Indiana Tribüne, Volume 28, Number 232, Indianapolis, Marion County, 23 May 1905 — Page 7
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Krach; o Vornan A A ßanns von Zobeltitz A
(Fortsetzung.) Die sich anknüpfende langwierige Debatte zwischen Baldin und Burrderg vermochte dagegen kein Interesse mehr zu erregen. Ein Frage- und Antwortspiel mit großen Zahlen, in dem Baldin, der sich während Salefters Rede sein Material augenscheinlich zurechtgelegt hatte, den Sieg dadontrug, so dah auch sein Gegner mit einigem Knurren und halben Entschuldigungen sich zufrieden gab. Generalkonsul Brandau hatte schon mehrmals nach der Uhr gesehen. Wenn jede Sitzung so lange dauerte, hörte schließlich selbst das Vergnügen an den Tantiemen aus. Endlich war auch der Rest der Taesordnuna erledigt. Man stand ein wenig yerum, ipracy von diesem und jenem, vom Theater und von der Börse und von den letzten Reichstagsoerhandlungen. Dann trennte man sich. Aber Salefter hielt den Assessor noch zurück. Ein schwerer Tag heute " sagte Salefter verdrießlich. Willy verstand im Augenblick falsch. Er erwiderte: Sie können mir's gewiß nachfühlen leicht wurde mir es nicht, mich in Papas Entschluß hineinzufinden " Ja so!" Salefter strich sich über die breite Stirn. Die Hochzeit! Nun jedes Ding hat seine zwei Seiten. Ihr Herr Vater ist noch so jugendfrisch ! Ich wollte nur, er ließe meinen armen Jungen nicht so unnöthig lange zappeln. Das hat beinah etwas Verletzendes für mich. Schon gut!" fuhr er fort, als Willy einen Einwurf machen wollte. Lassen wir's ruhen! Kommt Zeit, kommt Rath! Auch da! Man hat den Kopf jetzt mehr wie voll. Haben Sie morgen eine Stunde Zeit für mich, Assessor? Wir müssen noch verschiedenes besprechen. Nur jetzt nicht es geht mir wie ein Mühlrad im Schädel herum " Salefter hatte noch lange in seinem Privatkontor zu arbeiten. Als er endlich in der Dämmerungsstunde heimfuhr, saß er mit geschlossenen Augen in der Ecke des Koupes, wie auf den Tod ermüdet. Im Frieden seines Hauses schüttelte der eisenstarke Mann derartige AnWandlungen sonst spielend ab. NerVenabspannungen?" sagte er wohl bisweilen. Ich glaube überhaupt nicht an Nerven." Einsilbig saß er heute bei Tisch seiner Frau gegenüber, ah sehr hastig, stürzte gegen seine Art schnell hintereinander einige Gläser Bordeaux hinunter, stand so bald als möglich aus und ging in sein Arbeitszimmer. Den besorgten Augen der Frau war fein verändertes Verhalten nicht entgangen. Vergeblich hatte sie einige Male versucht, ihn in ein Gespräch zu verwickeln; er brach stets kurz ab. Als sie nun hörte, wie er in seinem Zimmer rastlos auf und nieder ging. mit seinen schweren Schritten, deren Wucht selbst der weichste Teppich nich unhörbar machte, schlich sie ihm nach. Er hörte ihr Eintreten gar nicht Erst als er sich umwandte, bemerkte er sie an der Thürpfoste, blieb stehen und fragte unwirsch: Was soll's noch, Virainie?" Sie trat dicht zu ihm heran, legte den Arm zärtlich um seine Schulter, blickte ihm prüfend in's Auge. Ich sorge mich um Dick, Karl " sagte sie mit ihrer weichen Stimme. Unsinn V Er wollte aufbrausen. Aber der Mann von Stahl und Eisen wurde immer weich, wenn er auf das blonde Haupt der kleinen Frau hinab sah. Er verstummte, beugte sich und küßte sie auf die Stirn. Es ist nichts. Sei nicht wunderlich. Virqinie " Tu hast Aerger gehabt! Du hast Sorgen!" Aerger? Nun ja! Kleine Nadelsticke, von thörichten Menschen ausge theilt. Das geht vorüber, man sollte es gar nicht beachten. Sorgen? Nicht" mehr, wie immer. Leben ist Kämpfen. Das weißt Du ja. Aber ich bin noch immer Sieger geblieben. Er hatte seine Wanderung wieder siifettiommen. Sie hing sich in seinen Arm. Wunderlich, wie gut die zarte kleine Frau mit dem Riesen Schrrt halten konnte. Sie wußte, er liebte es so gar nicht, wenn sie von dem Geschäft sprach. Wußte, daß ein nicht geringer Theil der großen Gewalt, die sie über ihn ausübte, nickt zuletzt darauf beruhte, daß sie im eigenen Hause dem rastlos Thätigen gleichsam ein stilles Asyl schuf, an das die Wogen der AußenWelt nur von fern anbranden durften. Heute konnte sie nicht anders, sie mußte weiterfragen. Jst es mit Baldin? Du weißt, ich traue ihm nicht." Baldin!" Er lachte. Baldin ist ein Werkzeug. Er hält sich für ein arohes Lickt und ist doch nur ein brauchbarer, geriebener Faiseur. Pab er muß thun, was ich ihm diktire." .Daß Du ihn nur nicht unterschätzt. Karl. Ich habe oft Sorge, Du traust ihm zp sehr."
Kind, bitte, das sind Frauenanti-
pathieen! Nichts weiter. Nein meine Sorgen liegen auf zanz andrem Gebiet. Die kommende Zeit furchte ich. wie ich's auch vor mir selbst verHeimlichen möchte." ie kommende Zeit? Ja! Ick Habe an ein längeres An dauern der Konjunktur geglaubt. Felsenfest. All meine Pläne lab' ich darauf aufgebaut. Und nun fühle ich instinktiv daß ein Gewitter naht. So wie der Krieger wohl an alten Narben den Wetterumschlag im Voraus bemerkt. Siehst Tu, Virginie das Gewitter an sick fiirckte ich auch nicht. Aber die Feigheit der Menschen vor ibm verstehst Du mich?" Sie nickt? eifrig. Den Zusammenbruch des Vertrauens meinst Tu?" Das ist es. Und heute hatte ich einen Vorboten davon. Irgend ein Narr, der feine Zweifel, seine Zaghaftiakeit an recht unpassender Stelle vorbrachte. Nun ich bin heute notf mit ihm fertig geworden. Leichter, als ich zuerst dachte. Aber es werden andre kommen. Und man wird mich nicht immer versieben, wenn ich ihnen zurufe: .Glauben müßt Ihr an mich, wenn Ihr mit mir siegen wollt." Das ist's, was mir in den Gliedern steckt." Es war so selten, daß er sich aussprach wie heute, ast machte sie es noch besorgter, daß er es that. Du wagst viel ich weiß es, Karl" sagte sie zaghaft. Er bog aus der Mitte des großen Raumes nach der Fensterseite ein und blieb vor der geoffmten Thur zur Veranda stehen. Eine Weile sah er schweigend auf den Vorgarten hinaus, der im ersten spärlichen Frühlingsgrün lag. Sie qlaubte schon, er wolle überHaupt nicht antworten. Doch da sprack er plötzlich: Ganz recht. Virginie. Ich wage viel. Viele wurden meinen: zu viel. Aber das liegt in meiner Natur. Ich kann nicht anders " Wieder unterbrach er sich, um dann. nun mit dem alten spöttischen Lächeln um die derben, rollen Lippen, fortzufahren: Erinnerst Du Dich, wie wir in Monte Carlo waren, wo jetzt tu fchöne Frau Paula von nebenan ihre Künste treibt, und wie kalt mich das ganze Jeu ließ! Es kam mir so dum. l vor. das Glück auf diese Art zwingen zu wollen. So läppisch, diese Jagd dort nach dem elenden Gelde. Für die Art des Wagens abe ich gar kein Verständniß. solch'Gewinn würde mir nie Freude machen. Aber auf meine Art das Glück zu zwingen: mit kluaer Berechnung und mit kühnem Wagen und mit eiserner Ausdauer das reit mich! Das packt Mich, spornt mich, hält mich fest, treibt mich vorwärts. Und das Glück läßt sich so zwingen man muß nur wollen!" Unten klang die Gartenpforte. Das ist Konrad!" sagte Fru Vir ginie. und sie traten auf die Veranda hinaus. Der Sohn sah sie und kam auf sie zu. Die Sporen klirrten leise, als er die paar Treppenstufen heraufsprang. und er sah so fröhlich aus. Junge, wo kommst Du her? Du glänzt ja über das ganze Gesicht. Hast Tu irgend ern besonderes Gluck ge habt?" rief ihm der Vater entgegen. Konrad lachte. Vom Bahnho? komme ich. Fräulein von Schotten reiste ja mit Maria ab und mit Bern hardine " Und das stimmt Dich so froh, D'.i Schlinael?" Der Husar strich sich den flotten Schnurrbart. Na ja, Papa! Es war schon etwas dabei, was mich ftoh machen konnte Du verstel)s das wohl nicht aber Mama sicher " Ueber das Antlitz von Frau Vir ginie flog das leichte Lächeln, das sie immer so mädchenhaft erscheinen ne Und ein zartes Roth stieg auf ihren Wangen auf. als sie ihrem Mann zu fiunene: versiehst 3Dn'l wirklich nicht. Karl? Der erste Kuß sein Glück!" 12. Kapitel. uf der Terrasse vor der Kirche Ifl San Pietro in Montorio w standen sie und schauten hinab auf die ewige Stadt. Seit zwei Monaten Mann und Frau. Seit sechs Wochen in Rom. Er neckte dann 'und wann: Siehst Du nun ein, Lora. wie gut ich prophezeien kann?" Weit, weit hinter ihr lagen ihrem Erinnern die Bitternisse des kurzen Brautstandes. Sie hatte sie vergessen, weil sie vergeben wollte. Vergessen all die kleinen Unarten Hardis. vergeben auch den trotzigen, hochmuthigen Zu.i in Willys Gesicht, mit dem er ihr Glück gewünscht hatte. Das mutzte überwunden werden, und sie überwand; denn sie fühlte zu deutlich, daß sie das Außergewöhnliche ihres Entschlusses selbst erst rechtfertigen mußte vor allem vor seinen Kindern. Eins aber, das fühlte sie auch, würde sie nie vergessen: den liebevollen Zartsinn und den ruhigen, klugen Satt, mit dem ihr Mann ihr die Brücken zu dem neuen Lebensabschnitt schlagen half. Als ob eine eigene Gabe, ihrem innersten Wesen so verwandt, in ihm sei, Wege zu ebnen, auszugleichen und auch mit einem einzigen berzlichen Handdruck, ohne Worte, zu trösten. zu heilen, mit einem stillen Lächeln zu sagen: Geduld, und die Klüfte schließen sich von selber." Sie war so dankbar. Sie war so innerlich frei. Sie war glücklich.
Mit Bernhardine bahnte sich das freundschaftliche Verhältniß von ehedem schon wieder an. Vielleicht
sie fühlte es von Hardis Seite mit kleinen egoistischen Nebengedanken. Das war erklärlich, war verzeihlich. und Lora ergriff ja so gern die noch mit verstohlenem Schmollen dargebotene Hand. Eine jüngere Schwester erschien ihr Hardi jetzt, für die sie mitdenken, für die sie rathen und thaten wollte. Gerade sprachen sie von ihr. Heute Morgen war eine lange konfuse Epistel con ihr eingetroffen aus Pallanza. wo die beiden Mädchen mit Fräulein von schotten einige Wochen bleiben sollten. Möller-Sieghard rekapitulirte ein paar drollige Wendungen bei Briefes: Denke nur rnch:, Papa, daß ich meinen Conny vergesse. Und wollt' ich's auch hier im Grand Hotel ist ein junger Engländer, der sieht ihm zum Verwechseln ähnlich und mahnt mich täglich an ihn. Ein bildhübscher Junge nur trägt er, ich bitt' Dich. Röllcken!" Sie ist und bleibt ein Kind." Er sah zärtlich seine Frau an: Wenn ich daran denke, daß Jar fast gleichaltrig seid!" Lora lachte heiter: Möchtest Du mich vielleicht älter haben. Eberhard? Ich freue mich meiner Jugend. Ja. bisweilen ist mir, als würde ich ihrer jetzt erst recht bewußt. Und das danke ich Dir!" Aber Lora " Doch! Doch!" Sie nickte eifrig. Jetzt fühle ich erst, wie schön das Leben ist. In jeder Stunde. Auch nun wieder . . Sie deutete hinunter auf die ewige Stadt. S? sieh doch nur: dort die Cypressen auf dem Palatin! Die braunen Riesenmau:rn des Kolosseums! Drrbcn die feinen, blauen Schwingungen des Gebirges! Da links die Kuppe! von Sankt Peter! Das gewaltige Häusermeer im Sonnenlicht diese geradlinigen Dächer und darin Thurm an Thurm und über dem allen der blaue Wunderbimmel, klar, wolkenlos. Ah ist das schön!" Noch dichter trat sie an die Mauerbrüstung heran und spähte mit ihren scharfen Augen in die Ferne. Manchmal, wenn wir hier oben sind, denk' ich. aus Schutt und Asche müßte vor uns das alte Rom wieder erstehen. Dann seh' ich im Geist das goldene Haus des Nero und die Saulenpracht des Forums aufwachsen, sehe den todten Cäsar in der blutigen Toga oder den Cirkus mit jubelnden Volksmassen erfüllt oder eine siegreiche Legion im Triumphzuge . . . Aber ich schwatze Alltägliches wer sollte denn hier nicht oa Gleiche empfinden " C? hatte seine Hand in ihren Arm gelegt. Nein. Lora! Glaubemir... die allerwenigsten sehen mit geistigem Auge " Und dann wieder das andere!" fuhr sie fort. Hier, gerade hinter uns. die Grabstätte des gekreuzigten Petrus das alles dort unten, wie es jetzt sich breitet, von dem Prunkbau der Basilika San Paolo fuori le mura bis zum Vatikan e i n Zeugniß für die Macht feiner Nachfolger! Und weiter da die gelben Mauern des Quirmal . . . c.as neue Italien unfre Zeit Ein Betteljunge schob sich zwischen sie. die bunte Mutze im Genick, di braune Hand ausgestreckt: Per graaia di dio . . . misericordia. abbia pieta. bellissima Siqnora!" Sie lab ihren Mann bittend an. und Beide läcbelten. Er wußte schon: Vor jeder Ausfahrt mußte er sich die gan Tasche mit den dicken Kupfersoldis fü. len. Denn sie wollte keinen Bettler un beschenkt lassen. Es war ja Unsinn für einen alten erfahrenen Jtalienfahrer. aber es half nichts. Er warf dem Bengel eine Münze zu aber der streckte der Signora gleich die Hand noch einmal hin. Und kichtig, sie zog ihr kleines Portemonnaie heraus und gab, was sie gerade fand. Tu bist doch noch ein Kind sagte er belustigt. Laß mich nur. Ich bin ja so froh, geben zu können Ter Kutscher mahnte: Wenn bu Herrschaften noch auf den Monte Pinno wollen . . . Das war auch eine kleine Leiden schaft von ihr, die ihn immer auf's Neue freute, weil sie ihm so recht als Ausfluß ihrer Jugend erschien: Lora fuhr so gern. Sie sagte auch ganz unbefangen: Wnl's mir was Neues i ich weiß wohl. Aber wenn einem zwanzig Jahre lang eine Berliner Droscbke ein Ereigmß war, darf man sich wob! in einer bequemen, eleganten FyutpOge behaglich suhlen. Durch die Passaagiata Margherita fuhren sie. den neuen Wunderweg über den Janikulus, am Riesendenkma Garibaldis vorüber. Die Magnolien standen in voller Blüthe, und die Judasbäume leuchteten ihr Granatroth aus dem Grun der Anlagen, aus Lor beer und Kornelkikschen. Tief unten lag Rom, und jenseits seiner Mauern und Thürme die Kam pagna im Frühlingskleide. Ein weicher wonniger Dufthauch Veilchen Rosen Jasmin Ein paar Wochen noch, und wir müssen Abschied nehmen," sagte er Vielleicht ist's Thorheit; die Aerzte behaupten ja, jetzt blieben die oberen Stadttheile fieberfrei. Aber man dar nicht spaßen mit d??Malaria. Und
so wollen wir denn lieber auf einige
Zeit nach Frascati ziehen, dort drüben im Albanergebirge, ehe wir nach Florenz gehen." Abschied von Rom! Sprich noch nicht davon! Sans mir erst am Abend, ehe wir abreisen müssen. Mir ist's ja, als seien wir gestern erst angekommen." Ihre Augen blickten schwärmerisch in's Weite. Und dann faßte sie feine Hand mit leisem Druck. Ter Wagen rollte die Serpentinen bergab, an San Onofrio vorbei, wo Tasso ferne Leiden endete, und durch die Portia di San Spirito in das Borgo, die alte düstere Papststadt. Und weiter am Tiver entlang unter dem massigen Mauerwerk der Engelsburg. die wie ein gewappneter Krieger am Stromufer dem neuen Rom zu mit seinen geradlinigen Häuserfronten und den kahlen schnurgeraden Spekulationsstraßcn. Die Augen möchte man schlicßen " meinte Lora. Ein paar Minuten Geduld nur!" Da waren sie auch schon unter der nachmittäglichen Korsofluth. die vom Monte Plncio nach der Piazza del Popolo herabströmte, auf den schönen Schlangenwindungen des Weges, mit den sich immer mehr an Umfang und Schönheit steigernden Ausblicken auf die Stadt. Fast an jedem Spätnachmittag fuhren sie hier hinauf. Denn Lora konnte sich nicht fattschauen an den ewig gleichen, ewig wechselnden Vildern. Riesenhaft zur Rechten die Kuppel der Peterskirche und die hohen Mauern des Vatikans und wieder das für die Ewigkeit gebaute Grabmal Hadnans. Auf der Hohe des alten Janikulus, ganz in der Ferne, das gewaltige Reiterdenkmal Garibaldis. Dazwischen die Stadt. Die flache Kuppel des Pantheon gleich einem Gigantenfchild. Das Kapitol . . . die Marc Aurelsäule, von der sie den Imperator herabgestürzt haben, um die Statue des Apostels Paulus hinaufzusetzen ... ein schmaler Streif blauer Kampagna ... die Cypressen auf dem Palatin. Und dann eine Wendung des Weges. und das verzauberte Auge ruht auf den breiten grünen Wipfeln der Pinien in den weiten Gärten der Borghese . . . Liebe Schwärmerin!" sagte er zärtlich, wenn sie ihm immer neue Ausrufe des Entzückens zuraunte. Sich nur den Abendhimmel. Eberhard. Diese violetten Düfte ganz dort hinten . . . und wie das wechselt . . . jetzt hebt sich die Kuppel Michelangelos fast auf Goldgrund ab . . ." Die Sonne sinkt. Wir werden nach Hause fahren müssen. Lora. Da, die junge ,Ecclesia militans' rüstet sich auch schon zum Heimmarsch." Er deu tete auf die kleinen Kolonnen der geistlichen Seminaristen, die wie allabendlich ihren Erholungsspaziermarsch machten. Die dort mit der violetten Soutane sind Schotten. Lora . . . aber in denen drüben können wir Landsleute begrühen. Gamben nennt sie der Römer: Krebse, weil sie die rothe Soutane tragen." Der Wagen rollte langsam bergab, in der großen Reihe der Korsofahrer. Vor der Terrasse ließ der Geheimrath halten. Sie stiegen hier meist auf einige Minuten aus, um den Wunderblick über das Häusermeer in größerer Ruhe zu gemeßen. Aber der Wagen hielt kaum, als Lora erstaunt, erschrocken zusammen zuckte. Unwillkürlich griff sie nach dem Arm ihres Mannes. Und da fh auch er Neben ihnen, kaum zwanzig Schritte mtfernt, hielt eine sehr elegante Equi page. Im Fond saß allein, Frau Baldin... am Wagen aber stand Willy . . . Er konnte sie nicht sehen, denn er wandte ihnen den Rücken zu und sprach eifrig mit der schönen Frau. Sie hatte den Arm auf den Wagenschlag gelegt und lächelte ihm. unter dem duf tiaen rüblinasbut. beiter au. fern nächsten Moment schon hatte sie Lora erkannt. Sie flüsterte irgend ein schnelles Wort, neigte ein wenig den Kovf wie urn Grun. Willy zog sofort den Hut. drehte sich um und schritt, wahrend der Wagen von Frau Baldin sich in Bewegung setzte, auf den des Vaters zu. Lora hatte die erste Ueberraschung schon überwunden, aber ihre Mge nay men einen eisigkalten Ausdruck an Nichts als ein starkes Empfinden bt Abwebr war im Augenblick in ibr ae gen diese Frau . . . und gegen den Mann, der sich am Narreneil yerum führen ließ. Und sie wunderte sich nur daß ihr Mann gar nicht sonderlich er regt schien über diese plötzliche Begeg nung. Willy war doch ein wenig verlegen trotzdem er einen möglichst unbefange nen Ton anuscklaaen suchte: n Tag, liebe Lora! Tag. Papa! Vor etner Stunde bin ich anaekommen fand in Eurem Hotel kein Zimmer fret uno fuhr zum Grano Qtt w ter . . . es ist ia nur um die Ecke. Sei Ihr whl'uno munter? Ja... und 10 mrx t) hier mnausgepllgert, uno oac erste bekannte Kesicktist das von Frai Baldin. Da konnt' ick denn aleick die Grüße ihres Mannes ausrichten und von ferner Sehnsucht erzählen. Schein aber keinen sonderlichen Eindruck ge macht zu haben." lSortsetzung fslgi.)
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Gifenbakn
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