Indiana Tribüne, Volume 28, Number 235, Indianapolis, Marion County, 26 May 1905 — Page 3

JndianR Tribüne, S. Mai 1905

Schwankender Kampf

In der Municipalvcmaltnng von Philadelphia.

Im Stteik zu Chicago mehr Polizisten und Hilfssherisss angestellt. In Washington ist man für weitere Beschrankung der Einwanderung. Flurschaden in Kausas.

Wirren in der Stadtver. w a l t U N g. Philadelphia, 25. Mai. Vom Staatsobergerichte wurde ein SupersedeaS" gewahrt, welcher den Einhaltsbefehl Richter Ralfton'S vor. läufig aufhebt. Letzterer EinhaltSbefehl verbot Mayor Weaver die Direktoren für öffentliche Sicherheit und Arbeiten Smyth und Coftello ihrer Aem ter zu entsetzen. Mayor Weaver erschien in der Office der beiden Beamten und erklärte ihnen, daß sie Eindringlinge seien. Smyth und Coftello räumten, ohne Widerstand zu leisten, ihre Plätze und ihre Nachfolger, Col. Potter und A. Lincoln Acker, die vom Mayor gestern ernannt wurden, nahmen dieselben ein. ES geht das Gerücht, die Führer der republikanischen Maschine beabsichtigten einen Prozeß auf Amtsenthebung gegen Mayor Weaver einzuleiten. Zu diesem Zwecke soll für morgen Nachmittag eine Sitzung des Stadtrathes einberufen werden. Philadelphia'S deutsches Theater. Philadelphia, Pa., 25. Mai. Das Direktorium der German Theatre Realty Co. hat sich organifirt und Prof. Dr. C. I. Heramer abermalö zum Präsidenten erwählt. ES wurde beschlossen, die feierliche Grundsteinlegung für das neue deutsche Theater an Franklin Siraße und Girard Ave. am 4. Juli vorzunehmen. Folgen deö Streiks. Chicago, 25. Mai. Der Streik der Fuhrleute hat sich heute ausgedehnt und von dem schon öfter prophezeiten Ende ist Nichts zu sehen. C. S. Wicke, Sekretär der HineS LumderCo. sagte, daß 100,000 Mann, die in Holz arbeiteten, außer Beschäftigung kommen würden, wenn der Holzhandel ferner brach liege; 6000 Arbeiter in Holzhöfen seien bereits ent laffen worden, weil eS an Arbeit fehlt Alle Bestellungen für Holzlieferungen nach Chicago find rückgängig gemacht worden. Anstrengungen derBe h ö r d e n. In Anbetracht der Ausdehnung deS Streikes hat der Mayor eine Bekannt macbuna erlassen, dnrch welche 1000 taugliche Leute aufgefordert werden sich in der Office des Polizeichef'S zu mel den, um als Spezialpoliziften ange stellt zu werden. Der Sheriff fährt fort Gehilfen einzufchwören. Die Zahl der Gehilfen, die seit Beginn des Streikes vereidigt wurden, beträgt nun 4000. Bewaffnete Schildwachen stehen vor den verfchiedeneu Waffenhallen in der Stadt. Auf die 4 Regimenter in der Stadt find 50.000 Patronen vertheilt worden. Straßenbahnftreik besuchtet. Ein bedenkliches Aussehen giebt den Verhültniffen die Forderungen der Straßenbahnangestellten nach höherem Lohne. Schon bisher bestand eine gewiffe Ahnung von Schwierigketten, weil Nicht'Unionfuhrleute Kohlen für die Maschinenhäuser der Straßenbnhnen lieferten. Shea erhält Recht. Präsident Cornelius P. Shea von der Union der Fuhrleute hatte heute einen Sieg zu verzeichnen. Bekanntlich bemühte sich der Verband der Ar. beiter eifrig, Shea und zahlreiche Arbeiter hinter Schloß und Riegel zu bringen. Shea und Genossen verwei gerten auf gewisse Fragen die Auskunft mit der Begründung, daß sie sich durch Aussagen selbst belasten könnten. Nun wurden Anklagen wegen Mißachtung deS Gerichtes erhoben. Heute Abend jedoch entschied Bun deSrichter Kohlsaat, daß Shea, da er unter der Anklage der Verschwörung stehe, berechtigt sei, die Beantwortung von Fragen zu verweigern, wenn er sich damit selbst belaste. Dagegen wurden 2 Mitangeklagte Shea's, Mulligan und Donohue, deren Fülle nach Ansicht deS Richters von dem

Shea'S verschieden sind, dem Gefäng niß überwiesen. Stimmung gegen Ein Wanderung. Washington, 2). Mai. Die ungewöhnlich bedeutende Zunahme der Einwanderung im laufenden Jahre, welche, wie man rechnet, die Ziffer von einer Million überschreiten wird, hat die Abficht gezeitigt, dem Kongreß bei seinem Zusammentritt im Herbst Vorschlüge zu einer drastischen Beschrän

kung der Einwanderung vorzulegen. Präsident Roosevelt hat es, wie aus verläßlicher Quelle verlautet, ernstlich in Erwägung gezogen, solche Maßregeln dem Kongreß in seiner nächsten Botschaft zu empfehlen und als Vorbereitung für diese Politik kann die Rede gelten, welche gestern EinwanderungSkommissär Sargent vor dem Industriellen Parlamente hielt, das hier in Sitzung ist. Die BeschränkungS - Bestimmungen sollen zweierlei Art sein. Man hält eS für angemessen, die Kopfsteuer zu erhöhen und man wird empfehlen, daß die Zahl der zuzulassenden Einwanderer in bestimmten Grenzen gehalten werde. Sollte der Plan ausgeführt werden, welcher von den Einwanderungs-Be-Hürden begünstigt wird, und, dem Ver nehmen nach, die Billigung des Prüftdenten findet, so dürfte die Kopfsteuer auf 525 erhöht werden, wodurch dieselbe geradezu eine prohibitive Wirkung ausüben müßte. Wie die numerische Beschränkung fertig gebracht werden soll, ist nicht ganz klar. Die Vorftel lung scheint zu herrschen, daß man etwa die EinwanderungS-Ziffern deS letzten Jahres zur Grundlage nehmen und dann bestimmen möchte, eS solle auS jedem Lande nur ein gewisser Prozentsatz dieser Zahl zugelassen werden; sobald die Zahl erreicht, würde dann den Zuzüglingen auS dem betr. Lande das Thor verschlossen sein. Bei einer solchen Methode wäre indeß zu beden ken, daß dieselbe bestehenden Vertrügen zuwiderlaufen und zu langwierigen diplomatischen Remonstrationen führen könnte. Goldproduktion. Washington, 23. Mai. Die Goldproduktion in den Ver. Staaten für das Jahr 1904 wird von den Sach verständigen des Geologischen Vermes fungS-BureauS auf rund S84.500.000 geschätzt. Nach einer achtjährigen Pe riode, in welcher eine stete Zunahme zu verzeichnen war, die Goldproduktion von 39 Millinen in 1892 auf 79 Millionen in 1900 trat zwei Jahre lang eine Stagnation iln und in 1903 war eine nicht unbeträchtliche Minderpro duktion zu konftatiren, der Ertrag der Goldfelder ski in diesem Jahr auf S72.591.000. Um so befriedigender erscheint daher die wesentliche Zunahme der Goldproduktion im Jahre 1904. F l u t h s ch ad en. T o p e k a, KanS., 24. Mai. Heftige Regengüsse haben in ganz KansaS großen Schaden angerichtet. Zu Broughton, der ersten Station östlich von Clay Center an der Rock Island Bahn wurde über 1fr Meile des BahnbetteS fortgewaschen. Die Concordia-Linie der Union Pa cific-Bahn wurde durch mehrere klei nere Auswaschungen außer Betrieb gesetzt. P o st raub. S a n t i e g o, Cal., 25. Mai. Eine Depesche der Tribune von Ensa nada sagt, daß bor Polizist Zfurale von Eftrado, der den Fuhrmann einer Postkutsche von St. Quentin erschoß und mit 8700 Regierungsgeldern entkam, nahe Ensanada ein Pferd stahl und mit demselben seine Flucht bewerkstelligte. Ein Posse ist auf der Verfolgung. Bank geschlossen. C a n t o n , 0., 25. Mai. Die .PeopleS Depofit Bank" von Mineral City, C, schloß heute ihre Thüren. Der Präsident der Bank sagt, das In ftitut habe S50.000 an W. L. D viS geborgt, dessen starke Anleihen aug die Canton State Bank" gestern zum Einstellen ihrer Zahlungen zwang.

Rene Brücke

Ueber den Mississippi. T h e b e S , Jll., 25. Mai. Zwei Spezialzüge, der eine von Cicago, der andere von St. Louis, brachten 500 Beamte und Gäste der fünf interesfirten Eisenbahnsyfteme zur heutigen Einweihung der Misfissippi-Brücke. Die Feierlichkeiten fanden auf einer Tribüne statt, die am östlichen Zugange der Brücke errichtet war. Gouverneur Folk von Missouri hielt die Festrede. Sonst sprachen noch W. F. Colhoun von Chicago, C. S. W. Fordyce, Professor Woodward von der Washington-Univerfität in St. Louis und Alex. G. Cochran von der Mis-ouri-Pacificdahn. Sodann wurde eine Probe der Brücke gemacht; 23 der größten Lokomotiven uhren auf die Brücke; man schätzt, daß sie mit Tendern, Kohlen und Wasser 8.400,000 Pfund wogen. Man nimmt an, daß die Brücke nie p r i 1 L. I . em aroneres Gewian wiro nagen müssen. Sturm. F o r t W o r t y. Texas, 25. Mai. Eine Sturmwolke, die einen Tornado anzudeuten schien, ging über eine weite Strecke deS nördlichen TexaS. Drei Personen wurden verletzt. Viele Häuser wurden zu Waxahatchie. Ennic, Dennison, Temple, GameSville, Cleburne, Fort Worth und ande ren Orten beschädigt. Die Bevölkerung, welche noch den jüngsten Tornado in Erinnerung hat, gerieth in gewaltigen Schrecken. Unfall. M c A rt h u r. O.. 25. Mai. Der Coroner gab heute ein Urtheil da hin ab, daß I. H. Specht, der letzten Dienstag zu Orland erschossen wurde durch eine Kugel getödtet wurde, die Frau Emma Swain abfeuerte. Frau Swain war eine Cousine von Specht. Sie sagte, daß sie Specht für einen Räuber hielt, der in ihr Haus eindringen wolle. Nichtfoschlimm. Washington, 25. Mai. ES scheint, daß hinsichtlich der jüngst verkündeten Politik der Administration, die Ankäufe von Material für den Pa namakanalbau betreffend, die hoch gehendenEntrüstungSwogen sich einiger maßen zu legen beginnen. Manche westliche Republikaner, Senatoren und Mitglieder des Hauses, welche in den letzten Tagen im Weißen Hause v)rge sprachen, haben sich überzeugen laffen. daß der Präsident es nicht auf den Zusammenbruch deS Schutzzoll-Sy fiemö" abgesehen hat. sondern nur ver hindern will, daß die großen indu ftriellen Kombinationen und zwar ist eS wohl in erster Linie auf den Stahltrust abgesehen die Bundeskasse allzu reichlich anzapfen. Freigesprochen. C y n t h i a n a, Ky., 25. Mai. Joel W. Juett, welcher angeklagt war. seinen Vater im letzten Dezember er schössen zu haben, wurde heute freigesprachen; er machte Selbftvertheidigung geltend. ffsfsssfs.sss. Mß y - - iv.v.'.v kord dessen Yacht Sunbeam" sich an der

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Nominationen

Der Republikaner von Ohio. C o l u m b u S, O., 25. Mai. Die republikanische StaatSkonvention ist ohne alle hervorragende Erscheinungen verlaufen. Bemerkenswerth war höchstens die Einmüthigkeit, die bei den Nominationen für die Herbst mahlen und der Annahme der Platform herrschte. DaS Ticket, das aufgestellt wurde war feit Monaten bekannt. Alle Nominationen erfolgten durch Akklamation. Sie find: Gouverneur, Myron T. Herrick; Vize-Gouverneur, Andrew L. Harris; Richter deS Obergerichts, William C. DaviS; General-Anwalt, Wade H. ElliS; StaatS-Schatzmeifter, W. S. Mcttinnon; Mitglied der Behörde für öffentliche Arbeiten, William Kirtley. Die Platform, welche die Convention annahm, bewegt sich in den Linien der National-Platform und der StaatsPlatform vom Jahre 1904. ES heißt in derselben: Wir bleiben bei den Grundsätzen des Schutzes der amerikanischen Arbeit und der amerika Nischen Industrie. Wir glauben, daß der Congreß Gesetze erlassen sollte, damit amerikanische Schiffe mit amerikanischen Matrosen amerikanische Produkte über alle Meere tragen und durch den Panama-Kanal, den die Vereinigten Staaten jetzt bauen. Die amerikanische Flotte sollte allen Erfordernissen entsprechen. Wir find stolz auf den stetigen Fortschritt in der Amerikanifi rung unserer Jnsularbefitzungen und auf die wachsende Macht unseres San des, den Frieden zu fördern." Industrielles Parlanent. Washington, 25. Mai. Das Industrielle Parlament des Sü. dens" vertagte sich heute und wird im Oktober in einer Stadt des Südens zusammentreten, die durch Gouverneur Glenn von Nord-Carolina zu beftimmen ist. In den Resolutionen, welche ange nommen wurden, wird die Regierung ersucht, im Süden Jnlandkanäle anzulegen und die Flüsse und Häfen zu verbessern. Sodann soll jeder Staat ein EinwanderungS-Bureau errichten. Der Präsident deS Parlaments wird ermächtigt, ein Comite zu ernennen, das die Vortheile, Hilfsquellen und gegenwär tigen Bedürfnisse des Südens in einer Schrift niederlegt und zusammen mit dem Executiv-Comite den Plan zu einer permanenten Organisation entwirft. Schließlich wird auch dem Bureau für Forstwissenschaft gedankt für seine Er Hebungen und Rathschläge zur Erhal tung der Forste des Südens. Sen. Tillman verunglückt. C h a r l e st o n, S. C., 25. Mai. Als Bundessenator Benjamin R. Till man von den Schlußfeierlichkeiten des South Carslina Co-Educational In ftitute" zu Edgefield nach seinem Heime in Trenton zurückfuhr, stürzte der Wa gen einen Damm hinab und der Sena tor erlitt zwei böse Verletzungen oben aus dem Kopfe und verschiedene Quet schungen. r . i .. i . Zwei Tocyter TMman s uno eine andere junge Dame, die sich ebenfalls in der Equipage befanden, kamen ohne Verletzung davon. x - : -:'-w-:--';j:w:' e$Ff . 4 V- : vXXvx-XvXvVvXyXwXv.v.v.vX-, . - M - M"! WMMMMMMW Brasse?, Wettfahrt um den Kaiferpokal betheiligte.

Dculsche Nosenkullnr.

Ein rentabler Zweig der deutschen Landwirthschaft. Vehenscher des NosenmarkteS-Lentren der Rosenzucht - tewsurths Wohltl,öter Arbeit für Krauen und Kinder-Absatzgebiete der üi o f rnrtuof uhr. Die Nosenkultur ist in manchen Theilen Deutschlands bereits zu einem bedeutenden Faktor des wirthschaftlichen und sozialen Lebens geworden, obwohl sie einen verhältnihmähig noch jungen Zweig der deutschen Landwirthschaft bildet, denn während schon in der Mitte des vorigen Jahrhunderts Frankreich, England und Luxemburg den Rosenmarkt beherrschten, tauchte n mm rr-.. irc t . cm . 1 1 . ci xjzuwajiuiw jum üciiuc-; wero aus accr iööo war es qon Thatsache, daß in ganz Frankreich nicht eine einzige so ausgedehnte Rosenzüchterei bestand, wie m Steinfurth. Hessen-Nassau, Köstritz, Thuringen. Trier, Rheinprovinz, und anderen deutschen Orten. Der Begründer der deutschen Rosenzucht, H. Schultheis, kam 1870 in sein Heimathdorf Steinsurth zurück, betrieb die Gärtnerei, wandte sich, durch die Nachfrage veranlaßt, der Rosenzucht zu. hatte 1873 schon 8000 Hochstamme. 1830 aber 100.000 und 1883 an 100.000 edle Rosen im Felde. 1887 erwähnte die Teutsche Roienzeltung die Firma als die größte aller Rosenzüchtereien. Das rasche Aufblühen des Geschäftes warb weiter. Schultheis brauchte Arbeitskräfte, und so lernte er feine Heimathgenossen an. und nun stieg im Orte die Zahl der edeln Rosenpflanzen im Feld von 25,000 i.n Jahre 1875 auf 1.000.000 im Jahre 1900 und endlich auf 1.750,000 im Sommer 1904. Trotz dieser reißenden Zunahme machte sich keine Uebererzeugung bemerkbar, sämmtliche Erzeugnisse wurden abgesetzt. Heute hat fast jeder Bauer von Steinsurth seine Rosen im Felde. Auch die Rosenzucht erlaubt nicht, jahraus jahrein auf demselben Felde Rosen zu ziehen, und so darf der Zuchter dabei den Anbau von andern Ackerfruchten Nicht vernachlässigen, er erhält dadurch den Naturalbedarf für den Haushalt, während die Rosen die geldbringende Handelswaare bleiben. Die Rosenzucht erfordert mehr Arbeit als der Ackerbau, aber viele Arbeiten können Frauen und Kinder verrichten und diese sind weit entfernt davon, dadurch wie etwa bei der Heimarbeit geschädigt zu werden. Die Beschäftigung ist gesund und anregend, die Kinder werden in emer ihnen zusagenden Weise gleichzeitig der Straße entzogen und an nützliche Arbeit gewöhnt. Dazu kommt noch, daß infolge der größeren Rentabilität die Löhne höher sind als die der einfachen ländlichen Arbeiter, und der Arbeiter kann es dort bei genügender Jntelligenz und Sparsamkeit leicht zum Un ternehmer bringen. Vor 25 Jahren haben in Steinsurth noch 27 Familien gebettelt, heute bettelt keine einzige mehr. Die Rosenzucht hat sich also als sehr segensreich nach verschiedenen Richtungen hin er wiesen, sie hat das Kunststück fertig gebracht, der Landflucht zu steuern, sie hat ihre Arbeiter wirthschaftlich und sittlich gehoben und dem Landleben viel von dem innern Werthe zurückgegeben, der unrettbar zu schwinden schien. Als natürliche Absatzgebiete für die deutsche Rosenausfuhr kommen emer seits Rußland wie überhaupt die nor dischen Staaten in Betracht, ander seits Italien. Der Norden bezieht Rosen und andere Pflanzen lieber aus Deutschland als aus Frankreich, weil die Gewächse des warmern Südens dem rauben Klima nickt zu weiderstehen vermögen, was bei dem deutschen Produkt erfahrungsgemäß nicht zu befürchten ist. Der Blumenhande! mit Italien wieder fußt darauf, daß zur Zeit der deutschen Rosenblüthe die italienischen Rosen schon abgeblüht sind. Aber auch in Asien, besonders in Indien, setzt Deutschland Rosen ab, und der amerikanische Markt wird sich ihm wohl über kurz oder lang ebenfalls erschließen müssen. Grillen als Hausthiere. Was für die deutschen Kinder die Mai käfer sind, das sind für die Jugend in Venedig. Italien, die Grillen. Die Fruchthandler bringen sie in kleinen Binsenkaftgen. an denen cm paar Salatblätter oder Beeren stecken, auf den Markt, wo sie schnell begierige Abneymer finden. Die Kinder hängen die Käfige vor die Fenster oder tragen sie mit sich herum und singen dabei in emer anmutbiaen Melodie nack der Art der Kinderliederchen: Grille. Grille vom &stqri, 'S wird bcll, heb d.'ine Flügel, Fliege lciS, schon tagt eS hier, Grille, Grille, komm mit mir!" Ein neues Mittel gegen Seekrankheit. Dr. Legrand, einer der berühmten sranzösischen Marineärzte, hat ein einfaches und dabei doch wirksames Mittel ge gen die Seekrankheit gefunden. Er läßt durch ein weiches Band die Unterleibswand zusammenpressen, wodurch eine Verschiebung der Eingeweide verhindert wird. Die Untersuchungen, die Leara"ld anaestellt bat. haben tt geben, dag das Mittel bei 6? Prozent der Fälle geholfen hat.

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