Indiana Tribüne, Volume 28, Number 235, Indianapolis, Marion County, 26 May 1905 — Page 5

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Jndiana Tribüne, 96 Mai 1909.

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Ihr Tagebuch. Von Wladimir Peltscheff. Ich nenne meine Schwiegermama immer nur Mama". Sie ist die bravste und gutherzigste Frau auf dem Erdenrund und die einzige dazu, die an meiner mutterlosen Tochter und mir Antheil nimmt. Mama," sprach ich eines Tages zu ihr, Mama, der Kaffee ist noch nicht fertig." Sie sah mich mit fragendem Blicke an. Fünf Uhr Nachmittag, und Mama's Kaffee noch nicht fertig! Immer steht er sonst bereit und mein Töchterchen servirt ihn. Das heiht mit anderen Worten, Fery ist noch nicht zu Hause?" sprach Schwiegermama. Hm ja!" Es war mir selbst unerklärlich, wo Fery steckte. So! Weißt Du auch, lieber Felif, das ich das komisch finde?" Was denn, Mama?" Daß Seine Tochter zu so später Stunde " Ich fühlt; mich im Unrecht. Man vertheidigt sich da bekanntlich am allereifrigsten. Mein Gott was ist da weiter komisch dabei? Fcy hat eben Klavierstunde. Man kann doch heutzutage sein einziges Kind nicht ohne Musikunterricht aufwachsen lassen?" Ganz recht!" unterbrach mich Mama. Apropos, wie lange dauert denn eigentlich eine Stunde?" O, das ist sehr verschieden. Manchmal gar nicht und das andermal dafür doppelt so lang." Nette Zeitrechnung, lieber Felix. Aber, bitte, sag doch, wann hat Fery heute die Wohnung verlassen?" Wie gewöhnlich " Also um halb drei Uhr." Aber Mama! Sie geht immer erst kurz vor dreiviertel." Die Uhr ze gt auf fünf. Glaubst Du nicht selbst, daß sie jetzt jedenfalls zu Hause sein müßte, wenn's mit rechten Dingen zuginge?" Du meinst doch nicht, daß ihr ?" Ein Unglück zugestoßen ist? O nein! Ich vermuthe bloß, daß der Student, der drüben zwei Treppen hoch wohnt, in einem gewissen Kausalnexus mit Fery's Wegbleiben steht." Du meinst . . . ?" Ja ich höre manches." Es ist aber nicht alles wahr.Gott behüte mich, daß ich Fery nur im Geringsten verdächtigen wollte! Allein Frau Scherr " Ich bitte Dich, Frau Scherr! Ist das Deine Quelle? Eine alte, gefallsüchtige Klatschbase wagt es, meinem Kinde solche Dinge nachzusagen, und Du hörst ihr zu! Ja, noch mehr Du glaubst ihr!" Ich glaube ihr, so lange ich nicht vom Gegentheil überzeugt bin." 3o was widerlegt sich von selbst," erwiderte ich etwas unsicher. Es wurde mir selber allgemach auch zu spät. Ganz von selbst! Fery ist ein Kind, das " Kind dürfte wohl nicht mehr recht engebracbt sein. Sagen wir lieber ein Fräulein"." Also Backfisch." Bleiben wir bei Fräulein". Ein recht großes, erwachsenes Fräulein ist Fery, mit sehr langen braunen Zöpfen und schönen Augen." Natürlich. Und der Herzkirschenmund nicht zu vergessen." Auch das. Ja glaubst Du, daß es so ganz unmöglich wäre?" Die Schuppen fielen mir von den Augen. Mama!" Was, mein Sohn?" Ich muß Gewißheit haben."

s chön Nun ja aber wie? Kennst Du Vielleicht einen Weg, die Wahrheit zu erfahren?" fuhr ich zögernd fort. Als lange keine Antwort erfolgte, sagte ich: Ich weiß einen." Zeige mir ihn." Er ist nicht ganz ehrlich." Ganz ehrlich ist selten ein Weg, lieber Felix. Nenne mir nur erst das Mittel, seine Anwendung überlasse vollkommen mir." Ihr Tagebuch!" Tagebuch?" rief Mama erschrocken Ihr Tagebuch? Nun ist's zu spät! Wenn ein Mädchen anfängt, das zu führen, dann ist es schon bis über die Ohren verliebt." Was Du nicht saast!" Glaube mir, mein Sohn, ich weiß das," erklärte sie. Aber was schreilest Du so verzweifelt das Zimmer ab? Nichts ist leichter, als Gewißheit zu erlangen. Das TagebuH " Du wirft doch nicht mdiskrek sein wollen, Mama?" A la gueire cornrne ä la giierre, Felix." Es liegt in der linken Lade von Fery's Schreibtisch." Mama brachte es. Du sollst sehen, daß meine Befürchtungen leider nicht unbegründet sind. Höre nur einmal. Notabene, es ist viertel sechs Uhr. Zünde die Lampe an." Ich that, wie mir geheißen worden, und sagte dann resignirt: Lies Mama!" Mama klappte Fery's Tagebuch auf, blätterte ein wenig dann hatte sie die richtige Stelle gefunden. Am 27. September" hob sie zu lesen an. AIS ich gestern Abend Papa so Aug' in Auge gegenübersaß, da hatte ich'Z schon auf der Junye doch ich erinnerte mich, daß mlr Bruno verboten.

eher zu gestehen, als bis er promovirt worden. , wenn es doch lieber schon Jänner wäre! Ich kann und kann es nicht vor Paa verbergen. Wenn ich ihn ansehe, glaube, spricht sein Mund: Ich weiß alles, Fery!" Schwiegermama unterbrach ihre Lektüre. Hörst Du, Felix?" Ja das Kmd yat immer eine viel zu hohe Meinung von meiner Menschenkenntnitz gehabt," seufzte ich 27. September! Ging das Ding nun schon vier Monate vor sich und ich Esel hatte keine Ahnung! Am 3. Oktober. Hat Papa mein Tagebuch gelesen? Er sieht mich so eigenthümlich an, wenn ich mich, wie es nun schon zum zweiten Male geschehen ist, in der Klavierstunde verspäte. Bruno erwartet mich nämlich immer, wenn die leidige Lektion zu Ende ist, und begleitet mich dann nach Hause. Natürlich gehen wir nicht den kürzesten Weg, es läuft manches Hin und Her" mit unter. Ob Papa erräth?" Nein, liebes Enkelkind," rief Schwiegermama, nein, sei ganz ruhig! Du brauchst überhaupt nicht nach Hause zu kommen, so er?.'äth er es auch nicht!" Ich ließ den Vorwurf still auf mir sitzen. Nur weiter!" Am 10. Oktober. Wir, Bruno und ich, haben heute ein prächtiges Telegraphirsystem verabredet. Da er gegenüber wohnt, sieht jeder von uns des andern Fenster. So lange nun Papa zu Hause ist, bleibt mein Arhang aufgezogen. Das heißt: ,ch bin nicht zu sprechen." Ist Papa aber weg, dann lasse ich den Vorhang ein ganz klein wenig herabfallen. Wenn mir Bruno etwas wichtiges zu sagen

hat (heute ist das viermal geschehen), dann macht er's mit seinem Vorhang so wie ich und ich verstehe ihn. Am 21. Oktober. Als ich um vier Uhr in Vruno's Gesellschaft . Das gilt nicht, ich fange anders an. Bruno begleitete mich von der Klavierlehrerin heim. Wir standen noch einen Augenblick im Flur zusammen. Ein Flügel des Hausthores war verriegelt. Bruno sah sich um und flüsterte: Komm, Schatz ich sage Dir was in's Ohr." Ich dummes Kind, wie ich's nun schon einmal leider Gottes bin ging darauf ein und eine Sekunde später hatte ich den ersten Kuß. Herr Müller," sagte ich möglichst zornig und möglichst leise, Herr Müller gehen Sie! Ich mag nichts mehr von Ihnen wissen." Da faltete der arme Junge die Hände und war ganz erregt. Oh, verzeih mir, Fery," bat er immerzu, während ich in meinen leichten Schuhen vor Kälte zappelte. Er schwor, er wolle nie, nie wieder so keck sein, wie heute. Jetzt mag ich erst recht nichts von ihm wissen." Schwiegermama ließ das Tagebuch in den Schooß sinken und blickte nach der Uhr. Es war eben halb sechs. Ich wischte mir den Schweiß von der Stirn und ergriff selbst das Buch. Am 22. Oktober. Glaube da einer an Männerschwüre! Er hat mich wiederum geküßt! 30. Oktober. Bruno fährt heim zu seinen Eltern. Ich will es so faben. Denn ich glaube, der Junge studirt hier nicht. Er mußte mir feierlich versprechen, zwei Monate lang zu bleiben und gar nicht, aber auch gar nicht an mich zu denken, sondern nur ganz allein an Beina nputationcn (hu!) und Diphtheritis. Auch schreiben darf er mir nicht. Ich verpfändete mein Manneswort soweit das eben ein. Madchen kann daß ich jeden Brief uneröffnet zurückschicken würde." Schwiegermama unterbrach mich. Ueberschlage nun einige Blätter, lieber Felix," rief sie. Ich weiß den Inhalt. Nichts als lauter Sehnen. Das interei'sirt uns aber cax nicht." Ich that, wie mir geheißen worden. 4. Jänner. In zehn Tagen ist mein Geburtstag, und an demselben Tage hat Bruno seine letzte Prüfung abzulegen. Dann wird er Doktor. Er hält es für ein sehr glücklichesVorzeichen, daß seine Prüfung auf meinen Geburtstag fällt. Ich will beten, daß er sie bestehe. 6. Jänner. Bruno wurde verständigt, daß er erst am 22. Jänner geprüft würde. Nun werde er ganz bestimmt durchkommen, meint er, denn am 22. ist es gerade ein Jahr, seit er die Wohnung mir gegenüber bezogen. Und wenn er dann Doktor Ist, heirathen wir wenn Papa nichts dagegen hat. Ich fürchte, Papa könnte ihn abweisen, wenn er um meine Hand wirbt. Und ich hab' ihn so schrecklich lieb! O, so lieb! Er sagte, es wäre am besten, ich bereite Papa langsam darauf vor. Ich solle erzählen, ich hätte da und dort im Trambahnwagen einen alten Herrn mit grauem Bart kennen gelernt; er heiße Balduin Mülle, und sei Advotat. Er hätte gesagt: Liebes Fräulei.r ich habe einen Svhn, der ist Dvktor der Medizin. Und Sie zwei müßten herrlich zusammenpassen. Dann sollte ich hören, was Papa dazu sagen würde. Ich versuchte es so, wie Bruno gerathen hatte. Aber ich kam kaum über die ersten Silben hinaus, da ward ich schon so verlegen, daß ich nicht weiter konnte." Mama," sprach ich, und legte das Buch nieder, heute ist der 22. Jänner." In diesem Augenblick klingelte 3. fteryT riefen wir beide wie aus tzZnMWunde. -

Und lckon trivvelte mein Töchter

chen, roth vor Freude, in die Stube und grüßte. Wir vergaßen beide zu danken. Was soll denn der Brief, den Du da in der Hand hältst?" fragte Mama. Sie schien betroffen und biß sich auf die Unterlippe. Den hat mir eben der Briefbote qegeben." Du hast die Marke vermuthlich draußen abgelöst denn ich bemerke auf dem Umschlag keine." Ich wollte sie aus ihrer peinlichen Verlegenheit reißen. Heißt der Briefböte nicht vielle'cht ;uno Müller?" Sie iauchzte auf. und aroet große Thränen stürzten ihr aus den Augen. Sie kniete vor mir nieder und umhalste mich und weinte, weinte bis auch ich vom Polsterstuhl nieder aus meine Kniee glitt. 5k n diesem ruhrenden Augenbime lachte Mama laut auf. Die Scene muß wirklich sehr komisch gewesen sein. Zwei Menschenkinder, tee beide knieen und sich umarmt halten! Plötzlich sprang Fery aus, eilte auf Mama au und küßte sie und wirbelte sie umher, bis sie sich ächzend losmachte. Nun sagt, Papa, Groymama, ob Ihr ihn kennt, woher Jhr's wißt?" Ihr Taaebuch war schon m meiner Tasche verschwunden. öm. antwortete ich moanchfl wurdevoll. ..ick will nur aleick bemerken, daß eö noch keinen rechten Grund zum Jubeln giebt. Vorausgesetzt, daß Herr Müller in geordneten Verhältnissen lebt und sonst auch O ia. o ia!" versicherte ??ery. er lebt in riesig geordneten Verhältnissen." Ich hatte mich in die Lektüre des Briefes vertieft. Da steht alles dnn," hu'; Fery an. Bruno bat aesaat. ick sollte diesen Brief in unser Postfach an der Thür werfen. Nun, da Ihr schon wißt . . Grundsätzlich habe ich nichts dageaen." saate Mama sehr ernst. Aber Papa wird nur schwer seine Einwilligung geben. War ich wirklich immer so nachgiebia acaen ??erv aewesen. daß sie bei diesen Worten Schwicgermamas ein wenig das Maulchen verziehen unv ausrufen ionnte: Oh. vor Papa fürchte ich mich nicht im mindesten, der sagt immer ja ! Die Schnelligkeit dcö Straußes. Eine interessante Frage ist die nach der Schnelligkeit verschiedener Thiere, und kürzlich hat ein Naturforscher, der darauf bezügliche Beobachtungen angestellt hatte, deren Ergebnisse veröffentlicht. Die Geschwindigkeit des russischen Windhundes scheint 22 bis 23 Meter in der Sekunde zu erreichen, die der Gazelle gar über 24 Meter. Unterstützt von seinen kleinen Flügeln ist aber der Strauß der schnellste Nenner, denn er bringt es zuweilen fast auf 30 Meter in der Sekunde, also zu einer ungeheuren Schnelligkeit. Was gemessene Fluggeschwindigkeiten betrifft, steht mit in erster Reihe der Virginische Regenpfeifer mit 6260 Meter in der Minute, nur übertroffen von der europäischen Schwalbe, die 6686 Meter in der Minute zurücklegen kann. Die langsamsten Geschöpfe sind die Schnecken und einige winzige Käfer. Die größte Geschwindigkeit einer Schnecke beträgt etwa 137 Millimeter in der Stunde. Für Theile einer Sekunde entwickeln manche kleine Thiere eine fast unglaublicheGeschwindigkeit: eine Maus in der afrikanischen Wüste, die je 312 Meter weite Sprünge macht, soll in der Sekunde 248 Meter zurücklegen können (?), und der gewöhnliche Floh höpft mit einer Anfangsaeschwindigkeit von 260 Metern, d. M6,000 Meter in der Minute. Der Schließer. Zimmerherr: Alle Ihre Miether benutzen das Klavier im Salon, könnte ich nicht auck ein Stündchen den Schlüssel haben?" Wirth: Gern, um welche Zeit?" Zimmerherr: Von 2 bis 3 während ich mein Schläfchen halte!" Symbolisch. Ein etwas gebrochen deutsch sprechender Arzt ist stets vom Cylinder bis zu den Schuhen grau in grau gekleidet. Eines Tages wurde er gefragt, warum er immer in grau ginge, worauf er antwortete: Ja, wissen Sie, grau ist die Theorie, und Praxis hab' ich nicht." achtgedanken. Von Albert Kocrth. Ich schreit' durch die laue Frühlingsnacht; Tie alten Bäume schon schlafen! Wollt' klagen dem Mond auf hoher Wacht Tie Leiden, die tags mich trafen. Da unten schimmert ein Lichtlein noch M'ldlcuchtcnd aus kleinem Hause; Ccufzt dort ein Herz übers schwere Joch? Sitzt man bei fröhlichem Schmause? Wacht eme Mutter beim kranken Kind, TZ schon der Tod will heiß küssen? Ach, wie so elend wir Menschen sind. Weil wir ja stets scheiden müssen! Ein Vögelein heiß um Liebe wirbt Hoch in schweigenden Bäumen; Dort unten ein Menschenherz schwer stirbt. Tas nur vom Glücke durft' träumen. a fällt vom Himmel ein heller Stern, Ach, auck da oben herrscht Sterben! Sag, lieoeö Vögelnn in der Fern', Lohnt sich'S, um Liebe zu werben? Der bleiche Mond geht zur Ruh im West; Heim schreit' ich mit trüoem Sinnen Tas Sterben bleibt doch daö Allerbest'! Warum nur die Thränen rinnen?

Das japanische Staatsbürgerrecht. Vedingungen zu seiner Erlangung für 'Aus. lander-Bcschränkungen. Jeder Ausländer kann unter gewissen Bedingungen die japanische Staatsbürgerschaft erlangen. Es stehen ihm hierzu mehrere Wege offen. Vor allem kann er natürlich um Naturalisation ansuchen. Das Ministerium des Innern ist die Instanz, welche in ?apan über derartige Gesuche entscheidet. Tie Bewerber haben den Nachweis zu führen, daß sie 1. seit mindestens fünf Jahren in Japan ihr Domizil haben; 2. über 20 Jahre alt und nach den Gesetzen der eigenen Heimath dispositionsfähig sind; daß sie sich 3. eines guten Leumunds erfreuen; 4. entweder Mittel oder Fertigkeiten besitzen, um sich zu erhalten, und daß sie schließlich 5. ihre frühere Staatsbürgerschaft entweder fchon verloren oder niedergelegt haben, oder ihrer in dem Augenblicke verlustig werden, als sie die japanische Staatsbürgerschaft erlangen. Dabei gibt es aber Fälle, in welchen die auf das fünfjährige Domizil bezügliche Bedingung eine Verkürzung erfährt; und vereinzelt wird von ihr überhaupt ganz abgesehen. Dies gilt beispielsweise dann, wenn auch nur der eine Elterntheil des Bittstellers, sei es der Vater oder die Mutter, Japaner waren, oder wenn der Ansuchende selbst schon in Japan geboren wurde, oder schließlich für jene, die Japanerinnen ehelichen. Handelt es sich gar um einen Mann, der sich um Japan ganz hervorragende Verdienste erworben hat, dann kann ihm der Kaiser mittelst besonderer Verfügung, ohne Rücksicht auf irgend eine der aufgezählten Voraussetzungen, die japanische Staatsbürgerschaft verleihen. Neben der Naturalisation gibt es noch zwei andere Wege, die zur Aufnähme in den japanischen Staatsverband führen, nämlich Heirath oder Adoption. Eine Ausländerin, die einen Japaner ehelicht, erwirbt damit die Staatsbürgerschaft ihres Gatten und büßt die eigene ein. Des Ferneren kommt es in Japan vor, daß ein Ehemann von der Familie seiner ihm angetrauten Frau adoptirt wird. Hierbei tauscht er auch seinen eigenen für den Familiennamen seiner Gattin ein. Einen solchen Mann nennt man einen einheirathenden Gatten." Wenn nun ein Nichtjapaner eine Ehe dieser Art eingeht, so wird er damit zugleich japanischer Staatsbürger. Wiederholt sind schon Ausländer auf diese Weise japanische Unterthanen geworden, so der vor einiger Zeit verstorbene Schriftsteller Lafcadio Hearn, ein Engländer von Geburt, der in die Familie seiner Frau, einer Japanerin, eintrat und sich als Kozumo Fjakumo im Eheregister einschrieb. Kozumo war der Geschlechtsname seiner Frau. Wenn ein Ausländer von einem Japanet adoptirt wird, so erringt er ebenfalls damit das Staatsbürgerrecht. Ein naturalisirter Japaner ist im Reiche des Mikado nahezu in jeder Beziehung einem geborenen Japaner gleichgestellt. Nur gewisse hohe Ehren stellen sind dem naturalisirten Japaner oder dem Sohne eines naturalisirten Japaners nicht zugänglich, sofern letzterer schon vor der Aufnahme seines Vaters in den japanischen Staatsverband am Leben war. Naturalisirte Japaner können es nämlich niemals zum Kabinettsminister, zum Präsidenten oder Vizepräsidenten, zur Mitgliedschaft des Geheimen Rathes oder zur höchsten Rangklasse innerhalb des Hofstaates um die Person des Kaisers bringen. In gleicher Weife muß man auch ein geborner Japaner sein, um in der Armee General oder Admiral der Flotte, Gesandter, Präsident des Obersten Gerichts- und KassationsHofes, des Obersten Rechnungshofes oder des Verwaltungsgerichtes und schließlich Abgeordneter der Kammer oder Herrenhausmitglied werden zu können. Die Pensionsanstalt deutscher Journalisten in München zahlte im Jahre 1904 11, 300 Mark Pensionen aus. Die Einnabme betrug an Mitgliederbeiträgen und Eintrittsgeldern 77,200 Mark, an Zinsen 36,000 Mark und an außerordentlichen Einnahmen 19,300 Mark. Der Prämienreserve in der Höhe von 716,000 Mark, die denjenigen Betrag darstellt, der zur Erfüllung der rechnerischen Verpflichtungen nothwendig ist, stehen 243,000 Mark an sogenannten freien Fonds gegenüber, die theils zu Rücklagen, theils zur Bestreitung von Zuschüssen und Unterstützungen dienen. Das Gesammtvermögen der Anstalt bezifferte sich Ende 1904 auf 959,800 Mark und hat in den ersten Monaten des laufenden Jahres die erste Million bereits überschritten. Seltsamer Baum. Bei Auscha in Nordböhmen befindet sich in der Nähe eines Försterhauses am Ufer eines Bächleins eine uralte Weide, aus welcher mitten heraus eine nunmehr schon 20jährige Fichte wächst. Die Weide trägt auf ihrem oberen Theile auch noch einen ziemlich großen Hollunderbaum, der seine Nahrung einzig und allein aus der Weide zieht. Alle drei Bäume haben fchon oft vereint geblüht. E i n australischer Erfinde? hat eine Dacht konstruirt, die ganz aus Papier gemacht ist, trotzdem aber allen Anforderungen an ein modernes Fahrzeug dieser Art vollkommen entspricht.

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