Indiana Tribüne, Volume 28, Number 225, Indianapolis, Marion County, 15 May 1905 — Page 4
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Kl Jndkana Tribüne. IS Mai 1905.
Indiana Tribüne. Hrrausgegeden von der uttttfetf 4 EO. Indianapolis, Ind.
AarrH 0. Thnvmm Präsident. eschaftslocal: Ro 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269 K u.-ed t the Pott Office ol Indianapolis as sccond class matter. Aufgeputzt. Die Bewegung, welche sich in Jndia napoliS für einen revidirten Lehr plan in den öffentlichen Schulen bemerkbar macht, ift an sich empfehlenswerth; denn viele Unterrichtsfächer gehören kaum tn den Rahmen der Ele mentarschule. Aber eS ift die Pflicht deS Deutsch'AmerikanerthumS, auf der Hut zu fein, damit die Bewegung nicht auch dazu führt, dvß der deutsche Sprachunterricht gefährdet wird. Eine gleichartige Bewegung, wie die oben erwähnte, macht auch in New York ihr Erscheinen. Die Deutschen von New Bork, welche zuerst nur glaub ten, daß eS sich einzig und allein um Abschaffung deS Unterrichts in Phyfto. logie und Hygiene handelte, wurden aber bald eines Anderen belehrt; eS zeigte sich nämlich, daß es sich k Wirk lichkeit um einen von den Nativiften im dortigen Schulrathe ausgeheckten Plan drehte, den deutschen und französischen Unterricht vom Lehrplane auZzumerzen. Ein Auszug aus einem Artikel des Morgen-JournalS" bespricht die Angelegenheit in einer für uns Jndianapolifer höchst lehrreichen Weise wie folgt: Wie unaufrichtig Mayor McClellan in verschiedenen Fragen gehandelt hat, ift notorisch. Daß man nun dasselbe Bunco-Spiel in der Frage deS fremden Sprach-UnterrichtS treibt, ift den Eingeeihten schon lange klar, kann aber jetzt dokumentarisch nachgewiesen werden. In dem gestern veröffentlichten Schreiben an den SchulrathS'Präfiden ten Tiffi sagt der Mayor: Sie anerkennen sicherlich, ebenso wie ich. den Werth des Studiums der franzöfifchen wie der deutschen Sprache und dab keinem Schüler, der diese Sprachen lernen will, die Gelegenheit dazu genommen werden sollte." Derselbe Mayor, welcher mit obigen Worten so thut, al- ob er an dem ge führdeten deutschen Unterricht ein wohlwollendes Jntereffe nähme, der vor sei ner Erwählung in allen deutschen Versammlungen seinen lieben Landsleuten" mit dem Sprüchlein: Wie so wonnesam, so traut! Brei ums Maul schmierte, ernannte erft vor einigen Monaten den Kommissär, welcher am 5. April im Schulrath den Antrag stellte, den fremden Sprach unterricht gänzlich abzuschaffen. NicholaS I. Barrett ift dieser Schul ttommiffär. Mayor McClellan kann sich nickt damit ausreden, daß er nicht gewußt habe, welche Stellung Herr Barrett in Bezug auf den fremdspra chigen Unterricht einnimmt. Wie Herr Barrett einem Vertreter des Morgen Journals" gegenüber gestern offen zugab, hat er aus seiner Stellungnahme in dieser Frage nie ein Geheimniß gemacht. Schon vor zwei Jahren, als das Deutschthum der Stadt mit dem Schulrath einen Strauß ausfocht, nahm Herr Barrett gegen den deutschen Unterricht Stellung. Wenn also Mayor McClellan wirklich so viel am diesem Unterricht gelegen ift, warum ernannte er gerade diesen ausgesprochenen Geg ner deS fremdsprachigen Unterrichts wieder zum Mitglied des Schulraths. Barrett ift jedoch nicht der einzige Feind des deutschen Unterrichts, den McClellan als Mitglied des Schul raths ernannt hat. Da ift z. B. Nathan S. JonaS, der vor zwei Iah ren gelegentlich deS öffentlichen Ter minS die Vertreter des DeutschthumS in der gemeinsten Weise lächerlich zu machen suchte. Dieser Jonas, neben bei bemerkt, ein ganz gewöhnlicher Politiker, welcher dem Standard OilMcCanen Handlangerdienste leistet, wurde ebenfalls von Mayor McClellan wieder ernannt. Auch Commiffür Fran colini, der keine Mühe gescheut hat, den deutschen Unterricht abzumurksen und im Schulrath eine große Pauke gegen die Deutschen hielt, verdankt gleichfalls seine abermalige Ernennung dem Pseudo-Deutschen-Freunde McClellan. Die von Mayor McClellan ernann ten Kommissäre stimmten ferner mit einer einzigen Ausnahme, foforn sie überhaupt stimmten, für die Verkür jung der Schulstunden, was in der
ganzen Bevölkerung, besonders bei den deutschen Bürgern so große Entrüstung hervorrief. Unter denen, welche für Verkürzung der Schulzeit stimmten, befindet sich auch Kommiffür Harrison, der vor 2 Jahren die Hauptrede gegen den deut schen Unterricht hielt und das hiesige Deutschthum in der unfläthigften Weise angriff. Kommiffür A. Stern, welcher den Antrag auf Verkürzung der Scyulz.it stellte, ift ebenfalls, obwohl selbst ein Deutscher, der Englisch mit einem starken Accent spricht, ein Geg ner des deutschen Unterrichts. Herr Stern ift der Wortführer Tammany'S im Schulrath. Die Gegner des deut schen Unterrichts sind somit auch die
Befürworter der Verkürzung der Schul zeit. Ein Vertreter deö Morgen-Jour nalS" ersuchte gestern Heirn Baerett, die Gründe bekannt zu geben, welche ihn veranlaßt Hütten, im Schulrath die Abschaffung deS fremdsprachigen UnterrichtS zu beantragen. Der Kommisiür schien anfänglich bereit zu sein, frei von der Leber zu sprechen, er erwähnte mit Stolz, daß er von McClellan er nannt worden sei, und schien offenbar der Anficht zu sein, daß er ganz im Sinne deS städtischen Oberhauptes ge handelt. Nach längerem Besinnen lehnte er jedoch ein Interview ab mit der Motivirung, er wolle sich selbst nicht vorgreifen, denn die Angelegenheit werde jedenfalls zu einer erschöpfenden Diskussion führen, an welcher er sich zu betheiligen gedenke. Schul-Kommiffär Wm. H. Maxwell stellte übrigens entschieden in Abrede, die Abschaffung des fremdsprachigen Unterrichts befürwortet ZU haben, als eine diesbezügliche Anfrage ein Comite des New Vorker Turnbezirks an ihn richtete. Allem Anschein nach ift also die dem deutschen Unterricht in New Z)ork drohende Gefahr abgewendet, aber nur durch daS rechtzeitige Einschreiten und der Proteste der Deutschen." Wie aus dem Vorgehenden ersichtlich. werden in New Jork die raffinirteften Mittel angewendet, die deutsche Sprache aus den öffentlichen Schulen zu ver bannen. Anscheinend harmlos fing die Bewegung an, aber bald gewahrte man, wo fie hinaus wollte. Wir find entschieden dagegen, daß in den Elementarschulen unserer Stadt weitere Lehrfächer eingeführt werden. Man sollte aber die wirklichen Elemen tarfücher wie Lesen, Rechtschreiben, Rechnen l& gründlich durchnehmen. Besonders Acht sollte aber das Deutsch, thum darauf haben, daß der deutsche Sprachunterricht nicht heraus gedrängt wird. Eisenbahnkongretz. Touren der Delegaten. Washington, 14. Mai. Von den ausländischen Delegaten zu dem internationalen Eifenbahnkongreß, der gestern schloß, werden zwei Partien eine Fahrt durch das Land machen. Eine Partie wird über Altoona, Pittsburg, Cleveland, Buffalo. Niagara Falls, Schenectady und Boston am 23. Mai in New York anlangen. Die zweite wird erft am 27. Mai dort ankommen. Sie will Altoona, Pittsburg, Cincin nati, St. LouiS, Chicago, Niagara Falls, Montreal, Saratoga usw. besu chen. Die auswärtigen Delegaten sind auf dieser Fahrt Gäste deö amerikani schen Verbandes. Oefterreich'Ungarn. Bereinigung GalizienS und DalmatienS mit Ungarn. Wien, 14. Mai. Im Abgeord netenhause deS Reichsraths hat die all deutsche Partei den Antrag eingebracht, das staatsrechtliche Verhältniß beider Reichshälften möge dahin abgeändert werden, daß Gclizien und Dalmatien mit Ungarn vereinigt werden. Der Antrag verfolgt in erster Linie den Zweck, die brennende Frage, die fünf tige Gestaltung der Beziehungen zwischen Oesterreich und Ungarn, zum Gegenstand der Diskussion im Paria ment zu machen. Braun'S Zwischenfall. Wien. 14. Mai. Bezüglich der Differenzen zwishen der ungarischen Regierung und dem amerikanischen Einwanderungsagenten Braun hat die hiesige amerikanische Botschaft vom Staatsdepartement in Washington die Anweisung erhalten, Braun vollen Schutz zu gewährt und ausführlich über den Fall zu berichten. Braun ist auf dem Wege nach Wien um mit dem Botschafter Stoni zu berathen.
Bom Jnlande.
Im County- Gericht zu Fairmount, W. Va., ist ein merkwürd'ger Kontrakt eingetragen worden. Nach dessen Bedingungen verpflichtet sich die 39 Jahre alte Gertrude Lowther den 59 Jahre alten und reichen S. W. Harden von Catawba zu heirathen und bis zu dessen Tod seine Frau zu bleiben. Harden dagegen verspricht, ihr Ni'ch seinem Hinscheiden $1000 aus seinem Vermögen auszahlen zu lassen. Auf sonderbare Weise um's Leben gekommen ist der Farmer Jacob Kendel von Covetown, Washington County, Md. Er hatte sich zwi schen zwei Bahnschwellen neben dem Geleise der Westlichen Maryländer Bahn" gesetzt und wurde von den Achsenenden der Frachtwaggons so schwer am Kopf ' erletzt, daß er auf dem Wege nach dem Hospital in Hagerstown starb. Die Bahnbeamten bemerkten den anscheinend in sicherer Entfernung Sitzenden zu spät. Der Zug hielt sofort an und nahm den Verletzten mit nach Hagerstown in das Hospital. Einige der Verwandten Kendel's sind der Ansicht, daß der Farmer beraubt und ermordet und dann in die sitzende Stellung neben den Geleisen gebracht wurde. Der deutsche Unionskämpfer Martin Wambsgau, jetzt fünfundsechzigjährig und in Syracuse im Staate New Jork wohnhaft, hat nunmehr vom Congreß für außerordentliche Tapferkeit, die er in der Schlacht von Cedar Creek bewiesen, eine goldene Medaille erhalten, an Stelle einer ihm früher verliehenen Bronze - Medaille. In jener Schlacht war der vorderste Fahnenträger gefallen und die Reihen wankten, als Wambsgau die Fahne ergriff, muthig in heftigem Kugelregen vorwärts drang und dadurch viel zum schließlichen Siege der Bundestruppen beitrug. Das Regl ment, mit welchem Wambsgau in' Feld zog, war das 19. Freiwilligenregiment von New Jork. Es zog mit 900 Mann aus und nur 150 davon kehrten zurück. Der New DorkerGouver neur Higgins unterzeichnete die erste aus einer Anzahl gesetzgeberischer Maßregeln, zu deren Annahme seitens der Staatsgesetzgebung die Katastrophe des General Slocum" geführt hat. Von dem unterschriebenen Gesetz wird vorgeschrieben, daß bei dem Bau von Barken und Dampfern, welche für Ausflüge auf Routen innerhalb eines Umkreises von 45 Meilen von Städten, welche eine Bevölkerung von einer Million oder darüber besitzen, bestimmt sind, die Stützstangen, Deckbalken und Rahmen aus Eisen und Stahl hergestellt werden müssen. Die Benutzung von Dampfern oder Barken, welche innerhalb des Staates der Personenbeförderung bei Excursionen dienen und den Vorschriften dieses Gesetzes nicht entsprechen, wird mit Geldbuße bis zu $1000 oder Zuchthaus bis zu zwei Jahren oder Beidem bedroht. Ueber unvorsichtige deutfche Einwanderer auf EUis Island klagt ein dortiger deutscher Missionär: Die deutsche Einwanderung über New Aork ist in der Zunahme begriffen. Aber viele dieser Einwanderer sitzen auf Ellis Island fest, weil sie entweder nicht genug Geld mitgenommen haben, um bis zu ihrem Bestimmungsort gelangen zu können, oder weil sie unterwegs zu viel Geld ausgegeben haben und dadurch in die Klemme gerathen sind. Wir können schon hie und da einer Familie, welche in Verlegenheit gerathen ist. weiter helfen; aber bei der Menge, welche wegen Mangels an Reisegeld festgehalten wild, gehört ein gefüllter Geldbeutel dazu, um stete helfen zu können, und die Leute müssen sich in Geduld fügen. Die Zeiten haben zwar aufgehört, in welchen man auf Ellis Island von Einwanderern, die sich zu ihren Verwandten in's Innere dieses Landes begeben wollen, verlangte, daß sie außer ihrer Fahrkarte $10 bis $25 für Weiterreise aufweisen müssen, aber etwas Geld müssen sie für die roeitere Reise mitbringen." Ueber Vandalen und Diebe in einem Justiz - Tempel wird aus Elizabeth, N. I., berichtet. Das neue County - Gerichtsgebäude war dieser Tage zur allgemeinen Besichtigung offen, und da man nicht viele Personen erwartete, war keine Polizei am Platze. Es hatten sich aber etwa 10.000 Personen eingefundcn, um sich den stattlichen Bau im Innern anzusehen, und später machte man die Entdeckung, daß Souvenir - Jäger, Vandalen und Diebe messingene Thürklinken und andere Messing- und Nickelstücke, welche von den Wänden, Thüren und Mobiliar abgerissen werden konnten, selbst die Nickelbirnen der elektrischen Lichter, die Bürsten, Handtücher und Seife aus den Toiletten - Zimmern gestohlen hatten. Ein Gerichtsbeamter erwischte einen Mann, der sogar die Bibel, in welcher es doch heißt: Du sollst nicht stehlen", fortschleppte; er nahm sie dem Diebe ab und warf den Kerl aus dem Gerichtstempel. Einige Vandalen schnitten die Anfangsbuchstaben ihrer Namen auf die schweren eichenen Tische in den Gerichtszimmern und beschmierten die Wände und Marmor Ballustden der Rotunda mit Gummi - Stempel. Ein werthvoller Teppich im Grand Jury-Zim-mer wurdt durch Theer ruinirt.
Die Ehre" der (Banse. Wie Gänse ihre Ehre" wiederherstellen, darüber schreibt man aus einem Dorfe bei Eberswalde eine nette Geschichte: Eine Bäuerin trieb auf der Dorfstraße eine kleineHeerde von Gänsen vor sich her. als aus einem Hause heraus ein kläffender Rattenfänger sich auf die Schaar stürzte. Im ersten Schreck stob die Heerde laut schreiend auseinander. Dieser leichte Erfolg mochte den Köter ermuthigen; in schnellen Sätzen verfolgte er die geflügelte Schaar. Da, eben hatte er eine der Gänse beim Flügel gepackt, drehte sich diese schwerfällig herum und hieb mit dem Schnabel nach dem Hunde. Einen Augenblick stand dieser wie erstarrt da, dann wollte er sich auf den Gegner stürzen. Da aber Wirbelten ihm auch schon die Flügel der Gans um die Ohren; sichtlich war dem Rattenfänger Hören und Sehen vergangen, er drehte sich blos um seine eigene Achse. Angesichts der Tapferkeit ihrer Genossin mochten sich die übrigen Gänse ihres angstmeierischen Betragens schämen. In wirrem Knäuel stürzten sie mit weitgeöffneten Schnäbeln zischend heran; wie auf Befehl schlössen sie einen engen Kreis um den frechen Angreifer und nun regnete es auf den kläglich heulendenHund von allen Seiten Schnäbelhiebe und Flügelschläge. Inzwischen hatte sich ein Häuflein Neugieriger um die kämpfende Gesellschaft gebildet. Mit Staunen verfolgten sie den Verlauf des Kampfes, als sich durch die Menge ein junger Bursche Bahn brach, um den Hund, sein Eigenthum, dem Verderben zu entziehen. Kurz entschlossen aber wendete sich die eine Hälfte der Gänse mit drohend aufgerissenen Schnäbeln gegen den Jüngling, der unter lautem Gelächter der Zuschauer zurückwich, während die andere Hälfte den Kampf mit dem heulenden Hund fortsetzte. Es war kaum noch ein Kampf zu nennen, richtiger war es ein regelrechtesStandrecht, das die schnatternder Vögel Über den Friedensstörer abhielten. Der Rattenfänger wurde sichtlich matter unter den Schlägen, schon torkelte er wie ein Betrunkener hin und her, und nun legte er sich aar mit kierausbän-
i gender Zunge auf die Seite. ie Rachsucht der geflugeltenSchaar war aber noch nicht befriedigt, und sicher hätte der Hund den kühnen Angriff auf die Ruhe der Gänse mit dem Leben bezahlen müssen, wenn jetzt nicht die Bäuerin, die Eigenthümern der Gänse, dazwischen getreten wäre. Sie zwang mit kräftigen Schlägen ihre Schützlinge, die Züchtigung des Hundes einzustellen. Als dieser sah, daß er Luft bekommen hatte, erhob er sich mühsam und schlich mit eingeklemmtem Schwänze lautlos davon. Wie auf Befehl wendeten jetzt sämmtliche Gänse ihre langen Hälse nach der Richtung, in der der Besiegte verschwand und brachen in ein betäubendes Schreien aus ein ohrenzerreißendes Siegesgeschnatter der Sieger! In einer Flasche gefangen. In manchen Ländern pflegt mal enghalsige Flaschen mit etwas ZuckerWasser oder versüßtem Bier darin an Obstbäumen aufzuhängen, um die zahlreichen Jesektenarten wegzufangen, ehe diese richtig zur Reife kommen können. Der Inhalt einer solchen Flasche, die einen Monat lang an einem Pflaumenbaum gehangen hatte, wurde nun unlängst gesichtet und gezählt. Die Liste der Gefangenen ergab: 57 Schmeißfliegen, 5 Marienkäfer, 20 Motten, 12Schmetterlinge. 45 Wespen, 1 Raupe, 33 weniger bekannte Jnsek--ten. 4 Bienen, 64 Ohrwürmer, gegen 450 gewöhnliche Fliegen, 1 Insektenpuppe, 13 Pferdefliegen, 27 Käfer und 5 Spinnen, außer einer unzähligen Menge von ganz kleinenFliegen, Ameisen und anderen winzigen Insekten. Lackfarben, auch der schnell trocken werdende Fußbodenglanzlack, bestehen aus Farben, die mit in Spiritus gelöstem Lack angerührt sind. Derartige Farbreste entfernt man auf folgende Weise: Die Pinsel sind in ein enges Gefäß zu hängen, in welches starker, denaturirter Spiritus gegossen wird. Die Borsten sollen dabei den Boden des Gefäßes nicht berühren, damit sie sich nicht umbiegen. Nachdem die Farbreste gelöst, werden diese Pinsel ebenfalls mit Seife und lauwarmem Wasser vollständig gereinigt. Pinsel, die zum Auftragen von Beizen verwendet werden, wäscht man in warmer Sodalösung mit Seife aus. Lacklederschuhe dürfen nicht gewichst werden. Man reinigt sie mit einer weichen Bürste und wischt mit einem wollenen Lappen nach. Sind die Schuhe schmutzig, so läßt man sie erst trocknen, bürstet sie dann rein, wäscht sie dann mit etwas Milch ab. läßt sie trocknen und reibt sie dann mit einem wollenen Lappen und ganz wenig ungesalzener Butter blank. Nippeösachen vor dem Einstäubenzuschützen. Empfindliche Nippeösachen. Figürchen und Gegenstände aus Biskuitporzellan, Wachsfrüchte, künstliche Blumen etc. schützt man, ohne sie dem Anblick zu entziehen, mit Vortheil dadurch vor dem Einstauben und Grauwerden, daß man sie in weihe Gelatinepapier hüllt. Sie erscheinen in diesn Umhüllung wie unter Glas gestellt.
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Dame des Südseite TnrnVereins. Die monatliche Kartenpartie der Damen deö Südseite Turnvereins wurde unter zahlreicher Betheiligung gestern abgehalten. Folgende Damen gingen als glück liche Sieger aus dem Turnier hervor: Frau Hedderich, Früul. Berner, Frau Kahn. Am nächsten Sonntag Abend werden die Damen für Mitglieder nud Freunde ein großes Karten-Turnier mit nachfolgendem Tanze in ihrer Halle veranstalten. Alle Vorbereitungen sind ge troffen und die Comite's unter Vorfitz von Frau Carl Sander, find eifrigst bemüht, ihren Gästen an diesem Abend einen gemüthlichen und interessanten Abend zu bereiten. Viele und schöne Preise winken den glücklichen Siegern. ! Grundeigenthums Uebertragungen. Jndia M. Grifin an Jda H. We ber, Theil südöstliches Viertel Sec. 12, Township lö, Range 3, Washington Tp., $1,000. Edna M. Foley an Percy H. Foley. Theil Sec. 34, Township 17, Range 3, 1.99 Acres in Washington Tp., $2,533. FranciS M. Hindman an Lela M. . Hunter, Theil Lot 3, Harrison & Co.'s Addition, 40 bei 132 Fuß, westliche Seite von Illinois Str., nahe 37. Str., $1000. James W. Dougherty an George W. Dillon, Theil von Lot 49, Flet cherö 2. Brookfide Sud., nördliche Seite von 13. Str., westlich von Rural Str., $900. Albert L. Heckman an Nancy A. Maag, Lot 36, Cottage Home Addition, 30 bei 90 Fuß. verd.. Westseite der Stillwell Str.. südlich von Polk. $2000. Esther M. M. Freeman an Samu.l H. Creighton, nördliche Hälfte von Lot 81, Fletcher'S I.Addition, Brightwood. 37.6 bei 174.8 Fuß. Verb.. Oftseite der Olney Str., südlich vsn 25. Str. $1200. John W. Stroh an denselben, Lot 1. Stroh'ö Subd., Jrvington. vacant, Nordweftecke Julian und Downey Ave. $850.) Thomas BurnS an John Carr, den halben Antheil von Lots 2 und 3, Pal mer's Subdivifion, Theil von Square 74, 76.11 Fuß an Maryland und 20 Fuß an Illinois Str.. verd., Sädweft ecke Illinois und Maryland Straße. $14.000. Mabel M. Lutes an Wm. A. Valo din, nördliches halbes Lot 5, Block 1. Nord Par, 104 bei 297.6 Fuß, ver bessert, östliche Seite der Illinois Str., nördlich von 28. Str.. $3,750. Sol Meyer an Marie M. Cook. Lot 17, Miami Powder Company's Subd.. Nord Illinois Str. Add., 40 bei 120 Kuß. verbessert, östliche Seite der Kenwood Ave., südlich von 24. Straße. $2.000. Fannie E. Woodward an Joseph E. Reagan, Lot 32, W. H. Talbott'S Addition, 41 bei 166.4 Fuß, verbeffeet, westliche Seite der Central Ave., südlich von 16. Str., $4,200. Jameö C. Taylor on Henrietta M. Maring, Lot 104, Douglas Park, nördlich von 25. Str. $4000. George Wolf u. A. anMattie Nemby, Lot 6, McCartyS 2. westliche Add., südlich von MorriS Str. $1800. John I. Johnson an Joseph W. Jamieson, Lots 16 und 17, Block 34, North Indianapolis Add., östlich von Rader Str. 88500. Fred. T. Roß an Henry C. Thompson, Lot 43, SellS West Jndzanapo. liS Add., nördlich von SellS Ave. Emma S. Gulick an America HaS lett, Theil vom südwestlichen Viertel, Sect. 33, Tp. 16, Range 2, 80 Acker, Wayne Township. OtiS G. Clark an Albert A. AhiderS, Theii von Lot 30, Columbia Place Add., südöstliche Ecke Byram und CharleSton Ave. $500. South Park Land Co. an John Wetzel, Lot .64, South Park dd., Ecke Slmwood und Parkway Atze. 11821.
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