Indiana Tribüne, Volume 28, Number 242, Indianapolis, Marion County, 3 June 1905 — Page 5

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Indianapolis M. Samstag, 10. Juni West Washington Str. Gründen. MM & BAILEY GröKte Schvuftellnng der Welt

Einzige repräsentative Schanftellung in mera. Di größte under der Srde vorführend. rsacker Circus. 2 Menagerien. HippoRome, Luftkünftler, Museums. Menagerie Vaudevllle Unterpairung. Der Todes-Sprung Eine Dame überspringt mit einem Automobile elne Lücke. Bolo die Bilotante überfliegt eine Schlucht mit Verachtung des Todes. Eine vollständige Heerde Viraffen, 8 Heerden von Elephanten, 3 Heerden von Zkameelen Herrliches überraschendes Schauspiel Des reichen Durbar. HochsprinqendeVferde, desperate Wettrennen, gymnastische Aufführungen, akrobatische Thaten, Luftwunder, milde Thiere, 500 Pferde, 12 Zelte, trainirte Thiere, kuriose Kreaturen etc. Keinfte Menagerie der Welt 100 Aufführungen Von 300 Meister Artiken. WX7 Für inder find spezielle Schauspiele Vorgesehen. 2 Schauftellungen, um 2 und 8 Uhr IhürOffaung eine Stunde früher. Eintrittspreis zu Allem mit Sitz 50c. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Auchftüye mit ftOen Z nen. Privat'Logen und reservirte Sitze extra, je nch der Loklität. Neservirte Sitze werden verkauft in Huder'G Apottzeke. Pesyloania und Washington Etratze, und aus dem Grund eine Stunde vor der Eröffnung. Alle Tickets werde zum regulären Preis verkauft. Sir warnen vor Personen die mehr be rechnen. tfilb als Heiratbsvermittler. Im vorigen Jahre hielt sich eine reiche Amerikanerin, Mitz Storm aus Kalifornien, in der Schweiz aus- Von dort schickte sie ihrem Bruder eine Ansichtskarte, auf der sich das Bild eines Schweizer Mädchens in dem malerischen Kostüm des Kantons Waadt befand. Storm. Besitzer großer Viehheerden, verliebte sich in das niedliche Schweizer Mädchen und kam nach der Schweiz, um nach dem Original zu suchen. Nach viermonatigen Bemühungen entdeckte er das Mädchen, das in einem KaffeeHaus in Bulle im Kanton kreiburg angestellt war, und machte ihm einen Heirathsantrag. Letzthin verliehen der reiche Amerikaner, das Mädchen und deren Mutter Lausanne, um nach Los Anqeles zu reisen, wo die Hochzeit stattfindet. Beim Rettungswerke umgekommen. Im Neckar bei Heilbronn, Württemberg, versuchte sich ein 20jähriger Bursche zu ertränken. Das kühle Wasser brachte ihn jedoch zur Besinnung, und er rief laut um Hilfe. Der zu einer Uebung einberufene Landwehrmann Mai aus Böckingen sprang dem Selbstmordkandidaten rasch entschlossen nach, und es gelang ihm, mit Unterstützung der am Ufer stehenden Leute, den Mann in Sicherheit zu bringen; da verließ ihn aber selbst die Kraft, und lautlos v:rsznk er in den Wellen, während der Bursche, der sich ertränken wollte, gerettet war. Vom eigenen Vater g e t ö d t e t. Der 25jährige Maurer Baptist Pöll in Weiden, Oberpfalz, kam nächtlicher Weile in angetrunkenem Zustand vor seine elterliche Behausung. Da er nicht gleich Einlaß fand, fing er an. die Fenster einzuwerfen. Die Insassen eilten nun heraus und griffen den Ruhestörer an; der jüngere Sohn hielt ihn, der Vater holte mit seinem Messer zum Stoß aus und traf ihn so unglücklich in 3 Herz, daß er sofort todt zusammensank. Der Vater und Bruder, sowie ein Maurer Weber, der als Miether bei Pöll wohnte, wurden verhaftet.

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Die Hansfran von heute

Auf den ersten Blick will es manchen vielleicht bedünken, als habe die Haus'm von heute es leichter als früher, weil eine Mencc der häuslichen Arbeiten, die sonst ihre Hand verrichtete, fremde Hände, vor allem aber Maschinen besorgen. Vorbei ist die Zeit, da Bertha spann", und Strümpfe strickt dieHausfrau auch nur noch ausnahmweise; die häusliche Näherei macht die Nähmaschine in viel kürzerer Zeit, oder man kauft Fertiges ja so billig! Gleicherweise die Garderobe. Das Wasser, das sonst wer weiß wo geholt werden mußte, sprudelt lustig in der Küche; Obst und Gemüse sind als Konserven ohne sonderliche Mühe zuzubereiten, und allerhand kleine Maschinen sparen Zeit und Arbeit. Auf dem Herde kochen wir mit Gas. die Häuser haben zum Theil Centralheizung ein Griff, und Gas oder Elektrizität verbreiten ihr strahlendes Licht. Und doch ist das Arbeitsfeld der Hausfrau von heute bedeutend gewachsen. es werden mehr Ansprüche an sie gestellt als früher! Ansprüche, die begründet liegen in der verfeinerten Kultur, in den sozialen Verhältnissen, in dem ruhelosen Vorwärtsstreben, der erdrückenden Concurrenz mit einem Wort: im Geist der Zeit! Wenn wir an unsere eigene Jugend, an das Elternhaus zurückdenken, wie einfach und bescheiden, wie bedürfnißlos waren wir und alles um uns, und wie zufrieden! Und wie haben sich unsere eigenen Bedürfnisse und Ansprüche gesteigert! Was wir in der Jugend kaum gekannt, damit sind wir heute verwachsen und könnten es nicht missen, wenn anders wir uns behaglich fühlen sollen. Das gilt von den Räumen, in denen wir wohnen, von dem Tisch, an dem wir essen, und nicht zuletzt von unserer Toilette. Und alle diese Bedürfnisse einer verfeinerten Kultur, die uns selbst unentbehrlich geworden sind, impfen wir unseren Kindern von klein auf ein und wundern uns und seufzen wohl gar darüber, daß auch ihre Ansprüche sich natur-, oder sagen wir besser kulturgemäß immer weiter entwickeln! Auf wessen Schultern ruht die Last und Sorge? Wer trägt die Verantwortung für das Behagen des ganzen Hauses? Die Hausfrau immer die Hausfrau! Mag die positive Arbeit für ihre Hände geringer geworden sein desto mehr muß sie ihrem Kopf und Sinnen zumuthen. denn je complizirter der Haushalt, desto genauerer Ueberwachung und Eintheilung bedarf er an Zeit und Geld! Ach, und gar oft stehen in unserer theuren Zeit die Einnahmen im Mißverhältniß mit den nothwendigen oder doch so scheinenden Ausgaben! Und dazu das Dienstbotenelend und damit verbunden der ewige Ministerwechsel! Auch in unserem Heim spukt die soziale Frage, und aus der giftigen Saat gegenseitigen Mißtrauens ist die Gleichgültigkeit und Widersetzlichkeit emporgewachsen. Es gehört seitens der Hausfrau viel Energie, viel Geduld und Nachsicht, viel Menschenliebe dazu, um diese Untugenden allmählich in Vertrauen und Entgegenkommen, im Interesse und Arbeitsfreudigkeit zu verwandeln. Es gehört die freundliche Nachsicht des Besserwilsenden, das mitfühlende Verständniß für die sozialen Verhältnisse dazu, die mancherlei übertriebenen Neigungen und Ansprüche des DienstPersonals zu begreifen und zu verzeihen! Und doch kann gerade die Hausfrau als unmittelbare Herrin und Arbeitgeberin an der schweren Lösung der sozialen Frage mitwirken, wenn sie den Kopf und Herz auf dem rechten Fleck, wenn sie ein Auge für die vielen Schäden und deren Besserung hat, wenn ihr Herz die Pulsschläge des Volksherzens mitfühlt. Nur Güte und Großherzigkeit, nur Gerechtigkeit und eigene treuste Pflichterfüllung ver mögen das Verhältniß zwischen Herr schaft und Dienstbote heute erträglich zu gestalten. Keine kleine und keine leichte Aufgabe für die Hausfrau von heute! Und nun das edelste Feld ihrer Tha tigikeit: die Erziehung ihrer Kinder! Auch diese gestaltet sich viel schwierig ger und anspruchsvoller. Einerseits bedürfen unsere geistig überangestreng' ten, hierdurch und durch manches am dere schon frühe nervösen Kinder eine? besonders sorgfältigen körperlichen Pflege und Enährung, um den Ansprächen, die dereinst Leben und Beruf an sie stellen werden, gewachsen zu sein. Da muß die Hausfrau und Mutter in der Hvgiene der Ernährung und der sonstigen Körperpflege zu Hause sein, da muß sie lesen und studiren und sich für Dinge interessiren, die weit, weit außerhalb der Grenzen liegen, die ehemals dem Wissen und Interesse der Hausfrau gezogen waren. Stillstand ist Rückgang; rast ich, dann rost ich! Stillstehen. Rasten im Lernen und Arbeiten darf heute Niemand, auch nicht die Mutter. Zumal in einer Zeit, in der an den Geist der Kinder schon so große Ansprüche gestellt werden, daß die Unterstützung des Hauses für die Schule zur Nothwendigkeit geworden ist! Nicht allein, daß die Kinder in tausend Nöthen, mit tausend Fragen an die Mutter herantreten, deren Beantwortung ihnen manches Schwere leichter macht, manchen Zweifel und Conflikt löst sie sind auch gar zu leicht zu geistiger Ueberhebung geneigt, wenn die Mutter

innen die Antwort schuldig bleiben

muß, und sie keinem Verständniß begegnen. Das ist eine große Enttäuschung für das Kind und eine Demüthigung für die Mutter, vor allem aber eine große Gefahr für ihren erlieblichen Einfluß. Unterschätzen doch heute selbst unsere Töchter, deren Erziehung jetzt auch eine ernstere wissenschaftliche und berufliche Bildung verlangt, die Thätigkeit der Frau im Hause und die Tragweite ihrer Leistungen und halten häusliche Befchäftigung unter ihrer Würde. Sie haben ja auch so viel anderes zu thun! Entweder müssen sie lernen, studiren, um Geld zu verdienen, oder sie treiben Sport und schöne Künste und haben gesellschaftliche Verpflichtungen sie müssen sich amüsiren, die Jugend genießen. Wie wenige Mütter haben heute, wenn sie älter werden und ihre Kräfte verbraucht sind, eine Stütze, eine Vertreterin an der erwachsenen Tochter, wie sie vordem erhofft, erträumt! Es ist eben jetzt ein anderes Verhältniß allüberall! Das selbstverständliche Unterordnen des Kindes unter den Willen der Eltern ist dem grüblerischen Warum soll ich?" der jungen Geister gewichen, und auf der Fahne der Jugend stehen stolze Worte: Jndividualitiät, Selbständigkeit, Sichausleben !" Und wehe der Mutter, die im zähen Festhalten am Althergebrachten den neuen Kurs nicht finden kann! Ganz unversehens würde ihr das Steuer aus der Hand gleiten, und ihr ureigenstes Besitztum, das Herz der Kinder, wird ihr ein fremdes Land sein! Will sie aber das Köstlichste, ihr Vertrauen, sich erhalten, so gilt es, dem Neuen, Veränderten Concessionen zu machen, die Forderungen der Zeit zu verstehen, die Ideale der heutigen Jugend sind es auch andere, wie die der ihrigen zu begreifen und anzuerkennen. Da heißt es nicht nur ununterbrochen vorwärtszugehen auch mancherlei Opfer innerer Art sind zu bringen: Aufgeben, freiwilliges Aufgeben des Uebergewichtes nach mancher Seite hin, um die Selbständigkeit der Kinder zu fördern. Als Freundin muß die Mutter neben dem Kinde stehen, will sie es niicht verlieren, will sie es vor Jrrwegen und damit vor schwerem Leid nach Kräften schützen. Auch als Gattin ist ihre Stellung heute eine wesentlich andere als ehemals. Ter Mann, der heute abgearbeitet, nervös aus seinem Beruf, aus dem bitteren Kampf um's Dasein heimkehrt, braucht nicht nur die gute Wirthm, die für Essen und Trinken, für Ordnung und Behagen sorgt, die, immer freundlich ihm entqegenlächelnd, der Schmuck, die Zierde seines Hauses, die Blume feines Gartens ist, die er ängstlich vor Sturm und Wetter schützen muß er braucht die Genossin des Geistes, die sein Streben, seine Ideen versteht, mit der er sich aussprechen kann über das, was ihn interessirt und beschäftigt; er braucht die tapfere, starke Kameradin, die seine Sorgen mit ihm theilt, die, wenns noth thut, Seite an Seite mit ihm ficht im Kampfe des Lebens um irdische und geistige Güter! Und doch muß sie das warme, stille. Herz haben, an dem er ausruhen kann im Hause als der Stätte des Friedens; doch muß sie das Auge offen halten für all die tausend kleinen Dinge, die das Heim zum Tempel der Schönheit und Harmonie machen; doch muß ihre Hand ob sie auch Feder oder Pinsel oder gar den Meißel führen kann weich und lind allzeit den Balsam bereit halten für schmerzende Wunden! Tie reiche Erbin. humoristische Skizze von Max Feder. Der Verwalter hatte soeben seine Rechnungslegung beendet, und Fräulein Susanne erhob sich, zum Zeichen, daß die Besprechung beendet sei. Herr Rittberg, der Verwalter, war ein großer, starker Mann mit einem blonden Vollbarte, im Alter von etwa vierzig Jahren, sie mochte etwa achtundzwanzig zählen, sah nicht hübsch, nicht häßlich, nicht alt, nicht jung aus. Nun, noch immer das ernste Gesicht?" scherzte sie. Sie wissen ja, gnädiges Fräulein " Also ist es noch immer das!" lächelte Susanne, und ich verdenke es Ihnen gar nicht. Es ist ein schönes großes Gut, das Sie von Grund aus kennen, und als Zugabe bin ich Ihnen wohl nicht zu schlecht, nun, bitte, Rittberg, machen Sie nicht ein so sinsteres Gesicht, wir kennen uns doch schon zu lange und," sie reichte ihm die Hand, Sie wissen, daß ich in niemand größeres Vertrauen setze, als in Sie. Aber ich weiß auch, daß Sie sich selbst belügen, wenn Sie vorgeben, daß Ihre Liebe nur mir allein gilt. Widersprechen Sie mir nicht! Wäre es anders, es thut mir aufrichtig leid , so würde sich in unseren BeZiehungen auch nichts ändern." So vollständig gleichgültig sprachen Sie früher nicht, gnädiges Fräulein . . Nicht? Vielleicht eine Nuance andcrs. Es kommt wirklich darauf nicht an. Inzwischen aber hat sich einiges verändert . . So?" Setzen Sie sich, Rittberg. Sie sollen sehen, daß ich Ihnen nicht nur in geschäftlicher Beziehung Vertrauen

schenke, sondern daß ich Sie aerade zu w,e einen Verwandten betrachte, beinahe wie wie meinen Vater. Sie entsinnen sich vielleicht eines Gesprächs, das wir vor einigen Wochen hatten. Sie vertraten die Ansicht, in einem praktisch geschlossenen Ehebund " Wenn beide sich herzlich zugethan sind " Läge ebensoviel Poesie, als in allen Liebesgeschichten, die von den Dichtern in den glühendsten Farben ges werden. Ja, ote meinten, derartige Liebesgeschichten gehörten zu den Ausnahmen und trügen sich wnhl nur zwischen sehr jungen und wenig verständuißreifen Liebesleuten zu. So war es wohl?" So ungefähr." Nun, ich bin nicht mehr so ganz jung und habe doch in der letzten Zeit eine Liebesgeschichte erlebt, wie man sie sonst wohl nur in Romanen geschildert findet. Sie sollen sie hören . . . Eines Morgens trat ich meinen gewöhnlichen Spaziergang in den Wildenhagener Wald an. Die ganze Natur kam mir an di'sem Tage so Herrlich vor, wie kaum sonst, geradezu auf eine Liebesgeschichte gestimmt. Grün und Blumen, Duft und Quellen, Rauschen und Zwitschern, kurz, in der Waldeinsamkeit ward mir so feierlich zumuthe, wie sonst niemals . . . Da, auf einmal wurde die Still durch eine Stimme unterbrochen, die ein einfaches Volkslied sang. Diese Stimme und dieses Lied zu beschreiben, will ich rnch; erst versuchen, nur soviel kann ich Ihnen sagen, daß mir, als die Töne verklungen waren, die hellen Thränen über's Gesicht liefen . . Um kurz zu sein, das Lied hatte der neue Jagdgehilfe gesungen, der im Wildenhagener Forst angestellt ist und sich auf unser Gebiet verirrt hatte, weil ihm die Gegend noch nicht vertraut war. Als er mich nach dem richtigen Wege fragte, konnte ich lange Zeit nicht antworten, so stockte mir das Wort in der Kehle. Nicht nur als Folge feines Gesanges, sondern auch weil ich ihn immer wieder anschauen mußte. Es war die schönste Erscheinung von einem Manne, die ich je im Leben gesehen habe. Er konnte mich unmöglich kennen, und niemals freute ich mich so wie damals, als ich bemerkte, daß auch ich ihm Interesse einflößte. Wir haben uns dann fast täglich getroffen und gesprochen. Was mir. anfangs noch ein wenig störend erschien, war eine gewisse Geisteseinfält in seiner Unterbaltuna. Aber auch diese war, wie ich mich bald über- j zeugte, nur scheinbar. Obgleich er trotz unserer Einsamkeit über die Grenze der größten Achtung nicht hinausging, widmete er mir doch Liebesgedichte, wie sie schöner, glaube ich, unsere besten Dichter nicht ersonnen haben." Rittberg machte eine unbestimmte Handbewegung. , Sie glauben mir nicht, ich kann sie Ihnen zeigen . . ." Das ist nicht nöthig, ich kenne sie, gnädiges Fräulein," sagte Rittberg. Sie... unmöglich!" rief Susänne überrascht und verfärbte sich. Ich kenne sie, denn ich habe sie selbst verfaßt." Sie schaute ihn an, und nun wußte sie, daß er die Wahrheit sprach. Das ist eine Enttäuschung für mich," gab sie, sich bezwingend, zu, und so mag es denn vielleicht bei der Geisteseinfalt bleiben . . . Aber seine Liebe, feine aufrichtige, uneigennützige Liebe " Auch damit ist es leider nichts," fiel Rittberg ein. Gestatten Sie mir, gnädiges Fräulein, Sie noch an den weiteren Verlauf unseres damaligen Gesprächs ju erinnern. Sie sagten, ein böser Zufall hätte es verhindert, daß Sie eine jener romantischen Liebesgeschichten erlebten, die das höchste Glück der Menschheit 5lldeten. Die Hälfte meines Vermögens, sagten Sie, gäbe ich drum, so etwas erlebt zu haben. Und ich erwiderte, das wäre lange nicht so theuer. Halb im Ernst, halb im Scherz so faßte ich eö wenigstens auf meinten Sie, gnädiges Fräulein, ich hätte ja freie Verfügung über den Geldschrank, und ich möchte ungeschält den ganzen Inhalt benutzen, um Ihnen dieses sögenannte Glück herbeizuzaubern. Ich nahm Sie damals beim Worte und habe mich bemüht. Ihrem Wunsche zu entsprechen . . . Der erste Heldentenor unserer Hauptstadt, der gerade seine Ferienreise antrat, ließ sich gegen ein unsinniges Honorar herbei, die Rolle des Forstgehitfen zu spielen. Sie werden von diesem Sänger gehört und gelesen haben, sein Name ist Dumont. Er ist in Musik- und Theaterkreisen der Hauptstadt ebenso seiner unwahrscheinlich schönen Stimme, wie seiner . . . grenzenlosen Dummheit wegen bekannt , das Geschäftliche ausgenommen. So, nun wissen Sie alles!" Susanne hatte sich während dieser Enthüllungen erhoben und war an das Fenster getreten, dem Verwalte? den Rücken zukehrend. Jetzt wandte sie sich um, sehr blaß, aber gefaßt und streng. Sie schien in dieser Minute um zehn Jahre gealtert zu sein. Das war ein unverzeihlicher Scherz, Herr Rittberg, und Sie sollen sich geirrt haben, wenn Sie glaubten, mich durch ein solches Manöver zu gewinnen. Von morgen ab sind Sie mein Verwalter nicht mehr." Er verbeugte sich stumm und ging.

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