Indiana Tribüne, Volume 28, Number 227, Indianapolis, Marion County, 17 May 1905 — Page 6
es s ' Jndiana Tribüne. 17. Mai 1903.
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Prinz Uebermuty. I Öumore-zke von K. Wess Sanitätsrath Meves war voller Gift und Galle. Sein Neffe und Mündel, der Studiosus der Rechte Fritz Niederine'.cr, stand vor ihm und bat um einen Vorschuh auf den Märzwechsel. Wenn jemand in zwölf Tagen o:?liedert, das für dreißig ausreichen soll, so ist er eben ein WindHund. Windhunde gehören aber vor die Thür. Das war der Gedankengang des alten $eni. Er faßte den Neffen deshalb am Arm, spedirte ihn hinaus und ließ sich dann keuchend in den alten Sorgenstuhl fallen. Draußen stand der Herr Studiosus, rückte sich den Schlips, der sich ein bißchen dabei verschoben hatte, zurecht und rollte wild mit den Augen. Wenn er seinem Obeim das ungestraft hingehen ließe, wollte er sich verpflichten, hinfort keinen Schluck Alkohol mehr zu trinken und kein schönes Mädchen anzusehen. Zuerst wollt er sich mit seinem blonden Bäöchen der Tochter des Berserkers verbünden. Da huschte etwas an ihm vorüber. Ein lichtes, blaues Kleid, ein Paar winziger Füßchen und ein süßes Gesicht mit roth verweinten Aeuglein. Husch! war sie weg. Er stürzte ihr nach. Emmi. . . Tu. . . hör' doch mal" Laß mich. . . ich mag nichts hören. . Wirst schon mögen! Ich soll Dir Grüße von Doktor Lindner bestellen er käme heute. Dein alter Herr hat ja auch so die richtige Stimmung für so was." Da tropfte es schon wieder in hellen Thränen auf das schöne blaue Kleid. Heut? Ach, Fritz, das darf nicht sein. Der Vater hat seinen schlechten Tag. Thu' mir den Gefallen und heitere ihn wenigstens vorher ein wenig auf." Nee", sagte Fritz und zog ein wehleidiges Gesicht, nochmals laß' ich mich, auch dir zuliebe, nicht 'rausschmeißen." Als sie noch fv beieinander standen und überlezten und Pläne machten, Wie das Unheil cözuwcnden sei, ging es bereits mit blitzblanken Lackstiefeln und funkendem Cyl'nder die Vordertreppe hinauf. Dr. Hans Lindner konnte seines Her'.'ns Sehnsucht nicht mehr meistern: er wollte sich heute das Recht faltn, ;e Geliebte auch Öffent lich sein 5-i nennen. Da kam er aber schön an. Der Sanitätsra:h nhm ihn scharf aufs Korn und erwiderte eine Weile kein Wort. Endlich zog er ein Schreiben aus der Tasche und hielt es dem jungen Collegen unter die Augen. WaZ steht hier, hm? Geehrter Herr Doktor! Weil es gar nicht beer mit meiner Frau werden wollte, haben wir Dr. Lindner bitten lassen. Er hat sich sehr lange geweigert, ehe er kam. Als er aber da war, hat er ihr die warmen Grützumschläge abgenommen und Eisbeutel auf die Geschwulst gelegt. Sie ist davon nun wieder gesund geworden und Sie brauchen sich nicht wieder zu uns zu bemühen. Achtungsvoll Trauke." Dr. Linöner sah dem alten aufgeregten Herrn ruhig in das Gesicht. Jch verstehe gar nicht, was das mit meiner Bitte zu schaffen hat?" Verstehen Sie nicht? so so; will Ich Ihnen also mal ad oculos demonstriren. Komm' ich zur alten Kelerfett, sagt sie: Ach, nehmen Sie es nicht für ungut, ich war nämlich beim Dr. Lindner, der hat gesagt, die Pillen von Ihnen seien zu scharf für meinen Magen!" nebenbei trinkt die Alte jeden Tag ihr halbes Liter Pfefferschnaps, ohne daß er sie kratzte geh' ich zum jungen Teichmann, der die Faulkrankheit hat, sind meine Mixturen beiseite gesetzt, und er lutscht an Ihren Brustkaramellen. Paßt mir nicht länger. Mein Ansehen und meine Praxis luchsen Sie mir ab und dann auch noch so ganz nebenbei mein einziges Kind " Lindner fuhr auf. Herr Sanitätsrath, ich öerbtite mir " Haben sich nichts zu verbitten. Sind zu jung dazu. Ich bitte mir aus, daß Sie mich nicht mehr behelligen. Von heute ab kennen wir uns nicht mehr. N' Morgen." Dem Sanitätsrath that sein Mädel furchtbar leid. Aber es hals nichts. Er war gewiß ein zärtlicher Vater; aber was nicht möglich war, mutzte eben unterbleiben. Er wollte sie zerstreuen, ihr Abwechslung und Vergnügen verschaffen, damit sie ihm vor Herzweh nicht etwa krank würde. Und in seines Herzens Angst schlug er ihr eine Fahrt zum Fastnachtsball nach Writzen vor. Es dauerte lange, ehe sie beipflichtete. Als sie es aber that, war der sanitätsrath heilsfroh. Lindner hatte an dem Tage wegen seiner Brauerkasse Sitzung und konnte keinesfalls vor neun Uhr Abends fer-
tig sein. Rechnete man nun die Entfernungen dazu, so war sein Kommen ausgeschlossen. Daß Verliebte auch das Unmögliche möglich machen, zog er nicht in Betracht. Meves sah in dem Kostüm des Faust sehr ehrwürdig und gelehrt aus und Emmi in dem kleidsamen Gewand des Grethchens wie der verkörperte Lenz. Dem alten Herrn wurde e5 heiß unter seiner Maske. Herrgott,
war das hier ein Blödsinn stand :r still, riß ihn eine feurige Zigeunerin in den Strudel hinein eine kecke Soubrette legte ihren Arm in den seinen, und ein Amor steckte ihm, als er zu seinen losen Streichen mißbilligend das Haupt schüttelte, die .unae aus. Na, einmal und nicht wieder. Sein Mädel schien sich wenigstens zu amüsiren. Sie stand mit einer Fischerin zusammen und plauderte angeregt. Als er glücklich das einzig stille Eckchen im Saal herausgefunden hatte und seine Maske lüftete, um Luft zu schnappen, legte sich ihm plötzlich von hinten her schwer eine Hand auf die Schulter. Er fuhr erschrocken herum. Ein Polizist stand hinter ihm. Keine Maske keiner von der tollen Bande, der von rechtswegen Eisbeutel noth thaten nein, ein richtiger Polyp. Im Namen des Gesetzes, Sie sind verhaftet." Doktor Meves wurde kreideweiß. Sie irren sich in mir!" sagte er, um Aufsehen zu vermeiden, ruhig, ich bin der Sanitätsrath Doktor Meves aus Altenbura." Das kann jeder sagen!" hohnlachte der Behelmte. Meves hätte ihm am liebsten in den weißen Bart fahren mögen; aber er bezwäng sich noch. Welches Verbrechen legen Sie mir denn zur Last?" Sie sind dringend verdächtig, den Juwelendiebstahl beim Eonsul Breit in Nuro ausgeführt zu haben." Der Sanitätsrath taumelte vor Schreck zurück, und Polyp führte ihn in die Garderobe. Bald darauf stürzte Emmi herein. Um Gotteswillen, Vater, was deutet das?"
Meves stöhnte vor Wuth. Ist denn niemand unter der wilden Bande, der mich legitimiren könnte?" Emmi zitterte vor Freude. Q ja, Papa! Doktor Lindner." Na, dann hol' ihn her!" Ein paar Minuten spater stand die frisische Fischerin vor Meves. Innerlich tobte der Alte. Trotzdem sagte er sehr freundlich: Bin in einer scheußlichen Klemme. Bitte, recognosziren Sie mich mal." Lindner wollte ihn noch erst einen Augenblick zappeln fassen. Ich bedaure ich kenne ?ie nicht." Der Polizist lachte wie ein Teufel. Meves wurde es schwarz vor den Augen. Er mußte pater peceavi sagen. Sein Ruf seine Ehre standen auf dem Spiel. Ich bitte Sie wegen hm der Ungehörigkeiten von neulich um Verzeihung." Und das andere, Herr Sanitätsrath?" Soll erwogen werden." Die Unterhaltung war im Flüsterton geführt. Jetzt neigte sich Lindner zu dem Hüter des Gesetzes und sagte: Herr Sergeant, hier ist mein Paß ich bürge für den Herrn er ist mein bester Freund." Aber eie behaupteten doch noch vor fünf Minuten, ihn nicht zu kennen?" Fastnachtsscherz, Herr Sergeant." Ich glaube ja alles, Herr Doktor, aber festnehmen muß ich den Herrn darum doch." Da sagte der Sanitätsrath kurz entschlossen: Nun gut, dann leiste ich eine Sicherheit Hier sind 300 Mark." Das geht leider gzzen meine Instruktion." Ach was, morgen hole ich sie mir wieder." Der Polizist sann ein Weilchen nach; dann steckte er das Geld eiu. Nun gut. ich will die Summe als Bürgschaft nehmen. Sie sprachen vorhin von Nachhausefahren" ich be-
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gleite Sie, um mich über Ihre Persönlichkeit zu vergewissern." Thun Sie mir den Gefallen, College, und kommen Sie mit uns es ist mir offen gestanden mit dem Kerl unheimlich," bat Meves. Und Lindner erfüllte auch diese Bitte. Schweigend legten sie die Fahrt zurück. Als sie nach drei Stunden endlich die Treppe der Meves'schen Villa emporstiegen, stapfte das Auge des Gesetzes hohnlachend hinterher. Sie tten in des Sanitätsraths Arbeitszimmer ein. Der Polizist schloß die Thüren zu und versenkte die Schlüssel in die Tasche seines Mantels. Dann verschwand er hinter einer Portiere. Die drei andern denn Lindner war ouf des Alten Wunsch auch noch hierher mitgekommen sahen sich rathlos an. Nach einer kurzen Weile flog die Portiere zurück ein gellender dreistimmiger Schrei ertönte , der da, zwar noch ein wenig gefärbt, aber sonst mit dem lustigen Gesicht schmunzelnd, stand, das war Studiosus Fritz Niedermeier. Meves rührte sich nicht. Nach einer Weile stellte er sich vor Lindner tfsd sein Mädel und fragte kurz: Mußtet Ihr das?" Lindner sah ihn ehrlich an. Mein Wort", sagte er, daß ich ahnungslos war." Und Du, Emmi?" Ich ebenfalls, Vater. Ohne etwas Böses zu denken, habe ich allerdingS dem Fritz mein Kostüm verrathen." Da ging der alte Herr zu seinem Neffen und gab ihm eine furchtbare Qhrfeige. Der nahm ihm daS sonderbarerweise nicht übel. Er rieb sich die Backe und sagte im Brustton tiefster Ueberztugung: Es ist mir nämlich selbst höllisch sauer geworden; aber erstens mußte ich Geld haben, und zweitens konnte ich Emmis Jammer nicht länger mitansehen." Da schiebt sich eine kleine, weiche Hand um Meves Hals, und Emmis bestrickende Stimme flüstert: Sei gut, Vater, gib ihn mir." Und der Grund Ihrer Weigerung fällt ja auch fort, ich bin nämlich Chefarzt des Brunkner Krankenhauses qeworden." Der Sanitätsrath weiß daraus
wirklich nichts einzuwenden. Na, denn in Gottes Namen!" sagte er endlich. Den Rührungsmoment hat Fritz Niedermeier zum Entkommen benutzt er mußte doch daZ Geld in Sicherheit bringen. Als Meves endlich zur Ruhe kommt, thut er den heiligen Sckwur, dafür Sorge zu tragen, daß im nächsten Jahre dem tollen Treiben der Fastnacht von Gerichtswegen gesteuert werde aber damit wird er wohl kein Glück haben. Denn Jugend, Liebe und Mummenschanz, die gehören nun mal zusammen. Der N me Meier.
Ueber den Familiennamen Meier veröffentlicht Dr. I. Bucher eine hübsche Plauderei, der wir Folgendes entnehmen: Der Familienname Meier wird in der deutschen Schweiz wahrscheinlich von keinem andern an Häufigkeit übertroffen. Mag der Name nun Meier oder Mejer oder Meyer oder Maier oder Mayer oder Maire geschrieben werden: immer ist er entstanden aus dem lateinischen Comparativ major" und heißt wörtlich der Größere", der Höhere", der Mächtigere". Meier wurde sehr früh im Deutschen eingebürgert, während der aus der gleichen Quelle stammmde militärische Titel Major erst viel später eindrang. Bereits im 7. Jahrhundert erhielt der Name Meier eine sehr vornehme Bedeutung. Die Hausmeier nämlich, die schon vorher unter Fürsten verschiedener deutscher Stämme das Amt von Aufsehern über den Haushalt und von Verwaltern kleiner Hofgüter versehen hatten, schwangen sich bei den fränkischen Königen zur einflußreichsten Stellung' empor, indem sie Vorsteher des Gesindes, VerWalter der Krongüter, Anführer im Kriege und Stellvertreter ihrer Monarchen wurden. Der letzte fränkische Hausmeier, Pipin der Kleine, schickte den schwachen König Childerich III. in ein Kloster und bestieg selbst den Thron. Nicht so großartig wie die Hausmeier treten die Meier in späteren Zeiten auf, aber doch in sehr bedeutsamen Stellungen bis tief in's 18. Jahrhundert hinein; ja, das Amt des Kirchmeiers besteht heutzutage noch da und
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Lolizeichef G'Neill von Chicago und Samuel Gompers, der Präsident der Arbeiter-Föderation.
dort. Er hat das Kirchenvermögen zu hüten. Der Meier war gewöhnlich der vornehmste grundherrliche Beamte eines Hoses", d. h. einer Gemeinde. Er hatte die Aufsicht über die Bewirthschaftung des Bodens, die Polizei und die niedrige Gerichtsbarkeit auszuüben. Dem Stande nach war der Meier in den älteren Zeiten den übrigen Hofgenossen gleich, also auch unfrei oder hörig, wenn es die andern waren. Aber ihrer viele stiegen rasch in die Höhe und konnten leicht zu einem ansehnlichen Wohlstand gelangen; denn ihnen war das beste Land zur Bebauung angewiesen, der Meierhof, dessen Name heutzutage noch in einem gewissen romantischen Glänze erscheint. Der alte Spruch: Wenn man den Edelmann setzt zum Meier, erhält der Fürst weder Hühner noch Eier" deutet an, daß mancher Meier für seinen Vortheil übermäßig besorgt war. Eine genaue Controllirung war, namentlich was die verhängten Buhen betrifft, oft unmöglich, zumal wenn der Grundherr weit weg wohnte. Viele Grundherrn, besonders die Aebtissinnen, hielten die zwei jährlichen Gerichte auf ihren Höfen nicht selbst ab, sondern überließen den Vorsitz ihren Meiern. Der letzteren Selbstgefühl wurde dadurch mächtig gefördert und ihr Ansehen bei den Hubern, d. h. bei den Inhabern der Hufen, gehoben. An manchen Orten wußten die Meier ihr Amt erblich zu machen: sie schwangen sich zu wirklichen Gerichtsherrn empor und wurden so eigentliche Gemeindemonarchca für einen bisweilen sehr großen Jurisdiktionsbezirk. Bildete doch das panze Glarner Land bis 1273 einen einzigen Hof. Der Meier von GlaruZ" herrschte somit über ein Gebiet, oas den Flächeninhalt des Fürstentums Schaumburg Lippe beträchtlich übertrifft. Wenn man alles erwägt, wird n.an sich nicht darüber wundern, daß mancher habsüchtige und ehrgeizige Meier in verhält ni'ßmäß:g kurzer Zeit aus niebrigem Stande tut Rilterbürtigkeit aufstieg und de- damit verbundenen Vortheile theilhaftig wuroe. Mit dem Gesagten haben wir oie erste und eigentliche Jedeutun. deö Worte? Meier genügend erklärt. I n abgeleiteten Sinne konnte es aub Dcifvorsteher, Pächter, Großbauer, endlich in Bayern auch Meisterknecht beißen.
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Auch etwas. Wie ich höre, sollst Du ja auf keine Frage der Pro fessoren eine Antwort gehabt habend Aber ein sehr überlegenes Lächeln, lieber Onkel." E i n literarischer Proz e ß hält die norwegische Schriftstellerwelt lebhaft in Athem. In der großen Schwindelperiode um die Jahrhundertwende verlor der Obergerichtsanwalt Gjermoe in Bergen sein Vermögen und mit seinem guten Namen zugleich seine Praxis; er übte Rache, indem er Schriftsteller wurde und vorige Weihnachten unter dem Titel Für Gold" einen Schlüsselroman herausgab. In diesem Buch werden ein paclr große Geschäfts- und Geldleute als skrupellose Spitzbuben dargestellt. Consul Ole Johanffon in Bergen glaubte stch darin porträtirt und hat gegen den Verfasser die Beleidigungsklage erhoben. Das Bergener G'richt hat den Fall sehr ernsthast genommen und zwei dortige Schriftsteller um ein Gutachten darüber ersucht, inwieweit die Arbeit nach lebendem Modell für den künstlerischen Zweck des Verfassers nothwendig gewesen sei oder nicht, da Herr Gjermoe zwar die Verwendung lebenden Modells in seinem Buch zugibt, darin aber nicht über die Grenzen des Erlaubten hinausgegangen zu sein behauptet. Der Prozeß interessirt die Schriftstellerwelt des Landes um so mehr, als dort überhaupt die literarische Arbeit nach lebendem Modell eine ziemlich häufige Erscheinung ist. So hat um die Mitte der neunziger Jahre dort Gunnar Heiberg in dem Drama König Midas" ganz unverkennbar Björnfierne Björnson porträtirt.
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