Indiana Tribüne, Volume 28, Number 224, Indianapolis, Marion County, 13 May 1905 — Page 4

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Jndiana Tribüne. HnauIgeAtden von der Gtdt Indianapolis, Ind.

Harry C. Thudium - Präsident. Geschaf tS loca lr Ro 31 Süd Delaware Straße. TELBPHOfHE 269 i r.tcred at the Post Office ot Indianapolis as econd dass matter. Und nun das Turnfest. Der schöne und überwältigende Erfolg der hiesigen Schillerfeier gab die freudige Gewißheit, daß das DeutschAmerikanerthum einmüthig für die deutschen idealen Bestrebungen eintritt und die Pflicht t r i t t n u n an Alle heran, thatkräftig den Feft-AuSfchuß in Fürderung feines idealen StredenS für daSBundesTurnfest, welches am 21. Juni in unserer Stadt b t ginnt, z u unterstützen. Das Bundes-Turnfest in Indianapolis mitft den Ruf, den sich das Deutschthum unserer Stadt erworben hat, auf 's Neue, bekräftigen und bewahren. Der Verband deutscher Vereine hat die einzelnen Vereine ofnciell aufgeforbett, Eomite'sZ zuZernennen, um den Vertrieb der Dauerkarten, welche zum Preise von je 81 die Inhaber und deren Kinder zum Besuch der Festlichfeiten berechtigen, zu übernehmen. Der Verbands'Sekretür ist inftruirt worden, die einzelnen Vereinsvorftünde von diesem Beschluß zu unterrichten und ist jedenfalls seiner Pflicht nochge kommen. Nur wenige Wochen verbleiben noch, um die Agitation für das Turnfest zu betreiben. ES ist unbedingt nothwendig, daß die Agitation von nun an mit Eifer und Energie betrieben wird. Die Herren VereinSsekretüre sind dringend erfucht, die Namen der für den erwähnten Zweck ernannten ComiteMit g l i e d e r, sowie deren Adresse, ohne Zeitverluft dem Se kretär des Finanz-AuS-f ch u s s e S, Herrn Robert Lieder, mitzutheilen, damit er sich mit den Her ren in Verbindung setzen kann. Diejenigen Vereine, welche bislang noch keine Comites für die das gefammte Bürgerthum unserer Stadt interessirende Angelegenheit ernannt haben, sollten die? unverzüglich thun. Verschleppung dieser Pflicht würden htm großen Feste zum Schaden gereichen. Laßt von nun an bis zum 21. Juni uns alle vereint, thatkräftig zufammenwirken, damit ein Jeder mit Stolz sagen kann: Ich habe zum schönen Erfolge mitgeholfen!" Berliner Brief. Da der deutsche Reichstag und das preußische Abgeordnetenhaus sich mehr als einen Monat Ferien gegeben haden, da obendrein der thatkräftige Herrscher deS Deutschen Reiches sich an den Gestaden Siziliens eine Zeit wohl verdienter Erholung gönnt, so würde das politische Leben in Deutschland im Monat April völlig ftagnirt faben, wenn nicht die Marokko - Angelegenheit das allgemeine Interesse in ungewöhnlichem Maße wachgerufen hätte. So viele Phasen auch schon diese Ange legenheit durchgemacht hat, so ist doch fortgesetzt die öffentliche Meinung ohne Unterschied der Partei abgesehen natürlich von Sozialdemokraten n:s der Seite der deutschen Reichsregierung geblieben. Auch die Männer der bürgerlichen Opposition müffen zugeben, daß die Regierung nicht im einseitigen Interesse Deutschlands handelt, fondern in dem aller mit Marokko in Verbindung stehenden Länder. Wollte sie egoistisch verfahren, so würde es ihr kaum schwer werden, mit Frankreich zu einer Verständigung zu gelangen. Die deutsche Regierung ist aber der Ansicht, daß völkerrechtlich und sinngemäß eine Aenderung deS gegenwärtigen Zuftan deS nur auf der Grundlage erfolgen kann, auf der der gegenwärtige Zu stand beruht. Dieser Zustand aber beruht auf der vor einem Vierteljahrhundert abgeschloffenen Konvention von Madrid, an der nicht nur zwei oder daei Staaten, fondern neben den Großmächten ausgenommen Rußland auch eine große Zahl mittlerer Staaten theilge-

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. .... v" nommm haben. Wollte Frankreich wirklich, wie eö laut verkündet, die Handelsfreiheit in Marokko nicht antasten, so brauchte eS sich gegen eine Erneuerung der Konvention von Madrid durch eine allgemeine Konferenz nicht zu sträuben. Thatsächlich aber beabsichtigt es, rückhaltSloS nur feine eigenen Jntereffen zu verfolgen, und deshalb widerstrebt eS jeder Kontrolle durch eine Konferenz . Diese das Völkerrecht nach ihrem Belieben auslegend? Politik ist über Haupt sür Frankreich charakteristisch. Sonst Hütte die französische Regierung die Geduld der Japaner aus'S äußerste in Anspruch genommen, indem sie dem baltischen Geschwader gestattete, monatelang in den Gewüffern von MadagaSkar zu verweilen und dort seine kriegsmäßige Ausbildung zu vollenden, und indem eS von einer Wiederholung dieses in der Kamranh-Bucht sich li durch den energischen Protest Japan'S zurückhalten ließ. Diese die oftasiatischen Wirren berührenden Angelegenheiten werden in Deutschland mit umso größerem Inte reffe verfolgt, als man jetzt selbst, wenn auch nur passiv, durchaus in oftasiatische Händel hineingezogen werden soll. Man ift in Berlin ebenso erstaunt wie entrüstet über die immer wieder auftauchenden Gerüchte, wonach Deutschland den russisch - japanischen Krieg und die Schwäche China's ausnutzt, um sich 'n Shantung gewiffer maffen zum Alleinherrscher zu machen. Der deutsche Gesandte in China hat bereits gegen die alberne Behauptung. als habe er sich in die Besetzung des Gouverneur - Posten? eingemischt und auf die chinesische Regierung einen Druck ausgeübt, proteftirt, und ich kann von hier aus nur bestätigen, daß dieser Protest ebenso gerechtfertigt ift. wie die entgegengesetzten Entgegnungen ungefertigt find. Ebenso erlogen find die Behauptungen,, daß Deutschland wirthschaftlich Shantung für fich zu monopolifiren gedenke. Die deutsche Regierung hat überhaupt keinerlei neue Forderungen gestellt, und fie will nichts, als was ihr nach den Abmachungen von 1898 und 1899 Vertragsmäßig zusteht. Gerade in Shantung und Nachbar gebieten arbeiten deutsches und englifcheö Kapital zusammen, nicht nur im Jntereffe dieser beiden Länder, sondern auch zur wirthschaftlichen und kulturellen Erschließung dieser chinesischen Gebiete. Thatsächlich hat auch die EntWicklung ShaniungS in den letzten Jahren außerordentliche Fortschritte gemacht, und wenn Deutschland, soweit eS an dieser Entwickelung betheiligt war, nur das eigene Jntereffe und nicht auch das Chinas im Auge gehabt Hütte, so würden kaum zwischen dem früheren Gouverneur von Shantung, Ehoufu, und dem Gouverneur von Kiautschou, Truppe!, so herzliche Beziehungen bestanden haben, wie fie

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Das Gbergericht von Venezuela, welches den

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Alejandro Urbaneja.

Ignaclo Arnal. während der ganzen Amtszeit Choufus fortgefetzt und ohne jede Trübung obgewaltet haben. Unzweifelhaft werden diese Beziehungen auch durch den neuen Gouverneur von Shantung aufrecht erhalten werden. Richter Lynch liebt Justiz an schwarzen Schurken. C a i r o , Jll., 12. Mai. Tom Whiterspoon, ein Neger, wurde von einem noch Hunderten zählenden Mob den Beamten in Belmont, Mo , ent riffen und an einer Schaukel auf dem Marktplatz im Beisein einer riefigen Menschenmenge gehängt. Heute ganz früh begab fich der Neger, der erst ganz kürzlich aus dem Zuchthaus entlaffen wurde, in das 3 Meilen von Belmont entfernte Heim von Fred. Hetz, einem Legislatur-Mitglied, und verlangte 8600 unter TodeSdrohungen. Heb sagte ihm, er habe kein Geld im Hause. Darauf zwang ihn der Neger, ein Fuhrwerk anzuschirren und mit Frau und Kind daffelbe zu besteigen und die Fahrt nach Belmont anzutrettn. Der Neger sattelte ein Pferd und zwang nahe Belmont die Frau und das Kind anzusteigen und eine verlassene Hütte zu betreten. Dem Manne befahl der schwarze Schurke, das Geld sofort durch einen Neger-Prediger nach der Hütte zu senden, sonst würde er die Frau und das Kind tödten. Heß eilte nach Belmont und schickte das Geld durch den farbigen Prediger nach der Hütte. Der Neger ritt dann davon. Nachdem sich Heß oergewiffert hatte, daß Frau und Kind in Sicherheit waren, schlug er Lärm und ein BürgerAufgebot verfolgte mit Bluthunden die Spur des Negers. Er wurde eingefangen und dann kurzer Hand gehängt. Durch Selbstmord Eudet Richard Croker's Sohn. K a n s a S City, 12. Mai. Hubert V. Croker, ein Sohn von Richard Croker Boß" von Tamany Hall, wurde auf einem Zuge der Atchison, Topeka & Santa Fee Bahn todt aufgefunden. Er starb an den Folgen selbst applicirten GifteS. Ein Neger half in KanfaS City den jungen Mann, der nicht nüchtern war, den Zug besteigen. Als der Zug-Condukteur den Fahrschein in der Frühe von Croker einfordern wollte, fand er denselben todt vor. Gottlied L eukha rdt. Die gemüthliche Ecke.Ecke Noble undMarket Sir.

Asphalt'Fall gegen die Amerikaner entschied.

Enrique Tejera. U. IIIJUI ' MI.'"' 11

Carlos Leon.

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