Indiana Tribüne, Volume 28, Number 247, Indianapolis, Marion County, 9 June 1905 — Page 1

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Vrsctxeint jede Meutxnrittag. Jahrgang 28. Indianapolis, Ind., Freitag, 9. Juni 1905 No. 247.

Triff zum Giftbecher. Ed. MarshaL, 329 Nord Liberty Str., ein 42 Jahre alter Mann, An. streiche? von Beruf, beging heute Vormittag Selbstmord durch Einnehmen einer Dosis Morphium. Wie verlautet, trat Marshall in eine benachbarte Wirthschaft und ließ sich dort ein GlaS Whiskey verabfolgen, in welches er dann Morphiumpulver schüttete. Der Schankkellner nahm ihm aber das GlaS fort und goß den Inhalt auf den Fußboden. Bald darauf jedoch gelang eS Marshall sich ein GlaS Waffer zu ver schaffen und daS Morphium mit diesem zu verdünnen. Sobald man den Zustand des Mannes bemerkte, wurde derselbe in seine Wohnung gebracht und ärztliche Hilfe requirirt, jedoch hatte das Gift bereits derartig gewirkt, daß ürztliche Hilfe vergeblich war. DeputyCoroner Robertson hielt die Leichenschau ab. Verwandte deS Mannes geben Trübsinn als Ursache der That an.

- Wollte sich der Polizei stelle. Robert Thompson, 16, 623 West Michigar, Str., wurde heute, als er unterwegs war sich den Behörden zu stellen, von den Detektives Manning und Simon verhaftet. Thompson ist verdächtigt, Mitglied einer Knabeneinbrecherbande zu sein, die in letzter Zeit verschiedene Geschäfte heimsuchte. Im Ganzen befanden sich 5 Knaben in der Bande, zwei derselben sollen entflohen sein. Die Knaben find verdächtigt das Haus 611 West Market Str., ein Haus an der California Str., sowie auch eine Schmiede der Westseite heimgesucht zu haben. Durch vieles Lese. Durch Ueberarbeitung, vieles Studiren und Schlaflosigkeit wurde Thomas Mulrey vonNo. 2121 Shriever-Avenue so nervös gemacht, daß man sich gestern veranlaßt sah, den jungen Mann zu verhaften. Nach Angaben der Polizisten war er im Elternhause derartig aufgeregt und seinen Verwandten gefährlich geworden, daß diese sich vor ihm flüchteten. Muht), der bereits einige Zeit in Fletcher's Sanitorium sich befand, soll sich Correspondenz-LeHrbücher gekauft haben, aus welchen er sich Maschinen bau und Plumbing in allen Phasen der Kunst zu erlernen bemüht war, FriedeSrichter verklagt. Omer G. Baker hat das Ersuchen gestellt, den Friedensrichter Smock in Anklagezuftand zu versetzen, gleichzeitig hat er Schadenersatzklage gegen denselben eingereicht. Ferner hat Baker Schadenersatzklage gegen David I. Smock, Conftabler in des Friedensrichters Bureau, erhoben. Baker, der sich am 15. Mai der Ueber, tretung der staatlichen Fischereigesetze schuldig bekannte, behauptet, daß, trotz dem kein HülfS-Ankläger im Gerichte Dienste that und keine Vorladungen ausgeschickt wurden, er doch dementsprechend berappen mutzte und ersucht nun um Anklagc'Erhebung gegen den Friedensrichter und $36 Schadenersatz von demselben und deffen Bruder, dem Conftabler. Polizeiliches. W m. AdamS von No. 903 tzhurch-Straße meldete der Polizei, daß ihm, als er sich im Y. M. C. A. . Bade erfrischte, $7 in Baar und mehrere goldene Ringe gestohlen wurden. Ein Blumendieb suchte die Beete der No. 1718 Bellsontaine-Straße wohnhaften Frau Jacobs heim. John B e l l , der in Norwood an der Kreuzung der Big Four und Gürtelbahn wohnt, wünscht diejenigen Personen kennen zu lernen, die ihm in seiner Wohnung einen unerbetenen Be such machten und seine Sachen durch stöberten. Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho'S Longfellow".

Ueber Riesen. Diejenigen der Reuzeit so groß wie die im Alter-thum.

Gewaltige Riesen spielen eine Rolle in der Mythologie fast aller Völker ararischer Abstammung. Die Griechen stellten sie als Wesen von ungeheurer Größe mit schrecklicher GesichtSbildung dar und verlegten ihren Wohnort in vulkanische Gegenden, wohin sie der Sage nach nach einen erfolglosen Angriff auf den Himmel verbannt waren. Die Götter sperrten sie schließlich mit vülfe des Herkules unter dem Aetna und anderen Vulkanen ein. Neuere Forschung hat fast alle Erzählungen nnd Legenden über die Riesen widerlegt, selbst diejenigen der neueren Zeit, und nur wenige übrig gelassen, denen man Glauben schenken kann. ES ist eine ziemlich genau festgestellte That sache, daß die größten Menschen, von denen man weiß, daß sie exiftirt haben, diejenigen gewesen sind, die ziemlich zu unserer Zeit gelebt haben, nämlich in den letzten drei oder vier Generationen. Für die vorhergehende Zeit giebt eS keine Angaben, denen mau Glauben schenken darf. Der Goliath der Bibel soll nicht größer als achtundeinhalb Fuß gewesen sein, und selbst diese Ziffern werden beftritien, und man darf annehmen, daß die meisten Riefen der neueren Zeit fast gerade so, wenn nicht gerade ganz so groß gewesen find. Da war z. B. Chang, der chinesische Riese, den Barnum & Bailey vor etwa fünfzehn Jahren ausstellten, der eine Höhe von über acht Fuß haben sollte, mäh rend sie thatsächlich viel geringer war. Seine wahre Größe ließ sich erst nach seinemTkde beurtheilen, weil chinesischer Adlerglaube eine Messung bei Lebzei' ten verhinderte. Der nächftgrößte Mann nach Chang ist wahrscheinlich George Auger, der, obwohl er erst vierundzwanzig Jahre alt ist und noch wächst", wenn er aufrecht steht, der Größe Chang'S ziemlich nahe kommen soll. George Auger verdient also zweifelsohne, daß man ihn zu den größten Riesen rechnet, die man je gekannt hat. Um einen richtigen Begriff von der Größe deS menschlichen KolosieS zu geben, muß man euphemistisch sein. So kann z. B. einer der Fingerringe deS Riesen mit Leichtigkeit einem Kinde über die Hand gestreift und als Arm band getragen werden. Wenn einer von den Zwergen, auf Speck" (dem nebenbei gesagt, kleinsten Pferde in der Welt) reitend, neben den Riesen gestellt wird, dann reicht der Kopf des kleinen Reiters kaum bis zur WeftedeS Riesen. Wenn er sich ganz aufgerichtet hat, kann ein Mann mit Leichtigkeit unter seinen ausgestreckten Armen hindurchgehen, so daß sein Kopf die Menschen wie ein Laternenpfoften überragt. Von ihm kann man in der That sagen, daß er seine Raffe um Kopf und Schultern" überragt. Der Riese ist nur eine von den vielen neuen Attraktionen, welche in Barnum & Bailey'S Menagerie Zelt zu sehen find, wo ftch auch seine verschiedenen Gegensätze befinden die Truppe von Zwergmännern u. Frauen. Der große EircuS wird hier sein am Samstag, d?n 10. Juni. Maschinisten - Verband gewarnt. Der Maschiniften-Berband erlitt geftern eine Niederlage, als Richter Binson Carter entschied, daß die Mitglieder genannter Organisation ftch nicht in die Geschäfte der Indianapolis Drop Forging Co., welche eine sogenannte offene Werkstatt" ist. in welcher so wohl organifirte wie nicht-organifirte Arbeiter Beschäftigung finden können. einmischen dürften. ES wird dem Ma-schinisten-Berbande untersagt, Ange stellte der Fabrik einzuschüchtern, zu belüftigen oder zu überreden", die Arbeit niederzulegen. Der Richter verbiete dem Verbände nicht, sogenannte .Pickel?" bei der Fabrik zu poftiren, doch müssen dieselben sich ruhig und friedfertig verhalten. Raucht die Tiih I Mingo.

Wollte sich Geld zum Carneval verschaffen.

AuS dem Ererziersaale der Companie C des zweiten Regimentes der National Guard, wurde gestern Abend Charles Louis Whitacker, 3347 Oft Washington St. durch Detektiv Bray fortgeholt, nach der Station befördert und unter die Anklage der Fälschung gestellt. Whitacker, deffen Vater ein angesehener Getreidehändler im hiesigen Board of Trade Gebäude ist, ist beschuldigt, vier gefälschte Wechsel im Betrage von $32.40 ausgegeben zu haben. Zwei derselben waren mit dem Namen Taylor C. Vower's. dem Cavitain der Companie, zwei mit dem Namen des Leutnant'S Fofter C. Shirley unterzeichnet. Alle waren auf die American Natio nal Bank ausgestellt. Frank Hoffman, 127 Ost Court Str., erhielt zwei derselben, F. Shepenkoler, 111 Oft Court Str., und Brandon Sutter, 20 Nord Delaware Str., je einen. Fünf we tere Checks zum Betrage von $37 hatte er noch in der Tasche. Whitacker soll dem Detectiv seine Schuld eingestanden haben. Als Motiv zur That giebt er an, daß er für den militärischen Carneval ohne BaarMittel war und sich auf solche Weise das Fehlende zu beschaffen suchte. Durch eiaen Vslkshanseuderletzt. Nachdem ihm eine anfgeregte Volksmenge übel mitgespielt, wurde gestern Abend der 40 Jahre alte Charles HugheS, 114 Carfon Str., durch Radlerpolizisten Morgan und Samuels festgenommen und zur Station ge bracht. Hughes ist beschuldigt, den Versucht gemacht zu haben, einen IU nen Jungen, den er mit sich zum Fluß ufer an der Arizona Str. schleppte, an zugreifen. Ein Spielkamerad des Knaben lief zur benachbarten Kellers Apotheke und mehrere anwesende Männer eilten zur Stelle und griffen HugheS auf, bei Ankunft der Polizei jedoch war die Menge auf etwa 500 Köpfe ange wachsen. '' Mit einer Erbschaft bedacht. William Caldwell, ein früherer In dianapoliser Polizist, der kürzlich auS dem Michigan City Gefängnisse paro litt wurde, hat jetzt 110,000 geerbt. Caldwell wurde vor mehreren Jahren unter der Anklage, Daniel Sullivan während einer Schlägerei so schwer ver letzt zu haben, daß derselbe starb, nach Michigan City gesandt. Die Erdschaft soll auS der Hinterlassenschaft eines reichen Verwandten in New York herftam men. Rene elektrische Bahnlinie. Nach Angaben von A. E. Weift jr., dem ersten Geschäftsführer der Hunting ton, Columbia City & Northwestern Traction Co. beabsichtigt diese Co. eine neue elektrische Bahnlinie zwischen In dianapoliS, Huntington, Columbia City und Goshen erbauen zu lasten. Vermeffungen zwischen dort und hier sollen sofort beginnen, damit zum kom menden Herbst mit dem Bau der Bahn begonnen werden kann. Cocainsnchtige bestraft. Im Polizeigericht konnte man gestern den Eindruck gewinnen, daß eine Ne gerversammlung dort stattfände. Thatsächlich waren dieselben nur ge kommen, um die Verhandlungen gegen ihre Raffengenossen Minnie Prefton, !Dan Smith und Frank JoneS, welche vor einigen Tagen in dem Riot in Weft North Straße verhaftet worden waren, zu hören. Die Prefton, welche an Cocainsuch leidet, wurde wie folgt bestraft: 150 und Kosten und 30 Tage als unmora lifche Person, $5 und Kosten für Trun kenheit, $3 und Kosten für unflüthige Redensarten und 810 und Kosten wegen Auflehnung gegen die polizeiliche Gewalt.

Aus den Gerichten. Cigarettengesetz verfassungs mäßig. Cigaretten'Jmport für persönlichen Gebrauch nicht ungesetzlich.

JameS M. LeatherS, Superior-Rich. ter, und vom Kriminalrichter Fremont Alford als Spezial-Kriminalrichter ernannt, um die Klage des Staates gegen Wm. W. Lowry, der von den Großgeschworenen angeklagt war, Cigaretten geraucht zu haben, zu entscheiden, entschied gestern, daß jeder Bürger des Staates Jndiana daS Recht hat. unter dem Zwischenstaatlichen Verkehrsgesctze Cigaretten auS anderen Staaten u importiren für eigenen Gebrauch. Richter Leathers' Entscheioung ging dahin, daß der Staat das Recht habe, die Herstellung und den Verkauf solcher m Staate hergestellten Cigaretten zu untersagen, wenn eö au? Gesundheitsrücksichten als nothwendig erachtet würde. Der zweite Paragraph des Gesetzes, nach welchem es strafbar ist, Cigaretten zu besitzen, welche hier im Staate fabricirt find, wurde vom Richter, als gegen Cigarettenraucher gemünzt, auögelegt und für conftitutionell erklärt. Unter diesem Paragraphen war die Anklage gegen Lowry erhoben. Dann aus den speciellen Fall gegen Lowry eingehend, conftatirte der Richter, daß derselbe 1000 Cigaretten in Louisville, Ky., kaufte, durch die AdamS Expreß Co. dieselben zugesandt erhielt und am 8. Mai begann, diesel ben zu rauchen. Der Richter wieS nun auf eine Ent scheidung des Bundesrichters Brown hin, laut welcher Cigaretten legitime Handelsartikel find, gerade so gut wie jeder andere Handelsartikel. Und deß halb kann gegen Lowry nicht gerichtlich vorgegangen werden, fährt Richter LeatherS in seiner Entscheidung fort, so lange er die in einem anderen Staate aekauften Cigaretten nur einna und allein für seinen eigenen Bedarf hält, keinem Freunde oder Gaste eine derselben zukommen läßt. Der öffentliche Ankläger betrachtet diese Entscheidung als einen theilweisen Sieg des Staates, wird aber den Fall vor das Supreme-Gericht bringen. Bor Richter Alford stand gestern Harry C. Webster, des Meineides angeklagt. Er plaidirte unschuldig und wurde vor einc? Jury mit den BerHandlungen jbegonnen. die heute fortgesetzt werden. Kreisgericht. Die von der Frau Vera Hyatt gegen ihren Gatten Wm. I. Hyatt anhängig gemachte Scheidungsklage wurde von Richter Allen abgewiesen und die Klügerin zur Tragung der Kosten ver urtheilt. Die von Elzina Breedlove gegen CyruS Due Ben anhängig gemachte Hypothekenklage entschied der Richter zu Gunsten deS Klägers der Beklagte hattet keine Vertheidigung ein gereicht demselben $1000 zusprechend. Die Scheidungsklage der Frau 0. I. Baker gegen ihren Gatten Wm. Baker wurde gestern beendigt und be willigte Richter Allen keinen der Seiden die nachgesuchte Scheidung, hinzufügend, daß beide gleich schlecht seien und es bester wäre, wenn ihnen keine Gelegenheit gegeben würde, sich anderweitig zu verheirathen. Ein schlimmerer Fall wie der von der Armands Spence gegm Frederick Geis king anhängig gemachten Klage ist wohl kaum je verhandelt worden. Die Klägerin, eine vollständig verkrüppelte Person, die stch in einem Wägelchen selbst ins GerichtSzimmer hineinfuhr, beschuldigte den Beklagten deS Bruchs deS Eheversprechens und verlangte von demselben, der stch inzwischen verhei rathet hatte, 2O0O Schmerzensgeld. Sie gab an, einen L aden zu führen, in welchem Brod, Kuchen, Tabak etc. verkauft würden. Der Beklagte soll von ihr Tabak bezogen haben, ohne je zu bezahlen, Geld

geliehen haben ohnk ! eS zurückzuzahlen, Hfiv Vt 4 WmV 4 . 4 u

uuu iyi tiuitui wuiutu zu juu u. . w. T su; 4w .i.na.i ut.. v:. ""UM'" sckmukiaen Klesckickten die an 7iflti . , - iiqji georuail urnioen uno wies am Schluß bt t Verhandlungen die Klage einfach ad mit dem Bemerken, daß er der Anklage kein. Glauben schenken T. T.V"Z " W,T"n Juiuns. r e,s, n annano.ger W'ise betreibe, hinzufügend, daß der Be"'' allerdings ein ewiges unrenn,q:s eiragen na, aoe zu schulden kommen lagen. fUr daß Ion uioer nuyi e,irasen lonne. In Sachen der Festsetzung der Ge winne und Nachtheile, die durch den ant - a an cn l. in l. I vwaioni un ou.eoaro enianen r . w iYtt y i-fc . . r. l I NNO, muroen m. . eoy, !5o. yeparo UNo OQN Rppel aiö 0V 5 , a,. . 1 - rw I fArtllpr hrm WiAir ÄlNs ornnrtnk i" Scheidungsklagen reichten gestern em: Bertha CurtiS gegen ihren Gatten Robert wegen Nicht Versorgung; die Frau verlangt die Obhut über die bei den Kinder im Alter von vier respective sechs Jahren und entsprechende Ali mente. rw . ary ngleman gegen lyren ye mann oyn, den Ne der Trunksucht und roher Behandlung beschuldigt ; r k cn , tn m . , I enni iuni gegen lyren anen Edgar ween grausamer Behandlung unv ungenügender UNleryaltung. Ausstellung i der ManualTraining Hochschule.. veute, reltag, ven junt, Nndet mt m r. ' . . ä IN her vHnrtua "amtntnr ftnmlmitl ... . . . . vuiiuii), j . vM.iM.Mtv, Sli Meridian Str. u. Madison ' - . Jt. i. w. n.Ii . ä rr welwe unier oer eliung von yerrn . E- Emmerich steht, die jährliche Aussteuung der cylllerardetten statt. Je. dermann, der ftch für Schulangelegenheiten interesfirt, sollte nicht versäumen, der Hochschule heute ln den Stunden von 5.3U Borgens dlö ö Uhr Nachmit tagS einen Besuch abzustatten. Die Arbeiten in der Tischlerei, der Schmiede, der Formengießerei, der Maschinenwerkftatt und der Zeichnen' ftube der jungen Männer, wie die Koch. künste, die Nühschule, die Wärterinnen schule und die Schreibmaschinenftube der jungen Mädchen bieten des Jnteres. santen und Lehrreichen soviel, daß Nie maud die Gelegenheit versäumen sollte. sich von den Leistungen der Zöglinge ein Bild durch persönlichen Besuch zu machen. Die grode Unbekannte. Thomas Bell, der Neger, welcher am Montag Abend im Univerftty . Park nach aufregender Jagd eingefangen wurde und gegen den die Beschuldigung in hfc ;s..tt;.4. vorlag, daß er weiße Frauen msultirte, wurde gestern ,m Polizelgertchte straf. f.i ennaen. . , . . - Das Mädchen, :n deffen Schooß Bell das Geld geworfen haben soll, war nicht anwesend, und die Polizei wußte weder Namen noch Wohnftelle desselben, DaS andere Mädchen gab vor, gleich falls bezüglich Namen und Wohnung ihrer Begleiterin in Unwissenheit zu sein. Bell bezeugt, daß er das Mädchen kannte, ?onnie sich aber auch nicht auf Namen und Wohnort besinnen, be zeugte aber, daß ihm von dem Mädchen die Bitte um Geld zuging und daß er derselben Folge leistete, ftch aber scheute, das Geld direkt abzuliefern und daß er deshalb nach längerem Auf. und Ab gehen daffelbe dem Mädchen in den Schooß warf. Das Mädchen nickte ihm zu, ftch zur Flucht zu wenden, als Po. lizei eintraf. Eine merkwürdige Ge schichte, die anscheinend aber ihren Zweck nicht verfehlte. Peru, 3. Juni. Patrick Carter aus Logansport, wurde hier gestern durch Berührung mit einem elektrischen Draht getödtet. Carter war mit meh. reren Drahtspannern der Fort Wahne & Wabash Traction Co. beschäftigt, um in Verwirrung gerathene Drähte in Ordnung zu bringen, griff bei dieser Gelegenheit nach einem zu Versuchs, zwecken gebrauchten Receiver und wurde sofort getödtet.

NachnchttN ÜUö JndWna.

Klara Ö ittii itft Affttt it . - . len oes ?noes lreflen eiucyer em, um k fln h,r b.nHlSt 5Ba.,tift,n.a,m,mn .,. I WM MAL U L L lllLiLl ! W II I I II IV II III 1 II tMiflt muttMkn nrffeiM. eflinn, am mimS) ,Ommenb Woche endet, wird vorauZftchtlich onn,Qfl ,, m amim aU M m 2tu Mu(fit nrnanZ.äae lanm plich an. Die Theilnehmer . , n,nn,n i.k.,k. Ma.i. Laie Siebeäftfl. Die Mitglieder dieser ,,,, 5i,m,,nn Kni, , nu. zueile woblbabende armer. Alle zh.j,ei,mer an dem Feste, ob Mitglie7 D ... be. oder nick,, werden s bekoltiat und die ukmasck'inaen wer. w-f - " ' " w o h,n hnrnnrnrnm w wwgvtv iTMMM..t.:if. n c..: oi W U II II C l 2 U I l i , V. UIU. A. E. Boyd, der vor mehreren Monaten mit Frau Mary Jones, einer jungen Wittwe, nach Uniontown, Pa., durch brannte, von wo fte vor einigen Wochen durch ihre Verwandten gerettet wurde, ist hier wieder aufgetaucht, um nach derselben zu suchen. Anscheinend hatte Bodd einen aroken WillenSMana auf m. - mj gau ausgeübt. Boyd miethete bei Ankunft einen Waaen und suchte w Wohnungen der Verwandten der m ffau 5oneS auf und bielt Nachfraae mS) derselben. Da die Frau aber ner. venleidend im ftauh au-wärtiaer Ner. wandten darniederliegt, gelang eS ihm nicht, dieselbe zu finden. L a p o r t e, 8. Juni. Die 68. iübriae rau obn Sbaulkev kam ' hte durch Verbrennen zu Tode. Ge , nn nninn mio nna inn im nm iit w k? . ... ..UL. U.LUWUk.. IV I L 4j U ükULl 1UJ IU" jand. nur soviel weiß man. dak die Krau einen aroken Nestel mit Waffer durch ein Feuer im ofc ,um gchen bringen wollte. Jobn Schuld, ibr Schwiegersohn, fand dort 0ie verkohlte Leiche, als er vom Felde zurückkehrte. Goshen, 8. Juni. Wegen Ein bruchs in Wüt' Spiritussen-Geschäft wurde der 35 jährige JameS Ferguson von Columbus, O., gestern zu 2 bis 14 Jahren BefferungSanftalt verurthheilt. Der Umstand, daß er einen künstlichen Fuß hat, führte zu seiner Verhaftung, da die Polizei die sonderbaren Abdrücke im Sande bemerkte. W e st f i e l d, 3. Juni. Frau Jva Harlan, die sich vor einiger Zeit vier Revolverkugeln in den Kopf jagte, von welchen zwei das Gehirn durchbohrten, die sich außerdem noch zu gleicher Zeit zu erhängen versuchte und ftch mit einem Messer gefährliche Verletzungen am Halse beibrachte, ist noch am Leben nnd anseinend keffert nck ihr Anstand s dgk Hoffnung auf Genesung vor. Handen ist. Der Fall ist ein bemer. kenöwerther, ihr Gedächtniß scheint in keiner Weise angegriffen. Ihren Ver. wandten sagte die Frau, daß Sünden Lw.I . 0 Kokomo, 8. Juni. William m, k. foit an kr. irr. I V; JJ.,Ujf Vlfc !H mmr HlfUil finnia und während der lebten 10 Jahre ein Insasse des Howard County Krankenhause ist, hat 80 Acker Land flrb; Da er somit nicht mehr unde. milrett ifi, laun oie ouniicui misfton ihn nicht mehr in der Anstalt lassen und man wird den Rath des General-AnwaltS einholen, was in dem Falle zu thun ist. Säumige Statztväter. Die Stad.vüter sollten gestern Abend zu einer Spezial'Sitzung zusammen kommen, um endgültige Berathung zu pflegen betreffs der öffentlichen Bäder. Angelegenheit. Es hatten ftch aber nur 5 Mitglieder des Stadtraths eingefun den, fodaß kein Quorum vorhanden war. Die Frage ist nun, waren alle übrigen Stadtvöter mit wichtigen an derenGefchäften überladen, oder wünsch ten sie der Sache möglichst lange auL dem Wege zu gehen, oder hielten sie die Sache für zu unbedeutend, um zu der Spezialfitzung zu erscheinen? Die Zeit wird'S lehren, denn auf morgen, Samstag, den 10. Juni, Mit tagS 12:30 Uhr, ist nochmals eine Spe. zialversammlung angesetzt und die Bür ger der Stadt werden dann erfahren, was die von ihnen erwählten Vertreter zu ihrem Wohl und Besten zu thun ge denken.

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