Indiana Tribüne, Volume 28, Number 243, Indianapolis, Marion County, 5 June 1905 — Page 3

Jndianck Tribüne, 5. Juni 1903

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Russischer Besuch In den Philippinen macht anscheinend Kopszcrorcchcn.

Hochzcits-Feierlichkeiten in Berlin. Stellung des Kaisers zu den kriegführenden Parteien. - Besrkedignng über die Marokko Affaire. - Schluß des Besuches König Alsonso's in Paris.

Philippinen. Unerbetene Gäfte. Manila, 4. Juni. ContreAdmiral Train hat eine Kommission ernannt, welche untersuchen soll, ob'die 3 russischen Kreuzer die hier anlangten, seetüchtig find. Die Kommission be steht auZ folgenden Mitgliedern : Commander CalkinS, Leut.-Commander McElroy und der Zimmermeifter Har ding von der Ohio. Die Kommission wird mit ihrer Un tersuchung sofort beginnen. Contre Admiral Train hat den russischen Kohle für 14 Tage angeboten, wenn sie sofort abfahren, aber eS ist die Frage, ob sie eine solche Quantität tragen können, da sie beschädigt find. Die Zahl der Todten aus den rufst schen Schiffen beträgt nunmehr 41. Amerikanische Aerzte helfen den russischen bei der Behandlung der Vermundeten. Contre-Admiral Enquift erzählt, daß er sein Schiff verlor und darauf seine Flagge auf der Aurora hißte. Er der ließ den Kampfplatz in der Nacht von Samftag auf Sonntag und wußte nicht, daß die Schlacht während des Sonntags fortdauerte. Er giebt an, daß der Angriff der Japaner so plötzlich und heftig war, daß sein Geschwader vollständig überrascht wurde. Die russischen Schiffe dampften mit 15 Knoten Geschwindigkeit in die Bai von Manila, sie nehmen jetzt Lebens Mittel an Bord. Manila, 4. Juni. Die Com Mission, welche ernannt wurde, um den Zustand der russischen Kriegsschiffe zu untersuchen, berichtete, daß eS 60 Tage dauern wird, um Oleg" zu repariren, 30 Tage für Aurora" und 7 Tage für .Jemischug". Admiral Enqwift hat um die Erlaubniß nachgesucht, hier Reparaturen vor zunehmen, mit der Begründung, daß er nur bei ruhiger See fahren könne, da seine Schiffe nahe der Wafferlinie beschädigt seien. Der hiesige japanische Consul ftattete dem General - Gouverneur heute zwei besuche ab, um zu erfahren, was mit den russischen Schiffen geschehen solle. China. Beschädigtes russisches Torpedoboot. Shanghai, 4. Juni. Ein rusfisqeS Torpedoboot, das hier ringe schleppt wurde, berichtet, daß eS sechs Tage mit 130 Mann und Waffer für nur einen Tag auf See trieb. Da? Boot war am Vordertheile beschädigt. Die Bemannung wurde auf den rufst schen Transportdampfer gebracht, der zu Wusung festgehalten wird. Japan. Nebogatoff bleibt. Tokio, 4. Juni. Admiral Ne bogatoff will feine Freiheit gegen Pa role nicht annehmen. Gen. L i n e v i t ch'S Stellung. T o k i. o, 4. Juni. Gen. Linevitch steht mit seiner Hauptmacht bei Kung chulian, 3 Meilen westlich von Tako man. Seine Vorposten stehen auf der Linie FengswaStsungchu. Sieger und Besiegter. Tokio, 4. Juni. Vize.Admiral Togo besuchte am Samftag Vize-Ad miral RojeftvenSky im Marinehospital zu Sasebo und drückte ihm sein Beileid zu seiner Verwundung aus. Er zollte dem verzweifelten Muthe der Ruen hohe Anerkennung und drückte die Hoffnung aus, daß RojeftvenSky bald in der L age sein werde, nach Rußland zurückzukehren. Der russische Admiral war von den Worten seines ehemaligen Gegners tief gerührt und dankte ihm. Er sagte, eS vermindere den Kummer über feine Niederlage, von einer so tüchtigen Marine besiegt worden zu sein. Sorge für den besiegten Feind. Tokio, 4. Juni. Flottenmini. fter Yamamoto hat für Ausschmückung deS Zimmers des verwundeten AmiralS

RojeftwenSky Blumen geschickt, mit einem Briefe, in dem er dem Verwundeten seine Sympathie ausdrückt. Famamoto hat auch an die verwundeten russischen Offiziere und Mannschasten einen tröstlichen Brief gerichtet. Schlachtberichte. Tokio, 4. Juni. Eine Depesche

von Sasebo meldet: Ein russischer Stabsoffizier erklärte auf die Frage, warum die russische Flotte versucht habe gerade durch die Tsu Straße zu gehen, die Ruffen seien eines Sieges gewiß gewesen. Es sei nicht der einzige Zweck gewesen Wladiwostock zu erreichen, sondern sie hätten auch die Japaner schlagen wollen." Von den genommenen russischen Schiffen ist Nlkolai I. am schwersten beschädigt. Er hat in einer Seite viele Schußlöcher, manche von 3 Fuß Durchmeffer. Die meisten Schnellfeuer-Ge-schüfe auf der einen Seite waren zer trümmert. Der vordere Schornstein ist theilweise weggeschoffen. Ein Loch in der Wafferlinie ist 10 Fuß breit. Von Maizuru wird gemeldet, daß das Schlachtschiff Asahi einen gewaltigen Kampf mit dem russischen Schlachtschiff Borodino hatte. Als Borodino" in Flammen stand und zu sinken begann, Pellte die Asahi" das Feuer ein, aber das finkende Schiff setzte eS fort. Der letzte Schuß traf die Asahi" auf der rechten Seite und tödtete Leutnant Morishito nebst sieben Mann. Morishito wurde ein Bein weggeschoffen; indem er seinen Säbel als Krücke benutzte, gelang es ihm, das Deck zu erreichen, wo er verschied. Russische Gefangene entlassen. Nagasaki, 4. Juni. Aus guter Quelle verlautet, daß alle gefangenen russischen Marinesoldaten nach ihrer Heimath zurückgeschickt werden sollen. Rukland. Gefechtsklar. St. Petersburg, 4. Juni. Eine hier eingelaufene Depesche meldet. daß an alle Nichtcombattanten in Wh diwoftock der Befehl ergangen ist, die Stadt zu verlaffen. Krawall bei TsarSkoje S e l o. St. Petersburg, 4. Juni. In den Pavlovsk-Gürten nahe TsarS-koje-Selo kam es heute Abend zu einem großen Krawalle. Etwa 5000 Perfönen wohnten einem Konzerte bei. ES wurde ein Trauermarsch zu Ehren der gefallenen Matrosen von der russischen Flotte verlangt. Die Musiker waren durch daS wilde Gebühren der Menge erschreckt und flohen. Da erhob sich der frühere Bürgermeister von Baku, Novikoff, und sagte: Wir wollen durch Erheben von den Setzen den Opfern der Schlacht unsere Achtung erweisen. Nieder mit dem Kriege ! Wir haben genug des Blut Verziehens !" Etwa 80 Polizisten drangen in die Halle, um Norikoff zu verhaften und eS kam zu einem allgemeinen Kampfe. Viele Personen wurden verletzt. Bomben gefunden. B a k u, 4. Juni. Im Hause eines Armeniers, das an den Palast beS Generalgouverneurs ftößt, wurden von der Polizei Bomben gefunden. Der Kaiser und der Friede. Berlin, 4. Juni. DaS Hin und Herrathen in den Zeitungen über des Kaisers Stellungnahme zu der FriedmSbewegung wird im AuSwärti gen Amte mit Staunen verfolgt. Einer der hohen Beamten erklärte heute, er könne die Logik der deutschen und aus wältigen Blätter gar nicht begreifen. Ob man denn vergessen hätte, daß der Kaiser schon vor Jahren erklärte, er werde sich nur dann in die Assairm anderer Nationen einmischen, wenn für Deutschland dabei Etwas auf dem Spiele stünde. Es ift ebenso unwahr", fuhr dieser Beamte fort, daß der Kaiser dem Czaren zur Weiterführung des Krieges

gerathen habe, wie die andere einfältige Behauptung, daß er nun, da Togo gesiegt hat, dem russischen Herrscher das diplomatische Abbitteleisten leichter machen werde. Frankreich ift mit Rußland alliirt und kann deshalb zum Frieden rathen; England steht auf Japan's Seite und ist folglich auch intereffirt; die Vereinigten Staaten er freuen sich einer Ausnahmestellung, die sie zu manchen Privilegien berechtigt, welche europäischen Mächten versagt sind. Aber Deutschland ist weder in der Lage noch gesonnen für andere Völker die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Man kann eS nicht genug betonen, daß der Kaiser nur dann eingreifen wird, wenn der Czar ihn darum bittet und auch in diesem Falle würde ein RefueS nicht zu den Unmöglichkeiten gehören. Der Kaiser hat bereits früher sich geweigert, dem Czaren Rathschläge zu ertheilen, obwohl dieser darum er' suchte; und man gehe vielleicht nicht zu weit, wenn man behauptet, daß des Kaisers kürzliche abfällige Bemerkungen über russische Disziplin und die gelbe Gefahr einerseits der Welt zeigen soll ten, daß er sich mit keiner der beiden Mächte zu alliiren gedenkt und andrerseitS darauf berechnet waren, sich beide kümpfenden Mächte vom Halse zu halten." Marokko. Kampf um dieBeute. Tanger, 4. Juni. In HandelSkreisen wird der kürzliche Besuch des deutschen Kaisers keineswegs als eine feindselige Demonstration gegen irgendeine andere Macht betrachtet. Man ift hier überzeugt, daß Deutschland nur seine großen und immer noch wachsenden geschäftlichen Interessen hier wahren will. Die Zukunft Marokko's ift vielverheißend. ES ift ein fruchtbares Land und im Vergleich zu anderen afrikanischen Gebieten gut bevölkert. Seine mineralischen Hilfsquellen sind noch nicht erforscht, aber man glaubt, daß sie ftark find. Die Ausbeutung derselben und die daraus erfolgenden Eisenbahnbauten find natürlich für ausländische Kapitalisten sehr verführerisch. In Frankreich hatte man gehofft, unter einem offenem oder wenigftenö stillschweigenden Protektorate über Marokko diesen fetten Bissen schlucken zu können. Das scheint aber nach den neuesten Entwicklungen zweifelhaft geworden zu sein. In der hiesigen internationalen Geschäftswelt herrscht die Anficht, daß Deutschland nur beabsichtigt, in HandelSbeziehunauf gleichem Fuße mit anderen Nationen zu bleiben, und gegen diese Abficht hat man absolut Nichts einzuwenden. Internationale Konfer e n z.

Tanger, 4. Juni. Auf Befehl des Sultans hat der Minister der AuSwärtigen, Mohammed el TorreS, die ausländischen Gesandten ersucht, ihren Regierungen eine internationale Konferenz zu Tanger vorzuschlagen, die Reformen für Marokko berathen soll. Die Gesandten haben die Regierungen um Instruktionen ersucht. Deutschland. H o ch z e i t S f e i e r, Berlin 4. Juni. Im Schlosse fand heute Abend ein großes Diner zu Ehren des Brautpaares statt, an welchem alle Prinzen, Prinzessinnen, Vertreter auswärtiger Regierungen, Minifter, Generale u. f. w., insgesammt 540 Personen Theil nahmen. Herzogin Cäcilia machte einen vorzüglichen Eindruck; sie war animirt, freundlich und natürlich. Koiser Wilhelm führte die Mutter der Braut, die verwittwete Großherzo gin Anaftafia zu Tich und strafte durch sein aufmerksames Verhalten alle Ge rüchte von einer Verstimmung Lügen. Reden wurden nicht gehalten. Nach Schluß des Diners brachte die Berliner Studentenschaft einen Fackelzug. DaS Brautpaar und die Fürstlichkeiten traten auf den Batton, um das Schauspiel anzusehen. , Wegen thätlichen Angriffs auf Gras P ü ckler bestraft. Berlin, 4. Juni. Der hiesige Juwelier Levy ift wegen thätlichen AngriffS auf den berüchtigten DrefchGrafen Pückler von Klein-Tfchime zu drei Monaten Gefängniß verurtheii worden. Levy hatte den Grafen mit einem Schlagring bearbeitet. Befriedigung überdie Marokko. Affaire. Berlin, 4. Juni. Die Nachricht, bafc btt Sultan von Marokko die französischen Reformvorschlage abgelehnt habe, hat in hiesigen amtlichen und parlamentarischen Kreisen ungemeine Befriedigung hervorgerufen. DeS Ferneren gewährt eS große Genug-

thuung, daß der Sultan selbst seine

Bereitwilligkeit zu erkennen gegeben hat, die Frage der Einführung etwaiger Reformen in seinem Lande einer inter nationalen Konferenz, bezw. dem Gut achten der Signatarmächte der Ma drider Konvention vom Jahre 1830 zu unterbreiten, was durchaus den Wünschen der deutschen Regierung ent spricht. ES wird hier indeß in den beftunter richteten Kreisen angenommen, daß Frankreich nach der nunmehrigen Weigerung deS SultunS neue Forderungen stellen wird, die sich von den bisherigen aber schwerlich bedeutend unterscheiden werden und zunächst den Zweck erfüllen sollen, Zeit zu gewinnen, um die Frage der Berufung einer Konferenz der Mächte möglichst auf die lange Bank zu schieben. Die Pariser Presse nimmt die Meldung von der Absage deS Sultans vor der Hand noch nicht als offiziell an und befleißigt sich eines refervirten Tones, was allerdings hauptsächlich der AnWesenheit deS Königs von Spanien zuzuschreiben ift, welche die allgemeine Aufmerksamkeit absorbirt. Der Lärm dürfte jedoch mit gewohnter Vehemenz losbrechen, sobald der junge Monarch der Hauptstadt an der Seine den Rücken gekehrt hat und die Thatsache der Verwerfung der französischen Reformvorschlüge, die Konsequenz deS Einspruchs Deutschlands, amtlich bestätigt ift. Deutsche und japanische Kriegskunst. Berlin, 4. Juni. DaS Studium deutscher Methoden bildet die Basis japanischer Kriegskunst. Was sie darauf konftruiren ift deS LernenS werth." Diese Worte soll der Kaiser vor einigen Tagen ausgesprochen und sich dahin geäußert haben, daß eS seine Absicht sei, sofort nach Beendigung deS Krieges mehrere Armee- und Marineoffiziere nach Japan zu schicken, sowie eine Anzahl Kadetten zu einjährigem LehrkursuS in japanischen Kriegsschulen zu kommandiren. In Zusammenhang mit dieser Nachricht steh; eine andere, die so ziemlich das einzige wichtige Gesprächsthema in militärischen Kreisen bildet und die sich auf dem bereits berichteten AuSfpruch des Kaisers aufbaut : Der Parademarsch meines Regiments war nicht gerade berühmt : aber ich habe beide Augen zugedrückt, weil man mit dem Parademarsch nicht den Feind schlägt. DaS haben die Japaner gezeigt, die keine gute Parade machen, aber gut marschiren und kämpfen." ES heißt nun, daß große Armee-Re-formen im Werden begriffen find. Jedermann weiß, daß der Kaiser bisher viel auf den Parademarsch hielt, und aus AlleS, was d'rum und d'ran hängt, und daß ftine Vorliede für das Glänzende in der Heranbildung seiner Offiziere und Mannschaften oft von Sachverständigen getadelt wurde, die hervorhoben, daß ganz besonders die Ausbildung der Freiwilligen darunter leide, da ihre kurze Dienstzeit den Lehrmeistern kaum Gelegenheit gebe, ihnen die schöne Schale und auch zugleich den eigentlichen Kern der Militärerziehung begreiflich zu machen. Gleichviel, ob solche Reformen wirklich von dem Kaiser beabsichtigt wer den oder nicht, sie haben auf jeden Fall Anlaß zu Leitartikeln gegeben, in de nen des Kaisers Offenheit und Gerechtigkeitsliebe gepriesen werden. Da wird ausgeführt, daß er der Japaner Tüchtigkeit anerkenne, obwohl er, als gefinnungStreuer europäischer Monarch, gegen die gelbe Gefahr Stellung zu nehmen gezwungen sei. F rau Krupp'S hochherzige Stiftungen. Essen, 4. Juni. Wie gemeldet wird, hat Frau Krupp, die Wittwe des am 22. November 1902 in der Villa Hügel gestorbenen Kanonenkönig5 Friedrich Alfred Krupp, anläßlich deS 50jährigen Bestehens der Grufonwerke bei Magdeburg die Summe von 200, 000 Mark für die Errichtung eines Erholungshaufeö gestiftet. Ferner hat sie 50,000 Mark hergegeben, um eine Bibliothek zu schaffen, welche den Ar beitern kostenfrei zugänglich sein soll. DeS Ferneren ift die Anlegung eines großen Schwimmbades geplant zum ausschließlichen Besten der Arbeitn und ihrer Familien. Angeblich hat die Wohlthäterin noch weitere große Bau ten in Ausficht genommen, durch derm Errichtung die Wohlfahrt der Arbeiter gefördert werden soll, (hennan Gru son, der Erfinder der Hartgußgranaten und Hartgußpanzerthürme, gründete

im Jahre 1355 in Magdeburg-Buckau eine Schiffwerft, aus der später daS

große Etabliffement, bestehend in Hart gußgietzerei und Maschinenfabrik, her vorging. DaS Werk wurde am L Mai 1893 durch Kauf Besitz der Firma Friedrich K vupp in Effen. Unter dem nunmehrigen Namen Fridrich Krupp Grusonwerk wurde es noch bedeutend vergrößert.) Frankreich. Schluß derKönigsvisite. Pari s, 5. Juni. Der letzte Tag von König Alfonso'S Besuch wieS ein reichhaltiges Programm auf. Der König war den ganzen Tag in Anspruch genommen. Morgens wohnte der König dem Gottesdienste in der spanischen Kirche bei, dann stattete er Louvre einen Besuch ab und wohnte dem Rennen zu Auteuil bei, zu dem sich 125,000 Personen eingefunden hatten. Den Schluß der Festlichkeiten bildete ein Diner, das Minister Delcaffe gab. Oesterreich-Ungarn. Turnlehrer halbtodt geschlagen. Wien, 4. Juni. Der vom deut schen Turnverein in Prag aus Berlin berufenene Turnlehrer Döbert wurde gestern zum zweiten Male von Tschechen auf der Straße überfallen und halbtodt geschlagen. Einer der Angreifer wurde festgenommen, aber von seinen Genossen mit Gewalt befreit. Der Borfall hat in Prag großes Aufsehen erregt. Japäns Fraucnbcwcgung. Sie Kaiserin als rü!,rigc Helferin und bis hcrige ?rrgcnschften Japans Frauenbewegung strebt mit Riesenschritten dem hochgesteckten Ziele zu, dem weiblichen Geschlecht die Gleichberechtigung mit dem Manne zu schaffen, ihm Arbeitsmöglichkeit und Arbeitsfähigkeit zu geben. Ihre rührigste und thatkräftigste Helferin findet die japanische Frauenbewegung in der Kaiserin. Sie ist es. die den Frauen Japans Thaliens Reich zu erschließen gewußt hat und die AufHebung eines alten (Gesetzes erzwäng, das die Frau bon der Äühne verbannte. Auch in Angelegenheiten deS Mädchenschulunterrichts hat sie reformirend eingegriffen. In Japan besteht der Schulzwang sowohl für Knaben wie für Mädchen bis zum vollendeten 14. Lebensjahre. Da diese kurze Schulzeit dem modernen Bildungsbe dürfniß nicht genügt, ließ die Kaiserin in den verschiedensten Städten ihres Reiches neben den Volksschulen höhere Töchterschulen erstehen, die vor allem fremde Sprachen. Chinesisch. Englisch, Französisch und Teutsch, sowie Buchführung und die Erwerbung nothwendiger kaufmännischer Kenntnisse in Fräulein Tr. Tada Urata. den Lehrplan aufnahmen. Selbst die Pforten der Universität hat die Kaiserin von Japan der Frauenwelt zu öffnen gewußt. 5dem Beispiel ihrer Herrin folgend, thaten sich drei ihrer Hofdamen, die Baronessen Jvisaki, Misinis und Chibusova. zusammen, um eine Frauenuniversttät zu gründen. Zur Bereicherung ihres Wissens begeben stch die Japanerinnen auch nach dem Auslande. Eine dieser Pionierinnen ist Fräulein Tada Urata, die an der Universität Marburg. Hes-sen-Nassau, unlängst zum Dr. med. promovirte. Diese Hochschule hatte vordem noch keinem weiblichen Wesen die Toktorwürde verliehen. Wegen Verdachtes, 3 1 e Wittwe Jsenbrandt in Folsterhaufen ermordet zu haben, wurden in Tornum bei Wilhelmshafen die beiden Brüder Vottjes verhaftet. Gedankensplitter. Wer ntcht gern helfen mag mit eigner Hand, Versteht zumeist auf't Trösten sich brillant! Gedanken von groß?r iefe find den meifien Menschen .zu hoch. (Jl ift erstaunlich, wie viel Geist und Scharffinn die Menschen aufgewandt haben, um manche Dummheiten zu rechtfertigen. .Man muh sich nur zu helfen wissen, rühmte eine Mau, als sie durch einen glM lichen Zufall au8 der Falle gekommen war. Hoffnung, die zerbricht, Schadet nicht, Vleibt nur die Kraft, Die ue Hoffnung schafft.

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