Indiana Tribüne, Volume 28, Number 236, Indianapolis, Marion County, 27 May 1905 — Page 6

mrmfSMäWfiimmmmfm

wmmmmmmm

fZ? Jndana! Tribnnc. 27. Mai 1905.

Dr. August Koenig's 1 Hamburger II I ( Brustthee f lft oui veilkräftigkN ur. WM ,In und Kräutern lusam engeseyt und ist das dO p Heilmittel gegen j 1 I I Hals j S Lungen I I I Beschwerden, j H E Mut tu Original.Vaeketen.

Warum nicht $ 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 sparen beim Einkaufe Ihrer Möbel ff . . . .und .... Teppiche .... sowie .... ....Garland Oefen.... und bei WIIXIQ'S ...Möbel-Handlung... 141 West Washington Straße. CENTRAL COLLEGE OF MUSIG, 50 Nord Meridian Str. Schule jetzt eröffnet.. . kagVchüln sowie auswärtige Schüln elch hin im College völlige uwkhm suchen, können zu jeder Zeit eintreten. Gn modernes gut auSgerüftete4 Institut, voll Künftig in allen Abtheilungen deS Lerneni wtt Sunft der Musik und den verwandte, Wänsten. Katalog frei. Edward Taylor, Direktor. Aerzte. Dr. J. A. Sutcliffe, W und-Arzt, Ssjchlechts. Urin- nnl&tciuu Arankheiten. O ga : 155 OS Mlulet Stt. Tel. s4 Cfrt6te : 61 1 Uhr Cm. ; i fttt 4. Dr. Carl Q. Winter Deutscher Arzt. Eehendelt alle akute und chronische KraV heiten. eburtShülfe Spezialität. Osstee: 4 e hio tJ. oynuna: lMOKabtttc Av, 10-11 9&nu Sv!t4stundtn : 7-e Ilcsl znntagk : 64 ach. ,dnua elevdo : iojo Sm. a. tm ; mm. Um u. f. J 3n 48 tun den werden onaridSa unh fiu? au, pen una-croanm durch Eantal'Vttdv aufgehoben ohn Uudequemkchknnn. Preis $1.00, bei allen Trug gifte oder P. O. ! 81. e York.

Die Jungen. NoveNette von L. Bürkner. Hans Eberwyn Mordian Freiherr von Enzenberg und Neesen!" Es ging wie ein elektrischer Schlag durch das ganze große Schulzimmer. Der alte Dorfschulmeister schob die Brille auf die kahle Stirn und sah den bildhübschen, schlanken blonden Jungen mit dem wirren Haarschopf und den großen strahlgrauen Augen lächelnd an: Hans Eberwyn Mordian Freiherr von Enzenb?rg und Neesen", wiederholte er langsam und nickte bei jedem Worte schwer mit dem Kopfe. Ich kannte zwei, die so heißen! Dein Großvater war der eine! Und deinen Vater sah ich zum erstenmal mit ihm, als er just so zroß war, wie du es jetzt bist. Er hieß Eberwyn. Und so wird man dich auch wohl rufen?" Der Junge nickte mit heißen Backen. Ja, ja! Habt ihr nun alle genug geschaut? Der Name sollte euch nichts Erstaunliches sein. Steht er doch auf den alten Grabtafeln in der Kirche oft genug zu lesen. Und wenn auch heute die Burg und das Land, das den Enzenbergs früher gehörte, einen andern Herrn hat" die Augen des Alten glitten nach einer Bank auf der Mädchenseite, wo ein paar stadtisch gekleidete Kinder saßen , eure Eltern kannten den alten Herrn Baron noch alle gut genug. Setz dich, Eberwyn von Enzenberg, und nehmt eure Bibeln zur Hand." Es wurde doch eine unruhige erste Schulstunde. Immer wieder drehten sich die flachsblonden Strudelköpfe der Jungen und die bezopften der Mädchen nach der Stelle, wo der große schlanke Junge saß, und immer wieder gab es ein Flüstern und Tuscheln, bis die Frühstückspause kam und erst die Mädchen, dann die Jungen wohlgeordnet das Schulzimmer verließen, um draußen desto lauter zu lärmen. Heute bildeten sich Gruppen. Eberwyn von Enzenberg stand noch fremd unter ihnen, in seinem städtischen Anzug. der aber ausgewachsen und ziemlich fadenscheinig war. Die Jungen drängten sich noch scheu um ihn herum. Daß er beim Pastor wohnte, erhöhte noch ihre unbehagliche Ehrfurcht. Und die meisten hatten oft genug erzählen hören über die alte Herrschaft" von ihren Eltern, ehrfürchtig undvon allerhand erstaunlichen Begebninen. Nun stand einer von denen leibhaftig unter ihnen, dessen Geschlecht in der Kirche unter den Grabplatten lag, auf denen Harnischbewehrte Ritter und vornehme Damen mit riesengroßen Halskrausen ausgehauen waren. Und einer der Kecksten sprach es aus, indem er auf Ebertvyns großgerathene Nase deutete: Grad' wie der neben der Orgeltreppe." Sie guckten ihn alle an. Er sah selbstbewußt und trotzig aus, wie er dastand im zu eng gewordenen Anzug. Er hatte große Füße und Hände, man sah, er. würde noch hoch über sich auswachsen. Und prompt erwiderte er: Das war mein Urgroßvater, Eberwyn Mordian von Enzenberg und Neesen!" Der Prunk dieser Namen überwältigte noch einmal die Jungen. Aber einer lachte doch. Da schob Eberwyn der Jüngste seine kurzen Aermel noch etwas höher: Wer was zu lachen hat, der soll nur kommen." Er stand kampfcsmuthig da. Aber das imponirte dem Lacher. Und bald war die Freundschaft geschlossen. Es gab ein allgemeines großes Räuberspiel und Eberwyn rannte mit den längsten Sätzen, stieß das wildeste Kampfgebrüll aus und boxte am erfolgreichsten. Und als sie alle roth und heiß wieder im Schulsaal saßen, da nickte der alte Schulmeister befriedigt vor sich hin. Der wurde ein strammer, gesunder, unverbildeter Junge, ein Enzenberg durch und durch. Vielleicht war diese letzte Verfügung seines kürzlich verstorbenen Vaters doch gar nicht so sonderbar, als sie erst geschienen hatte; nämlich daß sein einziger Sohn von seinem dreizehnten bis zum fünfzehnten Lebensjahr in Esenberg erzogen werden und dort die Dorfschule besuchen solle". Mit dem Pastor, der immer einige Zöglinge hatte, hatte der Freiherr von Enzenberg schon alles geordnet und besprochen damals, vor fast zwei Iahren, als er zum letztenmal das Dorf besucht hatte. Damals war er schon ein Leidender gewesen. Wi: oft hatte der alte Lehrer ihn gefunden auf der Bank unter dem knorrigen Birnräum, von wo er gerade den Blick hatte auf Burg Enzenberg! Frühjahr war es gewesen. Der alte Birnbaum hatte geblüht, und im trockenen Vurggraben der verwilderte Flieder und die Berberitzen, und der Efeu, der an dem ungeschlachten viereckigen Hauptthurm so hoch gekrochen war, daß er fast nur noch die verfallenden Zinnen frei ließ, hatte lichtgrüne junge Sprossen getrieben. Der kranke Freiherr aber hatte so still und wehmüthig auf das zerfalsende Haus seiner Väter geschaut mit den tief eingesunkenen Augen, vielleicht war ihm damals der Gedanke gekommen, daß fein Einziger hierher gehen müsse, um den Zusammenhang wiederzufinden mit dem Mutterboden, aus dem entwurzelt zu werden keinem

gut thut. Dem kranken Manne hatte es sicherlich nicht gut gethan, er hatte den verschuldeten Besitz verkauft, das- Gut war parzellirt und die Burg um einen Spottpreis dem reichen Bauern verschleudert worden, der sie jahrelang als Steinbruch benutzt hatte, und im Burggraben hatte seine Frau Wäsche gebleicht und getrocknet. Von dem jungen Baron" hatte dann keiner mehr viel gewußt, im Dorf ging die Sage, daß er eine reiche Frau geheirathet und ein rasches Leben geführt habe. Nun saß er da viele Tage lang immer auf derselben Stelle in der Sonne solle er sitzen, hatte ihm der Arzt verordnet. Da war wohl die Sonne, die ihn von außen wärmte, aber von innen, da kroch wohl immer wieder die Kälte aus seinem Herzen heraus und machte ihn frieren. Dann war er eines schönen Tages abgereist, ohne Abschied, bald darauf war er wiedergekommen, ein stiller Gast für immer, in der Gruft unter der Kirche, wo all seine Vorfahren in zerfallenden Särgen schliefen. Die Frau war auch damals nicht mitgekommen, sie sei krank, hieß es. Der Todte hatte es nicht mehr erlebt, daß die Burg ihren Besitz gewechselt hatte, daß sie ganz ausgebaut worden war. Blinkende Fenster wurden in die dicken Mauern eingelassen, braune Ziegeldächer auf die Firste gesetzt. Jeder fehlende Stein wurde sorgfältig ersetzt, jeder zerfallende Balken. Der verwilderte Garten wurde stellt, prächtige Möbel kamen an, und dann war eines Tages der neue Besitzer da. Ein seltsamer Burgherr! Wenn die alten Enzenberger ihn hätten sehen können, wie er Tag für Tag viele Stunden lang über seinem Schreibtisch faß, der in einer Ecke stand, von dem man stundenweit über die Waldberge blickte, sie hätten wohl den Kopf geschüttelt. Ein Bücherschreiber 'saß in ihrem Bau, den sie zu Schutz und Trutz in wilden Zeiten errichtet hatten, ein sinnender Mann, der die Einsamkeit gesucht hatte, weil das Leben da draußen viel zu laut war und zu rasch für das, was seine Seele bewegte. Mehr Freude hätten sie freilich an seiner Tochter gehabt, an dem Kinde, das mit fliegendem, wirrem Haar und rothen Backen durch die Gartenwege rannte, sich ein halb Dutzend Dorfkinder mitbrachte als Gespielen, die die stillen Räume nach der ersten Scheu mit dem Lärm ihrer Spiele erfüllten. Dann kam auch manchmal der Herr des Hauses einen Augenblick hinaus, strich seinem jauchzenden Kinde die wirren Haarsträhne aus der Stirn und warnte vor gar zu toller Lust. Ilse ging auch in die Dorfschule. Sie saß mit der Tochter des Lehrers und der des Bürgermeisters auf einer Bank, nach dieser Bank waren des Lehrers Blicke gegangen. Da saß die künftige Herrin in Esenberg, wie hier der Sohn des ehemaligen Herrengeschlechtes. Der alte Philosoph verlor sich in seine Grübeleien. Mit der Herrschaft der Adligen war es zu Ende gegangen, nun begann auf Burg Enzenberg eine andere Herrschaft, und der Sohn des alten Geschlechts war der Enterbte, freilich durch die Schuld seines Vorfahren. Immer wieder wanderten seine Blicke. Der recht verbrauchte Anzug des Jungen ließ nicht auf besonders günstige Vermögensverhältniffe schließen. Als der Vater begraben wurde, hatte man gemunkelt, daß das große Vermögen der Frau wohl schon sehr zusammengeschmolzen sei durch ihre eigene Verschwendungssucht nun. der Pastor wird es ja wissen und ihm erzählen. Er raffte sich aus seinem Sinnen auf, auf der ersten Bank steckten sie schon die Köpfe zusammen und ki cherten. Er sah nur noch, wie Ilse Weitzenbach den Kopf neugierig vorstreckte und nach Eberwyn hinüberäugte. Ein Blitzmädel, die Ilse!

giebt nur wenige Leute, welche bezweifeln, daß der Wine of Cardul Frauen13t schwäche kurirr. Niemand bezweifelt es, der ihn probirt hat. Aber der Wine of Cardui " kurirt nicht nur, sondern er verhütet auch Krankheit. Er ist eine Medizin, die jede Frau gebrauchen sollte. Tausende von Frauen, welche über keine ernstliche 5rankheit klagen, fühlen oft müde und erschlafft nach Verrichtung ihrer Pflichten, nicht nur in der Versorgung ihres Haushalts, sondern auch nach der Arbeit in der Geschäftswelt. Das kommt daher, weil der weibliche Organismus die Anstrengung nicht ertragen kann. Er bedarf der Nachhilfe. Der Wine ot Cardui stärkt erschlaffte Friuen und macht sie für ihre Pflichten tauglich. Der Wine ot Cardui bringt einer erschlafften, entmuthigten Frau ihre Kräfte und

Gesundheit zurück. Er ist ein belebendes Stärkungsmittel, das zu jeder Zeit wirtt. Sie sollten eine Flasche Wine of Cardui im Haufe halten.

Kaufen Sie heule noch eine Vierzehn Tage später ging der alte Schullehrer nachdenklich auf dem Burgwege. Es war warm und still,' der Birnbaum über der Ruhebank blühte, und der Flieder im Burggraben. Aber auf der Turg saß jetzt der Neue unwillkürlich zog der alte Lehrer den Fuß zurück. Er hegte fast einen Groll gegen diesen Neuen, seit der Sohn des andern Herrn da war und ihm ans Herz gewachsen in den kurzen vierzehn Tagen. Ein Prachtjunge war das. Der Erste in der Schule, wo er die andern freilich leicht überflügeln konnte mit seiner städtischeu Weisheit, aber auch sonst ein Prachtjunge. Immer vorn in jedem Spiel und in jedem Streich, aber auch immer ehrlich und brav von innen heraus. Und mit Ilse Weißenbach hatte er sich merkwürdig angefreundet. Die zwei steckten den ganzen Tag zusammen, und darum wollte wohl auch der Burgherr mit ihm reden und hatte ihn eingeladen zu einem Glase Wein. Er stieß das leichte Gitterpförtchen auf, das den Vurggraben jetzt einzäunte und trat ein. Im Rasen blühten Maßlirbchen und dicke gelbe Butterblumen, an der Zugbrücke Klematis und im Burghos plätscherte der Brunnen. Ganz still war's, anderes wohl als zu alten Zeiten. Und als er darauf bei Doktor Weißenbach m dem stillen Studirzimmek saß, dessen Wände ganz bestellt waren mit Bücherregalen, da mußte er wieder daran denken, daß dies Bücherzimmer wohl das Wohngemach derer von Enzenberg gewesen sein mochte, das gab ihm fast einen Stich ins Herz. Aber dann wußte ihn Doktor Weihenbach bald an der rechten Stelle zu fassen, er kam ins Reden und hielt erst inne, als er halb erschrocken bemerkte, daß er so ziemlich all diese seine Gedanken von dem ruhigen, leise lächelnden Mann ausgekramt hatte. Draußen im Garten hatten sich laute Kinderstimmen erhoben. Und nun stand der Burgherr auf und lugte vorsichtig durch die dünnen Vorhänge. Dann winkte er dem Lehrer lächelnd zu. Und als der andere neben ihn trat, sahen sie ein seltsame's Bild. Eberwyn von Enzenberg hatte Ilse Weißenbach in eine Nische der Burgmauer gedrängt, da stand sie halb zornig, halb lachend. Ihr Haar hing wirr um ihr hübsches, glühendes Gesucht, ihre Augen funkelten. Listig erspähte sie, ob sie nicht aus brechen könne. Aber er hatte den Fuß vorgestreckt und hielt sie gefangen. Und stolz und überlegen rief er: k Jetzt ist die Prinzessin gefangen und muß sich ergeben." Aber die Prinzessin stampfte mit beiden Füßen. In meiner Burg kann mich keiner gefangennehmen." Aber Eberwyn rief ordentlich zornig: Das ist meine Burg! Die Enzenburg! Schon seit fünfhundert Iahren gehört sie uns!" Nein, nein", begehrte die Prinzessin auf. Meine Burg ist es! Mein Vater hat sie gekauft!" Meine Burg kann man nicht kaufen", rief Eberwyn wieder.Jch sperre deinen Vater ins Burgverließ." Da wurde die Prinzessin zornig: Nein, nein! Vater darf nicht ins Burgverließ eingesperrt werden. Du bist ein unverschämter Prinz. .Erst sperrst du mich in meiner Burg ein, und dann willst du auch meinen Vater einsperren. Ich mag dich nicht leiden." Der Prinz lachte: Das kann dir nichts nutzen. Mein war die Burg, dann hat sie dein Vater geraubt. Und jetzt gehört sie mir wieder,aber weil du die allerschönste Prinzessin im ganzen Lande bist, darum will ich dich gefangenhalten und deinen Vater ins Burgverließ werfen, bis du einwilligst, mich zu heirathen." Die schönste Prinzessin sah ihn zweifelnd an. .Dich heirathen", faate sie gedehnt.

INECARDUI

Macht die Irauen für alle Mchten Mg

slasche Wine 0s Gar du i Sei Ihrem Äpolgeker

Der Gedanke war ihr offenbar sehr neu. Dich heirathen!" Jawohl, mich heirathen." Eberwyn war Feuer und Flamme. Und wie er dastand und das Mädchen gefangen hielt, ein prächtiger Junge, schlank wie aus Stahl und biegsam wie eine Gerthe, blond und kraftvoll, da hatten die beiden oben im Erkerfenster wohl denselben Gedanken. Denn der alte Schulmeister sah der; jüngeren Mann von der Seite an, und Doktor Weißenbach lächelte und nickte langsam und zustimmend. Unten aber sagte die schönste Prinzessin in diesem Augenblick vorwurfsvoll: Dich heirathen. Aber warum hast du das nicht gleich gesagt?" Eine Stunde später ging der alte Schulmeister heim. Es war schon dämmerig, die Sonne stand tief und schien gerade auf die Bank unter dem Birnbaum. Und dem alten Schulmeister war es, als ob da einer sitze, wie dazumal, aber nicht mit halberloschenen Augen auf das verfallene Haus seiner Väter schauend, sondern mit einer zuversichtlichen Hoffnung die neuen Dächer und hellen Fenster betrachtend. Und Hans Eberwyn Mordian von Enzenberg und Neesen, der heiß vom Spiel neben ihm trabte, sagte lustig in diese Gedanken hinein: So ein famoses Mädel wie die Ilse gibt's doch gar nicht mehr." Und da lächelte der alte Schulmeister und faßte den Jungen an der Schulter: Hast recht, Eberwyn, hast recht!" Seine Auffassung. Rudi hat so erzählt eine deutsche Mutter, ein neues Kinderfräulein bekommen, das gar nicht mit dem wilden und etwas verzogenen Jungen fertig werden kann. Als er wieder einmal recht ungeberdig sich auf dem Fußboden herumwälzt, meint sie: Das Beste wäre, daß Deine Mama Dir einmal eine tüchtige Tracht Prügel verabreichte die fehlen sehr bei Dir." O nein," antwortete Rudi gutmüthig und erhob sich, die würden bei mir wenig nützen! Ich muß mit Liebe" behandelt werden!" Auch etwas. Heirathsvermittler (zur Kundin): Eine Schönheit ist der Herr gerade nicht, aber prachtvolles Haar soll er... gehabt haben!" Verfehlte Kürze. Ein junger Kaufmann, welcher sich in der Fremde befindet und in Geldnoth geräth, telegraphirt seinem Vater: Schicke heute noch Geld. Anton." Nach zwei Tagen erhält der ungeduldig Harrende folgendes Antworts-Te legramm: Bis jetzt noch nichts von dir angekommen. Dein Vater Ein New Yorker Zweig der American National Red Troß Association" ist dieser Tage organisirt worden. Es geschah dies im Einklang mit der ganzen Reorganisation des amerikanischen nationalen Rothen Kreuzes", die vor Kurzem in Washington begann, und bei der es hieß, daß der Staat New Dort den Anfang machen müsse. Andere Staaten werden dem Beispiel folgen. Oberst William Cary Sanger, früher Hülfs -Kriegsminister, ward zum Präsidenten ernannt; der frühere Kriegsminister Elihu Root ist VicePräsident, Frau William K. Draper Sekretärin; Jacob H. Schiff ift Schatzmeister und Choelard H. Dodge Vorsitzer der Executive. Es ward darauf hingewiesen, daß die Arbeit der Organisation sich nicht auf den Dienst in fern liegenden Ländern beschränken solle, sondern die Organisation müsse auch bereit sein, im Falle eines ernsten lokalen oder nationalen Unglücks ihre Kräfte zur Verfügung zu stellen. Jede Zweigorganisation wird sofort mit dem Einmustern eines Corps von Aerzten, Krankenwärtern u. s. w. beginnen, das in jedem FaL bereit sein muß.

L wohlthätig Konservativ und doch Majcstatsbclcidigcr. Eine Anklage wogen Majestäts und Beamrenbcleidigung führte den Gastwirt!) Futh aus Lichtcnborg vor die Berliner Strafkammer. Ter AnßeflslQte, der, luic weiland der ..grobe Gotttieb" im Verkehr mit seinen (kästen die deutsche Sprache in sehr urwüchsigor, drastischer Art handhabt und unter Umständen nickt sehr zart in der Wa')l seiner Anödrücke ist. be leidigte eiueo einige Polizei beamte, die als Gäste in seinem Lo kalo verweilten. Dabei soll ihm eine Aeußerung unterlaufen sein, die als Majestätsbeleidigung aufgefaßt wurde. Die darauf hin erhobene Anklage wurde unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelt. Aus der Urtheilsverkündigung ging hervor, daß nach Ansicht des Gerichts der Angeklagte, der ein konservativer Mann ist, jahrelang Unteroffizier war und Mitglied einer Schützengilde ist. nicht aus ehrloser Gesinnung gehandelt hat. Es wurde ihm geglaubt, daß die als Majestätsbeleidigung aufgefaßte Aeußerung lediglich auf das Konto seines zur Grobheit und Schnoddrigkeit" neig?nden Naturells zu setzen ist. Deshalb sah der Gerichtshof von einer Gefängnißstrafe ab und veurtheilte den Angeklagten zu drei Monaten FestunFö WPanik im Theater. Wahrend einer Opernvorstelluug im kaiserliehen Opernhause zu Wien trat bei den elektrischen Drähten hinter der Bühne Kurzschluß ein. Mehrere Frauen im Publikum, welche den Flammenschein sahen, riefen: Feuer!" Tie Bemühungen der auf der Bühne befindlichen Sänger, das Publikum zu beruhigen und auf den Sitzen zu halten, waren vergeblich, und eine Katastrophe schien unvermeidlich, als im kritischen Moment der Operndirektor Gustav Mahler einsprang. Er setzte sich an das Pianoforte und begann zu spielen. Dies übte einen beruhigenden Einfluß auf das Publikum aus, welches erkannte, daß keine weitere Gefahr vorliege und auf die Sitze zurückkehrte. Die Vorstellung konnte zu Ende gespielt werden, wenn auch nur vor kau:.'i halbgefülltem Hause, da der Schreck d'e meisten Zuschauer nach Hause getrieben hatte. Ueble Folgen eines Witzes." In Odessa, Südrußland, zogen infolge der Verbreitung der Naobricht, die Regierung habe 10,000 Rubel ($5150) zur Verkeilung an die Hinterbliebenen der in der Mandschurei gefallenen Reservisten gesandt, 10,000 Frauen vor das Gemeindehaus und verlangten die Herausgäbe des Geldes. Sie liefen sich nicht überzeugen, daß diese Meldunz auf einen schlechten Witz zurückzuführen sei. Sie schlugen die Thüren und Fenster ein und bewarfen die anwesenden Polizisten mit Gegenständen aller Art. Es gelang erst, die Frauen auseinanderzubringen, nachdem der Bürgermeister als Vorsitzender der Gesellschaft zur Unterstützung der Familien der einberufenen Reservisten eine Summe Geldes vertheilte. , 4)G ebackenes Sauerkraut. Ein gutes, schmackhaftes Gericht für den einfachen Familientisch ist das gebackene Sauerkraut, das man wenig kennt. In Wasser ziemlich weich, aber nicht zu kurz eingekochtes Sauerkraut wirb auf einen Durchschlag geschüttet, gut abgetropft, aufgelockert und schichte weise mit abgekochten, geriebenen Karlöffeln in eine mit dünnen Scheiben von durchwachsenem Räucherspeck ausgelegte Form geordnet Mit Speckscheiden noch reichlich bebeckt, steltt man das Kraut in einen ziemlich heißen Ofen. Unterdessen hat man von Quart saurer Sahne. 3 Eigelb und 8 Eßlöffel geriebenem Käse einen Guh bereitet, den man über den im Oscn gebackene Kohl schüttet. Mit der Gabel etwaS aufgelockert, läßt man das Gericht noch eine Viertelstunde im Ofen Sverbaikn und giebt es dann fitfHttiff nttf SaueiBchen.

i

i 4