Indiana Tribüne, Volume 28, Number 247, Indianapolis, Marion County, 9 June 1905 — Page 3

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Deutsche Regierung Erläßt Einladungen zu einer internationalen Konscrcnz bezüglich Marokko's. Scharmützel in der Mandschurei. Ter Kronprinz von Schweden nach Hans berufen. Unglückssall ans der Insel Borkum. Ein deutsches Sängerfest in Oesterreich gestört.

Grokbritannien. Deutschland setzt seine Marokko-Politik fort. London, 8. Juni. Die Ass. Preffe erführt, daß Deutschland an alle Mächte, welche das Madrider Protokoll bezüglich Marotto'S unterzeichneten, eine gleichlautende Note geschickt hat. in der eS eine internationale Konferenz über die Marotto-Frage vorschlügt. Die Note wurde abgeschickt nachdem der Sultan fco Marokko sich offiziell geweigert hatte, den französischen For derungen ftatt zu geben und selbst den Wunsch nach einer internationalen Konferenz ausgesprochen hatte. So viel man weiß, hat bis jetzt keine der Mächte auf die Note geantwortet. Der Friede scheint näher zu rücken. Washington, 8. Juni. Prä. fident Roosevelt steht nun im Mittelpunkte der Friedensverhandlungen. Nach allgemeiner Anficht wird es dem Präsidenten gelingen, die beiden krieg führenden Mächte zu Verhandlungen zu bringen. Die Antwort deS Zaren auf das Anerbieten des Präsidenten Roosevelt, Friedensvermittlungen einzuleiten, ist eingetroffen, wird aber vorläufig nicht veröffentlicht. Während deffen werden zwischen den Vertretern der auswärtigen Negierun gen hier Ansichten ausgetauscht. Ohne Zweifel werden vielfache Bemühungen gemacht, den Frieden herbeizuführen, aber die Angelegenheit ist so delikater Natur, daß fi- .ux mit größter Vor ficht behandelt werden kann und selbst verständlich hüten die Betheiligten fich durch ein Wort Anlaß zu falschen Ge rüchten zu geben. Nach der allgemeinen Anficht wird Roosevelt unterstützt von verschiedenen Mächten, die Verhandlungen zwischen den Kriegfahrenden in Gang bringen und eS dann diesen überlasten, wie ste zurecht kommen. Man nimmt an, daß zunächst ein Waffenstillstand geschloffen werden wird. Unterseeisches Boot v e ru n g l ü ck t. P l y m o u t h, 8. Juni. Das unterseeische Boot A. 8, ist hier nicht weit außerhalb der Brandung verun glückt. Auf dem Fahrzeuge erfolgten 3 Explosionen. An Bord befanden sich 13 Mann; 14 derselbm ertranken. Das Boot liegt in 18 Faden Waffer. Die erste Nachricht kam von dem Boote selbst, welches fignalifirte, daß es gesunken sei und nicht an die Ober fläche kommen könne. Sofort begaben fich Taucher nach dem Schauplätze. Die 4 Leute die gerettet wurden, defanden fich zur Zeit deS Unfalles auf Deck und wurden von einem vorbei kommenden Küstenfahrzeuge aufgefischt. A. 8, ist das dritte unterseeische Boot der britischen Marine, daS inner halb eines Jahres verunglückt ist. Rußland. Schwierigkeiten auf allen Seiten. St. Petersburg, 9. Juni. Die Stimmen, welche aus dem Volke erschallen dringen immer näher zum Throne. ES wird derPhalanx derHofkamarilla nicht länger möglich sein, sie zu ersticken oder abzuwehren. Diese Hofkamarilla hat fich als absolut werthloseS Ge finde! erwiesen, daS noch nicht einmal die Fähigkeit und die Energie hat, die Krone zu stützen, unter deren Schutze sie ihr Schmarotzerdasein führte. Der Zar ist nicht der Mann in "Stürmen, die wie der gegenwärtige den -Erdball schütteln, das Ruder des StaatSschiffeö mit eiserner Faust zu leiten; e? schwankt eben zwischen den Parteien. ZemStwoS und andere politisch Kör perschaften halten die Gelegenheit für gekommen, ihre Weisheit loszulassen und an guten Rathschlägen hat die Regierung keinen Mangel.

Natürlich dauert Allen die Einberufung einer nationalen Volksvertretung zu lange. So berechtigtigt der Wunsch ist. so unmöglich ist eS nun für die Regierung, ihn sofort zu erfüllen. Japan. Kleiner Zeitvertreib. Tokio, 3. Juni. AuS dem japaNischen Hauptquartiere in der Mand schurei wird gemeldet, daß am Morgen deS 7. etwa 150 Russen zu SumiaotSz, etwas östlich von Jinylpunmen, ausrückten, von den Japanern aber zurück geworfen wurden. Frankreich. Bessere Aussichten. Paris, 8. Juni. Frhr. v. Flotow, der Kanzler der deutschen Bot schaft, stellte sich auch heute unter den Besuchern ein, die dem neuen Leiter der auswärtigen Angelegenheiten, Rou vier, ihre Aufwartung machten, und sprach die Befriedigung Deutschlands aus, die Marokko-Frage mit Frankreich in versöhnlichem Sinne zu besprechen. Er fügte hinzu: Ich wünsche mir selbst Glück zur Thatsache, daß die gegenwärtige Gefinnung auf beiden Seiten gute Erfolge verheißt." Verdeutsche Botschafter Fürst Radolin wird Ende der Woche hierher zurückkehren und die Verhandlungen über die Marokko-Frage aufnehmen. Der T e m p S" orakelt. Paris, 8. Juni. Der Temps" bezweifelt, daß den. Botschaftern offizielle Instruktionen gegeben wurden, Friedensverhandlungen zu eröffnen und bemerkt dabei : Unfraglich beschäftigt der Friede die russische Regierung auf das Lebhafteste; sie giebt auch nicht länger vor, eine Er örterung der Frage abzulehnen." Der TempS" führt weiter aus, daß der gegenwärtige Moment für Friedensvermittlungen sehr günstig sei, daß dieselben aber sehr langwierig werden würden, wenn die Japaner einmal russisches Gebiet betreten Hütten. Italien. Feier in der PeterSKirche. Rom, 8. Juni. Anläßlich der heutigen Schlußfeier des EuchariftenEongreffeS erschien Papst PiuS von der Sixtinischen Kapelle her in der St. Pe-ter-Kirche. Er wurde in einer schon unter Papst Pius VII. angefertigten Sänfte, welche seit dem Falle der weltlichen Macht deS Papstthums nicht mehr benutz? wurde, hereingetragen. Der

Pontizex begab fich an der Spitze einer imposanten Prozession quer durch die Basilika, in den Händen das heilige Sakrament haltend, umringt und ge folgt von einer großen Anzahl hoher kirchlicher Würdenträger in vollem Ornate. An der feierlichen Prozession betheiligten sich sämmtliche in Rom anwesenden Kardinäle und mehr als 300 Pa. triarchen, Erzbischöfe, Bischöfe und die Häupter einer Anzahl Orden. Vom großen Potifikal-Altare aus ertheilte der Papst den zu der Feier erschienenen Gläubigen, mehr als 20,000 an der Zahl, seinen apostolischen Segen. Deutschland. Deutschland und die IM r. Staaten vermitteln. B e r l i n, 8. Juni. Die Unterdüngen, die Frhr. Speck v. Sternberg mit dem Präsidenten Roosevelt hatte und die telegraphischen Mittheilungen des Botschafters an den Präsidenten haben ergeben, daß dieser und der Kaiser in der Fnedenöfrage gleicher Anficht find. Andere Länder mögen dieselben theilen, aber man ift zu dem Entschlüsse gekommen, Großbritannien und Frankreich bei den Friedensvermittlungen nicht hineinzuziehen, einmal, weil dieselben hierdurch schmerfällig und langsam würden und dann auch, weil Ruß land eine solche Vermittlung in Masse als einen Druck empfinden und zurückweisen könnte. Die russische Regierung wurde durch ihren Botschafter in Washington, durch

Jndlan Tribüne,

den in Berlin, durch den deutschen Bot schafter in St. Petersburg über die Absichten der Ver. Staaten u. DeutschlandS unterrichtet. D e l c a ss e 'S Sturz. Berlin. 8. Juni. Die aus Paris telegraphisch gemeldete Kunde von dem Sturz des französischen MinifterS des Aeußern Delcasse ist hier in allen Kreisen mit unverhohlener Befriedigung aufgenommen worden. Im Auswärtiger. Amt ist diesem Ereigniß mit Bestimmtheit entgegengesehen worden, nachdem in der französischen Deputirtenkammer über Delcasse's Ma-rokko-Politik vor vielen Wochen so unbarmherzig der Stab gebrochen war. In hiesigen offiziellen Kreisen spricht man sich offen und unzweideutig dahin aus, daß der nunmehrige PersonenWechsel auch einen Syftemwechsel mit fich dringen müffe. wenn Frankreich davon profitiren solle. Wahrscheinlich habe eS fich mit Delcasse'S Sturz selbst den größten Dienst geleistet. Marinemannschaften auf Borkum veru n g l ü ck t. Berlin, 8. Juni. Wie aus WilhelmShaven telegraphisch gemeldet wird, brachte ein Torpedoboot zwei Todte, vier schwer und sechs leicht Nermundete von der Bemannung des kleinen Kreuzers der .Medusa" ein. Nach der .schr dürftigen Drahtnachricht hatten Mannschaften der Medusa" die schmalspurige Kleinbahn benutzt, welche vom Landungsplatze auf der Insel Borkum nach dem eigentlichen Bade Borkum führt. Auf dieser find sie Verunglückt. Da die Mannschaften sämmtlich nach WilhelmShaven gehören, wurde daS vor Anker liegende Torpedoboot dazu auSersehen, den Transport der Verunglückten zu bewerkftelligen. Nähere Einzelheiten über den mysteriösen Unfall waren bisher nicht zu erlangen. . Militärattaches nach dem Osten. Berlin, 8. Juni. Generalarzt Kopf von der deutschen Armee ist gestern nach St. Petersburg abgereift. Von dort wird er fich nach der Mandschurei zu Gen. Linevitch'S Armee begeben. Brigadegeneral ThoS. H. Barry von der Armee der Ver. Staaten und sein Adjutant, Capt. Sidney A. Clomnn werden morgen oder übermorgen von Dresden nach dem Kriegsschauplatze im Osten abreisen. Prinz Leopold v. Hohen z o l l e r n f Berlin, 8. Juni. Prinz Leopold von Hohenzollern, welcher zu den HochzeitSfeftlichkeiten im KönigShause hierher gekommen war, ist plötzlich geftorben. Prinz Leopold wurde im Jahre 1870 von dem spanischen Parlamente als König gewünscht. Die brüske Opposition Frankreichs führte damals zu dem Kriege mit Deutschland. Ende deS Hetrenschneid e r . S t . e i k e S. München, 8 Juni. Zwischen den streikenden H 'renschneidem und den Arbeitgebern i i eine Einigung er zielt worden, und oer allgemeine Streik hat aufgehört. Kronprinz von Schweden nach Hause berufen. Berlin, 8. Juni. Kronprinz Gustav von Schweden, der von hier nach den HochzeitAfeierlichkeiten mit dem Großherzog und Großherzogin von Baden nach Karlsruhe gereift war, ift direkt wieder von dort abgereift. Er wurde in Anbetracht des politischen ZwifteS zwischen Schweden und Nor wegen nach Haufe berufen. BUlow nun F' Erbe. ' st ii n h " k u v Berlin, 3. Juni. Reichskanzler Graf Bülow ift vom Kaiser in den j Fürftenftand erhoben worden. Erst vor sechs Jahren war ihm der Grafentitel verliehen worden. Die neue ErNennung erregt allseitig große Beachtung und wird in der Presse wohlwollend kommentirt. Selbst solche Blätter, welche Bülow noch vor wenigen Monaten kalt behandelten, gönnen ihm die außerordentliche Ehrung. Man geht nicht fehl, wenn man die Erfolge Deutschlands in der Marokko.grage und Bülow's glückliche Hand beim Abschluß deS deutsch russischen Handelsvertrages mit der Er höhung Bülow's in Verbindung bringt. Die paffende Gelegenheit bot fich dem Kaiser am Tage der Kronprinzen-Hoch-zeit. ES ift nun klar ersichtlich, daß der oft todtgesagte Kanzler in höchster

. Juni 1903.

Gunst beim Kaiser steht und noch eine lange Laufbahn als Reichskanzler vor fich hat. Am 5, Juni erhielt v. Bülow die Nachricht, daß der verstorbene Hamburr Multimillionär Godefrey ihm $1,375,000 vermacht habe. Der Fürst war ein verhältnißmäßig armer Mann und auf die Einkünfte seiner Stellung angewiesen. Er hat angeblich schon früher die Erhebung in den Fürftenftand abgelehnt, wett er nicht die Mittel besaß, die zur erwarteten Vertretung dieser Würde aufzvdringen. Die gesammte Hinterlassenschaft von Godefrey wird auf $6,500,000 geschätzt; davon gehen 2,500,000 an andere Erben, $2, 500, 000 an WohlthütigkeitSanftalten. SchwedeN'Norwegen. Auch das noch. Chriftiania, 8. Juni. Die 2 Vertreter Norwegens, welche der Hochzeit deS Enkels Königs Oskar mit der Prinzessin Margaret Victoria von Connaught in London beiwohnen sollten. ziehen eS vor, hier zu bleiben. Die norwegische Regierung hat eine große Heldenthat begangen und angeordnet, daß die üblichen Gebete für die Königsfamilie aus dem offiziellen Gebetbuche gestrichen werden. Oefterreich'Ungarn. Slowenen überfallen einen deutschen Sän ger-Feftzug. Wien, 8. Juni. In Laibach, der.Hauptftadt deö österreichischen Krönlandeö Krain, hat der NationalitätenConflict zu beklagenSwerthen Ausschrei' tungen geführt. Die deutschen Sänger hatten anläßlich ihres JahreöfefteS eine Parade veranstaltet, die fich durch die Hauptstraßen der Stadt bewegte. Mehrere Kinder, die fich unter den Zu schauern befanden, wurden von den blind darauf losfeuernden Tumultuanten schwer verletzt. Die Schutzmannschaft mußte mit blanker Waffe einschreiten, um die Slowenen zu Paaren treiben. Aber deren Hauptzweck war erreicht: daS deutsche Sängerfeft war gestört. Wollen nach fremden Mustern arbeiten. Wien, 8. Juni. Die Lage in Schweden-Norwegen erregt hier zu Lande großes Jntereffe, da man das Verhältniß Norwegens zu Schweden als ein ähnliches betrachtet wie das UngarnS zu Oesterreich. Der Hirlap" das gelefenfte ungari sche Blatt sagt sehr bezeichnend: König OSkar glaubt es sei möglich ein Volk gegen seinen Willen zu regieren, aber die neuesten Entwicklungen haben bewiesen, daß dies unmöglich ift. Die Hofkamarilla wird nun erkennen, daß eS unmöglich ift auch nur eine Personal'Union zwischen zwei Staaten aufrecht zu halten, wenn einer derselben nicht mitthun will. Base-Ball. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: American-Association. Toledo, 8. Juni. Toledo 503000000 8 Indianapolis.. 02020000 26 Batterien Minahan und Clark; Roth und Reidy. Louisville, 8. Juni. LouiSville 300004000 7 EolumbuS 21001001 05 Batterien Wright und Shaw; Dorner, Berger und Ryan. Milwaukee, 8. Juni. Milwauk . . . .20320000 7 St. Paul 02 02 00 1 00 5 Batterien Dougherty, Hickey und Beville; Evans, Ferguson und Noonan. National-Liga. St. LouiS, 3. Juni. St. Loui 02 000 0 00 0 2 Philadelphia. .00 1 3 0 1 0 00- 5 Batterien Kellum, Tbielman und Zearfoß; Duggleby und Dooin. Cincinnati, 8. Jnni. Eincinnati ....4 1002013 11 Brooklyn .1000 0 1 00 0 2 Batterien Overall und Schlei; Eason und Ritter. Pittöburg, 3. Juni. PittSburg 0 1 02 0 1 00 4 New Vor! 0 0 0 1 0 0 0 0 0 1 Batterien Saß und Peitz; AmeS und Bresnahan. Chicago, 8. Juni. Chicago 00 0 1 03 52 11 Boston 0 2 0000000 2 Batterien Weintet und Kling; Frazer und Street.I

Die Ausstellung zu Luttich. Lage, Sdehnung und Beschickung des U ternehmens Besonderer Schmuck. Tie internationale Ausstellung in Lüttich, Belgien, bedeckt ein Gelände von 198 AÄern und ist von 140(M Ausstellern oefchiÄ, die jtct) qu? 82 Nationen, vertheilen, rf reizettbör landschaftlicher Umgebung, bespult von den Wellen 5er Maaß imb Öurthe. und umrahmt von den dicht bewaldeten Ardennen-Ausläufern, zeigt sich die Ausstellung schon von fern in günstigem Licht. Stolz und stattlich erheben sich ihre hellgetönten Hauptpaläste, denen gegenüber die charakteristischen Mauern, Zinnen und Thürme AltLüttichs aufragen. In den lauschigen Parkanlagen einer von den beiden genannten Flüssen gebildeten Insel ist eine Fülle weiterer Bauten vertheilt, die, meist künstlerischen und kolonialen Zwecken gewidmet, malerisch aus dichtem Grün hervorlugen. Einen besonderen Schmuck der Ausstettung zeigt die deutsche Abtheilung in der Haupthalle des Jndustriepalastes. Man sieht hier eine 215 Fuß lange Fassade, deren gefällige, moderne Barock-Architektur zeigende Arkaden von einem 33 Fuß breiten Mitteltheil unterbrochen werden. Die vom BildHauer R. Schirmer ausgeführte Germania, Handel und Industrie beschützend, hebt sich von goldigem Hintergrund ab. Auch oberhalb des Zuganges zur deutschen Maschinenhalle grüßt uns das ernste, wuchtige Haupt n I, irrminu im Hin mit i n i ii mit rrn n n miiniiiiiti in urmTä iiHMiii mmn mim IXy MM I I Deutsche Thor. der Germania aus der Kaiserkrone, umgeben von einer Gloriole von Sonnenstrahlen; von unten herauf wächst zwischen den beiden Parallelen ein kerNiger Eichstamm empor, der in seinen Zweigen die Namen hervorragender deutscher Konstrukteure und Maschinenbauer trägt, während die beiden benachbarten Schilder Bienen als Symbole des Fleißes enthalten. Es kommen in der Abcheilung insonderheit Bergbau, Maschinenfabrikation und Waffenherstellung zur Geltung. Die Zahl der deutschen Aussteller beträgt über 300. Dberfl und Dpernkomponist. 9M Leib und Seele Zc'.tat, aber Vtufitn im Nebenamt. Aktiver Oberst und Komponist zugleich ist der Kommandeur des 77. In-fanterie-Regiments in Eelle, Freiherr v. d. Goltz, dessen Oper Myrrah" vor Kurzem bei der Uraufführung im Großherzoglichen Hoftheater zu Schwerin einen alänzenoen Erfolg davongetragen hat. v. d. Goltz besuchte die Kadettenfchule in Potsdam und errang sich bei Sedan, gerade an feinem Geburtötage, das Eiserne Kreuz. Durch und durch musikalisch gebildet, hat v. d. Goltz sich schon seit geraumen Iahren als Komponist bethätigt. So stammt unter anderem der Fackeltanz, der zu der Vermählungsfeier des jetzigen Kaisers aufgeführt wurde, von ihm, und einer der schönsten Regimentsmärsche, die es überhaupt gibt, ist sein Marsch Ole Bröer" (Alte Brüder"), der in Mecklenburg in den Konzertsälen gespielt, hinter dem Pfluge gesummt und gepfiffen wird. Freiherr v. d. Goltz. Seine Oper Myrrah" nun stellt den Obersten mit einem Schlage in die erste Reihe der Opernkomponisten. Im übrigen ist Freiherr v. d. Goltz mit Leib und Seele Soldat, und das von ihm befehligte Regiment der Heide" hat seit vielen Jahren die besten Schießresultate im deutschen Heere aufzuweisen gehabt. Zahlreich sind seine sehr beachteten Schriften über die Taktik der Infanterie. Ueber alles stellt Freiherr v. d. Goltz die individuelle Auöbildung des einzelnen Mannes für daö Gefecht." Es ist dieS das Leitmotiv in der unendlichen Melodie" seiner rastlosen militärischen Arbeit.

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