Indiana Tribüne, Volume 28, Number 229, Indianapolis, Marion County, 19 May 1905 — Page 4

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SU KZWSWW faSi JUJT' Jdtaa Tribüne, 19. Mai 1903.

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Indiana Tribüne. Heraugeg,dn von der Butdkrg Indianapolis, Ind. harry O. Zhnvmm .... Präsident, eschafts local: o , 31 Süd Delaware Straße. TELBPHONE 269 b:.tcred at the r.ut Office ol Indianapolis as ccond dass matter. Deutsche, Franzosen und die marokkanische Krage. Unser Berliner Korrespondent schreibt UNS: Eine nur einmal wöchentlich erscheinende Zeitung, die Welt am Montag" hat der deutschen Regierung ihre Zuftimmug zu der marokkanischen Aktion ausgesprochen und zugleich der Hoffnung Ausdruck gegeben, die Regierung werde auf dem Geschrittenen Wege weiter beharren. Die politische Bedeutung der Welt am Montag" ift nicht besonderS groß, aber das Blatt ift im allgemeinen einer der verbiffenften Gegner der Regierung und eS steht vielmehr auf einem j kosmopolitischen, als auf einem national-chauviniftischen StandPunkt. Gerade darum aber ift die Aeußerung des Blattes zur Marokkofrage außerordentlich charakteristisch, denn sie beweift, wie weitgehend die Zuftimmung deS deutschen Volkes zu der marokkanischen Politik der Regierung ift. Ein weiterer Beweis dafür ift die Thatfache, doß der sozialdemokratische Abgeordnete Calwer ebenfalls das Verhal ten der deutschen Regierung in zuftimmendem Sinnelbesprochen hat. AllerdingS befindet er ftch damit im Gegensatze zu der Mehrzahl seiner Parteigenoffen, aber daß sich überhaupt ein Sozialdemokrat findet, der eine entschiedene auswärtige Politik der Regierung billigt, ift ein bedeutsames Symptom für die Volksftimmung. Diese sympathische Stellungnahme des deutschen Volkes ift durchaus nicht daraus zu erklären, daß die Regierung die deutschen Interessen in Marokko nachdrücklich verficht. Im Gegentheil: nur ein sehr geringer Bruchtheil deS deutschen Volkes ift realpolitisch im Sinne deS englischen SprichWorteS right or wrong rny country". Die große Mehrzahl des deut fchen Volkes hat sich von dem ihm seit jeher anhaftenden Kosmopolitismus noch nicht frei gemacht. Die Zuftim mung zum Verhalten der Regierung erklärt sich aber gerade aus diesem koS apolitischen Empfinden heraus, weil die deutsche Regierung in Marokko für equal rights" aller am Handel mit diesem Staate betheiligten Länder ein tritt, im Gegensatze zu Frankreich, das den marokkanischen Handel und die dortigen Concessionen zu monopolisiren sucht. Aus demselben Empfinden heraus tritt auch die Volksftimmung in Deutschland für eine Konferenz über die marokkanische Angelegenheit ein, weil dabei Deutschland in keiner Weise bevorzugt werden würde, sondern allen Nationen gleiche Rechte und gleiche Möglichleiten wirthschaftlicher EntWickelung zugesprochen werden würden. Welche Aktion dann den Vorsprung erreichen würde, das würde Sache der kommerziellen Geschicklichkeit und Energie jeder einzelnen Nation sein. Das Empfinden des deutschen Volkes also verlangt ein Rennen mit gleichen GeWichten um den Cup" deS Sultans von Marokko, während die Franzosen eine derartige Mehrbelastung aller Auslünder, das heißt der Nichtfranzofen beanspruchen, daß dieselben von vornherein ohne Chancen ins Rennen gehen, also voraussichtlich überhaupt verzichten würden. Ein Beweis des schlechten GrwiffenS, mit dem die Franzosen belastet sind, ift die Art, wieifie den Federkrieg führen. Das eine Blatt, der Matin", der öffentlicht imjJntereffe von Börfenmanövern eine drohende Note gegen Deutschland, ein anderes Blatt, der .TempS", stellt die unwahre Behaup. tung auf, Deutschland habe die Nach, richt von ftanzöftschen Hafenkonzesfto nen in Tripolis aufgebracht, um Ver ftimmung gegen Frankreich in Italien hervorzurufen, während thatsächlich Deutschland mit dieser Sache nichts zu thun hat. Ja, selbst Herr Clemenceau, der ein Gegner sowohl des Ministers Delcaffe wie der Nationalisten ift, be nutzt die marokkanische Angelegenheit, um sein patriotisch - chauvinistisches L ämpchen leuchten zu laffen. Er zieht näu.lich ohne genügende Veranlagung den Krieg von 18701871 in die De

datte hinein und erklärt, kein Franzose verzichte auf die Revanche für ElsaßLothringen. Wenn dem so ift, so hat Deutschland sicherlich keinen Grund vor den sranzö fischen Ansprüchen in Marokko zurückzuweichen. Denn wenn die Franzosen doch nicht auf die Rückerwerbung ElsaßLothringens verzichten wollen, so nützt ja eine Nachgiebigkeit der deutschen Re gierung in anderen Fragen, also auch in der marokkanischen, nichts. Im Gegentheil, diese Nachgiebigkeit würde von den Franzosen nur als ein Zeicheu der Schwäche Deutschlands gedeutet werden und der Revanchekrieg w' rde nicht hinausgeschoben, sondern beschleunigt werden. So ift eS auch schon aus diesem Grunde für die deutsche Regierung ge boten, in der marokkanischen Frage auf dem von ihr eingenommenen StandPunkt fest zu verharren. Sie kann dies um so eher thun, als fie einmal die Thatsache des Status quo für sich hat und zweitens die ungeheure Mehrheit der deutschen Nation hinter sich weiß. in i Allem Anscheine nach haben die Chicagoer Gewerkschaftler Böcke zu ihren Gärtnern bestellt.

Die Verehrung d?r News" für amerikanisches Gerichtswesen scheint da aufzuhören, wo-ihr Einfluß nicht mehr maßgebend ift. Wenn die Bowen Loomis Untersuchung vorbei ift, dürfte eö sich am Ende herauSftellen. daß Castro schließ' lich der Anständigste" war. Während viele behaupten, daß die anscheinende ilnthätigkeit des japanischen Admirals Togo die Ruhe vor dem Gewitter bedeutet, dürfte gerade das Gegentheil der Fall sein. Beide Länder, Rußland sowohl als Japan sind des Krieges müde. Rußland wird vielleicht im stillen Einverftündniß mit Japan'S Machtentfaltung jetzt zu einem gewiffen Grade zeigen, um beweisen zu können, daß eS immer noch Widerstandskräftig im fernen Osten ift und dann fich FriedenS-Vorschlägen geneigt zeigen. Sollte es aber doch zu einem Kampfe zwischen den feindlichen Flotten kommen so find die Chancen für einen japanischen Sieg so überwiegend groß, daß man denselben nahezu mit Be ftimmtheit erwarten kann. Inzwischen rückt die Landmacht Japan'S ruckweise nach Vladivoftock vor mit der äugenscheinlichen Abficht, diesen letzten StützPunkt Rußlands im fernen Ostafien in Besitz zu nehmen. Wenn dies gelingt so bliebe der russischen Flotte, selbst wenn siegreich, nur noch übrig heimzukehren. Niedrige Fahrpreise nach dem Westen und Nordwesten. -pezial Heimsuchers Exkursion via Pennsylvania Linien. Irgend jemand der eine Reise nack dem Westen plant, kann den Vortkeil dieser abr-preiö-Erniedrigung benutzen. Heimsuchers- . . . --- Liu an r.. t - r . i vätiutjiuncn uoer o,r Pcnnn)lvinia Linien nach allen Punkten in Colorado, Jdabo, Iowa, anias, Mmnesota, MlNourl. Montana. Nebraska. den Dakotas. Oreaon. Washington, Texas und anderen Sektionen im Weiten und allen taaten trn Suden. Aufenthalts-Privilegien welche den Reisenden gestatten. GeschästsrUnternebmunaen tu un tersuchen, werden bewilligt. Diese Fahrkarren weroen an gewlyen Datums mährend des Sommers zu haben sein. Einzelnheiten ymstcyttlcy Naten, etc., werden berettwllllgst ertheilt von allen Ticket Agenten der Pennsylvania Linien. Amerika sehen! Wunderbare sceneriereiche Neise über das Felsengebirge nach der Oregon Expofition. In gemisser Hinsicht offerirt die Excursion zu der Lewis und Clark Centennial Ausstellung in Portland, Oregon, Bortheile die nie zuvor bei einem Ausst.'Uungsbesuch geboten wurden. Die Ausstellung ift nicht nur sehr attraktiv und reich, sondern die Reise über das Felsengebirge und der Cascade Range ist wunderbar herrlich und wer hat nicht in seinen Schultagen in der frohen Hoffnung gelebt, einst diesen sceneriereichen Theil von Amerika zu bewundern. Die Zeit dazu ist jetzt günstig. Die Reise kann jetzt billiger als je gemacht werden. Für einen kleinen Unterschied im Fahrpreis kann die Reise nach San Franisco und Los Angeles ausgedehnt werden. Die Retoursahrt über eine andere Route ermözlicht den Reisenden einen großen Theil des Westens zu sehen. Für nähere Einzelnheiten. Fahrpreis, Datum der Spezial.Ercursionen nach Portland, wende man sich an die Ticket Agenten der Pennsylvania-Linien. Reduzirte Raten für Dekorationstag Reisen via Pennsylvania Linien. In Anbetracht des Dekorationstages wer. den Txcursions-Tickets am 29. und 30. Mai verkauft von allen Ticket - Stationen der Pennsylvania Linien innerhalb eines UmkreiseS von 150 Metten von der Verkaufsstation Retourfahrt an allen Tickets ist auf den 31. Mai beschränkt. Für Einzelnheiten wende man sich an alle Lokal Tlcket Agenten der Pennsylvania Linien.

; Erstürmung des 23Meter 'Äzels. Tlit der Eroberung des 203 Meter. Hügels gewannen die Japaner die Möglichkeit, ihr Artillerieseuer auf die im Hafen von Port Arthur liegende russische Flotte erst richtig zu beobachten und zu leiten. Es sind nun so verschiedenartige Berichte über die Kämpfe um den Hügel erschienen, daß es sich lohnt, die Erzälilung eines russischen DffidierS wiederzugeben, der an der Vertheidigung theilgenom men bat. Er erzählt: Ter Hügel war kein $ort und hatte nicht einmal Batterien, sondern nur Schülzengräben für Infanterie. Tie gesamnite Besatzung dos Hügels be trug 800 Mann ; mehr konnten dort nicht untergebracht werden. Sie wurden täglich abgelöst, so daß der Dienst immer 24 Stunden dauerte. Und die Besatzung von je 800 Mann hat lange Zeit zur Vertheidigung ausgereicht. Selbst als die Japaner bis auf 50 Meter an die russischen Gräben her angekomnien waren, war die Vertbei digung noch wirksam und sicher. Tas Glacis von 50 Meter Tiefe machte jede weitere Annäberung unmöglich. Wer den siopf bervorsteckte, um zu zie len und zu schießen, wurde von einer russischeu iugel getroffen. Tie Ruf fen hatm die Gräben mit Holz ge deckt: die Schießscharten waren schmtv le Spalten. Die Gegner hatten sich schon zwei Tage lang auf 50 Meter Entfernung gegenübergestanden, als die Japaner einfahen, daß sie mit dein bloßen Insanterieangriff nicht zum Ziel gelangen würden. Sie zogen daher ihre ime etwas ztlrück und ließen nun zunächst ihre beste Artillerie wirken. Es waren die der 1. Divesion (rechter japanischer Flügel vor dem 20; Meter vmgel) zugetheilten vier Marinegesänitze von 10,5 Eenti meter. Die Geschosse wirkten vcrh?erend. Als die Artillerie zu feuern aufhörte und nun sofort die Infailtrie wieder vorging, waren die.Feldbc' festignttgen stark zerstört und b'w Russen von 800 auf fast 300 Mann zusammengeschmolzen. Dieses Häuf. Um konnte, zumal unter den verän derten Verhältnissen, dem Angriff der Uebermacht nicht auf die Dauer wider ftdjen. Es kämpfte fast bis anf den letzten Mann, aber die Stellung ging verloren. Zeitungen haben nun berichtet, die vergeblichen Stürme zur Wiedergewinnung des Hügels hatten den Russen 10,000 Mann gekostet. Die Wabrheit ist, daß solcher Versus überhaupt nicht gemacht worden ist. lie Russen hatten auf dem Hügel be reits 4 bis 5,000 Mann verleren und waren nicht mehr in der Lage, viele Tausende zu opfern, um, wenn der Versuch endlich gelungen wäre, den noch durch die japanische Artillerie wieder vertrieben zu werden. Zu einer wirksamen Vertheidigung der ganzen Festung wie der einzelnen Punkte fehlte es längst an der Munition der schweren Geschütze und schließlich an Vcuzrrtion überhaupt. Der gegenwär, tige ftrieg hat so wele Fabeln der Presse und so viele falsche Kritiken der Fachmänner in Europa entstehen lassen, daß man gut thut, sich nicht von jeder neuen Strömung fortreißen lassen. In Port Arthur sind Re bungen zwischen den Gmerälen und Admirälen vorgekommen: das ist wahr. Aber ebenso wahr ist, daß e$ unmöglich war, die Festung viel län ger zu halten. Es fehlte an Run. tion und an völlig gesunden Leuten.

Der Uildamm von Assuan. Ej verpfuschtes Bauwerk englischer Inge, uieure in Vgypten. Die egyptische Regierung hat sich veranlaßt gesehen, die Vergebung der Arbeiten zur Vollendung des AssuanDammes auszusetzen und bis zur Feststellung der Sachlage in dieser Angelegenheit nichts zu veranlassen. Es handelt sich um Folgendes: Das NilWasser hat durch seinen Gehalt an vegetabilischem Schlamm eine ganz besondere, den Boden nährende Dungkraft und daher ist das ganze egyptische Kulturland von Kanälen durchzogen, die beim Steigen des Nils sich füllen und Zolles Feldland fruchtfördernd bewässern. Die Engländer hielten die bisherigen primitiven Anlagen zur Vertheilung und systematischen Ausnützung des austretenden Nilwassers nicht für ausreichend und drängten die egyptische Regierung zur Erbauung besonders mächtiger und überaus kostspieliger Damm -Anlagen. Tie gewaltigste dieser Wasserstauschleusen ist der Damm von Assuan, dessen Errichtung viele Millionen erforderte, und dessen Kosten nach Ansicht der Fachleute durch den erzielten Effekt nicht aufgewogen werden. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß die Dammhöhe für die agrikulturen Zwecke nicht genügt, daß die Berechnungen der englischen Ingenieure falsch waren und der Damm, um dem Zweck, für den er bestimmt ist, zu entsprechen, etwa um sechs Fards höher sein müßte. Außerdem aber behaupten die zur Prüfung der Angelegenheit nach Assuan entsendeten englischen Fachmänner, daß der Damm auch zu schwach angelegt worden sei, so daß er weder die Erhöhung zu tragen noch dem vermehrten Wasserdruck zu widerstehen im Stande wäre. Die scharfe Polemik, die sich aus der Divergenz der Ansichten ergab, veranlaßte die Regierung, die Fortführung der Arbeiten, wie schon bemerkt, einzustellen und weitere Untersuchungen zu pflegen.

Europäische Nachrichten. 'Vhcinpfnrz. Großkarlbach. Vor einiger Zeit erschoß sich hier der 26 Jahre alte Landwirth Jakob Hilpert in seinem in der elterlichen Behausung befindlichen Schlafzimmer, indem er sich mit einem doppelläufigen Terzerol zwei Schüsse in den Mund beibrachte, die seinen sofortigen Tod zur Folge hatten. F r a n k e n t h a l. Die Leiche des schon längere Zeit vermißten ca. 60 Jahre alten Ackerers Christiani aus Heßheim wurde im hiesigen Canal in der Nähe des Zollhauses von dem Canalwärter Feidengruber aufgefischt. Ein Verbrechen scheint ausgeschlossen, vielmehr Selbstmord vorzuliegen, da Christiani, der früher in sehr guten Vermögensverhältnissen war, große Verluste erlitten hat. Ludwigshafen. Der ledige 24 Jahre alte Fabrikarbeiter Oechsner wurde in seiner Wohnung todt aufgefunden. Der ärztliche Befund ergab den Tod durch Alkoholvergiftung. Oechsner hatte so viele Spiritussen zu sich genommen, daß er von Bekannten in seine Wohnung gebracht werden mußte. Nach kurzer Zeit trat der Tod ein. Oberbezbach. Dieser Tage verunglückte der 18 Jahre alt Schlepper Jakob Stein von hier, indem er unter einen Kohlenzug gerieth und von einigen Wagen überfahren wurde, so daß er mehrere Rippenbrüche erlitt und die Lunge verletzt wurde. Bald darauf starb der Verunglückte. P r i m a f e n s. Der 24 Jahre alte Knecht Martin Bleck aus Schönau, zurzeit hier in Diensten, wurde in betrunkenem Zustande halb erfroren unv durch mehrere Meff'rstich an Brust und Rücken verletzt aufgefunden. De. einer der Striche die Lunge verletzte, ist sein Zustand bedenklich. 'S t a u o e r n y e i m. er vrannte das Wohnhaus mit Nebengebäuden U3 Ackerers Johann Schwed nieder. Weisenheim. Der Zeitungs träger Johannes Eller feierte mit seiner Ehefrau Elisabeth, geb. Hoffmann, das Fest der silbernen Hochzeit im Kreise seiner Farnilie. KrsrßLothringcn. Straßburg. Dem Direktor des hiesigen städtischen Museums, Adolf Seyboth, ist das Ritterkreuz der Ehrenlegion verliehen worden. B a r r. Eine Frau Schmitt ist 100 Jahre alt geworden; zu ihrem seltenen Fest ist auch ein kaiserliches Geschenk eingegangen. Der Kreisdirektor überreichte ihr im Auftrag des Kaisers eine Tasse mit dem kaiserlichen Bildniß aus der Porzellanmanufaktur zu Berlin. Der Statthalter hatte die Hundertjährige durch ein herzliches Glückwunschtelegramm erfreut. Kneuttingen. Der bei der Firma Dyn & Co. beschäftigte Arbeiter Szlacko gerieth auf der Hütte Friede" zwischen &e Puffer zweier Eisenbahnwagen. Dem Bedauernswerthen wurde das Rückgrat gebrochen, so daß er wenige Minuten nach dem Unfall verschied. V e n d e n h e i m. Der frühere commandirende General des 15. Armeecorps in Straßburg, v. Blume, welcher seit längeren Jahren in der Villa de Sury hier am Bahnhof mit feiner Familie zurückgezogen lebte, hat unseren Ort verlassen, um sich

nach der Reichshauptstadt Berlin zu begeben. Zu Ehren des Scheidenden veranstaltete der hiesige Kriegerverein in seinem Vereinslokale eine gelungene Abschiedsfeier. Tie Badeausialt. Ein Comite des Stadtrathes wird dem Stadt Comptroller seine AufWartung machen, um zu sehen, ob nicht etwa $5000 für die öffentliche Badean. ftalt zu erlangen seien. Die Abficht ift nachdem man die Anstalt der Frau Schissel ankauft, noch weiter oberhalb derselben eine zweite Anstalt zu er bauen. Man glaubt im Stande zu sein mit $2000 das Gelände und die Gebäude bezahlen zu können. Frankreich. Senat und Kirche. Paris, 13. Mai. In der De putirtenkammer streitet man fich noch immer über die die Trennung von Staat und Kirche herum. Die Geldfrage spielt eine große Rolle. ES find nicht allein Kirchengüter zu schlucken, sondern auch Schulden und Verpflichtungen zu übernehmen. SolcheS ift natürlich nur mit Vorficht zu geschehen Hoch-Fall. Chicago, 18. Mai. Die Schluß'Replik in dem Hochfalle wird wohl den morgigen Vormittag in Anspruch nehmen. ES ift anzunehmen, daß der Fall nicht vor 1 Uhr Nachmittags den Gefchworenen übergeben werden wird. ES hatte fich zu den heutigen Ver sammlungen eine riefige Menschen menge eingefunden.

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