Indiana Tribüne, Volume 28, Number 238, Indianapolis, Marion County, 30 May 1905 — Page 4
Jndtana Tribüne, 3. Mai 1905
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Zndiana Tribüne. Hnaugeeben von der Gutdg TB. Indianapolis, Ind. drtz O. Zindinm .... Präsident. VefchäftSlocal: Ro, 31 Süd Delaware Straße. TELBPHONE 269. Er.tered at the Post Office ot Indianapolis as accond c.iss matter.
Friede k" Die letzten Nachrichten bestätigen, daß Togo'S Sieg über NojeftvenSki ein vollständiger war. WaS von der rufst fchen Flotte nicht vernichtet ist, befindet sich in zügelloser Flucht. Togo über legte und plante ruhig seinen Angriff, der mit einem Siege enden mußte. Er blieb seiner Port Arthur Taktik treu, indem er seine Torpedoflottille in'S Vordertreffen sandte und dann in der allgemeinen Verwirrung die Geschütze seiner Panzerschiffe spielen ließ. Unsere an dieser Stelle gedruckte Karte zeigt, mit welch' weiser Vorficht Togo den Platz zum Angriff wählte. Oben in der Mitte der Karte Zwischen der Spitze von Korea und Gotois ist die Stelle leicht zu finden. Während man genau, selbst fern vom Kriegsschauplatz, über die Bewegungen der russischen Flotte unterrichtet war, hatte Togo seine Schiffe in einer der zahlreichen Buchten an der Spitze Koreas fai fortwährender Angriffstüchtigkeit verborgen. Seine Avisos hielten ihn genau über das Vordringen und die Vertheilung der russischen Schiffe unterrichtet. Er konnte geduldig da Eintreten eines dichten Nebels erwarten unter deffem Schutze seine Torpedoboote sich dem Feinde nähern und in Aktion treten konnten. Wohl hatte der Feind das Uebergewicht an Schiffsrümpfen aber das war durch die Kriegsgewandtheit der japa nifchen Mannschaften mehr als aufge hoben. Das kühne Vorwärtsdrängen Rojeft venSki'S zur See erwies sich ebenso fatal für die Ruffen wie KuropatkinS Rück. zugStaktik auf dem Lande. DaS Erwartete ist eingetreten. Ruß land ist zu Waffer und zu Lande besiegt und die Welt frügt was Nun V Aus der Bundeshauptstadt. Die Bowen-LoomiSAffaire ist in ein merkwürdiges Stadium getreten. Die regelmäßige TageS'Routine ist: Herr Bowen bringt dem Sekretär Taft einen Bericht, und dieser wird an HülfS. Staatssekretär Loomis zur Beäugen scheinigung verwiesen. Dann bringt Herr LoomiS eine Antwort oder Kritik. Das giebt dann Herrn Bowen wieder eine unumgängliche Gelegenheit, weiter etwas auSzugraben, und die Procedur wiederholt sich am nächsten Tage in der nämlichen Reihenfolge. Obfchon nun von dem Inhalt dieser Repliken und Dupliken nichts bekannt gegeben wird, abgesehen von einigen leisen Andeutun gen, die wohljhie und da von den Lippen deS Sekretärs Taft fallen, scheint doch die Sache sich dahin zu entwickeln, daß Herr Bowen mit feinen Ausweisen stark in die Enge gedrängt wird. Er verlangt jetzt die Vernehmung von Zeugen, und zwar wünscht er mehrere amerikanische ZeitungS'Korresponden ten auS Caracas vorgeladen zu sehen. Sollte sich KriegSsekretür Taft dazu verstehen, so dürfte die Angelegenheit sehr in die Länge gezogen werden. Aber vorläufig scheint der Kriegs sekretür noch ziemlich skeptisch bezüglich deS Nutzens der Aussagen, welche die Korrespondenten zu Protokoll geben könnten, zu sein. Wie sich eine der Adminiftration nahestehende Persönlichkeit ausdrückte: Man scheint Bowen die beste Gelegenheit zu geben, sich ein gro ßeS -:och zu graben, um ihn dann hineinfallm zu laffen." V Sekretär Taft hat einen New Yorker tungSkorrsspondenten Namens Da welcher von seinem Blatte nach Caracas gesandt worden war, um über die ASPHalttruft'Controverse zu schreiden, hierher citirt, um ihn persönlich zu vernehmen. Als Dater aus dem Bureau deS Sekretür herauskam, traf Bowen mit ihm zusammen, der sich g rade zu Herrn Taft begeben wollte. Bowen redete ihn scharf an: Sie ha den einm VetrauenSbruch degangm." Dater verneinte dies. Die Spalten des New Bork Herald" deuten dies aber an," erwiderte Bowen, als er zum Kriegssekretär hineinging. Nachdem er mit Herrn Taft eine Besprechung ge habt, kam Bowen wieder heran, ging
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e V j - toöaqu Schauplatz der großen Seeschlacht. ist absurd. Der Bau des Panama kanals ist keine rein einheimische Sache. ES ist ein großes internationales Un ternehmen. Wir werden den Kanal mit fremden Arbeitern bauen, und keine Stimme erhebt sich dagegen." Chinesen, Japaner, Neger von Ja maica, Arbeiter von Nationalitäten, welche das Klima vertragen können, werden die Hauptarbeit verrichten. Desgleichen wird die Administration im Auslande an Material kaufen, was absolut nothwendig ist. Aber ich möchte prophezeien, daß nicht fünf Prozent allen Materials im Auslande gekauft wird, denn die Administration wird dies nur thun, wenn es nicht umgangen werden kann Ich glaube nicht, daß man eS im Congreß der Mühe werth halten wird, lange über diese Frage zu reden. Die Administration ist völlig im Recht, wenn sie Material im Auslande kaufen will, sobald der Preis der Artikel niedriger ist, als der Preis hierzulande, abzüglich des Einfuhrzolles. Verkehrt wäre es, wolle man im Auslande kau fen, wenn die Preisdifferenz geringer ist, als der Einfuhrzoll, welcher hierzu lande von den betreffenden Artikeln er hoben wird. Repräsentant Tawney von Minnesota, ein Mitglied deS Co miteS für Mittel und Wege, der eben falls beim Präsidenten war und mit ihm über diese Frage sich besprach, üu ßerte: DaS vor acht Jahren pasfirte Zollgesetz bezweckte den Schutz des ame rikanischen Arbeiters. Die Zölle re präsentiren idie Differenz zwischen den amerikanischen und ausländischen Ar beitslöhnen. Deshalb sollte der Preis für die fertigen Artikel hierzulande nicht höher sein, als der ausländische Marktpreis, unter Zuschlag des Ein fuhrzolleS.
E v a n S v i l l e, 29. Mai. Die Glasbläser John McEnnery und Jo seph Hardefty wurden heute im Poli zeigericht unter dir Anklage, einen An griff auf Mnrtle und Goldie Littlepage, 14 resp. 16 Jahre alt, verübt zu haben, vorgeführt. Sie wurden unter je $1000 Bürgschaft dem Verfahren der Großgeschworenen überwiesen. Beide Männer sind Familienväter. N a s h v i l l e, 29. Mai. Ralph Lane, ein alter KriegSdeteran, zertrümmerte die von seinem Sohne Alva unter dem Namen Blind Tiger" ge führte Wirthschaft, während die Mit glieder der Ladies Church Auxiliery Society mit Genugthuung seinem Ver nichtungSwerke zusahen. Der Alte hatte seinen Sohn mehrfach ersucht, die Spelunke, wie er sie nann te, die auf einem Grundstück neben des Alten Haus eingerichtet war, zu jchlie hen. Da dieser dem Wunsche nicht nach kam, nahm er eine Axt und schlug Thüren und Fenster, Flaschen und Gläser und alles, was nicht wider stand sf' hig war, kurz und klein. . . ... ,: ... i
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a sw4 z r (U7 r A 9 ooiwo'ä. . H0P ßOCK3 7 i aAE3 I. i oat5,. MHHß ,AßÄOJT)S r. :rtr. mmmm& Fairbank eröffnet. Trotz des drohenden Wetters war der Fairbank Garten gut besucht. Und den Besuchern that es nicht leid, sich hinausgewagt zu haben unter Donner und Blitz. Ein prächtiges Konzert be lohnte die Besucher für ihr Kommen. DaS Oftendorf'fche Orchester hielt, was es versprochen und enttäuschte die ZuHörer in keiner Weise. Der Star" des Abends war der populäre Baritonsünger, George Austin Moore, der durch seine Lieder die An wesenden erfreute und den Löwenantheil des reichlich gespendeten Beifalls einheimste. Der Park strahlte in elektrischem Lichte und bot einen großartigen Anblick dar. Das Feuerwerk wurde wegen deS Regens auf heute Abend ver schoben, vorausgesetzt, daß der Wettergott gnädiger gestimmt ist. Polizeiliches. Der Hund, welcher sich vorgestern durch seinen weisen Entschluß sich unter dem Hause 946 Nord Illinois Str. zu verkriechen das Leben rettete, beging gestern Nachmittag den verhüngnißvollen Fehler, aus seinem Verstecke hervorzukriechen. Den sofort herbeigetllten Radlerpoliziften gelang es, ihm den Rückzug abzuschneiden und ihm das Lebenslicht auszublafen. Hundediebe und Hundevergifter scheinen übrigens emsig an der Arbeit zu fein. Beschwerden laufen von allen Seiten ein. E i n b r e ch e rn , welche sich Zutritt zum Groeerygeschäfte W. S. Gardners, 501 Süd Pine Straße, verschafften, gelang es mit einer Kiste Kuchen, meh reren Speckseiten und Schinken zu ent entkommen. Berechtigte Frage. Miether: Alles gefällt mir hier recht gut in Ihrer Wohnung, bis auf den Spiea?, der taugt mchts. das rin habe ich ein so entsetzlich dummes Gesicht." Vermieterin : Ja, war denn das in Ihrer früheren Wohnung anders?"
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treffen!... Nun, wie geht's im Jafo. Seit eine? halben Stunde stehen Sie am Telephon aber ich höre Sie kein Wort reden!" Ich kann ja nicht. . . eine Frau spricht mit mir!" Reue. Richter: Erst haben Sie die Zeugin geohrfeigt und nachher haben Sie ihr auch noch einen Kuh geraubt!" Angeklagter (zerknirscht): Jawohl. Ich entdeckt nämlich, daß ich die Unrichtige erwtscht hatte!"
