Indiana Tribüne, Volume 28, Number 236, Indianapolis, Marion County, 27 May 1905 — Page 4
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ndisna Tribüne. Hnaugeeben von der utbrg Indianapolis, Ind. Havry O. Xhudium .... Präfidenl. eschöftö loca l: Ro, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 6S.
Krtered at the Poit Office ot Indianapolis as second class matter. Fleischer ntt Truft. Hochintereffant ift der Einblick den das in New York veröffentlichte Buch des praktischen Fleischers Herman Hirschauer in die Methoden des Fleisch stuft gewährt. Hirschauer war 40 Jahre im Fleischergeschäft, ift also Fachmann von langjähriger Erfahrung und führte selbst lange Jahre hindurch eine Filiale des Fleischtruft. Zunächst behandelt Hirschauer die Frage: Wie kommt der Fleischtruft eigentlich zu den ungeheuren Massen von Vieh sowohl lebendem wie todtem oder vielfach auch halbtodten", das täglich in den riesigen Etablissements zu 'Chicago, KansaS City und South Omaha verarbeitet wird ? Die Ant wort darauf lautet: Der Trust hat seine unzähligen Agenten und Commiffäre überall und nirgends, welche jede ein zelne, wenn auch noch so kleine Farm und deren Viehbestand von Klein" und Großvieh aller Art kennen und Mlt den Städten in fortwährender Verbindung stehen. Und keine Kuh ift zu alt und zu ausgemergelt, kein sonstiges Stück Vieh zu krank, für das der Fleisch. Trust nicht noch Verwendung hätte. Wenn eS nur noch halb lebend die Bahnstation erreicht, so wird eS verla den und gelangt dann in 23, auch oft erst in 4 Tagen, mehr todt als lebendig oft tagelang in überfüllten Viehwagen der Fütterung und Tränkung entbehrend in Chicago, Omaha oder KansaS City an, wo es sofort ,,ge schlachtet" wird. Und aus diesem, oft genug trittst kranken Schlachtvieh" stammt dann das Meiste, was an Fleisch und Fleisch-Produkten alltäglich den Tisch des DurchschnittSbürgerS ziert". Der bloße Gedanke daran, was der FleisaTruft den geduldigen Eonsumenten an Produkten bietet, könnte manchem Verehrer der sog. ge mischten Koft zum eifrigen Vegetarianer machen, wenn er nurwüßte oder beim Genuß" von Fleisch und Wurft stets daran dächte, wie'S gemacht wird bei den ArmourS, Swifts, und wie die Fleischbarone alle heißen, die natürlich ihrerseits niemals im Leben auch nur ein Stückchen von der Sorte Fleisch ge nießen, das sie ihren schlechter sttuirten Mitmenschen täglich anzubieten wagen. Die moderne Wissenschaft mit ihren enormen Fortschritten besonders in der Chemie der Nahrungsmittel hat eS in Bezug auf die Verschönerung- des Fleisches zu einer Vollkommenheit ge bracht, daß selbst der Fachmann oft nicht im Augenblick im Stande ift, gedotiertes" Fleisch von anderen, wirklich guten und prima QualitätStücken zu unterscheiden. Chemische Bäder" mit starken Stoffen, denen man das Fleisch aussetzt, gewisse Pulver, die ihm beigemischt werden, machen Fleisch in den Augen der Fabrikanten wenigstens noch konsumirbar", das in europäi schen Staaten längst dem Wasenmeifter nach Gesetz und Recht überwiesen worden wäre. Der FleischTruft controllirt durch seine Agenten und die von ihm abhängigen Geschäftsleute faft alle kleineren und mittleren Restaurants, HlttelS und sonftigen Plätze, wo täglich Fleisch und Fleischprodukte in großer Masse gebraucht werden und kein un abhängig denkender Fleischer und GeschüftSmann anderer Art kann an dieser Thatsache etwas ändern oder dem un geheuren Druck deS in dem Fleisch Trust vereinigten Kapitals auf die Dauer mit Erfolg zu widerstehen hoffm. DaS, was als Corned Beef" ver kauft wird, ift im Grunoe beinahe völlig werthlofeS Zeug, aber geschickt" ufgeftxt mit allen möglichen Zuthaten und schließlich füllt auch dieses vom NahrungSmittelftandpunkt ganz unge eignete Material die hungrigen Mägen der Millionen, die sich weder ein Ten derloin-Beeffteak noch andere bessere Sorten zu leisten vermögen. Das weiß der FleifchTruft natürlich ganz genau und deshalb find seine Methoden auch gerade dem Bedürfniß der großen Maffm von seinem Standpunkte freilich nur angepaßt und finden Anklang besonders bei Individuen oder Behörden, die für Ernährung größerer Mmgen von Personen zu
möglichst dilligen Preisen freilich zu sorgen verpflichtet find. Die Haupt abnehme? solchen Corned BfS" find deshalb neben Restaurateuren und Hoteliers dritten und letzten RangeS auch Armee und Marine-Jntendan turen, Verwaltungen von Armenhüu fern und Gefängnissen etc., also Leute, die nur in den seltensten Füllen gezwungen find, solch' wissenschaftlich gefixteö" Fleisch auch ihrerseits zu essen, dasselbe aber aus SparsamkeitSrückfich ten ihren Schutzbefohlenen regelmüßig geben lassen." Die Ausführungen Hirschauer's könnten einen wirklich veranlassen, Vegetarianer zu wnden. Der Trust begnügt sich demnach nicht nur damit das Volk auSzusaugen sondern ver treibt ohne jede Gewissensskrubel unge-
sundeS Fleisch. WaS nützen da alle Vorsichtsmaßregeln der GesundheitS behörden, wenn man zuläßt, daß die Hauptquelle, die menschlichen Nah rungSmittel, vergiftet wird. Ueber die Stärke der Hererobanden, die nach Beendigung des eigentlichen Feldzugeö im Norden von Südweft Afrika dorthin zurückgekehrt fein mögen und nun den Anlaß großer Unsicherheit im deutschen SHutzgebiete bilden, stellt General v. Francois in der neuesten Nummer des MilitärWochendlatteS" folgende Berechnung auf: Vor und während des AufftandeS wurden die Herero auf 30,000 bis 40,000 Men schen, darunter 4000 bis 6000 Krieger, geschätzt. Nach den Meldungen wur den in den Gefechten 584 Krieger ge tödtet, eben so viele werden durch Ver wundung eingegangen sein; an Krank heiten und durch Verdursten gestorben 500 Krieger. Die verstorbenen Frauen und Kinder werden auf 2400 geschützt: in Britisch'Betschuanaland bis Ende November: 1800, bei Nechale eingetrof fen etwa 400, so daß der Gesammtadgang 6268 Herero betrügt. Hierzu im Sandfelde und auf britischem Gebiete nach Schützung 6000 Herero. Jn'S Hereroland können also zurückge kehrt sein: 2000 bis 2500 Krieger und 15,000 bis 20,000 Menschen. Unsere Rechtspflege mit ihren zahlreichen Unzulänglichkeiten hat eine scharfe Kritik über sich ergehen lassen müssen bei der zwölften Jahresconvention dkS internationalen Verbandes der Polizeichefs, die in der Bundeshauptftadt in Sitzung war. Der Leiter der nach ihm benannten Chicagoer Geheimpolizei-Agentur, Wm. A. Pinkerton, hielt einen Vortrag über das Thema: Fälscher und ihr Schicksal" uud behauptete im Laufe seines Vortrage, daß es bis vor wenigen Jahren in den Vereinigten Staaten Gesellschaften professioneller Fälscher gab, die im ganzen Lande mit großem Geschick und Erfolg operirten und nie mal bestraft werden konnten, weil eS der Polizei trotz aller Anstrengungen kaum gelang, genügendes BeweisMaterial gegen sie aufzutreiben. Polizeichef Alonzo W. Corey von Brooklyn, Mass., verlas eine AbHand' Handlung über Hindernisse der Ge richtspflege und erklärte, daß die con ftitutionelle Bestimmung betreffs schleu Niger Prozesfirung von Angeklagten einfach nur noch als todter Buchstabe exiftire, weil die Prozesstrung nur zu häufig von den willkürlichen Capricen des öffentlichen Anklägers oder der VerschleppunSpolitik schlauer Vertheidiger abhänge. Diesem Umstände sei es zu zuschreiben, daß Lynchmorde in er schreckender Weise zunehmen, da sie die natürliche und logische Folge eines Sy' ftemö schwerfälliger öffentlicher Rechts pflege seien. eine vergoldete P a -6 o d e befindet sich bei einem buddhistischen Tempel in Rangoon, Hinterindien. Die prächtige Metalldecke ist dadurch entstanden, daß von den Eingeborenen lange Jahre dort Buddha Opfer gebracht wurden in Gestalt von Blattgold, das die Pilger betend an die Pagode hefteten. Grausiger Fund. In einem Blechkoffer, welcken ein junger Drogist Namens Devereux in einer Londoner Möbelniederlage zur Aufbewahrung gelassen hatte, wurden von der Polizei die Leichen der jungen Frau des Devereux und seiner zwei Zwillingskinder gefunden. Devereux wnrde verhaftet. Die bekleideten Leichen waren im Koffer unter Brettern, Leim und Kleidung luftdicht konservirt. Der Tod war durch Vergiftung erfolgt. Stiefmütterchen ged e i h e n in jedem lockern Gartenbodcn. Der Standort muß schaitig und darf weder zu naß noch zu trocken sein. Die ersten Knospen muh man abbrechen. Den Samen säet man im Frühjahr auf bleibender Stelle.
(sine bange Nacht.
Von . E. Siddal. Autorisierte Uebersetz ung von Anna Wilke. Jawohl!" entgegnete der Doktor auf ihre bange Frage. .Es ist noch Hoffnung wenn sich Schlaf findet. Schläft er heute Nacht, ist er ge rettet!" Das ist die einzige Chance?" Mary Füller hatte ihre Stimme in der Gewalt, fie sprach mit bewunderungswürdiger Ruhe. Aber ihre grauen Augen waren schwarz vor innerer Seelenqual. Die dunklen Sterne verriethen das Leid, das die Stimme zu verbergen wußte. .Ja!" Der Arzt hielt es für seine Pflich!, sie auf das Schlimmste vorzubereiten Das Leben des Patienten hing leider nur an einem seidenen Faden. Er gab ihr noch einige Jnstruktionen. Dann verabschledete er sich. Ich werde in einigen Stunden wieder vorsprechen. . . Nein, nein, begleiten Sie mich nicht. Ich finde schon allein den Weg." Die junge Frau beugte sich über den leidenden Gatten. Schlafe, Jack, schlafe!' redete sie mit ihrer melodischen, beruhigenden Stimme auf ihn ein, und fuhr dabei mit der kühlen, weichen Hand bestandig über seine brennende Stirn hin und her, hin und her. Unzufammenhängende, verwirrte Worte kamen über die verdorrten Lippen des Kranken. Seine Augen starrten die Gattin verständnißlos an. Sie versuchte, sie zu schließen. Aber die Lider verweigerten ihre Funktion. Schlafe, Schatz, schlafe!" bat Mary abermals innig. Und unermüdlich ließ sie ihre weichen Finger über seine Schläfen gleiten. Er mußte schlafen. Wenn er es nicht konnte. . . nein, nein! Sie wollte nicht an die entsetzliche Alternative denken. Hin und her, unaufhörlich, fuhr sie mit der Hand über seine Stirn. Sie vernahm nichts von der Außenwelt. Nur der eine Gedanke beherrschte sie: er muß schlafen. Plötzlich senkten sich die Lider über die großen, starren Augen. Würden sie sich wieder erheben? In banger Erwartung beobachtete Mary den Gatten. Ihr Herz schlug hörbar. Er schien wirklich einzuschlummern. Aber noch immer strich sie über seine Stirn, ihn dabei mit gespanntester Aufmerksamkeit anschauend. Die trockenen Lippen blieben ruhig; nicht mehr unterbrachen abgebrochene Laute die Stille des Krankenzimmers. Der Athem ging tief und regelmäßig. Endlich war er fest eingeschlafen. Ein tiefer Seufzer der Erleichterung entrang sich der Brust der jungen Frau. Dann erhob sie sich behütsam, schlich ans Fenster und ließ sich auf einen Stuhl nieder. Das lange Wachen, das angsterfüllte Beobachten hatte sie furchbar er-' müdet. Eine kurze Spanne Zeit wollte sie ruhen. Das Fenster war weit geöffnet, um die milde, windstille Luft hereinzulassen. Die Nacht war dunkel. Nur hier und da blitzte ein Sternlein am Firmament, aber nur :m matten Scheine. Denn leichte.Wolken hüllten sie wie in einen Schleier. In undeutlichen Umrissen erhob sich die Kathedrale wie ein Schatten gegen den Himmel; die Dunkelheir der Nacht verlieh ihr gigantische Formen. Die Thürmchen schienen wie Pfeiler die Wolken zu stützen, und unter ihrem Schatten schlief die Stadt einen ruhigen Schlaf. Die Nacht hatte ihre unbestrittene Herrschaft über die Welt angetreten. Plötzlich fuhr sie erschreckt auf und lauschte gespannt. Es war ihr, als ob sie in der unteren Etage ein Gerausch vernommen hatte. Sie suchte sich zu beruhigen, sich einzureden, daß es nur ein Trugbild ihrer Phantasie gewesen sei, die Folge ihrer angespannten Beobachtung! Dasselbe Geräuschtraf ihr Ohr! Es war keine Täuschung kein Irrthum! Sie erkannte deutlich, daß die Thür des Eßzimmers geöffnet wurde. Der Drücker gab einen besonders rasselnden Laut, wenn man ihn in Bewegung setzte. Mary war wie gelähmt. Eine namenlose Furcht bemächtigte sich ihrer. Ihr Herz klopfte in dumpfen, schweren Schlägen. Ein Dieb war im Eßzimmer. Davon war sie fest überzeugt. Aber wenn er doch nach oben käme! Sie malte sich die Scene aus: der ungleiche, hoffnrngslose Kampf der damit verbundene Lärm der Schlaf des Gatten, die einzige Chance zu seiner Genesung, vernichtet! Nein, und tausendmal nein! Das durfte nicht geschehen! Ihr Gatte durfte nicht gestört werden! Das mußte unter allen Umständen vermieden werden! Aber wie konnte sie den Dieb auf ruhige Art aus dem Haufe entfernen? Sie zermarterte ihr Gehirn. Ihre einzige Bedienung, ein junges Mädchen, schlief. Sollte sie dasselbe wecken, um es bei dem Patienten Wache halten zu lassen, während sie selbst hinunterging, um allein und muthig allem gegenüberzutreten, was ihr auch begegnen mochte? Doch nein! Das würde zu viel Zeit rauben! Sie
mußte sogleich auf der Stelle handeln. Ihr Kopf schwindelte, während Gedanke auf Gedanke ihr Gehirn durchwühlte. Die Sekunden verrannen eine Minute war verstrichen. Und noch immer befand sich Mary in qualvollem Zweifel. Ein neuer Gedanke kam ihr. Doch voll Angst gab sie ihn wieder auf. Da fiel ihr Blick auf den Gatten und ihr Muth hob sich. Ich will es doch thun!" murmelte sie. 6r darf auf keinen Fall seines Schlafes beraubt werden!" Damit schlich sie leise an ein Schränkchen, und es behutsam öffnend, entnahm sie demselben einen Revolver, den sie eingehend prüfte. Dann begann sie hastig in dem Schränkchen herumzukramen. Da sie das Gesuchte aber nicht finden konnte, zögerte sie nicht länger. Mit fester Hand den Revolver umspannend, schlich sie, ohne sich noch einmal umzuschauen, aus dem Zimmer. Auf dem Treppenabsatz blieb sie jedoch einen Moment stehen, um ihre Nerven zu beruhigen. Dann stieg sie geschwind, fast unhörbar, hinunter. Liebe und Verzweiflung waren die treibende Kraft. Daß sie handeln" konnte, verlieh ibr Muth. Es ist immer leichter, selbstthätig einzugreifen, als in banger Sorge abzuwarten, was der nächste Augenblick bringen wird. Eins!" schlug die Kirchenuhr. Unter der Deckung dieses Geräusches betrat Mary das Eßzimmer. Ein Mann durchsuchte, auf den Knien liegend, das Vüfett. Das silberne Tafelgeräth lag schon nebn ihm. Todesangst ergriff dh tapfere Frau. Der Schrecken war nun nicht länger
ein Unbekannter. Sie wußte nun genau, was ihr bevorstand. Jetzt war sie dicht hinter dem Diebe, r wandte yanig ven ops um. wie kalte Mündung des Revolvers traf seine Schläfe. Einen Laut und ich feuere!" Marvs Stimme klang hart und entschloffen. Aber wenn Sie gleich das Haus verlassen, so soll Ihnen nichts geschehen!" Ihre Hand war fest, sie bebte nicht. Mary besaß das Selbstvertrauen, das Frauen oft in kritischen Momenten eigen ist. Alle Furcht war verschwunden. Der Dieb sprang auf. Einen Moment kam ihm noch der Gedanke, um daS Silber einen Kampf zu wagen. Aber der Revolver schreckt ihn zurück. Wieder berührte ihn die kalte Mündung auf die Gefahr hinweisend. Aengstigen Sie sich nicht, Madamchen. Ich gehe schon!" stieß er hastig hervor. Die seltsame Prozession setzte sich in Bewegung. Voran der Dieb, dicht hinter ihm Mary. So durchschritten sie dieVorhalle bis zur vorderen Hausthür. Die Thür flog auf. Im nächsten Moment war der Dieb auf der Straße und verschwand in einer Seitengasse. Mary stand auf der Schwelle der Hausthür. Ihre Hand hielt noch immer krampfhaft den Revolver umspannt. Gerade in dem Moment kam der Arzt in raschem Gange auf das Haus zugeschritten. Eine Wolke legte sich vor Marys Augen. Sie streckte die Hände nach derWand aus, um sich zu stützen. Aber sie schien weit, sehr weit von ihr entfernt. Sie griff fehl und schlug zu Boden. Klirrend lag der Revolver neben ihr. Der Doktor schloß rasch die Hausthür, zündete das Gas an und trug Mary in das Eßzimmer, wo er sie sorgsam auf eine Chaiselongue bettete. Dann ging er nach oben. Prüfend beugte er sich über den Patienten. Er schlief immer noch einen tiefen, stärkenden Schlafe. Gut", sprach der Arzt und begab sich dann wieder nach unten. Der Revolver, der auf der Diele in der Vorhalle lag, nahm zuerst seine Aufmerksamkeit in Anspruch. Er hob ihn auf, schritt ins Eßzimmer und legte ihn auf den Tisch. In diesem Augenblick öffnete Mary fcic Augen. Sie sah den Doktor verwirrt an. Jack?" fragte sie angstvoll. (5r schläft!" entgegnete der Doktor, sie beruhigend. Gott sei gedankt!" Ein heftiges erschüterndes Schluchzen ließ ihren Körper erbeben. Sie vergrub das Gesicht in den Händen und weinte heftig, fassungslos. Es war die unvermeidliche Reaktion. Die doppelte Gefahr, welche sie bedroht hatte, war glücklich überstanden. Aber die furchtbare Erregung hatte sie vollständig entnervt. Der Doktor wartete, bis sie sich beruhigt hatte. Er sah das Silbergeräth auf dem Teppich, er hatte den Revolver in Marys Hand erblickt, als er sich dem Hause nahte, und zu gleicher Zeit hatte er einen Mann in wilder Hast davonstürzen sehen. Er begriff alles Marys Schluchzen lieh allmählich nach. Sie hob den Kopf und fuhr mit der Hand über die Augen. .Er war in diesem Zimmer," sprach sie. Der Doktor nickte. ?ch hielt den Revolver an seine Schlafe. . . So ging ich mit ihm. . . bis nach der vorderen Hausthür. . . er
mir voran. . . Ich wartete an der Thür, bis er draußen war. . . Dann sah ich Sie kommen. . .)as übrige ist Ihnen bekanni!" Hm!. . . Sie haben wirklich eine große Geistesgegenwart bewiesen, Frau Mary! Und sind dadurch einer ungeheuren Gefahr entronnen!" Mary sah ihn verwundert an. .Sie wissen also?" Was?" Thränen schimmerten noch in ihren Augen und ihre Stimme zitterte, als sie entgegnete: Daß der Revolver nicht geladen toaxu B a ck f i s " e mit pikanter
kalter Sauce. Feinere Fische, Wie Hecht, Seezunge, Rothzunge, auch Schollen und Flundern, werden gesäubert und zum Braten zurecht gemacht, indem man sie nach dem Waschen salzt, Stunden so stehen läßt, dann gut abtrocknet, in geschmolzener Butter, geschlagenem Ei und geriebener, fein gesiebter Semmel umwendet und in heitzer Butter oder Backfett schwimmend zu goldbrauner Farbe bäckt. Zur Sauce rührt man 8 Unzen frische Butter schaumig, fügt den Saft von zwei bis drei Citronen, sowie ein ei-großes Stück feine Sardellenbutter hinzu, würzt mit wenig Salz, etwa, geriebener Muskatnuß, gehackter Petersilie, einigen Tropfen Maggi - Würze und rührt eine recht ebene, dickflüssige Sauce davon. Hammelkeule englisch gekocht. Es ist durchaus nicht unvortheilhaft, auch in einem kleineren Haushalte eine ganze Hammelkeule zu kochen, denn man kann das, was übrig bleibt, sehr wohl kalt essen, oder auch in Form eines Ragouts zubereiten. Am besten nimmt man eine mittlere Keule von 4 bis 5 Pfund Gewicht, aus der man vor Allem den sogenannten Schlußknochen herausschneidet. Die Hammelkeule wird nun in kochendes Salzwasser gelegt, und zwar benöthigt man einen so großen Topf und so viel Wasser, daß das Fleisch gerade bedeckt ist. Man giebt 2 in Viertel geschnittene Mohrrüben, 2 mit je einer Nelke gespickte Zwiebeln, ein starkes Kräuterbündel, 2 Zehen Knoblauch und 3 schöne, weiße Rüben hinzu. Damit die Keule in der Mitte ein wenig roth bleibt, rechnet man von dem Augenblick an, wo man sie in das kochende Wasser gesteckt hat, per Pfund 15 Minuten Kochzeit. Man reicht dazu gleichzeitig ein Mus von weißen Rüben und eine Kapern - Sauce. Das Mus macht man wie folgt: Die weißen Rüben, die mit der Hammelkeule gekocht wurden, streicht man durch ein Sieb und verrührt sie mit 2 Unzen Butter und 2 Löffeln iveitzer Sauce. Zur KapernSauce verrührt man 1 Unze Butter mit ebenso viel Mehl, gießt 14 Quart stark kochendes Wasser dazu, giebt etwas Salz hinein und rührt alles lebhaft durcheinander. Ohne die Sauce wieder auf'ö Feuer zu stellen, rührt man nun 2 Unzen Butter, den Saft von 14 Citrone oder auch einige Tropftn Essig und y2 Flasche kleine Kapern darunter. Reduznte Raten für Dekorationstag Reisen via Pennsylvania Linien. In Anbetracht des Dekorationstages merden Excurstons-Tickets am 39. und 30. Mai verkauft von allen Ticket - Stationen der Pennsylvania Linien innerh alb eines Umkreises von 150 Meilen von der Verkaufsstation. Retourfahrt an allen Tickets ist auf den 31. Mai beschränkt. Für Einzelnheiten wende man stch an alle Lokal Ticket Agenten der Pennsylvania Linien. Niedrige Fahrpreise nach dem Westen und Nordwesten. Spezial Heimsuchers Excursion via Pennsylvania Linien. Irgend Jemand der eine Reise nachdem Westen plant, kann den Vortheil dieser Fahr-preiö-Erniedriaung benutzen. HeimsuchersExkursionen über die Pennfylvania Linien nach allen Punkten in Colorado, Jdaho, Iowa, KansaS, Minnesota, Missouri, Mantana, Nebraska, den Dakotas, Oregon, Washingtsn, Texas und anderen Sektionen im Westen und allen Staaten im Süden. Ausenthalts-Privilegien welche den Reisenden gestatten, Geschäfts-Unternehmungen zu UNtersuchen, werden bewilligt. Diese Fahrkar, ten werden an gewissen Datums während des Sommers zu haben sein. Einzelnheiten hinsichtlich Raten, etc., werden bereitwilligst ertheilt von allen Ticket Agenten der Penn sylvania Linien. Amerika sehen ! Wunderbare sceneriereiche Reise über tas Felsengebirge nach der Oregon Exposition. In gemisser Hinsicht osserirt die Excursion zu der Lemis und Elark Eentennial Ausstellung in Portland, Oregon, Vortheile die nie zuvor bei einem Ausstellungsbesuch geboUn wurden. Die Ausstellung ist nicht nur sehr attraktiv und reich, sondern die Reise über daS Felsengebirge und der Cascade Ranze ist wunderbar herrlich und wer bat nicht in seinen Schultagen in der frohen Hoffnung gelebt, einst diesen sceneriereichen Theil von Amerika zu bewundern. Die Aeit dazu ist jetzt günstig. Die Reise kann jetzt billiger als je gemacht werden. Für einen kleinen Unterschied im Fahr preis kann die Reise nach San Francisco und Los Angeles ausgedehnt werden. Die Retoursahrt über eine andere Route ermöz licht den Reisenden einen großen Theil des Westens zu sehen. Für nähere Einzelnheiten. Fahrpreis, Datum der Spezial, Exkursionen nach Portland, wende man sich an die Ticket Agenten der Pennshlvania-Lmien.
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Joi C. MMw,
Diener,
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