtigte Chef Apostol, der durch die Hand des Vizeinawrs Emln Ali Bey fiel, mit allen seinen Getreuen hin bluten mußte. Als kürzlich im Zu sammenstosz bei Gjevjeli mit der 20 Mmm starken Bande Iowans dieser des genannten Bizemajors ansichtig wurde, rief er ihm zu: Tödte auch mich, wenn du kannst, dann wirst du zum Maior befördert." Tara: knüpfte er uuqualifizirbare Schimpf Worte, die nicht wiederzilgeben sind. und dann folgte auf 80 Schritt ein mörderisches Gewehrfeuer. Ter Vizemawr itcl. Da erschien, vom Gcn-darmerie-Hauptmann Kiazim Bai geführt, eine Verstärkung von 30 Mann, und Kiazim ging, ohne einen chust abzugeben, zum Sturm vor Ter Angriff geschah so Plötzlich, daß alle !ottutadschis fast ohne Gegen wehr niedergemäht wurden und nur m t owan um wunieno venveiotgte. az türkischen Tnlppen hatten vier Todte und sechs Vorwilttdete, unter ibnen Ktaziln. Bei Aowan wurde eine Liste der von ihm und seinen Getreuen an Muselmanen, Griechen, Serben und auch Bulgaren verübten Morde unter Nennung der Namen aufgefunden, sie erreichte die stattliche Ziffer von 112 Opfern. Ebenso wurden am 27. April d. I. auf der Prizka Tepe östlich von Notje im Bezirk Gjevjeli nach erbitterter Gegenwehr 19 Mann einer bulgarischen Bande vernichtet. Cin humoristischcr Prozeß. Ter 1897 verstorbene dänische Humorist tarl Möller hat eine Stif tung hinterlassen, aus der jährlich einein humoristischen Schriftsteller seiner Nation ein Neisestipendium von 900 üv. zugetheilt werden soll. Ter Empfänger soll sich durch humoristische Schriften bethätigt habm, darf aber nicht über 30 Jahre zäh len. Tie mit Verwaltung des Le gats botrauten literarischen Autoritä ten haben merkwürigcrweise bisher fast nur seriöse Schriftsteller bevor zugt, mit der Motivinrng, daß der Begriff des Humors ein schwer fest stellbarer fei. Die enttäuschten Be Werber nahmen den all bis jetzt humoristisch" und beruhigten sich dabei. Tiesmal aber wollen drei von ihnen gegen das Komite mit einer Klage vorgeehn, da dies augenscheinlich sich UM den letzten Will! des Tcstators absolut nicht kümmere und speziell für dieses Jahr einen höchst sentimentalen Lyriker und Novellisten bevorzugt ha. be. Ter Prozeß wird nächstens in zene gehen. Bei der jhon im Mittelalter bekannt gewesenen Gewandtheit der dänischen Tialektik wird mail auf die verschicdmun? Definitionen der Kopenhagener Juristen von einem so flüssigen" Begriff wie dem cs Humors einigermaßen gespannt sein dürfen. Der verstorbene Meister breitbehaglicher Schilderungen aus dem wohlsittlirten dänischen Bürger leben aber wird vielleicht im Elysium seine Freude an der echt komischen Verwirrung haben, die sein humoristisches" Vermächtnis angerichtet hat. Der Großherzog von Sachfen-Weimar hat zum Gedächtniß an seine verstorbene Gemahlin, GroßHerzogin Karoline, die Summe von 100,000 Mark zur Errichtung eines Siechen- und Blödenheims gestiftet und der Großherzoglichen Musikschule in Weimar die Summe von 150,000 Mark ausgesetzt.

Europmsches DeMkmelö Wechsel, Creditbriefe, Postanweisungen, .auf alle Städte Europas.

Schiffsscheine von und nach Europa. n- und Verkauf auständ schen Geldes. No. 35 Süd Meridian Str. Hferchants National Bank . ...Rechtsanwalt... (Frithn GtaatSanwaN.) 323-325 Znöian a Trust Gkb äti t Telephon (neu) 150. Die Perfeet Gas Range wird zum Kostenpreise verkauft, abgeliefert und ausgestellt ohne Unkosten. Der sparsamste Ofen für KunftgaS. Sprechen Eie vor und sehen Sie dieselben im Gebrauch. THE INDIANAPOLIS 6AS CG,, 49 S. Pennsylvania Str. Das Benagen und Belecken der Krippen beim Rindvieh hat seine Ursache im Futter, und zwar vorzugsweise im Mangel an Kochsalz, ferner im Mangel an phosphorsaurem Kalk oder in abnormer Säuerung und andauernder Reizung der Verdauungsorgane. Oft sind auch mehrere dieser Ursachen vereint. Ramentlich sind hervorzuheben: 1. Futter von sauren, moorigen und torfigen Wiesen; 2. von trockenen. Humusarmen und hochgelegenen Böden; 3. hartstengeliges, nährstoffarmes Futter; 4..unregelmäßige Fütterung, bald viel, bald wenig und allerlei durcheinander, z. B. in kleinen Wirthschaften allerlei Küchenabfälle, zusammengesuchtes Futter u. s. w.; 5. Unreinlichkeit in den Krippen und Stallungen. Zur BeHebung des Uebels ist zunächst auf die Abstellung und Minderung der Urfachen, namentlich auf Futterwechsel hinzuwirken. Sonst empfehlen sich säurewidrige Mittel, wie Kalk, Pottasche. Kreide, auf das Futter oder in's Saufen gegeben'. Die zahlreichen sonst empfohlenen ekelerregenden Mittel, sowie das Bestreichen von Wänden und Krippen mit Theer u. s. w.. können den nachtheiligen Einfluß schlechten Futters auf die Ernährung nicht aufheben. Zum Lahmen der Pferde. Beim Lahmen der Pferde liegt häufig Vernagelung vor.. Diese braucht aar nicht direkt zu sein, so etwa, daß der Nagel aus der Hornmasse heraus in das Fleisch dringt, sondern es genügt schon, daß ein Nagel dicht an den Weichtheilen vorbeigeht. Es entgeht dadurch eine Hornausstülpung, welche auf die Weichtheile drückt und deren Vereiterung veranlaßt. Die indirekte Vernagelung ist bei Weitem häufiger Ursache des Lahmgehens, weil die Folgen $ch erst nach mehreren Tagen zeigen. Bei der direkten Vernagelung zeigt das Pferd bereits beim Einscblagen der Nägel durch Zucken an, oaß der sogenannte Nagelstich eintrat, d. h. daß der Nagel direkt in die Weichtheile drang. Man w:rd sich dann beeilen, den Nagel herauszuziehen. Das Lahmen tritt hier auch sofort augenfällig nach dem Beschlagen ein und weist auf die Ursache hin, bxt dann natürlich auch vom aufmerksamen Pferdehalter bemerkt wird. Stellt sich infolge der Bernaaeluna das aefurcktete Litern ein, so halte man die Wunde rein und gebe warme Fußbäder. Im Uebrigen muß man kühlen. Ausschreitungen streikender Bergarbeiter werden aus SaintVel bei Lyon gemeldet. Em Daaillon des in Lyon in Garnison liegenden 96. Jnfanterie-Regiments wurde nach VUItU'lSJV( UVUVWIIW, VM VV Vll' diqen das Drabtseil der Förderbahn Cnini,fe1 nhni rmht hn VTn2if.indurck Dynamit zerstörten, die Telegra. phenorähte durchschnitten und die arbeitswilligen Bergleute terrorisirt haben. Die Soldaten wurden bei ihrer Ankunft in Saint-Bel von den AuSständigen verhöhnt.

mm Brothers,

Joi C. Hsta,