Indiana Tribüne, Volume 28, Number 245, Indianapolis, Marion County, 7 June 1905 — Page 3
Jndians Tribüne, 7. Juni 1903
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Trauung vollzogen. Der deutsche Kronprinz in glänzender Versammlung in Chefcsscln geschmiedet.
Borlliusig kein Friedensschluß in Ostasien zu erwarten. Tie Krisis in Ungarn. Der französische Minister des Acußcrn Telcasse zurückgetreten. Alsonso in England.
Deutschland. Die Trauung. Berlin, 6. Juni. Kronprinz Friedrich Wilhelm und Herzogin Cäcilie von Mecklenb lrg-Schwerin wurden heute in der Schloßkapelle getraut. Als der Ehelnoten geschürzt wurde, schlug die Uhr Fünf. Gleichzeitig donnerten die Batterien hier und in jeder preußischen Garnison, auch in fremden Meeren, wo deutsche Kriegsschiffe die ftolze Flagge zeigen, ihren Salut. Die Zeremonie fand nach der ein fachen Form der lutherischen Kirche statt, aber die Versammlung, die derselben beiwohnte war wohl die glänzendfte, die sich denken läßt. Unter den 6070 Vertretern deut' scher und ausländischer Fürstenhäuser befanden sich Erzherzog Franz Ferdinand als Vertreter des Kaisers von Oesterreich, Großfürst Michael als Vertreter des Zaren, der Prinzgemahl von Holland, der Herzog und die Herzogin von Aofta als Vertreter deS italienischen Königspaares, Prinz Arthur von Connaugh als Vertreter König Edwards von England, der Herzog von Oporto, welcher Portugal vertrat, der KrönPrinz von Dänemark- und der Krön Prinz von Griechenland. Alle standen im Halbkreise um den Altar; Kirchendänke waren nicht vor Handen. Hinter den Fürstlichkeiten mischte sich der hohe Adel, die Genera lität, Minister und andere eingeladene Persönlichkeiten. Die Braut betrat die Kapelle am Arme deS Kronprinzen. Sie trug e nen frischen Myrthenkranz, der von einer Krone, aus Diamanten und Rubinen gebildet, überragt wurde. Um den Hals schlang sich ein Band großer Diamanten und den Abschluß deS tiefen Brustausschnittes bildete ein dreieckiger Diamantschmuck. Der Kronprinz trug die hellblaue Uniform eines Majors des 1. GarderegimenteS zu Fuß und felbstverftündlich alle Orden. Die Robe der Braut war aus rufst schem Silberbrokat gefertigt; sie war an der Schulter aufgerafft, die Schleppe aber immerhin 4$ DardS lang. Vier Ehrenjungfrauen in hellblauer Seide, der Lieblingsfarbe der Kronprinzessin, trugen die Schleppe; hinter ihnen schrit ten zwei Pagen. Der Brutschleier bestand aus alten Brüsseler Spitzen. Hinter dem Hochzeitspaare schritt die Kaiserin am Arme des Großherzogs von Mecklenburg-Schwerin, deS Bruders der Braut; dann kam der Kaiser mit der Brautmutter, der Großherzogin Anaftafia, am Arme. Die hohen Fürst lichkeiten stellten sich zur Rechten deS Altares auf. Der Domchor fang einen Choral und Hofprediger Dr. Drhander vollzog die Trauung. Nach derselben überreichte er dem jungen Ehepaare eine Bibel in kunstvollem Einbande. Nun folgte eine allgemeine Küfferei, nach Graden; der Kaiser küßte die Braut auf die Wangen, nach ihm die Kaiserin, den Sohn zc. Hierauf verließ der Brautzug langsam die Kirche. In feierlichem Zuge begaben sich dia Fürstlichkeiten nach dem Weißen Saale. Auf dem Wege hatten sich viele hohe Persönlichkeiten aufgestellt, für die kein Platz mehr in der Kapelle war. Die Pracht der Roben, die Uniformen und der Glanz der Juwelen boten ein Farbenbild, wie eö wohl selten gesehen wird. Nach einem Souper fand auch der altbekannte Fackeltanz statt, der früher von Ministern aufgeführt wurde, aber diesmal, um wenigstens die Tradition des Hauses Hohenzollern zu wahren, von Pagen executirt wurde. Bekanntlich hatte seinerzeit Fürst BiSmarck eS abgelehnt an diesem Fastnachtsscherze Theil zu nehmen. Nach Schluß deS FackeltanzeS fuhr der Kronprinz mit seiner Neuvermühl ten nach dem Stettiner Bahnhof, wo ein Extrazug sie erwartete. Der Kaiser war mit all den jüngeren Prinzen nach dem Bahnhofe gekom men, um dem jungen Paare Lebewohl zu sagen. Dasselbe wird nach dem Jagdschlosse HubertuSftcck, nicht weit von EberSwalde, gehen.
Leeres Gerücht. Berlin, 6. Juni. (2 Uhr 40 Minuten Nachmittags.) An der Börse circulirt daS Gerücht, der russische Kaiser sei ermordet worden. Ein Tele gramm dieses Inhalts soll in Mendelssohn'S Bank, welche die Geldgeschäfte der russischen Regierung vermittelt,
eingelaufen sein. Auf direkte Anfrage bestritt das Bankhaus entschieden, eine derartige Depesche erhalten zu haben. Zur Forst-Akademie erhoben. E i s e n a ch , 6. Juni. Unter großartigen Feierlichkeiten hat die Forst-Lehranstalt daS 75.jährige Jubi läum ihres Bestehens begangen. Fast alle deutschen Staaten, namentlich die thüringischen, hatten Vertreter entsandt, und sämmtliche Forftakademien und Forstschulen waren durch Feftabordnungen repräsentirt. Großherzog Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar-Eisenach, der an den Feierlichkeiten lebhaften Antheil nahm, hat die Anstalt zur Forstakademie erhoben und anläßlich des JnbiläumS eine große Anzahl Beförderungen und Or densverleihungen ankündigen lasten. Ausbreitung des Schnei der-Ausstände ö. Berlin, 6. Juni. Der Herren-schneider-Streik umfaßt jttzt nicht weni ger als 59 Städte und nach den neueften Meldungen breitet sich die Bewegung unter den Arbeitern immer weiter aus. Man befürchtet, daß es dem nächst zu einer MaffenauSsperrung kommen wird, wie ihn die Münchener Centrale der Arbeitgeber auch bereits angedroht hat. Die Arbeitgeber zeigen sich bis jetzt nirgends geneigt, den auf die Arbeitszeit und die Lohnaufbefferung bezüglichen Forderungen der Schneider nachzugeben, und ebenso wenig find die Streiker gesonnen, die Flinte in'S Korn zu werfen. Canada. KriegSkontrebande. Victoria, B. C., 6. Juni. Kapitän McKeechnie vom britischen Dampfer Jlford" der 1000 koreanischer KuliS nach SalinaS Cruz brachte und hierher kam um Ladung zu suchen, erklärt, daß sämmtliche japanische schiffe, als eS zur Schlacht kam, mit neuen Geschützen ausgerüstet waren. Er habe schwere Schiffsgeschütze, die von Armstrong angefertigt wurden und 500 Tonnen des neuen Pulvers Cordit nach Japan gebracht. Er miste, daß über ein Dutzend Dampfer ähnliche Ladungen nach Japan gebracht hatten. China. Die letzten Russen von Wladiwostok. T s h i f u, 6. Juni. Gen. Bo. laschoff ist mit seinem Stäbe von Port Arthur hier angekommen und wird auf dem Landwege über Tientfin nach Rußland weiter reisen. Der General brachte die einbalsamirte Leiche Gen. Kondrachenko'S mit und wird sie nach Odessa schicken. Die 29 Personen, welche den Stab. Gen. Bolaschoff's bilden, werden auf der schiedenen Wegen nach der Heimath zurückkehren. Mit dieser Gesellschaft haben nun sämmtliche Russen Wladiwoftock verlassen. Rußland. L o n d o n, 6. Juni. Der PeterSburger Korrespondent der Daily Mail" berichtet über die Situation: Wenn nicht ein unerwarteter Um schwung in der am Zarenhofe herrschenden Stimmung eintritt, sind wenig Aussichten vorhanden, daß die Ver mittelungLversuche des Präsidenten Roosevelt mit Erfolg gekrönt sein wer den. Der Minister des Auswärtigen, Graf LamSdorf, weigert sich irgend etwas über die Konferenz zwischen dem Botschafter Casfini und dem amerikanischen Präsidenten zu sagen, aber ein sich deS besonderen Vertrauens des Jaren erfreuender Würdenträger gab heute zu verstehen, daß die Antwort RußlandS auf die Friedensvorschläge Roose velt'S wahrscheinlich ablehnend aus
fallen werde. Das Volk verlangt jedoch stürmisch den Frieden, und die Kriegspartei ist auf einen winzigen Rest zusammen geschmolzen. Inwieweit der Volkswillen die autokratische Regierung beeinflussen kann, muß natürlich abgewartet werden. Verschwörerneft auSgeHoden. St. Petersburg, 6. Juni. Zu Riga hat die Polizei entdeckt, daß in der Phönix Gießerei auch Bomben hergestellt wurden. ES wurden 50 Bomben beschlagnahmt, viele Revolver, Dolche und andere Waffen. Eine An zahl Personen wurden verhaftet, nicht ohne heftigen Widerstand. Serbien. Politische Argumente. Belgrad, 6. Juni. Der früHerr Premierminister PasicS und der Juftizminifter M. NikolicS trafen sich heute auf dem Marktplatze und packten sich an den Kehlen; nur mit vieler Mühe gelang es Hinzukommenden, die KampfHähne zu trennen. Arabien. Insurgenten siegreich. H o d e i d a , Provinz Z)emen, 6. Juni. Die Insurgenten der Provinz Bemen haben die Städte Kataba und Jbb eingenommen und gehen nun gegen Taiz vor. Türkische Verstärkungen sind unterwegs. Frankreich. Telcasse ab. P a r i s, 6. Juni, 1 :20 Uhr Nachm. Der Minister deS Auswärtigen Delcasse hat seine Demission eingereicht und dieselbe ist augenommen worden. Premierminister Rouvier wird tem porär daS Portefeuille deS Auswärtigen übernehmen. Marokko-Frage. Paris, 6. Juni. In der heutigen KabinetSfitzung wurde die Marok-ko-Frage gründlich erörtert, doch wurde, so viel man weiß, keine endgiltige Entscheidung getroffen. Der seitherige Minister des Aeußeren Delcasse und Premierminister Rouvier hatte heute Mittag eine halbstündige Konferenz. Nach derselben übernahm Rouvier die Leitung der auswärtigen Angelegenheiten. Der Rücktritt Delcasse's hat in parlamentarischen Kreisen Beunruhigung hervorgerufen. Man nimmt an, daß er den Karren gründlich verfahren hat. Deputirte behaupten sogar, daß ein Krieg mit Deutschland tn Aussicht gewesen und nur mit knapper Noth vermieden worden sei; daß eS ferner schwer halten werde, die bestehenden Differenzen auszugleichen. Sehr vernünftig bemerkt TempS": Die Interessen, um welche eS sich handelt find durchaus leicht zu arrangiren und da beide Parteien eine Lösung derselben wünschen, werden sie offen zusammen arbeiten um dieselbe zu erreichm." Afrika. Dementi. Swakopund, Deutsch - Südwestafrika, 6. Juni. Hier weiß man Nichts davon, daß Warmbad im füd. lichen Theile dieser Kolonie von Ein geborenen mit großem Blutvergießen eingenommen wurde, wie eine Londoner Depesche meldete.
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Paul der seitherige Flotten-Sekretär, der Geschüft
Großbritannien. A l f o n s o. London. 6. Juni. Der König von Spanien halte heute einen anstrcngenoen Tag. Er begann mit einem Empfange des diplomatischen Korps im Buckingham'Palaste. Der amerikanische Botschafter White-
latv Reid hatte eine längere Unterredung mit Alsonso, über deren Inhalt allerdings Nichts bekannt geworden ist. Sodann fuhr der König nach der Weftminfter Abbey um dem katholischen Gottesdienste beizuwohnen. Sekretär Hay. London, 6. Juni. Sekretär Hay ist hier angekommen, hält sich aber streng an die ärztlichen Vorschriften und vermeidet alle offiziellen Gelegenheiten, die Aufregung verursachen. Er steht nichtsdestoweniger in enger Verbindung mit der amerikanischen Botschaft. Oefterreich-Ungarn. m Ungarische Krisis. Wien, 6. Juni. Dic positive Ankündigung, duß General Baron Fejervary. der ehemalige Landesver-theidigungS-Minifter und von der OpPosition, nächst TiSza, bestgehaßte Mann, ein Geschäfts-Minifterium zu Stande gebracht habe, hat die Leiter der Koalitionspartei um so mehr erregt, als ein Scheitern seiner Mission als gewiß galt. Nachdem der Kaiser-König Franz Joseph dem Grafen Julius Andrassy unlängst in der schroffsten Form bedeutet hat, daß er nicht gekommen sei, in militärischen Fragen den Ungarn auch nur das geringste weitere Zugestündniß zu machen, herrscht auf der Linken tiefste Verdrossenheit, die sich, wenn ein Kabinett Fejervary vor das Abgeordnetenhaus tritt, mit elementarer Gewalt Luft verschaffen dürfte. Man sieht wiederum tumultuarischen Szenen im Parlament entgegen, wie sie an der Tagesordnung waren, als Graf TiSza feine neue GeschäftSordnnng mit aller Gewalt durchsetzte. Dabei macht die Zersetzung der liberalen Partei, der früher dominirenden Regierungspartei, reißend rasche Fortschritte. Die unglückliche Suche nach dem ungarischen Nationalstaat hat auch diese Mitglieder der liberalen Partei wie eine Krankheit erfaßt und treibt sie in das Lager der Chauvinisten. Meuterei. Wien, 6. Juni. Eine Depesche von Fiume meldet, daß eS an Bord des Dampfers Ultonia" von der Cu-nard-Linie während der Fahrt von New York nach Fiume zu einer Meutextx kam, da die Heizer und Kohlenzieher nicht sechs Stunden statt vier arbeiten wollten. Aus der ungarischen Hauptstadt wird gemeldet: Ein aus dem Gebiete Budapest ausgewiesener iibelberüchtigter Mann Namens Gwot wurde von dem Schutzmann Johann Molnar wegen verbotener Rückkehr festgenommen und nach der Wache ge bracht. Beim Verhör zog Gwot plötzlich ein scharfgeschliffenes Messer auS dem Stiefelschaft und stich es mit voller Wucht in den Rücken des Polizisten. Molnar stürzte todt zusammen. Der Mörder wollte nun fluchten, wurde aber im Hofe des Polizeiaebäudes erariffen und verhaftet. Alorton, am 1. Juli zurücktreten und wieder in'S gehen wird.
Die Pcl! in Indicn t?usbrcttg der Teuche ach bisher von ihr verschonten Gebiete. Ter Lenz, so lautet ein Bericht aus Indien, ist diejenige Jahreszeit, in welcher der nimner rastende esenel br jpeft in. Indien jetne meisten Loser fordert. In diesem Jahre aber
in oit Sterblichieit aus eine bisher nie ! ' , ' S 5 " S,7 ir Xl erreicht gewesene Hoye geulegen. März hat die Zahl der wöchentlichen Todesfälle an der Beulenpest zwischen 40.000 und 50.000 geschwankt. Am stärksten heimgesucht wurden die Vereinigten Provinzen, wo wöchentlich fast 20,0(0 Personen starken, dann folgten das Pundschab mit über 10.000. Bengalen mit 7000 bis 8000 und Bombay mit über 8000 Personen. Daß die Stadt Bombay von der Seuche aus's Schwerste geplagt wird, ist keine Neuheit, dagegen ist die Kunde, daß nun auch in Kalkutta die Pest derheerend auftritt, überraschend und besorgnitzerregend. Noch aber scheint die Epidemie ihre Grenzen immer weiter hinausrücken zu wollen, denn aus Rangun, der Hauptstadt von Birma, wo bisher nur wenig von der Pest zu bemerken gewesen war, wird gemeldet, daß die Epidemie nicht nur in dieser Stadt und ihrer nächsten Umgebung ständig wächst, sondern sich auch in der Provinz immer mehr verbreitet. Mittlerweile ist dic Pest an der Nordwestgrenze unter den Stämmen der Beludschen ausgebrochen, was die Regierung veranlaßt hat, die Häuptlinge zusammenzurufen und ste mit energischen Worten auf die Gefahr und die Mittel zu ihrer Bekämpfung hinzuweisen. Die betreffende Ansprache lautete: Um der Pest zu entrinnen und ste von Euch selbst, von Eurer Familie und Euern Unterthanen fernzuhalten, sind fünf Dinge nothwendig: erstens haltet Euch selbst und Eure Häuser rein; zweitens vermeidet, an verseuchte Plätze zu gehen oder Personen oderSachen aus solchen Ortschaften aufzunehmen; drittens, wenn die Pest ausbricht oder Ratten in einem Haus oder Dorf zu sterben beginnen, so zieht aus uno lebt im Freien; viertens kehrt nicht in Eure Häuser zurück, ehe ste gereinigt und desinfizirt sind; fünftens, kommt die Pest, so laßt Euch impfen!" Chinefischer Jahrmarkt. Einem aus Peking datirten Briefe eines Angehörigen der deutsch-ostasia-tischen Besatzungsbrigade entnehmen wir das Folgende: In Peking haben wir jetzt Jahrmarkt. Wenn man die Tatarenstadt durch das Chien men" verläßt und dann rechts abbiegt, so kommt man in die Gegend des Jahrmarktstrubels. In dem Vorhofe eines Tempels haben sich die Juweliere eingerichtet. Es ist dort viel Schönes und Kostbares vorhanden: Perlen, Korallen. Ringe und buntschillernde Edelsteine. Wir besuchen den Kram- und Spielzeugmarkt, das Dorado der chinesischen Kinder. Es ist hier gerade so. wie in Deutschland auf einem Weihnachtsmarkt in einer Kreisstadt. Hier wie dort dieselben glänzenden Augen der Kinder, mit denen sie die ausgestellten Herrlichkeiten anstaunen. Hier wie dort dasselbe unharmonische Blasen auf allen möglichen Instrumenten, die das Entzücken eines Kinderherzens ausmachen. An Stelle des Pfefserkuchenherzens tritt in Peking die chinesische Dattel. Tiefe Früchte werden auf lange Stöcke gereiht, dann mit einem Gemenge von Zucker und Honig bestrichen und nachher als Jahrmarktsspezialität verkauft. Auch Puppen für die kleinen chinesischen Damen gibt es dort. Natürlich haben sie alle Schlitze äugen. Man sieht zum Spielen bestimmte Mandarinenwagen aus Stroh, bunte Luftdrachen. Pferde, Elephanten. Für die heranwachsende männliche Jugend gibt es fertig aufgetakelte Miniaturschiffe mit japanischer Besatzung und Pekings Garnison in Pupvenform. Auch das deutsche Glücksrad ist vorhanden. Nur spielt man hier nicht um Flitter und Tand, sondern um blankes Silber. Orangenpflanzungen bedroht. Der Cut Worm" droht die Orangen-Ernte im San Bernar-dino-Thal. Kal.. zu vernichten. Die Würmer fressen nicht das Laub, sondern greifen die unreifen Früchte und die Knospen an. indem sie sich durch die Rinde der Frucht bohren und das Innere verzehren. Viele Bäume haben auf diese Weise schon alle drückte verloren. Tausende der schönsten Orangengärten sind von Verheerung bedroht und deshalb haben die Besitzer die County-Vehörden ersucht. sofort Schritte zu thun, damit die Ernte nicht zu Grunde geht. Darauf hat der Gartenbau-Kommlssar Apparate kommen lassen, mittelst welcher die Bäume mit Pariser Grün bestäubt werden. Die Kaiserin von China interessirt sich in neuester Zeit sehr lebhaft für die Nähmaschine, welche bis jetzt bei den Frauen Chinas noch gar nicht in Gebrauch gekommen ist. Die Kaiserin hat mehrere Nähmaschinen in ihren Gemächern aufstellen lassen und läht sich von europäischen Damen in der Handhabung derselben unterrichteu. Sie trägt sich mit der Absicht, Nähmaschinenschulen in ganz China zu errichten, in welchen die chinesischen ffrauen und Mädchen den Gebrauch der Nahmaschine praktisch erlernen sollen.
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