Indiana Tribüne, Volume 28, Number 230, Indianapolis, Marion County, 20 May 1905 — Page 6
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ix . E Prophezeiung ü ä "" ir :ö: . , 44 (Schluß.) Während die Gesellschaft noch darüber stritt, welchen Glauben man diefen Prophezeiungen beizumessen hätte, hatte Cagliostro sich an die Arbeit gemacht, er strich Buchstaben aus. schrieb andere dazu . . . nach einigen Augenblicken erhob er mit befriedigter Miene den Kopf. Ich habe noch nie mit leichterer Mühe ein Anagramm zustande gebracht, es bat sich thatsächlich ganz von selbst gemacht." Und was besagt das Anagramm. mein Herr?" fragte die Vicomteje mit etwas ängstlichem Herzen. Hören Sie," versetzte Cagliostro unter tiefem Schweigen: ,A l'age dc rose, Josephine sera imperatrice' (im Rosenalter wird Josephine Kaiserin sein). Es bleibt noch ein stummer Buchstabe, den ich nicht habe benutzen können, doch das thut nichts, das Rosenalter," fügte er hinzu, bedeutet im Okkultismus die vollständige Entfaltuna der Frau." Bravo!" rief der Graf von Artois heiter, da wird ja die Prophezeiung der Negerin in der wunderbarsten Weise bestätigt. Herr von Beauharnais erobert Ihnen vielleicht in diesem Augenblick das Kaiserreich Amerika. Mit Erlaubniß Ihrer Majestät der Königin, trinke ich auf die Gesundheit Eurer Majestät, der Kaiserin." Ich bewillige Ihnen diese Erlaub niß von ganzem Herzen, Herr Bruder," erwiderte Marie Antoinette. Ich bitte die Vicomtesse von Beauharnais nur. wenn sie den Thron bestiegen hat. sich der Souveränin von Trianon gütigst erinnern Zu wollen." Die Stimme der Tochter Maria Theresias klang etwas ironisch. Die Augen der Vicomtesse füllten sich mit Thränen. Oh, Majestät, das ist ja nur ein Spiel. Ich strebe ja mit all meinen Kräften danach, bis zu meinem letzten Tage nichts weiter, als die ergebene Dienerin Ihrer Majestät zu sein." Das gutmüthige Naturell der K'ö nigin Marie Antoinette gewann die Oberband, als sie sah, wie weh sie der jungen Frau mit ihrem Spott that. Aber, mein liebes Kind," sagte sie sanft, trösten Sie sich doch! Ich weiß ja. daft es nur ein Spiel ist und finde es logar 10 amuiant, oatz ich uniern geistreichen Propheten bitte, auch mein Anagramm zu machen." Die Stimme erhebend und im Tone leichten Spottes fügte sie hinzu: Herr von (5agliostro. haben Sie die Gute, mir zu lagen, was Sie aus meinem Namen, meinen Vornamen und meinen Titeln, die ich in der Stunde meiner Geburt erhielt, herauslesen .Marie Antoinette Josephine Jeanne de Lorraine, archiduchesse d'Autriche " Erzher?ogi von Oesterreich.) Der geheimnißvolle Magier fuhr bei dieser unerwarteten Bitte erstaunt zufammen. Ich bitte Eure Majestät." rief er ehrfurchtsvoll, auf dieses Ersuchen zu verzichten!" Und warum, mein Herr?" fragte die Königin in gleichzeitig überraschtem und verletztem Tone, warum wollen Sie nicht für mich thun, was Sie für Frau von Beauharnais gethan?" Weil das Anaramm manchmal ernster ist, als man glaubt," versetzte der Italiener mit unerschütterlicher Ruhe, dann fugte er lelser. gleuchsan zu sich selbst sprechend, hinzu- und weil es oft besser ist, das Schicksal nich in Versuchung zu führen." Die Gesellschaft hörte schweigend p und betrachtete Cagliostro. In den grünen Augen der Marie Antomette blitzte eine Flamme am und ihr Gesicht wurde plötzlich ernst In herrischem, beißendem Tone fuhr sie fort: Herr von Cagliostro, ich gehöre zu jenen Geschöpfen, die sich vor dem Schicksal nicht fürchten und stets bereit sind, ihm die Spitze zu bieten." Sie schwieg ein Weilchen und fuhr dann in demselben Tone fort, d:r allerdings durch ?in sanftes Lächeln stark gemildert wurde. Vorhin bat ich Sie, jetzt befehle ich Ihnen, nach dem Horoskop der Vicomtesse von Beauharnais das der Königin von Frankreich zu stellen." Ein kurzes Grinsen verzerrte Caglioftros Gesicht, er verneigte sich und sprach: Der Wille Eurer Majestät geschehe." Er wandte sich zu einer der jungen Dienerinnen. Ich brauche ein Stück Pappe oder starkes Papier und eine Scheere." Man brachte ihm das Verlangte. Zi schnitt aus der Pappe ein rundes Stück von dem Durchmesser einer Hand aus, und erklärte dann mit der größten Kaltblütigkeit: Die grolze Anzahl von Buchstaben, die in dem Namen Ihrer Majestät enthalten sind, zwingt mich zu dieser kleinen Arbeit. Wenn ich mich recht erinnere," fuhr er, an die Königin sich wendend, fort, sind Ihre Majestät im November 1755 geboren." Am 2. November gerade, am Aller-
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seelentage," gab sie in traurigem Tone zur Antwort. Eure Majestät sind noch immer entschlossen, Ihr Horoskop zu ersahren r Mehr denn je," erwiderte die Köniain halb beweat. halb ungläubia. jcun qul. erklärte kagttourZ, während ein räthselhaftes Lächeln über seine , schmalen Lippen huschte. Ich werde das Schicksal befragen. Eine große Veränderung war in sei ner Haltung vorgegangen. In seinem Gesicht, das plötzlich einen marmorhaften Ernst zeigte, ichienen nur die blitzenden Auaen zu leben, und sein Blick richtete sich starr auf den MittelPunkt des Pappstücks, als wolle er alle magnetischen Fähigkeiten seines Jndividuums hieraus konzentriren. Nach einigen Augenblicken verletzte er der Pappe einen toß, so daß sie stti) drehte, doch sem Auge verließ den Mittelpunkt nicht. Durch diese Drehbewegung schienen die Buchstaben einen schwarzen Rand um die Pa?pe zu ziehen. Die Drehung ließ nach, sein Blick schien einen Buchstaben aus dem Kreise herauszulösen, den er schnell auf ein Stück Papier schrieb und dann auf der Pappe ausstrich. Ohne einen Augenblick innezuhalten. wiederholte er dieses seltsame Manöver sechzigmal, das die Gesellschaft mit leidenschaftlichem Jnteree verfolgte. Endlich erwachte er mit einem Seufzer der auf eine große moralische und körperliche Anstrengung schließen ließ. aus seiner seltsamen Arbeit. Er fuhr sich mit den zitternden Handen über die Stirn, auf der der Schweiß perlte. nahm, ohne ein Wort zu sprechen, das Papier in die Hand, auf das er die prophetischen Buchstaben geschrieben, trennte sie durch Worte, schrieb den auf diese Weise erzielten Satz in's Reine, erhob sich und brachte dieses zweite PaPier Marie Antoinette. Majestät." sagte er und reichte das Papier der Königin, die ihn mit einem Gemisch von Furcht und Hoffnung an sah, hier ist das Anagramm, das Sie von mir verlangten. Das Verhängniß kommt in diesen Spielen in dunkler, unklarer Weise zum Ausdruck, und nur nach den kommenden Ereignissen vermag man es zu beurtheilen. Verlangen Sie also von mir keine Erklärung, die ich doch nicht geben könnte." Von einer unwiderstehlichen Macht getrieben, ergriff die Königin das Papier. durchflog es mit einem schnellen Blick und las dann laut: Attention, reine parue liier si eherie, a la hache tleja montee sur nid dc cou. (Acktung. Du gestet noch so verhätschelte Königin, vor dem Beil. das sich bereits über Deinem Hals erhebt.") Die Damen und Höflinge sahen sich bestürzt an. Was soll das -heißen?" fragte die schöne Herzoain von Volianac sarkastisch, das Beil, das sich bereits über Deinem Oals erhebt r Fragen Sie mich nicht danach. Frau Herzogin, ich habe Ihrer Maze tat im Voraus gesagt, ich wisse dar über nicht mehr, als sie selbst." Das Papier wanderte von and zu Hand und kam auch zu dem Grafen von Artois, der es mehrmals durchlas. und murmelte: Das Veil, das sich bereits über Deinem Hals erhebt? Herr von Eagiiostro, oas ist ein seltsames Ana gramm." Er übergab das Papier Frau von Äeauharnais. Das für Sie bestimmte, Madame. war galanter und klarer." Aber leider ebenso werthlos, Mon seigneur." versetzte sie kokett. Madame," erariff ient Eailiostro oas Wort, hat man Ihnen nicht schon gesagt, daß die Wege der Vorsehung wunoeroar )nor Das habe ich nie so deutlich bearif fen, wie heute!" rief die Königin spöttisch. Nun, meine Herren, das Wetter beginnt frisch zu werden; wenn es hnen reeM ist, kehren wir um." Als sie aufstand, erhob sich ein leick ter Wind und entführte das Papier. oas Die Konimn auf den Snch aeleat Gleichzeitig zerzauste der Lufthauch einige locken ihres Haares. Frau von Ossum, haben Sie nicht einen Spiegel bei sich?" fragte Marie Antoinette. und bemühte sich, ihre Toilette wieder in Ordnung zu brinaen. Majestät entschuldigen gütigst," verhetzte Die Tame, ich habe ihn ver gessen." Thut nichts!" erklärte die Königin und blickte sich um, das hier, ist ebenso gut!" Mit diesen Worten ging sie auf ein enster der Meierei zu und versuchte, stch in den kleinen Scheiben zu ivieaeln Plötzlich stieß sie einen Schrei der Ueberraichunq aus. Lamballe. Polignac!" schrie sie, sehen Sie doch einmal! wie komisch, ich bin ohne Kopf!" Die beiden Damen traten näher. Thatsächlich war durch eine Nachlassigkeit des Glasers die Scheibe, in der Marie Antoinette sich hatte spiegeln wollen, etwas schräg eingesetzt, so dah ne jich darin nicht sehen konnte.
Während den letzten drei lange Nacht des Elendes. Es
Zeit nur auszuhalten im Stande war. Vor nunmehr drei Jahren erkältete ich mich beim Schlittschuhlaufen, und erlitt außerdem gleichzeitig einen schweren Sturz. Dies geschah unglücklicher Weise während der monatlichen Periode, und die Folge war so schlimm, wie man sich nur denken konnte. Entzündung und Eiterung folgten, nicht nur in der Mutter, sondern auch in den Eierstöcken und den fallopischen Röhren.
WINE" CARDUI
Mein Arzt that sein denkbar Bestes zur Linderung, jedoch nach drei Monaten erklärte er, Linderung sei nicht möglich, ausgenommen durch eine Operation, welche ich auf das Entschiedenste ablehnte. Ich probirte dann verschiedene berühmte Heilmittel, ohne irgend welchen Erfolg, bis meine Mutter mir empfahl, den Wlne of Cardui zu Probiren, da derselbe ihr empfohlen worden sei. Ich nahm ihn, wie eine ertrinkende Person noch nach einem Strohhalm greift, und er erwieS sich, wie vo,i Gott gesandt, für mich. Meine Schmerzen wurden allmählich geringer, das
tägliche Kopfweh, das ich zu ertragen hatte, verschwand. Meine Gesundheit im Allgemeinen besserte sich, und in dreizehn Wochen war ich vollständig genesen. Keine Operation war noths
wendig. Der Wine of Cardui Retter, und ich bin sehr Kur zuzuschreiben. Cagliostro war näher getreten und überzeugte sich ebenfalls ton dem seltsamen Borfall. Meritoürdig!" murmelte er ncichdenklich. Die Gesellschaft schlug wieder den Weg nach dem Schlöffe ein. Ein leichter Nebel erhob sich aus dem See, die Dämmerung sank hernieder. 1 Am 16. Oktober 1703 fuhr ein düsterer, von Weibern umringter Karren durch die Rue Royale, die damals Nue de la Revolution hieß. Ter Karren klapperte auf dem schlechten Pflaster, und in dem Karren sah eine weißgekleidete Frau neben einem schwarz gekleideten Manne. Unter Fluchen und Geschrei erhob sich eine kreischende Frauenstimme: Tu, Antoinette, das sind nicht die seidenen Kissen von Trianon!" Die Frau, die mit gebundenen Handen in dem Karren faß, war Marie Antoinette, Erzherzogin von Oesterreich, Königin von Frankreich, der Mann neben ihr ein konstitutioneller Priester, Namens Girard. Auf dem Richtplatze, der zwei Jahre später Place de la Concorde" getauft wurde, drängte sich der Pobel, um das Opfer zu schauen. Das Opfer dachte daran, daß sich das Volk genau ebenso am 16. Mai 1770, am Tage ihrer Hochzeit, gedran.it hatte. Zur Linken, auf dem Balkon des nachmaligen Marineministeriums. standen die Mitglieder der Kommune von Paris, um das Protokoll über die Hinrichtung der Ci-de-vant" Königin aufzunehmen. Auf der Stelle, wo die Statue Ludwigs XV. stand, und wo sich heute der Obelisk erhebt, war die Guillotine mit dem glitzernden Veil aufgeschlagen. Bei diesem Anblick zitterte Antoinette, und der Bürger Girard hörte, wie sie leise vor sich hinmurmelte: Es hebt sich das Beil . . Man erreichte das Schaffot und mit festem Schritt stieg Marie Antoinette die Stufen hinan. Aus Unachtsamkeit trat sie Samson auf den Fuß. Sieh Dich doch vor, Bürgerin," brummte der Henker. Sie wandte sich zu ihm und sagte: Ich bitte Sie um Verzeihung, mein Herr, ich habe es nicht absichtlich aethan." Man schnallte sie auf das Brett, und ein Schauder lief von Neuem durch ihren Körper. Der Kopf fiel es war genau 12 Uhr. So starb Marie Antoinette, die Tochter einer Kaiserin, weiland Königin von Frankreich. Elf Jahre später war Josephine von Beauharnais die Gemahlin Napoleons und Kaiserin der Franzosen. Die Prophezeiung Cagliostros hatte sich erfüllt. Server erfiMbar. Gefängnißdirektor (zu einem neu angekommenen Sträfling): Sie müssen hier arbeiten, werden aber auf Wunsch in einer, Ihren Fähigkeiten entivrechend.'n Wecse beschäftigt! Was für ein Gewerbe betreiben Sie denn?" S t r ä f l i n g : Ich bin Volkssänger!" Das Tabakschnupfen soll in Europa zuerst von den Portugiesen in Mode gebracht worden sein. Thatsächlich war das Schnupfen in Portugal bereits zu Ende des 16. Jahrhunderts so verbreitet, daß die Soldaten mitunter Schnupftabak als Belohnung für ihre dem Vaterlande geleisteten guten Dienste erhielten. Die erste bedeuten ke mikroskopische 1 1 d e ck u n g ist diejenige des deutschen Naturforschers Theodor Schwann, welcher im Jahre 1839 durch zahlreiche Untersuchungen nachwies, daß alle organischen Wesen aus Zellen bestehen, und daß die Zellenbildung das gemeinsame Entwicklungsprinzip für Ent stehung und Wachsthum der Thiere und Pflanzen ist. Sdtirn gesagt. Zeitungsleser: Nichts wie Verbrechen und Unfälle; die heutioe Zeitung trieft thatsächlich von Blut und Benzin.!"
Lake Genevieve. Wis., den 20. Nov., 1903. Jahren war mein Leben, meiner Gesundheit halber, für mich nur txhi
schien, daß ich all das Elend zu erdulden erwies sich als meinen erfreut, ihm allein meine Sthel
gntltt Vkce.PrSsidenti, Seachers Aüociatio.
Iu-ttsu in London. ntcrweisuttg der dortigen Polizisten im japanischen NingkauipZe. Den Hooligans," den Londoner Straßenräubern, steht nach der Meldung eines dortigen Blattes eine bcse Ueberraschung bevor. Die Japaner treten als Lehrmeister der Polizisten auf und bringen diesen die geheimnißroen Kniffe der japanischen Ringer(tatst, des Ju-jitsu" bei, denen auch der gefürmtetste Nowdy nicht wird widersteyen tonnen. Jnd:m man die Polizistn der Stadt London jetzt im Ju-jitsu ausbildet, hofft man, daß sie mit diesen tödtiichen japanischen Griffen den Verbrechern gegenüber besser ausgerüstet sind, als wenn sie Repetirgewehre trügen. Die Verschiedenheiten der Tricks werden ausgebildeten Polizisten stets einen Vortheil über ihren Gegner sichern, selbst wenn die Verbrecher Vertheidigungsstellen und -Aus-lagen lernen sollten. Viele Griffe werden geheimgehalten, ader einige sehr einfache und wirksame sind doch bekannt geworden. Sehr leicht zu lernen ist z. B. der Handgelenkgriff, obgleich er einer der gefährlichsten ist. Ter Schutzmann braucht nur die Faust seines Gegners fest zu packen und sie gegen das Handgelenk zu drücken. Ter plötzliche Schmerz macht einen Widerstand unmöglich, und selbst der verwegenste Mann wird um Gnade bitten, wenn seine Hand mit diesem eisernen Griff gepackt wird. Dabei kann der gefangene Mann außergewöhnlick stark sein, und der Schutzmann braucht nur über Durchscbnittskcaft zu verfügen. Ebenso warksam ist der Rockgriff. Der Schutzmann kreuzt seine Arme, ergreift die beiden Rockaufschläge seines Gefangenen und zieht sie zusammen. Dadurch wird der Kragen des Rockes eng um den Hals gezogen, wie die Thugs in Indien ihren Opfern das heilige Würgetuch um die Kehle ziehen. Auch in diesem Fall wird sich der stärkste Verbrecher ach wenigen Sekunden ergeben. Wenn ein Mann erst durch einen anderen Trick zu Boden geworfen n, so muß er sich dem Veherrfcker des Jujitsu auch auf Gnade und Ungnade ergeben. Liegt er auf dem Rücken, so packt der Angreifer seine Füße ud braucht nur auf die Zehen zu drücken, um ihn in dieser lächerlich machtlosen Lage festzuhalten. Eine andere Art. einen Mann auf dem Boden festzuhalten, bis Hilfe kommt, ist eine Abart des Handgelenkgriffs. Dabei wird die eine Hand so gehalten, daß sie nicht schlagen kann, während die andere gegen das Handgelenk gedrückt wird. Befindet sich der Angegriffene einmal in dieser Lage, so nützt ihm alle seine Kraft nicht; der Schmerz und das Gefühl äußerster Hilflosigkeit inacb.n jeden weiteren Widerstand unmögliu. Sehr belieb' ist der kombinirte Harn gelenk- und Rockgriff. Der Beamte ergreift den Rockaufschlag des Gefangenen mit der rechten Hand, zieht des Mannes linken Arm über seinen reckten Arm und hält mit seiner lin. Hand des Mannes linkes Handgele .. so das er ganz machtlos ist. Ein Trinkcdikt. In den Sammlungen bayerischer Gesetze und Verordnungen hat mancher Paragraph das Bier zu vertheidigen und in seinen Reservatrechten zu schützen. Es existirt sogar eine Verordnung vom Jahre 1628. die dem bayerischen Unterthanen bei Strafe abrathet, über die Grenze zu gehen, um drüben ausländisches Bier zu kosten. Die kurbanerischen Brauereien an den Grenzgebien schienen nicht immer qualitativ aenügende Getränke dargeboten zu haben, so daß die Grenzbewohner in Verleugnung nationaler Gefühle das Ausland" betraten m.) sich dort an fremdem Bier gütlich thaten und wohl noch welches einsckwärzten. Da aber nicht allein die Hereinschwärzung fremd ausländischen Biers, sondern auch das Hinauslauffen und Zechen der Landesunterthanen, und zwar unter Konfiskation des ersteren, und Bestrafung der letzteren"
hatte, was eine Frau in dieser
SSaker, verboten war, so wurden die Aüsflügler je nach ihren Mitteln mit 10 bis 20 Reichsthalern bestraft. Wo d-r Gerichtsbote nichts beizutreiben vermochte, bekam der Büttel zu thun, der den Schuldigen mit öffentlicher Austellung auf die Schrägen, Anschlagen der Schellen unb anderen dergleichen Schandstrafen unnachläßlich anzusehen" hatte. Onkel Sams Leder-Vxport. Der Export der Lederwaaren, speziell von Sohlenleder und fertigen Schuhen, hat in der Union in dem letzten Jahrzehnt ganz gewaltige Fortschritte gemacht, und die Ver. Staaten sind nahe daran, den bedeutendsten Rivalen, England, auf diesem Konkurrenzgebiet zu schlagen. Der Gesummtexport von Lederwaaren repräsentirte im Kalenderjahr 1904 die Summe von M,800,000, wovon auf Oberleder rund Z18,000,000 kamen, auf Sohlenleder $8,685,000 und auf fertige Schuhe $7,319,000. Der Export v"n Schuhen stieg von $1,235,000 im Jahre 1895 auf $7.319,000 im Jahre 1904. Der entsprechende Export Englands ist ungefähr auf der nämlichen Höhe geblieben; er hat in den zehn Jahren zwischen $7.000.000 und $L,000,000 jährlich geschwankt. Ein Scharfrichterpfennig. Zu den eigenartigsten Medaillen gehören jedenfalls die als Hamburger Scharfrichterpfennige bekannten, die ihren Namen davon herleiten, daß die Scharfrichter der alten Hansestadt verpflichtet waren, dem ältesten GerichtsHerrn der Stadt, auch ersten Prätor" genannt, bei seinem Ausscheiden aus dem Amt einen silbernen Pfennig" zu verehren." Da nun das Amt eines ersten Präwrs jedes Jahr wechselte, so sind noch eine ganz stattliche Anzohl solcher Scharfrichterpfennige erhalten, von denen die meisten, gegen hundert, in der Hamburger Kunsthalle aufbewahrt sind. Sie stammen aus dem 15.. 16., 17. und 18. Jahrhundert, die letzter, aus dem ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts, denn im Jahre 1810 wurde Hamburgs Selbstständigknt durch Napoleon aufgehoben, der es dem französischen Reiche einverleibte. Da mit erlosch der alte Brauch, der nach der Wiederberftellung der Selbstständigkeit Hamburgs nicht wieder aufaenommen wurde. Die ScharfrichterPfennige waren meist gegosien, selten?? geprägt und zeigen auf der einen Se'e das Hamb"rgcr Wappen, auf der anderen" dasjenige des betreffenden C richtsherrn. sowie eine darauf Be 'i babende, in d?r Regel auf beide Seit n vertheilte Inschrift. In einem Berliner Gericht fiurirte dieser Tage eine 30 Jahre alt? Frau als Klägerin, die schon Großmutter war. Banditen im Fraä. Drei elegant gekleidete Männer traten kürzlich in das Schankzimmer eines Hotels in Portland, Ore., und begaben sich direkt an den Tisch des Kassirers. Während einer der Burschen mit dem Kassirer sprach, packte sein Genoffe mit schnellem Griffe einen Haufen Banknoten im Betrage von $135; dann rannten sie die Treppe hinauf, verfolgt von mehreren Angestellten, denen es gelang, zwei der Räuber festzunehmen, während der dritte später dingfest gemacht wurde. Die Arrestanten nannten sich: G. H. Hanlon, I. S. Stafford und William Kane. Das Trio soll mit gefährlichen internationalen Gaunern identisch sein. Kanes rechter Name soll William Barrett sein und Stafford ist auch unter dem Namen Fritzie D. Hein bekannt. Auf telegraphische Anfrage bei allen Polizeiverwaltungen der Großstädte des Landes kam von Baltimore die Antwort, daß Barrett und Hein dort eines RaubUnfalles beschuldigt sind. Barrett soll in Frankreich eine längere Zuchthausstrafe verbüßt haben, nachdem er einem Bankbo en in Paris eine Geldtasche mit 400,000 Francs Inhalt geraubt hatte.
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